Reden ist Silber, schweigen ist Gold? Oder doch umgekehrt?

Benutzer96776 

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Hey ihr Lieben da draußen,

wie seht ihr das denn? Lieber mal schweigen und nichts sagen oder doch besser offen und direkt alles aussprechen, was einem auf der Zunge brennt? Wie handhabt ihr das?

Klar, manchmal muss man geradezu diplomatisch oder verschwiegen sein, vor allem im Beruf, aber wenn man die Wahl hat, was erachtet ihr als "sinnvoller"?

Seid ihr eher jemand, der sich zurückhält oder viel und gerne erzählt und wie kam es dazu?

Allen noch einen schönen Tag! :smile:
 
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Benutzer18168 

Planet-Liebe Berühmtheit
lieber mal die klappe halten.. menschen die alles brühwarm kommentieren müssen und zu allem eine meinung haben kann ich gar nicht ab
 
R

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Gast
Kommt doch ganz auf die Situation an.

Wenn ich unter vielen Menschen bin, schweige ich tendenziell eher, als irgendwas auszuplaudern. Ich bin sicher nicht der Entertainer, der abends in der Kneipe den ganzen Tisch unterhält.

In einer Partnerschaft oder engen Freundschaft hingegen ist Reden meiner Meinung nach ein Muss. Wie soll man sich sonst gut genug kennenlernen, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis aufbauen?
Mich macht es wahnsinnig, wenn mein Gegenüber keinen Ton rauskriegt und dann bei Problemen einfach "Ach, passt schon!" oder "Vergiss es." sagt.:argh:
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin eher schweigsam, wenn ich mich aber äußere, dann immer offen und direkt. Viele diskutieren alles Mögliche irgendwann zu Tode...
 

Benutzer142685  (20)

Meistens hier zu finden
Kommt auf die Situation an. Grundsätzlich halte ich lieber die Klappe, aus Angst dass ich vielleicht etwas mit ungeahnten Folgen ausplappere.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Öhm... ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie ich diese Frage nun beantworten soll, weil ich je nach Situation entscheide, ob es nun sinnvoller ist, zu schweigen, oder meinen Senf dazuzugeben.

Sollte ich mich fürs Reden entscheiden, bin ich aber meistens ziemlich ehrlich und direkt.
Um den heißen Brei herumzureden erzeugt doch nur unnötige Missverständnisse.
 

Benutzer99399 

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Ich finde dieses Sprichwort irgendwie unpassend.
Meiner Erfahrung nach, kommt man mit Kommunikation immer weiter. Sowohl privat, als auch im Arbeitsleben.
 

Benutzer137374  (49)

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Hey ihr Lieben da draußen,
wie seht ihr das denn? Lieber mal schweigen und nichts sagen oder doch besser offen und direkt alles aussprechen, was einem auf der Zunge brennt? Wie handhabt ihr das?
Klar, manchmal muss man geradezu diplomatisch sein, aber wenn man die Wahl hat, was erachtet ihr als "sinnvoller"?
Seid ihr eher jemand, der sich zurückhält oder viel und gerne erzählt und wie kam es dazu?
Allen noch einen schönen Tag! :smile:
Das haengt sehr stark von der Situation ab. Ich haette schon meine oder die Existenz anderer Menschen erheblich beschaedigen koennen, wenn ich nicht schwiege. Das gilt dann, wenn Kommunikation kontextbezogen gar nicht konstruktiv sein kann. Andererseits kann es langfristig genauso schaedlich sein, problematische Umstaende totzuschweigen.
Ok, voellig unhilfreiches blabla von mir :zwinker:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Inzwischen hat sich meine Meinung von "man muss alles mit jedem besprechen und klären, am besten sofort" etwas geändert.
Kommunikation kann nicht Alles lösen und es ist auch nicht immer gut, alles tot zu reden. Bei manchen (zwischenmenschlichen) Dingen muss man einfach schauen, wie es sich entwickelt und wie es sich anfühlt.
Ich habe gelernt, Dinge auch mal mit mir selbst auszumachen und auch so "meinen Frieden" zu finden.
 

Benutzer147572 

Verbringt hier viel Zeit
Für mich ganz einfach: beruflich ist weniger oft mehr und privat genau umgekehrt. Hat sich bei mir zumindest über Jahre bewährt.
 

Benutzer133729  (29)

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Das kommt ganz darauf an wo man ist.
Ich bin generell jemand der der Meinung ist, Reden ist Gold.

Ich habe schon sogut wie immer meinen Mund aufgemacht.
Ob im Kindergarten, in der Schule oder auch im Beruf.
Damit meine ich jetzt nicht das ich das neue Tageblatt bin, sondern das ich bei Entscheidungen auf der Arbeit etc. Meinen Einwand gegeben habe, wenn ich die Entscheidung für Falsch oder nicht allein Entscheidbar hielt.

Wer sich von Anfang an alles gefallen lässt und nur mit ja und Amen abnickt, der bleibt für immer das kleine Mauerblümchen mit dem man es ja machen kann.


In der Familie handhabe ich das (teilweise leider) etwas anders.

Mit meinen Eltern, Schwester, Oma etc. Rede ich Wie mir der Schnabel gewachsen ist.
Ebenso finde ich das man in einer Beziehung offen reden können sollte.

Es gibt dann aber doch auch noch so Situationen wie z.B. bei meiner Schwiegermutter, bei der ich den Mund ehr gar nicht aufmache.
Das ist einfach so vom Anfang noch drin weil man es sich nicht verscherzen wollte.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Tendenziell bin ich ein eher ruhiges und ungesprächiges Tier. Ich bin der Ansicht, wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach den Mund halten und wenn man nichts Gutes zu sagen hat, erst recht. :grin:

Wenn es jedoch darum geht, Konflikte zu bewältigen, ist Kommunikation natürlich wichtig und für mich das erste Mittel der Wahl. In Beziehungen oder Freundschaften bspw. erachte ich es als nahezu fatal, Probleme "auszuschweigen" und neige stark dazu, sie anzusprechen, auch wenn es mir schwer fällt und mich eine Menge Überwindung kostet. Da ist Offenheit wirklich alles. In anderen Situationen ist es hingegen mehr ein Abwägen und ich gehe strategischer vor. Schweigen kann für manche Probleme nämlich ratsam sein, um Situationen nicht unnötig zu verschärfen. Füchse sind in der Hinsicht etwas manipulativ und auf ihren Vorteil bedacht... :zwinker:

Im privaten bin ich selbst extrem zurückhaltend, von mir zu berichten, da ich häufig denke, dass mein Leben relativ wenig interessant oder relevant für andere ist. Die Strategie vermeidet ganz gut, dass ich im Mittelpunkt stehe. Letzteres will ich an sich nur, wenn ich gerade ein konkretes Ziel verfolge.
 

Benutzer142227 

Sehr bekannt hier
Ich bin da für eine gute Mischung aus beidem.

Wenn irgendetwas schief läuft, unangenehme Konsequenzen hätte oder etwas total unfair, unangebracht, unangemessen o.Ä. ist, sage ich zumeist sofort etwas und versuche es zu klären. Ansonsten würde ich mich ewiglange in den Hintern beissen im Sinne von "Warum hast du doofe Trulla nur nix gesagt...selber schuld". Also eben bei Dingen, die hauptsächlich mich selbst oder sehr engstehende liebe Personen betreffen.

Bei belanglosen Dingen, die mich nur peripher betreffen allerdings halte ich mich zurück und lass den Dingen ihren Lauf und die anderen Leute mal machen.:grin: Aber jetzt auch nicht in dem Ausmaß, dass ich Leute ins offene Messer laufen lasse. Wenn ich direkt nach meiner Meinung oder Hilfe gefragt werden, mache ich das natürlich gerne und mit bestem Willen.

Zwischen Freunden, Freund, Familie oder Arbeitskollegen mache ich da keinen Unterschied - ich sage meine Meinung (meistens, denke ich:grin:) angebracht und höflich, nicht beleidigend oder anmaßend.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Quasselnde Menschen finde ich echt anstrengend, v.a. und gerade wenn dabei nichts Konstruktives dabei herumkommt. Selbst bin ich eine Person, die sehr ruhig ist und sich sehr gezielt mit wenigen Worten ausdrücken kann. An sich passiert es recht selten, dass ich sehr, sehr viel rede.

Trotzdem rede ich dann, wenn es notwendig ist. Ich lüge nicht oder verschweige Sachverhalte absichtlich, jedoch halte ich meine Klappe, wenn ich den Eindruck habe, dass ich jetzt nichts Sinnvolles zur Diskussion/zum Gespräch beitragen kann und/oder es böshaft werden würde, weil es mir schwer fallen würde, mich in Zaum zu halten.

In vielen Fällen bin ich einfach sehr vorausschauend und denke zu viel darüber nach, wie meine Worte wirken (könnten). Ob das manchmal so gut ist, sei dahingestellt. Wie oben erwähnt finde ich quasselnde Menschen einfach anstrengend und finde es unhöflich andere mit meinen unendlichen Gedanken vollzuquasseln, weil sie Vieles, das mir im Kopf rumspukt, vermutlich gar nicht interessiert. :zwinker:
 

Benutzer132163  (25)

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Für mich kommt es auch stark auf die Situation an.
Bei mrinen Freunden und in meiner Beziehung sage ich was ich zu ssgen haben.
Ich weiß das diese menschen mich lieben und meine Meinung akzeptieren

bei meiner Familie ist das nicht so.
Bei mribem Vater und seiner Mutter verkneife ich mir oft etwas, da ich weiß das sie mich sowie so nicht akzeptieren und ich keinen Streut vorm Zaun brechen will.
 
G

Benutzer

Gast
Ich schweige eher, was dummerweise oft dazu führt, dass ich Dinge in mich reinfresse, als sie auszusprechen. Ich hasse Aufdringlichkeit wie die Pest und verhalte mich dementsprechend.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
wenn du was sinnvolles zu sagen hast - sags. in jedem anderen fall: schweig. ausser es wird smalltalk von dir erwartet - oder es sind wirklich gute freunde die du ohne schlechtes gewissen zubabbeln kannst.
so halte ich das jedenfalls für mich und fahre damit ganz gut.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
wie seht ihr das denn? Lieber mal schweigen und nichts sagen oder doch besser offen und direkt alles aussprechen, was einem auf der Zunge brennt? Wie handhabt ihr das?
Die Partnerschaft und Freundschaften mal ausgenommen - ich finde es allgemein einfach nur aufdringlich und penetrant, wenn jemand einem ständig ungefragt seine (zumeist unqualifizierte) Meinung aufdrängt. Das löst in mir heftig Fluchtinstinkt aus. Einfach nur ätzend. Aber es gibt so besondere Menschen, da bringt mich jeder sarkastisch eingeworfene Kommentar zum Lachen, der dieser Person dann wohl auch auf der Zunge gebrannt hat. :grin: Wenn ich mich irgendwo unter Menschen nicht so wohl fühle (Fremde, Arbeit etc.) dann brennt mir gar nicht erst was auf der Zunge, dann hab ich auch keine Lust zu reden. Bei Freunden und dem Partner spreche ich allerdings immer alles aus, was ich denke, Schweigen würde diese wertvollen Kontakte irgendwie sinnlos machen.

Klar, manchmal muss man geradezu diplomatisch oder verschwiegen sein, vor allem im Beruf, aber wenn man die Wahl hat, was erachtet ihr als "sinnvoller"?
Was in entsprechender Situation eben sinnvoll ist... :confused:
Im Zweifelsfall schweigen. Schweigen ist immer besser, als irgendwas raus zu hauen, das man nicht mehr rückgängig machen kann. Wenn einem was auf dem Herzen liegt, sollte man das aber natürlich immer sagen. Halte ich zumindest so.

Seid ihr eher jemand, der sich zurückhält oder viel und gerne erzählt und wie kam es dazu?
Ich bin da sehr ambivalent. Generell bin ich jemand, der sich zurück hält und jegliche Gesellschaft und Diskussionen meidet. Das ödet mich an. Zumindest wenn mehrere Personen beteiligt sind und dann jeder durcheinander labert. Ich konzentriere mich lieber auf einen Gesprächspartner. Und wenn ich Vertrauen zu jemandem gefasst habe, bin ich wie eine Badewanne, aus der man grad den Stöpfel gezogen hat.. man muss ja irgendwie den Laber-Defizit nachholen.:whoot:
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich habe es erst lernen müssen nicht imemr zu allem meine Meinung zu sagen. Es fällt mir darum auch heute noch schwer , diese angeboren Offenheit abzulegen die vermutlich zum Apserger Spektrum gehört.

In emotionalen und Stressigen Situationen kann es auch mal passieren, dass ich einem Kunden seine hochnäsige arrogante Art und Weiße unter die Nase reibe und das auch noch in einem Sächlich vielleicht selbst arrogant wirkenden Tonfall , was nicht immer gut ankommt. Stammkunden schätzen es mittlerweile , dass ich keiner bin der sich alles gefallen lässt und dass ich im Gegenzug auch ehrliche Kritik entgegennehme.

Privat ,gerade bei meiner Freundin fliegen wegen der Direktheit von uns Beiden des öfteren die Fetzen , es hilft aber Missstände abzubauen.
 

Benutzer78066  (43)

Sehr bekannt hier
:winkwink:

Deine Frage ist mit einem eindeutigen Jein zu beantworten.

Einfach ungefragt und ungefiltert alles auszuplappern, was einem auf der Zunge brennt, ist ebenso schädlich wie wenn man einfach nur die Schnute hält und nichts sagt.
Und einfach nur sagen, damit was gesagt ist, da kommt vielfach Unpassendes oder Überflüssiges heraus.
Zuviel Schweigen hat aber auch was mit Verleugnen zu tun.

Ich habe mich früher viel viel mehr gezügelt und zurückgehalten – und habe somit auch mehr mit mir machen lassen. Ist ja klar: habe ja auch nichts gesagt. Das hat mich in vielen Bereichen recht unzufrieden gemacht: wenn man Dinge tun muss, von einem erwartet werden und man einfach macht und schweigt.

Halte mich inzwischen schon etwas weniger zurück … was mich unterm Strich zufriedener macht. Allerdings kann mein gewohntes Umfeld damit immer noch nicht gut umgehen. Eben ungewohnt anders und nicht mehr ganz so geschmeidig wie vorher.
Wenn ich mich sicher und wohl fühle, kann ich auch sabbeln … aber wenn ich unsicher bin, halte ich mich lieber erstmal zurück.

Man kann Menschen nur bis vor den Kopf gucken … und nicht in sie hinein. Insofern verfechte ich eher den Passus: nur Sprechenden kann geholfen werden; Kommunikation steht höher bei mir im Kurs. Aber man kann und muss auch nicht zu allem was sagen.

Statt *Du schweigst es in die Nacht hinaus* ... eher ein *Du schreist es in den Tag hinaus*!
Und nun schweig ich mal wieder :zwinker:
 
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