Problem häufig ansprechen und den Partner unter Druck setzen

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Hier schwirren immer so viele Menschen mit Beziehungs- und Sexproblemen herum. Häufig wird dem derzeit Leidenden dazu geraten, dass man das Problem endlich durch Reden klären muss. Was aber, wenn sich dessen Partner durch häufiges ansprechen des Problems – schließlich möchte man es ja lösen - unter Druck gesetzt fühlt und nun (auch) leidet?

1.) Soll man es irgendwann lassen, das Problem anzusprechen?
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2.) Oder sollte man monatelang unter dem Problem leiden, es dafür aber seltener ansprechen, damit der Partner sich nicht unter Druck gesetzt fühlt?
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3.) Ist es okay den anderen unter Druck zu setzten um das Problem zu lösen?
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4.) Wie handhabt ihr solche Situationen, wenn ihr unter einer Situation wirklich leidet, der Partner sich aber durch das (häufige) darauf aufmerksam machen unter Druck gesetzt fühlt?
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L

Benutzer

Gast
Ich denke, wenn ein Problem darin besteht, dass einer der Partner keine Lust auf irgendeine Praktik oder Stellung hat, sollte man es lassen, dieses ständig anzusprechen und versuchen, den anderen zu überzeugen. Ansonsten bin ich immer für "Schlussstrich ziehen", als jemanden ständig umpolen zu wollen. Oder man arbeitet mal an sich selbst.
 

Benutzer72934 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne beide Seiten.
Ich kenne es unter Druck gesetzt zu werden und auch, ein irgendwie noch nicht ganz geklärtes Problem in der Beziehung zu haben.
Eine Patentlösung gibt es leider nicht...
Unter Druck gesetzt fühle ich mich vor allem dadurch, wenn etwas immer und immer wieder zur Sprache gebracht wird und man nie zu einer 'Lösung' kommt. In einem solchen Fall werde ich schon gereizt, wenn sich das Thema anzubahnen droht. Das einzige, was bei mir in einer solchen Situation hilft ist eine sachliche Diskussion mit der Suche nach einer Lösung. Also nicht nur einfach wieder das auf's Tapet bringen, was schon x-mal erörtert wurde, sondern auf sachlicher Ebene erklären, was einen stört, warum es einen stört, was man geändert haben möchte und in welchen Bereichen man selbst bereit ist sich zu ändern. Das Gespräch ist erst dann erfolgreich, wenn man sich auf etwas geeinigt hat und darin übereinkommt, das Problem nicht mehr zu thematisieren, es sei denn, einer der beiden verstößt gegen die 'Übereinkunft'.
Vor allem sollte so ein Gespräch für mich nicht emotional geladen sein. Da blockt man nämlich viel schneller ab (zumindest ich), oder lässt sich auf etwas ein, was man eigentlich nicht will.

Natürlich kommt es auch auf die Art des Problems an. Wenn es (wie Lenny sagte) ein Problem ist, dass einer z.B. unbedingt Doggy machen will, der andere das aber nicht mag sollte das nicht ständig zum Streit führen. Da macht irgendwann der Sex gar keinen Spaß mehr.
Wenn es etwas auf 'Beziehungsebene' ist, man sich aber nicht trennen will, dann kommt das zum Tragen, was ich oben geschrieben habe. Zum Beispiel ist ein Partner extrem eifersüchtig, der andere nicht und flirtet gerne. Da kann ein Mittelweg gefunden werden.

Wenn das Problem selbst mit einem absolut klärenden Gespräch nicht zu lösen ist würde ich (wenn ich diejenige bin, die unter Druck gesetzt wird) wohl nicht mehr lange in der Beziehung glücklich sein können.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich bin ohnehin kein Freund von langen Diskussionen und alles zu zerreden, entweder ich kann etwas akzeptieren und darauf verzichten oder der Leidensdruck ist so hoch, dann spricht man das einmal richtig und klar an und weiß dann woran man ist.

Das dann jemand nein sagt heißt zwar noch nichts, aber beide wissen erstmal woran sie sind und dann ist es Sache des gefragten, entgegenzukommen.

Allerdings habe ich mich noch nie unter Druck gesetzt gefühlt, aber ich weiß das ich meinen Mann lange unter Druck gesetzt habe, heut weiß er bescheid, was ich mir wünsche und erwarte und entweder er kommt nun von sich aus oder wir vergessen es eben und man sucht Alternativen oder geht Kompromisse ein.
Man muss einfach das Mittelmaß finden, wann man schweigen sollte und wann reden noch was nützt.
Und immer im Auge behalten, mit was davon man selber am besten zurechtkommt.

Dauernd wieder nachhaken, nervt auf Dauer beide Seiten und tötet auch Gespräche auf anderen Ebenen.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke, wenn ein Problem darin besteht, dass einer der Partner keine Lust auf irgendeine Praktik oder Stellung hat, sollte man es lassen, dieses ständig anzusprechen und versuchen, den anderen zu überzeugen. Ansonsten bin ich immer für "Schlussstrich ziehen", als jemanden ständig umpolen zu wollen. Oder man arbeitet mal an sich selbst.

Das trifft es so ziemlich, mit der Ergänzung, dass ich schon finde, dass man ein Problem, das eben grundlegend ist, ein paar Mal RICHTIG miteinander diskutieren kann. Wenn sich dann nichts bessert, naja, dann ist es eben so.

Ständiges Belagern kann zwar nerven. Allerdings nervt das ständige "nein, ist alles i.O."-Getue, wohl im Wissen, dass eben überhaupt nicht alles i.O. ist, mindestens genauso.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ständiges Belagern kann zwar nerven. Allerdings nervt das ständige "nein, ist alles i.O."-Getue, wohl im Wissen, dass eben überhaupt nicht alles i.O. ist, mindestens genauso.

Das stimmt allerdings auch, wenn man nicht zu einer Lösung kommt aber den Istzustand gerade so akzeptieren oder tolerieren kann, heißt das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist, dass sollte man schon immer mal wieder klar sagen und dem Partner gegenüber richtig stellen. Das sehe ich dann eher als Ermunterung, denn als Druck.

Ist eh immer alles eine Frage des Tons, wie es auf den Partner wirkt, ist bestimmt in den ersten Jahren der Beziehung nicht so leicht den richtigen Ton zu treffen.
 

Benutzer15933 

Verbringt hier viel Zeit
1.) Soll man es irgendwann lassen, das Problem anzusprechen?

Na auf keinen Fall. Echte Probleme lösen sich nicht von alleine (nicht innerhalb eines Menschenlebens).

2.) Oder sollte man monatelang unter dem Problem leiden, es dafür aber seltener ansprechen, damit der Partner sich nicht unter Druck gesetzt fühlt?
Monatelang ist deutlich zu lang, je nach persönlicher Leidensfähigkeit würde ich dem Partner eine Frist setzen, bis zu der das Problem gelöst, oder zumindest weiter besprochen sein muss. Diese Frist kann man auch sich selbst setzen, um den Partner nicht offen unter Druck zu setzen. Und wenn die Frist vorbei ist, bleibt nur die Konsequenzen zu ziehen.

3.) Ist es okay den anderen unter Druck zu setzten um das Problem zu lösen?
Wenn es ein gemeinsames Problem ist, ja, unbedingt!

4.) Wie handhabt ihr solche Situationen, wenn ihr unter einer Situation wirklich leidet, der Partner sich aber durch das (häufige) darauf aufmerksam machen unter Druck gesetzt fühlt?
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Frist setzen/merken, konsequenzen aufzeigen und durchsetzen. Auch wenn es einem selbst schmerzt, ist es der einzige Weg - nach meinen Erfahrungen.
Und durch die Konsequenz, in meinen Fällen die Beziehung zu beenden, hat sich eine meiner Ex-Freundinnen von der Eß-Störung erholt und wieder aufgebaut.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
1.) Soll man es irgendwann lassen, das Problem anzusprechen?
Kommt immer aufs Problem an...
Wenn man etwas einfach nicht akzeptieren kann, muss sich nun mal irgendwas ändern. - Da hilft es nicht, die Sache ewig rauszuzögern und in sich reinzufressen.
Aber natürlich muss man auch oft Kompromisse finden.

Nicht ansprechen und den Zustand so zu belassen, halte ich oftmals für die schlechteste Lösung.

2.) Oder sollte man monatelang unter dem Problem leiden, es dafür aber seltener ansprechen, damit der Partner sich nicht unter Druck gesetzt fühlt?
Kommt aufs Problem an. - Wenn man mit irgendwas überhaupt nicht zurecht kommt, ist es doch besser, darüber zu rede, als erst mal alles in sich rein zu fressen und irgendwann, wenn man dann nicht mehr kann, die Beziehung zu beenden.

3.) Ist es okay den anderen unter Druck zu setzten um das Problem zu lösen?
Wenn man etwas einfach nicht akzeptieren kann, finde ich es legitim, das zu sagen. (Wobei ich es nicht gut finde, dem Partner ein Ultimatum zu stellen, o.Ä.)
Aber wegen irgendwelchen blöden Kleinigkeiten ist so etwas natürlich nicht angebracht.

4.) Wie handhabt ihr solche Situationen, wenn ihr unter einer Situation wirklich leidet, der Partner sich aber durch das (häufige) darauf aufmerksam machen unter Druck gesetzt fühlt?
Mangels Partnerschaft war ich noch nie in einer solchen Situation.
Aber im Normalfall spreche ich Probleme an und fresse sie nicht in mich rein.
 

Benutzer15156 

Meistens hier zu finden
kommt auf das problem an, finde ich.
wenn es etwas ist mit dem man nicht leben kann, dann muss man es ansprechen. dann sollte eine klare stellungnahme vom partner dazu kommen. er wird es ändern oder nicht, er braucht zeit etc.
und wenn er zeit braucht, dann sollte man ihm die auch zugestehen und ihn nicht mit ständigen nachfragen unter druck setzen.

wenn sich nichts ändert und auch kein kompromiss möglich ist, führt wohl kein weg daran vorbei die sache öfters anzusprechen. wenn das allerdings offensichtlich zu nichts führt, sollte man sich entscheiden ob man mit dem problem leben kann oder eben nicht.
 

Benutzer56469  (36)

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1.) Soll man es irgendwann lassen, das Problem anzusprechen? Ja sollte man.
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2.) Oder sollte man monatelang unter dem Problem leiden, es dafür aber seltener ansprechen, damit der Partner sich nicht unter Druck gesetzt fühlt? Man sollte es ein bis zwei mal ansprechen. Wenn sich der Partner unter Druck gesetzt fühlt sollte man aufhören es anzusprechen.
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3.) Ist es okay den anderen unter Druck zu setzten um das Problem zu lösen? Absolut nicht.
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4.) Wie handhabt ihr solche Situationen, wenn ihr unter einer Situation wirklich leidet, der Partner sich aber durch das (häufige) darauf aufmerksam machen unter Druck gesetzt fühlt? Ist noch nicht vorgekommen bis jetzt, würde es aber lassen nach einiger Zeit oder es ein letztes Mal versuchen.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ein so grundlegendes Problem, das immer wieder zu Spannungen führt, habe ich noch nicht erlebt. Klar gibt es Dinge an meinem Freund bzw. seinem Verhalten, die mich zeitweilig stören - aber nichts, was mich wirklich so sehr belastet, dass ich mir die oben genannten Fragen stellen müsste.

Gibt es vielleicht mal ein konkreteres Beispiel für ein Problem, das sich nicht einfach beheben lässt und somit immer weiter nagt? So pauschal lassen sich die Fragen nicht beantworten... wie andere schon sagten: Kommt aufs Problem an.

Dass man miteinander redet, wenn man in einer Sache unzufrieden oder gar unglücklich ist, finde ich normal. Allerdings kenne ich es nicht, dass es dann nach ein oder zwei Gesprächen nicht "geklärt" ist... Von daher bin ich nie drauf gekommen, dass ich meinen Freund unter Druck setzen könnte, um eine "Lösung" zu erreichen.
Wenn es keine einfache Lösung gibt, finde ich für mich einen Weg, mich mit der Sache zu arrangieren.

Wenn es so gravierende und prinzipielle Probleme miteinander gibt, könnte es auch sein, dass ich vielleicht zum Schluss käme, dass eine Trennung besser ist. Mit "Weglaufen" hat das weniger zu tun, klar kann man streiten und diskutieren und sollte nicht leichtfertig aufgeben, aber wenn es etwas so Problematisches gibt, dass nicht lösbar ist und einen oder beide so sehr belastet, ist eine Trennung vielleicht sinnvoll.
 
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