Problem mit Wahrscheinlichkeitsrechnung

Benutzer46093 

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Ich habe ein Problem mit folgender Aufgabe:

Warum ist bei einem Wurf mit drei Würfeln das Ereignis 1/2/3 wahrscheinlicher als das Ereignis 2/2/3 ?

Meine Überlegung:
- Die Wahrscheinlichkeit, dass man eine 1 würfelt, ist 1/6; die Wahrscheinlichkeit, dass man eine 2 würfelt ist auch 1/6 u.s.w.
- Wahrscheinlichkeit für 1/2/3: 1/6 x 1/6 x 1/6
- Wahrscheinlichkeit für 2/2/3: 1/6 x 1/6 x 1/6

Ich komme also darauf, dass das Ereignis 1/2/3 gleich wahrscheinlich ist wie 2/2/3. Meiner Meinung nach ist 2/2/3 nur dann wahrscheinlicher als 1/2/3, wenn es ein "gefälschter" Würfel mit mehr als nur einer zwei ist.
Was mache ich falsch?

Ich wäre über schnelle Antworten sehr dankbar :smile:
 

Benutzer46093 

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Wo kommt die Aufgabe denn her?

Wir haben für die morgigen mündlichen Maturaprüfungen ein Dossier mit Fragen bekommen, woraus die erste Aufgabe gelost wird. Im Stress der letzten Woche ist diese Aufgabe untergegangen und ich habe sie vergessen, darum bin ich jetzt so spät dran.
So wie ich meine Mathelehrerin einschätze, ist es auch keine Fangfrage, das heisst, irgendwo müsste eigentlich ein Fehler in meiner Überlegung vorhanden sein :ratlos:
 
G

Benutzer

Gast
Ich würde auch sagen, dass deine Überlegungen richtig sind. Hast du mal Mitschüler gefragt?
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Deine Überlegungen sind absolut richtig, finde ich auch. Ist auch logisch, woher soll Würfel 2 wissen, daß Würfel 1 gerade eine 2 gewürfelt hat und er deshalb weniger wahrscheinlich nochmal eine 2 würfeln darf? Es handelt sich bei den drei Würfen um völlig voneinander unabhängige Ereignisse.

In Bayern jedenfalls werden gerne mal solche Fangfragen gestellt.
 

Benutzer46093 

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In Bayern jedenfalls werden gerne mal solche Fangfragen gestellt.

Ich komme aus der Schweiz und hier, zumindest an unserer Schule, macht jeder Lehrer seine eigenen Prüfungen. Sie hat uns noch nie eine Fangfrage gestellt, darum bin ich nun so verwirrt; auch die restlichen 29 Fragen sind keine. Aber wenn so viele auch meiner Meinung sind, bin ich doch beruhigt :smile:
Vielen Dank für die bisherigen Antworten!
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Vielleicht fehlt in der Aufgabenstellung schlicht ein "nicht": Warum ist.. nicht wahrscheinlicher, als.. "

Man ist ja gefühlsmäßig gerne mal der Meinung, dass z.B. die Kombination 3-3-3 unwahrscheinlicher sein sollte als 3-1-5, darauf würde die Frage dann abzielen.
 

Benutzer61228 

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Die Aufgabenstellung stimmt schon, der Ansatz war gut, leider fehlen die Kombinationen:

Kombinationen für 1 / 2 / 3:

1 / 2 / 3
1 / 3 / 2
2 / 1 / 3
2 / 3 / 1
3 / 1 / 2
3 / 2 / 1

--> 6 Kombinationen

Kombinationen für 2 / 2 / 3:

2 / 2 / 3
2 / 3 / 2
3 / 2 / 2

--> 3 Kombinationen

--> 1 / 2 / 3 ist wahrscheinlicher
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Das gilt aber nur dann, wenn die Reihenfolge der Zahlen beliebig sein darf - ist das denn der Fall?
 
X

Benutzer

Gast
Wenn es nicht so wäre, hätte sie es dazu geschrieben, das war zumindest bei den anderen Aufgaben auch so.

Eine Aufgabe muß schon so präzise formuliert sein, daß man sie korrekt verstehen kann, ohne dazu erst irgendwelche anderen Aufgaben als Interpretationshilfe zu Rate ziehen zu müssen.

Warum ist bei einem Wurf mit drei Würfeln das Ereignis 1/2/3 wahrscheinlicher als das Ereignis 2/2/3 ?

Ist das hier die ganze Aufgabenstellung? Ich meine, ist das wirklich alles, was zu dieser Aufgabe dasteht?

Wenn ja, dann ist die Aufgabe absolut schlecht gestellt, da kein Mensch weiß, ob bspw. das Ereignis 1/4/5 nun identisch ist mit dem Ereignis 4/1/5 oder nicht.
 

Benutzer46093 

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Ist das hier die ganze Aufgabenstellung? Ich meine, ist das wirklich alles, was zu dieser Aufgabe dasteht?

Ja, das ist alles.
Bei der mündlichen Prüfung kann ich dann zum Glück nachfragen, wenn etwas nicht klar ist.
 
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