Rhesusfaktor negativ

F

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Gast
Hallo zusammen

ich habe mal eine Frage zum rhesusfaktor.

Was ist eigentlich wenn die Mutter rh negativ ist, das Kind wurde jedoch in der Frühschwangerschaft z.B. "abgetrieben" und es wurde keine spritze gesetzt???

Habe gelesen, dass es ein problem bei der geburt geben könnte.Aber wenn die Schwangerschaft vorher beendet wird ist das ja keine Geburt.

Danke und Gruß vom frosch
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Es wird dann gefährlich, wenn sich Blut der Mutter und des Kindes vermischen---> Verklumpung.
*glaub*
 

Benutzer24749 

Verbringt hier viel Zeit
Das ganze gilt ja nur bei Rhesusunverträglichkeit. Es bedeutet ja nicht, dass jede Mutter mit rh(-) dieses Risiko für ihr Kind trägt.
 
I

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Gast
Mhh bei "rhesus-negativ" erhält die Frau in der 28. -30 Woche eine Spritze mit Anti-D-Glubolin um möglichst bis zur Geburt eine Sensibilisierung der Mutter zu verhindern. :smile:

(Sonst kann eine Blutgruppenunverträglichkeit mit Blutarmut für das Baby die Folge sein. Probleme treten aber meist sowieso erst in der 2. Schwangerschaft auf...)

Genaueres willst du eh nicht wissen, oder? Wenn man abtreibt ist das natürlich egal!? Der Mutter schadet der unterschiedliche Rhesusfaktor ja nicht, bzw eben nur insofern, dass sie möglicherweise Antikörper bildet.
 
F

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Gast
danke für die Antworten

na was mich eigentlich interessieren würde ob man dann in der 2 ten schwangerschaft wenn man das kind austrägt ein problem bekommt, wenn man bei der abgebrochenen schwangerschaft keine spritze bekommen hat bzw. bekommt
 
I

Benutzer

Gast
Bekommt eine Frau mit Rhesus-negativem Blut ein Kind von einem Rhesus-positiven Mann, kann das Blut des Kindes Rhesus-positiv oder Rhesus-negativ werden. Ist das Blut des Kindes rhesus-positiv, bilden sich im Körper der Schwangeren Abwehrstoffe gegen das Blut des Kindes. In einer erneuten Schwangerschaft gelangen diese Abwehrstoffe über die Plazenta in den fötalen Blutkreislauf und können – vorausgesetzt, dass das zweite Kind ebenfalls Rhesus-positiv ist – die roten Blutkörperchen zerstören und das Kind schädigen bzw. absterben lassen.

Frühzeitig erkannt ist die Blutunverträglichkeit heutzutage kein ernsthaftes Problem mehr. Die Rhesus-negative Mutter wird während der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche (aber auch nach einer Fehlgeburt und nach einem Schwangerschaftsabbruch) mit einem speziellen Serum geimpft. Dieses sogenannte Anti-D-Globulin besteht aus Antikörpern, die sich gegen den RH-Faktor richten. Das Serum vernichtet alle fötalen RH+-Zellen im Blutkreislauf der Mutter, bevor das mütterliche Immunsystem Abwehrstoffe gegen RH+ bildet. Stimmt der Rhesusfaktor mit dem des Kindes überein, treten keine Schwierigkeiten auf.

Nichts wirklich Neues mehr.. :smile: - aber das ist gut!

Wenn das Kind vom Vater das Rhesus-positive Merkmal geerbt hat, dann bildet die Frau Antikörper gegen die Blutzellen des Kindes, die dieses Merkmal tragen. Die Antikörper lösen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) des Kindes auf (Hämolyse). Die Anzahl an Erythrozyten verringert sich. Dies kann einen Sauerstoffmangel beim Ungeborenen auslösen. Das daraus resultierende Krankheitsbild mit den Symptomen Anämie, Gelbsucht, Ödemneigung, Leber- und Milzschwellung und bei schweren Verläufen Gehirnschäden wird als Morbus haemolyticus bezeichnet. Ohne medizinische Behandlung (Fototherapie, Blutaustausch) würden etwa 10% der Kinder sterben.

Die erste Schwangerschaft verläuft meist ohne Zwischenfälle und das Kind wird gesund geboren. Erst ab der zweiten Schwangerschaft treten Probleme auf, da die Mutter dann bereits Antikörper gebildet hat. Die Antikörperbildung kann bereits durch eine vorausgegangene Fehlgeburt, eine Eileiterschwangerschaft, eine Chorionbiopsie oder eine Fruchtwasserpunktion ausgelöst werden. Bei der ersten Schwangerschaft unterbleibt zunächst die Antikörperbildung, da der Austausch von roten Blutkörperchen über die Plazenta zu gering ist, um die Bildung von Antikörpern bei der Mutter auszulösen. Bei der Geburt des Kindes kann jedoch eine genügend große Menge an kindlichen Blut aus der Plazenta in den mütterlichen Blutkreislauf fließen und die Antikörperbildung verursachen.

Eine wirksame Prophylaxe ist heute möglich. Bei der ersten Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung wird die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt. Außerdem wird untersucht, ob sich im Blut der Mutter Antikörper gegen Blutgruppen-Antigene gebildet haben. Ein negativer Antikörpersuchtest ist der Normalfall. Diese Untersuchung wird im Mutterpass niedergeschrieben. Bei rhesus-negativen Frauen wird mehrmals auf Anti-D-Antikörper während der Schwangerschaft getestet. Um die Bildung von Antikörpern zu verhindern, wird den Frauen bereits gegen Ende der Schwangerschaft (28. bis 32. Woche) eine Injektion mit Rhesusantiserum (Anti-D-Immunglobulin) verabreicht. Nach der Geburt eines rhesus-positiven Kindes erhalten die Frauen eine weitere Spritze, um die eingeschwemmten kindlichen Erythrozyten zu zerstören. Die Antikörperbildung bei der Mutter unterbleibt dann. Komplikationen bei einer weiteren Schwangerschaft sind dann nicht zu erwarten.
 

Benutzer24402  (34)

Beiträge füllen Bücher
meine stiefmuter hat eine solche spritze bekomemn ihr wurde allerdings gesagt dass es beim ersten kind keine probleme amchen sollte...
 

Benutzer59158 

Verbringt hier viel Zeit
wahrscheinlich gibt es erst bei der 2.schwangerschaft probleme, da der körper die antikörper gegen das blut des babys sozusagen schneller ,,abrufen''kann da diese schon vorhanden sind.....
das war irgendwann mal bio 10. klasse...schon viel zu lange her:schuechte
 
I

Benutzer

Gast
jap.. steht auch alles oben... :smile:

Wieso fragst du eigentlich, Frosch?
 

Benutzer32813  (45)

Verbringt hier viel Zeit
Was ist eigentlich wenn die Mutter rh negativ ist, das Kind wurde jedoch in der Frühschwangerschaft z.B. "abgetrieben" und es wurde keine spritze gesetzt???
Rhesogam oder ähnliche Mittel werden aber auch bei Abbrüchen und Aborten Rhesus negativen Patientinnen nach dem Eingriff gegeben.

Der von Dir oben angeführte Fall, sollte somit gar nicht auftreten. :zwinker:
 

Benutzer51843 

Meistens hier zu finden
und was ist, wenn eine rhesus positive mutter ein rhesus negatives kind bekommt? gibt es da dann auch probleme?
 
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