Probleme mit Grenzen in der F+

Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Ich hab momentan ein Problem mit meinem F+ und ich bin mir schlicht selbst nicht sicher, ob ich da zu "krass" reagiere, deshalb suche ich jetzt nach Meinungen im Außen - bei euch.

Off-Topic:
Sollte ich eigntl nicht extra erwähnen müssen; natürlich hat der Mensch sehr gute Eigenschaften und es gibt Gründe, warum ich ihn mag und überhaupt so viel Nähe mit ihm Teile wie eine F+ mit sich bringt. Trotzdem wird sich das Thema hier vorallem mit einer negativen Seite von ihm befassen und ein eher einseitiges Bild vermitteln...


Zusammengefasst;

Es gab meinerseits Kritik, er hat sich entschuldigt und Besserung versprochen.
Es hat sich ähnlich wiederholt, ich hab das kritisiert, er hat gesagt, dass er das einfach anders verstanden hat und nicht auf die Situation bezogen hat.
Er hat wieder Besserung versprochen.

Es hat sich in anderer Form wiederholt, er hat gedacht ich hätte es nicht mitbekommen und in meinen Augen dann die Verantwortung für die Situation von sich auf mich verschoben. Außerdem hat er sich selbst kurzzeitig in eine Opferposition gestellt.

Auch hier hat er wieder Besserung gelobt.. aber er mag die Konsequenz die ich daraus gezogen habe nicht.
Und ich fühle mich einfach nicht ernstgenommen.


Ich bin mir aber selbst einfach nicht mehr sicher, wie viel von meiner Reaktion einfach an den Erlebnissen (anderer Mann) der letzten Jahre liegt. Also ob ich da überreagiere und an gewissen Triggerpunkten arbeiten muss - oder ob das ganz real so "schlimm" ist, wie ich das für mich gerade wahrnehme.



Zur Hintergrundgeschichte geht's im Spoiler (ja ich hole aus, deshalb vorhergehend oben die Zusammenfassung)

Vorgeschichte:


Wenn er unter der Woche bei mir ist, muss er deutlich früher als ich aufstehen.
Er ist ein Snooze(Schlummertaste am Wecker)-Mensch und ich hab schon von der ersten Übernachtung an angesprochen, dass ich das in meiner Anwesenheit nicht mag.
Ich habe es aber in einem gewissen Rahmen akzeptiert, weil es ja nicht meine Intention ist, ihn zu ändern.

Bis er es einmal komplett übertrieben hat und 3 Stunden lang aller 10 mins auf Snooze gedrückt hat (und absichtlich zu spät zu seiner Schule gekommen ist, weil er ja sooooo viel lieber noch bei mir liegen wollte)
Ich hab ihm da auch direkt beim Aufstehen gesagt, dass er nicht stundenlang auf Snooze drücken und mich so über Stunden wach halten kann.

Er hat sich entschuldigt und ist dann zur Fortbildung aufgebrochen - ich dachte das wäre damit erledigt, weil ich es diesmal doch sehr deutlich gesagt habe.


Das nächste Mal als wir uns gesehen haben, war es ein Wochenende.
Ich musste trotzdem Sonntag mit Wecker raus.

Hier hat er dann sogar meinen! Wecker gesnoozed, sodass ich den auch erst beim dritten Mal vernommen habe.

Er wollte dann statt aufzustehen kuscheln und gerne auch mehr.
Ich hab da dann ziemlich nachdrücklich seine Hand weggeschubst - weil ich echt genervt war, dass der Hinweis beim letzten Mal so null bei ihm angekommen ist und ich es auch übergriffig fand, dass er meinen Wecker snoozed (den ich ja stelle, um ihn mitzubekommen) - und bin selbst aufgestanden und ins Bad.


Er kam hinterher und meinte dann, dass er in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl bekommt bei mir alles falsch zu machen und dass ich ihm gegenüber immer häufiger "nicht nett" reagiere und dass das bei mir immer so aus dem Nichts kommen würde.

Ich hab mich dann also nochmal zu ihm gesetzt und das Gespräch gesucht.


Ich hab ihm wirklich in aller Ruhe nochmal erklärt, dass wir jetzt schon sehr häufig die Momente hatten, in denen ich ihm einen neutralen/freundlichen Hinweis gegeben habe, dass mich das Snoozen stört und er den Hinweis dann zwar abnickt, aber beim nächsten Mal wieder genauso handelt und dass ich dann nicht "aus dem Nichts" genervt reagiere, sondern weil ich mich schon x-mal wiederholt habe.

Sowie, dass ich es jetzt alles andere als gut fand, dass er jetzt sogar noch einen Schritt weiter ging und meinen! Wecker snoozed.
Ich dadurch das Gefühl habe, dass meine genannte Grenze von ihm gar nicht ernst genommen wird und dies auch der eigentliche Kern des Problems ist.

Er meinte, dass er die Hinweise irgendwie nicht als solche wahrgenommen hat (sag ich ja! Warum dann die Verwunderung, dass irgendwann mehr Nachdruck kommt?) und er dachte, es hätte mich nur an dem speziellen Tag unter der Woche gestört und sei kein allgemeines Ding - aber er hat es jetzt verstanden und würde jetzt besser drauf achten. Ihn selbst würde das Snoozen ja nicht stören, deshalb hat er da nicht weiter drüber nachgedacht.

Beim nächsten Treffen (unter der Woche) hat er mir auch gleich erzählt, dass er eine neue Weckerapp hat und die Snoozefunktion komplett deaktiviert hat.

Es hat an dem Morgen danach auch wirklich gut geklappt und ich hab ihm dann als ich aufgestanden bin auch direkt per WhatsApp gedankt und gesagt, dass das so viel besser für mich war.



Soweit, so gut. Das als Vorgeschichte.

Ja, das ist erstmal kein dramatisches Thema und "man hat die Probleme". Aber im Hinblick auf die Gespräche über das Wachhalten vor der Arbeit und dass ich da eh schon um mehr Rücksicht gebeten habe, hat es mMn einen Zusammenhang mit dem folgenden:




Das nächste Treffen unter der Woche kam. Ich dachte es wäre alles chic.
Am Morgen hat er mich dann aber geweckt, indem er sich angekuschelt hat und mir ins Ohr gesagt (geflüstert war es nicht) hat, dass er gerade total scharf auf Sex ist und er hat sich entsprechend an mich gedrückt.

Ich hab das in dem dämmrigen Aufwachzustand schlicht ignoriert, weil "nö keine Lust" und ich bin morgens auch eher sprachfaul.
Er hat sich dann wieder auf seinen Rücken gedreht und dann eben selbst Hand angelegt - was ich per se nicht schlimm finde.. allerdings hat's mich halt wachgehalten 🙄

Als er letztlich aufgestanden ist und ich merklich wach war, meinte er noch, dass er am Wochenende Sex möchte. (Die Info ist okay und wertfrei, einfach weil wir in letzter Zeit den Fokus mehr auf Zocken und Unternehmungen hatten)

Ich hab ihm dann später nochmal geschrieben, dass ich es nicht gut finde, dass er das Thema mit dem wachhalten wieder nicht ernst genommen hat.

Dass ich morgens (insbesondere vor der Arbeit) keine Lust habe wegen Sex geweckt und dann durch sein wichsen wachgehalten zu werden.
Ich aber auch kein Problem damit habe, wenn es - wie am Abend davor - aus Müdigkeit bei ihm nicht mit dem Sex klappt und wir nur Kuscheln und schlafen.
Trotzdem will ich in der Konsequenz jetzt keine Treffen mehr unter der Woche.


Daraufhin hat er mich angerufen:

Er dachte in dem Moment, dass ich das wollte, deshalb habe er das überhaupt gesagt. Er selbst hätte zur Zeit ja gar keine Lust und wäre genauso nur mit kuscheln und Zeit verbringen zufrieden und dann können wir ja jetzt die Treffen unter der Woche eh darauf beschränken.

Ich hab dann direkt nachgefragt, wie ich ihm bitte im Schlaf signalisiert haben soll, dass ich gerade Sex wollte. Schließlich hat er mich ja mit der Intention geweckt.

Daraufhin hat er gesagt, er dachte ich sei wach. Er hat sich dabei aber auf das "er möchte am Wochenende Sex" bezogen, was er ja erst nach dem Aufstehen gesagt hat.


Ich hab dann die Aktion mit dem ins Ohr "flüstern" genannt und dass er danach selbst Hand angelegt hat. (Was schon in meiner Nachricht unmissverständlich stand)

Er meinte dann; achso, ja das hat er vorher ja tatsächlich gemacht.

Ich habe ihn dann damit konfrontiert, dass seine Aussage (er habe selbst gar keine Lust) damit aber hinfällig ist und er da gerade schön die Verantwortung auf mich schieben wollte, weil er sich dachte, ich hätte das nicht mitbekommen.


Er hat dann den Fokus verschoben, ist in diesen selbstmitleidigen Tonfall verfallen (nach dem Motto "ich mach einfach alles falsch")

Das habe ich dann recht hart mit "nein, jetzt bitte kein Selbstmitleid" abgewehrt.. (da ich in dem Moment getriggert war, Idiot lässt grüßen)

Er erzählte dann, dass ihn die Nachricht von mir gerade so hart getroffen hat, weil er auch ein paar Minuten vor der Nachricht Stress mit seinem besten Kumpel hatte und das alles ihn ja gerade total herunterzieht.


Ich hab mir kurz angehört, was mit seinem besten Kumpel passiert ist, habe ihn dann aber zurück zum Thema geholt indem ich gesagt habe, dass ich zwar verstehe, dass ihn das gerade runterzieht, es aber absolut gar nix mit der Situation zwischen ihm und mir am morgen zu tun hat.

Da hat er dann auch nochmal eingelenkt und wieder gesagt, dass er sich da bessern wird und besser drauf achten wird etc..



Genau da ist seitdem für mich das Hauptproblem.
Neben dem Gefühl, dass meine Grenzen überhaupt nicht wahr- oder ernstgenommen werden und einfach mit einem "upsi, hab ich anders verstanden, ich achte jetzt besser darauf" abgewiegelt werden, macht er auch noch dasselbe wie der Idiot;

"ich habe das ja nur gemacht, weil ich dachte, dass du das wolltest" - obwohl es ganz offensichtlich sein eigenes Bedürfnis war und er verdreht den Ablauf, weil er denkt, ich hätte das sicher nicht mitbekommen.
Außerdem dieses verschieben vom Fokus auf das selbstmitleidige "alle sind gerade so böse zu mir, ich armes tuktuk"


.. zumindest fühle ich mich jetzt wieder so behandelt.. auf der anderen Seite ist mein F+ eigntl echt ein rücksichtsvoller Mann, der sehr viele, sehr gute Eigenschaften hat.

Aber eben Beziehungsunerfahren ist.
Vllt gehe ich also auch zu hart mit ihm ins Gericht, wenn ich von ihm erwarte, dass er da so weitsichtig ist.

Ihm scheint es auch ein Mysterium zu sein, dass - nur weil wir ab und zu Morgensex haben - ich nicht automatisch dafür geweckt werden möchte.

Ich verbringe ja nach wie vor gerne Zeit mit ihm..
Aber abgesehen von längeren Umarmungen und "kuscheln beim Fernsehen" merke ich schon einen Rückgang meines Wunsches nach Intimität mit ihm.

Und das Gefühl, dass "alles reden nix hilft".

Nun bin ich wieder an dem Punkt mich zu fragen, ob ich ihm Unrecht tue.
Ich weiß ja selbst, dass ich meine Grenzen ihm ggü viel deutlicher versuche durchzusetzen, als in meinen bisherigen Beziehungen - schlicht weil dieses "ihm gefallen wollen" weg fällt.
Außerdem merke ich ja, dass ich sehr viel kleinlicher darauf achte. (Stichwort: sensibilisiert)
 
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S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Ich sehe da mehrere Ebenen:
Grundsätzliche Gewohnheiten wie eben Aufstehen die doch sehr unterschiedlich sind. Da gibt es auf Dauer nur zwei Möglichkeiten, der eine nimmt auf den anderen Rücksicht oder es geht nicht dann ist es nicht kompatibel.
Das andere Thema mit dem "Morgensex" würde ich als Kommunikations- und Abstimmungsthema sehen. sowas kommt auch mal vor. Problematisch ist es wenn es eine Vorgeschichte gibt und es eben keine Einzelsituation ist die es zu klären gibt.
Du sagst ja selbst, es gibt keinen Himmel voller Geigen sondern auch Alltag, das kann ja auch was stabiles haben.
Ich frage mich halt, Du kommst als die toughere rüber, kommt er damit klar und ist das auch für Dich ok so zu sein oder wärst Du eigentlich lieber weicher und würdest Dir weniger Kampf wünschen und mehr Profil und Initative bei ihm?
 
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #3
Also die 3-Stunden-Aktion hätte er bei mir nicht überlebt, quasi.

Und ansonsten: Unangenehm, anstrengend - muss man sich nicht antun.

Bleib mal beim Treffen gibts nur am Wochenende. Und dann siehst du ja, wie es sich in dir entwickelt:

Ich verbringe ja nach wie vor gerne Zeit mit ihm..
Aber abgesehen von längeren Umarmungen und "kuscheln beim Fernsehen" merke ich schon einen Rückgang meines Wunsches nach Intimität mit ihm.

Es ist halt leider so: Die beste Suppe schmeckt versalzen nicht. Manchmal merkt mans nicht direkt - aber dann beim längeren Essen doch.

Egal ob ers bewusst oder unbewusst macht - du willst ja keine Liebesbeziehung, also wirst du dich da in die Lösung seiner Verhaltensproblematik nicht hineininvestieren.

Mein Credo für die Anfangszeiten von Mann-Frau-Geschichten und jedenfalls für Nichtliebesbeziehungen lautet:
"Entweder es geht einfach - oder es geht einfach nicht!"
 
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Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #4
Da gibt es auf Dauer nur zwei Möglichkeiten, der eine nimmt auf den anderen Rücksicht oder es geht nicht dann ist es nicht kompatibel.
Wenn man Snooze für sich selbst drückt, ist das ja auch immer nochmal was anderes, als wenn man das in der Anwesenheit einer Person macht, die eigntl länger schlafen kann. Letzteres habe ich (bei vergangenen Partnern) nie gemacht und da wünsche ich mir dann eben auch umgekehrt Rücksicht aus seiner eigenen Initiative in dieser Situation.

Das Thema Snooze an sich hat er wohl aber verstanden..

Das zugrunde liegende generelle Bedürfnis - nicht einfach unnötig aus meinem schlaf gerissen und dessen beraubt zu werden - allerdings nicht.



Problematisch ist es wenn es eine Vorgeschichte gibt und es eben keine Einzelsituation ist die es zu klären gibt
Naja die F+ geht ja erst seit 3 Monaten oder so.

Mit ihm gibt's da per se keine große Vorgeschichte.
Nur, dass wir uns eigntl darauf geeinigt hatten, dass wir jetzt mal langsam den Alltag wieder wuppen müssen und die alltäglichen Verpflichtungen nicht hinter dem Sex anstellen können.

Da gab's vor über einem Monat ein Gespräch und eigntl waren wir uns da einig.

Du sagst ja selbst, es gibt keinen Himmel voller Geigen sondern auch Alltag, das kann ja auch was stabiles haben.
Den Himmel voller Geigen gibt's ja bei einer F+ eh nicht :grin:


Ich frage mich halt, Du kommst als die toughere rüber, kommt er damit klar und ist das auch für Dich ok so zu sein oder wärst Du eigentlich lieber weicher und würdest Dir weniger Kampf wünschen und mehr Profil und Initative bei ihm?
Gute Frage.

Er scheint ja nicht immer damit klar zu kommen, weil er sich ja oft in der Position "alles falsch zu machen" wähnt.

Und ich will prinzipiell keinen Kampf, hab aber Verständnis, dass man mir meine Bedürfnisse/Grenzen nicht an der Nasenspitze ansehen kann.

Ich hätte halt gerne, dass einmal freundlich drauf hinweisen reicht.. aber er sagt ja selbst, dass er die Hinweise gar nicht als Grenzen wahrgenommen hat.
Für ihn bin ich halt aus dem nixchts "genervt", dabei ist das tatsächlich ein Prozess.

Das Snooze Thema steht stellvertretend und ist nicht das einzige Thema, wo ich nach mehrmaliger Wiederholung dann auch deutlich genervt reagieren kann.


Als er gesagt hat, dass ich ihm damit ja auch ein schlechtes Gefühl gebe hab ich ihm aber auch schon gesagt, dass wir immer die Option haben das ganze wieder zurückzufahren, weil es nicht Sinn der Sache ist, sich da gegenseitig ein schlechtes Gefühl zu geben und das ja auch nicht meine Intention ist - will er aber auch nicht 🤷🏼‍♀️



Also die 3-Stunden-Aktion hätte er bei mir nicht überlebt, quasi.
Verstehe ich seeeehr gut :grin:


Bleib mal beim Treffen gibts nur am Wochenende. Und dann siehst du ja, wie es sich in dir entwickelt:
Mhh, ja.. ich bin momentan sogar am überlegen ihm zu sagen, dass ich morgen den Samstag Mal für mich will und nach unserer Unternehmung heute Abend einfach alleine nach Hause fahre.

Ich find's selbst doof, dass so eine "Kleinigkeit" so ins Gewicht fällt..

"Entweder es geht einfach - oder es geht einfach nicht!"
Vermutlich eine gesunde Herangehensweise.

Nur, dass "einfach" irgendwie nicht existent zu sein scheint..
 
Maifeld
Benutzer155728  Beiträge füllen Bücher
  • #6
Nur, dass "einfach" irgendwie nicht existent zu sein scheint..
Doch schon. Aber das braucht ein zueinanderpassendes Mindset. Das merkt man eigentlich recht schnell. Dann muss man nur gegebenenfalls das einzig Richtige tun. Alles andere nutzt meiner Erfahrung nach leider nix.
 
N
Benutzer206632  (45) Öfter im Forum
  • #7
Schlafentzug ist Folter und ich wäre auf 180 gewesen.
Ich habe das Thema auch mal gehabt und ich habe meine Grenzen viel zu wenig verteidigt, das würde ich so nicht mehr machen und auch keinem empfehlen. Entweder er hält sich dran oder er kann heimfahren bzw. in einem anderen Raum schlafen. Ich finde sowas absolut respektlos.
Gut es gibt Menschen, die mit wenig und schlechtem Schlaf auskommen, ich nicht. Bei mir ist dann der ganze Tag im Arsch, nur weil jemand unbedingt seinen Willen durchsetzen muss. Nein!
Ich finde das beschriebene Verhalten absolut unverschämt.
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #8
Das Snooze Thema steht stellvertretend und ist nicht das einzige Thema, wo ich nach mehrmaliger Wiederholung dann auch deutlich genervt reagieren kann
Das meinte ich mit Vorgeschichte, es ist kein Einzelfall sondern es kommt halt immer wieder mal was.
Ich habe das Gefühl von Du agierst und er reagiert, Du setzt Grenzen oder meldest Bedürfnisse und er schaut halt wie er sich anpasst oder durchwurschtelt. Gibt es auch mal Situationen bei Euch in denen diese Rollen umgekehrt sind?
Wenn es noch nicht so lange geht seid Ihr ja durchaus noch in Abstimmungen und Optimierungen, da braucht es eine gewisse Resilienz um eben auch mal Diskussionen auszuhalten. Daneben könnte er sich auch deutlicher zeigen, selbst wenn es Zoff gäbe, dann klärt Ihr es und dann gibt es eben Versöhnungssex:smile:
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #9
Ich habe ja selbst keinerlei Beziehungserfahrung. Aber ich finde nicht, dass die fehlende Beziehungserfahrung eine plausible Begründung oder gar Entschuldigung für so ein Verhalten ist.

Schon diese Snooze-Geschichte finde ich hochgradig absurd.
Ich bin ja selbst kein Typ, der beim ersten Weckerklingeln sofort aus dem Bett springt, sondern brauche ein Paar Minuten, um in die Gänge zu kommen. Dazu wird schon 1-2 mal auf Snooze gedrückt und dann erst gemütlich aus dem Bett gekrabbelt. Und das würde ich mir auch ungern nehmen lassen, weil ich zumindest eine Snooze-Runde brauche, um richtig wach zu werden. Sonst torkle ich im Halbschlaf durch die Wohnung und fühle mich auch eine Stunde später noch nicht richtig wach.
Aber 3 Stunden? Das hört sich schon seltsam an. Und ich kann sehr gut verstehen, dass du davon genervt bist.
Und dann drückt er auch noch bei deinem Wecker so schnell auf Snooze, dass du davon nicht aufwachst? Du hast den Wecker doch nicht ohne Grund gestellt. Um schon vor diesem druck auf die Snooze-Taste zu wissen, dass das eine Schnapsidee ist, braucht man doch keine Beziehungserfahrung, sondern einfach nur einen ganz kleinen Funken Respekt und Menschenverstand.

Und auch ohne jegliche Erfahrung in Sachen Sex und Beziehung ist keine geistige Höchstleistung erforderlich, um zu verstehen, dass manchmal Morgensex nicht bedeutet, dass die Partnerin, F+ oder was auch immer total begesitert über einen herfällt, wenn man sie mit diesem Wunsch weckt.

Was du als "weitsichtig" bezeichnest, erscheint mir eher wie die Fähigkeit, minimal weiter, als nur von 12 Uhr bis Mittag zu denken. Und ich glaube beim besten Willen nicht, dass das zu viel verlangt ist.

Dass man aus fehlender Erfahrung heraus mal irgendwas ungeschicktes oder unbedachtes sagt oder macht, kann ja schon sein. Und es ist natürlich schön, wenn die Partnerin, F+ oder was auch immer einen dann nicht sofort in den Wind schießt.
Aber auch ohne Erfahrung hat man(n) doch nicht nur ein Vakuum zwischen den Ohren und ist dazu in der Lage, sein Hirn einzuschalten.
Und gerade wenn man irgendwas blödes gemacht hat, ist es doch um so wichtiger, dann auch zuzuhören und zu verstehen, was der Fehler war, um diesen nicht zu wiederholen, statt in so einen Modus zwischen Unverständnis und Selbstmitleid zu verfallen.

Und gerade wenn man(n) noch so wenig Erfahrung hat und deshalb nicht alles weiß und vielleicht nicht die feinsten Antennen für so was hat, sollte man doch sehr froh über klare und deutliche Ansagen sein, die man versteht und aus denen man lernen kann.
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #10
Ich habe das Gefühl von Du agierst und er reagiert, Du setzt Grenzen oder meldest Bedürfnisse und er schaut halt wie er sich anpasst oder durchwurschtelt.
Ja

Gibt es auch mal Situationen bei Euch in denen diese Rollen umgekehrt sind?
Nein, laut ihm hat er "nicht eine einzige Sache an mir auszusetzen"

Dass er gesagt hat, dass er in letzter Zeit das Gefühl hat bei mir nur noch anzuecken/alles falsch zu machen, war das höchste der Gefühle, was Kritik an mir/meinem Verhalten angeht.

Doch schon. Aber das braucht ein zueinanderpassendes Mindset. Das merkt man eigentlich recht schnell. Dann muss man nur gegebenenfalls das einzig Richtige tun. Alles andere nutzt meiner Erfahrung nach leider nix.
Für mich ist es schwierig abzuwägen. Ich denke 100% ubereinstimmung wäre auch utopisch.

Am Ende ist er ja auch gewillt, da Rücksicht zu nehmen und macht dann ja auch was. Es ist eher der Weg dahin, der mich stört.. bzw auch dieses "das eine ist also nicht gewollt, dann versuche ich's von da drüben"

Es ist auch fast schon klischeebedienend, dass die Frau erst ernsthaft meckern muss, damit es überhaupt wahrgenommen wird.



Das kostet halt auch Energie und eigentlich habe ich das letzte Jahr damit verbracht unnötige Energiefresser aus meinem Leben zu verbannen 😬
 
Maifeld
Benutzer155728  Beiträge füllen Bücher
  • #11
Ich spiegel mal, was ich daraus lese (absichtlich etwas schärfer): Du relativierst Verhalten, das dich Energie und Nerven kostet.
MEINE Erwartung an eine F+ wären damit schon nicht erfüllt. Ich will doch in dieser Art von Beziehung genau die "nicht zugeschraubte Zahnpastatube" draußen haben und nur das Schöne mitnehmen.
Vielleicht habt ihr auch zuviel gemeinsame Zeit gehabt in letzter Zeit, zuviel "Alltag"?
 
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krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #12
Puh also diese Snooze-Geschichte hat mich bei meinem Ex schon extrem genervt. Der hat das auch ewig lange praktiziert und mich damit in den Wahnsinn getrieben.

Bei einer F+ ohne Verpflichtungen und mit allen Freiheiten würde ich mir das niemals antun und mich auch nicht für Sex wecken lassen.
Da will ich Unkompliziertheit und Spaß, nichts anderes.

Das sind einfach zu viele Grenzüberschreitungen. Das musst du dir nicht antun.
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #13
Ich habe ja selbst keinerlei Beziehungserfahrung. Aber ich finde nicht, dass die fehlende Beziehungserfahrung eine plausible Begründung oder gar Entschuldigung für so ein Verhalten ist.
Danke für den Beitrag aus der Perspektive.


Ich bin ja selbst kein Typ, der beim ersten Weckerklingeln sofort aus dem Bett springt, sondern brauche ein Paar Minuten, um in die Gänge zu kommen. Dazu wird schon 1-2 mal auf Snooze gedrückt und dann erst gemütlich aus dem Bett gekrabbelt. Und das würde ich mir auch ungern nehmen lassen,
Da habe ich auch Verständnis für, auch wenn ich ihm schon von Anfang an gesagt habe, dass mich das stört, waren 1-2x für mich aushaltbar.

Das fällt für mich unter gegenseitige Rücksichtnahme, ihm da kein anderes verhalten überzustülpen.. auch wenn ich es in einer Partnerschaft schon besser finde, wenn der Partner aufsteht ohne dass ich es merke 😅 (da wurde ich wohl immer verwöhnt)

Nun ist das hier aber keine Partnerschaft und es kommt nicht zu dem täglichen Rhythmus.


Und dann drückt er auch noch bei deinem Wecker so schnell auf Snooze, dass du davon nicht aufwachst?
Als ich das angesprochen habe, meinte er das wäre ein Automatismus gewesen.
Das hab ich dann allerdings auch nicht gelten lassen.

Wie gesagt, das Ergebnis war ja, dass er jetzt auf Snooze verzichtet. (Wäre ja in dem Ausmaß nicht nötig gewesen, solange er Rücksicht auf mich nimmt)


Was du als "weitsichtig" bezeichnest, erscheint mir eher wie die Fähigkeit, minimal weiter, als nur von 12 Uhr bis Mittag zu denken. Und ich glaube beim besten Willen nicht, dass das zu viel verlangt ist.
Mhh, danke

Ich muss das selbst mal überdenken.

Meine Erfahrung (also mit meinem Ex und der F+ jetzt) ist eben, dass Männer ohne Beziehungserfahrung da sehr selbstzentriert denken und den Gegenüber nicht immer mitbedenken. Ohne böse Absicht, möchte ich meinen..

Ich spiegel mal, was ich daraus lese (absichtlich etwas schärfer): Du relativierst Verhalten, das dich Energie und Nerven kostet.
MEINE Erwartung an eine F+ wären damit schon nicht erfüllt. Ich will doch in dieser Art von Beziehung genau die "nicht zugeschraubte Zahnpastatube" draußen haben und nur das Schöne mitnehmen.
Vielleicht habt ihr auch zuviel gemeinsame Zeit gehabt in letzter Zeit, zuviel "Alltag"?
Im relativieren von Verhalten des Gegenübers bin ich generell Recht gut, ja.
"Im Zweifel für den Angeklagten" - ich weiß aber, dass mich das schonmal in eine ungünstige Situation gebracht hat. Ich kann nur selbst schlecht abschätzen, wann der Punkt erreicht ist.

Bei einer F+ ohne Verpflichtungen und mit allen Freiheiten würde ich mir das niemals antun und mich auch nicht für Sex wecken lassen.
Da will ich Unkompliziertheit und Spaß, nichts anderes.

Das sind einfach zu viele Grenzüberschreitungen. Das musst du dir nicht antun.

Mhh ich fürchte, ich reagiere nicht wirklich wegen dem "+" so "sanft", sondern wegen der Freundschaft.

Es ist ja nicht nur "unkomplizierter Spaß" in dem Sinne. Versteht man was ich meine?

Wenn ich drüber nachdenke, würde ich meinem besten Freund (ganz ohne sexuellen Bezug) diese Snooze Geschichte wohl auch so lange durchgehen lassen
 
krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #14
Mhh ich fürchte, ich reagiere nicht wirklich wegen dem "+" so "sanft", sondern wegen der Freundschaft.

Es ist ja nicht nur "unkomplizierter Spaß" in dem Sinne. Versteht man was ich meine?

Wenn ich drüber nachdenke, würde ich meinem besten Freund (ganz ohne sexuellen Bezug) diese Snooze Geschichte wohl auch so lange durchgehen lassen
Aber bei deinem besten Freund würde diese Snooze Geschichte doch gar nicht weiter auffallen oder? Weil ihr vermutlich getrennt schlaft. Also relevant ist das ja eigentlich nur durch das Plus.
Also wenn du das weglassen kannst und willst und dein F+ ebenfalls, dann könnt ihr ja zu einer normalen Freundschaft wechseln und eben getrennt schlafen. Dann kann jeder aufstehen wann und wie er möchte und ihr seid einfach Freunde.
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #15
Aber bei deinem besten Freund würde diese Snooze Geschichte doch gar nicht weiter auffallen oder? Weil ihr vermutlich getrennt schlaft. Also relevant ist das ja eigentlich nur durch das Plus.
Richtig :grin:
Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass das "Dulden" bei mir, nicht durch den Sex kommt. Sondern ich allgemein, recht lange sowas laufen lassen würde.


Also wenn du das weglassen kannst und willst und dein F+ ebenfalls, dann könnt ihr ja zu einer normalen Freundschaft wechseln und eben getrennt schlafen. Dann kann jeder aufstehen wann und wie er möchte und ihr seid einfach Freunde.
Naja, können schon - ich hänge da nicht irgendwie emotional dran.

Es wieder sein zu lassen ist aber eigentlich natürlich nicht das Ziel hinter der F+ gewesen.

Also.. ich will schon eigntl die Möglichkeit behalten, ein Sexleben zu haben 🙈 und bin gerade eigentlich noch auf der Suche nach einer Lösung
 
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Fantasy.
Benutzer172046  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #20
Puh, ich habe von F+ jetzt ja nicht die allergrößte Ahnung, aber ich habe da beim Lesen kein gutes Bauchgefühl.
Kaufst du ihm ab, dass er es nicht besser weiß oder ist er einfach zu bequem?
So oder so würde ich das + erstmal rausnehmen und auch auf Übernachtungen verzichten. Mit dem, was ich über Konsens und Grenzen weiß, ist das nämlich so: man kann auch Dinge wollen, die die eigenen Grenzen überschreiten würden. Eine Grenze verschiebt sich aber nicht, indem man es dann trotzdem macht. Die verschiebt sich durch gute Kommunikation vorher oder, wenn es schon passiert ist, danach. Das scheint bei euch ja schonmal nicht gegeben zu sein. Und manche Grenzen sind einfach fest und dann passt es nicht. Das zu ignorieren, weil man aber schon gern möchte, funktioniert nicht.
Jetzt geht es "nur" um Schlaf und nicht um den Akt an sich. Aber ganz ehrlich, möchtest du jemandem so nah sein, bei dem du dir nicht sicher bist, dass diese Person deine Grenzen wahren kann oder vielleicht sogar nicht unbedingt will?

Ich zitiere dich mal, nehme das bei Bedarf aber raus.
Er kam hinterher und meinte dann, dass er in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl bekommt bei mir alles falsch zu machen
Wenn der Fokus hier auf dem liegt, wie er sich fühlt und was er falsch macht, anstatt darauf, wie es dir damit geht, ist das ein denkbar schlechter Gesprächseinstieg, um über deine Grenzen zu reden.

dass das bei mir immer so aus dem Nichts kommen würde.
Aus dem Nichts? Nachdem es ja offenbar mehrfach Thema war? Nochmal: kann er nicht oder will er nicht?

Er dachte in dem Moment, dass ich das wollte,
Wie kann man das denken wenn du gerade geschlafen hast? Wo hätte denn da dein Einverständnis herkommen sollen?

Trotzdem will ich in der Konsequenz jetzt keine Treffen mehr unter der Woche.
Daraufhin hat er mich angerufen:
Also, er macht etwas, das du nicht in Ordnung findest und wo du sehr deutlich wirst und Konsequenzen ziehst, und sein erster Impuls ist nicht, "okay, tut mir leid, kann ich verstehen" zu sagen, sondern sich zu rechtfertigen?

Ich habe ihn dann damit konfrontiert, dass seine Aussage (er habe selbst gar keine Lust) damit aber hinfällig ist und er da gerade schön die Verantwortung auf mich schieben wollte, weil er sich dachte, ich hätte das nicht mitbekommen.
Richtig so.

Lass dich da nicht verunsichern, nur weil du ähnliche Erfahrungen hattest.

Meine Idee wäre, das Thema F+ runterzufahren und es erstmal nur bei der Freundschaft zu belassen. In der Zeit hat er alle Zeit der Welt, mehr über Consent zu lernen, so er denn möchte, und an seiner Kommunikation (oder eher: dem Zuhören) und seiner Priorisierung zu arbeiten.
Alternativ wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass er bei solchen Gesprächen wiederholt, was du gesagt hast, damit klar ist, dass ihr dasselbe meint?
Aber grundsätzlich...ja, du willst eine F+ und zwar jetzt und es ist schwierig, kompatible Menschen zu finden. Aber man muss nicht auf Biegen und Brechen versuchen, etwas zum Funktionieren zu bringen, das ständig Sand im Getriebe hat.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (44) Sehr bekannt hier
  • #89
Vermutlich wird's nicht ohne Begründung gehen und ich sehe gerade noch nicht, wie ich das in "ich-botschaften" sagen soll.
Ich fühle mich nicht mehr wohl in unserer F+ und möchte keinen Sex mehr mit dir haben.
Und falls er nachfragt: insbesondere möchte ich nicht darüber diskutieren, dass ich mich damit nicht mehr wohl fühle, bitte akzeptiere das.
Ich möchte (hier einfügen, wie du dir die Beziehung zu ihm in Zukunft vorstellst, z. B.: ) nur noch platonisch mit dir befreundet sein. Aktivitäten x, y und z noch mit dir machen, aber nur so und so häufig.

Zum Thema evtl. gewollte Schwangerschaft:
Ist zumindest eine Überlegung wert und ich hab da tatsächlich auch schon drüber nachgedacht.

Er sagt das Gegenteil, aber er handelt ja nicht wirklich verantwortungsbewusst.
Mein Ex war genauso und ich bin mir sicher, dass er kein Kind mit mir provozieren wollte. Es gibt Studien die besagen, dass Menschen höhere Risiken eingehen, wenn sie von den Auswirkungen nicht betroffen sind.

Meinem Ex wäre es schlicht ein Stück weit egal gewesen. Er wusste dass ich im Fall der Fälle abgetrieben hätte und war der Meinung, das wird schon nicht schief gehen. Der hätte auch die Rausziehmethode gemacht, wenn ich ihn gelassen hätte, hat steif und fest behauptet, er hätte keine Lusttropfen (was falsch war) und ich musste mehr als einmal darauf bestehen, dass er jetzt ein Kondom anzieht.

Er hat halt lieber ohne gevögelt und Verhütung war aus seiner Sicht halt eher meine Verantwortung.

So Männer gibt es und ich glaube die sind gar nicht mal so selten. Der Gedanke, dass da ein Kind bei entstehen könnte, schieben die so weit von sich, dass es nicht mehr relevant für sie ist. Zumal, so wie mein Ex drauf und war und wie die Dynamik zwischen uns war, hätte ich als Mutter die emotionale Hauptlast getragen. Und zwar sowohl für das Kind als zusätzlich für meinen Ex.
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #90
Klingt so, als ob er da nicht eigeninitiativ hin ist, sondern du ihm das quasi auftragen musstest?
Eigeninitiativ hat er das nicht gemacht, nein

Er war aber sofort und ohne "aber" bereit das zu machen, er hätte sogar gezahlt bis ich ihm gesagt habe, dass er dafür zum Gesundheitsamt kann

und bin immer wieder über meine eigenen Grenzen gegangen und habe es nicht so eng genommen
Das mit dem "nicht so eng nehmen" trifft es wohl ziemlich gut.

Ich bin dann Mal hier und mal dort nachsichtig und das läppert sich dann allmählich..

Ich fühle mich nicht mehr wohl in unserer F+ und möchte keinen Sex mehr mit dir haben.
Und falls er nachfragt: insbesondere möchte ich nicht darüber diskutieren, dass ich mich damit nicht mehr wohl fühle, bitte akzeptiere das.
Das hast du in der Zeit geschrieben, in der das Telefonat stattfand.

Also ja, ich hab's ihm gesagt.

Wörtlich "Ich befürchte, dass es für mich mit dem Plus in der Freundschaft nicht mehr passt."

Und ja, er wollte wissen warum.

Ich hab gleich gesagt, dass es sinnlos ist jetzt die Situation wissen zu wollen, weil das zu schildern immer Vorwürfen gleichkommt.

Letztlich hab ich die punkte aber aufgezählt und wie zu erwarten, war dann ganz viel Selbstmitleid auf seiner Seite, dass er immer alles falsch macht und ja sieht, dass er sich da scheiße verhalten hat und jetzt zieht ihn das so runter..

Bis hin zur Aussage "Wenn er ehrlich ist hatte er auch seit längerer Zeit keine Lust mehr auf Sex, er hat sich genötigt gefühlt "


Das ganze klang wieder sehr ähnlich zu seinen äußerungen auf die Morgensex-Kritik..

Dann wollte er wissen, ob jetzt nur der Sex, oder alles abseits der Freundschaft flach fällt.
Damit meinte er Intimitäten, die nichts mit PiV zu tun haben.

Ich hab's aber denke ich unmissverständlich auf "Freundschaft und nix weiter" beschränkt.

Auch erstmal eine Zeit Abstand ohne irgendeine gemeinsame Unternehmung.

Mein Ex war genauso und ich bin mir sicher, dass er kein Kind mit mir provozieren wollte. Es gibt Studien die besagen, dass Menschen höhere Risiken eingehen, wenn sie von den Auswirkungen nicht betroffen sind.
Echt ein Unding... Gerade die Verantwortungslosigkeit..



Und damit; Willkommen zurück an mich selbst in der Sexlosigkeit. Yay. :rolleyes:
Immerhin erspar ich mir so ein wenig Stress
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (44) Sehr bekannt hier
  • #111
Ich denk diese Beziehungsunerfahrenheit merkt man ihm an. Also jemand der lange und oft in Beziehungen war oder auch von Zuhause es gewohnt ist, der hat ein rücksichtsvolles Verhalten, das auf Gemeinsamkeiten Verständnis und Toleranz aufbaut.
Nein. Ist nicht meine Erfahrung. Mittlerweile glaube ich sogar, dass genau andersrum ein Schuh draus wird.
Mein Ex war in manchen Punkten ordentlich egoistisch, und der hat mittlerweile 20 Jahre Beziehungserfahrung. Alle Männer in meiner Familie haben ähnlich viel und mehr Beziehungserfahrung und sind total egoistisch.

Ich glaube, dass das Typsache ist. Und dass manche eben auch deswegen keine oder kaum Beziehungserfahrung haben, eben weil sie egoistisch drauf sind. Und dann Frauen wie Romeca Romeca , die sich sogar drauf einlassen würden, auch dann irgendwann aus Selbstschutz doch wieder zurück ziehen.

Daneben gibt es wunderbare Menschen mit kaum Beziehungserfahrung, die empathisch und zugewandt drauf sind. Siehe hier:
Du hast ja auch nicht so viel Beziehungserfahrung (...) aber ich denke Du hast eben prinzipiell eine Rücksichtsvollere Einstellung.
Wie viel Erfahrung Romeca hat weiß ich nicht, das geht mich auch nichts an. Aber Einstellung, nicht Erfahrung ist mMn das Zauberwort.
 
R
Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #118
Da ich ja gerade einen sehr ähnlichen Fall kennengelernt habe und mich genauer damit beschäftigt habe, fiel mir noch was interessantes ein. Die Schutzstrategie des Self-Handicapping. Dann noch entscheidend ist Resilienz. Ich sortiere ja schon länger nach emotionaler Reife aus. Manches erkennt man erst recht spät, weil sich immer erst mal anders dargestellt wird als man ist. Vieles erkennt man aber recht schnell. Es wird nur von Hoffnungen, aus Angst oder auch aus Mangel an Nähe überdeckt. Dein erster Gedanke war ja gleich, Mist wieder sexlos. Das kenne ich auch.
Was aber tatsächlich viel wichtiger ist, dass du dieses Mal deutlich früher gehandelt und dich selbst geschützt hast als noch bei dem Idioten. Du hast dich also weiterentwickelt dadurch 😎.
Ziel ist also nicht nur eine Beziehung, sondern eine Beziehung mit jemanden der emotional reif ist und emotionale Fähigkeiten besitzt. Die sind für jede Form von Beziehung zwingend erforderlich für dich. Das ist für deine weitere Suche eine gute Erkenntnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #120
Ganz kurz fürs Framing: ich finde nicht, dass du "besser auswählen" musst oder solltest. Du hast gewählt und du hast dich gewählt und genau. So. Soll. Das. Sein. Punkt!
Bei einer F+ geht es darum, dass es allen Beteiligten gutgeht und ihnen das alles auch guttut. Tut es das nicht und behält man das dann auch so bei, dann ist das vieles, aber halt nicht freundschaftlich.

Du hast gut gewählt. Du hast in dich reingehört, hast wahrgenommen, dass sich etwas nicht mit dem deckt, was du willst, brauchst und erwartest und die Konsequenz gezogen. Sex ist intim. Du lässt jemanden in deinen Körper und da ist es das Mindeste, dass du dich darauf verlassen kannst, dass diese Person deine Grenzen wahrt und nicht nur, weil du sie immer wieder aktiv ziehst und verstärkst, sondern weil sie das auch will.

Also nein: du warst nicht überempfindlich, hattest zu hohe Ansprüche oder Ähnliches. Du hast klar kommuniziert, was du möchtest. Du hast klar kommuniziert, was du nicht möchtest und auch aufgezeigt, dass es dir nicht guttut, wenn er sich nicht daran hält.
Das ist nicht empfindlich. Das ist das Durchsetzen eines Standards. Du hast eine gesunde Selbstachtung und das ist niemals verkehrt.
 
Damian
Benutzer6428  Doctor How
  • #123
Hi Romeca Romeca

ich bin ja jetzt ein bisschen "late to the party", aber vielleicht kann dir der Gedanke, der mir beim Lesen gekommen ist, noch ein bisschen helfen.

Ich habe ja auch die ein oder andere Erfahrung im Leben gemacht und hatte dabei auch mit dem ein oder anderen "interessanten" Menschen zu tun. Weshalb mir die Aussage, die nicht nur von dir, sondern auch von anderen immer mal geäußert wurde, aufgefallen ist.

Es geht darum, dass seine Aussagen sich widersprechen und das stimmt auch. Absolut. Es gibt Menschen, die machen das sehr regelmäßig. Entweder bauen sie sich ihre Realität aus ihren derzeitigen Gefühlen und glauben das in dem Moment auch, oder sie sagen einfach irgendwas, was in dem Moment "funktioniert". Das aller aller Wichtigste dabei ist aber folgendes: Wenn man versucht einen solchen Menschen zu verstehen, sollte man nicht den Fehler machen, das was sie sagen für bare Münze zu nehmen. Grundsätzlich gar nicht. Man macht sich damit nämlich völlig kirre, verrückt und kaputt.

In deinem Fall denke ich, dass er einfach das gesagt hat, was in dem Moment irgendwie funktioniert hat. Alles aus einem sehr egoistischen Antrieb heraus. 'Ich will jetzt poppen, also sage ich etwas, dass irgendwie gut klingt und mich ggf. zu meinem Ziel bringt.'
Leider klingt alles was du bisher berichtet hast, genau danach. Darüber hinaus mag man mit ihm vielleicht ganz gut auskommen, aber dann ist da wieder sein Ego...und das will geschützt, gefüttert und bewahrt sein.

Was ich damit sagen will ist: Versuche nicht jeden Irrweg, den er weist, ganz bis zum Ende durchzugehen. Es sind Nebelkerzen und Ablenkungsmanöver. So etwas wird sehr schnell sehr ermüdend. Vor allem weil Verantwortung und Schuld immer wieder auf dich abgeschoben wurden. Nicht auf die Nebelkerzen schauen, sondern auf das große Ganze. Und da ist leider ziemlich eindeutig.
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #125
Mir scheint, sie drücken einen Zwiespalt aus, den er in sich erlebt. Und du vielleicht auch in dir.
Es gibt immer wieder Aussagen in deinen ausführlichen Posts, die mich vermuten lassen (Aber es ist natürlich nur eine Vermutung!), dass sowohl du als auch er sich eigentlich "mehr" erhoffen.
Mehr scheint aber einfach nicht drin zu sein.
Das ist ja nun nicht das erste Mal, dass das hier im Thread unterstellt wird - und ich nehme das jetzt mal als Aufhänger.

Nein.
Schlicht und ergreifend; nein.

Es gab eine Phase, in der ich mich gefragt habe, warum ich denn nicht mehr als eine F+ mit ihm will, aber nie eine Phase in welcher ich mehr gewollt habe. Punkt.





Manche Aussagen verschieben den Fokus dahin, dass ich ja irgendwo auch selbst daran schuld sei wie es gelaufen ist.

Eine F+ kann ich ja gar nicht ernsthaft gewollt haben.
Da muss mehr dahinterstecken und tja Pech "das sollte dann wohl nicht sein" und jetzt bin ich ja nur pikiert, weil es nicht für "mehr" gereicht hat.

Natürlich war das jetzt gar nicht so gemeint, ich interpretiere da was hinein usw usf.

Außerdem darf man ja von Freunden nicht verletzt oder enttäuscht sein.
Da muss mehr dahinterstecken, das ist man nur von Menschen für die man
romantische (vllt auch familiäre) Gefühle hat?! Wenn man verletzt ist, liegt es daran, dass der Andere die eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Nicht daran, dass die gesetzten Grenzen ignoriert wurden.

Das verharmlost das Geschehene. Die Grenzüberschreitungen.
Solche Aussagen sind dazu dienlich, das erlebte zu bagatellisieren.

- Ach, so schlimm war es doch gar nicht.
- Du fühlst falsch.
- Vllt bist du ja das eigentliche Problem und/oder du warst nicht eindeutig genug.

Diese "Erziehung zur Nachsichtigkeit (aber bloß nicht mit sich selbst)" ist ein echtes Problem.
Man darf ja nicht alles so eng sehen und überhaupt legt man ja nur die Worte auf die Goldwaage bla.


Wie man zur Zeit ja an allen Ecken und Enden sieht (bevor mir jetzt ein Nebenkriegsschauplatz unterstellt wird; nicht nur im Forum.. Stichwort: Hagel?! Oder der Gynäkologie-Student aus dem Bärenthread?) darf man fehlenden Konsens nicht beim Namen nennen.

Nicht ohne, dass die Solidarität einiger Männer versucht, das Benennen einer Schieflage oder sogar das spezifische Erleben der Frauen im Keim zu ersticken.

Und das muss auch Mal angemerkt werden; einige Frauen nutzen diesen Schauplatz um gewisse "pick me girl" Allüren aufzufahren.

"Iiiich wäre da ja anders, miiir würde das deshalb nicht passieren, weil Männer immer genau wissen woran sie sind und das alles passiert dir ja eh nur, weil du selbst gar nicht weißt blabla".. diese Schiene eben.



Warum hab ich einen Beitrag mit einem vermeintlich harmlosen Thema ("Snooze") aufgemacht und nicht die offensichtlicheren Grenzüberschreitungen in den Mittelpunkt gestellt?
Nun ich habe ja bereits hinterfragt, ob mein Empfinden im Bezug auf den Schlafentzug "gerechtfertigt" ist.

Damit habe ich den Thread sogar eingeleitet.

Eben weil ja von allen Seiten immer suggeriert wird "das hat der doch nicht so gemeint", (oder "ich hab das nicht so gemeint"), "du hast sooooo hohe Anforderungen", "du bist zu anstrengend", "du erwartest zu viel" (klar Rücksichtnahme und Grenzeinhaltung ist zu viel..), oder das gegenteilige "du kennst deine eigenen Grenzen wohl einfach nicht und äußerst sie nicht, kein Wunder dass" = selbst schuld.

Der Thread hat mir geholfen, die Grenzüberschreitungen auch als solche zu sehen, weil ich vieles nochmal Revue passieren lassen habe und durch das aufschreiben einfach auch gesehen habe, dass das kein einzelner Ausrutscher ist, sondern ein Muster.

Wie gesagt über die Zeit hat es sich geläppert und wo ich lange noch "im Zweifel für den Angeklagten" gesagt habe und die Sachen nicht so eng gesehen habe, ist es in der Summe eben das:

Grenzüberschreitung.


Konsens war immer nur in der Theorie wichtig, in der Situation selbst wurde "neu verhandelt" und daraus folgt:

Ich habe übergriffe, teils sogar sexuelle Gewalt erfahren.


Oh sicher war das gar nicht seine eigentliche Intention. Er wollte ja nur noch ein bisschen länger.

Oder "er selbst hat da kein Problem/keine Schmerzen mit"

Aber Unachtsamkeit, oder Unerfahrenheit kann und darf eben nicht die Rechtfertigung für Fehlverhalten sein.


Edit: mich haben meine eigenen Tippfehler gestört
 
Zuletzt bearbeitet:
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #131
Ich finde es super und wichtig, dass du da raus bist und dass du deine Grenzen immer wieder betont und bewahrt hast.
Nur dass es nichts bringt.

Das ist erschreckend.


Dass du so oft dachtest "naja er weiß es eben nicht besser" zeigt nur, was dieses ständige "bist du sicher, dass nicht eigentlich du das Problem bist?" wirklich anrichtet.
Eben.


Ich würde mir ehrlich Gedanken machen, ob so jemand mein Freund sein kann (auch ohne Plus)

Ich würde mir überlegen, ob mit all dem passierten eine Freundschaft für dich überhaupt möglich ist.

Ich an deiner Stelle müsste mir glaube ich ernsthaft überlegen, ob ich mit dem Mensch weiter befreundet sein möchte, nachdem ich diese Seite von ihm gesehen und gespürt habe.
Das ist der Punkt, über den ich momentan ernsthaft nachdenke.

Momentan will ich ihn nicht sehen, nicht hören. Nix.

Auf seine Geburtstagsnachricht hab ich mich auch nur sehr knapp bedankt - ohne Smiley oder ähnliches. Und auch nur, weil ignorieren zu Nachfragen geführt hätte.

Dass ich erstmal Abstand brauche, ist ja geklärt.. ich finde nicht, dass ich mich da nochmal erklären muss.

Das Problem ist eher der gemeinsame Freundeskreis. Diese Woche habe ich schon abgesagt, das nächste Treffen ist in Planung und noch enthalte ich mich.

Ich habe tatsächlich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Sowohl mit dem Kondom, als auch mit AV. Das tut mir so leid. Auch die Sache mit dem Ansprechen kenne ich. Auch das Gefühl vermittelt zu bekommen, dass man zu anstrengend ist, wenn man seine Bedürfnisse und Grenzen äußert. Auch das Gefühl immer wieder für sich kämpfen zu müssen.
Es tut mir sehr leid, dass du ähnliche Erfahrungen machen musstest..
Irgendwie dachte ich jedes Mal "ich hab's angesprochen, er hat passend entschuldigend reagiert, er lernt daraus"

Nur, dass da offenbar gar kein Wille war, etwas zu ändern.. wie soll man denn so etwas richtig einschätzen lernen?

Dieses kämpfen hat mich in dem Kontakt auch sehr ausgelaugt..

Sind wir doch mal ehrlich, wir können Menschen nicht hinter die Stirn gucken, und in einer patriarchalen Gesellschaft sind Grenzüberschreitungen von Männern gegenüber Frauen einfach leider Teil des Risikos im Leben einer Frau
Ja.. das ist die Zusammenfassung des Problems :ups:


Trotzdem tut es beim Lesen weh

Mir tut es unfassbar leid, das zu lesen. Es macht mich wütend

Das macht mich so wütend für dich 😡
Danke für euer Mitgefühl.

Ich sollte wirklich mal lernen wütend zu sein
 
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Duracellhäschen
Benutzer211462  (44) Sehr bekannt hier
  • #135
Hey Romeca Romeca ich muss immer wieder an dich als den sympathischen Menschen denken, den ich beim Sommercamp kennengelernt habe, und dann tut es richtig weh, das zu lesen. Es tut mir auch wahnsinnig leid und macht mich fassungslos, und mir fehlen echt die Worte für diesen Arsch.
Das sind ganz klare krasse Grenzüberschreitungen.
Anal kann so was Schönes sein, wenn es behutsam, achtsam und liebevoll gemacht wird, aber dass du nach den Erfahrungen gar keinen Bock mehr drauf hast, kann ich auch echt voll verstehen.

Nur dass es nichts bringt.

Das ist erschreckend.
Wenn du in den Situationen nichts gesagt hättest, noch länger hingehalten hättest, wäre es für dich noch schlimmer ausgegangen. Das Ganze reden hilft nicht, dadurch ändert er sich nicht. Aber es hilft, damit es in den Momenten, in denen deine Grenzen überschritten werden, nicht noch mehr eskaliert zu deinen Ungunsten. Das schon.

Übrigens kann ich die Einstellung, die du lange hattest, dass er es ja nicht besser wisse und im Zweifel für den Angeklagten total gut verstehen. Hab ich ganz lange früher auch so gemacht. Ich hab jetzt erst verstanden, wie es sich anfühlt, wenn jemand sofort und völlig diskussionslos Grenzen akzeptiert. Wie das ist wenn man sagt das fühlt sich gerade nicht mehr so gut an und er dann einfach sofort rauszieht, einen umarmt und sagt, dass das voll ok ist.
Ich glaube das funktioniert besonders bei den Menschen gut, die Lust an der Lust des Gegenübers haben.

Nur, dass da offenbar gar kein Wille war, etwas zu ändern.. wie soll man denn so etwas richtig einschätzen lernen?
Eben. Gar nicht. Wo kein Interesse, da kein Weg.
Wann immer ich Michl gesagt habe dass etwas für mich nur so mittel gut war, kamen direkt detaillierte Nachfragen, bis klar war, wie es anders sein muss, damit es richtig gut wird.

Zu dem Punkt wäre dein Ex F+ nie gekommen, weil ihm völlig der Antrieb dazu fehlt.

Ach Mensch, Glückwunsch dass du es beendet hast, und dann kriegst du von mir einen ganz fetten Knuddler. :knuddel:
 
M
Benutzer30735  Sehr bekannt hier
  • #155
Ich kann mich nur anschließen. Ich bin fassungslos. Ekelhafter Mann, wirklich.
 
efeu
Benutzer122533  (37) Sehr bekannt hier
  • #157
Meine Erfahrung ist da eher unter 1%.
Ich finde die hier genannten Zahlen erschreckend und habe zum Glück andere Erfahrungen gemacht.
Ich erinnere mich an keine solche Situation, bei Bedarf wurde anstandslos aufgehört.
Bei den Beschreibungen, wie das sonst laufen kann, stellen sich mir alle Haare hoch, auch beim Spoiler, das war schon beim Lesen extrem unangenehm.
Ich habe zwar in anderer Hinsicht zu lange zu viel Ungutes als gegeben hingenommen, aber zum Glück nicht in der Richtung.
Lust an der Lust des Gegenübers
Jemanden ohne das hatte ich leider auch schon. Da gabs einfach immer weniger Sex, womit ich mich scheinbar schon auf der Seite der glücklichen Gewinner sehen kann.
Gruselig, ganz ganz gruselig, was da alltäglich passiert.
 
Nucifraga
Benutzer179251  Meistens hier zu finden
  • #158
wie lange braucht es, damit man sich sicher sein kann, dass auf der anderen Seite der Wille fehlt.
Ist es wichtig, ob der Wille fehlt oder es "nur" für dein sicher Fühlen zu lange dauert? Auch "to little to late" ist ein legitimer Grund, was auch immer im zwischenmenschlichen nicht weiterführen zu wollen.
Ab dem Moment, ab dem du spürst, du willst nicht mehr, war es lange genug.

Ich kenne die Befürchtung dem Gegenüber eventuell Unrecht zu tun und da auf Gewissheit warten zu wollen, aber um welchen Preis. Den zu zahlen bist du nicht verpflichtet.
 
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #159
Ich finde die hier genannten Zahlen erschreckend und habe zum Glück andere Erfahrungen gemacht.
Ich erinnere mich an keine solche Situation, bei Bedarf wurde anstandslos aufgehört.
Bei den Beschreibungen, wie das sonst laufen kann, stellen sich mir alle Haare hoch ...

This!
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #160
Als er gemerkt hat dass ich Schmerzen habe hat er sofort aufgehört und seine Erektion war direkt weg. Ich musste nicht mal was sagen. Wenn ich keinen Spaß habe dann macht ihm das auch keinen.

Er soll aufhören wenn es für sie offensichtlich / ausdrücklich nicht mehr passt WEIL es für sie nicht mehr passt. Punkt. Völlig egal wie großartig es für ihn vielleicht gerade wäre.

Wenn es für ihn dann eh auch nicht mehr passt weil seine Lust dadurch schwindet dann ist das eine sekundäre Sache.

Das schwinden seiner Lust ist kein akzeptables Aufhörkriterium.



... Lust an der Lust des Gegenübers ...

Ganz unabhängig von der Negativthematik des Threads:

Ohne dem - natürlich auf Gegenseitigkeit - wär jetzt für mich Erotik gar nicht vorstellbar weil völlig reizlos.
 
B
Benutzer2404  Verbringt hier viel Zeit
  • #161
Erkenntnis: Ich kann mir momentan gar nicht vorstellen, nochmal jemanden zu finden wo es so ist.

Wirklich, mir fehlt da momentan die Fantasie mir das einfach nur vorzustellen, dass ein Mann nochmal so sein wird.

Lass das was passiert ist erstmal sacken , ich hoffe dass dich jemand auffangen kann wenn du es brauchst.

Dass die jetzt erst bewusst wird wie furchtbar es sein kann zeigt dass du meiner Ansicht nach immer an das gute im Menschen geglaubt hast.

Er hat das ausgenutzt und immer wieder Grenzen aufs Neue überschritten.

Dadurch hat er viel Schaden angerichtet.

Warum wird sein Geheimnis bleiben , ich. vermute er wird's weder einsehen noch analysieren.

Meine Bitte , wenn du merkst dass es dich nachhaltig belastet , such dir Hilfe.

Nimm mich als Beispiel wie man es nicht machen sollte mit negativen , belastenden Erlebnissen umzugehen und wie das Leben sich dann gestaltet , mit Frust und selbstzweifel
Ich wünsche dir dass du bald schönere Erlebnisse haben darfst. 🤗
 
Caelyn
Benutzer87573  (37) Sehr bekannt hier
  • #162
Er soll aufhören wenn es für sie offensichtlich / ausdrücklich nicht mehr passt WEIL es für sie nicht mehr passt. Punkt. Völlig egal wie großartig es für ihn vielleicht gerade wäre.
Äh ja das natürlich sowieso, das ist ja wohl selbstverständlich.

Aber ich muss nichts sagen. Er merkt es von selbst und fragt natürlich auch aktiv nach, ob bei mir was nicht passt. Und wenn er denkt, er fügt mir Schmerzen zu, dann geht ihm das so nahe, dass er sogar seine Erektion und die Lust verliert, weil er mir unbeabsichtigt weh getan hat.

Es gibt super viele Männer, bei denen die eigene Lust wichtiger ist als alles andere und die gar nicht mitbekommen, dass sie einem weh tun oder -noch schlimmer- welche, die das sogar noch geil macht wenn sie die Macht haben wann sie aufhören wenn man was sagt.

Für mich persönlich kommen nur noch solche Menschen als Sexpartner infrage, die aktiv auf Zustimmung und Konsens achten, die nachfragen und die sich schlecht fühlen, wenn sie mir weh getan haben. Ich fühle mich nämlich auch schlecht und hab dann keine Lust mehr wenn ich dem Mann unbeabsichtigt weh getan habe, was natürlich auch schon mal vorkam.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #163
Off-Topic:

Wundert es dich wirklich?
Ja. Ich merke gerade, wie naiv ich in dieser Hinsicht war.
Also es wundert mich überhaupt nicht, dass es Männer gibt, die beim Sex egoistisch sind und sich wenig um die Lust und die Grenzen ihrer (Sex-)Partnerin scheren.
Aber es verblüfft und entsetzt mich tatsächlich, dass das wohl eher die Regel, als die Ausnahme zu sein scheint.

Ich merke, dass das für mich ein sehr großer blinder Fleck ist, da ich einfach keine Ahnung vom Sexleben anderer Menschen habe und dass ich wohl ein zu gutes Bild von den Männern in unserer heutigen Gesellschaft habe.
Zumindest in meinem Umfeld und mir gegenüber wird darüber einfach kaum gesprochen. - Insbesondere, wenn es um Details oder unangenehme Dinge geht.


Solange sogar manche Frauen sagen, dass man dann eben nicht verständlich genug Grenzen gezogen hat.. "mach halt mal den Mund auf, dann passiert dir das nicht"

Das impliziert ja schon, dass dieses Einfühlungsvermögen gar nicht als Pflicht/Aufgabe der Männer gesehen wird.

Das finde ich schon sehr bezeichnend.
Ja. Bezeichnend und erschreckend...

Ich Frage mich gerade, ob dann Männer die tatsächlich Rücksicht auf ihre Frauen nehmen, das Verhalten in Pornos dann auch ablehnen.. oder ob da Fiktion und Realität einfach besser getrennt werden.
Mangels Erfahrung kann ich natürlich nicht für Männer sprechen, die beim Sex tatsächlich rücksichtsvoll sind...
Aber ich halte es für grundlegende Medienkompetenz, Fiktion und Realität zu trennen und den Inhalt irgendwelcher Spielflime nicht für bare Münze zu nehmen. (Und Pornos sind ja auch eine Art Spielfilm.)
Man glaubt doch auch nicht, dass man auf einem Besen fliegen kann, nachdem man einen Harry Potter-Film gesehen hat, oder dass man wie im Actionfilm nach einem fünffachen Überschlag ohne einen Kratzer aus dem komplett demolierten Auto aussteigen kann. Warum sollte man dann Porno-Handlungen 1:1 in die Realität übertragen?

Und wenn ich mich auf irgendwelchen Pornoseiten umschaue, finde ich vieles, was ich überhaupt nicht sehen und noch viel weniger selbst erleben will und selbst unter den Dingen, die ich gelegentlich anschaue, gibt es vieles, was mir unrealistisch erscheint und/oder was ich in der Praxis überhaupt nicht so tun oder erleben will.
 
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #164
Äh ja das natürlich sowieso, das ist ja wohl selbstverständlich.

Gut.

Aber ich muss nichts sagen. Er merkt es von selbst und fragt natürlich auch aktiv nach, ob bei mir was nicht passt.

Sehr gut!

Für mich persönlich kommen nur noch solche Menschen als Sexpartner infrage, die aktiv auf Zustimmung und Konsens achten, die nachfragen und die sich schlecht fühlen, wenn sie mir weh getan haben.

Yes!
 
Romeca
Benutzer209637  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #165
Ich habe heute meine Periode bekommen.

Und ich hab geheult.

Vor Erleichterung.

Denn 3 Tage nach dem letzten Vorfall war mein Eisprung.

Was ich durch NFP erst ein paar weitere Tage später feststellen konnte.
Was ich durch mein PCOS und die langen Zyklen nie sicher voraussagen kann.
Was er wusste, weshalb ich immer wieder auf die Wichtigkeit der Kondome hingewiesen habe.


Dieser Zyklus hatte 73 Tage.
Eisprung war am 55 Tag.

Was für eine Belastung das ist, wenn dieser kack Zyklus auch noch genau nach so einem Vorfall meint den Eisprung auslösen zu müssen..

Ich will nach wie vor keinen Kontakt zu ihm.
 
LiebeFrau
Benutzer193650  (42) Öfter im Forum
  • #166
Total verständlich :knuddel:
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #167
Romeca Romeca Glückwunsch! Ich freu mich sehr für dich, dass du diese Belastung aus dem Kopf hast. Und dass du nicht weiter an ihn gebunden bist.

Ich schicke dir einen Drücker, falls du magst :knuddel:
 
Rissa
Benutzer192305  Öfter im Forum
  • #168
Ich fühle mit dir, Romeca Romeca , freue mich mit dir und kann diese Erleichterung total gut nachvollziehen! Fühle dich auch von mir gedrückt, wenn du möchtest :knuddel:
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #169
Gut, dass zumindest diese Sorge jetzt endlich vom Tisch ist.

Und dass du keine Lust auf Kontakt hast, hat er sich ja auch leider redlich verdient.
 
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