Verhütung Pille oder Nicht Pille - Das ist die Frage

Benutzer20345 

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Nach wie vor ist die Pille beliebtestes Verhütungsmittel. Über die Hälfte der Frauen nehmen die Pille. Die Vorteile liegen auf der Hand: Schutz vor ungewollter Schwangerschaft sowie einige positive Nebeneffekte wie die Reglemention des Zyklus, Vorbeugung gegen Endometriose sogar Minimierung des Risikos an Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs zu erkranken.
Vielfach wird sich aber mit der negativen Seite nicht genügend auseinandergesetzt. Risiken werden nicht ausreichend erkannt. Dabei gibt es mit der Natürlichen Familienplanung (NFP) eine sehr gute nichthormonelle Verhütungsalternative. Dafür sei allerdings ein gewisser Zeitaufwand und Geduld gefragt.
Fakt ist: Nicht für jede Frau ist die Pille ein Segen.

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S

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Gast
sogar Minimierung des Risikos an Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs zu erkranken.

Na super. Und gerade bei mir scheint das ja nicht sonderlich zu funktionieren -.- Und Endometriose hatte ich auch schon zwei Mal.

Ich würde auch lieber die Pille weglassen, weil es ja ein riesen Hormoncocktail ist. Aber was dann?
 

Benutzer74108 

Verbringt hier viel Zeit
Es gibt ja noch Alternative und wenn es erstmal nur das Kondom ist. Besser als sich Jahrelang zu quälen (wie bei uns), oder spätere Probleme zu bekommen.

Aber nicht alle Probleme oder Erkrankungen kommen von der Pille. Ist aber ein Anlage dafür da, sollte man schon etwas vorsichtiger sein.
 
S

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Gast
Kondome eher nicht. Ich finde die so total unerotisch :zwinker:
Ist die Kupfer-Gold-Spirale kompliziert? Muss ich mich mal zu belesen...
 

Benutzer100759 

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Kondome eher nicht. Ich finde die so total unerotisch :zwinker:
Ist die Kupfer-Gold-Spirale kompliziert? Muss ich mich mal zu belesen...

Das verstehe ich, Kondome kommen für mich auch nicht wirklich in Frage.

Die Kupfer-Gold-Spirale ist nicht kompliziert. Die wird einmal eingesetzt und bleibt dann 5 Jahre im Uterus. Ist auch eigentlich verdammt zuverlässig (PI von 0,1-0,5) und hormonfrei, allerdings muß sie von einer entsprechend zertifizierten FÄ eingesetzt werden!
Heutige Modelle haben auch die früher bekannten Nebenwirkungen nimmer und können auch von nulliparen Frauen verwendet werden - aber die Details kannst Du am Besten mit deiner FÄ besprechen.
 
S

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Gast
Werd ich mal tun, muss eh heute hin (ist übrigens ein FA :zwinker: ). Aber ich hab eben auch gelesen, dass es vermehrt zu Eileiterschwangerschaften kommen kann und die Gefahr größer ist, dass man unfruchtbar wird.

Sollte vielleicht also eine bessere Option sein, NACHDEM man Kinder bekommen hat oder?
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Werd ich mal tun, muss eh heute hin (ist übrigens ein FA :zwinker: ). Aber ich hab eben auch gelesen, dass es vermehrt zu Eileiterschwangerschaften kommen kann und die Gefahr größer ist, dass man unfruchtbar wird.

Sollte vielleicht also eine bessere Option sein, NACHDEM man Kinder bekommen hat oder?

Das mit den Eileiterschwangerschaften war eher bei den früheren Modellen aus Silber der Fall.
Bei heutigen Modellen wird das durch die Kupfer- und Gold-ionen verhindert. Besonders die Handelsmarke "Gynefix" hat sich dadurch ja ziemlich populär etabliert.
Aber das alles kann dir dein FA qualifizierter und besser erklären als ich!
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich finde die Entwicklung, dass viele Frauen die Pille einfach schlucken, auch besorgniserregend.

Ich finde auch, dass man irgendwie so da "reinwächst", man "hat" sie einfach zu nehmen, wenn nicht, muss man mit entgeisterten Blicken rechnen und es wird schon vorsorglich zur Schwangerschaft gratuliert. :hmm:

Viele Männer erwarten leider auch, dass ihre Freundin die Pille nimmt und wundern sich, wenn das mal jemand nicht möchte.

Nebenwirkungen sind vielen Leuten einfach viel zu wenig bewusst und ich glaube auch, dass manche Leute gar nicht so sehr darauf achten, wenn sie sich dadurch verändern.

Natürlich gibt es auch genügend Frauen, für die die Pille toll funktioniert und die keine Nebenwirkungen haben - trotzdem frage ich mich manchmal, wie häufig das bei Langzeiteinnahme der Fall ist, weil wirklich viele nach Absetzen erhebliche Verbesserungen empfinden.

Für mich reichen Kondome im Moment aus und wenn ich irgendwann mal ein Kind habe, lasse ich mir eine Gynefix oder sowas legen.
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
Es wird definitiv Zeit für die Pille für den Mann. Dann können beide Partner die Hälfte der Zeit eine Einnahmepause machen und sind nicht den Langzeitwirkungen ausgesetzt. :smile:
Ansonsten sehe ich als gute Alternative zur Pille für junge Frauen noch den Nuvaring.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Es wird definitiv Zeit für die Pille für den Mann. Dann können beide Partner die Hälfte der Zeit eine Einnahmepause machen und sind nicht den Langzeitwirkungen ausgesetzt. :smile:
Ansonsten sehe ich als gute Alternative zur Pille für junge Frauen noch den Nuvaring.

Die hormonbasierte Pille für den Mann sehe ich extrem skeptisch.
Der proteinbasierten Pille für den Mann sehe ich mit frenetischer Begeisterung entgegen.
 

Benutzer74108 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sehe es wie Hexe. Die Pille ist ein MUSS in unserer Gesellschaft geworden, aber die Probleme werden selten Diskutiert.

Früher war ich auch skeptisch, wenn die Frau die Pille nicht genommen hat, aber bei meinem jetzigen Wissen mache ich mir mehr Sorgen, was die Pille anrichtet und ob nicht viele spätere Probleme (Kinderwunsch, SchwangerschaftProblem-, Krebs, etc.) nicht direkt oder indirekt durch die Pille verursacht oder begünstigt werden.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Früher war ich auch skeptisch, wenn die Frau die Pille nicht genommen hat, aber bei meinem jetzigen Wissen mache ich mir mehr Sorgen, was die Pille anrichtet und ob nicht viele spätere Probleme (Kinderwunsch, SchwangerschaftProblem-, Krebs, etc.) nicht direkt oder indirekt durch die Pille verursacht oder begünstigt werden.
Ich bin halt da skeptisch geworden, wo ich bei meinem Arzt eine super-zickige Arzthelferin hatte. Die war dermaßen unfreundlich, dass ich schon nicht mehr hinwollte. Neulich war ich da, sie war unendlich freundlich, herzlich. Wir plaudern über Hormone während meiner Blutentnahme und sie erzählt mir, dass sie die Pille abgesetzt hat und es ihr viel besser ginge, sie wäre immer so aggressiv und launisch gewesen mit Pille... Und ich dachte nur, wie krass es ist, dass das quasi eine "neue Frau" ist und habe mich gefragt, wie viele Frauen wohl durch die Pille hormonelle Launen entwickeln, die total verharmlost werden - indem man Frauen als per se launisch und zickig wahrnimmt, und man gar nicht weiß, wer das alles die Pille nimmt...

Naja, ich habe in ca. 7 Jahren 8 Pillen probiert. Ich hatte alles von Hautproblemen (obwohl ich sonst nie Pickel habe) bis hin zu Panikattacken mit Todesangst, Gewichtszunahme, Haarausfall. Klar, manche vertrug ich einigermaßen, sonst hätte ich ja nicht so lange welche genommen. Aber das Leben ohne Pille gefällt mir doch deutlich besser. Trotzdem sind dann Leute völlig entgeistert, wenn man keine nimmt, in meinem Umfeld ist das quasi normal.

Manche Frauen fallen aus allen Wolken, wenn ihnen jemand sagt, dass die Pille vielleicht nicht die ideale Verhütungsmethode für sie ist, ich selbst wusste ja auch gar nicht, wie ich nun verhüten soll und war total überfordert.

Ich kann nur betonen, dass ich die Pille nicht verteufeln möchte, da ich genügend Leute kenne, die sie toll vertragen und damit glücklich sind. Aber ich kenne auch genügend Leute, die das dachten, bis sie sie abgesetzt haben.

Von vielen Ärzten würde ich mir da mehr Aufklärung wünschen, die Pille ist zu sehr "Lifestyle-Produkt" und wird zu wenig als Medikament mit Nebenwirkungen wahrgenommen.
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe ja vor zwei Monaten die Pille abgesetzt - dazu gabs auch einen Thread.
Fakt ist, dass ich erhebliche Entzugserscheinungen hatte, zwei Wochen am Stück monströse Kopfschmerzen, Übelkeit, Stimmungstief, das volle Programm. Wenn der Körper auf den Entzug eines Präparats fast so heftig reagiert wie man es bei einer (Stimmungs-)Droge vermuten könnte, heißt das für mich schon, dass der Eingriff in den Körper einiges heftiger ist, als man sich ds so vorstellt.
Beta-Blocker haben gegen die Kopfschmerzen geholfen, mittlerweile gehts ohne.

Fakt ist der:
Während der Pilleneinnahme, bei mir immerhin 10 Jahre, von meinem 16 bis 26 Lebensjahr, hatte ich 3-4 Mal monatlich Migräne und damit meine ich eine Migräne, die einen nicht denken, schlafen oder ruhen lässt, ich habe mich übergeben, im Dunkeln gelegen und vor mich hin gejault. Nicht gerade leistungs- und lebensfreudefördernd.

Während der Pilleneinnahme habe ich kontrinuierlich zugenommen, nur durch Disziplin und viel Sport konnte ich das beherrschen, nun nehme ich bei gleicher sportlicher Betätigung und VIEL mehr futtern mit Leichtigkeit ab.

Während der Pilleneinnahme hatte ich mit unerklärlichen Stimmungstiefs zu kämpfen, ein dauerndes Gefühl von "mir fällt die Decke auf den Kopf", gepaart mit grundlosen Heulattacken.

Während der Pilleneinnahme sponn mein Blutdruck nur noch herum. Morgens war ich ein Umkipp-Kandidat, abends war mein Blutdruck zu hoch.

Fakt ist auch:
Seit ich die Pille nicht mehr nehme und die Entzungsschmerzen verschwunden sind, hatte ich keine einzige Migräneattacke mehr, ja nicht mal mehr leichte Kopfschmerzen. Ich werds weiter beobachten, aber 4 Wochen am Stück ohne Kopping, das ist für mich der Himmel auf Erden.

Seit ich die Pille nicht mehr nehme spüre ich förmlich, wie ich Wasser ausschwemme. Ich verliere Gewicht und vor allem Oberschenkelumfang ohne meinen Lebensstil verändert zu haben. Ich war nicht dick, aber dies nur durch Disziplin und eine Portion Leid. Und jetzt? Ich kann futtern was ich will.

Seit ich die Pille nicht mehr nehme, bin ich sehr viel ausgeglichener. Plötzlich, fast von einem Tag auf den anderen, macht mir Allein-sein nichts mehr aus. Allein zu Hause sitzen, das war eine Horrorsituation, plötzlich genieße ich meine Ruhe. Wo ich mich vorher oft beherrschen musste um nicht wegen Grundlosigkeit loszuheulen, verspüre ich diesen Heuldrang gar nicht mehr.

Seit ich die Pille nicht mehr nehme ist mein Blutdruck zwar morgens immer noch zu niedrig, aber er pendelt sich im Laufe des Tages zu einem eher niedrigen, aber vernünftigen Wert ein. Keine plötzlichen Hochdruckphasen mehr.

Natürlich sind dies subjektive Erfahrungen, und viele Mädels fühlen sich wohl mit der Pille.
ABER: Bevor ich sie abgesetzt hatte, war mir nicht klar, wie stark sie sich auswirkt. Ich habe sie 10 Jahre lang ohne darüber Nachzudenken genommen, es wäre nie in Frage gekommen sie abzusetzen. Erst jetzt spüre ich, was dieses kleine Tablettchen alles beeinflusst hat. So wurde aus einer überzeugten Pillenkonsumentin eine Kritikerin in kürzester Zeit. Abgesetzt hatte ich sie übrigens, da wir eh immer mit Gummis verhüten, Kinderplanung in näherer Zukunft liegt und ich so den Doppelschutz für übertrieben hielt.

Auch ich habe die Pille leichtfertig und ohne Sorgen genommen. Und ich denke, dass ich so schnell nun nicht mehr auf die Idee kommen werde.

---------- Beitrag hinzugefügt um 10:31 -----------

Aber ich kenne auch genügend Leute, die das dachten, bis sie sie abgesetzt haben.

Genau DAS meinte ich. :smile:
 

Benutzer100759 

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Ob die Pille gesellschaftlich ein "Muß" ist...na ja. Ich bin mir da nicht so sicher. Deckt sich mit meiner persönlichen Erfahrung eher nicht so.

Auf jeden Fall ist natürlich ein Eingriff in den Zyklus keine eben leichte Sache, klar. Aber es gibt auch Frauen, die sie gut vertragen, wenn sie das richtige Präparat bekommen. Ich persönlich möchte die Pille jedenfalls nicht generell verteufeln.

Aber ich habe die Pille auch immer wieder mal abgesetzt, um das auszutesten - zuletzt mit 23, für 2 Jahre. Mein Charakter hat sich nicht geändert, mein Gewicht nahm um 0.1 kg zu...na ja.
Dafür hatte ich dann (auch nach den "Entzugserscheinungen") immer dermassig üble Regelbeschwerden, daß ich auch schon mit Verdacht auf Blinddarmentzündung ins Spital eingeliefert wurde.

Danach habe ich die Pille wieder angefangen zu nehmen und werde auch, wenn sich keine Komplikationen ergeben, wohl weiter bis zur Menopause damit operieren. Da ist die Pille einfach das kleinere Übel, als die Schmerzmittel. Die sind nämlich - und die werden mMn noch viel mehr unterschätzt - erst recht ziemliche Hämmer.



Das Problem, das ich sehr wohl sehe, ist aber, daß viele Leute nicht richtig über Verhütungsalternativen informiert werden. In den meisten Köpfen gibt es nur Pille oder Gummi - schlußaus.
Daß sich viele (und nicht nur "die Männer") nicht auf Dauer mit Kondomen anfreunden können, kann ich verstehen. Kann ich nämlich auch partout nicht.
Aber die heutzutage sehr effektiven und sicheren Alternativen, wie eben gerade IUS, sind nach wie vor von vielen Horrormythen aus den 30er bis 50er Jahren umgeben und werden drum leider oft nicht mal in Betracht gezogen.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Zwei Links zum Thema "Pille für den Mann":

Warum die Pille für den Mann nicht kommt - Über Marktprinzipien Rollenbilder und | Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik | Deutschlandradio Kultur
Verhütung: Hormonspritze für den Mann macht depressiv | Wissen | ZEIT ONLINE

Wird mal wirklich Zeit, dass die Männer auf diese Verarschung reagieren.
Mit Demonstrationen oder Wäschekörbeweise Protestbriefen oder so...

Oder mit Spenden an diesen Herrn und seine Mitforscher: 1

Das hat nämlich im Gegensatz zur Hormonbasierten Pille für den Mann echtes revolutionäres Potential. Das würde nämlich alle hormonbasierte Verhütung für Männlein wie Weiblein mit einem Schlag unnötig machen und wäre komplett Nebenwirkungsfrei.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
seh ich ganz genauso, jede Frau muss für sich selbst abwägen ob die Pille für sie persönlich nützlich ist oder nicht...
 

Benutzer102926 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das hat nämlich im Gegensatz zur Hormonbasierten Pille für den Mann echtes revolutionäres Potential. Das würde nämlich alle hormonbasierte Verhütung für Männlein wie Weiblein mit einem Schlag unnötig machen und wäre komplett Nebenwirkungsfrei.

Du, das revolutionäre Potential, dass die hormonelle Verhütung für den Mann bedeutet hätte/bedeuten würde, würde mir schon voll und ganz reichen. Und ich finds echt arm, dass nach mehr als 30 Jahren Erfolgsmeldung auf Erfolgsmeldung ("in 5 Jahren ist es soweit"...) zwar ein Marktreifes Produkt existiert, man es den Männern aber nicht zumuten will. Obwohl bspw. Viagra und so Späße viel viel mehr und stärkere (nämlich potentiell tödliche) Nebenwirkungen haben kann...

Zum Herrn Breitbart H (?): Kannte ich noch nicht, und das Prinzip hab ich auf die Schnelle auch nicht verstanden. Kannst Du es erklären oder kennst Du einen guten Link dazu? Und wie lange forscht der schon daran?
 

Benutzer100759 

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Du, das revolutionäre Potential, dass die hormonelle Verhütung für den Mann bedeutet hätte/bedeuten würde, würde mir schon voll und ganz reichen. Und ich finds echt arm, dass nach mehr als 30 Jahren Erfolgsmeldung auf Erfolgsmeldung ("in 5 Jahren ist es soweit"...) zwar ein Marktreifes Produkt existiert, man es den Männern aber nicht zumuten will. Obwohl bspw. Viagra und so Späße viel viel mehr und stärkere (nämlich potentiell tödliche) Nebenwirkungen haben kann...

Zum Herrn Breitbart H (?): Kannte ich noch nicht, und das Prinzip hab ich auf die Schnelle auch nicht verstanden. Kannst Du es erklären oder kennst Du einen guten Link dazu? Und wie lange forscht der schon daran?


Seit etwa 4 Jahren, das Animal Testing I ist mehr oder minder abgeschlossen. In 4-5 Jahren wollen sie das marktreif haben. Die Chancen dafür stehen nicht mal sooo schlecht, weil die Israelis das ziemlich fördern - bekanntlich wäre das ja im Gegensatz zu Pille und Co. ein koscheres Verhütungsmittel.

Das Wirkprinzip ist in der Theorie einfach, in der Praxis hochkomplex:

Statt hormonell die Spermienproduktion zu verringern, wird da so angesetzt, daß durch Blockaden der Proteinsynthese keine überlebens- bzw. befruchtungsfähigen Spermien mehr produziert werden. D.h., der Mann produziert weiter Spermien, aber die können (selbst in vitro!) keine Eizelle mehr befruchten.

Dabei erhält der Mann dann das Präparat als Einmalgabe und ist dann 1-3 Monate unfruchtbar. Nach Absetzen des Präparates kehrt die Spermienproduktion wieder zum Normalzustand zurück, und der Mann wäre, so gewünscht, wieder fruchtbar.

Die hormonbedingten Nebenwirkungen (und das ist keine so leicht wegschnupfbare Sache, die Hormon-Pille für den Mann hat ziemlich heftige NW) würden wegfallen. Kein Mann müßte sich mehr sorgen, daß ihm "ein Kind angehängt" wird. Keine Frau, und kein Mann die sich den Hormoncocktail der Pille für M oder W nicht mehr zumuten wollen, müßten das tun.

Darum bin ich davon sehr begeistert.

Ein guter Link dazu ist das Grundlagenpapier von Haim Breitbart, das die Mechanismen erläutert, auf dem sein Ansatz aufbaut: http://genesdev.cshlp.org/content/20/4/411.abstract?sid=cb71212a-9ba9-4fee-b6f6-d71e404dcfad
 
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