Privatschule - Pro/Kontra

Benutzer109783 

Beiträge füllen Bücher
Ich finde es auch immer schade, wenn Schulklassen so riesig sind und die Kids sich dem Lehrplan anpassen müssen. Kinder sind so unterschiedlich. Daher möchte ich auch, dass meine Kinder auf eine Privatschule kommen, auf der sich der Lehrplan dem einzelnen Kind anpasst und max. 15 Kinder in einer Klasse sind. Ich habe leider sehr schlechte Erfahrungen als Grundschüler gemacht und als ich auf eine Privatschule kam, war alles besser. Meine Frau findet das leider nicht sooo gut, und ihre Eltern, die beides Lehrer sind, auch nicht. Mal sehen. In Deutschland würde mein Kind ohne zu zögern auf eine Privatschule kommen, da ich das deutsche Schulsysten ganz scheiße finde.

Ich habe überdurchschnittliche viele Lehrerkinder (inkl. meiner selbst) im Freundeskreis und viele sind unterdurchschnittlich schlecht in der Schule gewesen. Bzw. besonders gern in den Fächern der Eltern :grin: Ein Graus für die Eltern. :grin:
Echt? Das wundert mich. Wenn man einen Mathelehrer als Papa hat, kann der doch immer alles erklären? Meine Schwiegereltern unterrichten unter Anderem Englisch und Schwedisch (in Schweden) und das waren auch die besten Fächer meiner Frau. :grin: Aber sie haben als Englischlehrer auch ständig Urlaube in England gemacht, das bringt ja auch Einiges.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer108391  (39)

Verbringt hier viel Zeit
In unserem Bundealnd werden alle Kinder schulpflichtig, die noch im September sechs werden. Bis Dez. Kann-Kinder. Das ist schon sehr früh, finde ich. Obwohl andere Länder da noch viel früher dran sind. In den Niederlanden beginnt die Schule schon mit vier, glaube ich bzw ist es dann so ne Art Mischform Kiga/Schule , meine ich. Ich finde, es kommt ja immer drauf an, WIE Schule läuft. Erstklässler können noch nicht stundenlang nur auf ihrem Hintern sitzen. Es sollte viel mehr bewegte Schulen geben.

Vorschule kenn ich so, dass das die Kinder im letzten Jahrvor Schuleintritt einmal oder mehrmals die Woche seperat "geschult" werden, also auf die Schule vorbereitet werden. Dazu gehört auch und vor allem der Bereich Sprache (Silben klatschen etc). Den Namen schreiben dann alle schon, meine ich. Ich denke, in dem Alter wollen sie das ja auch. Sind dann eben alles Großbuchstaben oder auch noch spiegelverkehrt oder so. Und Kinder mit großen Geschwistern können da ja oft schon noch mehr schreiben und auch lesen. Verbieten bringt da nichts, finde ich, auch wenn manche Grundschulellherer das gerne hätten. Ist dann natürlich aufwendiger für sie. Bei Klasssengrößen wie von LULU beschrieben der Hammer. Obwohl das hier nicht so möglich wäre. Ein Kind mit Förderbedarf zählt für zwei. Entsprechend verkleinern sich dann die Klassnegrößen. Leider wird an dern Förderschullehrerstd. in der GS gespart: pro Klasse zwei Std die Woche ist ein Witz. An der IGS, an der ich bin, sind wir bei 5 Schülern mit Bedarf mind. 15 Std. mit in der Klasse. Das geht dann schon ganz gut.

Viola, wenn André von sich aus lesen lernen will oder was auch immer, könnt ihr das ja auchfrgreifen, aber gegen seinen Willen... ich denke, das führt dann dazu, dass er gar keinen Bock mehr auf Schule hat. Und zumindest am Anfang freuen sie sich ja noch drauf. Vermiest ihm das nicht.


Von Privatschulen halt ich nichts, ist mir zu elitär. Von großen Klassen auch nicht, aber so ist es leider, unser deutsches Schulsystem. Auf einer Privatschule sind die Kinden nur unter sich, keine Kinder mit Behinderungen, alles Kinder aus höheren sozialen Schichten bzw aus Familien mit Geld. Furchtbar.... Da bleiben die sozialen Kompetenzen auf der Strecke. Vor allem kann man seine Kinder ja leider nicht beschützen. Du kannst dich ja mal umhören an den versch. Schulen. Die weiterführende darf man sich ja aussuchen.Daist dann unter den staatlichen sichher eine bei, die dir auch gefällt.
 
T

Benutzer

Gast
Auf einer Privatschule sind die Kinden nur unter sich, keine Kinder mit Behinderungen, alles Kinder aus höheren sozialen Schichten bzw aus Familien mit Geld. Furchtbar.... Da bleiben die sozialen Kompetenzen auf der Strecke.
Ich bin jetzt ehrlich sehr erschrocken über so viel Schubladen-Denken. :cautious: Das muss doch alles nicht so sein! Ich war selbst an einer Privatschule, da waren diverse Kinder mit Behinderungen, Kinder aus Familien "ohne Geld" (da wird beim Schulgeld unter die Arme gegriffen oder auch nur bei den Kosten für Klassenfahrten etc.), und auf soziale Kompetenzen etc. wird ganz besonders viel Wert gelegt. Es gibt viele spezielle Projekte je nach Altersstufe und Interessen, Gruppen die sich besonders engagieren, und so weiter und so fort. Und es gab zumindest zu meiner Schulzeit auch Probleme mit Drogen an der Schule. Ist nicht so, dass an Privatschulen alles automatisch High-Society-Puppenstuben-Welt ist. Zumindest kann man das nicht einfach pauschal so verallgemeinern.
 

Benutzer108391  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin jetzt ehrlich sehr erschrocken über so viel Schubladen-Denken. :cautious: Das muss doch alles nicht so sein! Ich war selbst an einer Privatschule, da waren diverse Kinder mit Behinderungen, Kinder aus Familien "ohne Geld" (da wird beim Schulgeld unter die Arme gegriffen oder auch nur bei den Kosten für Klassenfahrten etc.), und auf soziale Kompetenzen etc. wird ganz besonders viel Wert gelegt. Es gibt viele spezielle Projekte je nach Altersstufe und Interessen, Gruppen die sich besonders engagieren, und so weiter und so fort. Und es gab zumindest zu meiner Schulzeit auch Probleme mit Drogen an der Schule. Ist nicht so, dass an Privatschulen alles automatisch High-Society-Puppenstuben-Welt ist. Zumindest kann man das nicht einfach pauschal so verallgemeinern.

Ok, mag sein. Die Schulen hier, die ich kenne, sind da eher nicht so. Und ich frage mich einfach, warum es eine Privatschule sein muss? Erst Recht, wenn ja scheinbar doch kein Unterschied zu staatlichen Schulen vorliegt.
 
T

Benutzer

Gast
Und ich frage mich einfach, warum es eine Privatschule sein muss? Erst Recht, wenn ja scheinbar doch kein Unterschied zu staatlichen Schulen vorliegt.
Es besteht eben doch ein gewisser Unterschied (kann natürlich nur von meiner Schule reden), nämlich die christliche Ausrichtung und der Fokus auf gutes Miteinander und soziales Engagement über den eigenen Dunstkreis hinaus...
 

Benutzer108391  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Naja, da gibt es auch staatliche Schulen, die auf sowas Wert legen. Das ist dann auch Verallgemeinerung zu sagen, dass allle staatlichen Schulen schlecht seien. Außer die christliche Ausrichtung, aber da bin ich eh raus.
 

Benutzer108391  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Hab ich doch gar nicht? :confused:
Stimmt, du nicht. Sorry, war auch nicht so gemeint. Ich finde nur beim Besuch einer Privatschule bleibt der Beigeschmack, etwas Besseres zu sein, weil die herkömlichen Schulen ja nicht reichen. Eine Freundin unterrichtet an einer Privatschule (Gymnasium) und meint, dass viele der Schüler sehr hochnäsig seien, die Eltern entsprechend anstrengend (was sie auch an staatlichen Schulen häufig sind ;-) )etc. Der Schüler an sich kann da ja nichts für, übernimmt ja aber häufig die Einstellung der Eltern. Also für mich und mein Kind wäre es definitiv nichts.
 
T

Benutzer

Gast
Ich finde nur beim Besuch einer Privatschule bleibt der Beigeschmack, etwas Besseres zu sein, weil die herkömlichen Schulen ja nicht reichen.
Das habe ich auch ganz deutlich gemerkt, dass sowas sehr schnell unterstellt wird. Bei uns in der Pfarrjugend ging man entweder auf das eine (das private) Gymnasium oder auf das andere (ein "normales" staatliches). Dadurch entstand sehr schnell eine Zweiteilung unter den Jugendlichen, und alle vom staatlichen Gymnasium haben uns vom privaten plötzlich für überheblich und eingebildet gehalten... obwohl man vorher zu Kindergarten- und Grundschulzeiten jahrelang gut befreundet war. :hmm:
Eine Freundin unterrichtet an einer Privatschule (Gymnasium) und meint, dass viele der Schüler sehr hochnäsig seien,
Gut, die Hochnäsigen hast du natürlich auch immer mit dabei; kenne ich auch, Schüler, denen nicht klar ist, wie gut es ihnen eigentlich geht, und meinen, sich alles erlauben zu müssen, nur weil die Eltern ein bisschen Geld haben.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
In meiner Stadt gibt es recht viele Privatschulen: Das katholische Privatgymnasium, die Waldorfschule, Montessorischulen und ein "Elite-Gymnasium" (ja, die nennen sich tatsächlich so: Klassen bis zu 10 Kindern, Uniform). Während ich religiöse Ausrichtungen und bestimmte pädagogische Hintergründe zumindest verstehen kann, hörts bei dem Elite-Ding wirklich auf... Ich habe einen Nachhilfeschüler von dort (welche Ironie) und ja, dort wird gesagt, dass diese Kinder besser (=wertvoller), als die anderen Kinder auf anderen Schulen sind. Und das finde ich widerlich.

Drogenprobleme haben hier in der Stadt vor allem die Schulen (egal ob privat oder staatlich), in denen Kinder mit Geld sind. In den armen Hauptschulen, haben die Kids doch höchstens mal Geld für ein Päckchen Gras. Auf dem katholischen Gymnasium meines Mannes wurde mit Waffen gedealt, an zwei weiteren Gymis wurde je die Hälfte einer 10. Klasse rausgeworfen, nach dem dort mit harten Sachen (Heroin, Koks, Partydrogen) gedealt wurde. Irgendwoher müssen die Kids das Geld ja auch haben.
 

Benutzer109783 

Beiträge füllen Bücher
Ach, das ist aber doch wahnsinnig viel Klischeedenken. Auf jeder Schule gibt es Schüler, die Drogen konsumieren.
Ich war auf einer internationalen Schule. Eine Privatschule, die es in vielen Großstädten gibt, auf der die Unterrichtssprache Englisch ist. (Munich International School z.B)
Da meine Eltern alle paar Jahre/Monate umgezogen sind, konnten wir so immer problemlos am Unterricht teilnehmen, ohne erst die jeweilige Landessprache zu lernen, wie wir das auf einer staatlichen Schule hätten machen müssen. Dann säße ich noch heute in der 3. Klasse.. Schon allein das ist für mich ein Grund, sich für eine Privatschule zu entscheiden. Englischunterricht bei Englischlehrern die schlechtes Englisch sprechen? Mein Sohn wird dann besser sprechen, als die Englischlehrer, das finde ich doof.

In Deutschland wäre allein die Tatsache, dass eine blöde Lehrkraft mein Kind in der 3.? Klasse irgendwo einordnet, ein Grund, die Privatschule zu wählen, da ich das eine absolute Schande finde. Hinzu käme zumindest in Bayern, dass ich nicht möchte, dass meine Kinder auf eine Schule gehen, in der ein Kreuz in jedem Klassenzimmer hängt - absolut furchtbar!

Es stimmt, dass in meinen Klassen viele Kinder waren, deren Eltern berühmte Schauspieler oder Politiker waren, sozial schwache Familien gab es nicht, was ich aber ehrlich gesagt auch gut finde. Es ist doof, ständig auf sie Rücksicht zu nehmen, beim Thema Klassenfahrt, Medien im Unterricht (Laptop) etc.
Als ich auf einer staatlichen Schule war, erinnere ich mich noch an den Matheunterricht: es ging um den Umfang einer Litfaßsäule. Die sozial schwachen Kinder wussten nicht, was eine Litfaßsäule ist und die nächsten 15 Minuten des Unterrichts wurden damit verschwendet, ihnen zu erklären was das ist, während wir anderen uns zu Tode gelangweilt haben. Oder sie wussten nicht, was "Niederschlag" ist. So lief das ständig ab und das hielt den Unterricht auf. Wenn bei jeder Aufgabe ein "Hä?" kommt, ist das einfach so richtig nervig.
Dafür erforderte meine Privatschule das ehrenamtliche Arbeiten, so habe ich bis zum Abitur eine ganze Reihe ehrenamtliche soziale Tätigkeiten in meinem CV, die nicht nur die Möglichkeit gaben, zu sehen, dass es anderen Menschen weniger gut geht und denen zu helfen, sondern die auch für spätere Bewerbungen ein großer Pluspunkt waren und sind.
Hochnäsigkeit ist meist auf staatlichen Gymnasien in der "richtigen" Gegend viel schlimmer, als auf einer guten Privatschule.

Wir werden mal sehen, wo wir überhaupt wohnen, wenn G. Zur Schule kommt. Aber ich fände es schon schade, wenn er keinen richtigen Muttersprachler-Englischunterricht bekäme.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
T Tobias Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich auf deinen Thread sagen soll ohne ausfallend zu werden. Vielleicht kann jemand anderes darauf ruhiger und besonner reagieren. Dein problem ist wirklich, dass Kinder eine Litfasssäule nicht kennen? Realität ist in der Klasse meiner Mutter: 20% der Kinder wissen nicht was gemeinsames Abendbrot ist. Mein Kind soll die Realität kennen lernen und nicht auf einer rosa Wolke groß werden, wo es gesellschaftlich optimiert wird. Du hast es so eben geschafft ALLE Klischees, die ich von Privatschulen hatte zu 1000% zu bestätigen.
 

Benutzer147358  (28)

Sehr bekannt hier
LULU1234 LULU1234 ich dachte schon ich wäre zu empfindlich und wollte meinen Betrag löschen, ich formuliere ihn einfach mal sachlicher :zwinker:

eine blöde Lehrkraft
Und Lehrer an Privatschulen haben ein anderes Lehramtsstudium erhalten oder warum sind die da schlauer? :confused:

Es stimmt, dass in meinen Klassen viele Kinder waren, deren Eltern berühmte Schauspieler oder Politiker waren, sozial schwache Familien gab es nicht, was ich aber ehrlich gesagt auch gut finde. Es ist doof, ständig auf sie Rücksicht zu nehmen, beim Thema Klassenfahrt, Medien im Unterricht (Laptop) etc. Als ich auf einer staatlichen Schule war, erinnere ich mich noch an den Matheunterricht: es ging um den Umfang einer Litfaßsäule. Die sozial schwachen Kinder wussten nicht, was eine Litfaßsäule ist und die nächsten 15 Minuten des Unterrichts wurden damit verschwendet, ihnen zu erklären was das ist, während wir anderen uns zu Tode gelangweilt haben. Oder sie wussten nicht, was "Niederschlag" ist. So lief das ständig ab. Wenn bei jeder Aufgabe ein "Hä?" kommt, ist das einfach so richtig nervig.
Da musstest du deine Auslegung von sozial Schwach mal bitte näher ausführen. Da du den begriff erst auf die finanzielle Situation der Eltern und dann auf den Intellekt der Kinder beziehst, liest sich das schnell als hieltest du alle Kinder ab unterer Mittelschicht für dumm...
(auch wenn es eine gewisse Abhängigkeit zwischen Einkommen der Eltern und Bildungserfolg der Kinder gibt, ist es sicher nicht allgemeingültig)

Dafür erforderte meine Privatschule das ehrenamtliche Arbeiten, so habe ich bis zum Abitur eine ganze Reihe ehrenamtliche soziale Tätigkeiten in meinem CV, die nicht nur die Möglichkeit gaben, zu sehen, dass es anderen Menschen weniger gut geht und denen zu helfen, sondern die auch für spätere Bewerbungen ein großer Pluspunkt waren und sind.
Dieser Abschnitt wirkt irgendwie sehr von oben herab, "Geh mal gucken wie toll wir hier sind". Kontakt nur im Kontext des Gefälles vom großen Helfer zum armen Hilfsbedürftigen, um es überspitzt zu formulieren.


Nachtrag:
Off-Topic:
Ich merke gerade dass das hier der Kinder Thread ist und ich gar nicht hier hin gehöre, ups :ashamed:
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Bei uns in der Klasse galt noch die Regel "Es gibt keine doofe Fragen." Und die jenige, die wirklich die blödesten Fragen gestellt hatte heulte uns vor, dass ihre Eltern um Steuern zu sparen nun noch ein neues Haus kaufen müssen... Bestes Abitur meiner Stufe machte bei uns ein "Mädchen" mit marrokanischen Eltern. Sie studiert nun Medizin und wurde wegen ihres Kopftuchs im Hörsaal gefragt, ob sie nicht nach der Veranstaltung putzen könnte, sie würde jetzt stören.
 

Benutzer64981  (33)

Meistens hier zu finden
bei uns gab es ein buntes mischmasch an leuten auf der schule, von "arm bis reich" war alles dabei (allgemeinbildendes gymnasium). das beste abi hat ein halbfranzose gemacht, der sich (oh schreck!) von einem 'nur gelernten' lehrer in französisch unterrichten ließ und die sprache besser beherrschte, als viele andere (inkl. dem lehrer :zwinker: , mit ausnahme vllt die anderen bilingualen mitschüler)

was die nicht-muttersprachen-englischlehrer angeht: hier in baden-württemberg kann kaum einer hochdeutsch. somit sind fast alle deutschlehrer auch falsch platziert?

die einzigen schüler in meinem ehemaligen schulzentrum, die ihr klischee bis heute bestätigen, sind hauptschüler (jetzt: werkrealschule) aber wenn man sich da mal mit dem sozialen umfeld usw auseinandersetzt, ist vieles verständlich. auch die fragen, was eine litfaßsäule ist. oder die deutsche mark. oder eine kassette.

um nochmal auf das frühe einschulen etc. einzugehen: ich durfte, da ich mit vier bereits lesen und kurz darauf auch schreiben konnte, die erste klasse überspringen. saß also mit sieben dann in der zweiten klasse (novemberkind) und wiederholte die dann auf dem gymi die 9. klasse. meine mama sagte, sie würde es heute nicht mehr tun. bin ich ihrer meinung. ich denke, man kann diese wissbegierde usw auch "anders" lenken.
 
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Nur weil man lesen und schreiben kann, muss man aber doch keine Klasse überspringen oder sich zwingend langweilen und stören? Ich konnte zwar bei der Einschulung schon lesen und schreiben (selbst beigebracht, meine Eltern waren nie solche Förderfans), aber rechnen usw. konnte ich ja zB nicht, ebenso wenig wie alle Buchstaben ganz korrekt groß UND klein schreiben etc.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
T Tobias : ganz ehrlich ich weiß nun nicht was ich dazu sagen soll. Alle Kinder die auf staatliche schulen gehen sind dumm bzw nur weil sie für dich unverständliche fragen stellen? Was ist so schlimm daran wenn man etwas nicht weiß? nichts...

Ich ging auf ganz normale schulen, habe auf der Gesamtschule erst meinen erweiterten Hauptschulabschluss gemacht und danach ging ich auf die Berufsfachschule um meinen Realschulabschluss zu machen. Wieso muss es immer privatschule sein? bzw immer Gymnasium? man kann auch an einer Gesamtschule ganz weit kommen, bzw über andere wege.

Was nützt es einen wenn man alles in einen super tempo durchnimmt, und dann vll erst recht nichts versteht?
 

Benutzer64981  (33)

Meistens hier zu finden
Off-Topic:
Nur weil man lesen und schreiben kann, muss man aber doch keine Klasse überspringen oder sich zwingend langweilen und stören? Ich konnte zwar bei der Einschulung schon lesen und schreiben (selbst beigebracht, meine Eltern waren nie solche Förderfans), aber rechnen usw. konnte ich ja zB nicht, ebenso wenig wie alle Buchstaben ganz korrekt groß UND klein schreiben etc.
Off-Topic:
das war 1993 nicht meine entscheidung :zwinker: das wurde ja lange getestet, ob ich "reif" bin für die 2. klasse. es war auch sozial gesehen keine gute entscheidung. kinder sind grausam und ich war ja logischerweise eine streberin, weil ich überspringen durfte...
bin absolut deiner meinung!
 

Benutzer109783 

Beiträge füllen Bücher
Es geht mir nicht darum, dass jemand keine Litfaßsäule oder Niederschlag kennt. Es geht darum, dass dadurch andere Schüler extrem unterfordert sind. Oder andere sind eben überfordert. Und Unterforderung ist doch genauso scheiße wie Überforderung und bringt Kinder auf "Abwege", aber das scheint ihr zu vergessen. Ich habe als Erstklässler so viel Scheiße gemacht, weil ich unterfordert war. Das ist doch das Problem um das es mir geht. Bei 30 Schülern mit so unterschiedlichen Leistungen wird immer ein Teil vernachlässigt. Auf der Privatschule wurde eben besser auf die individuellen Leistungen eingegangen, sowohl auf die derHochbegabten, als auf die Leistungen derer, die Schwierigkeiten hatten, die es genauso gab. Ich weiß nicht, wie man das schlecht finden kann und würde es jedem wünschen, dass sein Potential ausgeschöpft wird.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Es geht mir nicht darum, dass jemand keine Litfaßsäule oder Niederschlag kennt. Es geht darum, dass dadurch andere Schüler extrem unterfordert sind. Oder andere sind eben überfordert. Und Unterforderung ist doch genauso scheiße wie Überforderung und bringt Kinder auf "Abwege", aber das scheint ihr zu vergessen. Ich habe als Erstklässler so viel Scheiße gemacht, weil ich unterfordert war. Das ist doch das Problem um das es mir geht. Bei 30 Schülern mit so unterschiedlichen Leistungen wird immer ein Teil vernachlässigt. Auf der Privatschule wurde eben besser auf die individuellen Leistungen eingegangen, sowohl auf die derHochbegabten, als auf die Leistungen derer, die Schwierigkeiten hatten, die es genauso gab. Ich weiß nicht, wie man das schlecht finden kann und würde es jedem wünschen, dass sein Potential ausgeschöpft wird.
Im modernen Unterricht (sprich möglichst offener Unterricht) wird jedem Kind ein offenes Lernangebot gegeben. Ein Unterricht der vor allem aus Frontalunterricht besteht ist doch mittlerweile völlig unüblich, auch in den staatlichen Schulen. Solcvhe von dir erwähnten Fragen werden also persönlich geklärt, wärend alle anderen Kinder an ihrem Material sitzen und beschäftigt sind. Und während Luise und Peer eben nach oben differenziertes Material und die doppel-Sternchen-Aufgaben machen, können Gustav und Elsa eben mit den Herzchenaufgaben arbeiten. Moderner Sachunterricht (als Beispiel) bietet bei einem Themenkomplex wie "Deutschland" locker 30-40 verschiedene Aufgaben an (Karteikarten zu jeden BL, dazu Landkarten, Karten zu Themen wie der Euro, die Flagge, die Nationalhymne, was sind Steuern, was ist ein Bundespräsident, ...). Elsa und Gustav würden dann eben nur die Hauptstationen bearbeiten und danach die festigenden Spiele spielen, während Luise und Peer alle 40 Stationen durchstöbern, ein Plakat entwerfen, im Internet recherchieren und sich nebenbei das griechische Alphabet beibringen. So lernen alle Kinder gemeinsam zum selben Thema, eben ohne dass man sich gegenseitig ausbremst oder eben überfordert.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren