Probleme/ Sorgen besprechen

Benutzer96776 

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Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal euren Rat.

Und zwar bin ich ein Mensch, der eigentlich grundsätzlich gerne die Meinung anderer anhört/ annimmt, um so auch andere Sichtweisen zu erhalten und weil es manchmal auch einfach gut tut, sich richtig aussprechen zu können, wenn man z.B. mal nicht weiter weiß und sich im Kreis dreht.

Jedoch will ich andererseits weder meinen Freunden ständig mit meinen Sorgen auf den Wecker gehen, noch mein Herz auf der Zunge tragen und jedem, der mir näher steht, einfach alles anvertrauen und mein Innerstes nach Außen kehren.
Dazu gehört dann ja doch eine Portion Vertrauen und dies wurde schon öfters missbraucht.

Tja und alles runterschlucken und mit sich selbst auszumachen ist eben auch keine gute Alternative.

Jetzt meine Frage: Was kann man da tun, um den nötigen Beistand zu kriegen, ohne das man
sich der relativ großen Gefahr aussetzt, dass das Vertrauen missbraucht wird? Ich finde es einfach nicht gut, wenn jemand meine halbe Lebensgeschichte kennt und ich nicht sicher sein kann, dass diese Person vertrauenswürdig ist. Das kann man oft ja nur so schwer abschätzen. Insbesondere dann wenn das Gegenüber dazu neigt, nur wenig von sich preiszugeben.
Hinzu kommt, dass ich keine wirklich tollen langjährigen "best friends" habe, sondern eher oberflächliche Bekanntschaften.
Eine wirklich gute Freundschaft, die man über Jahre aufbaut und wo dann dieses Vertrauensverhältnis gegeben wäre, schüttelt man sich ja leider auch nicht auf die Schnelle aus dem Ärmel...

Wie handhabt ihr das denn?

lg
 
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L

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Gast
Ich kann dir da leider nicht helfen aber ich erzähl dir Wie ich es mache vill is es ja was für dich diese Vorgehensweise..
Jedesmal wenn ich Leute frisch kennen lerne erzähl ich ihnen jedesmal meine Probleme das sie dann gleich entscheiden können ob sie was mit mir zutun haben wollen oder nicht .. Ich weis jetzt nicht wie ich es weiter erzählen soll aber ich hoffe du weist was kommen könnte und was ich damit meine ..
[DOUBLEPOST=1420123246,1420123205][/DOUBLEPOST]Ok damit hab ich dir eigentlich nicht geholfen tut mir leid
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
So viele Optionen hast du da nicht. Mir fällt nur ein:

-) Lernen, selbst damit klar zu kommen/Einen anderen Umgang mit den Problemen aneignen.
-) Leute gut genug aussuchen, die dein Vertrauen auch wirklich verdient haben, und auch trotz schlechter Erfahrung Vertrauen in die Leute legen.
-) Nur abstrakt über die Problematik reden/nur Teile davon erzählen, nicht aber die ganze Lebensgeschichte. Das kann man auch gut mit Fremden.
-) In anonymen Foren um Rat fragen.

Sinnvoll ist es natürlich, wenn man einen Umgang lernt, der einen unabhängig davon macht, mit anderen Leuten seine Probleme besprechen zu MÜSSEN (dass man es ab und zu trotzdem tun möchte, ist eine andere Sache).
 

Benutzer137374  (49)

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Wie handhabt ihr das denn?
lg
Ungewoehnlich, dass das noch niemand geraten hat. Auch wenn es nicht meins waere, macht das heute ja fast jeder - eine Psychotherapie -. Da kannst Du alles erzaehlen. Wirst nett behandelt und kannst ganz sicher sein, dass das Wissen um Deine Person nicht missbraucht wird.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Meiner Erfahrung nach musste ich da immer einen Vertrauensvorschuss geben - sonst wird aus einer Bekanntschaft wohl nie eine Freundschaft, wenn man nur über das Wetter spricht. Ich bin aber auch noch nie enttäuscht worden in dieser Hinsicht, also ich scheine da ein ganz gutes Näschen für zu haben.

Irgendjemand muss in einer Bekanntschaft den ersten Schritt wagen und in u.U. intimere Gesprächsthemen hineinfühlen, sonst bleibt das Ganze oberflächlich. Wenn Beide permanent Angst haben vor Vertrauensmissbrauch, kommt da keine tiefe Freundschaft zustande - aus meiner Sicht.
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Ungewoehnlich, dass das noch niemand geraten hat. Auch wenn es nicht meins waere, macht das heute ja fast jeder - eine Psychotherapie -. Da kannst Du alles erzaehlen. Wirst nett behandelt und kannst ganz sicher sein, dass das Wissen um Deine Person nicht missbraucht wird.

Eine Psychotherapie ist aber nix, wo man ein- und ausspaziert, weil es gerade in Mode ist, sondern weil man Hilfe bei einem schwerwiegenden psychischen Problem braucht, das man alleine nicht mehr bewältigen kann und für das auch eine therapeutische Bewandtnis da sein muss. Da finde ich den Subtext doch etwas fragwürdig. Nicht umsonst sind die Praxen hoffnungslos überlastet und man hat da i.d.R. mit monatelangen Wartezeiten zu kämpfen.

Das Ziel einer Therapie ist es auch, einen gesünderen Umgang mit eigenen Problemen gelehrt zu bekommen. Mag sein, dass es das als positiven Nebeneffekt immer dazu gibt, aber ich glaube, auch das ist nicht unbedingt der ideale Ort, um sich Zuwendung, Akzeptanz und Verständnis zu suchen. Die Therapie bzw. der Therapeut selbst sind eher Werkzeuge, um diese Türen im eigenen Leben zu öffnen, können aber selbst keine loyalen Freunde sein oder ersetzen.

Ich stimme da also nepomuk nepomuk voll und ganz zu. Man kann sich da ja auch schrittweise vortasten und erst mal schauen, wie andere Leute damit umgehen, bevor man sich in mehr einweiht. Und letztlich entscheidet man auch immer selbst mit, wie verletzlich oder angreifbar man sich macht oder fühlt.
Was mir persönlich am Anfang auch sehr geholfen hat, war es, mir Leute mit den exakt gleichen Problemen zu suchen, also solche, die mich dann auch gar nicht dafür verurteilen können. Und ja, auch sich in der Anonymität des Internets austauschen zu können, ganz besonders mit Leuten an komplett anderen Enden Deutschlands, hat mir mit Sicherheit auch oft sehr viel weitergeholfen.
 

Benutzer129692 

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Meiner Erfahrung nach musste ich da immer einen Vertrauensvorschuss geben - sonst wird aus einer Bekanntschaft wohl nie eine Freundschaft, wenn man nur über das Wetter spricht.
Dem stimme ich voll zu. Wenn man allerdings schon mehrfach enttäuscht wurde, fällt einem das natürlich nicht mehr so leicht.

Was kann man da tun, um den nötigen Beistand zu kriegen, ohne das man sich der relativ großen Gefahr aussetzt, dass das Vertrauen missbraucht wird?
Ich weiß nicht, wie gut Dein Verhältnis zu Deiner Familie (Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Cousins, Cousinen) ist, aber vielleicht dort mit könntest Du mit jemandem über Deine Probleme reden.

Ansonsten ist natürlich auch diese Forum hier ein guter Ort, um sich mit anderen über Probleme auszutauschen - sei ein nun über einen Thread oder per PN.
 
S

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Gast
Off-Topic:
Ungewoehnlich, dass das noch niemand geraten hat. Auch wenn es nicht meins waere, macht das heute ja fast jeder - eine Psychotherapie -. Da kannst Du alles erzaehlen. Wirst nett behandelt und kannst ganz sicher sein, dass das Wissen um Deine Person nicht missbraucht wird.

Was Du aber auch aus eigener Tasche bezahlen darfst, wenn Du nicht die Kriterien einer psychischen Störung (mit "Krankheitswert") erfüllst. http://www.therapie.de/psyche/info/...loge-psychiater/was-bezahlt-die-krankenkasse/
 
G

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Gast
Wenn ich denke, dass ich wirklich jemanden zum zuhören brauche, dann vertraue ich mich auch jemandem an. Ich bin auch einer, der lieber niemanden nerven will, wenn ich ein Problem habe, aber meine altruistische Seite hat auch ihre Grenzen :zwinker:

Oft kommt es vor, dass viele Sorgen nur im Kopf sind. Ich hatte mal eine schlechte Woche und war von meinen neuen Freunden an der Uni etwas enttäuscht ( ist nicht das passendste Wort, aber es soll jetzt nicht um mich gehen :zwinker: ). Wenn ich alleine war, hab ich mir ganz viele Szenarien im Kopf ausgedacht, dass ich total einsam bin und niemand mich jemals gern haben wird und sowas. Dann gab´s einen schönen Tag an der Uni mit den anderen und ich war wieder gut drauf :smile:

Was folgt aus dieser Story ? Oft zieht man sich nur selbst runter, unterschätzt sich, ist leicht depressiv ( solche Phasen durchlebt jeder, denk ich ). Ich arbeite gegen diese Phasen an : Sport, Lernen, Hobbys, Freunde, Familie.

Kenn deine psychischen Grenzen und suche dir Dinge, die dich glücklich machen....und wenn du ein "ich bin sexy" auf deinen Spiegel malen musst :tongue:
 

Benutzer96776 

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-) Nur abstrakt über die Problematik reden/nur Teile davon erzählen, nicht aber die ganze Lebensgeschichte. Das kann man auch gut mit Fremden.

Sinnvoll ist es natürlich, wenn man einen Umgang lernt, der einen unabhängig davon macht, mit anderen Leuten seine Probleme besprechen zu MÜSSEN (dass man es ab und zu trotzdem tun möchte, ist eine andere Sache).

Erstmal danke @all für die Antworten.

Ich hab mir jetzt nur die Schlüsselsätze rausgesucht:

-Abstrakt über eine Problematik reden war eigentlich auch immer meine 1. Wahl, aber entweder die Person hat dann so lange nachgebohrt, bis es mir dann einfach zu weit ging und ich dann gleich schlau war wie vorher oder die Thematik ist von vorn herein so dermaßen komplex, dass es einfach einer ganzen Menge an Hintergrundwissen bedarf...

Die Sache, wie man selbst mit seinen Problemen umgehen kann, ist natürlich ein wichtiger Punkt. Ich glaube, da fehlt mir ein wenig Selbstvertrauen, jedenfalls hab ich mir dieses Können bisher noch nicht vollständig angeeignet.
[DOUBLEPOST=1420208389,1420208236][/DOUBLEPOST]
Irgendjemand muss in einer Bekanntschaft den ersten Schritt wagen und in u.U. intimere Gesprächsthemen hineinfühlen, sonst bleibt das Ganze oberflächlich. Wenn Beide permanent Angst haben vor Vertrauensmissbrauch, kommt da keine tiefe Freundschaft zustande - aus meiner Sicht.

Da sprichst du einen sehr, sehr wichtigen Punkt an und ich gebe dir auch vollkommen recht.

Nachdem aber eigentlich immer ich diejenige war, die sich geöffnet hat und das Gegenüber letzten Endes alles weitererzählt hat und von sich selbst dennoch nichts preisgab, bin ich da einfach vorsichtig und sehe es auch langsam nicht mehr ein, dass immer ich den 1. Schritt mache. Das ist das Problem...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Die Sache, wie man selbst mit seinen Problemen umgehen kann, ist natürlich ein wichtiger Punkt. Ich glaube, da fehlt mir ein wenig Selbstvertrauen, jedenfalls hab ich mir dieses Können bisher noch nicht vollständig angeeignet.

Was meinst du damit? Meinst du, dass du deiner eigenen Einschätzung nicht traust? Oder bist du sehr problemfixiert, dass du keine Sicht auf konstruktive Lösungsmöglichkeiten hast? Oder fällt es dir in erster Linie schwer, einfach mit Problemen emotional umzugehen, wenn du keinen hast, mit dem du sie besprechen kannst (-> suchst du emotionale Unterstützung)?
 

Benutzer138371  (41)

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Ich habe eine Freundin, der ich alles anvertrauen kann, und die auch da ist, und zuhört. Meistens gehe ich da echt nur im Worst Case hin. Bin immer so einer, der selber eine Lösung sucht, und sich selber den Weg sucht, der passt.

Aber es kommt halt auch immer auf das "Problem" drauf an...
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hallöchen!
Nachdem aber eigentlich immer ich diejenige war, die sich geöffnet hat und das Gegenüber letzten Endes alles weitererzählt hat und von sich selbst dennoch nichts preisgab, bin ich da einfach vorsichtig und sehe es auch langsam nicht mehr ein, dass immer ich den 1. Schritt mache. Das ist das Problem...
Es fällt mir etwas schwer, mir das vorzustellen, deswegen frage ich einfach mal :smile:
Du wirst ja vermutlich nicht bspw. jemand Fremdem oder Bekanntem, der sich neben dich setzt, von den Sexproblemen mit deinem letzten Freund erzählt haben, wovon die Person völlig überrumpelt war und was sie dann weitererzählt hat.
Was erzählst du also wem wie?

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, dir 2-3 Themen zu überlegen, die zwar persönlich sind und Interesse an tieferen Gesprächen signalisieren, aber auch nichts darstellen, was zum Weitererzählen besonders interessant wäre. Wenn dein Gegenüber einsteigt und auch Dinge von sich erzählt, kann das Gespräch immer tiefer gehen und irgendwann geht es dann natürlich auch um persönliche Probleme.
Fragst du denn auch mal etwas nach? Manchen Menschen fällt es gar nicht auf, dass sie immer nur erzählen und erzählen, und sobald man etwas einschiebt, (zB "das hatte ich auch" etc.), wird darauf gar nicht eingegangen.

Mich würde es generell auch eher wundern, wenn ein Bekannter, mit dem ich mich nicht wahnsinnig oft unterhalte, mir auf einmal sein Leid klagt. Da gäbe es unter Umständen noch die Möglichkeit, dass du das einleitest und kurz nachfragst, z.B. mit "Hey XY, wir kennen uns ja eigentlich (noch) nicht so gut, aber ich bräuchte mal einen Rat. Hast du kurz Zeit/Lust, zuzuhören?" Ist natürlich wieder Typ- und Sympathiesache, aber ich habe so eine Anfrage noch nie abgelehnt und fand es auch nicht merkwürdig, da vorher angekündigt. Ich hätte es zumindest merkwürdiger gefunden, wenn das Problem einfach so erzählt worden wäre.
 

Benutzer29278 

Meistens hier zu finden
Das ist wie in jeder Beziehung. Egal ob Partnerschaft oder Freundschaft. Sie funktioniert nur mit Vertrauen. Du wirst wohl das Risiko eingehen müssen, verletzt zu werden. Und Dein Vertrauen wird sicher auch das ein oder andere Mal wieder missbraucht werden. Wichtig ist es dann, dass Du Dir in solchen Situationen klar machst, dass es eben auch andere Erlebnisse gibt. Du auch schon andere Erfahrungen machen durftest.
Tut mir leid, dass ich Dir nichts anderes Schreiben kann. Aber immer wo es eine Chance im Leben gibt, besteht auf der anderen Seite auch das Risiko...
 

Benutzer41990  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Wollte dir privat schreiben, aber dein Posteingang ist voll :tongue:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vor einigen Jahren hätte meine Antwort wohl noch folgendermaßen ausgesehen:
"Zum Glück habe ich einige sehr gute Freunde, denen ich tatsächlich vertrauen kann und mit denen ich teilweise wirklich über alles reden kann."

Inzwischen sieht die Sache aber leider auch etwas anders aus:
Bei einem Freund aus der Schulzeit habe ich einfach keine Lust mehr darauf, dass ich mich immer melden muss, weshalb der Kontakt eingeschlafen ist.
Bei einem anderen guten Freund (mit dem ich seit frühester Kindheit befreundet bin) hat sich die Freundschaft leider ein Stück weit auseinander entwickelt, weil er sich lange auf seine Beziehungen konzentriert hat und keine Zeit und Lust hatte, sich auch mal um unsere Freundschaft zu kümmern, so dass unser Kontakt deutlich seltener und oberflächlicher geworden ist (obwohl seine Freundin gerade im Ausland ist).
Von einer Freundin, mit der ich früher wirklich über alles reden konnte, höre ich seit ihrer Hochzeit kaum noch etwas, wobei wir immerhin wieder sporadisch miteinander schreiben. Aber das ist irgendwie auch nicht mehr so vertraut, wie früher...
Und die letzte verbliebene Freundin, zu der ich trotz eher sporadischem Kontakt ein sehr vertrautes Verhältnis pflege, ist vor kurzem Mutter geworden, so dass ich sie aktuell sicherlich nicht mit meinen Sorgen und Problemen belasten will und ihr damit Zeit für ihr frisch geschlüpftes Kind stehlen will. Für ihren Mann, der für mich inzwischen auch zu einem guten Freund geworden ist, gilt natürlich derzeit das Gleiche.

Über manche Probleme spreche ich auch mit ein paar guten Bekannten, Vereinskameraden, usw. und bin dabei durchaus auch dazu bereit, einen gewissen "Vertrauensvorschuss" zu geben. Aber über alles will ich da auch nicht reden...

Meiner Erfahrung nach musste ich da immer einen Vertrauensvorschuss geben - sonst wird aus einer Bekanntschaft wohl nie eine Freundschaft, wenn man nur über das Wetter spricht. Ich bin aber auch noch nie enttäuscht worden in dieser Hinsicht, also ich scheine da ein ganz gutes Näschen für zu haben.

Irgendjemand muss in einer Bekanntschaft den ersten Schritt wagen und in u.U. intimere Gesprächsthemen hineinfühlen, sonst bleibt das Ganze oberflächlich. Wenn Beide permanent Angst haben vor Vertrauensmissbrauch, kommt da keine tiefe Freundschaft zustande - aus meiner Sicht.
Bei meinen Freundschaften, die nicht schon während der Kindheit entstanden sind, lieft das irgendwie anders ab:
Da haben sich sehr schnell quasi von allein tiefgründige Gespräche entwickelt und es herrschte ziemlich schnell eine Atmosphäre zwischen uns, in der das Vertrauen einfach da war - ohne jemandem einen Vertrauensvorschuss geben zu müssen, der mit der Angst vor einer Enttäuschung einher geht.
(Ich erinnere mich da z.B. an Hohlstunden, die ich trotz anderer Pläne auf der Heizung im Schulhausflur sitzend mit ziemlich privaten und tiefgründigen Gesprächen mit einer Freundin verbracht habe... oder eine andere Freundin, mit der ich noch am Tag des Kennenlernens, oder spätestens am folgenden Tag ganz locker und vertraut über ziemlich private Dinge reden konnte.)
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Da haben sich sehr schnell quasi von allein tiefgründige Gespräche entwickelt und es herrschte ziemlich schnell eine Atmosphäre zwischen uns, in der das Vertrauen einfach da war - ohne jemandem einen Vertrauensvorschuss geben zu müssen, der mit der Angst vor einer Enttäuschung einher geht.

Wenn ich Angst verspüre, gebe ich keine vertrauenswürdigen Dinge preis - da höre ich sehr genau auf mein Bauchgefühl. Wenn meine innere Stimme sagt, jetzt ist der passende Ort, die passende Zeit mit dem passenden Menschen, dann gehe ich ihr nach und öffne mich. Aber ich kann mangels Erfahrung mit dieser Person nicht erahnen, wie sie damit umgehen wird - das meine ich mit "Vertrauensvorschuss". Aber ich bin in dieser Hinsicht auch noch nie enttäuscht worden von anderen Menschen, im Sinne dessen, dass irgendetwas gegen mich verwendet worden wäre oder so.
 
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