Rooftopper

Benutzer3277 

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Ich habe mir neulich bei Youtube und Instagram einige Videos von Rooftoppern angesehen. Das sind Leute die auf höchsten Wolkenkratzern o.ä. sitzen oder sogar dort rumlaufen oder sich am Rand über dem Abgrund festhalten, ohne Sicherung. Natürlich sind einige auch schon in den Tod gestürzt. Mir wurde nicht nur schwindlig, sondern schlecht von den Videos. Ich frage mich: was ist der Grund sich so in Gefahr zu begeben? :eek:
Was meint ihr dazu? Habt ihr solche Videos mal gesehen?
 
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Benutzer149315 

Öfters im Forum
Nervenkitzel, Perspektivlosigkeit, etc.
Nicht jeder hängt unendlich am Leben, da ist es der Nervenkitzel es wert, vielleicht auch dabei zu sterben. Danach ist es eh vorbei.

Ja Ich kenne solche Videos, finde Ich zuweilen interessant, weil der Ausblick durchaus nett ist. Aber sonst gehört es für mich eher zur Kategorie: Interessiert mich nicht.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich muss dabei immer an dieses Gedicht von Erich Kästner denken:

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Benutzer156506 

Meistens hier zu finden
Ich muss dabei immer an dieses Gedicht von Erich Kästner denken:

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Jawoll! "Man stirbt schon längst nicht mehr beim Schiffen, nur weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt."

Also auf der Loreley hab ich mir auch schonmal die Haare gekämmt, bin aber weder blond noch weiblich, also ist wohl auch niemand zu Schaden gekommen.

Ist zwar nicht das gleiche wie ein Wolkenkratzer, aber ich selbst steig gern (möglichst senkrecht) auf unsere heimischen Tafelberge und genieße die Nähe des Abgrundes und den Blick in die Tiefe. Hin und wieder raste ich auch am Rand einer Felswand und lass die Beine über dem Abgrund baumeln. Filmen muss ich mich dabei aber nicht.

Dabei stellt sich ein befreiendes Gefühl ein, Nervenkitzel eher nicht (mehr). Mit Perspektivlosigkeit oder nicht am Leben hängen hat das eigentlich nichts zu tun, denn die Gefahr ist realistisch betrachtet nicht so groß wie sie einem vielleicht auf dem ersten Blick erscheint. Vorausgesetzt natürlich, dass man einigermaßen Kontrolle über seine Motorik hat. Ich mein, wenn ich mich auf einen Stuhl setze oder an einer Bordsteinkante stehe oder einen grossen Schritt über reichlich 1m mache falle ich ja auch nicht runter bzw. hin. Und solang man nicht fällt ist es egal, ob man theoretisch 10cm oder 1000m fallen könnte :smile:
 
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K

Benutzer

Gast
Ich habe mir neulich bei Youtube und Instagram einige Videos von Rooftoppern angesehen. Das sind Leute die auf höchsten Wolkenkratzern o.ä. sitzen oder sogar dort rumlaufen oder sich am Rand über dem Abgrund festhalten, ohne Sicherung. Natürlich sind einige auch schon in den Tod gestürzt. Mir wurde nicht nur schwindlig, sondern schlecht von den Videos. Ich frage mich: was ist der Grund sich so in Gefahr zu begeben? :eek:
Was meint ihr dazu? Habt ihr solche Videos mal gesehen?
schon des öfteren gesehen, einiges ist krass und einiges beeindruckt mich gar nicht
 

Benutzer3277 

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Dabei stellt sich ein befreiendes Gefühl ein, Nervenkitzel eher nicht (mehr). Mit Perspektivlosigkeit oder nicht am Leben hängen hat das eigentlich nichts zu tun, denn die Gefahr ist realistisch betrachtet nicht so groß wie sie einem vielleicht auf dem ersten Blick erscheint.

Ok, aber was ist wenn plötzlich jemand hinter dir steht und dich antippt....so schnell kann man dann gar nicht reagieren. Außerdem habe ich schon Leute auf der Steilküstenkante sitzen sehen ("Mir kann nichts passieren") und es war bekannt, dass dort schon mehrfach die Kante abgebrochen ist wenn jemand dort gesessen hat.
 

Benutzer156506 

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Ok, aber was ist wenn plötzlich jemand hinter dir steht und dich antippt....so schnell kann man dann gar nicht reagieren.
Beim antippen passiert wahrscheinlich nichts, und wenn mich einer schubst dann fall ich wahrscheinlich runter. Aber warum sollte das jemand tun?

Ernsthaft, warum soll ich davor Angst haben? Wenn mich wirklich jemand umbringen will und mich unvorbereitet erwischt wird er wahrscheinlich Erfolg haben, wenn er sich nicht gerade saublöd dabei anstellt. Ich wüsst jetzt aber auf Anhieb niemanden, der das will, und mit unzurechnungsfähigen Idioten umgebe ich mich üblicherweise nicht. Schon gar nicht im Gebirge. Ich will ja schliesslich meine Ruhe und die Aussicht genießen :smile:

Außerdem habe ich schon Leute auf der Steilküstenkante sitzen sehen ("Mir kann nichts passieren") und es war bekannt, dass dort schon mehrfach die Kante abgebrochen ist wenn jemand dort gesessen hat.
Die Steilküsten, die ich so kenne, haben die unschöne Eigenschaft aus relativ lockerem Material zu bestehen und regelmäßig abzubrechen. Da sollte man zumindest nach längerem Regen weder oben noch unten lang gehen oder gar länger verweilen. Auch Überhänge sind da nicht selten, und die sollte man besser immer meiden. Aber es gibt auch genug Aussichtspunkte direkt am Rand von Steilküsten, es ist also nicht zwangsläufig gefährlich.

Mit unseren zig Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen ist das in jedem Fall weniger ein Problem. Abbrüche sind selten, und das es einen da erwischt wo man als Touri hinkommt ist unwahrscheinlicher als ein 6er im Lotto.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es gibt immer Menschen, die das Extrem suchen. Für mich wenig nachvollziehbar, zumal ich ein wenig höhenängstig bin.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Tja, gibt halt nichts, was es nicht gibt. Soll doch jeder machen, was ihn glücklich macht.

Diverse Breitensportarten haben auch ein hohes Risiko, sich ordentlich zu verkrüppeln (Fussball, da hat doch gefühlt selbst jeder zweite Hobbyspieler die Gelenke kaputt), da sagt ja auch niemand was.
 
B

Benutzer

Gast
Schon gesehen, ja. Was ist wohl der Grund? Das sind Angeber :zwinker:

Gleichzeitig gibt es viele andere Extrem-Sportarten wie Freerunning und viele, die das praktizieren, haben es auch drauf. Man geht wohl schon ziemlich weit, um seine Skills unter Beweis zustellen. Ich persönlich habe keinen Bezug dazu und es hinterlässt auch wenig Eindruck auf mich.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mei: Extreme Erfahrungen kicken, die Aufmerksamkeit von Online-Fans, der Ruhm und das "ich bin so cool"-Gefühl sind verführerisch (wohl gerade auch für ein paar junge Menschen, die sonst kaum 'ne Perspektive sehen, es hat da auch was mit "revolutionärem" Freiheitsgefühl und "Grenzen überwinden" zu tun) und sonderliche Skills - bis auf 'nen funktionierenden Gleichgewichtssinn, 'ne hohe Risikobereitschaft und ein gewisser Grad an Verrücktheit - sind nicht nötig. So kommt's dann halt das mancher das macht und manch anderer es nachmacht.

Und so ganz neu ist sowas nu auch nicht, siehe Phillipe Petit:
 

Benutzer9517  (31)

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Jeder sein eigener Circus-Artist! :anbeten:
Profis machen es vor, andere ahmen es nach. Meistens um ein paar Umdrehungen gefährlicher, denn was an Perfektion und Schönheit fehlt, muss durch Gefahr kompensiert werden.
Was mir nicht gefällt daran, ist die Geringschätzung des Lebens, die sich hinter solchen Aktionen verbirgt. Auch des Lebens allfälliger Nachahmer.
("Aufs-Dach-Kletterer" klang wohl mal wieder zu banal)
Off-Topic:
Braucht für diese Deppen jede Sprache eine eigene Vokabel? :grin:
 

Benutzer63857  (57)

Sehr bekannt hier
Für mich sind das Leute die absolut nichts anderes zu tun haben als sich zu langweilen und so auf die absolut dämlichsten Ideen kommen und ohne Sinn und Verstand dann auch ausführen. Würde ich sowas machen? Ganz sicher nicht freiwillig. Um sowas zu machen müsste für mich ein absolut (über)ebenswichtiger Grund dahinter stehen. Entweder für mich selbst oder aber für jemanden der mir so nahe Steht, dass er mir zur Not auch mein eigenes Leben wert ist.
 
1 Woche(n) später

Benutzer150198 

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Nervenkitzel...Wahrscheinlich auch damit sie coole Fotos machen und sich damit profilieren können :grin:

Aber auch einfach einen anderen Blick auf die Stadt haben.
 

Benutzer3277 

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Nervenkitzel...Wahrscheinlich auch damit sie coole Fotos machen und sich damit profilieren können :grin:

Aber auch einfach einen anderen Blick auf die Stadt haben.

Als Nervenkitzel und anderen Blick auf die Stadt würde mir Heißluftballon, Hoher Turm, Felsen o.ä. genügen, aber nicht über den Rand hinaus. Sich bewusst in Lebensgefahr begeben ist etwas was ich absolut nicht verstehen kann. :schuettel:
 

Benutzer9517  (31)

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Heute können wir bei guter Gesundheit 90 Jahre alt werden. Drum ist es schon sehr von gestern, sein Leben in der Jugend aufs Spiel zu setzen. Aber einfühlen kann ich mich durchaus; es hat schon was für sich, unter medialer Aufmerksamkeit an seine Grenzen zu gehen. Ich habe auch manchmal solche Anwandlungen, aber dan denke ich jeweils an das, was ich sonst noch vorhabe in meinem Leben, und ich werde vorsichtig.
 

Benutzer81418 

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Es ist die Eitelkeit. Der erste Rooftopper der Geschichte hiess Narziss.
 
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