Pille für den Mann unzumutbar?

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Das stimmt natürlich. Nur erscheint die Abschätzung der langfristigen Nebenwirkungen bei einem völlig unphysiologischen Zustand noch viel schwieriger als bei der Nachahmung eine physiologischen Zustands. Bei der Nachahmung eines physiologischen Zustands hat man ja zumindest Erfahrungswerte bzgl. Des physiologischen Zustands, aus denen man vieles ableiten kann.
Naja, die Pille nutzt zwar ähnliche Pathways wie eine Schwangerschaft, aber ist damit ja auch nicht wirklich deckungsgleich.
Mal davon ab, dass eine Schwangerschaft ja auch massive "Nebenwirkungen" hat.

In den alten Zeiten, die du so gerne zitierst, wo Frau mehr oder weniger dauerschwanger war, war die Komplikationsrate und Sterblichkeit auch recht massiv.
 

Benutzer164526 

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Naja, die Pille nutzt zwar ähnliche Pathways wie eine Schwangerschaft, aber ist damit ja auch nicht wirklich deckungsgleich.
Aber sämtliche Nebenwirkungen der Pille können auch während einer Schwangerschaft auftreten. Da gibt es kaum Überraschungen, die man nicht auch von Schwangeren kennt.

Und ich bin auch kein Fan hormoneller Verhütungsmittel. Es ist nur so, dass ich bei der Hormonspritze für den Mann noch skeptischer wäre als bei der Pille für die Frau.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer145348 

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Wieviele Damen würde sich denn auf ihren Freund verlassen, vor allem wenn sie ihn noch nicht so lange kennen?
 

Benutzer145348 

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Gegenfrage wie viel Kerle verlassen sich Blind auf die Aussage ich nehme die Pille ?

Vermutlich die meisten, weil sie davon ausgehen, dass Frau ein großes Interesse daran hat, eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden. Umgekehrt habe ich auf meinen Vorschlag zu verwenden mehr als einmal zu hören bekommen: "Ich will nicht schwanger werden und da verlasse ich mich nur auf mich selbst. Du kannst gerne zusätzlich ein Kondom verwenden, wenn Du mir nicht vertraust, aber ohne Pille läuft bei mir genau gar nichts."
 

Benutzer136524 

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Wieviele Damen würde sich denn auf ihren Freund verlassen, vor allem wenn sie ihn noch nicht so lange kennen?
Das käme wohl wie bei allem darauf an, zB
- wie groß ist das Vertrauen
- wie wurde das Thema in der Beziehung bisher kommuniziert
- habe ich diese Pille schon einmal zu Gesicht bekommen
- nimmt er die Pille schon seit zwei Jahren oder erst seit drei Wochen
und und und.
Würde ich nicht mit demjenigen zusammenwohnen, würde ich vermutlich hin und wieder einen Blick auf den aktuellen Blister werfen, bis sich die ganze Sache als eingespielt erwiesen hat. Und die Verlässlichkeit/Organisiertheit/Struktur einer Person spiegelt sich ja auch im Alltag wider.
Wenn er sich bewährt hat, würde ich ihm sicherlich irgendwann vertrauen.
Btw verhüte ich zu Beginn einer Beziehung sowieso immer zusätzlich mit Kondom. Die Probephase sozusagen. Habe ich den Eindruck, dass es zwischen uns passt, kann man es weglassen.
 

Benutzer164526 

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Würde ich nicht mit demjenigen zusammenwohnen, würde ich vermutlich hin und wieder einen Blick auf den aktuellen Blister werfen, bis sich die ganze Sache als eingespielt erwiesen hat.
Du meinst wohl die Ampullen, denn die entsprechenden Hormone gehen im Magen-Darm-Trakt kaputt, so dass sie nur intravenös verabreicht werden können. Insofern ist "Pille für den Mann" ohnehin irreführend. In Wirklichkeit wären es Hormonspritzen.
 

Benutzer135918 

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Vermutlich die meisten, weil sie davon ausgehen, dass Frau ein großes Interesse daran hat, eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden. Umgekehrt habe ich auf meinen Vorschlag zu verwenden mehr als einmal zu hören bekommen: "Ich will nicht schwanger werden und da verlasse ich mich nur auf mich selbst. Du kannst gerne zusätzlich ein Kondom verwenden, wenn Du mir nicht vertraust, aber ohne Pille läuft bei mir genau gar nichts."
Das ist mir ein Grund warum ich nur in einer Beziehung oder vertrauensvollen Freundschaft Sex haben kann , vertrauen ist für mich unerlässlich um Sex zu haben .
 

Benutzer20579  (37)

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Also ich finds ja ehrlich gesagt absurd, dass bei der Diskussion immer so getan wird, als trage die Frau das Risiko eines ungewollten Kindes alleine. Klar, schwanger sein und abtreiben kann nur die Frau - biologischer Fakt. Aber ein ungewolltes Kind trifft auch den Mann, dagegen ist der kurze Zeitraum Schwangerschaft echt überschaubar.

Klar, ich würde auch vorsichtig sein, was meinen eigenen Körper angeht - aber was ein ungewolltes Kind mit einer Frau angeht, die ich ggf. nicht lange kenne, wäre ich als Mann mindestens genauso vorsichtig. Von daher zieht das Argument in meinen Augen nicht wirklich.

Ansonsten kann ich zu dem Thema nur sagen, was ich schon immer sage: Ich selbst möchte nicht mehr hormonell verhüten und wäre auch vorsichtig, wenn mein Mann es machen wollen würde. Ich fände es aber grundsätzlich gut, wenn es die Möglichkeit gäbe - ggf. erwischt man einen Mann, der hormonelle Verhütung gut verträgt, dann hätte man für eine Beziehung eine Möglichkeit mehr.

Dass es keinen Zwang gibt, die Pille zu nehmen, mag ja sein, ist in meinen Augen aber extrem kurz gedacht und verkennt ein bisschen die Lebensrealität vieler Teenager und junger Frauen. Sehr sehr viele Männer da draußen setzen die Pille bei einer festen Beziehung ganz selbstverständlich voraus und reagieren bestenfalls zickig, wenn die Freundin nicht möchte. Sehr sehr viele junge Frauen nehmen teilweise extreme Nebenwirkungen auf sich, weil sie keine Alternative zur Pille sehen. Wenn der Mann Kondome "doof" findet, dann bleibt ihnen gefühlt nicht mehr viel, als hormonelle Verhütung. Als ich Teenie war, war es normal, sich beim ersten Freund die Pille zu besorgen. Und wer mal die Plakate gesehen hat, die die einschlägigen Pharmaunternehmen bei jedem Arzt oder z.B. auch in Umkleiden von Fitnessstudios usw. aufhängen, der hat da auch eine andere Einschätzung zu. Viele Ärzte klären extrem schlecht auf oder haben bunte Werbeschächtelchen schon da liegen, sobald eine junge Frau ihre Praxis betritt. Im Freundeskreis meines Mannes waren einige Freunde von ihm der Meinung, ich wolle ihm ein Kind anhängen, weil ich die Pille nicht nehme - und diese Einschätzung hatte vor Jahren schonmal ein Bekannter von mir, als er hörte, dass ich keine Hormone nehme. Der Ausruf: "Dein armer Freund!" und die entgeisterten Blicke der weiblichen Bekannten, die "selbstverständlich als verantwortungsvolle junge Frauen die Pille nehmen" ist mir heute noch sehr präsent :zwinker: Also der Druck ist schon da und teilweise immens.
 

Benutzer89539 

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Dass die Pille für den Mann heftige Nebenwirkungen haben könnte ist für mich kein Argument gegen eine Zulassung, solange es bei der Pille für die Frau genauso ist. Das hat nichts mit "Rache" oder ausgleichender Gerechtigkeit zu tun, sondern ist ganz pragmatisch: Jeder verträgt die Pille anders, und wenn z.B. die Frau starke Nebenwirkungen hat, der Mann aber nicht, ist es doch de facto ein Fortschritt. Vergleichspunkt sollte da nicht ein theoretisch wünschenswerter Idealzustand sein, sondern der derzeitige Status Quo.

So viel zur grauen Theorie. In der Praxis kann ich es nur schwer einschätzen wie heftig die Nebenwirkungen sind, und will mich da nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen das Urteil von Menschen mit deutlich mehr Fachwissen in Frage zu stellen. Offenbar liegt da bei den derzeit theoretisch vermarktbaren Produkten noch einiges im Argen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Dass die Pille für den Mann heftige Nebenwirkungen haben könnte ist für mich kein Argument gegen eine Zulassung, solange es bei der Pille für die Frau genauso ist. Das hat nichts mit "Rache" oder ausgleichender Gerechtigkeit zu tun, sondern ist ganz pragmatisch: Jeder verträgt die Pille anders, und wenn z.B. die Frau starke Nebenwirkungen hat, der Mann aber nicht, ist es doch de facto ein Fortschritt. Vergleichspunkt sollte da nicht ein theoretisch wünschenswerter Idealzustand sein, sondern der derzeitige Status Quo.
Letztlich muss das Risiko ja vor allem der Produzent abschätzen, gerade auch im Bezug auf Schadensersatzklagen und das eh strengere Zulassungsverfahren in den USA.
Da ich vermute, dass männliche Verhütungsmittel ein großer Markt wären, stellt da sicher keine Firma die Entwicklung halbwegs vielsprechender Präparate so ohne weiteres ein.
 

Benutzer135918 

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Also ich finds ja ehrlich gesagt absurd, dass bei der Diskussion immer so getan wird, als trage die Frau das Risiko eines ungewollten Kindes alleine. Klar, schwanger sein und abtreiben kann nur die Frau - biologischer Fakt. Aber ein ungewolltes Kind trifft auch den Mann, dagegen ist der kurze Zeitraum Schwangerschaft echt überschaubar.

Klar, ich würde auch vorsichtig sein, was meinen eigenen Körper angeht - aber was ein ungewolltes Kind mit einer Frau angeht, die ich ggf. nicht lange kenne, wäre ich als Mann mindestens genauso vorsichtig. Von daher zieht das Argument in meinen Augen nicht wirklich.

Ansonsten kann ich zu dem Thema nur sagen, was ich schon immer sage: Ich selbst möchte nicht mehr hormonell verhüten und wäre auch vorsichtig, wenn mein Mann es machen wollen würde. Ich fände es aber grundsätzlich gut, wenn es die Möglichkeit gäbe - ggf. erwischt man einen Mann, der hormonelle Verhütung gut verträgt, dann hätte man für eine Beziehung eine Möglichkeit mehr.

Dass es keinen Zwang gibt, die Pille zu nehmen, mag ja sein, ist in meinen Augen aber extrem kurz gedacht und verkennt ein bisschen die Lebensrealität vieler Teenager und junger Frauen. Sehr sehr viele Männer da draußen setzen die Pille bei einer festen Beziehung ganz selbstverständlich voraus und reagieren bestenfalls zickig, wenn die Freundin nicht möchte. Sehr sehr viele junge Frauen nehmen teilweise extreme Nebenwirkungen auf sich, weil sie keine Alternative zur Pille sehen. Wenn der Mann Kondome "doof" findet, dann bleibt ihnen gefühlt nicht mehr viel, als hormonelle Verhütung. Als ich Teenie war, war es normal, sich beim ersten Freund die Pille zu besorgen. Und wer mal die Plakate gesehen hat, die die einschlägigen Pharmaunternehmen bei jedem Arzt oder z.B. auch in Umkleiden von Fitnessstudios usw. aufhängen, der hat da auch eine andere Einschätzung zu. Viele Ärzte klären extrem schlecht auf oder haben bunte Werbeschächtelchen schon da liegen, sobald eine junge Frau ihre Praxis betritt. Im Freundeskreis meines Mannes waren einige Freunde von ihm der Meinung, ich wolle ihm ein Kind anhängen, weil ich die Pille nicht nehme - und diese Einschätzung hatte vor Jahren schonmal ein Bekannter von mir, als er hörte, dass ich keine Hormone nehme. Der Ausruf: "Dein armer Freund!" und die entgeisterten Blicke der weiblichen Bekannten, die "selbstverständlich als verantwortungsvolle junge Frauen die Pille nehmen" ist mir heute noch sehr präsent :zwinker: Also der Druck ist schon da und teilweise immens.
Und genau da fängt es an. Die Verhütung ist auch Männersache. Ich will jetzt auch keinem auf die Füße treten aber wieso hormonell verhüten wenn es vor Geschlechtskrankheiten null hilft .


Ich bin einer dieser Männer die sich mit dem Kondom ehr abmühen, trotzdem nehme ich das in Kauf weil es einzig und alleine einen umfangreichen Schutz bietet .

Aus meinem Bekanntenkreis nehmen viele Frauen mit wechselnden kurzen Sexpartnern die Pille , Weile bequem ist . Aber gerrade bei denen verursacht das bei mir nur Kopfschütteln .
 

Benutzer145348 

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Das käme wohl wie bei allem darauf an, zB
- wie groß ist das Vertrauen
[...]

Das sind eine ganze Menge "wenn" ... was ich auch sehr gut verstehen kann. Vertrauen würde da nur entstehen, wenn es eine "Dauerlösung" gäbe, also Implantat, 3-Monatsspritze o.ä.
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Also ich finds ja ehrlich gesagt absurd, dass bei der Diskussion immer so getan wird, als trage die Frau das Risiko eines ungewollten Kindes alleine. Klar, schwanger sein und abtreiben kann nur die Frau - biologischer Fakt. Aber ein ungewolltes Kind trifft auch den Mann, dagegen ist der kurze Zeitraum Schwangerschaft echt überschaubar.

Selbstverständlich, keine Frage. Aber: der Mann lebt idR sein Leben -wenn auch ggf. mit Einschränkungen- weiter, die Frau nicht. Da habe ich früher um mich rum genug mitbekommen. Der Mann hat trotzdem weiter studiert, die Frau nicht. Später haben sie sich getrennt, er hat brav bezahlt, aber sie sie saß mit einem unterbrochenem Studium da, dass sie nie fertig machen konnte und hat am Ende nie wirklich einen gescheiten Job gehabt. Ich sage mit keinem Wort, dass ich daran irgendwas toll fände, aber das ist eben Realität.

Was mich betrifft, wäre ich sehr froh, neben dem Kondom (mit dem ich noch nie Probleme hatte) noch eine andere Möglichkeit zu haben. Allerdings - ich wollte nicht der erste sein, der es ausprobiert. Und ich vermute, dass würde den allermeisten so gehen.

Viele vertragen Hormone sehr gut, aber wenn nicht, dann müssen eben die Gummis ran. Wer das verweigert, muss mit den Folgen eben leben ...
 

Benutzer136524 

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Das sind eine ganze Menge "wenn" ... was ich auch sehr gut verstehen kann. Vertrauen würde da nur entstehen, wenn es eine "Dauerlösung" gäbe, also Implantat, 3-Monatsspritze o.ä.
Aber auch nur, wenn der PI dem der Pille entspräche.
Wobei wir das ja jetzt schon hatten: Es würde auf Injektionen hinauslaufen.
Da ich mir nichts spritzen wollen würde, würde ich auch nicht wollen, dass mein Freund sich etwas spritzt. Und die erforderlichen Hygienemaßnahmen sind ja doch auch noch mal etwas anderes, als wenn man eine Tablette nimmt.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Viele vertragen Hormone sehr gut, aber wenn nicht, dann müssen eben die Gummis ran. Wer das verweigert, muss mit den Folgen eben leben ...
Ich weiß nicht, ob es wirklich "viele" sind oder was unter "sehr gut" zu verstehen ist. In meinem Freundeskreis haben fast alle die Pille mit Mitte 20 abgesetzt, ich kenne keine, die sie danach nochmal nehmen wollte. Viele (Langzeit-)Nebenwirkungen machen sich erst bemerkbar, wenn man feststellt, dass es auch ohne geht - z.B. Libidoverlust oder schlechtere Stimmung, Weinerlichkeit, Empfindlichkeiten usw. Das sind so Dinge, die sich über die Jahre anschleichen oder verstärken, bis man glaubt, man "wäre eben so". Ich hatte im Rückblick von jeder Pille ein Bündel Nebenwirkungen, manche schlimmer, manche erträglich - aber nie gar keine. Dass es Frauen gibt, die die Pille sehr gut vertragen, möchte ich deswegen nicht bezweifeln, aber ich glaube nicht, dass es mehrheitlich so ist. Die meisten Frauen nehmen die Nebenwirkungen einfach aus Bequemlichkeit und Sicherheitsempfinden in Kauf, es heißt aber nicht, dass sie keine haben.

Das sind eine ganze Menge "wenn" ... was ich auch sehr gut verstehen kann. Vertrauen würde da nur entstehen, wenn es eine "Dauerlösung" gäbe, also Implantat, 3-Monatsspritze o.ä.
Ich sehe das ehrlich gesagt nicht so. Würde mein Mann nun hormonell verhüten, wäre Vertrauen genug da und wir könnten das ohne Probleme wagen. Zusätzlich kann die Frau ja ihren Zyklus beobachten und an kritischen Tagen Kondome zusätzlich verwenden.

Also ich finde schon, dass es da Anwendungsbereiche gäbe, wenn man denn wollte.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Letztlich muss man bei jeder Form der Verhütung Wirksamkeit und Nebenwirkungen betrachten und gegeneinander abwägen.
Und obwohl die Pille bei der Frau einen Zustand verursacht, der einer Schwangerschaft ähnelt, hat das ganze eben auch für viele massive Nebenwirkungen.
Wenn man dagegen jetzt Männer reversibel und ohne große Nebenwirkungen chemisch sterilisieren könnte, wäre das vielleicht nicht physiologisch, aber doch eine für viele sehr wünschenswerte Form der Verhütung.

Leider gibt das bisher die Entwicklung nicht her, die Verhütungsmittel für den Mann scheinen nicht wirklich marktreif zu sein. Neben den Nebenwirkungen muss ja auch das Wirkprofil stimmen. Pearl-Index von 10 oder so wäre ja auch Mist.
Die Sache mit der Nachahmung des physiologischen Zustandes der Schwangerschaft bei der Pille für die Frau und der nicht-existenz eines vergleichbaren, physiologischen Zustandes beim Mann, den man zu Verhützungszwecken künstlich nachahmen könnte, sehe ich vor allem als Begründung, weshalb es bisher nicht möglich war, ein brauchbares hormonelles Verhütungsmittel für den Mann zu entwickeln.

Das heißt sicher nicht, dass die Pille für die Frau besonders toll und frei von Nebenwirkungen ist.
Aber es ist bestimmt deutlich einfacher und besser kalkulierbar, den bekannten und erforschten hormonellen Zustand der Schwangerschaft medikamentös so nachzuahmen, dass kein Eisprung stattfindet, als einen völlig neuen hormonellen Zustand für Männer zu erfinden, der (reversibel) die Entstehung zeugungsfähiger Spermien verhindert.
 

Benutzer133419  (58)

Sehr bekannt hier
Genau über dieses Problem - wie täusche ich dem Körper eine Schwangerschaft vor und vermeide so den Eisprung versus wie verhindere ich PERMANENT die Bildung von fruchtbaren Spermien - habe ich schon vor mindestens 30 Jahren gelesen. Denn es gibt ja wirklich keinen "physiologischen" Zustand beim Mann, der die Bildung von zeugungsfähigen Spermien unterdrückt. Da hat tiefblick77 schon recht, und das Argument allein ist kein Grund, sich zu streiten.

Hat aber mit dem Thema an sich nur am Rande etwas zu tun.

Ich hab mit 21 angefangen die Pille zu nehmen und mit 30 nach einer Alternative gesucht, weil ich fand, ab 30 muss ich sie echt nicht mehr nehmen. Ich hatte niemals Nebenwirkungen außer der angenehmen, dass die Regel (ja, weiß, vorgetäuschte, es ist die Hormonabbruchblutung) wesentlich schwächer und völlig schmerzlos war. Hatte erst die Mikropille Mikrogynon und dann die Drei-Phasen-Pille Trinordiol, die nochmal wesentlich weniger Hormone als die Mikrogynon enthalten hat.

Was das Thema an sich betrifft, mir kam es beim ersten Lesen wie die alte Leier vor, dass man Frauen Dinge zumutet, die man Männern nie zumuten würde. Das Argument, die Pille für die Frau würde unter den heutigen Umständen auch nicht mehr zugelassen, liest sich zwar wohlfeil, aber warum gibt es dann diese relativ moderne Pille, die in jüngster Zeit für einige Todesfälle bei ganz jungen Frauen gesorgt hat? Die hat ja wohl unter recht aktuellen Umständen doch die Zulassung erhalten. Habe gegoogelt, die Yasmin von Bayer mit dem Wirkstoff Drospirenon, aber das wisst Ihr Experten hier sicher sowieso. Die Gefährlichkeit worde geleugnet und diese Pille den Frauen regelrecht aufgeschwatzt.

Ich hätte es mir nicht gefallen lassen, wenn ein Mann rumgezickt hätte wegen meiner Entscheidung, die Pille nicht mehr zu nehmen. Ist ja mein Körper. Mein Mann hätte nie so reagiert. Kondome wollte ich aber auch nicht. Ich habe mich erinnert, dass ich in den 80ern mal das Buch "Unser Körper, unser Leben" gelesen hatte, und es in der Bücherei gesucht, um mein Wissen aufzufrischen. Das Diaphragma war für mich die Lösung. Ich war sehr erstaunt, das die Sprechstundenhlfe beim Frauenarzt erst dachte, ich wollte 'ne Spirale (nee, SO alt bin ich auch wieder nicht, auch wenn ich mit 30 zu alt für die Pille bin), und dann sagte, ich könnte mir ein Diaphragma doch einfach in der Apotheke kaufen. Die Dinger muss man anprobieren, das wusste die nicht. Zum Glück kam ich darauf, mal bei Pro Familia zu fragen, und die hatten Ahnung und auch alle Größen zum Anprobieren da.

Ich kann das mit dem Druck aber verstehen. Meine Freundin hatte sogar mit 30 schon 'ne Trombose im Bein, musste monatelang einen Gummistrumpf tragen. Ihr Arzt hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, dass sie noch die Pille nimmt. Ihr Mann wollte AUF GAR KEINEN FALL Kondome benutzen. Als ich ihr vorschlug, auch ein Diaphragma zu benutzen, sagte sie, dass es ihr unangenehm wäre, "bei sich unten 'rumzufummeln". Tja... was will man da machen? Spirale war ja auch nicht ohne, sie hatte sowieso immer heftig geblutet und schlimme Krämpfe, bevor sie mit der Pille angefangen hatte.

Männer wie ihrer würden sich natürlich auch nicht die Samenleiter abklemmen lassen, obwohl das im Gegensatz zu einer Sterilisation der Frau wieder rückgängig machen lässt. Diese mechanische Methode erscheint mir viel erfolgversprechender, als darüber nachzudenken, wie man auf hormonelle Weise die Bildung von fortpflanzungsfähigen Spermien verhindern.

Sie selbst wollte sich auch nicht sterilisieren lassen, obwohl sie schon 3 Kinder hatte und gar kein weiteres mehr wollte. Aus emotionalen Gründen.

Was Männer betrift, habe ich mal gelesen, dass manche meinen, sie brauchen das Gefühl, eine Frau theoretisch jederzeit schwängern zu können. Dass es praktisch nicht möglich ist, wenn sie die Pille nimmt, stört dabei nicht.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Die Gefährlichkeit worde geleugnet und diese Pille den Frauen regelrecht aufgeschwatzt.
Ich kann keiner Frau guten Gewissens empfehlen, sich bzgl. Verhütung vom Gynäkologen beraten zu lassen.

Ich hätte es mir nicht gefallen lassen, wenn ein Mann rumgezickt hätte wegen meiner Entscheidung, die Pille nicht mehr zu nehmen. Ist ja mein Körper.
Da stimme ich Dir 100% zu. Wer die Pillen schlucken muss, der sollte auch allein entscheiden, ob er dazu bereit ist.

Ihr Mann wollte AUF GAR KEINEN FALL Kondome benutzen.
Deswegen am besten erst gar nicht mit hormonellen Verhütungsmitteln anfangen. Zu Beginn der Beziehung sind Männer ja noch eher dazu bereit, Kondome zu verwenden.
 

Benutzer72433 

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Es wäre mir neu, dass Frauen von hormonellen Verhütungsmitteln impotent werden können.

Sorry, aber Impotenz und verringerte Libido sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
...ja, ich habe auch deine weiteren beiträge gelesen, aber die waren kein gesondertes zitieren wert. nur, entschuldige, aber: arsch offen, hirn versemmelt?

wo der mann hart wird, wird frau feucht. und ja: das wirkt sich leider so aus. und ja: "nicht feucht werden" ist schlimmer als "nicht hart werden" - denn letzteres heisst nur "kein sex", ersteres heisst "sex mit teilweise sehr krassen schmerzen".
nur so zur info: es geht nicht nur um die feuchtigkeit, die wohl per gleitgel usw. herbeigezaubert werden kann - es ist die generelle bereitschaft des körpers.

also, sorry, normalerweise weiß ich deine beiträge zu schätzen, aber in diesem fall... kopf=>wand. du willst ernsthaft sagen dass "mit schmerzen" schlimmer sei als "nicht"?
 

Benutzer133419  (58)

Sehr bekannt hier
Deswegen am besten erst gar nicht mit hormonellen Verhütungsmitteln anfangen. Zu Beginn der Beziehung sind Männer ja noch eher dazu bereit, Kondome zu verwenden.

Das hast Du aber schön gesagt. Das gefällt mir. *grins* Ich wünsche jeder, dass sie konsequent genug ist, das durchzuziehen. :smile: Zum Spaß ein passendes Lied von Tic Tac Toe.

Tja, ich bin 1963 geboren und meine Freundin 1962, wir gehören wohl definitiv zur Generation, wie 13 es ausdrückt, die sich als Teenie die Pille haben verschreiben lassen, wenn sie die erste feste Beziehung hatten. Und ihr Mann ist mindestens 16 Jahre älter als sie und definitiv in vieler Hinsicht ein altmodischer Typ.
[doublepost=1491860702,1491860483][/doublepost]
...ja, ich habe auch deine weiteren beiträge gelesen, aber die waren kein gesondertes zitieren wert. nur, entschuldige, aber: arsch offen, hirn versemmelt?

wo der mann hart wird, wird frau feucht. und ja: das wirkt sich leider so aus. und ja: "nicht feucht werden" ist schlimmer als "nicht hart werden" - denn letzteres heisst nur "kein sex", ersteres heisst "sex mit teilweise sehr krassen schmerzen".
nur so zur info: es geht nicht nur um die feuchtigkeit, die wohl per gleitgel usw. herbeigezaubert werden kann - es ist die generelle bereitschaft des körpers.

also, sorry, normalerweise weiß ich deine beiträge zu schätzen, aber in diesem fall... kopf=>wand. du willst ernsthaft sagen dass "mit schmerzen" schlimmer sei als "nicht"?

Ja, Nevery, über DEN Beitrag hab ich mich auch gewundert, weil er für mich gefühlsmäßig so rüberkam: Impotenz bei ihm - kein Sex. Libidoverlust bei ihr - egal, er kann ihn ja immer noch reinstecken, dann macht es ihr eben keinen Spaß, und sie hat auch keine Lust dazu, aber was soll's... Wahrscheinlich hat er das gar nicht so gemeint - aber in diesem Fall auf jeden Fall Bullshit gepostet, das sehe ich auch so.
 
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