Religion/Kirche und Liebe

Benutzer98820 

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Das Kind entscheidet später ohnehin frei
Nochmal ganz langsam:

Die katholische Kirche (und nicht etwa böse Atheisten) vertritt von sich aus den Standpunkt, daß man mit der Taufe "dabei" ist und für immer bleibt. Wenn also eine dritte Seite fragt "hey, katholische Kirche, ist der Heinz-Jeremy Watschenhuber Mitglied bei euch", würde sie wohl antworten "ja, er drückt sich zwar leider vor seinen Pflichten, aber er ist dabei".
Kommt das nur mir ein bißchen übergriffig vor? Mein ehemaliger Sportverein behauptet jedenfalls nicht, daß ich dort immer noch Mitglied sei. :confused:
 

Benutzer44981 

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Als Atheist kann man sich von deiner mehrfach getätigten Unterstellung, man sei sowieso christlich geprägt, ganz egal, ob man sich selbst als Atheisten sieht, auch recht schön beleidigt fühlen. Gut, daß du niemals irgendwas als absolute Weisheit verkaufen würdest.
... mit dem feinen Unterschied, dass mal als Atheist nichts vergleichbares zu "Du beleidigst meine religiösen Gefühle" sagen kann und sich einfach nur denkt: "Was für ein Bullshit!" ohne jetzt wirklich persönlich beleidigt zu sein.

Als verantwortungsbewuste Eltern nehmen wir unsere erzieherischen Pflichten ernst und entscheiden erst eimal im besten Wissen und Gewissen unserer Kinder.
Wir geben ihnen das Rüstzeug selbstbewusste und in der Gesellschaft verankerte Biographien zu entwickeln. Als Startrampe in ein zufriedenes Leben. Den Rest kann und will ich nicht bestimmen. Das ist dann ihr Leben.

Dabei lassen wir ihnen aber bewusst alle Türen auf, sodass sie, sobald sie selbstständig genug, Entscheidungen treffen können.
Bei diesem Prozess unterstützen wir unsere Kinder mit vollem Engagement.
War das hier die Vorlage für deinen Beitrag? :speaknoevil: :engel: *duckundweg*
 
G

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Nochmal ganz langsam:

Die katholische Kirche (und nicht etwa böse Atheisten) vertritt von sich aus den Standpunkt, daß man mit der Taufe "dabei" ist und für immer bleibt.

Oh, ist das so? Hab ich noch nicht gemerkt. Noch nicht mal nen Brief, doch wieder in die Kirche einzutreten hab ich von der Gemeinde bekommen! :pfff:
 

Benutzer98820 

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Noch nicht mal nen Brief, doch wieder in die Kirche einzutreten hab ich von der Gemeinde bekommen! :pfff:
Natürlich nicht. Du bist eingetreten und das war's.
In dem Brief könnte höchstens drinstehen, welch schlimme Folgen das alles für die Gemeinde und/oder dein persönliches Seelenheil haben wird und daß man sich gerne mit dir unterhalten wird und daß du bitte wieder den Geldhahn aufdrehen sollst.
 

Benutzer161456 

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War das hier die Vorlage für deinen Beitrag?

Anscheinend kannst du auch beim Thema Partnerschaft und Erziehung auf Grund deiner jahrelangen Erfahrung ausreichend über andere richten.
Herzlichen Glückwunsch für diesen wieder einmal hervorragenden Beitrag.
Passt nahtlos zu deinen anderen Beiträgen.
 

Benutzer54399 

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Ja und? Was kümmert mich, ob die Kirche sagt, dass ich nicht austreten kann? Tangiert das mein Leben?

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In ganz wenigen Randfällen. Wenn du z.B. nicht in einer Kirche heiraten möchtest, deine Frau aber für manche Bereiche der Kirche arbeiten möchte (z.B. als Lehrerin). Wärst du nie getauft gewesen, dann wäre eine standesamtliche Hochzeit in diesem Fall ausreichend, als Katholik musst du aber in der Kirche heiraten, sonst lebst du in wilder Ehe.
 

Benutzer160853  (34)

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... mit dem feinen Unterschied, dass mal als Atheist nichts vergleichbares zu "Du beleidigst meine religiösen Gefühle" sagen kann und sich einfach nur denkt: "Was für ein Bullshit!" ohne jetzt wirklich persönlich beleidigt zu sein.


War das hier die Vorlage für deinen Beitrag? :speaknoevil: :engel: *duckundweg*

Ich bewundere Menschen, die sich quasi für unfehlbar halten, ich bin es jedenfalls nicht. In Sachen der "religiösen Gefühle", ich hasse den Ausdruck, will ich mal kurz eingehen. Mir kann man damit nicht auf die Füße treten, weil ich keine Gottesexistenz für meine Glaubesüberzeugung brauche, sondern eher Anhänger der Philosophie des Christentums bin.
Aber ist denn der Umgang mit einem Lieblings___ (kann beliebig ergänzt werden, so sehr anders). Ich kenne Menschen, die aus der Haut fahren, wenn ich etwas gegen meinen erfolglosen Heimatverein sage. Mit der Kirche haben sie nichts zutun, aber sie sind frömmelnde Vereinsmeier.
 

Benutzer98820 

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void ray Ich weiß nicht, was es "dich" kümmert, aber hier wird von "ein- und austreten wie bei einem Verein" und "freie Entscheidung" dahergeschrieben.
Dabei ist dieser Standpunkt der katholischen Kirche (und um der Frage gleich vorzubeugen: um die ging es halt mal am Anfang) und auch der von Edelweiss respektlos ohne Ende, während hier gleichzeitig Respekt eingefordert wird.
 

Benutzer158340 

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In ganz wenigen Randfällen. Wenn du z.B. nicht in einer Kirche heiraten möchtest, deine Frau aber für manche Bereiche der Kirche arbeiten möchte (z.B. als Lehrerin). Wärst du nie getauft gewesen, dann wäre eine standesamtliche Hochzeit in diesem Fall ausreichend, als Katholik musst du aber in der Kirche heiraten, sonst lebst du in wilder Ehe.
Ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber das hier ist schlichtweg falsch. Die katholische Kirche akzeptiert die standesamtliche Trauung voll und ganz und besteht mitnichten auf einer kirchlichen oder gar katholischen Eheschließung.
Im Gegenteil, Menschen, die noch nie kirchlich geheiratet haben, sich aber haben scheiden lassen, dürfen trotzdem danach nciht katholisch heiraten, eben weil die standesamtliche Ehe genauso als Ehe angesehen wird.
 

Benutzer95651  (35)

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Ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber das hier ist schlichtweg falsch. Die katholische Kirche akzeptiert die standesamtliche Trauung voll und ganz und besteht mitnichten auf einer kirchlichen oder gar katholischen Eheschließung.
Also meine Eltern mussten damals (Ende der 80er) kirchlich heiraten, sonst hätte ich nicht den Kindergarten im Dorf besuchen dürfen. Dieser war/ist natürlich katholisch und eine andere Möglichkeit gab es nicht.
(Und da fiel auch noch der Spruch vom Priester während der Trauung, dass "die Frau dem Manne Untertan sein solle" ).
Auf jeden Fall hatte da nur standesamtliche Trauung nicht ausgereicht.
 

Benutzer158340 

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Ja, aber das is nu wieviele Jahre her? Ich bestreite gar nicht, dass das mal so war. Das kann sehr gut sein. Aber ist inzwischen halt definitiv nicht mehr so.
 

Benutzer68775  (36)

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Wie ich getauft bin, weiß in DE keiner :grin: ich bin sogar gefirmt und es gibt keine Aufzeichnungen, und das von der katholischen Kirche, tststs
Als ich in DE ausgetreten bin wurde das Bedauern ausgedrückt, da ich aber eh nie was gezahlt habe, weil ich da noch minderjährig war, wars ihnen auch wieder egal :grin: Und dann hab ich wieder das Land gewechselt, und nie angegeben katholisch zu sein - voilá ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an.
Und das alles ohne gezielten Aufwand, nur mit Ignoranz.

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Als Erzieherin wenn man sich Optionen katholischer Kindergärten offen halten will, muss man aufpassen, aber sonst ist es sogar da egal. Alles natürlich in der Stadt, und nicht am Dorf mit einer Kirche, in dem der Pfarrer alle Geheimnisse kennt :zwinker:
 

Benutzer36171 

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weil die meisten Deutschen eh Weihnachten feiern, obwohl viele den Grund nicht mal kennen.
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Weihnachten war ja ursprünglich ein heidnisches Fest (Wintersonnenwende) und die Kirche wollte es deshalb verbieten. Da das aber ein aussichtsloses Unterfangen war - das Fest war viel zu beliebt - wurde dem Ganzen einfach den Stempel von Jesu Geburt verpasst.
Ich schreibe das nur, weil meine Schwiegerfamilie meinen Mann gerne mal "spaßeshalber" auffordert, Weihnachten doch bitteschön nicht mehr zu feiern, schließlich sei er ja nicht mehr in der Kirche. :ninja:
 

Benutzer140332  (33)

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Weihnachten doch bitteschön nicht mehr zu feiern, schließlich sei er ja nicht mehr in der Kirche. :ninja:
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Siehste, wieder was gelernt.:grin:
Und da ich von sowas absolut keinen Plan habe (und auch nicht haben will, sonst würde ich mich darüber informieren), würde ich es auch von mir aus nicht feiern. Ich kann nichts feiern, bei dem ich nicht genau weiß, worum es geht.

Mir sind auch diese Geschenke zuwider, jedes Jahr kriege ich Schweißausbrüche, wenn ich nur darüber nachdenken muss. Ich würde diese Tage lieber als Familienzusammenkommen sehen, wo man höchstens Essen und Getränke mitbringt. Und dann feiert man einfach die Liebe ansich. Die fehlt ja oft, sehr oft, bei solchen Veranstaltungen. :nope:

Ich überlege ernsthaft, wie ich das später mit Kind mache. Am liebsten würde ich eine eigene Familientradition einführen. Und am liebsten ohne diesen heutigen Konsumgedanken. Ich verschenke gerne Sachen, aber ich möchte nicht dazu genötigt werden, es an bestimmten Tagen machen zu müssen.:geknickt:
 
G

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Gast
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In ganz wenigen Randfällen. Wenn du z.B. nicht in einer Kirche heiraten möchtest, deine Frau aber für manche Bereiche der Kirche arbeiten möchte (z.B. als Lehrerin). Wärst du nie getauft gewesen, dann wäre eine standesamtliche Hochzeit in diesem Fall ausreichend, als Katholik musst du aber in der Kirche heiraten, sonst lebst du in wilder Ehe.

Ja, das kenn ich. Ist auch einfach scheiße, dass man dann auch mal nicht eingestellt wird. Aber da weder ich noch meine bessere Hälfte darauf Lust hat, kann uns das ja egal sein. Und jetzt komm mir nicht mit "Aber das ändert doch nix daran, dass die Kirche diskriminiert." Ja, ist mir bewusst, ist kacke, aber es tangiert mich nach wie vor zu 0%.

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void ray Ich weiß nicht, was es "dich" kümmert, aber hier wird von "ein- und austreten wie bei einem Verein" und "freie Entscheidung" dahergeschrieben.
Dabei ist dieser Standpunkt der katholischen Kirche (und um der Frage gleich vorzubeugen: um die ging es halt mal am Anfang) und auch der von Edelweiss respektlos ohne Ende, während hier gleichzeitig Respekt eingefordert wird.

Ich persönlich habe in diesem Thread hauptsächlich versucht, über den Glauben und Religiösität zu schreiben und nicht über die Kirche als ziemlich miese Organisation.
 

Benutzer136306 

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Ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber das hier ist schlichtweg falsch. Die katholische Kirche akzeptiert die standesamtliche Trauung voll und ganz und besteht mitnichten auf einer kirchlichen oder gar katholischen Eheschließung.
Im Gegenteil, Menschen, die noch nie kirchlich geheiratet haben, sich aber haben scheiden lassen, dürfen trotzdem danach nciht katholisch heiraten, eben weil die standesamtliche Ehe genauso als Ehe angesehen wird.

Das ist nicht richtig. Katholiken unterliegen bei der Eheschließung der Formpflicht, d.h. der Verheiratung durch einen Priester (Can. 1108 ff. CIC). Wird von dieser Formpflicht nicht dispensiert oder liegt sonst ein Befreiungsgrund vor, ist die lediglich standesamtlich geschlossene Ehe mit einem Katholiken formunwirksam und müsste durch die sog. sanatio in radice geheilt werden. Hingegen wäre die Eheschließung von Nichtkatholiken als "Naturehe" wirksam.

Hier eine knappe Erklärung: Erzbischöfliches Offizialat Köln - Formmangel - Heirat ohne kirchliche Trauung | Erzbischöfliches Offizialat Köln
 

Benutzer68775  (36)

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Nicht Mitglied der katholischen Kirche zu sein, reicht meiner (sekundär) Erfahrung nach aus als Befreiungsgrund. Allerdings die KIRCHE erkennt die Heirat dann nicht an, aber das wäre mir ja herzlichst egal. Wie gesagt, mich hat noch keiner zu irgendwas gezwungen, nur weil ich aus Traditionsgründen getauft bin. In einer Kirche, die es nicht mehr gibt. Oder aus "ich will nicht als einzige ausgeschlossen sein im Freundeskreis" noch gefirmt bin, in einer Kirche, die mich nie mehr wieder gesehen hat.
Ich bin ausgetreten und gebe seither einfach konfessionslos an, wo immer ich gefragt werde. Wenn ich nicht gerade Erzieherin in einem katholischen Kindergarten sein will, interessiert das keinen, und der Staat erkennt auch bei Katholiken eine standesamtliche Hochzeit anstandlos an.

Ich bin übrigens evangelische Taufpatin :grin: die Zweifel ob ich dem Kind eine gute Stütze sein kann, wurde ausgeräumt von den Eltern :zwinker: und dem Pfarrer wars egal, der hat mich einfach eingetragen. Da liegt auch sehr viel im persönlichen Ermessen, wie streng etwas gesehen wird.
Ich bin offiziell Heide, und das ist perfekt akzeptiert :zwinker:
 

Benutzer136306 

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Nicht Mitglied der katholischen Kirche zu sein, reicht meiner (sekundär) Erfahrung nach aus als Befreiungsgrund. Allerdings die KIRCHE erkennt die Heirat dann nicht an, aber das wäre mir ja herzlichst egal.

Wenn beide Ehepartner nicht katholisch sind, erkennt die katholische Kirche deren Ehe auch dann an, wenn sie nicht vor einem katholischen Priester geschlossen wurde. Alles andere würde auch zu seltsamen Ergebnissen führen.
 

Benutzer68775  (36)

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Wenn beide Ehepartner nicht katholisch sind, erkennt die katholische Kirche deren Ehe auch dann an, wenn sie nicht vor einem katholischen Priester geschlossen wurde. Alles andere würde auch zu seltsamen Ergebnissen führen.
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Mein Hauptpunkt war, dass "Katholik sein" kündbar ist :zwinker: man muss es nur richtig anstellen. Ich bin keine Katholikin MEHR. Klappt vorzüglich.
 
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