Pille Pille für Männer

Benutzer145348 

Verbringt hier viel Zeit
nur so generell... dass es bei frauen ok is, bei männern aber garnicht geht... das ist schon sehr "lol".

Haben den Beitrag gerade erst gesehen: Nein, genau das ist NICHT damit gemeint. Was ich gesagt habe ist, dass die Wirksamkeit von Testosteron als Verhütungsmittel viel, viel, viel zu gering ist um auch nur annähernd in Betracht zu kommen. Und DESHALB hat man diesen Ansatz nicht weiter verfolgt. Aber es wird beharrlich diese Legende am Leben erhalten, dass es an den Nebenwirkungen lag, die die wehleidigen Männer nicht bereit sind in Kauf zu nehmen, aber ihren Frauen ganz selbstverständlich zumuten. Und genau das ist komplett falsch. Aber ist halt ne schöne Story, die ordentlich Quoten macht und den Geschlechterkonflikt weiter anheizt.
Sogar die Haltungs-Kebekus verbreitet hemmungslos solche Fake News, das ist sehr erschütternd...
 

Benutzer172636 

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dass es an den Nebenwirkungen lag, die die wehleidigen Männer nicht bereit sind in Kauf zu nehmen
Ich vermute eher, dass man das in Hinblick auf die Zulassung nicht gemacht hat. Bei den gezeigten Nebenwirkungen und der nicht verlässlichen Wirkung ist es fraglich, ob man für eine Anwendung am gesunden Menschen dafür eine Zulassung bekommen hätte, insbesondere wenn eben andere und besser verträgliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen (Kondome).
Wahrscheinlich würde auch eine Zulassung der Pille heutzutage zu Schwierigkeiten führen. Und, was hier wirklich nochmal hervor gehoben werden sollte: Viele Männer betrachten die Verhütung auch immernoch als Frauensache. Die Vorstellung, medikamentös reproduktionstechnisch eingeschränkt zu werden, ist für einige eine durchaus unangenehme Vorstellung. Warum, weiß ich nicht, als Frau habe ich dazu aber wahrscheinlich noch einen anderen Zugang, weil ich eben nicht mein Leben lang fruchtbar bin.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Ich vermute eher, dass man das in Hinblick auf die Zulassung nicht gemacht hat. Bei den gezeigten Nebenwirkungen und der nicht verlässlichen Wirkung ist es fraglich, ob man für eine Anwendung am gesunden Menschen dafür eine Zulassung bekommen hätte, insbesondere wenn eben andere und besser verträgliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen (Kondome).
Wahrscheinlich würde auch eine Zulassung der Pille heutzutage zu Schwierigkeiten führen. Und, was hier wirklich nochmal hervor gehoben werden sollte: Viele Männer betrachten die Verhütung auch immernoch als Frauensache. Die Vorstellung, medikamentös reproduktionstechnisch eingeschränkt zu werden, ist für einige eine durchaus unangenehme Vorstellung. Warum, weiß ich nicht, als Frau habe ich dazu aber wahrscheinlich noch einen anderen Zugang, weil ich eben nicht mein Leben lang fruchtbar bin.
Ich glaube ja, ne ganze Menge Männer wären sehr froh über eine eigene medikamentöse Verhütungsmethode, ein Markt dafür wäre sicherlich vorhanden, auch wenn viele es ablehnen.
Leider hat es da ja kein Präparat bis zur Marktreife geschafft, nichtmal als nicht zugelassenes Medikament/offlabel/Chinalaborzeugs gibt es da bisher was einigermaßen brauchbares. Hormonell ist vermutlich auch ein Holzweg, da reagieren Männer einfach zu unterschiedlich drauf. Sieht man ja schon beim klassischen Bodybuilding. Manche rafft es ruckzuck dahin, andere werfen über Jahrzehnte was ein und kommen gut damit klar. Anscheinend bekommt man die Fruchtbarkeit bei Frauen auch hormonell schneller auf nahezu null, während das bei Männern doch sehr unzuverlässig ist.
 
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Benutzer172636 

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Ich glaube ja, ne ganze Menge Männer wären sehr froh über eine eigene medikamentöse Verhütungsmethode, ein Markt dafür wäre sicherlich vorhanden, auch wenn viele es ablehnen.
Stimmt. Der Bedarf wäre mit Sicherheit da. Nur handelt es sich dabei eben um gesunde Menschen und da sind Nebenwirkungen eben eine kritische Sache 🤔 Wäre es ein Medikament gegen eine Erkrankung würden die Nebenwirkungen mit Sicherheit auch anders bewertet werden.
 

Benutzer145348 

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Ich vermute eher, dass man das in Hinblick auf die Zulassung nicht gemacht hat. Bei den gezeigten Nebenwirkungen und der nicht verlässlichen Wirkung ist es fraglich, ob man für eine Anwendung am gesunden Menschen dafür eine Zulassung bekommen hätte, ich dazu

Nein, das ist definitiv nicht so. Wenn ein Medikament nicht funktioniert, dann braucht man sich über Nebenwirkungen keine Gedanken mehr zu machen, geschweige denn über eine Zulassung.

Die Studien damals haben ergeben, dass es nur bei 70% der Männer überhaupt eine Wirkung zeigt. Und auch bei diesen 70% kam es nicht zu einer Azoospermie, sondern nur zu einer Oligospermie. Bedeutet, es waren immer noch Spermien im Ejakulat, aber so wenige, dass es "ziemlich unwahrscheinlich" ist, dass es zu einer Befruchtung kommt. Und dennoch kam es bei ein paar Probanden, die man freigegeben hatte, zu Schwangerschaften. Und das alles noch unter Idealbedingungen, also jeden Tag zur gleichen Zeit unter ärztlicher Aufsicht eine Spritze in den Arm. (Wie soll das im Alltag funktionieren?) Welche Frau würde sich bitte darauf einlassen zu wissen, dass sie immer noch Spermien aufnimmt, aber es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass sie davon schwanger wird?

Es ist eine weitere Legende, dass die Pille für die Frau nie zugelassen worden wäre, wenn man die gleichen Maßstäbe wie bei Männern angesetzt hätte. Eventuell würde die allererste Pille von 1961 heute nicht mehr zugelassen werden, aber spätestens die Pillen der 2. Generation, die seit Ende der 1970er auf den Markt kamen, unterlagen schon sehr rigiden Vorschriften und Beschränkungen. Bei jeder klinischen Studie muss es zwingend eine Ethik-Kommission eine, die vorab in Bezug auf Nebenwirkungen genau festlegt, bei welcher Häufigkeit und Schweregrad eine Studie SOFORT abgebrochen werden MUSS. Und wenn das der Fall ist, dann braucht man an Zulassung gar nicht erst zu denken. Aber so eine Legende sorgt halt wieder für schöne Quoten...

Ob auch heute noch die meisten Männer Verhütung als Frauensache betrachten, glaube ich ehrlich gesagt nicht, aber das kann ich natürlich nicht wissen.
 

Benutzer172636 

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Nein, das ist definitiv nicht so. Wenn ein Medikament nicht funktioniert, dann braucht man sich über Nebenwirkungen keine Gedanken mehr zu machen, geschweige denn über eine Zulassung.
Auch hier: es gibt durchaus Medikamente, die nur bei einem Teil derjenigen, die sie verabreicht bekommen, wirken. Das nimmt man ab einem gewissen Schweregrad der Erkrankung durchaus in Kauf, insbesondere wenn es keine Alternativen gibt. Ist hier aber ein anderer Fall.
Bedeutet, es waren immer noch Spermien im Ejakulat, aber so wenige, dass es "ziemlich unwahrscheinlich" ist, dass es zu einer Befruchtung kommt.
Wobei generell noch Spermien vorhanden nicht das Problem ist. Sie dürfen nur nicht in der Lage sein, zu befruchten.


Welche Frau würde sich bitte darauf einlassen zu wissen, dass sie immer noch Spermien aufnimmt, aber es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass sie davon schwanger wird?
Es gibt durchaus Methoden, die weniger sicher verhüten und auch die finden Anwenderinnen. Zur Praktikabilität kann man hier keine wirkliche Aussage treffen.


Bei jeder klinischen Studie muss es zwingend eine Ethik-Kommission eine, die vorab in Bezug auf Nebenwirkungen genau festlegt, bei welcher Häufigkeit und Schweregrad eine Studie SOFORT abgebrochen werden MUSS. Und wenn das der Fall ist, dann braucht man an Zulassung gar nicht erst zu denken.
Aber auch das variiert je nach Schweregrad, eine Chemotherapie darf zum Teil beträchtliche Nebenwirkungen verursachen, eine Zulassungsstudie für eine Impfung würde wahrscheinlich schon früher abgebrochen werden müssen. Wie gesagt: Verhältnismäßigkeit ist durchaus ein Kriterium.


Ob auch heute noch die meisten Männer Verhütung als Frauensache betrachten, glaube ich ehrlich gesagt nicht, aber das kann ich natürlich nicht wissen.
Ich glaube, dass es mittlerweile deutlich mehr Männer beschäftigt und viele dort auch mehr Verantwortung übernehmen (was ich begrüße), dass es eine Mehrheit ist, insbesondere wenn man die breite Bevölkerung nimmt und auch ins Ausland schaut.
 

Benutzer7006 

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Ich würde es auch in Betracht ziehen, wenn es bezgl. Nebenwirkungen und Sicherheit passt.
 

Benutzer172636 

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Sorry, auch wieder so ein aggressiver Grundton, wieso?
Dabei liegt das doch im Ermessensspielraum jedes Einzelnen welche Nebenwirkungen er/sie in kauf nimmt oder nicht.
Deswegen fragt sie konkret nach denen, die K KleinFabi akzeptieren würde. Einen aggressiven Grundton lese ich da jetzt nicht, eher die Nachfrage, da es nach einer Worthülse klingt und damit wenig aussagekräftig ist.
Ein Beispiel: Ich werde gefragt, ob ich auch ohne ein Auto zur Arbeit kommen würde und dafür auch eine längere Anfahrt/Unangenehmlichkeiten in Kauf nehmen würde und ich sage ja, dann wäre das wenig aussagekräftig, weil vielleicht akzeptiere ich nur 100m Fußweg und mir ist dann der Weg zur Bushaltestelle zu weit oder aber ich bin nicht bereit, 3km mit dem Fahrrad zu fahren, etc. Deswegen ist die Frage durchaus berechtigt. Insbesondere da wir eben von Nebenwirkungen sprechen, die sich bei den meisten im geringeren und reversiblen Bereich bewegt haben. Hier geht es also einerseits um das „welche Nebenwirkungen würdest du riskieren zu haben, um das Präparat zu testen“ und im Folgeschritt um die Frage, welche Nebenwirkungen man dauerhaft in Kauf nehmen würde, um die Verhütung gegebenenfalls trotz Nebenwirkungen eben beizubehalten und beide Fragen halte ich für sehr legitim wenn man sie auf seine Aussage bezieht.
 

Benutzer77893 

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Off-Topic:

Deswegen fragt sie konkret nach denen, die K KleinFabi akzeptieren würde. Einen aggressiven Grundton lese ich da jetzt nicht, eher die Nachfrage, da es nach einer Worthülse klingt und damit wenig aussagekräftig ist.
Ein Beispiel: Ich werde gefragt, ob ich auch ohne ein Auto zur Arbeit kommen würde und dafür auch eine längere Anfahrt/Unangenehmlichkeiten in Kauf nehmen würde und ich sage ja, dann wäre das wenig aussagekräftig, weil vielleicht akzeptiere ich nur 100m Fußweg und mir ist dann der Weg zur Bushaltestelle zu weit oder aber ich bin nicht bereit, 3km mit dem Fahrrad zu fahren, etc. Deswegen ist die Frage durchaus berechtigt. Insbesondere da wir eben von Nebenwirkungen sprechen, die sich bei den meisten im geringeren und reversiblen Bereich bewegt haben. Hier geht es also einerseits um das „welche Nebenwirkungen würdest du riskieren zu haben, um das Präparat zu testen“ und im Folgeschritt um die Frage, welche Nebenwirkungen man dauerhaft in Kauf nehmen würde, um die Verhütung gegebenenfalls trotz Nebenwirkungen eben beizubehalten und beide Fragen halte ich für sehr legitim wenn man sie auf seine Aussage bezieht.
Dann kann man genau das auch so schreiben:
"eher die Nachfrage, da es nach einer Worthülse klingt und damit wenig aussagekräftig ist."
Anstatt die Kommentare mit aha, hä, d.h. etc zu garnieren, das ist auch von mir nicht böse gemeint. Nur kommt das nicht wie eine Frage herüber, sondern wie eine Festellung!


Aber ja ich halt demnächst die Schnauze.
 

Benutzer145348 

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Auch hier: es gibt durchaus Medikamente, die nur bei einem Teil derjenigen, die sie verabreicht bekommen, wirken. Das nimmt man ab einem gewissen Schweregrad der Erkrankung durchaus in Kauf, insbesondere wenn es keine Alternativen gibt. Ist hier aber ein anderer Fall.

Ja, natürlich. Es wird auch zwischen Akut-Medikamenten und Langzeit-Medikatmenten unterschieden, auch da gibt es ganz unterschiedliche Maßstäbe.

Wobei generell noch Spermien vorhanden nicht das Problem ist. Sie dürfen nur nicht in der Lage sein, zu befruchten.

Das ist aber hier der Fall. Es sind einfach nur weniger. Ein befreundetes Paar konnte keine Kinder bekommen, weil der Mann zu wenig Spermien im Ejakulat hatte. Sie haben dann IVF gemacht, das hat erst im dritten Versuch geklappt. Aber mit 40 wurde sie dann noch mal schwanger mit Zwillingen. Das war der klassische Zufallstreffer, der immer möglich ist.

Ich glaube, dass es mittlerweile deutlich mehr Männer beschäftigt und viele dort auch mehr Verantwortung übernehmen (was ich begrüße), dass es eine Mehrheit ist, insbesondere wenn man die breite Bevölkerung nimmt und auch ins Ausland schaut.

Im vergangenen Jahrhundert war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Frau in einer Beziehung die Pille nimmt. Und die, die sie aus medizinischen Gründen nicht (mehr) nehmen durften, haben sich ganz selbstverständlich eine Kupferspirale besorgt. Das war von den Männern gar nicht mal böse gemeint, es war einfach allgemein so üblich und die Frauen haben das ja auch völlig klaglos gemacht und sich nicht beschwert.

Das hat sich grundlegend geändert und das ist auch gut so. Mittlerweile liegt das Kondom (46%) als Verhütungsmittel schon nahezu gleichauf mit der Pille (47%). So was kann man auch einfach mal gut heißen und "weiter so" sagen, anstatt immer weiter zu hetzen.
 

Benutzer172636 

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Im vergangenen Jahrhundert war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Frau in einer Beziehung die Pille nimmt. Und die, die sie aus medizinischen Gründen nicht (mehr) nehmen durften, haben sich ganz selbstverständlich eine Kupferspirale besorgt. Das war von den Männern gar nicht mal böse gemeint, es war einfach allgemein so üblich und die Frauen haben das ja auch völlig klaglos gemacht und sich nicht beschwert.
Also das ist jetzt historisch bedingt eher sehr ungenau :zwinker: Die Erstzulassung erfolgte soweit ich weiß in den USA um 1960 herum, in Deutschland sogar noch etwas später und dann auch nur für verheiratete (!) Paare, die Frau musste mindestens 21 (damalige Grenze zur Volljährigkeit) und (hier bin ich mir nicht sicher) sogar bereits Mutter sein. 1951 wurde laut Wikipedia überhaupt zum ersten Mal ein wirksames Gestagen synthetisch hergestellt, was auch heute noch der Hauptwirkstoff der Pille ist. Die Pille selbst war dazu gerade zur Anfangszeit recht verpönt. Allerdings lag die Wahl, ob es Geschlechtsverkehr gab oder nicht hauptsächlich auf der männlichen Seite innerhalb der Ehen.
Bis in die 60er gab es soweit ich weiß auch nicht "die"Kupferspirale. Gräfenberg (bekannt vom G-Punkt) hatte im vorherigen Jahrhundert aber mit verschiedenen Methoden in dem Bereich experimentiert. Ob das über das Versuchsstadium hinausging, weiß ich leider nicht.

Das hat sich grundlegend geändert und das ist auch gut so. Mittlerweile liegt das Kondom (46%) als Verhütungsmittel schon nahezu gleichauf mit der Pille (47%). So was kann man auch einfach mal gut heißen und "weiter so" sagen, anstatt immer weiter zu hetzen.
Es geht nicht um das Hetzen. Wenn man sagt, die Studie wurde abgebrochen, weil sie für die Probanden als nicht mehr zumutbar galt, dann bedeutet es nicht, dass Männer zu weinerlich sind, um es zu ertragen, sondern schlichtweg, dass man dieses Medikament mit diesen Nebenwirkungen so niemandem "zumuten" kann.
Im weltweiten Kontext sieht es aber leider immernoch so aus, dass Frauen in vielen Gesellschaften für Sex innerhalb einer Ehe zur Verfügung zu stehen haben. Heißt konkret, dass Frau nicht einfach entscheiden kann, enthaltsam zu bleiben. Zumal eben nicht überall der Mann automatisch in der Verantwortung für eine Schwangerschaft steht. Das ist eher eine Sache, die sehr klassisch für "unseren" Rahmen ist. Demnach kann Frau dann über die Pille entscheiden, den Sex zwar mitzumachen, aber wenigstens davon nicht schwanger zu werden.

So was kann man auch einfach mal gut heißen und "weiter so" sagen, anstatt immer weiter zu hetzen.
Ja, ich finde es toll, wenn Menschen verantwortungsvoll mit Verhütung umgehen :smile: Sowohl Männer als auch Frauen. BTW: Nur weil das Kondom von dem penetrierenden Part getragen wird, würde ich es übrigens nicht automatisch der männlichen Verhütung zurechnen. Letztendlich ist das Kondom beim penetrativen Verkehr eben das einzige wirklich zuverlässige nichtmedikamentöse Mittel, um sich gegen eine HIV-Infektion zu schützen.
 

Benutzer77893 

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Ja, ich finde es toll, wenn Menschen verantwortungsvoll mit Verhütung umgehen :smile: Sowohl Männer als auch Frauen. BTW: Nur weil das Kondom von dem penetrierenden Part getragen wird, würde ich es übrigens nicht automatisch der männlichen Verhütung zurechnen. Letztendlich ist das Kondom beim penetrativen Verkehr eben das einzige wirklich zuverlässige nichtmedikamentöse Mittel, um sich gegen eine HIV-Infektion zu schützen.
Das stimmt so nicht ganz, denn es gibt auch das Femidom. Was sogar noch gegen andere Infektionen schützen könnte, mit leichten Modifikationen. Was in anderen Ländern dadurch sehr viel interessanter gewesen wäre, aber richtig durchgesetzt hat es sich nicht. Und ist hier größten Teils unbekannt.
 

Benutzer172636 

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Das stimmt nicht so ganz, denn es gibt auch das Femidom.
Lustigerweise hatte ich das sogar getippt, wollte dann aber keinen "Nebenkriegsschauplatz" eröffnen.
Das Femidom halte ich nicht wirklich für mit Kondomen vergleichbar, da es 1. teurer und schlechter verfügbar ist, 2. schwieriger in der Handhabung (kann "reinrutschen", sollte von innen und außen mit Gleitgel bestrichen werden) und 3. wie auch beim Kondom die Gefahr der "Compliance" des penetrierenden Parts ein Problem sein kann, Stichwort Stealthing. Der Penis muss in das Femidom eingeführt werden, kann aber auch daneben eingeführt werden. Wer sich mit einem Kondom bereits "wie in einer Plastiktüte fühlt" wird das mit dem Femidom mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht als angenehmer empfinden.
Ansonsten möchte ich gerne diese Tabelle zeigen, aus der hervorgeht, dass sowohl bei der typischen Anwendung, als auch bei der perfekten Anwendung die Anzahl der entstandenen Schwangerschaften beim Femidom höher war.
Also grob vom Konzept vergleichbar, aber halt die weniger schützende Methode und wieder abhängig von Kooperation des penetrierenden Parts.
 

Benutzer174652 

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nun ...
dann stell ich mal folgende hypothetische frage an die männer in den raum:

würdest du "die pille" mit all ihren verschiedenen, teils häufigen nebenwirkungen nehmen - so wie es seit jahrzehnten eine großzahl der frauen tut?
 

Benutzer7006 

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aha.
welche nebenwirkungen
würdest du nicht akzeptieren?

Zunächst habe ich es nicht als aggressive Nachfrage aufgefasst, auch wenn es vielleicht etwas Plump geschrieben war. Mir war auch nicht bewusst, dass mein Post so nichts sagend war.

So, dann will ich das mal nicht unbeantwortet lassen.

Als Nebenwirkungen würde ich z.B. anhaltende Migräne, stark abnehmende Libido sowie Depressionen gefolgt von dem steigenden Risiko an Herzkrankheiten zu erkranken nicht akzeptieren.

Beantwortet das deine Frage?
 

Benutzer77893 

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Zunächst habe ich es nicht als aggressive Nachfrage aufgefasst, auch wenn es vielleicht etwas Plump geschrieben war. Mir war auch nicht bewusst, dass mein Post so nichts sagend war.

So, dann will ich das mal nicht unbeantwortet lassen.

Als Nebenwirkungen würde ich z.B. anhaltende Migräne, stark abnehmende Libido sowie Depressionen gefolgt von dem steigenden Risiko an Herzkrankheiten zu erkranken nicht akzeptieren.

Beantwortet das deine Frage?
Nicht zu vergessen die erhöhte Emboliegefahr, die es auch bei Schwangerschaften gibt, was allerdings bei der Pille für den Mann eher unwahrscheinlich ist. Aber alle das wenn es auch NFP, Spiral (und ähnliches) oder das gute alte Kondom gibt, dass noch vor Krankheiten schützt. Also die Antwort sollte ziemlich eindeutig sein, oder?
 

Benutzer178050 

Öfter im Forum
Nicht zu vergessen die erhöhte Emboliegefahr, die es auch bei Schwangerschaften gibt, was allerdings bei der Pille für den Mann eher unwahrscheinlich ist. Aber alle das wenn es auch NFP, Spiral (und ähnliches) oder das gute alte Kondom gibt, dass noch vor Krankheiten schützt. Also die Antwort sollte ziemlich eindeutig sein, oder?
NFP ist für Frauen bzw Paare, die unter keinen Umständen ein Kind bekommen möchten absolut nicht geeignet. Spiralen sind bis auf die Kupferspirale auch wieder mit Hormonen und Kupferspiralen sind auch für sehr angenehme Nebenwirkungen bekannt.
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
NFP ist für Frauen bzw Paare, die unter keinen Umständen ein Kind bekommen möchten absolut nicht geeignet.
Tatsächlich? Und warum?
Richtig durchgeführt erreicht NFP, besser die symptothermale Methode, den PI der Pille (in Abhängigkeit von der Verhütung in der fruchtbaren Zeit versteht sich).
Dass es nicht für jeden geeignet ist oder nicht jeder das möchte- geschenkt.
Aber das Argument der mangelnden Sicherheit ärgert mich in dieser Pauschalität immer wieder.
 
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