Polyamore Beziehungen

Benutzer27629 

Meistens hier zu finden
Immer wieder geht es auch hier bei PL um Beziehungsformen, die von der klassischen Ehe / Paarbeziehung abweichen. Mir geht es jetzt speziell um längerfristige Liebesbeziehungen zu mehr als einem Menschen.
Dazu die folgende Umfrage:

1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?

Natürlich könnt ihr auch alles schreiben, was auch sonst zum Thema einfällt.
Bin gespannt auf eure Antworten.


1. Wirklich tiefe Liebesgefühle hatte ich bisher nur jeweils zu einer Person, erotische Anziehung kann aber auch zu mehreren Menschen gleichzeitig bestehen. Ich denke, dass ich für mehrere Menschen tiefere Gefühle haben könnte, wenn ich es zulassen würde, es "erlaubt/erwünscht" ist (von den anderen Personen) und mit genügend Zeit, sich zu entwickeln.
2. Nicht wirklich. Bin aber im Kontakt mit Leuten, die sowas suchen,
3. Unter bestimmten Vorsaussetzungen stelle ich es mir sogar ziemlich schön vor, aber genau diese Voraussetzungen sind vermutlich utopisch.
Ich könnte mir eine 3er oder 4er-Beziehung vorstellen, sofern es auch wechselseitige Beziehungen und tiefere Gefühle (oder eine Basis dafür) gibt. Offene polyamoröse Beziehungen, wo beispielsweise jeder noch andere Liebespartner hat, kann ich mir schwieriger vorstellen, wobei sowas wohl etwas leichter umsetzbar wäre, weil nicht jeder jeden lieben "muss".
4. Ich glaube schon, dass die Gesellschaft sich in dieser Hinsicht weiterentwickeln wird, jedoch wird es noch dauern bis die Akzeptanz auch überall vorhanden ist, so dass man beispielsweise sagen könnte: "Wir sind alle vier miteinander liiert." oder sowas und keine erstaunten Blicke ernten würde. :zwinker: Ich fände es cool, wenn es solche Beziehungsmodelle öfter geben würde und es quasi Normalität wäre, wo man sich dran gewöhnt hat wie z.B. an Patchwork-Familien.

Schwieriger wäre es vll. mit Kindern, aber auch da sehe ich die gesellschaftliche Akzeptanz als Hauptproblem an.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
1. Nein.
2. Persönlich nicht, nein. Hier im Forum "kenne" ich allerdings Userinnen, die das ausleben (wollen).
3. Nein.
4. Das glaubeich nicht. Ich finde es äußerst wünschenswert, dass diejenigen, die polyamor leben wollen/können, dies auch offen ausleben können - alternativ unterdrücken sie nicht nur ihre eigene Sexualität, sondern machen auch eventuell einen monogamen Partner unglücklich, der ja merkt, dass er nicht genug sein kein.
Ich habe nichts gegen alternative Lebensentwürfe - allerdings glaube ich, dass es sehr viele Menschen gibt, die monogam leben wollen. Schön wäre, wenn diese Mehrheit die Minderheiten auch einfach leben lassen könnte, wie sie möchten.
 

Benutzer149220 

Verbringt hier viel Zeit
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Ich habe es noch nicht erlebt zwei oder mehr Personen wirklich romantisch zu lieben und ich denke ich bin auch zu sehr kopfgesteuert, als das ich das je verspüren könnte.
2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Ehm nein :zwinker:
3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Ich habe manchmal den Gedanken, eine Wohngemeinschaft könnte sich so entwickeln, gerade wenn ein oder mehrere Pärchen in einer WG wohnen. Das Beziehungsmodell an sich finde ich sogar recht praktikabel, rein biologisch betrachtet ist es sogar für die Natur wünschenswert. Allerdings ist dies eine Frage der gesellschaftlichen Form. Und diese wird uns bereits seit Generationen vorgelebt. Ähnlich verankert ist mMn die Zeitrechnung "nach Christus". Hier im Abendland ist es selbstverständlich 29.05.2016 (n.Chr.) zu schreiben und dabei ist es völlig egal, welcher oder ob man einer Religion beigetreten ist. Es wird entsprechend vorgelebt.

Mir wurde bis heute ein stets monogames Eheverhältnis vorgelebt, welches mit Hoch und Tief gut funktioniert, aber auch ein geschiedenes Verhältnis würde bei mir nichts zum Rütteln bekommen, ich möchte monogam leben. Das ist für mich eine Lebenseinstellung und kein gesellschaftlicher Zwang. Mein Wunsch.
4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?
Wünschenswert fände ich, wenn in allen Belangen eine Ehe (nicht kirchlich) von allen Partnern gleichermaßen beansprucht werden kann. Das soll bedeuten: der Staat soll einen Lebensraum mit uns abstecken, aber nicht den Raum für unser Leben gestalten.

Warum bspw. wird steuerlich noch immer keine gleichgeschlechtliche Ehe berücksichtigt? Und wenn man von Partnern spricht, warum muss das immer ein Paar sein und nicht ein paar?

Ein Mietvertrag (dummer Vergleich, aber irgendwie auch nicht) mit all seinen Gütern kann auch von mehr als einer oder zwei Personen unterschrieben werden. Ich begrüßen es, wenn das Standesamt auch unter der Ehe freie Partnerwahl(en) zulässt. Und dann wird der zukünftigen Generation ggf. ein offeneres Leben vorgelebt. Die wiederum sich frei entfalten und entscheiden kann.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Ja, ich empfinde polyamor.

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Ja, tu ich.
Formschubladen sind hmpf...

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, wenn gesellschaftliche und familiäre Vorstellungen damit in Einklang zu bringen wären und das damit für alle Beteiligten überhaupt als Option in ihren Beziehungserwartungen auftauchen würde.

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?
Ich denke und hoffe, dass zunehmend offener damit umgegangen wird und das als Beziehungsvariante erkannt und akzeptiert und nicht mehr als so völlig abwegig aufgefasst wird. Die Vorurteile sind immens. Von der Standardsanschuldigung, man würde seine(n) Partner dann nicht richtig lieben bis hin zu "man kann das nicht" über "da läuft doch was nicht richtig" und einfach falsche Vorstellungen (z.B. "genau gleich lieben müssen") und Schubladen, kann man in dem Bereich alles erleben. Wo offene Beziehungen (noch) akzeptiert werden, ist Offenheit mit Gefühlen oft schon zu abwegig (auch für Menschen, die sich als tolerant bezeichnen). Dort mehr ehrliches Zuhören statt Wertungen zu erfahren, wäre schon ein schöner Anfang.
Dass deswegen irgendwas anderes ausdient, halte ich für Unsinn. Es sollte auf der Hand liegen. dass keine Beziehungsform für alle gleich tauglich ist. Ich würde mir aber wünschen, dass jeder die Chance hat, sich von Anfang an damit wohl zu fühlen, wenn er oder sie polyamor empfindet, dass es einfach als Variante wahrgenommen würde.
 
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Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Nein und habe ich auch noch nie erlebt. Neben den typischen Schwärmereien, die man eben zu Schulzeiten erlebt, die man aber später nicht mehr ernst nehmen kann, war ich nur einmal vor meinem jetzigen 'Freund' verliebt, wobei ich es im Vergleich auch lächerlich und übertrieben finde und gar nicht damit vergleichen kann. Kann ich mir also keinesfalls vorstellen und habe ich somit auch noch nie erlebt.

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Nein und Nein.

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Gar nicht. Wenn zwei Menschen nicht generell für immer zusammen und treu bleiben möchten, dann sehe ich in einer Beziehung auch gar keinen Sinn.

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?
Ich denke doch, nachdem man immer öfter von offenen Beziehungen und Co liest, dass solche anderen Arten von Beziehungen zunehmen werden. Wünschenswert fände ich es aber keinesfalls, da ich so schon mit wenigen modernen Erscheinungen im Bezug auf Beziehungen einverstanden bin und solche Zusätze es nur noch verschlimmern würden, aber wer es möchte, der soll tun, was er nicht lassen kann.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Nein.

Ich wäre ja froh, überhaupt mal eine Partnerin zu finden und bin mir unsicher, ob ich das überhaupt jemals schaffen werde.
Mehrere Partnerinnen für irgendwelsche polyamourösen Beziehungskonstrukte zu finden, erscheint mir da geradezu utopisch. - Selbst wenn ich so etwas erstrebenswert finden sollte (was aber auch überhaupt nicht der Fall ist).

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Nein.

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Abgesehen davon, dass mich ein solches Beziehungsmodell nicht reizt, wäre es für mich rein logistisch wohl nur dann vorstellbar, wenn ich entweder nicht arbeiten müsste, jeder Tag mindestens 48 Stunden dauern würde, oder wir eine 10-Tage-Woche mit maximal 5 Arbeitstagen hätten (und jedes Jahr aus 52 solcher Wochen bestehen würde).
Wie soll ich denn bitteschön mehreren Frauen genügend Zeit und Aufmerksamkeit widmen können, wenn ich auch noch arbeite, ein Hobby habe, Freundschaften pflege und möglicherweise sogar irgendwann noch Kinder habe (evtl. dann auch noch von mehreren Frauen)?

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das aus logistischen Gründen, bzw. Zeitgründen immer eine Randerscheinung bleiben wird.
 

Benutzer149315 

Öfters im Forum
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?

Ja.

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?

Einmal kurz paar Wochen (Dreieckbeziehung MFF). Wobei wir durchaus einige Kontakte pflegen mit anderen Menschen, die zumindest nicht völlig unamorös sind.

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?

Klar, aber in einem Dreiecks/Vierecks/... Verhältnis. Also alle mit allen.

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?

Ich bin der Meinung, dass sie häufiger werden, weil der gesellschaftliche Wandel dies eher zulassen wird.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Kann ich mir nicht nur vorstellen, so lebe ich schon einige Jahre.
2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Ich lebe seit 10 Jahren mit meinem Gefährten und seit 7 Jahren mit unserer Freundin zusammen. Das schliesst aber weitere Beziehungen oder sexuelle Begegnungen nicht aus.
3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Noch länger???
Ja, natürlich kann ich mir so eine Beziehung vorstellen...ich lebe schlieslich in einer. Solche Beziehungen basieren auf Respekt und einer guten Kommunikation untereinander.

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?
Viele behaupten die Gesellschaft wird prüder. Für viele mag das ja stimmen, aber die Gegenbewegungen dazu werden dadurch nur um so mehr.
Warum wird wohl die Ehe als Standardmodell obsolet? Weil die klassische Beziehung sich gewandelt hat.
Trotz allem haben einfach nicht genug Menschen den Mut und die Leidenschaft fluide Beziehungen zu mehreren Personen gleichzeitig zu führen.

Wünschenswert fände ich nur, wenn weniger Menschen einem gleich "Untreue" unterstellen.
 
G

Benutzer

Gast
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?

Da ich mich schwer tue, mir überhaupt klar zu werden, ob ich jemanden liebe oder nicht, fällt es mir umso schwerer zu sagen, ob ich das mit mehreren Menschen kann. Ich kann für verschiedene Menschen ähnlich viel empfinden, aber Liebe war bisher noch nicht dabei.

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?


Erlebt nicht wirklich, da ich Freunde und Verwandte nicht nach ihrem Beziehungsleben aushorchen will :grin:

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?


Ich kann es mir insofern vorstellen, dass man dem Partner klarmacht, dass man künftig vielleicht Gefühle für andere entwickelt und mit anderen Menschen ausleben will. Eine offene Beziehung, wo sexuelle Handlungen mit anderen ok ist, kann ich mir vorstellen. Liebe ? Hmm, weiß nicht...

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?


Naja, zunehmen ( wenn auch nur leicht ) wird die Beziehungsform schon, aber ihren "Ruf" wird sie wohl nicht so schnell verlieren. Das Klischee, dass polyarmore Paare nur am Rudelbumsen sind, wird wohl nicht so schnell vergehen :grin:
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)? ja.derzeit habe ich für mehr als einen mann romantische gefühle-und wenn mein gesundheitlicher zustand mir da keinen strich durch die rechnung machen würde,träfe ich derzeit halt 3 männer,die ich alle sehr schätze und relativ lange und gut kenne.
2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)? siehe punkt 1.zwar sind das offiziell (noch?!) keine beziehungen,aber ja,ich würde mit ihnen so umgehen/agieren,wie ich es in früheren beziehungen mit partnern auch tat.nur eben ohne exklusivität und besitzansprüche.
3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen? ich will nie mit jemandem zusammenleben,das hat für mich aber nichts mit meiner polyamoren einstellung zu tun.ich seh keinen sinn in gemeinsamen wohnungen und will meine ruhe und meinen alltag ganz allein bewältigen.
wie bereits angedeutet,würde sich an meinen beziehungen zu meinen jungs nicht wirklich irgendwas ändern,würden wir offiziell von beziehungen sprechen,also sagen,wir führen welche.(ich wünsch mir ja so oder so,sie öfter sehen zu können-aber dass das derzeit nicht geht,hat nur gesundheitliche gründe.)wenn man das überhaupt modell nennen kann,würd das eben (wär ich gesünder) so laufen,dass wir uns halt mehr oder weniger oft treffen und gemeinsam zeit verbringen.that´s it,also nicht anders,als ichs machen würde,wär ich noch monogam eingestellt:ich würde die zweisamkeit mit ihnen genießen,wenn sich treffen ergeben (hab eh kein starkes nähebedürfnis,das wäre also nicht häufig der fall),so wie jetzt eben auch.und da 2 der männer sehr gute freunde von mir sind,würde man sich darüber hinaus natürlich auch einfach zusammen mit anderen freunden treffen (schließlich ist zb die freundin von einem von ihnen auch eine meiner besten freundinnen).
4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?ich wünsch mir da gar nichts,wie andere menschen ihre beziehungen führen und lieben,ist mir total egal,tangiert mich ja nicht.
[doublepost=1464592455,1464592227][/doublepost]ich meine also genau diese art von beziehungen:
Offene polyamoröse Beziehungen, wo beispielsweise jeder noch andere Liebespartner hat
einer meiner jungs hat selbst schon eine partnerin,mit der ich auch sehr gut befreundet bin,also beide sind zwei meiner besten freunde.und sie wiederum hat da auch jemanden,der sich zu ihrem zweitpartner entwickeln könnte.
ich könnte mir übrigens auch vorstellen,dass sich bei uns eine dreier-beziehung entwickelt-aber treffen etc würden dann auch nicht anders ablaufen als jetzt;also mal träfe man sich zu dritt,mal nur zu zweit,mal noch mit anderen in einer runde...
 
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Benutzer137391  (46)

Beiträge füllen Bücher
ja kann ich mir vorstellen, sehr gut sogar..
leb es auch schon in ansätzen.. und kann mir vorstellen, dass auszuweiten..:whistle:
traumvorstellung wäre es eh, mit mehreren personen eine kleine feine WG zu haben :zwinker:
 

Benutzer27629 

Meistens hier zu finden
Sehr spannend, eure Erfahrungen und Ansichten. :thumbsup: Danke schön für die Antworten.
Ich habe zu manchen ein paar Anmerkungen oder Fragen; danke euch schon mal im Voraus, falls ihr noch was dazu schreiben möchtet.

Mir wurde bis heute ein stets monogames Eheverhältnis vorgelebt, welches mit Hoch und Tief gut funktioniert, aber auch ein geschiedenes Verhältnis würde bei mir nichts zum Rütteln bekommen, ich möchte monogam leben. Das ist für mich eine Lebenseinstellung und kein gesellschaftlicher Zwang. Mein Wunsch.

Verständlich, allerdings wird nicht jedem das bilderbuchmäßige monogame Eheverhältnis vorgelebt, gerade heutzutage ist es ja nicht ungewöhnlich, dass Ehepaare wieder auseinandergehen und auch ein monogames Elternpaar kann als Anti-Beispiel für so ein Lebensmodell dienen. :grin:
Wobei ich persönlich sagen muss, dass ich beides vorstellbar finde, also Zweier- oder polyamore Beziehung, beides hat sicher Vorzüge und Nachteile. Da ich noch nicht wirklich in einer Beziehung mit mehreren Menschen gleichzeitig war, kann ich das auch nur theoretisch beurteilen. Aber es nicht zu kennen, würde mich nicht davon abhalten, es auszuprobieren, wenn es sich so ergibt und sich richtig anfühlt.

Wünschenswert fände ich, wenn in allen Belangen eine Ehe (nicht kirchlich) von allen Partnern gleichermaßen beansprucht werden kann. Das soll bedeuten: der Staat soll einen Lebensraum mit uns abstecken, aber nicht den Raum für unser Leben gestalten.
Warum bspw. wird steuerlich noch immer keine gleichgeschlechtliche Ehe berücksichtigt? Und wenn man von Partnern spricht, warum muss das immer ein Paar sein und nicht ein paar?
Ein Mietvertrag (dummer Vergleich, aber irgendwie auch nicht) mit all seinen Gütern kann auch von mehr als einer oder zwei Personen unterschrieben werden. Ich begrüßen es, wenn das Standesamt auch unter der Ehe freie Partnerwahl(en) zulässt. Und dann wird der zukünftigen Generation ggf. ein offeneres Leben vorgelebt. Die wiederum sich frei entfalten und entscheiden kann.

Oh gute Idee, da hast du Recht, eine solche rechtliche Einsortierung könnte sicherlich gesellschaftlich etwas verändern, ich halte es aber leider für äußerst unwahrscheinlich, dass alle Beziehungskonstellationen vom Staat Anerkennung finden werden, vor allem wenn es sich auch noch steuerlich auswirken würde (wobei das hier durchaus gerechtfertigt sein könnte, wenn man zum Beispiel so eine polyamore Beziehung als "kleine Solidargemeinschaft" ansieht :grin:).

Könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, wenn gesellschaftliche und familiäre Vorstellungen damit in Einklang zu bringen wären und das damit für alle Beteiligten überhaupt als Option in ihren Beziehungserwartungen auftauchen würde.

Du meinst, die gesellschaftlichen Ansichten oder die Angst vor der Reaktion der Familie ist ein Hauptgrund für alle Beteiligten, so ein Lebensmodell zu scheuen oder sich überhaupt vorzustellen? Das wäre allerdings sehr schade.

Gar nicht. Wenn zwei Menschen nicht generell für immer zusammen und treu bleiben möchten, dann sehe ich in einer Beziehung auch gar keinen Sinn.

Aber die Menschen in der polyamoren Beziehung könnten doch auch für immer zusammen bleiben und sich treu sein wollen, also wieso sollte das per se ausgeschlossen sein? Im Gegenteil müsste ja bei wechselseitigen Liebesbeziehungen allen daran gelegen sein, diese Verbindung aufrecht zu erhalten.

Ich denke doch, nachdem man immer öfter von offenen Beziehungen und Co liest, dass solche anderen Arten von Beziehungen zunehmen werden. Wünschenswert fände ich es aber keinesfalls, da ich so schon mit wenigen modernen Erscheinungen im Bezug auf Beziehungen einverstanden bin und solche Zusätze es nur noch verschlimmern würden, aber wer es möchte, der soll tun, was er nicht lassen kann.

Inwiefern würden denn diese "Zusätze" etwas verschlimmern (und was?) bzw. wie betrifft dich das persönlich? Du könntest ja unabhängig davon, was andere tun, weiterhin monogame Beziehungen führen oder eine klassische Ehe eingehen.

Abgesehen davon, dass mich ein solches Beziehungsmodell nicht reizt, wäre es für mich rein logistisch wohl nur dann vorstellbar, wenn ich entweder nicht arbeiten müsste, jeder Tag mindestens 48 Stunden dauern würde, oder wir eine 10-Tage-Woche mit maximal 5 Arbeitstagen hätten (und jedes Jahr aus 52 solcher Wochen bestehen würde).
Wie soll ich denn bitteschön mehreren Frauen genügend Zeit und Aufmerksamkeit widmen können, wenn ich auch noch arbeite, ein Hobby habe, Freundschaften pflege und möglicherweise sogar irgendwann noch Kinder habe (evtl. dann auch noch von mehreren Frauen)?

Ja, man muss dann alles etwas anders organisieren. :grin:
Wobei ich den logistischen Aspekt bisher eher als Pluspunkt gesehen habe. Wer sagt denn, dass alle Vollzeit arbeiten müssen? Und zum Zeitproblem: Angenommen, du hättest zwei Partnerinnen, dann könntet ihr doch nach Feierabend auch einfach zu dritt die Zeit verbringen, dann bräuchte man auch keine zusätzliche Zeit. Es würde eben verschiedene Varianten geben. Sicherlich sind auch die Zweierbeziehungen innerhalb der polyamoren Beziehung enorm wichtig, so dass jede Einzelne auch Zeit für sich braucht, aber ich sehe nicht, dass das so ein extremer Aufwand sein soll. Man könnte ja auch regelmäßig die Schlafplätze tauschen oder so. Und jeder braucht auch mal Zeit für sich, die hätte man dann auch, wenn man es will. Wenn Kinder da sind, gibt es mehr Menschen, die aufpassen können. :zwinker:

Also ich möchte dich nicht zu so einem Lebensmodell überreden, aber manche der Contras sind je nach Blickwinkel vielleicht auch positiv zu sehen. Natürlich gibt es andererseits wohl auch Probleme, die es sonst so nicht gibt, ganz klar!
Das ist dann aber vielleicht auch eine Sache der Einstellung, Kommunikation usw.

Ich lebe seit 10 Jahren mit meinem Gefährten und seit 7 Jahren mit unserer Freundin zusammen. Das schliesst aber weitere Beziehungen oder sexuelle Begegnungen nicht aus.

Würdet ihr es begrüßen, wenn es die Möglichkeit gäbe, sich als rechtliche Lebensgemeinschaft eintragen zu lassen?
Habt ihr ein logistisches Problem, z.B. zu wenig Zeit jeweils füreinander?

ich meine also genau diese art von beziehungen:
einer meiner jungs hat selbst schon eine partnerin,mit der ich auch sehr gut befreundet bin,also beide sind zwei meiner besten freunde.und sie wiederum hat da auch jemanden,der sich zu ihrem zweitpartner entwickeln könnte.
ich könnte mir übrigens auch vorstellen,dass sich bei uns eine dreier-beziehung entwickelt-aber treffen etc würden dann auch nicht anders ablaufen als jetzt;also mal träfe man sich zu dritt,mal nur zu zweit,mal noch mit anderen in einer runde...

Ist für mich durchaus vorstellbar, dass sich aus solchen Konstellationen polyamore Beziehungen entwickeln können. Das Zusammenleben wäre eben noch eine weitere Steigerung/Annäherung, die aber vll. gar nicht jeder ausleben muss oder will.

ja kann ich mir vorstellen, sehr gut sogar..
leb es auch schon in ansätzen.. und kann mir vorstellen, dass auszuweiten..:whistle:
traumvorstellung wäre es eh, mit mehreren personen eine kleine feine WG zu haben :zwinker:

Meinst du mit "ausweiten", dass du mehr Menschen involvieren, die Beziehungen vertiefen/verbinden oder verbindlicher machen willst? Falls es dir nicht zu persönlich ist.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Zusammenleben wäre eben noch eine weitere Steigerung/Annäherung, die aber vll. gar nicht jeder ausleben muss oder will.
ich seh das nicht als eine steigerung an ehrlich gesagt.feste beziehungen sind feste beziehungen,da gibts für mich gar nix mehr zu steigern.ich hab beziehungen-führen nie mit zusammenleben assoziert,für mich ist das nicht miteinander verbunden.ich meine,ich hab nie verstanden,warum es für die meisten wohl selbstverständlich ist,mit partnern zusammen zu leben;ich will meinen alltag allein regeln und bei treffen mit partnern die zweisamkeit genießen,das wars.
(auch wenn ich natürlich verstehe,dass viele es schätzen,mit dem partner eine gemeinsame wohnung zu haben und den alltagskram gemeinsam zu erledigen-mich stößt die vorstellung ab und ich sehe darin für mich selbst keinerlei sinn.)

Wie soll ich denn bitteschön mehreren Frauen genügend Zeit und Aufmerksamkeit widmen können, wenn ich auch noch arbeite, ein Hobby habe, Freundschaften pflege und möglicherweise sogar irgendwann noch Kinder habe (evtl. dann auch noch von mehreren Frauen)?
siehe syleenas antwort darauf.und ich möchte noch einen wichtigen punkt hinzufügen:wer sagt denn,dass man sich ständig mit allen partnern treffen muss?jeder hat da ein anderes nähebedürfnis.und bei mir sehe ich da zb gar kein zeitproblem (sofern ich wieder gesünder bin,nicht bei meinem jetzigen ausnahmezustand),denn ich hab kein starkes nähebedürfnis und bin gern und viel allein.und beziehungen kämen daher nur mit partnern zustande,die da genauso ticken.ich träfe dann halt maximal 1-2 mal die woche mal diesen,mal jenen partner.
 
B

Benutzer

Gast
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Ja, schon erlebt und es könnte wieder passieren (ist sogar sehr wahrscheinlich).

2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?

Ich habe schon recht früh gemerkt, das das klassische Beziehungsmodell nicht für mich stimmt und habe seit ich 20 bin experimentiert mit offener Beziehung, polymoröser Beziehung zwischen 3 Menschen und bin nun frei von Labels und liebe Menschen auf individuelle Art, ohne Beziehungen einzugehen. Ich kenne viele Menschen in offenen Beziehungen oder andere "freie Vögel" und habe das Gefühl, die Modelle haben eine grössere Erfolgsquote als monogame Beziehungen. Das aber gemäss Bauchgefühl und ohne statistische Auswertung :zwinker:

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?

Könnte ich nicht mehr, weil ich eben kein Beziehungsmensch bin und sowieso am liebsten alleine wohne. Zudem finde ich es sehr unwahrscheinlich (für mich!), dass sich alle 3 Menschen lieben. Dass es funktionieren kann, habe ich aber auch schon bei anderen Leuten erlebt.

4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?

Wünschenswert fände ich, dass man Leute gemäss ihren Bedürfnissen lieben lässt - in einem Rahmen, der niemandem Schaden zufügt. Die klassische Ehe lehne ich als Symbol ab und habe die Hoffnung, dass es irgendwann ausgedient haben wird (als mit einem Geburtstag vergleichbaren Symbolfest soll jeder tun, was er will). Alternative Liebesgemeinschaften werden meiner Meinung nach zumindest in unserer Kultur zunehmen und das finde ich auch gut so. Dazu muss aber auch anmerken, dass das Konzept nicht vollkommen neu ist und es schon mehrfach solche Wellen gab.
[doublepost=1464603737,1464603287][/doublepost]
Verständlich, allerdings wird nicht jedem das bilderbuchmäßige monogame Eheverhältnis vorgelebt, gerade heutzutage ist es ja nicht ungewöhnlich, dass Ehepaare wieder auseinandergehen und auch ein monogames Elternpaar kann als Anti-Beispiel für so ein Lebensmodell dienen. :grin:
Warum gehst du davon aus, dass es das Ziel einer Beziehung ist, ewigs zu halten? Ich finde, auch das ist ein Konzept, von dem wir uns emanzipieren sollten. Ich respektiere viele meiner Verflossenen und sehe die gemeinsame Zeit nicht als Fehler an, nur weil wir uns auseinander gelebt haben. Die Kritik an der Monogamie als Idealbild kann ich gut nachvollziehen, entdecke sie aber vor allem in anderen Punkten.

Und noch eine Anmerkung zum rechtlichen Aspekt: Wenn man sein Leben miteinander teilt, finde ich es nur fair, wenn man auch im Falle eines Ereignisses finanziell abgesichert wäre. Das gilt aber nicht nur für polyamore Beziehungen, sondern auch für z.B. Kommunen oder generell Konstellationen, bei denen Hab und gut geteilt wurde. Evtl. reicht das noch weiter, wenn Kinder involviert sind. Dass es die Lage erst mal verkompliziert, möchte ich nicht abstreiten. Ich wage aber stark zu bezweifeln, dass unser jetziges Ehe-Modell dem überlegen ist :zwinker:
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Warum gehst du davon aus, dass es das Ziel einer Beziehung ist, ewigs zu halten? Ich finde, auch das ist ein Konzept, von dem wir uns emanzipieren sollten.
dito!man genießt es,solange es passt,schön ist und alle beteiligten es genießen-ist das nicht mehr der fall,wird die beziehung eben beendet.das entwertet doch aber nicht die schöne zeit und alles,was man miteinander teilte...
wenns ewig hält-schön.wenn nicht,muss das aber doch kein drama und nicht mal was schlechtes sein,weil veränderungen ja auch immer zu gutem,neuem führen können.
ich jedenfalls würd niemals auf biegen und brechen versuchen wollen,eine beziehung aufrecht zu erhalten-und auch niemandem so etwas versprechen.
 

Benutzer137391  (46)

Beiträge füllen Bücher
Meinst du mit "ausweiten", dass du mehr Menschen involvieren, die Beziehungen vertiefen/verbinden oder verbindlicher machen willst? Falls es dir nicht zu persönlich ist.

eigentlich alles was du geschrieben hast.. :zwinker: ausser vielleicht das "verbindlicher" machen.. ich brauche keinen trauschein für eine beziehung oder einen vertrag o.ä ..

ich zweifle immer mehr, dass monogamie, ehe und lebenslange fixierung auf eine person wirklich das ist, was am erstrebenswertesten ist.. (sorry an alle die gerade ihre hochzeit planen o.ä. :engel: )

Felicia80 Felicia80 besser könnte ich es auch nicht formulieren..du (be)schreibst es so wie ich es auch sehe - danke :smile:
 

Benutzer6428 

Doctor How
1. Ja, aber (und hier kommt der Pferdefuß an dem ganzen Konstrukt) niemals gleich.
2. Ich selbst: nein. Ich kenne Menschen die es versuchen / tun.
3. Schon Zweierbeziehungen sind sehr kompliziert und erfordern viel Fingerspitzengefühl, Zeit und Beziehungsarbeit. Die Dynamik verdoppelt sich nicht mit einer weiteren Person, sondern potenziert sich. Eine Beziehung in diesem Sinne kann in meinen Augen durchaus eine Weile Bestand haben...aber eine längere Zeit ist das nur möglich, wenn man
a) sehr sehr sehr viel Glück mit den Personen hat
oder
b) die Sache sehr oberflächlich lässt und nicht in die Tiefe geht (was ja dem "Amor" in "Polyamor" in gewisser Weise widerspricht).
Außerdem wird man, wenn man ganz ehrlich in sich hinein horcht, nichtmal seine Kinder alle gleichermaßen lieben. Das heißt ja ebenfalls nicht, dass man sie nicht alle liebt und jeden zerfleischen würde, der ihnen schaden will...überträgt man es aber, dann wird in einer Dreier-, Dreiecks, Vierer- [n] -Beziehung immer ein Unterschied sein. Einer wird sich immer etwas weniger geliebt fühlen und sein. Einer steht immer hinten an, wenn es wirklich eng wird, weil irgndwas passiert ist. Ich stelle mir eine Krisenbesprechung mit 3 oder mehr Leuten als fast unschaffbar vor. Das ist es aber was für mich eine Beziehung auch definiert: Eine Krise muss man bewältigen können, denn sie kommt bestimmt.
Also: Nein.
4. Hmm..man müsste erstmal definieren was "klassisch" eigentlich heißt für den Homo Sapiens Sapiens. Polygam ohne -amor? Könnte früher so gewesen sein..vielleicht auch nur beim Homo Sapiens...
Monogamie ist vielleicht doch das Fundament für den Homo Sapiens Sapiens? Ich weiß es nicht.
Ich glaube nicht daran, dass sich die Gesellschaft großartig wandelt. Das Einzige was sich geändert hat ist, dass es eine größere Akzeptanz gegenüber anders lebenden gibt...auch wenn ich manchmal glaube, dass das eher daran liegt, dass alle genug essen und RTL haben und damit weniger Frust, für den sie die Außenseiter verantwortlich machen und sie anschließend auf den Scheiterhaufen verbrennen können.
Was wir definitiv gewonnen haben ist ein Stück Freiheit. Man darf jetzt Beziehungen beenden, die einem nicht gut tun..und das ist eine tolle Errungenschaft. Fragt man konservative Männer, dann sind die natürlich unzufrieden...die haben Macht eingebüßt (ein Grund, warum es so wenig Frauen bei der AfD gibt? :zwinker: )
Ob die Akzeptanz steigt?
Weiß ich auch nicht. Im Moment sieht es für mich nicht unbedingt danach aus...im Moment erheben sich die ewig gestrigen und wollen am liebsten jeglichen Fortschritt abschaffen, gerade was Frauenrechte angeht.

Generell wäre es erstrebenswert, wenn das funktionieren würde. Vielleicht würde es gehen, wenn man kleine Gruppen hätte, die überlebenstechnisch aufeinander angewiesen sind und wo man sich den Luxus nicht erlauben kann aus der Reihe zu tanzen...dann gäbe es den Druck andersrum...ich glaube aber nicht daran..zu viele Menschen, die nicht dafür gemacht sind in Frieden miteinander zu leben.
 

Benutzer161449 

Ist noch neu hier
eigentlich alles was du geschrieben hast.. :zwinker: ausser vielleicht das "verbindlicher" machen.. ich brauche keinen trauschein für eine beziehung oder einen vertrag o.ä ..

ich zweifle immer mehr, dass monogamie, ehe und lebenslange fixierung auf eine person wirklich das ist, was am erstrebenswertesten ist.. (sorry an alle die gerade ihre hochzeit planen o.ä. :engel: )

Felicia80 Felicia80 besser könnte ich es auch nicht formulieren..du (be)schreibst es so wie ich es auch sehe - danke :smile:

Seh ich genauso. Ich glaube schlichtweg nicht, dass der Mensch von der Natur als monogames Wesen gedacht ist. Wobei überhaupt keine Rolle spielt, ob Männlein oder Weiblein. Hab neulich eine Statistik gelesen, nach der 51 Prozent aller Frauen fremdgehen, aber "nur" 49 Prozent aller Männer. Na ja, gehören ja auch immer zwei dazu. Und ich denke, dass immer mehr Menschen immer hemmungsloser ihren Sexualtrieb ausleben - ungeachtet irgendwelcher Konventionen, die uns Gesellschaft, Kirchen oder wer auch immer einreden wollen. Jeder Mensch vögelt nun mal gern. Ich auch. Deshalb bin ich auch nicht monogam...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
1. Könntest du dir grundsätzlich vorstellen, mehr als eine Person, zu lieben oder hast es schon mal erlebt (in einem romantischen Sinne)?
Zunächst mal halte ich es nicht für ungewöhnlich, dass man sich in mehrere Personen gleichzeitig verlieben kann. Es gibt hunderte solcher Threads hier auf PL, das ist einfach ein Fakt. Ob man jetzt mehrere Personen wirklich lieben kann - also auch längerfristig und über diese Verknalltheitsphase heraus - ist wohl seltener, aber durchaus machbar. Ich verstehe zumindest das Konzept der Polyamorie in Form einer individuellen Liebe, in welcher Gefühle unabhängig voneinander existieren. Die Gegenvorstellung, dass Liebe irgendwie eine begrenzte Ressource ist, die man nur mit einem Menschen teilen kann und dann ist sie "verbraucht" finde ich da wesentlich seltsamer.

Im übrigen finde ich den Gedanken auch sehr schön, dass man sich von Kategorien und Schubladen in der Hinsicht befreit, ähnlich wie @Burlesque das ausgedrückt hat. Dahingehend finde ich das Konzept der Beziehungsanarchie ebenfalls sehr interessant und sympathisiere mit der Idee.

Für mich persönlich glaube ich dennoch nicht, mich eines Tages in so einer Beziehung wiederzufinden, aus einer ganzen Reihe von Gründen. Ich bin eben ein ziemlicher Eisblock (im Gegensatz zu polyamoren Personen, die ich häufig als sehr warm und herzlich empfinde) und taue selten mal emotional für eine Person auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass das mit zwei Personen parallel stattfindet, die solch tiefe Gefühle auch noch tolerieren würden, ist wohl näher an Null als an jeder anderen Zahl. :zwinker:

Ich könnte weitere Gründe aufzählen, aber ich denke, damit bin ich schon so tief bei Null das sich ein weiteres Nachdenken drüber nicht lohnt.


2. Hast du selbst schon mal eine poyamoröse Beziehung geführt, wenn ja in welcher Form (oder kennst jemanden, der so lebt)?
Ich selbst: nein. Ich habe aber schon Bekanntschaft mit Leuten gemacht, die sich als polyamor bezeichnen, bzw. offene Beziehungen leben.

3. Könntest du dir vorstellen, eine langfristige Beziehung zu führen, wo mehrere Partner zusammenleben, bzw. in welcher Form könntest du dir so ein Beziehungsmodell am ehesten vorstellen?
Ich denke nicht, dass man das muss, aber es ist sicherlich eine Möglichkeit. Tendenziell ist es aber schon so, dass die "Reibungspunkte" einer Beziehung sich vervielfachen, wenn man das angeht. Demgegenüber stehen natürlich auch neue Möglichkeiten, mit diesen Konflikten umzugehen. So könnte ich mir vorstellen, dass eine zweite Partnerin/zweiter Partner sehr gut als Schlichter fungieren oder auf Probleme hinweisen kann, wenn es mal mit der ersten Partnerin/ersten Partner nicht so läuft. Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie sich soetwas am besten realisieren lässt bzw. zweifele ich daran, dass es da selbst ein persönliches Optimum gibt. Hätte ich jetzt was mit zwei heißen Fähen am laufen, müssten ihre Bedürfnisse da natürlich auch mit abgedeckt werden und wer weiß, ob die zusammenleben wollen oder nicht? Ich denke nicht, dass ein Zusammenleben zwingend notwendig ist, nicht mal für monogame Geschichten.


4. Glaubst du, dass derartige Beziehungsformen zukünftig zunehmen werden, z.B. weil die klassische Ehe als Standardmodell ausgedient hat und die Gesellschaft offener wird? Oder wird so etwas eine Randerscheinung bleiben? Was fändest du wünschenswert?
Ich glaube nicht, dass die Ehe ausgedient hat, aber die Gesellschaft ist definitiv offener für alternative Beziehungsformen geworden. Natürlich sehen sich Abweichler von der monogamen Norm noch immer massiven gesellschaftlichen Widerständen gegenüber und müssen wohl nach außen hin eine dicke Haut aufweisen, aber immerhin ist es machbar. Das Kinder in Kommunen oder Großfamilien aufwachsen ist jetzt auch nichts Neues. Für die Kleinen sicherlich am wenigstens problematisch. Wünschenswert fände ich, dass man niemanden aufgrund seines Beziehungsmodels oder der Ausübung seiner Liebe diskriminiert. Die Zweierbeziehung als "kleinstmögliche" Liebesbeziehung kann man auch noch immer proklamieren, aber ich würde es begrüßen, wenn deswegen nicht die Illusion erzeugt wird, dass nicht auch mehr Menschen zueinander in einer Liebesbeziehung stehen können.
 
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