Politische Einstellung - ihr und eure Partner

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Mann und ich sind uns recht ähnlich in unserer politischen Einstellung. So etwas finde ich auch sehr wichtig, vor allem, wenn man eine gemeinsame Zukunft mit Kindern plant - da hängen ja nicht nur Entscheidungen wie "Welche Partei wähle ich?" dran, sondern eben auch Grundeinstellungen und moralische Aspekte.
Ich will nur eine Familie, in der wir dieselben Werte teilen und unsere Kinder sich ein Beispiel nehmen können. Natürlich muss das nicht heißen, dass unsere Kinder diese Werte von uns übernehmen, aber wenn sie lernen, reflektiert über politische Ereignisse nachzudenken, dann hoffe ich, das wir das schlimmste abwenden können.

Ansonsten "leben" mein Mann und ich unsere politische Einstellung unterschiedlich aus. Während ich auch mal zu Demos gehe oder lange und lautstarke Debatten führe, denit er sich oft nur seinen Teil und bleibt da gelassener.

Btw.: Wir wählen meist nicht dieselbe Partei. Tut auch nicht zwingend not, nur, weil man dieselben Werte vertritt.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wichtig ist mir vor allem, dass wir ähnliche ethische Werte und Ideale haben. Solange das gegeben ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass Politik uns in die Quere kommt. Bestimmte politische Einstellungen, die auf in meinen Augen falschen oder gar verwerflichen Werten beruhen sind damit nämlich per se ausgeschlossen.

Politische Differenzen, die dann noch bestehen bleiben, wären dann eher Differenzen über die Wahl der Mittel, während wir beim Ziel einig wären. Da könnte ich es respektieren, auch wenn ihre Position mir inhaltlich falsch erscheint.

Eine politisch grundsätzlich nicht interessierte Person ist für mich - wie gesagt solange die Werte stimmen - kein pauschales Ausschlusskriterium, obwohl ich es schon schön finde mit meiner Freundin über solche Themen reden zu können.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Also ich bin ja grundsätzlich ziemlich unpolitisch und im Herzen Royalistin^^

Aber mir ist durchaus wichtig, welche Grundeinstellung zur Wichtigkeit von Werten mein Umfeld hat, und wie pragmatisch gedacht wird. Speziell bei einem Partner sind das immer wieder Gründe, wieso jemand kein Partner wird :zwinker:

Von daher, wählen kann er wie und was er will, er sollte dazu nur eine ähnliche Haltung haben wie ich. Mich nerven andauernde Diskussionen, die rein gar nichts REAL verändern und nur die eigene Meinung immer und immer wieder durchkauen. Ich bin schon in Meetings dafür bekannt schnell die Geduld zu verlieren, wenn ewig um Kraam geredet wird, an dem DOCH nichts real zu ändern ist ^^ dann erst an meinem Abend auf der Couch, nein nein nein. Ich "diskutiere" auch nie über Politik. Ich höre mir verschiedene Meinungen und ihre Begründung gerne an, lächle und nicke und gut. Missioniert werden stört mich immens, also tu ich es auch bei niemand anderem.
Genauso solllte er nicht einfach GAR KEINE Meinung haben, oder eine völlig konträre zu meiner. Oder eine generell extreme Haltung. Ich kann Extreme nicht leiden.
Wobei - jeder darf seine Verblendung leben wie er will, nur dann eben nicht mit mir :zwinker:

Der realitätsferne Idealismus meines Exfreundes hat mich mit den Jahren zunehmend genervt - obwohl mir schnuppe ist, was er wählt oder nicht, stand da ja die komplette Lebensanschauung dahinter, die andauernd von der Realität enttäuscht wurde und dann die Realität anstatt der Anschauung geleugnet hat.
Das kann anfangs charmant sein, wie lobenswert er seine Ideale verteidigt - dann wirds nervig.
Zumindest für eine wirklich haltlose Pragmatikerin wie mich, die einen ausgeprägten Hang zur Situationsflexibilität hat und von Menschen so im Allgemeinen grundsätzlich nicht sehr viel hält :zwinker: ich lasse mich zwar gerne vom Gegenteil überzeugen, aber der Ansatz ist erstmal ein anderer als "alle verstehen die Welt wie ich und meinen es sicher nur gut!"
Bei mir zieht eher der Charme spezieller Arroganz :tongue:

Off-Topic:
Ich pflege meine kleine Schwärmerei für jemanden, bei dem die Biochemie sehr angenehm stimmt, den ich zwar kaum sehe, der aber meine Aufmerksamkeit primär mit dem Satz "Dumme Menschen sind so anstregend. Und es sind SO VIELE." erregt hat, der ziemlich trocken und nahe am Zeitpunkt des ersten Kennenlernens ausgesprochen war :grin:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich habe mit allen meinen Partner schon ziemlich heftige Diskussionen über Politik gehabt -- und das nicht deswegen, weil sie großartig von meiner politischen Ausrichtung abgewichen wären, aber über Politik kann man doch immer streiten, selbst wenn man sich eigentlich einig ist :zwinker: Ich fand diese Diskussionen auch gut. Das waren ja Themen, die nichts mit der Beziehung zu tun hatten. Mir ist es durchaus wichtig, dass ein Mensch politisch ist. Oder, ich sag es mal so: Ich finde unpolitisch-sein keine gute/attraktive Charaktereigenschaft. Ein politischer Mensch hingegen -- egal welche (sinnvolle) Meinung er vertritt -- hat meistens ziemlich schnell mein Interesse, und ich fange dann gerne ein Gespräch an, um herauszufinden, wie er zu seiner Meinung gekommen ist.

Inhaltlich ist es für meinen Partner natürlich schon wichtig, dass er mit mir ungefähr auf der gleichen Wellenlänge ist (politisch kompatibel), wobei jemand, der das nicht ist, erfahrungsgemäß sowieso nicht mit mir klar kommt, da meine politische Einstellung natürlich auch mein Leben, mein Handeln und mein Denken beeinflusst.
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Mein Mann und ich sind beide sozialliberal eingestellt, mit ordoliberalen Tendenzen und einer großen Vorliebe für grüne Themen. Wir reden jeden Tag über Politik und sind überzeugte Wähler und Demokraten.
 
B

Benutzer

Gast
Kompatibilität ist mir sehr wichtig und tatsächlich wählen / stimmen wir eigentlich immer gleich ab. Ich diskutiere solche Themen auch immer gern; nicht nur in der Beziehung, sondern generell unter Freunden.

Eine stark abweichende Ansicht zu politischen Themen wäre für mich ein No-go, die einzige Ausnahme wäre hier wohl eine Person, die aus Prinzip nicht wählen geht. Unter guter Begründung könnte ich das evtl. nachvollziehen (würde dann aber dennoch selbst wählen gehen). Trotzdem müsste dieser Mensch politisch interessiert sein :zwinker:
 

Benutzer151786 

Sehr bekannt hier
Mein Mann und ich sind uns recht ähnlich in unserer politischen Einstellung. So etwas finde ich auch sehr wichtig, vor allem, wenn man eine gemeinsame Zukunft mit Kindern plant - da hängen ja nicht nur Entscheidungen wie "Welche Partei wähle ich?" dran, sondern eben auch Grundeinstellungen und moralische Aspekte.
Das kann ich so übernehmen.

Mir ist es auch wichtig, dass man im Großen und Ganzen dieselbe Linie fährt. Ich interessiere mich schon für Politik, aber nicht in dem Ausmaß, dass ich ständig hitzige Diskussionen führen möchte. Dass man sich über aktuelles Geschehen austauscht und was man so darüber denkt: ja, aber mehr auch nicht. Mein Ex war (wohl auch aufgrund seines Berufs) politisch wesentlich interessierter als ich und obwohl wir grundsätzlich auf einer Wellenlänge waren, hat es mich schon gestört, dass er so oft - bevorzugt beim gemütlichen Frühstück am Wochenende :annoyed: - über den Nahostkonflikt oder ähnliches reden wollte. Dafür kenne ich mich auch einfach insgesamt doch zu wenig aus.

Zu den Wahlen gehe ich aber grundsätzlich und mit einem, dem alles egal wäre und der dementsprechend auch nicht wählen ginge, könnte ich genauso wenig anfangen wie mit einem politisch sehr engagierten Menschen oder einem Rechts-/Linksextremem. Mit allem anderen kann ich leben. :grin:
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich lebe in der Schweiz, und da gibt es Fast jdese Jahr Wahlen auf irgend einer Stufe, und etwa 4x im Jahr Abstimmungen. Gerade in diesem Monat über der geplanten Ausstieg aus der Atomenergie. Das bedeutet dass praktisch immer Politik "inder Luft liegt", aktive Politik nicht nur Brexit und Trump.

Habt ihr die selbe?
Wir schauen einander nicht in die Wahlzettel und Stimmzettel, aber wir ticken politisch ähnlich. Meine Verlobte hat bevor wie zusammen waren meistens einen Querbeet-Mix gewählt, seither wählt sie mir zuliebe Grün. Dabei wollte ich das nicht (Beziehungen eingehen wäre ja auch eine uneffiziente Art von Stimmenfang :grin:)

Geht der eine vielleicht wählen und der andere nicht?
Wir gehen meistens zusammen, oder stimmen brieflich ab (Abstimmungen haben wir auch schon vergessen)

Wäre ein Nicht-Wähler ein Ausschlusskriterium für euch, wenn es um eine Beziehung geht?
Mich würden dann schon die Gründe interessieren. Und dann käme die Überzeugungsarbeit.

Was, wenn er/sie eine Partei wählt, die zu der von euch favorisierten im krassen Gegensatz steht?
Mir sieht man meine politische Überzeugung doch von Weiten an! :grin:

Redet ihr über Politik?
Mit anderen Leuten rede ich mehr über Politik. Zwischen uns ist es einfach zu wenig kontrovers.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Meine Dame und ich sind schon immer überzeugte Stammwähler der gleichen Partei gewesen.
Wir sind beide überzeugte "Systemdeppen", ...wie ich schon mal im Forum bezeichnet wurde...

Wir reden viel über Politik und Geschichte.
Dabei schwimmen wir meist auf gleicher Wellenlänge, wobei sie sich doch einen kleinen Tick weniger für Politik und Geschichte interessiert als ich.
Sie wirkt daher ein bisschen ausgleichend auf meine oft
akzentuierten Ansichten.

Mit unterschiedliche Meinungen innerhalb des demokratischen Spektrums hätte ich nie ein Problem in der Partnerschaft.
Warum auch, jeder hat eine eigene Wahrnehmung und Sozialisation.
Was aber nicht passen würde, wären unmenschliche bzw. ignorante Sichtweisen oder bösartige Verschwörungstheorien.

Da bekomme ich Fluchtreflexe.
 

Benutzer123832  (26)

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Darf ich mal fragen, wie man es nicht "mitbekommen" kann, ob der Partner wählen geht oder nicht? Ich meine, wenn der Partner sonntags für 15min weg ist, fragt man doch auch, wohin er geht :confused:
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
WomanInTheMirror WomanInTheMirror : Wenn er beispielsweise sonntags nicht für 15 Minuten weggeht, könnte er ja immer noch per Briefwahl abgestimmt haben - und das kann man imho schon nicht unbedingt mitbekommen.


Mein politisches Interesse ist gering, aber Nichtwählerin bin ich auch nicht. Dennoch lebe ich gewisse Werte, die nicht mit denen von manchen Parteien konform gehen und daher finde ich es wichtig, dass mein Partner hier ähnlich eingestellt ist.
 
A

Benutzer

Gast
Mein Mann tut liebendgerne so, als würden wir politisch meilenweit auseinander liegen - ich finde aber, dass es gar nicht so ist. Er bezeichnet mich oft als "bloody commie", weil ich halt ein bisschen linker bin als er, das ist aber schon alles. Moralisch/Ethisch gibt es kaum etwas, wo wir nicht genau einer Meinung sind. Und wenn in politischen Belangen mal Uneinigkeit herrscht genießen wir das beide eigentlich sehr, darüber zu diskutieren. Auch wenn er oft mehr Ahnung hat als ich und er sich somit als Gewinner sieht :grin:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich bin da inzwischen Fatalist :tentakel:

Aber richtig dumme politische Ansichten sind definitiv ein Verhüterli für mich.
Und mit vielen rechten Ansichten könnte ich auch GAR NICHTS anfangen. Wobei sich da der Kreis zum dumm schnell schließt.
 

Benutzer114808  (34)

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Mir ist es auch wichtig, dass man im Großen und Ganzen dieselbe Linie fährt. Ich interessiere mich schon für Politik, aber nicht in dem Ausmaß, dass ich ständig hitzige Diskussionen führen möchte. Dass man sich über aktuelles Geschehen austauscht und was man so darüber denkt: ja, aber mehr auch nicht.
So läuft das bei uns auch. Die Grundeinstellung ist die gleiche, an ständigen Diskussionen über Politik bin ich nicht interessiert.
 

Benutzer118675 

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Wir sind beide keine sehr politischen Menschen, gehen aber wählen und liegen auf einer ähnlichen Linie und haben die gleichen "Tabu-Parteien". So wünsche ich mir das auch.
 

Benutzer96961 

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Mein Partner ist Politikwissenschaftler... :grin:
Wir liegen schon auf einer Wellenlänge und hitzige Diskussionen gibt es auch nicht, trotzdem sitzen wir Sonntags oft super lange am Frühstückstisch und quatschen über aktuelle, politische Themen. Dabei erklärt er auch gern mal Dinge oder Zusammenhänge, die ich nicht verstehe und mich trotzdem interessieren.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Politische Diskussionen gibt's übrigens in meiner Beziehung 0. Das Thema interessiert mich schlichtweg wenig bis gar nicht und daher gibt es auf meiner Seite keine entsprechende Diskussionsgrundlage. Ob er mit anderen darüber diskutiert... puh. Möglich.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
Single.
Solange ein/e potenziell/e Partner/in weder eine extreme Überzeugung nach rechts oder links hat noch vollkommen uninteressiert ist, sehe ich da keine Probleme. Man kann ja auch mal gepflegt anderer Meinung sein; daran ist noch niemand gestorben.
Wen es aber nicht interessiert, was in unserem Land abgeht, ist nicht der/die Richtige für mich.
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Mich interessiert Politik nicht besonders. Ich habe ein Grundwissen und weiss auch immer etwa was läuft, muss aber nicht jede Wahlbroschüre ackern. Wenn es um sehr wichtige Entscheidungen geht, wähle ich dann auch.
Mein Partner interessiert sich da schon etwas mehr, aber jetzt auch nicht so, dass wir gross darüber reden würden. Ich bin mit der Devise aufgewachsen "Egal was Partei XY will, wir wählen einfach das Gegenteil". Und er gehört zu denen, der die Meinung dieser Partei öfters unterstützt. Das ist aber nichts, was unseren Alltag in irgendeiner Weise beeinflussen würde.
 
K

Benutzer

Gast
ist bei uns nicht so besonders deckungsgleich, aber es gibt wichtigere Dinge in einer Beziehung
 
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