Resturlaub Mutterschutz --- Hilfe ich kenn mich nicht mehr aus !

Benutzer109404 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo PL-User!

Ich brauch mal wieder dringend eure Hilfe bzw. euren Rat. Hier ist es so, dass es teilweise eine arbeitsrechtliche Frage ist, und ich bin aus Österreich, weiß nicht, ob das in Deutschland gleich geregelt wird.

Ich bin jetzt in der SSW 25 und mein errechneter Geburtstermin ist der 05.08.2012.

Meine Chefin hat mit gesagt oder besser ausrechnen lassen, dass mein Mutterschutz mit Datum 12.06.2012 beginnt. Sie weiß seit Jänner, dass ich schwanger bin.

Jetzt ist es so, dass ich noch 5,5 Wochen Resturlaub habe. Anfangs wollte ich es gerne so machen, dass ich mir 1 Woche auszahlen lasse und ich die restlichen Urlaubswochen vor den Mutterschutz lege - also damit ich einfach früher zu Hause sein kann.
Hier hat aber meine Chefin gemeint, dass dies nicht möglich ist, da sie mir meinen Urlaub gesetzlich nicht auszahlen darf, da ich mich noch in einem aufrechten Dienstverhältnis befinde. (Was jetzt heißen soll, wenn ich kündigen würde, könnte oder dürfte sie mir meinen Urlaub ausbezahlen? - mach ich aber nicht).

Ich habe dann am 27.02.2012 eine neue Kollegin fürs einlernen bekommen (diese hatte 1 Monat Probezeit). Von 26.03.2012 bis 30.03.2012 hat mir meine Chefin 1 Woche Urlaub eingetragen, die aber nicht zustande gekommen ist, weil meine "Praktikantin mit 26.03.2012 gekündigt hat. Also hat mich meine Chefin angerufen und gefragt, ob ich nicht wieder arbeiten kommen kann und da mir das "nein-sagen-gen" fehlt bin ich natürlich wieder arbeiten gegangen.

Jetzt ist es so, dass mich meine Chefin gefragt hat, ob ich es mir vorstellen könnte, dass ich vielleicht ein bisschen max. ein paar Tage länger in der Firma bleiben könnte zwecks einlernen. Mein letzter Arbeitstag ist der 02.05.2012.
Da es sich nur um ein paar Tage handelte hatte ich nichts dagegen.

Gestern hat sie dann nochmals mit mir gesprochen und mir gesagt, dass ab 23.04.2012 eine neue Sekretärin zum Einlernen kommt und ob ich bestenfalls nicht bis 18.05.2012 bleiben könnte im schlimmsten Fall bis 24.05.2012.

Meine Fragen sind jetzt:

* Wieso darf/kann sie mir jetzt doch den Urlaub ausbezahlen, ich bin doch noch immer in einem aufrechten Dienstverhältnis?

* Ob sie mir meinen Urlaub als Überstunden rechnen darf/kann und so die Auszahlung stattfindet (arbeite aber 40 Std. /Woche)?

* Wenn meine Chefin das darf, ist es taktisch nicht total unklug sich 4
Wochen Urlaub auszahlen zu lassen? Ich meine ich hab da doch einen finanziellen Schaden oder besser gesagt, ich verliert doch total viel weil ich in eine höhere Steuerklasse falle und mehr Steuern anfallen.

* Ich keine Ahnung hab, wie ich diese fast 6 Wochen noch durchhalten soll, da ich jetzt schon so Rückenprobleme hab, dass ich teilweise daheim nicht mal mehr richtig laufen kann.


Sorry das so viel geworden ist, aber ich blick echt nicht mehr durch, hab gar nicht gewusst, dass schwanger sein so kompliziert sein kann.

Dank im Voraus.

Tamiilaiin
 
S

Benutzer

Gast
Das wäre Rechtsberatung, Dir auf diese Fragen zu antworten.

Wende Dich am besten an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Ähm hat sie denn gesagt, dass sie dir den restlichen Urlaub auszahlt?
Ich hab auch noch nie gehört, dass man das nicht darf?? Selbst wenn du im Dienstverhältnis bleibst und nur in Mutterschutz gehst.
Ob es klug ist oder nicht ist eine gute Frage aber wenn es mir nicht gut geht und ich ein Baby erwarte wäre das für mich zweitrangig und ich würde mir das ehrlich gesagt nicht antun...
Du musst auf deinen Körper hören!
Wenn du gesundheitliche Probleme hast, dann dürfte das sowieso keinerlei Problem sein früher aufzuhören.
Die Hälfte der Urlaubstage darf man auch selbst bestimmen so by the way.
 
L

Benutzer

Gast
Auf deine Rechtsfragen könnte ich dir auch gar nicht antworten, nur soviel:

Wenn es dir nicht gut geht und du dir nicht zutraust weiter zu arbeiten, dann tu es auch nicht. Du musst es dir selbst (und dem Baby) rechtmachen, nicht deiner Chefin. :knuddel:
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
davon abgesehen, das die meisten Fragen unter Rechtsberatung fallen, könnte ich sie dir in Bezug auf Österreich eh nicht beantworten.

Aber vielleicht noch ein Tip. Informiere dich mal darüber ob Urlaub verfällt, wenn du ihn vor dem Mutterschutzbeginn nicht nimmst bzw. dir auszahlen läßt. Ist ggf. noch die bessere Variante anstatt den auszahlen zu lassen.

Ansonsten solltest du dir unbedingt angewöhnen, nein zu sagen, zumindest deiner Chefin gegenüber. Wenn es dir nicht gut geht, dann geht es dir nicht gut. Du solltest auf dich und deinen Körper hören und nicht auf das was deine Chefin will.
 

Benutzer98578  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Geh am besten zur Arbeiterkammer, die sind in solchen Fragen sehr kompetent. Ich bin auch aus Österreich und die haben mir schon einige Male sehr gut weiter helfen können.
 

Benutzer86215 

Verbringt hier viel Zeit
Puh, ich hab sicher nicht alles richtig verstanden aber im Bezug auf Urlaub und Mutterschutz kann ich folgendes sagen.

Ich selbst hab meinen ganzen Urlaub vor dem Mutterschutz aufgebraucht.

Meine Bürokollegin (die war zur selben Zeit schwanger) wollte sich (wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe) auch einen Teil des Urlaubs ausbezahlen lassen (hatten gerade Haus gebaut) und das ging in unserer Firma auch nicht. Sie hat sich jetzt einfach einen Teil des Urlaubs für nach der Karenz aufgehoben.

Wäre das nicht auch ne Option für dich?

Ansonsten kann ich dir auch nur die Arbeiterkammer ans Herz legen. Für solche Fragen sind sie ja schließlich da :zwinker:

Ach ja: Was deine gesundheitlichen Probleme betrifft kann ich mich meinen Vorpostern nur anschließen. Du und dein Baby haben Vorrang. Und wenn´s gar nicht mehr geht dann lass dich krankschreiben :zwinker:
 
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