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Benutzer234084 (37)
Ist noch neu hier
- #1
Hallo Zusammen!
Ich bin ganz neu hier. Vermutlich wird das hier ein ziemlich langer Beitrag, weil ich versuchen möchte, all meine Gedanken, Gefühle und Ängste in Worte zu fassen. Ich hoffe, ihr habt trotzdem die Zeit/Geduld, euch alles durchzulesen und mir ein Feedback zu geben.
Ich hab den Weg hierher gefunden, da sich in meiner Ehe gerade Einiges verändert. Da es sich hierbei aber um Themen handelt, die ich nicht mit meinen "normalen" Freunden besprechen kann, da es vermutlich sehr vorurteilsbehaftet ist, versuche ich es auf diesem Weg.
In den letzten Monaten/Jahren lief es in unserer Ehe nicht so gut. Der Alltag hat und verschluckt und der Blick auf den Partner ist verloren gegangen. Wir haben irgendwann mehr wie gute Freunde nebeneinander her gelebt und hatten halt mal mehr mal weniger regelmäßig ziemlich normalen Sex. Wir waren beide eigentlich nicht glücklich mit dieser Situation, haben aber beide nicht getraut, uns dem anderen zu öffnen und über unsere Probleme zu reden.
Vor zwei Wochen, als ich schon fast befürchtet hatte, dass eine Trennung unausweichlich wäre, obwohl ich meinen Mann über alles liebe, hat mein Mann endlich den Mut gefunden, über seine Wünsche und Vorstellungen offen mit mir zu sprechen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Denn so haben wir herausgefunden, dass wir beide gewisse sexuelle Vorlieben haben, die wir durchaus teilen und seitdem auch gemeinsam ausleben. Auch Besuche in Swingerclubs, 3er mit anderen Männern/Frauen usw. stehen noch auf unserer "to-do-Liste". Auch außerhalb des Bettes sehen wir uns wieder. Wir schreiben uns Nachrichten, telefonieren ohne speziellen Grund, nur weil wir gerade das Bedürfnis verspüren, dem anderen zu schreiben oder mit dem anderen zu sprechen. Wir tauschen allgemein wieder deutlich mehr Zärtlichkeiten aus, was uns glaube ich beiden sehr gut tut.
Soweit so gut.
Neben all diesen positiven Entwicklungen hat mein Mann mir auch offenbart, dass er sich eine polyamore Beziehung wünscht. Begründet hat er das damit, dass er sich schon sehr lange mit diesem Thema befasst und häufiger von Sex mit anderen Frauen fantasiert. Da bei ihm Sex aber ohne Gefühle nicht funktioniert, kommt eine einfache offene Beziehung nicht infrage. Ich bin ganz ehrlich, mir wäre dieses Modell lieber gewesen
Nun hat er mir eine Woche nach unserem klärenden Gespräch offenbart, dass er eine für ihn interessante Frau kennengelernt hat.
Damit ging für mich das Gefühlschaos los. Er geht mir gegenüber sehr offen mit allem um. Ich lese die Nachrichten, die die beiden schreiben, er hat mir nach dem 1. Date erzählt was sie gemacht und worüber sie gesprochen haben. Und ich habe mit der Frau ebenfalls schon kurz per Videoanruf gesprochen. Sie ist mir auch wirklich sympathisch. Hätte ich nicht so ein Problem mit der ganzen Situation.
In meinem Kopf herrscht aktuell ein einziges Gefühlschaos mit ganz vielen "was wäre wenns", Eifersucht, Zukunftsängsten und Selbstzweifeln.
Ich frage mich zum Beispiel, ob es an mir liegt, dass mein Partner sich das wünscht oder was ihm vorher gefehlt hat. Ich ertrage es nur schwer, ihn mir mit einer anderen Frau vorzustellen. Ich frage mich wie das langfristig alles funktionieren soll mit uns als Familie und habe die Angst, dass er irgendwann das einfache problemloser Leben mit der anderen Frau dem alltäglichen Stress und den Problemen eines Familienalltags vorzieht. Das alles macht es für mich gerade sehr schwer, mich auf diese Reise einzulassen.
Zumal das Ganze für mich gerade sehr schnell geht. Wir haben gerade wieder zueinander gefunden, probieren uns gemeinsam aus und dann kommt in diese neue Zweisamkeit eine dritte Person. Das fühlt sich für mich aktuell nicht gut/richtig an.
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit wenn wir (also er und ich) Sex mit anderen haben, auch ohne dass der Partner dabei ist. Allerdings habe ich aktuell ein Problem mit dem Gefühlsfaktor. Sex ohne Gefühle um die Bedürfnisse zu befriedigt ist eben doch etwas anderes, als Sex mit Gefühlen.
Ich wünsche mir hier Feedback von Menschen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind/waren oder von Menschen, die bereits seit längerem den polyamoren Lebensstil in einer ähnlichen Konstellation leben.
Ich freue mich über eure Nachrichten, Anregungen, Tipps und Kommentare!
Ich bin ganz neu hier. Vermutlich wird das hier ein ziemlich langer Beitrag, weil ich versuchen möchte, all meine Gedanken, Gefühle und Ängste in Worte zu fassen. Ich hoffe, ihr habt trotzdem die Zeit/Geduld, euch alles durchzulesen und mir ein Feedback zu geben.
Ich hab den Weg hierher gefunden, da sich in meiner Ehe gerade Einiges verändert. Da es sich hierbei aber um Themen handelt, die ich nicht mit meinen "normalen" Freunden besprechen kann, da es vermutlich sehr vorurteilsbehaftet ist, versuche ich es auf diesem Weg.
In den letzten Monaten/Jahren lief es in unserer Ehe nicht so gut. Der Alltag hat und verschluckt und der Blick auf den Partner ist verloren gegangen. Wir haben irgendwann mehr wie gute Freunde nebeneinander her gelebt und hatten halt mal mehr mal weniger regelmäßig ziemlich normalen Sex. Wir waren beide eigentlich nicht glücklich mit dieser Situation, haben aber beide nicht getraut, uns dem anderen zu öffnen und über unsere Probleme zu reden.
Vor zwei Wochen, als ich schon fast befürchtet hatte, dass eine Trennung unausweichlich wäre, obwohl ich meinen Mann über alles liebe, hat mein Mann endlich den Mut gefunden, über seine Wünsche und Vorstellungen offen mit mir zu sprechen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Denn so haben wir herausgefunden, dass wir beide gewisse sexuelle Vorlieben haben, die wir durchaus teilen und seitdem auch gemeinsam ausleben. Auch Besuche in Swingerclubs, 3er mit anderen Männern/Frauen usw. stehen noch auf unserer "to-do-Liste". Auch außerhalb des Bettes sehen wir uns wieder. Wir schreiben uns Nachrichten, telefonieren ohne speziellen Grund, nur weil wir gerade das Bedürfnis verspüren, dem anderen zu schreiben oder mit dem anderen zu sprechen. Wir tauschen allgemein wieder deutlich mehr Zärtlichkeiten aus, was uns glaube ich beiden sehr gut tut.
Soweit so gut.
Neben all diesen positiven Entwicklungen hat mein Mann mir auch offenbart, dass er sich eine polyamore Beziehung wünscht. Begründet hat er das damit, dass er sich schon sehr lange mit diesem Thema befasst und häufiger von Sex mit anderen Frauen fantasiert. Da bei ihm Sex aber ohne Gefühle nicht funktioniert, kommt eine einfache offene Beziehung nicht infrage. Ich bin ganz ehrlich, mir wäre dieses Modell lieber gewesen
Nun hat er mir eine Woche nach unserem klärenden Gespräch offenbart, dass er eine für ihn interessante Frau kennengelernt hat.
Damit ging für mich das Gefühlschaos los. Er geht mir gegenüber sehr offen mit allem um. Ich lese die Nachrichten, die die beiden schreiben, er hat mir nach dem 1. Date erzählt was sie gemacht und worüber sie gesprochen haben. Und ich habe mit der Frau ebenfalls schon kurz per Videoanruf gesprochen. Sie ist mir auch wirklich sympathisch. Hätte ich nicht so ein Problem mit der ganzen Situation.
In meinem Kopf herrscht aktuell ein einziges Gefühlschaos mit ganz vielen "was wäre wenns", Eifersucht, Zukunftsängsten und Selbstzweifeln.
Ich frage mich zum Beispiel, ob es an mir liegt, dass mein Partner sich das wünscht oder was ihm vorher gefehlt hat. Ich ertrage es nur schwer, ihn mir mit einer anderen Frau vorzustellen. Ich frage mich wie das langfristig alles funktionieren soll mit uns als Familie und habe die Angst, dass er irgendwann das einfache problemloser Leben mit der anderen Frau dem alltäglichen Stress und den Problemen eines Familienalltags vorzieht. Das alles macht es für mich gerade sehr schwer, mich auf diese Reise einzulassen.
Zumal das Ganze für mich gerade sehr schnell geht. Wir haben gerade wieder zueinander gefunden, probieren uns gemeinsam aus und dann kommt in diese neue Zweisamkeit eine dritte Person. Das fühlt sich für mich aktuell nicht gut/richtig an.
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit wenn wir (also er und ich) Sex mit anderen haben, auch ohne dass der Partner dabei ist. Allerdings habe ich aktuell ein Problem mit dem Gefühlsfaktor. Sex ohne Gefühle um die Bedürfnisse zu befriedigt ist eben doch etwas anderes, als Sex mit Gefühlen.
Ich wünsche mir hier Feedback von Menschen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind/waren oder von Menschen, die bereits seit längerem den polyamoren Lebensstil in einer ähnlichen Konstellation leben.
Ich freue mich über eure Nachrichten, Anregungen, Tipps und Kommentare!