Psychologen- aber welchen? Und wie funktioniert das Ganze?

Benutzer37179  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Also, ich bin gerade etwas verwirrt, und da es hier ja einige Leute gibt, die sich mit dem Thema etwas auskennen, dachte ich ich frag einfach mal euch....

Aufgrund diverser Probleme in der letzter Zeit war ich bei meiner Hausärztin, um eine Überwesiung zu einem Psychologen zu bekommen.

Sie hat mir auch gleich eine Überweisung ausgestellt- wegen Verdacht auf eine depressive Entwicklung-, und an der Rezeption bekam ich eine Liste der örtlichen Psychologen.

Nun bin ich aber gerade ein wenig ratlos und verwirrt was die Fachgebiete/Schwerpunkte angeht...

Dass ein "Kinder- und Jugendtherapeut" nicht in Frage kommt ist klar. Aber dann gibts da noch "Psychologischer Pschotherapeut", "Psychotherapeutisch tätiger Arzt, "FA für Psychotherapeutische Medizin",usw.

Ich vermute, dass ein "Psychologischer Psychotherapeut" der richtige Ansprechpartner wäre, liege ich damit richtig?

Und wie läuft das Ganze dann weiter- ich such mir da jetzt einfach mal einen aus und mach einen "Probetermin" aus?
 
S

Benutzer

Gast
Nur ein psychologischer/ärztlicher Psychotherapeut kann mit der Krankenkasse abrechnen (ansonsten müsstest Du die Therapie selbst bezahlen). Von daher wären diese Personen die richtigen Ansprechpartner.

Du kannst einfach mal dort anrufen und einen Termin vereinbaren. Bevor überhaupt eine richtige Therapie beginnt, können bis zu 5 probatorische Sitzungen abgehalten werden. In diesen Sitzungen lernt ihr euch kennen und könnt entscheiden, ob und wie es weitergeht.

In manchen Regionen musst Du Dich leider auf eine lange Wartezeit einstellen, wobei es sein kann, dass diese probatorischen Sitzungen trotzdem zeitnah stattfinden können.

Vielleicht macht es auch Sinn, mehrere anzurufen und evtl nach Wartezeit zu fragen. Manche sagen es Dir auch direkt, das ergibt sich eben im Gespräch. :smile:
 

Benutzer5969 

Verbringt hier viel Zeit
Falls du aus Österreich bist, kann ich dir schildern, wie es hier abläuft:

Für von der Krankenkasse bezahlte oder unterstützte Psychotherapie in Anspruch nehmen zu können, mußt du mit einer ärztlichen Überweisung zu einem Psychotherapeuten gehen. Dieser füllt ein Bewilligungsformular aus, mit welchem du Kostenunterstützung beantragen kannst. Dafür gibts ca 22EUR Kostenersatz, wenn bewilligt. Es gibt auch rare Plätze, wo die Behandlungskosten zur Gänze ersetzt werden.

Normal trifft man sich mit dem Therapeuten auf ein Erstgespräch. Da sollte man vorab schon klären, ob dieses Gespräch gratis ist oder auch schon kostet. In diesem Gespräch(en) checkt man ab, ob man miteinander arbeiten kann, klärt die Rahmenbedingungen. Es gib zig anerkannte Therapieformen, nicht jede sagt einem zu. WIchtig halte ich, ob eine Sympathie zum Therapeuten besteht - weil man ja doch mit ihm/ihr persönliche Themen beredet.

Ich finde die Seite ganz gut: Psychotherapie in Wien bei R.L.Fellner (Psychotherapeut, Coach, Sexualtherapeut, Hypnotherapie), hat auch ein Forum, wo du vielleicht interessante Beiträge finden kannst.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, an sich wurde schon alles Wichtige gesagt.

Ich würde einfach mal im Internet gucken, vielleicht auch im Telefonbuch.
Bei Google sind auch oft viele Psychotherapeuten aufgelistet und da steht oft dabei, ob sie auch Kassenpatienten annehmen.
Gut wäre es auch, sich im Umfeld mal umzuhören. Oft gibt's da richtig gute Empfehlungen. :smile:

Ja genau, du rufst bei ihm an und fragst, ob er noch Therapieplätze frei hat. Dann sagt er entweder "Ja" oder "Nein", bzw. wie viel Wartezeit da noch mit dabei ist.
Manche laden einen dann auch gleich zum Erstgespräch ein und erst darauf - wenn du dich für ihn entschieden hast - wirst du auf die Warteliste gesetzt.
Bei anderen wird man telefonisch gleich auf die Warteliste gesetzt.

Ich würde mir möglichst viele Psychotherapeuten angucken - nutze diese 5 Erstgespräche aus!
Und wenn du dich nicht wohl fühlst, besuche den nächsten.
Es ist wirklich wichtig, dass du nicht aus Verzweiflung sagst "Na ja, bleib ich doch lieber bei ihm - bevor ich gar nichts habe."
Irgendwo hat jeder SEINEN Psychotherapeuten sitzen, glaube ich. :grin: Das ist wie mit Freundinnen.
Denn eine Therapie ist nur erfolgreich, wenn du dich gut mit deinem Therapeuten verstehst und ihm offen sagen kannst, wie es dir geht.
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Ich würde noch hinzufügen wollen, dass manche Therapeuten nur (eine) bestimmte Therapieform/en anbieten. Kommt also auch drauf an, was für eine Art Therapie dir verschrieben wurde. :zwinker:
 

Benutzer81102 

Meistens hier zu finden
Genau.

Es gibt verhaltenstherapeutische Psychotherapeuten, tiefenpsychologische Psychotherapeuten und psychoanalytische gibts auch noch :zwinker: Das sind die drei Arten, die von der Krankenkasse meines Wissens nach abgerechnet werden können. Wenn du privat versichert bist, ist die Lage nochmal etwas anders.

Ich würd mir aber darum noch keine großen Gedanken machen, sondern den Ratschlägen hier erstmal nachgehen. Wenn eine bestimmte Therapieform nicht passend ist, dann wird dir der Therapeut das dann schon sagen.

Ich würde sagen, dass die verhaltenstherapeutische Form hier ganz gut greifen könnte, vor allem bei einer depressiven Symptomatik. Aber das hängt auch ein bisschen mit dir zusammen und worauf du am besten ansprichst :zwinker: Also einfach ausprobieren.
 

Benutzer37179  (36)

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Danke für eure Antworten.

Nur ein psychologischer/ärztlicher Psychotherapeut kann mit der Krankenkasse abrechnen (ansonsten müsstest Du die Therapie selbst bezahlen). Von daher wären diese Personen die richtigen Ansprechpartner.
Gut, dann lag ich mit meiner Vermutung ja schonmal nicht ganz falsch.

Dass es teilweise lange Wartezeiten gibt hab ich auch schon gehört, auch meine Hausärztin hat diesbezüglich vorgewarnt, also mal gucken...

Ich finde die Seite ganz gut: Psychotherapie in Wien bei R.L.Fellner (Psychotherapeut, Coach, Sexualtherapeut, Hypnotherapie), hat auch ein Forum, wo du vielleicht interessante Beiträge finden kannst.
Ich bin aus Deutschland, aber ich denke einige Tipps sind von der Seite sind ja eher allgemein, also danke, werd mich da mal durchlesen.

Ich würde einfach mal im Internet gucken, vielleicht auch im Telefonbuch.
Bei Google sind auch oft viele Psychotherapeuten aufgelistet und da steht oft dabei, ob sie auch Kassenpatienten annehmen.
Gut wäre es auch, sich im Umfeld mal umzuhören. Oft gibt's da richtig gute Empfehlungen. :smile:
Ich hab in meiner Arztpraxis bereits eine ganze Liste mit allen ansässigen Psychotherapeuten bekommen (hat mir eine Arzthelferin aus dem Adressverzeichnis der KV meines Bundeslandes rausgesucht), also werd ich die wohl einfach mal durchgehen... Aus meinem Bekanntenkreis kann ich niemanden nach einer Empfehlung fragen (zumindest soweit ich weiß).

Ich würde mir möglichst viele Psychotherapeuten angucken - nutze diese 5 Erstgespräche aus!
...
Irgendwo hat jeder SEINEN Psychotherapeuten sitzen, glaube ich. :grin: Das ist wie mit Freundinnen.
Denn eine Therapie ist nur erfolgreich, wenn du dich gut mit deinem Therapeuten verstehst und ihm offen sagen kannst, wie es dir geht.
Danke, dann mach ich mich mal auf die Suche...
Also kann ich mit diesen 5 Erstgesprächen quasi 5 Therapeuten testen? Und wie ist denn das- kann ich die 5 Ersttermine auch einfach parallel ausmachen und dann nacheinander hingehen, oder muss ich erst bei Therapeut Nr. ! festgestellt haben "der passt nicht" und dann zum nächsten gehen?

Ich würde noch hinzufügen wollen, dass manche Therapeuten nur (eine) bestimmte Therapieform/en anbieten. Kommt also auch drauf an, was für eine Art Therapie dir verschrieben wurde. :zwinker:
Auf der Überweisung steht nichts weiter drauf, nur "Überweisung an Psychotherapie". :hmm:

Ich frage mich gerade, nach welchen Kriterien ich da jetzt welche aussuchen soll um mir die mal anzugucken- ich hab hier eine 5-seitige Liste liegen. Und versuchs ichs bei ner Frau oder nem Mann- oder einfach mal beides? Das Ganze kommt mir gerade so ein bisschen vor wie Lotto spielen. :confused:
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Auf der Überweisung steht nichts weiter drauf, nur "Überweisung an Psychotherapie". :hmm:
Wahrscheinlich weil du beim Hausarzt warst. :zwinker:
Ich war damals direkt beim Psychiater. Da ist das alles etwas anders abgelaufen:
Ich hab erzählt, was los ist und habe dann einen Anmeldebogen für ein psychologisches Institut bekommen - mit der Überweisung, auf der die nötige Therapieform schon draufstand. (Und ein paar Monate später hat die Therapeutin sich dann bei mir gemeldet - statt umgekehrt.)
Zu deiner Frage mit den Erstgesprächen:
Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, die "fünf Erstgespräche" hast du für jeden einzelnen Therapeuten, den du "ausprobierst" - und die bedeuten nicht, dass du nur fünf Therapeuten "ausprobieren" darfst.
Ich musste z.B. in den Probesitzungen allgemein von mir erzählen und habe eine Menge Ankreuzbögen zu meinem seelischen Befinden mitbekommen. (Die erfassen deine Psyche quasi in Zahlen. :ratlos:)
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:

Wo liegt der Unterschied zwischen tiefenpsycholog. und psychoanalyt. Psychotherapeuten? Ist das nicht eher ne Variante?
Off-Topic:
Kurz gesagt bedeutet "tiefenpsychologisch fundiert" so eine Art Psychoanalyse light, geht wesentlich schneller, hat etwas andere Techniken, steigt weniger tief ein. Im Prinzip steht aber das gleiche Grundverständnis und Menschenbild dahinter.
 

Benutzer81102 

Meistens hier zu finden
Beitrag anzeigen Zitat von ~fleur~
Off-Topic:

Wo liegt der Unterschied zwischen tiefenpsycholog. und psychoanalyt. Psychotherapeuten? Ist das nicht eher ne Variante?

Off-Topic:
Kurz gesagt bedeutet "tiefenpsychologisch fundiert" so eine Art Psychoanalyse light, geht wesentlich schneller, hat etwas andere Techniken, steigt weniger tief ein. Im Prinzip steht aber das gleiche Grundverständnis und Menschenbild dahinter.

Besser hätt ichs auch nicht erklären können :zwinker:
 
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