Problem meiner "Schwiegereltern"

Benutzer106058 

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Hallo liebe Community!

Ich bin seit über 1 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen und er ist letztes Jahr im September mit in meine Wohnung gezogen. Vorher war ich teilweise wochenlang bei ihm, hab dadurch auch seine Eltern gut kennengelernt.
Ein Grund für den Auszug vor einem Jahr war, dass seine Eltern ein ziemliches Problem hatten.

Seine Mutter (ich nenne sie ab jetzt A.) hatte meinem Freund in einem Gespräch unter vier Augen erzählt, dass sie ihren Mann (er heißt ab jetzt J.) zwanzig Jahre lang betrogen hat. Mein Freund war der erste Ansprechpartner gewesen, erst danach wurden ihre Schwester (mit der sie sich sehr gut versteht) und ihr Mann darüber informiert.
Sie hatte ihm auch noch erzählt dass sie nur bei seinem Vater geblieben ist, weil sie schwanger war. Außerdem ist der Typ, mit dem sie die Affäre hatte, als Nachhilfelehrer für meinen Freund eingesprungen und war jahrelang mehrmals die Woche bei ihnen zuhause :confused:
Der Grund für ihr plötzliches Geständnis war ihrer Aussage nach, dass sie es nicht mehr aushielt und es einfach endlich rausmusste.

Mein Freund kam an dem Abend noch bei mir vorbei und ihm ging es wirklich schlecht. Er war am Boden und weinte viel, weil er niemals gedacht hätte, dass in der Ehe seiner Eltern etwas nicht stimmt. Zwar ist sein Vater ein ziemlich unausstehlicher Mensch, aber es wirkte trotzdem harmonisch.

Am nächsten Tag waren wir wieder bei seinen Eltern, vor allem weil seine Mutter auch mit mir reden wollte. Unter Tränen versuchte sie auch mir alles zu erklären und wollte nicht, dass ich denke, sie sei ein schlechter Mensch. Bis dahin verstand ich das alles noch, ich kenne ähnliche Themen ja selbst von meiner Familie :hmm:

Ich ging davon aus, dass das ganze Drama und die Ehe eben ein Ende hat und die beiden sich einfach trennen. Wie es bei meinen Eltern eben auch lief. Wie das halt meistens so passiert.

J. erklärte meinem Freund, man könne Frauen nicht vertrauen, dass man jeden kontrollieren sollte, dass ich ihm auch fremdgehen würde usw. Er war ziemlich fertig, ihn hatte das natürlich mitgenommen.
Jedoch war er bereit, seiner Frau zu verzeihen und einfach so weiterzumachen wie bisher.

Aber A. wollte das auf keinen Fall. Das erstaunliche ist: Sie wollte auch nicht ausziehen, weil sie Angst davor hatte, dass jeder weiß, dass J. und sie getrennt sind :ratlos:

Seit einem Jahr hat sich also nichts verändert, außer dass A. im Gästezimmer schläft. J. zufolge würde sie ihn auch oft ankeifen, wenn sonst niemand im Haus ist, aber das kann ja keiner wirklich bestätigen.

Jetzt meine erste Frage: WIESO macht diese Frau so ein Drama, lädt alles als erstes auf ihrem Sohn ab und zieht dann keine Konsequenzen?! :mad: Wenn sich danach sowieso nichts ändern sollte, hätte sie es ja auch alleine mit ihrem Mann besprechen können, ohne ihr Kind dabei zu belasten. Denn auch wenn mein Freund "schon" 21 ist, ist er immer noch ihr Kind. Meine Eltern hätten mich nie so unnötig mit etwas belastet.

Nun die zweite Frage: Meiner Meinung nach sollte irgendjemand mal mit A. reden. Darüber, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist nun fast ein Jahr her und es hat sich wirklich nichts getan. Können wir, als Sohn+Freundin nachfragen, wie es denn nun weitergehen soll oder ist das zu anmaßend? Eigentlich würde ich sagen, wir sind dazu berechtigt, dadurch dass wir, und vor allem er, so stark mit reingezogen wurden.

Was würdet ihr raten? Die zwei einfach machen lassen oder ein bisschen rumstochern? Was haltet ihr überhaupt von dem ganzen?
 

Benutzer56469  (36)

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Was gehts euch an? Sorry aber das ist Sache seiner Eltern und wenn sein Vater so blöd ist und keine Konsequenzen draus zieht ist er selbst schuld.

Dein Freund hat natürlich das Recht seinen Vater zu fragen wie es ihm geht und wie er sich fühlt damit aber DU kannst da gar nichts machen und solltest du auch nicht auch wenn ihr auch gut versteht!
 

Benutzer106058 

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Gut, ich würde mich jetzt sowieso nicht an einem Gespräch beteiligen und sehr zurückhalten, aber meinen Freund nimmt das teilweise immer noch ziemlich mit. Er ist der Meinung, es wäre besser, wenn da endlich was passieren würde.
Darf er sich als "Kind" einmischen?
 

Benutzer91572 

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Darf er sich als "Kind" einmischen?

Naja dürfen. Ich finde Kinder haben nicht im Liebesleben der Eltern herum zu pfuschen - umgekehrt genau so wenig. Jedoch hat seine Mutter, durch das Geständnis, sich nicht an die unsichtbare Grenze gehalten.

Ich würde an deiner Stelle von einem Gespräch fernhalten und unterstütze deinen Freund bei seinen Gefühls-Verwirrungen. Wenn er sie ansprechen möchte und denkt das es ihm dann besser geht, dann sei einfach für ihn da.
 

Benutzer56469  (36)

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Ich würd eher nein sagen. Das müssen die Eltern untereinander klären. Vielleicht wär´s anders wenn er noch zuhause wohnen würde und die Streitigkeiten (falls es welche geben sollte) mitbekommt aber da er ja jetzt bei dir wohnt und er im Prinzip ja kein Kind mehr ist sondern ein Erwachsener junger Mann hat er sich da nicht einzumischen.

Off-Topic:
DIe Eltern einer Freundin von mir trennen sich auch grade. Sie waren ca. 20 Jahre verheiratet sie wollte einen Tanzkurs machen, er wollte ihr das nicht verbieten und hat sie machen lassen, sie hat sich verliebt in einen anderen und jetzt zieht sie aus in eine eigene Wohnung, muss von vorne anfangen alles alleine machen und er kommt absolut nicht damit klar will si eam liebsten noch bei sich haben hätte ihr sogar verziehen, aber sie wollte nicht. Und jetzt wo sie quasi schon weg ist ruft er dauernd seine Kinder an und sülzt sie voll und die? Wollen eigentlich nur ihre Ruhe haben weil das Sache der Eltern ist.


Sei für deinen Freund da. Rede mit ihm und höre ihm zu. Das ist das was du machen kannst!
 

Benutzer106058 

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Ich würde an deiner Stelle von einem Gespräch fernhalten und unterstütze deinen Freund bei seinen Gefühls-Verwirrungen. Wenn er sie ansprechen möchte und denkt das es ihm dann besser geht, dann sei einfach für ihn da.

Sei für deinen Freund da. Rede mit ihm und höre ihm zu. Das ist das was du machen kannst!

Ok, dann werde ich mich raushalten und ihm den Rücken stärken. Vielleicht traut er sich irgendwann mal nachzufragen :smile:

Ich finde es nur immer wieder schlimm, dass ich nichts tun kann. Mein Freund und ich sind ab und an bei seinen Eltern zum essen. Die Stimmung ist immer geladen, keiner sagt was. Wenn wir wieder gehen, ist er total fertig und ich versuche ihn wieder aufzumuntern :schuettel:
 

Benutzer37188 

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Off-Topic:
Naja "ist nicht deine Sache" ist immer so schön leicht gesagt. Ich für meinen Teil würde wollen, dass aus meinem Freundeskreis oder der Familie jemand mir mitteilt, wenn er meine Beziehung für merkwürdig/bedenklich oder sonstwas hält. Ich kann letztendlich draus machen, was immer ich will, aber ich würde doch von mir nahestehenden Personen erwarten, dass sie mir was Gutes wollen und mir mitteilen, wenn sie ein Situation arg ungesund für mich fänden.. Wenn eine Freundin von mir wüsste, dass ich gerade betrogen werde, würde ich das auch gern erfahren und wäre verdammt sauer, wenn ich hinterher rausbekäme, dass sie nur nix gesagt hat, weil es sie ja "im Prinzip nix angeht".


Jetzt aber direkt zum Thema. :zwinker: Ob Sohn oder nicht; weil ER darunter leidet, muss er noch lange kein Gespräch führen, solange er nicht mehr im Haus wohnt, finde ich. Solange die beiden Eltern damit klarkommen, ist es ganz ihre Sache. Wenn er allerdings den Eindruck hat, dass die beiden sich kaputtmachen, dann darf er ruhig auch seinen Senf dazugeben. Er sollte allerdings keine Erwartungshaltung mitbringen, was das angeht.
Es ist ja verständlich, dass ihn das mitnimmt, aber er hat keinen Anspruch darauf, dass die beiden eine Beziehung so führen, wie er sich das vorstellt. Damit muss er selbst lernen klarzukommen.
 

Benutzer91572 

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Ich finde es nur immer wieder schlimm, dass ich nichts tun kann. Mein Freund und ich sind ab und an bei seinen Eltern zum essen. Die Stimmung ist immer geladen, keiner sagt was. Wenn wir wieder gehen, ist er total fertig und ich versuche ihn wieder aufzumuntern

Das verstehe ich. Aber wie wärs, wenn ihr das dann lässt? Er soll seinen Eltern sagen, dass er sie in Zukunft getrennt treffen möchte - vl in ein Lokal essen gehen - denn immerhin sind ja getrennt.

Dein Freund darf durchaus egoistisch sein und sagen "Wenn ihr euch entscheidet zusammen zu wohnen, dann sind mir die Spannungen zu hoch und das will ich nicht. Daher werde ich mich etwas distanzieren und treffen sind nur noch getrennt, an neutralen Orten möglich".

Er MUSS das nicht mit machen und sich dennoch nicht in die Beziehung seiner Eltern einmischen.
 

Benutzer37188 

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Dein Freund darf durchaus egoistisch sein und sagen "Wenn ihr euch entscheidet zusammen zu wohnen, dann sind mir die Spannungen zu hoch und das will ich nicht. Daher werde ich mich etwas distanzieren und treffen sind nur noch getrennt, an neutralen Orten möglich".

Er MUSS das nicht mit machen und sich dennoch nicht in die Beziehung seiner Eltern einmischen.

Da würde ich definitiv zustimmen.
 

Benutzer106058 

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Das verstehe ich. Aber wie wärs, wenn ihr das dann lässt? Er soll seinen Eltern sagen, dass er sie in Zukunft getrennt treffen möchte - vl in ein Lokal essen gehen - denn immerhin sind ja getrennt.

Dein Freund darf durchaus egoistisch sein und sagen "Wenn ihr euch entscheidet zusammen zu wohnen, dann sind mir die Spannungen zu hoch und das will ich nicht. Daher werde ich mich etwas distanzieren und treffen sind nur noch getrennt, an neutralen Orten möglich".

Er MUSS das nicht mit machen und sich dennoch nicht in die Beziehung seiner Eltern einmischen.

Den Vorschlag werde ich ihm mal machen. Denn so, wie es gerade läuft, kann es eigentlich nicht weitergehen.

Danke :smile:
 

Benutzer98976 

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Alles, was Dein Freund tun kann: Einmal klipp und klar seine Meinung kundtun - und sich dann zurückziehen. Wenn man Dinge nicht ändern kann, sollte man seine Einstellung oder seinen Umgang mit ihnen ändern. Sprich, kann er an der Situation mit seinen Eltern nichts ändern, sollte er versuchen, davon so wenig wie möglich mitzukriegen und sein eigenes Ding machen. Glücklicherweise ist er schon ausgezogen und hat es demzufolge selbst in der Hand, wie oft er sie sieht [sofern er nicht immernoch zu Hause wäscht].

Ist natürlich eine quälende und blöde Situation für ihn :frown: Wer findet es schon schön, wenn die eigenen Eltern sich gar nicht mehr lieb haben...egal wie alt er ist.

EDIT: Zu langsam. Kickingass hat es besser formuliert, ich kann das nur so unterschreiben.
 

Benutzer106058 

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Alles, was Dein Freund tun kann: Einmal klipp und klar seine Meinung kundtun - und sich dann zurückziehen. Wenn man Dinge nicht ändern kann, sollte man seine Einstellung oder seinen Umgang mit ihnen ändern. Sprich, kann er an der Situation mit seinen Eltern nichts ändern, sollte er versuchen, davon so wenig wie möglich mitzukriegen und sein eigenes Ding machen. Glücklicherweise ist er schon ausgezogen und hat es demzufolge selbst in der Hand, wie oft er sie sieht [sofern er nicht immernoch zu Hause wäscht].

Ist natürlich eine quälende und blöde Situation für ihn :frown: Wer findet es schon schön, wenn die eigenen Eltern sich gar nicht mehr lieb haben...egal wie alt er ist.

Er versucht ja schon, so wenig wie möglich mit seinen Eltern zu tun zu haben. Wir machen unseren Haushalt hier vollkommen alleine und sind auch sonst von seinen Eltern nicht abhängig. Aber seine Mutter ruft jede Woche mindestens zweimal an und lädt uns zum essen ein. Wir geben dann natürlich oft vor, etwas anderes zu tun zu haben, aber länger als drei oder vier Wochen können wir ihnen nicht aus dem Weg gehen.

Er hasst seine Eltern ja auch nicht. Er fühlt sich verantwortlich dafür, dass seine Mutter 20 Jahre bei seinem Vater geblieben ist, damit er eine schöne Kindheit hat. Deshalb kann er auch nicht wirklich knallhart sein.
 

Benutzer91572 

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Er fühlt sich verantwortlich dafür, dass seine Mutter 20 Jahre bei seinem Vater geblieben ist, damit er eine schöne Kindheit hat.

Da würde ich auch mal ansetzen. Er ist für gar nichts verantwortlich. Seine Mutter, ein erwachsener Mensch, hat sich für diesen Weg, aus eigenem Wunsch entschieden. Und da hat sicher auf viel Angst a la "Wie schaff ich das alleine mit den Kindern" mitgespielt und nicht nur "Das hab ich nur für euch gemacht".

Soll ein 3 jähriger sagen: "Geh Mama, wenn du mit dem Papa nicht glücklich bist, dann triff eine reife Entscheidung und trennt euch." - das wird nicht passieren.

Dein Freund soll sich da bloß keine Verantwortung aufs Aug drücken lassen. Seine Mutter hat für sich entschieden und kann niemanden dafür verantwortlich machen, außer sich selbst.
 

Benutzer106058 

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Dein Freund soll sich da bloß keine Verantwortung aufs Aug drücken lassen. Seine Mutter hat für sich entschieden und kann niemanden dafür verantwortlich machen, außer sich selbst.

Das versuch ich ihm auch immer klarzumachen. Und er sagt dann zwar: "Ja, du hast ja recht.", aber ich merke genau, wie es in ihm drin nicht wirklich ankommt.
Ich hatte ja auch gehofft, dass es durch das Ausziehen besser wird, dass er sich nicht mehr ganz so verantwortlich fühlt, aber es hat in dieser Richtung nicht wirklich etwas gebracht.
 

Benutzer91572 

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Das versuch ich ihm auch immer klarzumachen. Und er sagt dann zwar: "Ja, du hast ja recht.",

Probiers doch auf eine andere Art. Wenn er wegen der Situation betrübt ist, dann frag ihn mal, was er sich vorstellt, was er hätte tun sollen. Und wenn er meint, dass er das nicht weiß, dann frag weiter. Bis er am Ende, selbst die Worte ausspricht, dass er nichts hätte tun können und nicht verantwortlich ist. Er soll dir nicht nur zustimmen, er muss selbst aussprechen - dadurch geht ihm vl ein Licht auf.
 

Benutzer98976 

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Aber seine Mutter ruft jede Woche mindestens zweimal an und lädt uns zum essen ein. Wir geben dann natürlich oft vor, etwas anderes zu tun zu haben, aber länger als drei oder vier Wochen können wir ihnen nicht aus dem Weg gehen.

Er hasst seine Eltern ja auch nicht. Er fühlt sich verantwortlich dafür, dass seine Mutter 20 Jahre bei seinem Vater geblieben ist, damit er eine schöne Kindheit hat. Deshalb kann er auch nicht wirklich knallhart sein.

Und wieso könnt ihr ihnen nicht länger aus dem Weg gehen? Das meine ich damit, einmal eine klare Ansage zu machen. Seine Eltern sollten wissen, dass er unter der Situation leidet und sich so wenig wie möglich damit konfrontieren will, weil ihm das einfach nicht gut tut. Er hat das Recht, sich selbst zu schützen. Bisher ist das unausgesprochen, damit tut er sich selbst keinen Gefallen.

Und ganz ehrlich, er ist nicht verantwortlich für das Handeln seiner Mutter. Das sollte er sich bewusst machen, immer wieder! Im Gegenteil, denn sie war die Erwachsene und als solche hatte sie selbst die Wahl, wie sie handelt! Ein Kind kann niemals verantwortlich dafür sein! Oder hat er sich als Kleinkind hingestellt und ihr den Arm auf den Rücken gedreht, so zu handeln? Nein.
Und was für eine "schöne" Kindheit ist das bitte, die auf Basis einer Lüge stand? Mir jedenfalls würde das einen ganz schön bitteren Nachgeschmack geben und ich würde Vieles aus meiner Kindheit in Frage stellen.

Ihm geht es nicht gut mit dem, was passiert ist. Vielleicht braucht er einfach nur das offene Gespräch, um besser damit umgehen zu können. Vielleicht braucht er auch eine halbjährige Kontakteinstellung. Das weiß hier keiner. Aber fest steht, dass er sich von dieser 'Verantwortung' frei machen und herausfinden sollte, was ihm in dieser Situation jetzt gut tut. Und momentan tun ihm die regelmäßigen Essen offensichtlich nicht gut. Dann sollte er sie lassen.
Einfacher gesagt, als getan - ich weiß. Man liebt seine Eltern und will ihnen nicht gram sein. Ich kenne das selbst ganz gut, wenn auch aus anderem Zusammenhang. Aber manchmal braucht es Zeit, um mit neuen Situationen umgehen zu können und mit den Eltern wieder ins Reine zu kommen. Und diese Zeit oder was auch immer Dein Freund dazu braucht, sollte er sich nehmen - und dabei jeglichen Gedanken an 'Verantwortung' verbannen. Er muss jetzt mal an sich selbst denken. Sonst macht er sich damit vielleicht noch kaputt - und das können auch seine Eltern nicht wollen. Nur manchmal sind auch Eltern noch Kinder und müssen Grenzen gesetzt bekommen. Von ihren Kindern - indem diese ihnen sagen, wo ihre Grenzen liegen: Stopp, hier und nicht weiter.

Das klingt jetzt so hart und krass, so ist es aber gar nicht gemeint. Alles Liebe Deinem Freund.
 

Benutzer106058 

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Probiers doch auf eine andere Art. Wenn er wegen der Situation betrübt ist, dann frag ihn mal, was er sich vorstellt, was er hätte tun sollen. Und wenn er meint, dass er das nicht weiß, dann frag weiter. Bis er am Ende, selbst die Worte ausspricht, dass er nichts hätte tun können und nicht verantwortlich ist. Er soll dir nicht nur zustimmen, er muss selbst aussprechen - dadurch geht ihm vl ein Licht auf.

Danke, das werd ich das nächste Mal versuchen. Wäre sicherlich eine Erleichterung für ihn, ich würde es ihm sehr wünschen :smile:

EDIT:
Danke, unklar. Ja, wir werden demnächst weiter auf Abstand zu gehen. Anders geht es nicht.

Und nochmals ja, seine Kindheit sieht er seitdem auch mit ganz anderen Augen. Vor allem kann er es immer noch nicht fassen, dass die Affäre seiner Mutter von ihr als sein Nachhilfelehrer eingesetzt wurde. Das und noch viel mehr hat seine Kindheit ganz schön verzerrt.

Ich werde versuchen, ihm so gut es geht klarzumachen, dass er mehr an sich denken sollte.

Ich danke euch für eure Hilfe :smile:
 

Benutzer91572 

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Ich glaube ihr kriegt das schon gut hin, schön das du deinen Freund so unterstützt und ihm helfen willst.
 

Benutzer98976 

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Ich glaube ihr kriegt das schon gut hin, schön das du deinen Freund so unterstützt und ihm helfen willst.

Ja, das sehe ich auch so :smile: schön, dass Dein Freund Dich hat und Du ein bisschen auf ihn aufpasst. Scheinbar hast Du ihm ja schon beim Auszug geholfen, was sicherlich ein guter erster Schritt war, um Abstand zu kriegen.
 

Benutzer106058 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke nochmal für eure schnelle Hilfe, ich werde weiter daran arbeiten :smile:
 
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