Prostituierte im Altersheim

Benutzer20345 

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Da die Sexualität im Alter nicht zu unterschätzen ist, nehmen immer mehr Verwaltungen von Alters- bzw. Pflegeheimen die Dienste von Prostituierten in Anspruch.

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Benutzer75021 

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Das ist für mich nichts neues. In den Heimen geht man generell sehr offen mit dem Thema um.
 

Benutzer41942 

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Off-Topic:
also wenn ich prostituierte wäre, wären diese älteren menschen sicherlich nicht mein klientel. das würde ich nicht können. obwohl ich selbst ja in altenheimen und in einem hospiz arbeite und deshalb nochmal unterstreichen möchte, das ich NICHTS gegen senioren und behinderte menschen habe! (damit man das nicht falsch versteht)


zum thema:
ich finde es super, wenn auch diese menschen die möglichkeit haben, sex und streicheleinheiten zu bekommen.
 

Benutzer102926 

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Off-Topic:
also wenn ich prostituierte wäre, wären diese älteren menschen sicherlich nicht mein klientel. das würde ich nicht können.
+1
zum thema:
ich finde es super, wenn auch diese menschen die möglichkeit haben, sex und streicheleinheiten zu bekommen.
Ne, sorry, ich finds totale Kacke. In den Arm nehmen: JA klar, aber Sex mit Altersheim-Bewohnern? Das ist eigentlich niemandem zuzumuten! Und in manchen Bordellen müssen die manchmal sogar noch UMSONST bedient werden! Wenigstens die Potenzmittel müssen sie selbst bezahlen (hoffe ich doch?) ... aber dass die Heimleitung das unterstützt und organisiert, find ich echt widerlich! Ich dachte, die hätten so viel zu tun und so großen Zeitdruck? Und dann kümmert man sich um sowas?
 

Benutzer38570 

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...aber dass die Heimleitung das unterstützt und organisiert, find ich echt widerlich! Ich dachte, die hätten so viel zu tun und so großen Zeitdruck? Und dann kümmert man sich um sowas?

Off-Topic:
Was denn nun? Da nimmt man sich nun die Zeit für eines der wichtigsten Grundbedürfnisse - und Sexualität hat da den gleichen Status wie Nahrung - und dann ist es auch nicht okay? Es gehört einfach zum Dienstleistungsspektrum eines guten Heimes, die Bedürfnisse seiner Kunden ernst zu nehmen.


Ist keine bahnbrechende Neuiigkeit. Sowas gibt es schon länger. Ich finde das eine sehr positive Entiwicklung.
 

Benutzer102926 

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Off-Topic:
Was denn nun? Da nimmt man sich nun die Zeit für eines der wichtigsten Grundbedürfnisse - und Sexualität hat da den gleichen Status wie Nahrung - und dann ist es auch nicht okay? Es gehört einfach zum Dienstleistungsspektrum eines guten Heimes, die Bedürfnisse seiner Kunden ernst zu nehmen.


Ist keine bahnbrechende Neuiigkeit. Sowas gibt es schon länger. Ich finde das eine sehr positive Entiwicklung.

Und was ist mit den Kundinnen? Bekommen die auch Callboys oder Sex mit weiblichen Prostituierten? DAS wäre eine bahnbrechende Neuigkeit! Und dann würde ich meine Bewertung vielleicht auch nochmal revidieren und es ebenfalls als erfreuliche Entwicklung, anstatt als widerlich beurteilen!
 

Benutzer38570 

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Und was ist mit den Kundinnen? Bekommen die auch Callboys oder Sex mit weiblichen Prostituierten? DAS wäre eine bahnbrechende Neuigkeit! Und dann würde ich meine Bewertung vielleicht auch nochmal revidieren und es ebenfalls als erfreuliche Entwicklung, anstatt als widerlich beurteilen!

Mit Kunden meine ich sowohl männliche UND weibliche.

Je nach sexueller Orientierung bekommt jeder/jede das, was er/sie gern hätte. Warum soll das bei den Frauen nicht funktionieren?
 

Benutzer102926 

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Frage an die Praktiker: wird das tatsächlich gemacht? Sexworker für Altersheimbewohnerinnen?

Ich könnts nich glauben... da bräuchts Beweise für!
 

Benutzer38570 

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Frage an die Praktiker: wird das tatsächlich gemacht? Sexworker für Altersheimbewohnerinnen?!

Ist das so schwer zu glauben? Willst Du mit dem 65. Lebensjahr Deine Sexualität ablegen?

Es ist sicher noch nicht der Standard, aber es gibt einige Häuser, die da vermittelnd tätig sind. Bezahlen müssen die Senioren das natürlich selbst, die Pflegeversicherung macht dafür kein Geld locker.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Ne, sorry, ich finds totale Kacke. In den Arm nehmen: JA klar, aber Sex mit Altersheim-Bewohnern? Das ist eigentlich niemandem zuzumuten! Und in manchen Bordellen müssen die manchmal sogar noch UMSONST bedient werden! Wenigstens die Potenzmittel müssen sie selbst bezahlen (hoffe ich doch?) ... aber dass die Heimleitung das unterstützt und organisiert, find ich echt widerlich! Ich dachte, die hätten so viel zu tun und so großen Zeitdruck? Und dann kümmert man sich um sowas?

Ich finde du stellst das Ganze ziemlich allgemein als abwertend dar und tust gerade so als würden Prostituierte dazu gezwungen sexuelle Dienstleistungen im Altenheim anzubieten, da du schreibst, dass niemandem Sex mit alten Menschen zuzumuten sei.

Natürlich ist das nicht jedermanns Geschmack und selbst viele "normale" Prostituierte haben bei dem Gedanken an Sex im Altenheim wohl Berührungsängste und verspüren vielleicht auch Ekel. Aber Frauen, die sich darauf einlassen, sind ja meist auch selbst schon etwas älter und haben, wie im Artikel beschrieben wird, meist schon vorher im Sexdienstleistungsgewerbe gearbeitet und erhalten auf diese Art und Weise auch im fortgeschrittenen Alter die Möglichkeit ihre Tätigkeit fortzusetzen.

Zudem geht es vielen älteren Männern gar nicht mehr um den klassischen Geschlechtsverkehr, sondern um einfachere Formen der Befriedigung und um sexuelle Streicheleinheiten. Und als eklig kann auch der Sex mit jungen Freiern empfunden werden, wenn sie versaute Wünsche äussern und ausserdem ist die Sexdienstleistung im Altenheim wohl mit viel weniger Gefahren und Risiken für die Prostituierte verbunden, als wenn sie sich mit Freiern ausserhalb einer geschützten Umgebung trifft.

Die meisten Frauen, die das anbieten, sehen das wohl einfach als ihren Job, der nicht nur angenehme Seiten hat, genauso wie die Altenpflegerin auch oft mit unangenehmen und unappetitlichen Dingen in ihrem Beruf zu tun hat.

Und was ist mit den Kundinnen? Bekommen die auch Callboys oder Sex mit weiblichen Prostituierten? DAS wäre eine bahnbrechende Neuigkeit! Und dann würde ich meine Bewertung vielleicht auch nochmal revidieren und es ebenfalls als erfreuliche Entwicklung, anstatt als widerlich beurteilen!

Diese Einstellung finde ich schon seltsam. Selbst wenn es solche sexuellen Dienstleistungen für weibliche Bewohner des Altenheims nicht geben würde, dann würde das zwar der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zuwiderlaufen, aber was hat das denn bitte schön mit der Bewertung der Sache an sich zu tun? Warum würdest du dein Urteil revidieren und zu der Meinung gelangen, dass es gar nicht widerlich sei, wenn du davon ausgehen würdest, dass alte Frauen gleichermassen wie betagte Männer von dem Angebot profitieren können? Wenn du es widerlich findest, dass Prostituierte alte Männer sexuell bedienen, dann doch deswegen weil du diese Vorstellung eklig findest, die du doch aber nicht als weniger eklig einstufst oder sogar als erfreuliche Entwicklung betrachtest, nur weil es ein entsprechendes Angebot auch für Frauen gibt.
 

Benutzer42813 

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Ich find es gut :zwinker:. Die alten Leute begrapschen ihre Schwestern teilweise wirklich extrem und die müssen immer nett bleiben - und eine Freundin erzählte mir neulich, dass ihr dabei die Hand ausrutschte, als jemand ihre Brust nahm und richtig feste zukniff, und wie oft sie von älteren Herren an den Hintern oder zwischen die Beine gepackt wird zählt sie schon gar nicht mehr, genausowenig die beim Waschen entstehenden Erektionen, die ihr teilweise richtig provokativ vor die Nase gehalten oder gerieben werden...

Da finde ich es besser, wenn Frauen, die sich wirklich speziell für diesen Job entschieden haben, derartige Dinge tun oder machen lassen. Denn es passiert so oder so. Und genau aus diesem Grund ist die Heimleitung in manchen Heimen vermutlich auch so offen dafür.

***

Da ist es doch besser, wenn dann wenigstens eine Frau kommt, die bereit ist, sich darauf einzulassen. Dann wird die Würde des BEwohners meiner Meinung nach deutlich mehr geachtet als wenn die Schwestern die ganze Zeit nur diese Erlebnisse wegpacken unter "perverser alter Sack weiß nicht mehr, was er tut, und es ist widerlich, aber ich ertrag es halt und schieb die Hand weg".
 

Benutzer16100 

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Ein sehr spannendes Thema finde ich- meine Freundin hat vor kurzen ihre Diplomarbeit verteidigt in der es genau darum ging. Ich denke und hoffe, dass in dieser Richtung noch viel passieren wird. Sie hat auch Befragungen durchgeführt und dabei ist "herausgekommen", dass Sexualität im Alter immer noch in vielen Heimen ein Tabuthema ist.
Was sicher auch daran liegt, dass Teams nicht genügend Unterstützung bei der Bewältigung dieser Themen bekommen.

Ich finde es schade, dass in manchen Köpfen Sexualität immer noch mit Jugendlichkeit gleichgestellt wird.
 

Benutzer9517  (30)

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Ein sehr spannendes Thema finde ich- meine Freundin hat vor kurzen ihre Diplomarbeit verteidigt in der es genau darum ging. Ich denke und hoffe, dass in dieser Richtung noch viel passieren wird. Sie hat auch Befragungen durchgeführt und dabei ist "herausgekommen", dass Sexualität im Alter immer noch in vielen Heimen ein Tabuthema ist.
Was sicher auch daran liegt, dass Teams nicht genügend Unterstützung bei der Bewältigung dieser Themen bekommen.
Ich finde es selbstverständlich. Es geht schliesslich um urteilsfähige erwachsene Menschen.

Das wahrhaft spannende Thema ist Sex bei geistig Behinderten.

Ich finde es schade, dass in manchen Köpfen Sexualität immer noch mit Jugendlichkeit gleichgestellt wird.
Dafür wird Jugendlichkeit heute so weit gefasst, dass sie das Greisenalter locker wieder einschliesst...
 

Benutzer16100 

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Ich finde es selbstverständlich. Es geht schliesslich um urteilsfähige erwachsene Menschen.

Das wahrhaft spannende Thema ist Sex bei geistig Behinderten.


Dafür wird Jugendlichkeit heute so weit gefasst, dass sie das Greisenalter locker wieder einschliesst...

Ich habe mir meinen Post nicht aus den Fingern gezogen sondern er beruht auf dem, was ich in meinem Studium und während meiner Arbeit im Krankenhaus gelernt und erfahren habe :zwinker:. Ich habe meine Diplomarbeit auch über einen Bereich der Geriatrie geschrieben und ein Jahr lang auf einer Akutgeriatriestation gearbeitet- meine Meinung ist nicht vom Himmel gefallen :zwinker:

Ich verstehe nicht ganz wieso du mich so anfährst und gerade meinen Post auseinander nimmst. Fakt ist, dass jeder seine eigene Meinung zu diesem Thema hat- aber ich finde gerade hier in den neuen Bundesländern besteht bezüglich dieses Themas noch enorm viel Redebedarf. (folglich natürlich auch Handlungsbedarf).

Meine Meinung :zwinker:
 

Benutzer102926 

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Ich finde du stellst das Ganze ziemlich allgemein als abwertend dar und tust gerade so als würden Prostituierte dazu gezwungen sexuelle Dienstleistungen im Altenheim anzubieten,
Wenn sich die Senioren, die unfähig sind alleine zu leben, mit dem Taxi ins Bordell fahren lassen, haben die Huren wenig Möglichkeiten sie als Kunden abzulehnen (es gibt ja Menschen, bspw. Polizeivertreter, die sehen in 95 % der Fälle Zwang als Grundlage für Prostitution), "früher" - d.h. vor der Legalisierung, der darauffolgenden Angebotsexplosion Dank Menschenhandel und laut altem Ehrenkodex, der nicht mehr gilt - wurde das über einen Extra-Aufpreis geregelt. Jetzt kann man natürlich auf dem Standpunkt stehen, es sei besser, wenn die Hure anreist, weil man dann leichter denken kann, sie hätte sich das ausgesucht...

Aber Frauen, die sich darauf einlassen, sind ja meist auch selbst schon etwas älter und haben, wie im Artikel beschrieben wird, meist schon vorher im Sexdienstleistungsgewerbe gearbeitet und erhalten auf diese Art und Weise auch im fortgeschrittenen Alter die Möglichkeit ihre Tätigkeit fortzusetzen.
Mitte 20 ist nicht "etwas älter"! Und Stephanie Klee als zweites Beispiel arbeitet seit drei Jahrzehnten im horizontalen Gewerbe! Nach so langer Zeit SOLLTE eine Hure EIGENTLICH ihre Schäfchen im Trockenen haben und nicht mehr anschaffen MÜSSEN! Aber: obwohl jährlich 15 Milliarden für die Prostitution ausgegeben werden, verdient die Durchschnittshure nur knapp 30000 € im Jahr, sammelt keine Rentenansprüche und bildet i.d.R. auch keine privaten Rücklagen (wovon auch), d.h. ist im Alter selbst so arm, das sie sich z. B. einen Pflegeplatz im Heim nicht leisten kann.

Die meisten Frauen, die das anbieten, sehen das wohl einfach als ihren Job, der nicht nur angenehme Seiten hat, genauso wie die Altenpflegerin auch oft mit unangenehmen und unappetitlichen Dingen in ihrem Beruf zu tun hat.
Es handelt sich - nüchtern betrachtet - in beiden Fällen um belastende und mies bezahlte Frauenjobs. Der Unterschied ist m.A.n.: Altenpflegerinnen machen sich ihren Rücken kaputt - Huren eher ihre Seele.

Die alten Leute begrapschen ihre Schwestern teilweise wirklich extrem und die müssen immer nett bleiben - und eine Freundin erzählte mir neulich, dass ihr dabei die Hand ausrutschte, als jemand ihre Brust nahm und richtig feste zukniff, und wie oft sie von älteren Herren an den Hintern oder zwischen die Beine gepackt wird zählt sie schon gar nicht mehr, genausowenig die beim Waschen entstehenden Erektionen, die ihr teilweise richtig provokativ vor die Nase gehalten oder gerieben werden...

Da finde ich es besser, wenn Frauen, die sich wirklich speziell für diesen Job entschieden haben, derartige Dinge tun oder machen lassen. Denn es passiert so oder so. Und genau aus diesem Grund ist die Heimleitung in manchen Heimen vermutlich auch so offen dafür.

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Da ist es doch besser, wenn dann wenigstens eine Frau kommt, die bereit ist, sich darauf einzulassen. Dann wird die Würde des BEwohners meiner Meinung nach deutlich mehr geachtet als wenn die Schwestern die ganze Zeit nur diese Erlebnisse wegpacken unter "perverser alter Sack weiß nicht mehr, was er tut, und es ist widerlich, aber ich ertrag es halt und schieb die Hand weg".

Halt! KEINE Altenpflegerin sollte so etwas dulden! Sie sollte ihren Vorgesetzten informieren damit die Heimleitung den Bewohner abmahnt! Sollten sich die Fälle häufen ist darüber nachzudenken
1. eine Anzeige wegen sexueller Belästigung zu stellen,
2. dem Bewohner zu kündigen oder
3. mindestens dafür zu sorgen, dass diese Problemfälle nurnoch von Männern betreut werden (das sollte aber nicht das Problem der Heimleitung, sondern das der Angehörigen/des Vormunds sein)!
Es ist in meinen Augen eine perverse Haltung wenn die Belegschaft stattdessen Hurenbesuche ermöglicht, nach dem Motto: wir alle finden das ekelhaft, aber es gibt ja Spezialistinnen im Aushalten von Ekelhaftem...

Das wegsehen bei Übergriffen + das Angebot Huren zu bestellen BESTÄRKT die Heimbewohner dagegen in ihren Pascha-Allüren!

Diese Einstellung finde ich schon seltsam. Selbst wenn es solche sexuellen Dienstleistungen für weibliche Bewohner des Altenheims nicht geben würde, dann würde das zwar der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zuwiderlaufen, aber was hat das denn bitte schön mit der Bewertung der Sache an sich zu tun? Warum würdest du dein Urteil revidieren und zu der Meinung gelangen, dass es gar nicht widerlich sei, wenn du davon ausgehen würdest, dass alte Frauen gleichermassen wie betagte Männer von dem Angebot profitieren können? Wenn du es widerlich findest, dass Prostituierte alte Männer sexuell bedienen, dann doch deswegen weil du diese Vorstellung eklig findest, die du doch aber nicht als weniger eklig einstufst oder sogar als erfreuliche Entwicklung betrachtest, nur weil es ein entsprechendes Angebot auch für Frauen gibt.

Was ist, wenn eine Altenheimbewohnerin das mitbekommt? Wie gesagt glaube ich nicht, dass auch bei ihnen darauf geachtet wird, das ihr Bedürfnis nach Sexualität und körperlicher Zuwendung erfüllt wird, da sie
1. nicht so viel Geld haben wie die Männer,
2. Freierinnen bis heute Exoten-Status haben (während andererseits bis zu 75 % der Männer bereits so frei gewesen sein sollen),
3. das Angebot an männlichen Sexworkern nicht existiert,
4. irgendwie davon ausgegangen wird, dass sie eh kein Interesse mehr hätten...

Entweder man sagt in beiden Fällen: Sexualität ist die Privatsache der Bewohner, mit der niemand (!) belästigt werden soll. Oder man findet für beide Geschlechter Lösungen, die eine würdige Auslebung der Sexualität im Alter ermöglichen.

Zugegeben: es würde den Alltag der Pflegerinnen erleichtern, wenn alle BewohnerInnen ihre regelmäßigen Orgasmen hätten. Dafür bräuchte es eigentlich nur Vibratoren und anderes Sexspielzeug. Vielleicht sollten Sexshop-Mitarbeiter in Heime gehen und vertraulich Einzelverkaufsgespräche durchführen?

Doch, ja, diese Idee find ich viel viel humaner...
 

Benutzer42813 

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Meine Freundin ist Krankenschwester und arbeitet als solche eben auch viel mit alten Leuten - und aus dem Krankenhaus kann man schlecht jemanden verweisen.

***

Die Idee mit den Einzelverkaufsgesprächen find ich übrigens klasse. Oder Dildo-Partys, die find ich noch viel mehr klasse ^^.
 

Benutzer38570 

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@Gaia:

Ich will ja nicht meckern... Aber mal eine ernst gemeinte Frage: Wie viel Kontakt bzw. reales Wissen hast Du über Pflegeeinrichtungen? Deine Ideen bzw. Gedanken dazu sind zwar verständlich, aber Deine Einstellung dazu geht erstens an der Realität vorbei (die Wenigsten grabschen irgendwen an) und Deine Vorschläge wären so nicht umsetzbar (Heimbewohner abmahnen).

Hier gehts lediglich drum, die sexuellen Bedürfnisse älterer Menschen zu respektieren und ernst zu nehmen. Diesem Bedürfnis kann man kaum nur mit einem Dildo oder einer Gummi-Muschi begegnen. Sexualität ist ja wohl deutlich mehr als nur rein-raus...
 

Benutzer102926 

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Meine Freundin ist Krankenschwester und arbeitet als solche eben auch viel mit alten Leuten - und aus dem Krankenhaus kann man schlecht jemanden verweisen.

Nunja, verweisen wird in dem Fall wirklich schwer, aber wenn der Patient bei der nächsten Visite vom Oberarzt deswegen offen gerügt würde, wäre ihm das sicher unangenehm (die Generation ist ja noch sehr obrigkeitsgläubig). Und er würde das angrapschen eher lassen, als wenn die Krankenschwester (auch hier) so tut, als würde sie es nicht stören.
Die Möglichkeiten den Patient (spätestens bei Wiederholung) anzuzeigen oder nur mehr durch Männer betreuen zu lassen besteht ebenfalls - auch wenns dafür die grundsätzliche Rückendeckung der Heim- bzw. Krankenhausleitung bräuchte, (die anscheinend nicht gegeben ist, was ich für das Kernproblem halte), und es schwer werden wird - nach dem Wegfall des Zivildienstes - ausreichend männliche Pflegekräfte zu finden. In meiner Vorstellung müssten im Notfall eben die Ärzte mit ran bei solchen "Spezialfällen" :zwinker:

Eine Erzieherin bspw. würde sich sicher nicht mehrmals von einem Schützling in die Brust kneifen lassen ohne die Eltern darüber zu informieren.

Müssen Kleinkinder sich an Regeln halten, alte und kranke Männer hingegen nicht?

Wie viel Kontakt bzw. reales Wissen hast Du über Pflegeeinrichtungen?
Ist ausbaufähig. Ich habe wesentlich mehr Erfahrung mit privater Altenpflege.


Deine Ideen bzw. Gedanken dazu sind zwar verständlich, aber Deine Einstellung dazu geht erstens an der Realität vorbei (die Wenigsten grabschen irgendwen an) und Deine Vorschläge wären so nicht umsetzbar (Heimbewohner abmahnen).
Hä? Ich behaupte ja nicht, dass das jeder Pflegekraft ständig passiert, ich denke auch, dass solche Widerlinge die Ausnahme darstellen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so Einige (insbesondere junge) Frauen durch diese Einzelfälle so stark belastet werden, dass sie sogar den Job deshalb aufgeben. Ich glaube, das ist ein Thema für (erst) Forschung und (dann) die Gewerkschaft. Aber die Ansicht, das Heimbewohner sich einfach so über Gesetze hinwegsetzen dürfen ohne das frau sich wehren kann/darf, die kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen. Wenn ein Patient nun z. B. einen Arzt angreift? Dann hält der auch die Klappe, lächelt mild und sagt sich: der arme alte Mann weiß nicht was er tut? Ne, mindestens wird dann doch zurechtgewiesen und/oder sediert???

Hier gehts lediglich drum, die sexuellen Bedürfnisse älterer Menschen zu respektieren und ernst zu nehmen. Diesem Bedürfnis kann man kaum nur mit einem Dildo oder einer Gummi-Muschi begegnen.
Es geht auch darum, dass ältere Männer die Grenzen der Frauen, die sie dankenswerterweise pflegen, anerkennen. Außerdem gibt es Millionen (weltweit natürlich noch mehr) junge Männer, die auf dem Höhepunkt ihrer Testosteron-Produktion (also unter 20) ohne Sexualpartnerin dastehen. Die überleben das doch auch?
BTW: Es ist kein Menschenrecht sich die Erfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse zu erkaufen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ist ausbaufähig. Ich habe wesentlich mehr Erfahrung mit privater Altenpflege.

In welchem Umfang? Selber gepflegt? Gelesen?, Gehört?

Hä? Ich behaupte ja nicht, dass das jeder Pflegekraft ständig passiert, ich denke auch, dass solche Widerlinge die Ausnahme darstellen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so Einige (insbesondere junge) Frauen durch diese Einzelfälle so stark belastet werden, dass sie sogar den Job deshalb aufgeben. Ich glaube, das ist ein Thema für (erst) Forschung und (dann) die Gewerkschaft. Aber die Ansicht, das Heimbewohner sich einfach so über Gesetze hinwegsetzen dürfen ohne das frau sich wehren kann/darf, die kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen. Wenn ein Patient nun z. B. einen Arzt angreift? Dann hält der auch die Klappe, lächelt mild und sagt sich: der arme alte Mann weiß nicht was er tut? Ne, mindestens wird dann doch zurechtgewiesen und/oder sediert???

Widerlinge? Sedierung weil jemand grapscht?

Sorry, aber ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass genau diejenigen, welche da vielleicht grapschen, dies nicht aus Lüsternheit, sondern einfach aufgrund einer Erkrankung tun? Vielleicht mal ein gutes Buch über Demenz und sexuelle Enthemmung in dem Zusammengang ist da empfehlenswert.

Du unterstellst hier hauptsächlich reine Lüsternheit als Ursache.

Eine Sedierung ist hier ebenfalls nicht angebracht, bzw. würdest Du damit das Tor für Psychopharmakamissbrauch weit auf machen.

Und wer in den Job geht, muss lernen, mit solchen Situationen für sich gesund umzugehen, sonst ist er einfach im falschen Job.

Es geht auch darum, dass ältere Männer die Grenzen der Frauen, die sie dankenswerterweise pflegen, anerkennen. Außerdem gibt es Millionen (weltweit natürlich noch mehr) junge Männer, die auf dem Höhepunkt ihrer Testosteron-Produktion (also unter 20) ohne Sexualpartnerin dastehen. Die überleben das doch auch?
BTW: Es ist kein Menschenrecht sich die Erfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse zu erkaufen.

DANKENSWERTERWEISE pflegen? Meine Fresse, das es sowas noch gibt.

Der von Dir genannte ältere Mann zahlt einen Haufen Kohle für die Pflege, dass hat mit Dankbarkeit nichts zu tun. Es ist eine Dienstleistung, die gekauft wird, nicht mehr und nicht weniger. Und die Meisten respektieren die Grenzen. Ich verstehe Dein Problem gar nicht.

Und was soll der Unsinn mit den Menschenrechten? Wo ist der Zusammenhang? Sexualität ist ein Grundbedürfnis und ob sich das jemand käuflich befriedigt ist einzig und allein sein Ding.
 

Benutzer102926 

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In welchem Umfang? Selber gepflegt? Gelesen?, Gehört?
Habe die Frage nicht ganz verstanden. Ich verfüge über mehrere Jahre eigene Erfahrung mit der Pflege von Demenz- und Krebskranken Menschen, Heime kenne ich nur als Besucherin und Praktika-Betreuerin.

Widerlinge? Sedierung weil jemand grapscht?

Sorry, aber ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass genau diejenigen, welche da vielleicht grapschen, dies nicht aus Lüsternheit, sondern einfach aufgrund einer Erkrankung tun? Vielleicht mal ein gutes Buch über Demenz und sexuelle Enthemmung in dem Zusammengang ist da empfehlenswert.

Du unterstellst hier hauptsächlich reine Lüsternheit als Ursache.

Eine Sedierung ist hier ebenfalls nicht angebracht, bzw. würdest Du damit das Tor für Psychopharmakamissbrauch weit auf machen.

Und wer in den Job geht, muss lernen, mit solchen Situationen für sich gesund umzugehen, sonst ist er einfach im falschen Job.
Nein, andersrum: wer in einem Heim gepflegt und betreut wird, muss sich den Regeln anpassen! Der Job ist eh schon hart und schwer genug. Wie gesagt: ich kenne das Krankheitsbild der Demenz aus eigener Anschauung und ich weiß daher auch, wieviele Medikamente da so verabreicht werden. Wenn ein tätlicher Angriff (und darum handelt es sich bei sexueller Belästigung) kein Grund für Beschwerden und Anpassung des Therapieplans ist, dann weiß ich auch nicht...

Sollte jemand tatsächlich und nachweisbar krankheitsbedingt übergriffig werden, ist er zudem nicht mehr geschäftsfähig, ergo: auch nicht mehr in der Lage einen "Dienstleistungsvertrag" mit einer Hure auszuhandeln!
 
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