Studium Problem bei Themenfindung Masterthesis Wirtschaftsinformatik

Benutzer7447  (34)

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Hey zusammen,
irgendwie stehe ich gerade mehr als doof auf dem Schlauch...
Und zwar rückt bei mir der Master in greifbare Nähe und nun kommt die berühmte Suche nach dem Thema...
Ich arbeite mittlerweile in einem großen internationalen Handelsunternehmen in der IT und kümmere mich dort um das Anforderungsmanagement und die Preiskalkulation für die Abteilungen.
Jedoch bin ich in dem Unternehmen noch neu.
Meine Frage, ob es dort Themen gibt für eine Thesis wurde bejaht, mir wurde jedoch aufgrund der unendlichen Regularien davon abgeraten da ich ja "nur" berufsbegleitend studiere und mich die Regularien zeitlich zerreissen werden....

Zu meiner Interessenslage:
Perspektivisch möchte ich wieder in der IT-Management (ich war schonmal im IT-Management) und mich perspektivisch als IT-Leiter im Mittelstand entwickeln.
Daher würden mich die groben Themen IT-Management und Personalführung sehr interesssieren.
Bei beiden habe ich aber absolut ein Brett vor dem Kopf worüber man schreiben kann.
Erste Gespräche mit möglichen Betreuern haben ergeben, dass diese ein Exposé wünschen über ein mögliches Thema und darüber dann reden wollen.
Fragen nach Anstößen zu möglichen Themenbereichen die ich weiterentwickeln kann wurden abgelehnt.

Zudem würde ich meine Thesis gerne mit einem Fachbezug schreiben, also auch gerne an die Theorie etwas Praxis anbauen und dazu ein Partnerunternehmen gewinnen.
Das geht natürlich auch nur mit einem definierten Thema, erst damit kann man Werbung machen gehen...

Ich habe nun schon auf den Seiten der Dozenten hin und her gesucht was die unterrichten und nach Hinweisen geschaut, woran sie gerade forschen und in welche Richtung deren Interessenslage gehen könnte. Leider alles nichts.

Als Stichworte sind natürlich oft ITIL und die Cloud gefallen.
Mit beidem habe ich leider bei meinem aktuellen Arbeitgeber null Berührungspunkte und da fallen mir auch eher wenig Subthemen ein, die im Rahmen eines Masters behandelt werden könnten.

Mein Herz schlägt eigentlich deutlich mehr für Management als für Mitarbeiterführung, also eher für Prozesse und Optimierungen der Effizienz.

Gibt es hier Leute aus der Branche die aufgrund dieser Thematiken und Anforderungen einfach mal grobe Themenbereiche in den Raum stellen möchten?
Ich möchte keinesfalls um genaue Fragestellungen bitten da es schon meine Ausarbeitung sein soll.
Ich versuche auf diesem Weg nur das Brett etwas zu lösen damit ich dort klarer sehe und es vom Kopf weg bekomme :smile:

Danke und gruß



Ostwestfale
 

Benutzer44777  (38)

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Ich habe den vielen Studis immer den Tipp gegeben, ihre Thesis problemorientiert zu gestalten. In der Einführung skizzierst du das Problem und machst dem Leser klar: wenn das Problem nicht gelöst wird, dann habe ich als Leser ein schlechtes Gefühl. Im Fazit bist du dann der Retter und erläuterst, wie deine Arbeit bei der Lösung dieses Problems hilft oder es gar komplett gelöst hat (Leser atmet erleichtert auf).
Wenn man eine Doktorarbeit schreiben will, muss es sogar so sein, dass man erst über ein Thema schreiben darf, wenn jemand anderes dies als Problem aufgezeigt hat.

Im Bereich IT gibt es gerade sehr viele offene Baustellen. Wir befinden uns immer noch in der Hypephase des Cloudcomputing. Was kommt danach? Hier könnte man Vergleiche zum Outsourcing mit anschließender Near/Insourcing Tendenz ziehen.

Aus Wirtschaftssicht könntest du auch betrachten, wie man eine Budgetplanung mit Clouddiensten machen kann. Gerade bei Verbrauchsabrechnung und unklarem Verbrauch kann dies eine Herausforderung darstellen. Oder in die Richtung: kann eine Firma noch ohne Nutzung von Clouddiensten überstehen? Hier könntest du Vergleiche zu zahlreichen anderen Technologieänderungen heranziehen, musst aber aufpassen, dass es wissenschaftlich genug bleibt.

Wenn du bei ITIL und IT-Mgmt bleiben willst, gibt es dort auch genug Ansatzpunkte. Du könntest aus der Wirtschaftssicht betrachten, ob ITIL sinnvoll umgesetzt wird. Viele führen ITIL nur auf der technischen Seite ein :zwinker:
 

Benutzer7447  (34)

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Hey _J_,
erstmal danke für deine Antwort.
Die problemorientierte Herangehensweise klingt in der Tat immer am besten.
Aber dazu muss es erstmal eine Problemstellung geben die man bearbeiten kann.
Über das Thema Dissertation hatte ich einen anderen Thread vor einigen Monaten.
Das Thema ist erstmal far away, erstmal muss der Master funktionieren.....
Danach mache ich mir da Sorgen / Gedanken oder eben nicht.

Was nach Cloud kommt erschließt sich mir nicht, auch nicht der wissenschaftliche Ansatz dahinter.
Das wäre für mich auch eher Stoff für eine Dissertation als für eine Masterarbeit.
Genau so das Thema Near-/Insourcing, was zweifelsohne gerade wieder mal eine Wellenbewegung ist.
Aber dazu bedarf es Fallbeispiele und die kann ich nicht sinnvoll liefern.
Zumal auch da wieder der wissenschaftliche Ansatz aus meiner Sicht schwierig ist.
Da würde ich mich schon mit der Literaturrecherche echt schwer tun und keinen rechten Zugang finden.
Und im Bachelor habe ich gelernt das Themen, an denen man sich schon zu Beginn stößt und womit man sich unendlich schwer tut ohne das eine Besserung erkennbar ist nicht der beste Weg sind um die Phase durchzustehen...

Die Budgetplanung mit Clouddiensten klingt wiederum sehr interessant oder allgemein das Thema Abrechnung / Belastung. Aber auch da fehlt mir gerade der Bezug zu da mein aktueller Arbeitgeber gerade das Thema Cloud für sich entdeckt und erforscht. Leider durfte ich nicht in die Fachgruppe mit rein, das wäre sonst der Clou gewesen :smile:
Die Frage ob eine Firma ohne Clouddienste überleben kann halte ich derzeit für sehr emotional getrieben und wenig wissenschaftlich. Denn immerhin sind wir erst in der Umbruchphase und wenn man den aktuellen Zahlen der Studien von Capgemini trauen kann sind aktuell nach wie vor sehr wenige Dienste wirklich in der Cloud.
Sprich da von sowas gravierendem wie überstehen zu sprechen wäre derzeit noch stark überzogen wie ich finde.

Auf die Betrachtung einer Einführung von ITIL habe ich auch durchaus spekuliert.
Aber mein aktueller Arbeitgeber hat, anders als im Vorstellungsgespräch dargestellt, eine absolute Abneigung gegenüber ITIL und den ITIL Prozessen.
Selbst das Wort ist verpönt und wird mit Missachtung bestraft.
Somit fehlt mir dort derzeit wieder der Bezug und das Praxisbeispiel welches man näher zerpflücken kann.
Und mein Arbeitgeber wird mir keine Mitarbeit in einem anderen Unternehmen gestatten für sowas fürchte ich :smile:



Gruß
 

Benutzer44777  (38)

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Ich weiß nicht, was ich von deiner Antwort halten soll. Bist du bei deinem Arbeitgeber als normaler Mitarbeiter oder als Student? Wenn letzteres, finde ich die Unterstützung zweifelhaft.

Was ist mit Themen wie ERP? Das ist so ein Standard WI-Thema..
 

Benutzer7447  (34)

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Hey _J_,
erneut Danke für deine Antwort.
Ich bin bei meinem Arbeitgeber als "normaler Mitarbeiter" angestellt, da ich berufsbegleitend studiere.
Im Vorstellungsgespräch wurde dies sehr begrüßt und es wurde auch, aufgrund einer Frage von mir, betont, wie viele Mitarbeiter dies tun und das man natürlich gerne Abschlussarbeiten begleitet oder sogar gemeinsam entwickelt.
Das klang für mich solide und sehr reizvoll und war auch sicher ein (wenn auch minimaler) Faktor das Angebot anzunehmen. Leider stellte sich das nun als Lockangebot heraus, denn auf Basis konkreter Fragen wie das nun laufen kann wurde mehrfach gesagt dass die Hürden so hoch sind dass ich es berufsbegleitend nicht schaffen werde.
Mit Hürden meine ich in diesem Kontext unter anderem die Zeit, die eine interne Prüfung durch Fachabteilungen und die Rechtsabteilung benötigt bevor die Arbeit trotz Sperrvermerk überhaupt freigegeben werden kann.
Die ist wohl so großzügig angelegt und die Änderungen können so umfangreich sein, dass dort keine Chance besteht dies "nebenher" zu schaffen...
Daher habe ich gefrustet von diesem Plan Abstand genommen weil diese Haltung bereits zeigt, dass man daran kein Interesse hat. Und auf halbherziges betreuen einer Master Thesis gepaart mit umfangreichen "Hürden" und Behinderungen habe ich wieder keine Lust....

ERP ist ein typisches WI Thema, in der Tat.
Aber ich habe zu ERP bislang absolut keine Berührungspunkte gehabt und möchte in meinem weiteren Berufsleben eigentlich auch nicht wirklich in diese Richtung streben....
Da der Titel der Masterthesis im Lebenslauf durchaus hinterfragt wird (ist mir beim Bachelor unendlich oft passiert) würde ich dadurch lieber mein Profil schärfen.

Derzeit schwebt mir etwas in Richtung Sourcing Strategie vor. Wobei ich da noch nicht die genaue Fragestellung erarbeitet habe und zudem nicht weiß, ob meine Idee in der Begrenzung der Seiten realisierbar sein wird.
Aber im Moment arbeite ich an einem ersten Exposé für einen möglichen Betreuer und werde, sobald ich die Anforderungen an die Form des Exposés seitens des Betreuers kenne, dieses mal einreichen als Diskussionsgrundlage.
Schauen wir mal was herauskommt :smile:

Natürlich bin ich weiter für grandiose Themenbereiche zu haben denn ich weiß noch nicht sicher, ob mein Bereich nicht zu groß ist und ob er vielleicht nicht sogar durch weitere Fokussierung zur uninteressanten Sackgasse gerät.



Gruß
 
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