Religion/Kirche und Liebe

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Neuerdings muss man für die kirchliche Trauung übrigens nicht mehr vorher standesamtlich heiraten :zwinker:
Naja, es ist nicht mehr gesetzlich verboten, sich kirchlich trauen zu lassen ohne standesamtliche Trauung vorher.
Allerdings hat die evangelische Kirche in Deutschland es kategorisch ausgeschlossen, solche Trauungen durchzuführen, und die katholische Kirche macht es nur nach Einzelfallprüfung in ganz besonderen Fällen, wenn die beteiligten nachweisen, warum sie nur kirchlich heiraten wollen, obwohl der gesamte zivilrechtliche Bereich (also insbesondere Erbe) davon nicht betroffen sein wird. Ebenso Steuervorteile oder sonstige Dinge. Schon allein Namenswechsel ist so nciht möglich.
Kommt quasi nicht vor. Der Bedarf an morganatischen Ehen ist ja nicht besonders hoch.
 
G

Benutzer

Gast
Kommt quasi nicht vor.
Kann schon sein, aber zulässig ist es jetzt.
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Die hätten es sehr gerne, wenn kirchliche Feiertage nur für die gelten, die auch in der Kirche sind.

Das hat ein Arbeitgeber in Österreich jetzt tatsächlich versucht umzusetzen.
Der EuGH hat dem Vorgehen eine Abfuhr erteilt.
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Off-Topic:

Zur Ehe: Soweit mir bekannt ist, gibt es keine kirchliche Eheschließung für ein junges Paar ohne standesamtliche Trauung.
Off-Topic:
Das war früher so. Inzwischen ist es zulässig.
 
3 Woche(n) später

Benutzer124657  (22)

Meistens hier zu finden
Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
Es kommt immer auf die genauen Umstände an. Meine Ex war streng katholisch, das hätte auf Dauer sicher nicht funktioniert.
Da ich selbst mich als etwas gläubig/spirituell aber nicht religiös bezeichnen würde, komme ich wohl mit Atheisten genauso klar wie mit moderaten Christen. Solange man mir eben meinen Glauben lässt wie er ist und mir keine Vorschriften zu machen versucht.

Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?

Nein. Das bringt eh nichts und ist unhöflich und respektlos.

Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?
Hab ich kein Problem damit, im Gegenteil, ich wünsche es mir sogar.
Eher wäre nicht kirchlich heiraten zu wollen ein Ausschlussgrund für mich. Aber so eng sehe ich das auch wieder nicht, ich werde sicher keine ansonsten perfekte Frau sitzen lassen, weil sie nur standesamtlich heiraten will.

Zu den anderen Religionen
Da kommt es auch sehr auf die Intensität des Glaubens an. Ich denke wenn er entsprechend moderat ist, kann es funktionieren, sonst eher nicht.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Wie reagiert ihr?
Ich würde mich natürlich erkundigen wie aktiv der Mann in die Kirche eingebunden ist. Mir ist es zwar an sich wichtig, dass der Mann, den ich einmal heirate auch Christ ist und zwar römisch katholisch, aber ich könnte nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, dauernd hinnehmen, dass mein Mann bei gewissen Kirchenflohmärkten, Veranstaltungen und Co hilft, etc. Das wäre für mich und meine Lebensplanung doch zu viel des Guten und auch zu zeitraubend. Solange er an Gott glaubt ist alles gut, aber er sollte nicht stets in die Kirche und deren Aktivitäten eingebunden sein, denn wenn ich später einmal berufstätig bin, wie auch mein Mann und er jedes WE in der Kirche 'verschwendet' bleibt alles an mir hängen und das wäre nicht zu bewältigen, besonders wenn ich mich noch nebenbei selbständig machen möchte.

Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
Es kommt eben darauf an. In jenem Fall, wo er sehr in die Kirche und die Aktivitäten eingebunden ist ja. Ich hätte nichts dagegen ab und an mit ihm in die Kirche zu gehen, aber für Familie, Haus und Co sollten eben auch solche Freizeitaktivitäten zurückstehen können. Da käme es darauf an, wie er sich entscheidet, also ob das für ihn denkbar wäre oder eben nicht.

Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?
Nein, da ich ja an sich auch gläubig bin. Höchstens versuchen zu erklären, dass man auch an Gott glauben kann, ohne dauernd in die Kirche zu gehen.

Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?
Das möchte ich selbst. Wäre also kein Problem.

Wie sieht es mit anderen Religionen aus? Seid ihr da offener?
Nein, da ich wie gesagt nur einen römisch katholischen Christen heiraten würde.
 

Benutzer66992 

Benutzer gesperrt
Für mich käme das darauf an, ob der Partner so tolerant ist, zu akzeptieren,dass ich nicht jeden Unsinn der Kirche mitmachen möchte.

In sexueller Hinsicht müsste er mir erklären, wie er das menschenverachtende Verbot des Papstes von jeder Form von qualifizierter Empfängnisverhütung umsetzen will.
 
G

Benutzer

Gast
... aber ich könnte nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, dauernd hinnehmen, dass mein Mann bei gewissen Kirchenflohmärkten, Veranstaltungen und Co hilft, etc. Das wäre für mich und meine Lebensplanung doch zu viel des Guten und auch zu zeitraubend.
Wie sieht Deine Lebensplanung denn aus und wäre geht es generell nur um die Abwesenheit oder wäre es für Dich ok, wenn er bei gewissen Fußballspielen mitmacht oder zuschaut und jede Woche auf demSportplatz ist?
Zu zeitraubend ... darf er denn überhaupt Hobbies und eigene, von Dir unabhängige Interessen haben?


Solange er an Gott glaubt ist alles gut, aber er sollte nicht stets in die Kirche und deren Aktivitäten eingebunden sein, denn wenn ich später einmal berufstätig bin, wie auch mein Mann und er jedes WE in der Kirche 'verschwendet' bleibt alles an mir hängen und das wäre nicht zu bewältigen, besonders wenn ich mich noch nebenbei selbständig machen möchte.
Mag durchaus Menschen geben, die diese eine Stunde am Sonntagvormittag nicht als verschwendete Zeit sondern als Bereicherung sehen und Kraft daraus tanken. Wäre es für Dich ok, wenn er sonntags ne Stunde zum Frühschoppen gehen würde? :zwinker:
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Wie reagiert ihr?

Keine Ahnung, würde mir nicht gefallen, aber ich nehme mir nicht das Recht raus, da irgendwie negativ, unfreundlich o.ä. zu reagieren.

Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?

Es wäre ein Ausschlusskriterium für eine Partnerschaft, aber nicht für Treffen.

Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?

Natürlich nicht.

Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?

Würde ich gerne als Gast kommen und das Buffet abgrasen, aber nicht als Braut.

Wie sieht es mit anderen Religionen aus? Seid ihr da offener?

Nein. Wobei ich mich nicht als nicht offen bezeichnen würde.
Nur halt nicht offen für eine Partnerschaft.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Sagen wir mal, ihr lernt eine Frau oder einen Mann kennen, ihr geht auf ein paar Dates, findet euch sympathisch und es besteht Potential für "mehr". Nach einiger Zeit erwähnt diese Frau/dieser Mann aber, dass er aktives Kirchenmitglied ist. Sie/Er glaubt an Gott, geht regelmäßig in die Kirche und findet die Institution der katholischen Kirche gut.
Wie reagiert ihr?
Komplett seine Sache, so lange er nicht versucht mich zu missionieren. Ich thematisiere Glaube nie und mit niemanden, und schon gar nicht ungefragt, wenn er also damit seine Zeit verbringen möchte, kann er das tun, und mir auch im normalen Rahmen davon erzählen, ich behandle das jedoch wie jedes andere Interesse auch, das ich nicht teile - mit Respekt und höflicher Distanz.

Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
Nö, nur wenn er mich missioniert, oder wenn es seinen Alltag sehr bestimmt, so dass ich nicht ausweichen kann, dann aber sofort

Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?
Niemals. Das ist für mich völlig abwegig und passiert absolut nie. Ich diskutiere sowieso nicht zur Bekehrung, wenn dann frage ich aus Interesse nach, weil ich meinen Horizont tolerierend erweitern will, aber das ist alles.

Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?
Mich lässt man nicht kirchlich heiraten :grin: aber ich WILL auch gar nicht heiraten, egal ob vor Staat oder Kirch

Wie sieht es mit anderen Religionen aus? Seid ihr da offener?
In mein Leben passt generell keinerlei Extrem. Auch keine extreme Religiösität oder Gläubigkeit, die sich irgendwie auf andere auswirkt. Glaube ist für mich etwas hoch Privates, egal welcher. Wenn ich davon als betroffen wäre, würde mich das auf Dauer nerven, egal welcher.
Nur wenn es eben ein rein privates Interesse seinerseits ist, ist es mir egal. Was andere aufgrund ihres Glaubens mit welcher Kirche zu tun haben, finde ich weder richtig noch falsch. Ist nicht meine Sache.
 
G

Benutzer

Gast
Mal eine ergänzende Frage an die (wenigen) hier, die christlichen Glauben noch praktizieren und leben und öfter in die Kirche gehen:
Wie würdet ihr reagieren, wenn sich euer Partner für das ständige Diakonat interessieren würde. Könntet ihr das mittragen, wäret ihr damit einverstanden, oder wäre euch das zuviel? Wegen der zeitlichen Belastung, oder wegen der Aufgaben an sich?
 

Benutzer171790 

Öfters im Forum
Hätte ich meine Frau durch einen Schicksalsschlag in jüngeren Jahren verloren, wäre ich ziemlich sicher Priester geworden.

Hatte schon einmal die Überlegung das Diakonat anzunehmen, was von meiner Frau sogar akzeptiert worden war, weil wir keine Einschränkung für unser Eheleben sahen. Sozialer Dienst und Seelsorge am Nächsten spricht mich voll an und mache ich auch, nur daneben regelmäßig an Gottesdiensten und Andachten mitwirken habe ich nicht gewollt.
Der Umgang der Kirche mit den Missbrauchsfällen, die für mich durch nicht zeitgemäße Sexual- und Morallehre begünstigt wurden, hat mich hauptsächlich gehindert das Diakonat anzunehmen.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mal eine ergänzende Frage an die (wenigen) hier, die christlichen Glauben noch praktizieren und leben und öfter in die Kirche gehen:
Wie würdet ihr reagieren, wenn sich euer Partner für das ständige Diakonat interessieren würde. Könntet ihr das mittragen, wäret ihr damit einverstanden, oder wäre euch das zuviel? Wegen der zeitlichen Belastung, oder wegen der Aufgaben an sich?
Also, ich geh sicher nicht "öfter in die Kirche". Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich ausschlafen kann.
Und wenn das Herz meines Mannes da dran hängen würde, warum nicht? Solang ich trotzdem ausschlafen darf, soll er machen, was ihn glücklich macht. Letzten Endes ist ein glücklicher Partner etwas, das eine Beziehung am meisten bereichert.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Nein, da ich wie gesagt nur einen römisch katholischen Christen heiraten würde.
Also brauchst du einen römisch katholischen "nur auf dem Papier"- Christen, oder wie? Weil wer wirklich den katholischen Glauben lebt, der geht wohl Sonntags in die Kirche, weil er das als Bereicherung empfindet und die Gemeinschaft leben möchte.
Oder anders: sieht gut aus, weil man das hier aufm Dorfe so macht und nicht als Außenseiter gelten will und außerdem ist es gut, weil ich mich selbstständig machen will. Aber bitte nichts dafür tun? Oder wie?
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Wie würdet ihr reagieren, wenn sich euer Partner für das ständige Diakonat interessieren würde.
Hätte ich keinen Stress mit.

Meine Expartner sind heute Priester. Andere Konfession, aber macht ja nix. Das wusste ich auch damals schon, dass es da hinkommen würde.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir ist es zwar an sich wichtig, dass der Mann, den ich einmal heirate auch Christ ist und zwar römisch katholisch

Ganz ernst gemeinte Frage: Warum ist es wichtig, dass er römisch katholisch ist? Vor allem, da du das ganze ja eher sehr moderat siehst und ja gar keine zu enge Bindung mit der Kirche haben möchtest. Was wäre denn an einem Protestanten dann falsch?
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Was wäre denn an einem Protestanten dann falsch?
Für die katholische Kirche bist du dann kein "richtiger" Christ. Im Sinne der Ökumene wird das nicht so gesagt, trotzdem sind Protestanten zum Beispiel nicht zum katholischen Abendmahl eingeladen.
Außerdem dürfen katholische Priester eine Eheschließung ablehnen und tuen es häufig auch.
Zu dem kann es schwierig sein zu entscheiden in welcher Kirche ein Kind getauft wird. Säuglingstaufe ist in den großen christlichen Kirchen eben immer noch Standard.
Sind jetzt nur die "praktischen" Gründe, die mir spontan als nicht Katholik so einfallen :zwinker:
 

Benutzer154152 

Meistens hier zu finden
absolut unmöglich für mich. war mal mit einen moslem zusammen und es war wie ein dauerkrieg in der beziehung. er hatte versucht seine metalität, sein glauben auf mich zu projektieren und das ging halt gar nicht. ich sollte keine männlichen freunde haben, eifersuchts szenen, sollte mich nicht freizügig kleiden, am liebsten wäre ihn noch kopftuch gewesen (er hat es immer freundlich erwähnt mir würde ja kopftuch so gut stehen). es ging einfach nicht. als er merkte das er mit reden und streiten bei mir nicht weiter kam wurde er handgreiflich. hab ihn dann so dermaßen zusammen geschlagen das er bis heute eine narbe im gesicht trägt. naja nun nach über ein jahrzehnt sind wir zwar noch befreundet aber nach mir hat er seine auswahl an frauen doch überdacht, nur noch sehr devote nix sagende mädels die sich alles sagen lassen. von dominanten und selbstsicheren frauen so wie mir lässt er bis heute die finger.
streng christ oder evangelist wäre für mich wohl auch nix. ich gehe gerne mal in die kirche einfach weil ich mich dort wohl fühle. bin aber nicht gläubig. zumindest würde ich mich nicht als gläubig bezeichnen. sollte es ein gott oder ähnliches geben wird er wohl kaum mich beurteilen wie oft ich in einer kirche, moschee oder sonstwas war sondern nach meinen denken und handeln. ich muss aber sagen das mich der buddismus schon fasziniert einfach diese ruhe und spiritualität gefällt mir sehr.
 
G

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Gast
Für die katholische Kirche bist du dann kein "richtiger" Christ. Im Sinne der Ökumene wird das nicht so gesagt, trotzdem sind Protestanten zum Beispiel nicht zum katholischen Abendmahl eingeladen.
Grundsätzlich richtig, aber im Kern geht es nur um die Teilnahme an der Kommunion, die Eucharistie mitfeiern dürfen sie durchaus.
Zu dem kann es schwierig sein zu entscheiden in welcher Kirche ein Kind getauft wird.
Das versteh ich jetzt nicht, was soll daran schwierig sein?
Säuglingstaufe ist in den großen christlichen Kirchen eben immer noch Standard.
Warum "immer noch" ? Und warum sollte es anders sein?
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ganz ernst gemeinte Frage: Warum ist es wichtig, dass er römisch katholisch ist? Vor allem, da du das ganze ja eher sehr moderat siehst und ja gar keine zu enge Bindung mit der Kirche haben möchtest. Was wäre denn an einem Protestanten dann falsch?

Ich bin atheistisch, könnte aber auch besser mit einem Katholiken als einem Protestanten. Die Protestanten die ich kennengelernt habe sind sehr viel konservativer/radikaler und ich versteh die Religion noch weniger als den Katholizismus, weil ich mit dem aufgewachsen bin.
 
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