Probleme in der Beziehung durch psychische Störung

Benutzer97891 

Öfters im Forum
Guten Abend,

ich hab wirklich ein tierisches Problem und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, für mich scheint das alles so komplex und ich hab Probleme dabei alles strukturiert niederzuschreiben aber ich versuchs mal.

Also erstmal zu meinem Freund und mir. Ich bin 20 und er ist 22 und wir haben uns auf einem Weiterbildungskolleg für Erwachsene kennengelernt. Dort gehen wir jetzt auch seit Anfang des Semesters in fast immer die selben Kurse. Wir sind jetzt 6 Monate zusammen und hatten davor noch ca. 1 Monat näher was miteinander zutun.

Er ist der tollste Mann den ich je getroffen habe. So unglaublich fit auf der psychologischen Ebene, intelligent, gutaussehend. Wir haben was die Beziehung und weitere Lebensplanung angeht die gleichen Einstellungen. Wir können über jedes Problem sofort sprechen, er findet immer eine Lösung, ist immer optimistisch. Er gibt mir wirklich das Gefühl ich bin die wichtigste Person in seinem Leben und trotzdem ist er für mich kein Pantoffel-Held da er auch sehr dominant ist und eine ich sag mal „Aufreißer-Karriere“ hinter sich hat.

Wie man vielleicht schon erkennt ist nicht er das Problem sondern ich. Dazu muss ich etwas ausholen, damit ihr die Situation besser einschätzen könnt:

Ich wusste schon immer, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich hab mich immer anders gefühlt. Nur bis zu diesem Jahr konnte ich das Problem nicht genau greifen, ich war nur immer sehr unglücklich und habe mich einsam gefühlt weil ich schlecht soziale Kontakte knüpfen konnte, da ich mich eben so anders fühlte.

Ich wohne seit ich 18 bin alleine. Eigentlich habe ich schon immer nur eine gute Freundin gehabt. Noch nichtmal wirklich andere Bekannte. Also habe ich meinen Alltag fast 2 Jahre lang also allein gemeistert. Wirklich einsam gefühlt habe ich mich dabei jedoch nie. Ich war nicht glücklich aber auch nicht unglücklich. Ehrlich gesagt frage ich mich wirklich was ich den ganzen Tag lang so gemacht habe, weil ein wirkliches Hobby habe ich auch nicht. Generell kann ich an nichts im Leben wirklich Freude empfinden. Ich kann mich auch an kein glückliches Erlebnis in meinem Leben erinnern. In der Schule war ich hingegen schon immer eine 1er Kandidatin. Tun musste ich dafür nie etwas, lernen ist ein Fremdwort für mich. Dafür würde mir auch der Antrieb fehlen. Gute Gefühle haben mir meine Noten jedoch auch nie gegeben. Bekomme ich eine 1 spüre ich höchstens Erleichterung, dass es keine schlechtere ist. Nie jedoch Freude etc.

Dann kam mein Freund. Ein Mensch mit großer emotionaler Intelligenz kam mir so nah wie vorher niemand. Nach aussen bin ich sehr kühl und stark. Innen jedoch unglaublich zerbrechlich. Durch dieses Zusammensein wurden die Schwierigkeiten mit mir selber erstmals deutlich. Ich besitze nahezu kein Selbstwertgefühl. Ich bin schlank, habe lange blonde Haare, blaue Augen: allgemein hübsch, das sage ich nicht, weil ich mich so fühle sondern weil ich es aus Erfahrung mit Mitmenschen so sagen kann. Doch jegliche Kritik, Witz über mein Aussehen etc. trifft mich sofort zu tiefst. Egal ob der Mensch der es sagt mir etwas bedeutet oder nicht. Bei kleinsten Bemerkungen schießen die Tränen nur so in meine Augen. Das kann ich natürlich super hinter der starken, kühlen Fassade verstecken aber innerlich leide ich Höllenqualen. Ich habe nahezu kein „Abwehrsystem“.

Mein Freund stellte dann auch noch andere Dinge mit mir zusammen fest. Ich neige stark zu Depressionen. Täglich durchlebe ich (und er ja somit auch) eine Achterbahnfahrt. Morgens meist optimistisch, abends total depressiv. Depressive Schübe können ausserdem auch noch durch kleinste Reize ausgelöst werden. Sofort verfalle ich in eine depressive Stimmung und nur Zeit kann mich da wieder rausholen. Dann hat meistens die Beziehung oder mein gesamtes Leben keinen Sinn mehr. Selbstmordgedanken waren auch schon dabei, aber nachdem ich schon zweimal im Internet auf der Suche nach schmerzfreien Methoden zum Suizid gesucht habe und ich dort darauf stieß, dass wenn man die Schmerzen fürchtet man noch nicht dazu bereit ist, nehme ich diese auch nicht mehr Ernst. Obwohl es rein logisch gesehen doch immer wieder die Beste Lösung für mich wäre.

Auf jedenfall habe ich mich auch auf Bitten meines Freundes (er durchlebt mit meinen Stimmungsschwankungen und damit verbundenen Zweifeln an der Beziehung natürlich eine totale Hölle da er selber auch an Verlustängsten leidet) auf der Suche nach professioneller Hilfe gemacht. Nach ein paar Gesprächen mit einem Psychoanalytiker stand die Diagnose schnell fest:

Narzisstisch/Schizoide Persönlichkeitsstörung
(wer dazu nähere Informationen will, bitte googln)

Im Endeffekt heißt es zusammengefasst soviel, dass ich nicht weiß wer ich wirklich bin (Stark/schwach, pessimist/optimist) und dass ich mich mit meiner Leistung (Noten) und kühlem Verhalten auf einen Thron setze um mein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl zu kompensieren. Die Störung habe ich wohl schon seit meinen ersten Monaten auf dieser Welt. Nicht gewolltes Kind, Mutter konnte erst keine Beziehung zu mir aufbauen, keine Liebe bekommen, Scheidungskind, neue Partner der Eltern akzeptierten mich nicht, in der Schule sowie Ausbildung Mobbing (oft durch Neid auf meine guten Leistungen) erfahren. Also durchgehend Abweisung.
Heilung ist möglich. Die Therapie würde um die drei Jahre ,mit zwei Sitzungen in der Woche, dauern. Psychoanalytiker haben aber meist auch eine Warteliste von ca. 2 Jahren. Bei dem wo ich war habe ich eine eventuelle Aussicht im Januar 2011. Ist aber eher unwahrscheinlich. Also muss ich mich erstmal alleine durchschlagen :frown:

Jetzt habe ich aber natürlich das schreckliche Problem, dass ich nunmal JETZT den perfekten Partner habe. Und er hat wohl eine der schrecklichsten Partnerinnen die man sich vorstellen kann. Ich bin ein krankes Miststück, das ihm das Leben zur Hölle macht. Und es tut mir so schrecklich Leid. Ich erkenne meine ganzen Fehler auch immer sofort, aber ich kann nicht so einfach Änderung versprechen da diese für mich alleine ohne professionelle Hilfe nicht möglich ist. Oder ruhe ich mich einfach darauf aus als immer passende Entschuldigung? Ich weiß es wirklich nicht und ich schäme mich schon für diesen Gedanken :schuettel:

Da ich kein eigenes Leben vor ihm hatte ist er zu meinem Zentrum geworden, ohne ihn bin ich nichts. Ich klammere total. Wenn er nur etwas Zeit alleine verbringen will sehe ich das als Zurückweisung meiner ganzen Person (dabei sehen wir uns täglich!! Meist auch jede Nacht. 24H ohne einander hatten wir glaube ich noch nie, das kommt jedoch auch von ihm. Teilweise habe ich das Gefühl irgendwas stimmt so rein psychologisch mit ihm auch nicht. Als wenn wir in einer Art Symbiose zwischen unseren Störungen leben :what:).
Dann fange ich an in ein total kindisches Verhalten zu verfallen, ich bin total angepisst, mache Stress bis zum geht nicht mehr, bestrafe ihn zur Not mit Liebesentzug. Versucht er es mir dann doch Recht zu machen (meistens der Fall, er liebt mich wohl abgöttisch), lasse ich das gar nicht mehr zu.:schuettel:

Beispiel: Er will an einem Abend zu einem Freund, irgendwas daran (was ist unrelevant, meistens irgendeine Lapalie) passt mir daran nicht, ich lasse das durch meine Stimmung durchsickern, er lenkt ein und meint er müsse da nicht unbedingt hin, wir könnten auch etwas machen. Dann ist der Zug bei mir jedoch abgefahren den Verrat „ zu seinem Freund zu wollen“ (was für ein Mistkerl, wie kann er nur^^) hat er ja schon begangen, dann ist mein Ziel nur noch ihn dafür bluten zu lassen: Also bin ich weiterhin angepisst, lehne ab und irgendwas geplantes am nächsten Tag wird auch direkt abgesagt damit es ihn auch ja berührt.
Widerlich, beim Schreiben dieser Sache schäme ich mich so unglaublich und auch während ich das tue weiß ich ganz genau das ich falsch handle. Das ich ihm wehtue und ich es bereuen werde. Aber ich kann einfach nicht anders. Diese (natürlich unberechtigten) negativen Gefühle besiegen jegliches rationale Denken. Ich weiß nicht weiter, ich fühl mich so widerlich. Genau so jemand wollte ich nie sein. Dieser typische Drache über den man sich unter Kumpels lustig macht (jemand Hangover gesehen? Die Frau des einen Kerls erinnert mich teilweise sehr an mein Verhalten). :wuerg:

Hinzu kommen dann noch meine Depressionen die in regelmäßigen Abständen in, für beide Parteien, nervenzerrenden Beziehungsgesprächen enden in denen ich es für das Beste für uns beiden halte wenn Schluss ist. Ich will ihm das alles mit mir gar nicht zumuten, er hat so viel besseres verdient. Ich sehe dann alles nur noch schwarz. Es würde seit dem 1. Monat nur noch schlecht laufen, Streit bis zum abwinken, alles positive blende ich aus. Er nimmt dann immer die optimistische Rolle ein. Natürlich läufts auch mal schlecht aber guck mal hier, hier und hier, wie toll es da lief und das wird schon alles, du bist so toll, ich will dich nicht verlieren und wenn du erstmal die Therapie gemacht hast etc.
Dann kommt es meistens wieder zur Versöhnung, aber erst wenn die Depression vorbei ist.
Dazu muss ich aber vielleicht noch sagen, dass ich mich eigentlich natürlich nicht trennen will, auf keinen Fall!! Aber ich bin keine Kämpfernatur und ich denke manchmal einfach aufgeben würde weh tun. Höllisch keine Frage aber danach würds ihm auf jedenfall viel besser gehen, mit einer tollen Freundin die er verdient hat und ich hätte mein neutrales Leben wieder. Oder teste ich vielleicht immer wieder seine Loyalität mir gegenüber??

Sowas ist jetzt schon sooo oft vorgekommen, dass ich mich immer wieder schon in dem Gespräch schäme jetzt wieder dieses Thema Trennung in den Raum zu werfen aber diese ganzen negativen Gefühle beherrschen mich einfach! Und dann ist er auch immer wieder so verständnisvoll. Ich kann das eigentlich gar nicht ertragen. Ich fühl mich dann immer so schäbig. Warum verdammt nochmal macht er nicht Schluss? Liebt er sich selber vielleicht gar nicht genug um zu sehen was er sich da immer wieder antut? :schuettel:


Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht was ich jetzt als Antwort hierrauf erwarte. Aber ich dachte vielleicht tut es mal ganz gut das alles in Schriftform zu reflektieren. Ich könnte auch noch ewig so weiter schreiben, weil noch so viele Aspekte fehlen aber es ist jetzt schon viel zu lang geworden.

Danke fürs Lesen!

Narzissa
 
S

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Süße, ich hatte grade das Gefühl ich würde meinen eigenen Text lesen. Mir geht es ähnlich wie dir.. Ich möchte das hier aber nicht alles ausbreiten. Wenn du reden möchtest schreib mir ne PN :zwinker:
 

Benutzer53338 

Meistens hier zu finden
Hallo,

bei mir wurde eine schizoide Persönlichkeitsstörung festgestellt. Ich gehe allerdings nicht auf diesen Konfrontationskurs, wie du ihm beschreibst, mit Liebesentzug und Klammern.

Ich bin da eher das Gegenteil, ich brauche sehr viel Ruhe, bevorzuge es alleine zu sein, schlafe lieber getrennt von meinem Partner, bleibe nachts extra lange auf um meine Zeit alleine zu haben. Bin jedoch auch sehr kühl und distanziert, lasse keine Menschen an mich heran, fühle mich unter Menschen Unwohl, verstehe soziale Regeln und Normen nicht, weiß nicht was Leute von mir wollen, kann kaum Emotionen spüren, kann kaum zwischen Emotionen differenzieren, leide unter starken Stress an Paranoia und Wahnvorstellungen und Zwängen. Mir fällt es sehr schwer Liebe zu zeigen, mir fällt es schwer überhaupt irgendwelche Emotionen zu zeigen und wirke nach außen hin starr und hölzern.


Ich denke, wie ihr die Probleme lösen könnt, hängt an euch. Ich habe das Glück einen Partner zu haben, der mich trotz alle dem will und der mich auch so akzeptiert. Reden ist wichtig: er weiß inzwischen, dass meine abwehrende Haltung nichts mit ihm zu tun hat. Dass es für mich sehr wichtig ist Zeit für mich alleine zu haben, dass es aber auch für ihn sehr wichtigi st, dass ich mich nicht abkapsel und meine Wände trotzdem durchbreche, Dinge tue die ich eigentlich nicht tun will, mein Verhalten durchbreche und mich nicht hinter meiner Diagnose verstecke, einfach die Achseln zucke und ein "Na, so bin ich halt" sage.

Natürlich kannst du dich nicht von heute auf Morgen ändern. Dafür braucht es ganz, ganz, ganz viel Zeit. Ihr müsst euch gemeinsam dazu entscheiden, diesen Weg zu gehen.

Ich würde mich an deiner Stelle nicht von den langen Wartezeiten abschrecken lassen. Bis Januar ist doch gar nicht so lang. Vielleicht kannst du die Zeit bei einer Beratungsstelle so lange überbrüclen.

Naja, wenn du spezielle Fragen hast kannst du mir mal schreiben... auch wenn es mir mit Sicherheit schwer fallen wird zu antworten. :zwinker:
 

Benutzer97891 

Öfters im Forum
Süße, ich hatte grade das Gefühl ich würde meinen eigenen Text lesen. Mir geht es ähnlich wie dir.. Ich möchte das hier aber nicht alles ausbreiten. Wenn du reden möchtest schreib mir ne PN :zwinker:

Habe ich versucht. Aber kann es sein, dass du diese Funktion gesperrt hast? :zwinker:
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Also zunächst finde ich es sehr gut, dass du deine (negativen) Gefühle auf diese Art und Weise beschreiben kannst und dass du dir deines Fehlverhaltens in den von dir genannten Punkten vollends bewusst bist. Es ist dir möglich dein Handeln aus der Aussenperspektive von einer rationalen Seite aus zu betrachten, obwohl es dir leider offenbar mit deiner Rationalität nicht gelingt gegen diese Gefühle anzukommen.

Man kann (negative) Gefühle unter normalen Umständen nicht immer einfach so ausschalten, man kann nur versuchen sie auszublenden und im richtigen Moment zu unterdrücken, um sich selbst und andere vor negativen Konsequenzen zu bewahren. Unter normalen Umständen verfügt der Mensch also über diesen Handlungsspielraum, weil er die Möglichkeit hat sich zu kontrollieren und es stellt sich die Frage inwieweit du dazu ebenfalls in der Lage bist.

Es kommt darauf an wie wichtig es für dich ist und welche Notwendigkeit für dich besteht, dass du diese schlechten Gefühle auch auslebst, in dein Handeln einbringst und in den besagten Momenten gegen deinen Freund richtest. Ist es tatsächlich so, dass du dich emotional nicht im Griff hast und dich einfach gehen lässt oder ist das eigentliche Ziel deines Angriffes im Grunde vielleicht gar nicht dein Freund, sondern vor allem du selbst und die Beziehung, an welche du dich einerseits klammerst und welche du andererseits torpedierst, um dich davon zu befreien, damit du trotz der Tatsache, dass du den für dich offenbar perfekten Mann an deiner Seite gefunden hast, wieder in den vorherigen Zustand der Unabhängigkeit gelangst, da du aufgrund deiner psychischen Probleme noch nicht bereit dazu bist eine Beziehung zu führen?

Auf diese Weise gäbe es sogar dreierlei Möglichkeiten, wie du dir selbst weh tun könntest, die mit Befürchtungen verbunden sind, die sich ebenfalls gegen dich selbst richten können. Weil es erstens dir selbst weh tut, wenn du dich verletzend gegenüber dem Mann verhältst, den du ja eigentlich liebst, obwohl du in besagtem Moment die Lust dazu verspürst, weil du zweitens der Gefahr gegenüber stehst, dass der Mann tatsächlich dadurch verletzt wird und sich sein Unmut deshalb früher oder später zurück auf dich richtet und weil drittens somit auch die Beziehung ins Wanken kommt und früher oder später zu zerbrechen droht.

Dein Freund scheint sehr geduldig und sensibel zu sein. Ihm ist offenbar klar, dass du dich in einer schwierigen Situation befindest und du dich ihm gegenüber aus welchem Grund auch immer manchmal verletzend verhältst. Da wie du sagst meist Lappalien dafür verantwortlich sind, dass du so reagierst, kann er sich denken, dass nicht wirklich sein Verhalten massgeblich an deinem Verhalten schuld ist, sondern dass du dich deshalb so verhältst, weil du mit der momentan Situation nicht zurecht kommst. Falls du dennoch das Gefühl hast, dass er dich in manchen Punkten missversteht, wäre es vielleicht hilfreich, wenn du ihm deinen Eröffnungsbeitrag in diesem Thread zum Lesen geben würdest, damit ihm deine Situation noch klarer vor Augen wird. Immerhin zeigt der Beitrag auch, dass du grundsätzlich den Willen hast an dir zu arbeiten und bestrebt darin bist so bald wie möglich eine Therapie anzufangen. Das sollte dir und ihm Hoffnung geben, dass sich deine Situation mit der Zeit verbessern kann und eure Beziehung trotz der schwierigen Umstände eine Chance hat.

Interessant an deiner Geschichte finde ich, dass offenbar erst zu dem Zeitpunkt, als dein Freund in dein Leben trat, so einiges bezüglich deiner psychischen Situation zu Tage befördert wurde, was dir vorher gar nicht so richtig bewusst war. Ich glaube wenn man selbst schon immer das Gefühl hatte, dass etwas mit einem nicht stimmt, dann erkennt man das oft am deutlichsten im Spiegel der Menschen, von denen man im Alltag umgeben ist und mit denen man selbst dann bereits in einer gewissen Form interagiert, wenn nur eine wortlose und flüchtige Begegnung stattfindet. Wenn man diesen Spiegel nicht ertragen kann, u.a. weil man das was einem innerlich eh schon bewusst ist nicht auch noch durch anderen Menschen bestätigt bekommen will, dann kann es einerseits erleichternd sein sich von der Gesellschaft möglichst abzuschotten, so wie jemand, der schwere Probleme mit seinem äusseren Erscheinungsbild hat, darin Erleichterung finden kann, wenn er künftig sein Spiegelbild meidet.

Wenn man gesellschaftlich allerdings integriert ist, so wie du in der Schule, ist es natürlich unmöglich sich anderen Menschen komplett zu entziehen. Man kann sich also höchstens innerlich bis zu einer gewissen Grenze entziehen, bleibt physisch jedoch anwesend, wird aufgrund dessen unweigerlich wahrgenommen und auch entsprechend von anderen bewertet, wodurch man durch die anderen wieder den Spiegel des (schlechten) Selbstbildes vor Augen geführt bekommt. Es bleibt also nur die Möglichkeit sich dieser Situation zu ergeben und/oder möglichst gute Miene zum bösen Spiel zu machen und sich möglichst auf Dinge zu besinnen, die einem liegen, wie in deinem Fall der Schulstoff.

Es ist verständlich, dass es jemandem Bestätigung geben und auch sein Selbstwertgefühl steigern kann, wenn er in der Schule oder auch später im Beruf Erfolge erzielt. Erfolge sind aber nicht mehr steigerungsfähig, wenn man stets die bestmöglichste Leistung erbringt und wenn man diese Leistung noch dazu ohne zu lernen erreicht. Entweder die Herausforderung steigt in ein Level, dass man für seine Erfolge (wieder) kämpfen muss oder man stumpft ab und sieht jede Bestnote als eine derartige Selbstverständlichkeit an, dass man unweigerlich jegliche Abweichung davon als persönliches Versagen einstuft.

Leistung kann mit mehr oder weniger Ehrgeiz im Leben auf bestimmten Gebieten erreicht werden und wenn man erfolgreich ist, dann ist das eine Sache durch die man zumindest kurzzeitig Selbstwertgefühl auftanken kann. Allerdings kann sie selten auf Dauer mangelnde Liebe, unter der man leidet, kompensieren und sie kann auch keinen adäquaten Ersatz dafür liefern, dass man im Leben allgemein ansonsten keinen Halt findet. Es ist leider auch nicht immer selbstverständlich von den nächsten Angehörigen die notwendige Liebe zu erfahren, selbst wenn man es sich so sehr wünscht oder mit allen Mitteln daum kämpft.

Es ist normal, dass selbst dann, wenn man aus persönlichen Gründen den Wunsch verspürt sich zurückzuziehen, man dennoch das Bedürfnis nach Gesellschaft und nach Nähe zu anderen Menschen hat. Ein Grund dieses Wunsches besteht darin, dass man unablässig Feedback von anderen Menschen bekommt, das für den Werdegang der eigenen (sozialen) Persönlichkeit wichtig ist und welches manchmal auch auf indirektem Weg und nicht immer über die mündliche Sprache erfolgt. Und dieses Feedback besteht normalerweise aus Lob, möglichst neutralen Einschätzungen, aber auch aus Kritik. Wer jedoch kritisiert wird und nicht damit klar kommt, weil sein eigenes Selbstwertgefühl nicht im Lot ist, fühlt sich möglicherweise von dem Kritiker ertappt, weil dieser an der eigenen Person Defizite aufgespürt hat, die man geheim halten wollte, um vor ihm nicht als die schwache und verletzliche Person da zu stehen, als die man sich selbst sieht. Oder durch die Kritik fühlt man sich abermals dazu gezwungen sich gedanklich mit sich selbst auseinanderzusetzen, was zwar wichtig ist und sogar Teil eines inneren Bedürfnisses darstellt, allerdings in dem Fall mürbe machen kann, wenn diese Auseinandersetzung stets zu einem negativen Ausgang führt und man keine Möglichkeit oder Hoffnung sieht, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.

Auf Nichtigkeiten gefühlsmässig heftig zu reagieren kann Kritik vom Gegenüber oder durch einen selbst hervorrufen, die einen dazu bringt sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Selbst wenn diese Auseinandersetzung schmerzt, kann sie für den Menschen sehr wichtig sein und es kann sogar so weit gehen, dass er sich hoffnungslos mit Demut und Hingabe in diese hineinstürzt.

Vielleicht hattest du früher aus irgendwelchen Gründen nur wenige Gelegenheiten zu solchen Konfrontationen mit dir selbst, weil deine Lebensumstände dafür gesorgt haben oder du dich stets gut davon ablenken konntest deine Situation genauer zu beleuchten. Dass dir mit der Beziehung deine psychische Situation klarer wurde, war vielleicht ein schlimmer, aber auch notwendiger Prozess für dich, an den du dich dann festgeklammert hast und immer noch festklammerst, da du vorher ja irgendwie in der Luft gehangen hast und deine Lebenssituation von damals geradezu als neutral bezeichnest. Aber so wie es gar nicht unbedingt notwendig ist, dass man konkrete und erfüllende Hobbys hat, um seine Zeit als einsamer Mensch schnell verstreichen zu lassen, ist es nun vielleicht eher das Festhalten als solches, der damit verbundene schmerzliche Prozess, der mit der ganzen ungewohnten Veränderung in deinem Leben einhergeht, weswegen du dich an deinen Freund klammerst und möglichst oft in seiner Nähe sein möchtest. Denn ein geliebter Mensch kann zwar dazu beitragen, dass man sich durch ihn erst richtig mit sich selbst auseinandersetzt, aber er gibt einem dabei gleichzeitig auch die Möglichkeit sich an ihm festzuhalten und kann somit dabei helfen diesen Prozess zu erleichtern.
 

Benutzer100856 

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WOW du bist mir SAU Ähnlich xD

in vielen Belangen. Du schreibst sehr analytisches hast ein stark analytisches Denken. Gerade die Geschichte mit dem: "Freund vernachlässigen" verstehe ich zu gut. So viel selbsterkentnis haben nur wenige Menschen. Ich glaube ich würde sofort was mit dir anfangen, wäre ich nicht vergeben :zwinker:


So nun zu deinem Problemen: Morgens Optmistisch, Abends Pesimistisch

Ha ist als genauso bei mir.. das sind die schattenSeiten von intelligenten Wesen.

Zu erst möchte ich dir eines sagen: was dieser Psychoanalytiker dir da einquaselt kannst du direkt in dem Müll schmeißen.. diese PsychoDocs KÖNNEN einfach keine Ahnung haben.. hinterfrag das ganze mal.

Ich sag dir jetzt wo das Problem liegt, wie gesagt ich kenne das genauso.

Du denkst zu viel.. Morgens denkst du eine Sache .. du bist voller Tatendrang, dann machst du erstma Kaffee .. blabla dann kommen die nächsten Gedanken.. dann die nächsten.. dann die nächsten .. dann kommt der Punkt an dem auf einmal alles dunkel wird.. alles ist scheise.. das macht alles kein sinn und so weiter

wieso? ich kann es leider nicht genau erklären, weil mir diese Erkenntnis auch erst recht neu ist.. Es ist einfach ma einfach ausgedrückt so: Du denkst ein Gedanken morgens: bspw. Hey heut mach ich mein Zimmer blitze balnk sauber

Dann gehts auf den Balkon trinkst kaffe.. denkst ah einkaufen muss ich auch noch.. dann ah ich möcht mich noch hier und darüber informieren.. blablub neuer gedanke neuer gedanken.. und den ersten gedanken der kommt uns dann wieder und wir denken irgendwann shit ich muss noch soviel machen.. das is so frustieren das wir im endefffekt nichts mehr machen.


Ich würde behaupten, was uns von den "normalen Menschen" unterscheidet ist: das wir mehr gedanken im Kopf haben als alle andere. Unsere Gerhirne funktionieren schneller. ein normaler Mensch hat am tag 60000-80000 Gedanken im Kopf... ich würde behaupten wir haben doppelt soviele. Das lässt uns depresiver werden, weil unser Körper da so seine Probleme hat das alles zu erfüllen !!

Der Weg daraus: EINS NACH DEM ANDEREN !!
du musst lernen, deine Gedanken zu kontrollieren!!..

EINS NACH DEM ANDEREN >> das ist das aller aller wichtigste, merk dir das

beobachte deine Gedanken.. lass es nicht zu das sie abschweifen.. bleib bei einem thema bis du es erledigt hast, dann geh zum nächsten über und so weiter
schritt für schritt .. das brauch ein bisschen übung aber so jemand inteligenntes wie du wird das auch noch hinkriegen

du wirst sehen das da nicht mehr mit depris ist am abend .. du wirst genauso voller tatendrang sein wie am morgen

schmeis den ganzen müll aus dem kopf das die da dein pschodoktor eingetrichtert hat. Er kennt dich nicht er weiß nicht über dich er hat auch noch nie was über dich gelesen.. so etwas wird einfach nicht gelehrt an unis .. wie denn auch

Merk dir das: Eins nach dem anderen

das ist die ursache all deiner Probleme, da bin ich mir sicher

bitte probiere das mal die nächsten tage aus und sag dann bescheid ob es dir genützt hat danke
 
S

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Gast
Also so nen Quatsch wie das von dir Verführer hab ich ja schon lange nicht gehört. Psychologen haben also null Ahnung, aber du hast sie, weil du doppelt so intelligent bist wie psychisch stabile Menschen, ahaaaa!! Jetzt hast du der TS bestimmt weitergeholfen.

Hier geht es um wesentlich komplexere Themen, als ein bisschen zu viel Hausarbeit. Und ehrlich gesagt zweifel ich auch ein wenig dran, dass du ihren ganzen Beitrag gelesen hast, denn sonst wüsstest du, dass es mit 'einem Gedanken nach dem anderen' nicht getan ist.
 

Benutzer90320 

Benutzer gesperrt
Also so nen Quatsch wie das von dir Verführer hab ich ja schon lange nicht gehört. Psychologen haben also null Ahnung, aber du hast sie, weil du doppelt so intelligent bist wie psychisch stabile Menschen, ahaaaa!! Jetzt hast du der TS bestimmt weitergeholfen.

Aber ehrlich!
Mensch, wenn jemand fremdes anonymes Irgendwas aus dem Internet quasselt, daß alle Diplom-Psychologen mit jahrelanger Menschenerfahrung keine Ahnung haben und Stuss reden, muß was dran sein! :ratlos:

Ich werde jetzt meinen Psychologen schleunigst verlassen! Ich habe mich geirrt :ratlos:
 
D

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Gast
WOW du bist mir SAU Ähnlich xD

So nun zu deinem Problemen: Morgens Optmistisch, Abends Pesimistisch

Ha ist als genauso bei mir.. das sind die schattenSeiten von intelligenten Wesen.

Zu erst möchte ich dir eines sagen: was dieser Psychoanalytiker dir da einquaselt kannst du direkt in dem Müll schmeißen.. diese PsychoDocs KÖNNEN einfach keine Ahnung haben.. hinterfrag das ganze mal.

Ich sag dir jetzt wo das Problem liegt, wie gesagt ich kenne das genauso.


du wirst sehen das da nicht mehr mit depris ist am abend .. du wirst genauso voller tatendrang sein wie am morgen

schmeis den ganzen müll aus dem kopf das die da dein pschodoktor eingetrichtert hat. Er kennt dich nicht er weiß nicht über dich er hat auch noch nie was über dich gelesen.. so etwas wird einfach nicht gelehrt an unis .. wie denn auch

Merk dir das: Eins nach dem anderen

das ist die ursache all deiner Probleme, da bin ich mir sicher

bitte probiere das mal die nächsten tage aus und sag dann bescheid ob es dir genützt hat danke

Ich glaube einmal, dass das Thema "Depressionen" bis hin zu Selbstmordgedanken sehr sensibel zu behandeln ist - ein zu ernstes Thema ist, da sollte für Deine naiven Thesen kein Platz hier sein.

Damit schadest du mehr, als Hilfestellung zu geben.
 

Benutzer37284 

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Aber ehrlich!
Mensch, wenn jemand fremdes anonymes Irgendwas aus dem Internet quasselt, daß alle Diplom-Psychologen mit jahrelanger Menschenerfahrung keine Ahnung haben und Stuss reden, muß was dran sein! :ratlos:

Ich werde jetzt meinen Psychologen schleunigst verlassen! Ich habe mich geirrt :ratlos:

Off-Topic:
Vor allem geht sein Beitrag total am Thema vorbei. Es geht doch überhaupt nicht darum, dass man viel nachdenkt, denn dann hätte wohl jeder 3. solch eine Persönlichkeitsstörung :ratlos:
 
S

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Gast
Off-Topic:
Es geht doch überhaupt nicht darum, dass man viel nachdenkt, denn dann hätte wohl jeder 3. solch eine Persönlichkeitsstörung :ratlos:

Aber all diese Menschen können im Endeffekt glücklich sein, denn sie sind einfach nur zu intelligent, so einfach ist das. Gib denen ein anspruchsvolles Buch und ein bisschen Yoga zum Gedanken sortieren und alles ist in Butter :rolleyes:
 
K

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Gast
Off-Topic:
vorbei. Es geht doch überhaupt nicht darum, dass man viel nachdenkt, denn dann hätte wohl jeder 3. solch eine Persönlichkeitsstörung :ratlos:

Ich hätte Selbstmord begangen und läge schon unter der Erde.

Aber: Wir wissen es besser :smile: Nichts kommt an persönliche gute Erfahrung mit Psychologen ran, und es wird immer Unwissende geben, die vor Ignoranz niemals die gute Hilfe dahinter erkennen werden. Die dummen Nüsse.
 

Benutzer100856 

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schön das ihr hier alle soviel ahnung habt.

letztenendes meine ich es nur gut.. wenn es ihr nicht hilft dann sollte es halt nicht so sein.. und schade..

ich verstehe nicht wieso ihr den beitrag schlecht redet ohne zu wissen ob ihr das hilft? wartet doch erst mal ab bevor ihr euch eure mäuler verreist
 

Benutzer90320 

Benutzer gesperrt
schön das ihr hier alle soviel ahnung habt.

letztenendes meine ich es nur gut.. wenn es ihr nicht hilft dann sollte es halt nicht so sein.. und schade..

ich verstehe nicht wieso ihr den beitrag schlecht redet ohne zu wissen ob ihr das hilft? wartet doch erst mal ab bevor ihr euch eure mäuler verreist

Nuss.

Das Schlechte an deinem Beitrag war das ignorante Verurteilen von bewährter, professioneller, unabdingbarer Hilfestellungen von Psychologen.

Mir wird schlecht.
 
S

Benutzer

Gast
Wir regen uns auf, weil du es so darstellst als wären alle Psychologen Idioten und du hast das Patentrezept für alle psychischen Störungen. Es ist ein Unterschied ob man einen gut gemeinten Tip gibt oder ihn als alleinigen Lösungsweg hinstellt!
 

Benutzer100856 

Benutzer gesperrt
Wir regen uns auf, weil du es so darstellst als wären alle Psychologen Idioten und du hast das Patentrezept für alle psychischen Störungen. Es ist ein Unterschied ob man einen gut gemeinten Tip gibt oder ihn als alleinigen Lösungsweg hinstellt!


Gut.
Ich seh es schlicht so das ein Mitglied sein Problem auf den Tisch legt: Und jeder seine Gedanken dazu schreibt

Der Threadersteller kann sich dann für sich persönlich seine Lösungen heraussuchen und vllt wird er damit glücklich.

Wenn ich einen Lösungsweg auf eine Art und Weiße beschreibe, dass er allgemeingültig sei, impliziert das für euch quasi als unterschwellige Botschaft das eure Beiträge alle scheiße seien.

Soweit kann ich dann den Frust verstehen. Doch wieso sehr ihr das generell hier als Konkurenzkampf zwischen den besten Lösungen an?

Das verstehe ich nicht weil dann wäre die unterschwelige Botschaft: mein Beitrag ist Scheiße. Mir doch total egal?
Letztenendes gehts doch nicht um besserer Beitrag oder schlechterer Beitrag

jeder gibt sein bestes und wenn dann für irgendjeamdn was positives rauskommt ist gut.
und an Final_Dream ich liebe dich :smile::herz:
 

Benutzer90320 

Benutzer gesperrt
Willst du mir sagen, daß jeder sein "Bestes" gibt, indem DU psychologische Hilfe schlechtmachst, ohne einem Therapeuten je Guten Tag gesagt zu haben?
Bitte um Aufklärung.
 
D

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Gast
Gut.
Ich seh es schlicht so das ein Mitglied sein Problem auf den Tisch legt: Und jeder seine Gedanken dazu schreibt

Der Threadersteller kann sich dann für sich persönlich seine Lösungen heraussuchen und vllt wird er damit glücklich.

Jetzt lasse die Kirche im Dorf, trage etwas zum Thema bei oder lasse es und verschwinde! Punkt.
Wenn du nur 1% der Intelligenz hättest, von der du behauptest, du hast "zu viel davon", dann würdest du sehen, dass es nicht um einen Konkurrenzkampf um Beiträge geht, sondern um seine (eigenen) Erfahrungen darzulegen und sich über den Kummerkasten oder der PN auszutauschen.

Wenn du nur ein bisschen Erfahrung und Ahnung hättest, würdest du wissen, WAS ein Beitrag wie deiner und die nun folgenden Streitereien - die immer noch IN einem Thread eines Menschen der Depressiv ist ausgefochten werden, bewirken kann.

Sie wird sich Vorwürfe machen, sie wird glauben der Anlass für Streitigkeiten zu sein..."Hätte sie den Beitrag nicht verfasst, würden sich hier auch nicht in die Köpfe kriegen. Ein Mensch, der an Depressionen leidet (und ich bin selber betroffen und aktuell in Behandlung - zum Glück habe ich einen guten Psychologen und Neurologen und nehme seit Monaten Medikamente) der gibt sich für Alles und jedes die Schuld - wird durch dein PU Gelaber und naiver "Ichwillmitredenweilichbingross" Beiträge die von völliger Unerfahrenheit und keinerlei LebensErfahrung nur so strotzen, nur noch mehr nach unten gezogen und wird sich Vorwürfe machen. Man kann in einer solchen Phase nicht mehr "Gedanken sortieren", man KANN nicht mehr die einfachsten Dinge tun ohne sich nicht Vorwürfe zu machen ....man "sieht keine Farben mehr, die Welt ist Schwarz/Weiss und selbst das Vogelgezwitscher hört man nicht.
(Und ich brauche manchmal 6 Stunden um mich anzuziehen und waschen zu gehen.....und dass die Erde sich dreht? Wer hat Schuld? Ich. Jede Kleinigkeit wird zum Kampf mit sich selber, der Umwelt, und die Angehörigen und Partner leiden mit. Extremst)

Da bedarf es gut geschulter und sehr gut ausgebildeter Fachleute, die sich dieser Themen annehmen und auch die medikamentöse Behandlung ist nicht zu verachten.

Es ist für die TS ein riesengroßer Schritt - dass sie es überhaupt aufgeschrieben hat! Und damit macht sie Mut, es hat ihr wahrscheinlich riesen Kraft und ein unendlich wirkender Gedankenkampf ging einher, bis sie mal einen Satz zu Papier gebracht hatet, es macht anderen Mut und gibt anderen Kraft NICHT mit ihrer Depression und ihrem Kampf allein zu bleiben, sondern sich an einen Fachmenschen und auch an ein Forum zu wenden. Und davor ziehe ich meinen Hut! Vor ihr und vor Allen, die ihr Hilfe anbieten, ihr anbieten per PN zu schreiben - Erfahrungen austauschen.

Du weisst garnichts und solltest dich ganz still verhalten. Es kann sich niemand in die TS hineinversetzen, der nicht selber Erfahrungen gesammelt hat oder selber betroffen ist.

Also, Bitte. Erst Überlegen - wo und was du schreibst und für welche Beiträge oder Themen du dein Fachwissen anbringst.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
@Verfuehrer: Das Problem liegt daran, dass du nicht nur psychologische Hilfe/Ratschläge schlecht machst, sondern dass du den hier vorliegenden Fall recht oberflächlich bewertest und die ganze Problematik dahinter einfach damit begründest, dass die TS sich zu viele Gedanken macht.

Mag sein, dass du persönlich oder Leute in deinem Umfeld schlechte Erfahrungen mit Therapien und Therapeuten gemacht haben. Es gibt verschiedene Therapieformen und es geht immer auch darum die für sich richtige Form und vor allem den richtigen Therapeuten zu finden, der einem zusagt. Davon abgesehen gibt es zwar tatsächlich Menschen, bei denen bringt jegliche Form der Therapie wenig bis gar nichts. Sei es weil sie sich als untherapierbar herausstellen oder weil sie sich selbst zu sehr im Weg stehen. Das muss doch aber keineswegs auf die TS zutreffen, da sie doch von sich aus Bereitschaft zeigt an sich und ihrem Problem zu arbeiten und deshalb psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen will.

Viele Menschen machen sich (zu) viele Gedanken. Natürlich geht das Problem des zu viele Nachdenkens und Grübelns mit vielen psychischen Erkrankungen einher und sorgt dafür, dass es den Betroffenen im Leben eher noch blockiert als von seinen negativen Denkmustern befreit. Aber deswegen kann man doch nicht pauschal die vielen Gedanken, die sich jemand im Leben macht, als die Ursache und einzige Begründung seiner Probleme darstellen.

Und wer das tut, so wie du im vorliegenden Fall, der muss nun mal damit rechnen, dass seine Sichtweise auf Kritik stösst und als oberflächliches Geschwätz von jemandem abgetan wird, der von solchen Sachen keine Ahnung hat.
 
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