Prof wirft mir Ideenklau vor

Benutzer86689  (34)

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Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem: Ich habe einen Prof, den ich sehr mag und bei dem ich dieses Semester ein tolles Seminar belege. Es ist allerdings schwierig ein Thema für meine Hausarbeit zu finden, da ich durch die Prüfungsordnung epochal und durch das Seminarthema an sich da sehr eingeschränkt bin.

Ich war nun von einer Kommilitonin auf einen Text aufmerksam gemacht worden, der alle Vorgaben auf das Beste erfüllt und darüber hinaus auch noch sehr interessant ist - ich hätte also sehr gerne darüber geschrieben. Problem an der Sache: Mein Prof hat ausgerechnet dazu gerade etwas veröffentlicht. Ich habe zwei Wochen hin und her überlegt ob ich ihn überhaupt darauf ansprechen sollte, aber da ich einfach keine gute Alternative gefunden habe, dachte ich, dass ich ja zumindest mal fragen könnte, was er davon hält.

Gesagt, getan, ich bin also in seine Sprechstunde und hab ihn gefragt. Er war nicht begeistert, aber auch nicht wirklich überrascht und warf mir im Nebensatz an den Kopf, dass ich ja ohnhin seine Ideen klauen würde (sinngemäß). Ich guckte ungefähr so: :eek: und konnte es nicht fassen. Was er meinte war: Wir hatten in der vorherigen Woche im Seminar ein Gedicht besprochen, welches mir unheimlich gut gefiel und zu dem ich im Vorhinein sehr viele Überlegungen angestellt hatte, weil es inhaltlich genau mein Haupt- und Nebenfach miteinander in Beziehung brachte. Das fand ich super und ich hab mich sehr in die Seminarsdiskussion reingehängt.

Was ich nicht wusste: Der Prof hatte auch zu diesem Gedicht schon mal was veröffentlicht und warf mir nun, wie gesagt, in einem Nebensatz, vor, das jawohl vorher gelesen zu haben, weil ich eben auch viele "seiner" Ideen vorgetragen hatte. Und er wirkte dabei richtig wütend und gleichzeitig enttäuscht von mir. Und nun kam ich - in seinen Augen - schon wieder an und wollte über eines "seiner" Themen schreiben. Als ob ich keine eigenen Ideen hätte. Aber ich kannte diesen Text gar nicht! Ich habe ihn mir heute mal durchgelesen und da waren schon viele Ähnlichkeiten in der Interpretation, aber das hat mich bei diesem Gedicht auch kaum gewundert.

Nach der Sprechstunde war ich unsagbar wütend. Ausgerechnet er wirft mir soetwas vor! Ich hab mich so ungerecht behandelt gefühlt, ich hatte gar keine Chance mich zu verteidigen. Natürlich hätte ich mir die Frage nach meinem Hausarbeitsthema auch gleich sparen können. Andererseits bin ich doch froh, dass ich dort war, sonst wäre das alles womöglich ja nie zur Sprache gekommen. Es gibt schon merkwürdige Zufälle.

Nur, was mache ich jetzt damit? Ich würde ihn so gerne noch einmal darauf ansprechen. Oder meint ihr, ich würde damit alles nur noch schlimmer machen? Ich bin für Meinungen dankbar! :frown:

Jeanne
 

Benutzer92211 

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Einen wirklichen Tipp habe ich nicht, aber: Dein Prof nimmt sich anscheinend ein bisschen zu wichtig... Als würde nur er irgendwelche revolutionären Gedanken haben, auf die niemand anders kommen kann. Und dann scheint er auch noch ein recht schwieriger Mensch zu sein, der das raushängen lässt und (wegen so was!) sofort sauer reagiert. Ich würde wahrscheinlich nicht noch mal mit ihm sprechen (wollen)... Kannst du den Schein nicht irgendwo anders machen?
 

Benutzer35148 

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Blöd, nun ist Dein Bild vom "ach so tollen Prof" ins Wanken geraten.
Zum einen solltest Du Dir ein anderes Thema suchen, am besten eines wo er nicht selber etwas geschrieben hat.
Zum anderen solltest Du Dir das mit dem Ideenklau nicht gefallen lassen.
Aber der Typ wird Dir das wahrscheinlich in seiner gekränkten Ehre (weil Du wahrscheinlich viel besser bist als er) nie verzeihen und nie glauben...
Dabei dürfte er es sein der die Ideen der Studenten "klaut" :zwinker:
 

Benutzer86689  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Vielen Dank euch beiden! Ja, mein Bild von ihm kommt schon ein bisschen ins Wanken, das ist wahr. Ich weiß, dass Profs gerne ein wenig egozentrisch sind und damit komme ich eigentlich gut klar. Aber das ist jetzt schon eine Nummer extremer. Er kennt mich eigentlich so gut und hält viel von mir, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, dass er mir das wirklich unterstellen könnte. Ich hatte mich eigentlich total gefreut, dass ich mir da mal was Sinnvolles hatte einfallen lassen und jetzt ist jeder Funken Stolz dahin.

Er ist eigentlich ein wirklich guter Dozent und wir haben eigentlich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis, deshalb sind wir wohl beide gerade so enttäuscht. Es ist auch absolut nicht so, dass ich mit ihm in einen Wettstreit treten wollte, im Gegenteil, mir war es schon sehr unangenehm, mit dieser Frage zu ihm zu gehen. Ich weiß, was ich an ihm habe, wie viel ich noch lernen muss und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt als "besser" gefühlt als er. Ihn hat seine gekränkte Eitelkeit wohl nicht bemerken lassen, dass ich einfach nur versucht habe, einen sinnvollen Gedanken zu entwickeln und dass wir in dem Fall mal einer Meinung waren (das sind wir sonst selten).

Naja, ich werde dann wohl wirklich noch mal zu ihm gehen und ihn darauf ansprechen. Ich will das zum einen nicht auf mir sitzen lassen und ihm zeigen, dass mich das wirklich getroffen hat, zum anderen will ich nicht, dass so ein Vorfall unser ganzes Verhältnis in Frage stellt.
 
H

Benutzer

Gast
Sie atmen alle die gleiche Luft und haben alle ein Ego. Menschen sind fast überall gleich.

Ehrlich gesagt hört sich dieses "Verhältnis" für mich nicht besonders gesund an. ICH würde vorschlagen, dass Du die Sache sauber zu Ende bringst, eine ganz normale Hausarbeit schreibst und Dich dann von dem Herrn fernhälst.
Wirst Du aber wohl sowieso nicht tun. :zwinker:
 

Benutzer86779  (36)

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anderes thema nehmen. Und ihm sagen, dass du diese unterstellung eine unverschämheit findest und so nicht akzeptierst.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Ich finde die ganze Angelegenheit sehr, sehr, sehr merkwürdig. Vielleicht ist das an deutschen Unis normal so? Oder in der GeiWi? Aber sowohl in meinem Studium (NaWi) als auch in denen meines Freundes (NaWi/KuWi) wäre der ganze Vorfall ziemlich unmöglich gewesen...

Erstens mal kenne ich dieses Naheverhältnis zwischen Studierende/Professoren so gar nicht - das war bei uns respektvoll-distanziert, und kein Professor hätte sich im Gegenzug je zu solchen Bemerkungen herabgelassen. Die schwebten da eher über den Wassern. Ich finde "menscheln" zwischen Studierenden und Professoren auch gar nicht toll und sehr unprofessionell.

Denn -zweitens- ist ja Studenten"forschung" doch was ganz anderes, als wenn ein Professor publiziert, und stellt keinerlei ernsthafte Konkurrenz dar. Von daher sollte es eigentlich wurscht sein, wenn Du zum selben Thema schreibst - es ist ja nur eine Hausarbeit.

Und drittens hätte ich den Vorwurf an sich - richtig gedeutet- sehr wohl verstanden: Es gehört eigentlich schon zur Vorbereitungsarbeit für eine prüfungsimmanente LV (und besonders die Arbeit), sich die Literatur zum Thema anzusehen, besonders das, was so vom Vortragenden publiziert oder in Publikation ist. Und dann wird zitatloses (oder inkorrekt zitiertes) Vortragen/Schreiben derselben Darlegungen zum schnöden Plagiat! Aber: Daß er dabei (wie von dir geschildert) eine persönliche Schiene gefahren ist, macht das aber wiederum seltsam. Eine Ermahnung oder von mir aus auch ein Rüffel für inkorrektes Zitieren oder nicht-Lesen der Literatur OK - aber nicht auf so eine merkwürdige Art.

Ich würde empfehlen ein ganz anderes Thema zu wählen und auf keinen Fall mehr auf der Sache herumreiten.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde die ganze Angelegenheit sehr, sehr, sehr merkwürdig. Vielleicht ist das an deutschen Unis normal so? Oder in der GeiWi? Aber sowohl in meinem Studium (NaWi) als auch in denen meines Freundes (NaWi/KuWi) wäre der ganze Vorfall ziemlich unmöglich gewesen...

Erstens mal kenne ich dieses Naheverhältnis zwischen Studierende/Professoren so gar nicht - das war bei uns respektvoll-distanziert, und kein Professor hätte sich im Gegenzug je zu solchen Bemerkungen herabgelassen. Die schwebten da eher über den Wassern. Ich finde "menscheln" zwischen Studierenden und Professoren auch gar nicht toll und sehr unprofessionell.

Denn -zweitens- ist ja Studenten"forschung" doch was ganz anderes, als wenn ein Professor publiziert, und stellt keinerlei ernsthafte Konkurrenz dar. Von daher sollte es eigentlich wurscht sein, wenn Du zum selben Thema schreibst - es ist ja nur eine Hausarbeit.

Und drittens hätte ich den Vorwurf an sich - richtig gedeutet- sehr wohl verstanden: Es gehört eigentlich schon zur Vorbereitungsarbeit für eine prüfungsimmanente LV (und besonders die Arbeit), sich die Literatur zum Thema anzusehen, besonders das, was so vom Vortragenden publiziert oder in Publikation ist. Und dann wird zitatloses (oder inkorrekt zitiertes) Vortragen/Schreiben derselben Darlegungen zum schnöden Plagiat! Aber: Daß er dabei (wie von dir geschildert) eine persönliche Schiene gefahren ist, macht das aber wiederum seltsam. Eine Ermahnung oder von mir aus auch ein Rüffel für inkorrektes Zitieren oder nicht-Lesen der Literatur OK - aber nicht auf so eine merkwürdige Art.

Ich würde empfehlen ein ganz anderes Thema zu wählen und auf keinen Fall mehr auf der Sache herumreiten.


Ich finde das auch alles höchst merkwürdig.
Ich würde eigentlich erwarten, dass der Prof. hellauf begeistert ist, auf eine Studentin zu treffen, die sich so für die Themen interessiert, die ihn selbst interessieren. Voraussetzung ist natürlich, dass Du ordentlich mit Quellen etc. umgehst.
Ich arbeite ja selbst an einer Uni und ich muss sagen, so einer Studentin würde ich wohl sofort anbieten, dass ich ihre Abschlussarbeit betreue :grin:
 
J

Benutzer

Gast
ohne jetzt das Thema zu kennen. Es kommt mir arg merkwürdig vor, dass er quasi ein Patent auf eine Idee hat, die auch andere haben können. Wenn du also ne andere Quelle hast, als deinen Prof, dann gib diese eben an. Wenn er "seine" Idee (ein Schelm wer Böses denkt :tongue:) von dieser Quelle hat, muss er eben deine Quelle akzeptieren.
Sofern du es nicht wortwörtlich abschreibst und sinngemäß wiedergibst (inkl. Quellenangabe), sollte da eigendlich auch nix passieren. Notfalls geh zum Dekanat und beschwer dich dort über ihn. Ggf such dir einen anderen Prof, wenn dies möglich ist.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Naja, wenn man sich mal in die Rolle des Profs. hereinversetzt, ist es vielleicht schon irgendwie nachvollziehbar dass er denkt sie würde nur abschreiben, oder? Und Profs. sind halt auch nur Menschen, oft sogar recht verschrobene.
Einfach dumm gelaufen, anderes Thema und gut ist.
 

Benutzer86689  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hui, vielen Dank für eure vielen Antworten! :smile: Es beruhigt mich sehr, dass nicht nur ich das alles etwas merkwürdig finde. Wobei ich, wie schweinebacke ja auch, aber auch meinen Dozenten zumindest ansatzweise verstehen kann: Wäre ich an seiner Stelle würde ich mir wohl auch meine Gedanken über solch seltsame Zufälle machen. Aber bevor ich mir dann meine feste Meinung gebildet hätte, hätte ich sicher noch mal mit der betreffenden Person Rücksprache gehalten. Alles andere halte ich für unprofessionell.

Und da hast du, chelle, durchaus Recht, wenn dieses "unprofessionelle Verhalten" im Grunde ein Resultat unserer nicht ganz konventionellen Prof-Student-Beziehung ist. Das ist sicher nicht unwesentlich durch mich provoziert, ich fand seine Art, wissenschaftliche Forschungsarbeit zu leisten, schon immer sehr beeindruckend. Und in meinem Nacheifern hat er mich immer sehr bestärkt, das mag ihm wohl auch geschmeichelt haben. Jetzt bekomme ich gerade die Quittung dafür. Ich finde es noch nicht mal besonders überraschend, dass mich offenbar dieselben Themen wie ihn interessieren. Vielleicht hat er mich schon zu sehr beeinflusst...

In Bezug auf das Schreiben: Ich gehe immer sehr sorgfältig mit Quellen um. Wenn ich Hausarbeiten schreibe sowieso, denn ich will ja auf Dauer durchaus dahin, meine Texte auch publizieren lassen zu können. Das sind dann für mich auch nicht "nur" Hausarbeiten, es sind Themen, in die ich mich richtig ausführlich reinarbeite, die ich interessant finde und die mir einen gewissen Mehrwert bringen. Deshalb habe ich ja gerade auch so ein Problem damit, ein anderes Thema für mich zu finden... Für das Seminar finde ich es dagegen meistens nicht notwendig (und auch nicht sinnvoll), für Gedichte oder was auch immer vorher Interpretationen zu lesen, weil es ja gerade darum geht, Strategien zu entwickeln, wie man solche Texte sinnvoll liest und nicht nur Ergebnisse anderer zusammenträgt. Es sei denn, das sind so die Klassiker, wo bereits viel drüber gesprochen wurde. Ansonsten ist meine Interpretationsquelle quasi meine Intention. Werde ich in Zukunft aber auch anders handhaben. Ich scheine ja immerhin was gelernt zu haben aus dieser ganzen Sache.
 

Benutzer35148 

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Wenn er wirklich ein so guter Prof wäre, hätte er Dein Talent entdeckt und gefördert,
und Dich für seine Arbeiten eingespannt, auch wenn Dein Name in seinen Büchern vielleicht nur irgendwo versteckt oder gar nicht drin stünde, aber Du hättest Anteil daran gehabt.

Nein, dazu ist er nicht fähig. Er ist gekränkt, eifersüchtig, beleidigt, und versucht Deine vielleicht brillante Arbeit zu unterdrücken.

Schade daß Du das auf diese Weise lernen musstest, daß längst nicht jeder Prof wirklich ein Interesse daran hat, seine "Schützlinge" weiter zu bringen...
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Wenn er wirklich ein so guter Prof wäre, hätte er Dein Talent entdeckt und gefördert,
und Dich für seine Arbeiten eingespannt, auch wenn Dein Name in seinen Büchern vielleicht nur irgendwo versteckt oder gar nicht drin stünde, aber Du hättest Anteil daran gehabt.

Nein, dazu ist er nicht fähig. Er ist gekränkt, eifersüchtig, beleidigt, und versucht Deine vielleicht brillante Arbeit zu unterdrücken.

Schade daß Du das auf diese Weise lernen musstest, daß längst nicht jeder Prof wirklich ein Interesse daran hat, seine "Schützlinge" weiter zu bringen...

Also bitte: Einen wildfremden Menschen auf der Basis weniger subjektiver (!) Aussagen der TS auf einer rein persönlichen Ebene zu kritisieren, finde ich schon ziemlich arm.

Meiner Meinung nach hat er übrigens auch nicht so ganz viel falsch gemacht. Warum? Schon als ich mit dem Studium vor einigen Jahren anfing, wurde es zur Pflicht, jeden eingereichten Text mit einer Erklärung zu versehen, in der man bestätigt, diesen Text selbständig verfast zu haben. Dies wurde notwendig, da leider nicht so wenige Studierende Hausarbeiten, Abschlussarbeiten usw. einfach nur aus dem Netz geladen, und teilweise oder sogar ganz als "eigene" Leistung eingereicht haben. Statt selber etwas zu erarbeiten, war und ist manchen "kopieren und einfügen" halt lieber (gewesen). Nachdem ich mein Diplom gemacht hatte, wurde auch in den Medien immer öfter darüber berichtet, dass einige Lehrstühle eine neue Software benutzen, die als Datei eingereichte Arbeiten automatisch mit Arbeiten vergleicht, die im Netz angeboten werden. Daneben wird über dieses Problem an den Lehrstühlen geredet, und Dozenten werden in dieser Hinsicht sensibilisert.
Warum? Weil es eben Betrüger gibt. Leider. Hier jetzt wild herumzuspekulieren, und einem unbekannten Professoren gleich eine Charakterschwäche herbeizuphantasieren, ist doch totaler Blödsinn. Bei zu vielen Zufällen (bei denen man nicht weiß, ob es wirklich welche sind), werden viele Dozenten heute misstrauisch, da es einen Grund für dieses Misstrauen gibt. Schön ist das nicht...aber da muss man sich bei denen "bedanken", die mit "kopieren und einfügen" angefangen haben.
 

Benutzer88048 

Sorgt für Gesprächsstoff
Sich mit einem Professor anzulegen, bringt einfach nichts. Der arme Kerl musste so lange Arschkriechen, bis er seinen Lehrstuhl endlich bekam, der will jetzt endlich ungestraft austeilen. Ist ja schließlich der Grund, warum er sich so lange bemühte... 35-40 Jahre lang schön angepasst die Meinung der Vorgesetzten vertreten und dann kann man aber auch zu Recht fordern, dass andere das bei einem tun ;-) Das Spiel des Lebens...
 

Benutzer35148 

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Also bitte: Einen wildfremden Menschen auf der Basis weniger subjektiver (!) Aussagen der TS auf einer rein persönlichen Ebene zu kritisieren, finde ich schon ziemlich arm.

Wenn das so ist können wir es gleich vergessen, in einem öffentlichen Forum überhaupt irgendetwas zu schreiben.

Foren leben von persönlichem Meinungsaustausch.
Wenn Du immer nur rein objektive sachliche und nichtssagende Meinungen suchst, dann bist Du hier eher falsch.

Es ist doch immer so daß man zunächst nur die Sicht der jeweiligen Thread-Ersteller sehen und darauf eingeht.

Bist Du etwa selber Dozent und fühlst Dich durch meine Äußerung auf Den Schlips getreten? Dein Problem :tongue:
Ich habe eher den Eindruck daß Du sogar etwas gegen mich hast, aber das solltest Du doch auch rein objektiv hier raushalten können.

Doch durch Deine weiteren Ausführungen unterstellst Du Jeanne unterschwellig daß sie tatsächlich betrogen hat, da bist Du auch nicht viel besser, sorry :schuettel:

Wahrscheinlich war das was sie abgegeben hatte zu nah an seiner eigenen Interpretation, und das hat ihn gewurmt, bei der Ansicht bleibe ich auch.

Er hätte sich doch vielmehr freuen können daß jemand mal seine Arbeiten aufgreift, und doch hat er ganz anders reagiert als sie dachte... traurig.
 

Benutzer86689  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Also, ich hab mit ihm noch mal darüber geredet. Und es kam mal wieder ganz anders als erwartet. Ich bin tatsächlich ein wenig überrascht von dem Ausgang des Gesprächs. Von Enttäuschung seinerseits keine Spur mehr, vielleicht hatte er selbst schon gemerkt, dass er da etwas überreagiert hatte. Ich hab dann trotzdem noch mal die Gelegenheit genutzt und ihm erklärt was mich so wütend gemacht hat. Das hat er sich auch ganz betroffen angehört und dann war's auch gut.

Was vor allem damit zusammenhing, dass er mir vorher soetwas in der Art gesagt hatte:
Ich arbeite ja selbst an einer Uni und ich muss sagen, so einer Studentin würde ich wohl sofort anbieten, dass ich ihre Abschlussarbeit betreue :grin:
Mehr noch, er hat mich gebeten, an der Uni zu bleiben, um mich im Auge behalten zu können, er wolle mich nur ungern gehen lassen. Ich hatte nämlich überlegt, nach diesem Semester in eine andere Stadt wechseln, zugegebener Maßen an eine Massenuni. Aber er hat mich nun wie gesagt sehr eindringlich gebeten, mir den Wechsel doch zu überlegen und mir noch mal vorgeschlagen, dass ich doch bitte meine Abschlussarbeit bei ihm schreiben solle (obwohl das ja noch ein Jahr hin ist).

Was ich nun wohl auch tun werde. Ich glaube, es wäre einfach dumm, ein solches Angebot auszuschlagen, bzw. ein solch enges Vertrauensverhältnis einfach auslaufen zu lassen. Auch wenn mir diese Abhängigkeit, in die ich mich damit ja auch irgendwie begebe, nicht so 100%ig gefällt, ist dieses Verhältnis wohl im Vergleich zu wertvoll. Gerade weil ich ja auch eine akademische Laufbahn für mich absolut nicht ausschließen will.

Also noch mal vielen Dank für eure Beiträge, sie haben mich aber doch ein wenig vorsichtiger werden lassen im Umgang mit eitlen Professoren. :grin:
 

Benutzer98976 

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Also, ich hab mit ihm noch mal darüber geredet. Und es kam mal wieder ganz anders als erwartet. Ich bin tatsächlich ein wenig überrascht von dem Ausgang des Gesprächs. Von Enttäuschung seinerseits keine Spur mehr, vielleicht hatte er selbst schon gemerkt, dass er da etwas überreagiert hatte. Ich hab dann trotzdem noch mal die Gelegenheit genutzt und ihm erklärt was mich so wütend gemacht hat. Das hat er sich auch ganz betroffen angehört und dann war's auch gut.

Das klingt doch super. Wie zwei Erwachsene, die ein Problem erwachsen miteinander klären. Jeder kann mal überreagieren, und ich finde es gut, dass ihr nochmal darüber gesprochen habt.
Sehr positiv sehe ich auch, dass er Dir angeboten hat, Deine Abschlussarbeit bei ihm zu schreiben. Besser konnte es doch jetzt nicht laufen - ihr habt eine neue Ehrlichkeit gefunden, und Du hast eine Vertrauensperson für Deine Studiums-Belange :smile:

Kannst ja in einem Jahr berichten, mit welcher Note Du abgeschlossen hast :zwinker:
 

Benutzer4590 

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Mehr noch, er hat mich gebeten, an der Uni zu bleiben, um mich im Auge behalten zu können, er wolle mich nur ungern gehen lassen. Ich hatte nämlich überlegt, nach diesem Semester in eine andere Stadt wechseln, zugegebener Maßen an eine Massenuni. Aber er hat mich nun wie gesagt sehr eindringlich gebeten, mir den Wechsel doch zu überlegen und mir noch mal vorgeschlagen, dass ich doch bitte meine Abschlussarbeit bei ihm schreiben solle (obwohl das ja noch ein Jahr hin ist).

Aus welchem Grund wolltest du denn die Uni wechseln? Hat sich dieser Grund jetzt erledigt, weil dein Prof dich gebeten hat, zu bleiben?

Ich will sein Angebot nicht schlecht machen, sicher ist es gut, wenn du einen Professor hast, der von deiner Arbeit überzeugt ist und dich fördern möchte - aber andererseits hattest du ja vermutlich deine Gründe dafür, dich für einen Uniwechsel zu entscheiden. Je nachdem, was das für Gründe waren, würde ich persönlich nicht gleich all meine Pläne über Bord schmeißen, nur weil der Professor mich 'ungern gehen lassen' will.
 

Benutzer86689  (34)

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Das klingt doch super. Wie zwei Erwachsene, die ein Problem erwachsen miteinander klären. Jeder kann mal überreagieren, und ich finde es gut, dass ihr nochmal darüber gesprochen habt.
Ja, die Sache ist nun ausgeräumt, bzw. belastet sie unser Verhältnis nicht mehr (denke ich).

Aus welchem Grund wolltest du denn die Uni wechseln? Hat sich dieser Grund jetzt erledigt, weil dein Prof dich gebeten hat, zu bleiben?

Ich will sein Angebot nicht schlecht machen, sicher ist es gut, wenn du einen Professor hast, der von deiner Arbeit überzeugt ist und dich fördern möchte - aber andererseits hattest du ja vermutlich deine Gründe dafür, dich für einen Uniwechsel zu entscheiden. Je nachdem, was das für Gründe waren, würde ich persönlich nicht gleich all meine Pläne über Bord schmeißen, nur weil der Professor mich 'ungern gehen lassen' will.
Ja, deine Bedenken hatte ich auch, bzw. habe sie noch. Und es ist in gewisser Weise ein Dilemma, was ich nur schwer lösen kann. Mein Problem ist, dass ich gerade erst nach einem Jahr Abwesenheit zurück an die Uni gekommen bin und in dieser Zeit Praxiserfahrung gesammelt habe. Wollte ich beruflich in den Bereich zurück, in dem ich die letzten Monate gearbeitet habe, so wäre es sehr sinnvoll, nach diesem Semester zurück in die Stadt zu wechseln, in der ich gearbeitet habe.

Aber: Mir gefällt es gerade so gut an der Uni, dass ich mir auch mehr als gut vorstellen könnte, dort zu bleiben. Und das hängt nun mal in bedeutendem Maße mit diesem Prof zusammen, wegen ihm bin ich überhaupt wieder zurückgekommen. Wenn ich mir eine weitere Unikarriere vorstellen könnte, dann nur bei und mit ihm. Nun, dass er offensichtlich ein ähnlich gelagertes Interesse hat, das hatte ich früher bereits geahnt und jetzt beginnt es langsam konkret zu werden.

Aber gleichzeitig habe ich auch ein wenig Angst vor der Abhängigkeit, in die ich mich damit begeben würde. Dass es immer zu Konflikten kommen kann, habe ich ja jetzt gerade (im kleinen Rahmen) feststellen können und ich fühle mich schon ein wenig verunsichert. Es setzt mich auch irgendwie unter Druck, dass er von mir verlangt, bei ihm am Institut zu bleiben. Aber wie gesagt, wenn ich mich für meine Zukunft an der Uni entscheiden sollte (und so sieht es gerade aus), dann ist das auch gleichzeitig eine Entscheidung für ihn.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Findest du den prof. auch als mann anziehend oder hast du nur achtung vor seiner kompetenz?
 
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