Piercings bei Kindern

Benutzer75021 

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Kindergarten und Schule kannst du mal überhaupt nicht vergleichen, den die sind verpflichtend, und bei manchen unverantwortlichen Eltern nicht ohne Grund.
Auch Kleider verletzten den Körper nur selten.
Aber naja vielleicht findest du ja noch ein paar schlechte vergleiche?
Klar, aber ich bestimme, welche Schule und somit auch den Lebensstil der dadurch erzeugt werden kann...es gibt erhebliche Unterschiede zwischen einer katholischen Grundschule und einer Waldorf Schule.
Ich "zwänge" meiner Kinder somit auch in ein gesellschaftliches Korsett.


Was ist denn mit Beschneidungen, oder sonstigen OPs?

Dein Kind (4Jahre alt) schnarcht-und das heftig. Der Kinderarzt rät von einer Mandel-Polypen OP ab, weil es ist ja noch nicht so schlimm, das dein Kind Atemaussetzer bekommt. Aber die Rachenmandeln sind sehr stark vergrößert. Es ist also abzusehen, das dein Kind früher oder später doch nicht umk die OP herum kommt.
Wartest du, bis das Kind es selbst entscheiden kann?Oder nimmst du ihm die Entscheidung ab?

Man kann das alles nicht mit dem Ohrloch stechen vergleichen, aber viele (so wie du zB) bringen immer das Argument: Mein Kind soll alles selber entscheiden!


"Das Ohrlochstechen bereits bei Säuglingen ist ebenfalls schmerzhaft für die Kinder und daher aus kinder- und jugendärztlicher Sicht mit Skepsis zu betrachten. Auch bei Jungen sehen wir zunehmend entsprechende Ohrstecker bereits im Säuglingsalter."
Kleine Kinder und vor allem Babys nehmen den schmerz nicht so intensiv wahr, wie größere. Sie haben es meist sehr schnell wieder vergessen, während die großen noch Stunden später rumjammern!
Ich bin nicht dafür, Säuglingen Ohrlöcher stechen zu lassen, aber ab einem Jahr finde ich es vollkommen okay!
 

Benutzer82111 

Verbringt hier viel Zeit
Zwängen sie ihre Schönheitsidele nicht ein wenig sehr auf? Ich mein ich weiß das man heute nicht mehr "cool" ist wenn man nicht wenigstens ein Tatoo oder Pircing hat, und das es zur Mode einfach dazugehört, aber bei Kindern die nicht selbstbestimmen können?

Naja, also ich find Piercings und Tattoos supi, aber ich find nicht, dass es "uncool" ist, wenn man keins hat. Ich glaub, das ist etwas überspitzt. Mann sollte es halt machen, weils einem gefällt.

So tragisch find ich das Ohrlochstechen aber nicht. Eltern ziehen einem ja auch rose Kleidchen an, weil es ihren Schönheitsidealen entspricht...
 

Benutzer12784  (40)

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Klar, aber ich bestimme, welche Schule und somit auch den Lebensstil der dadurch erzeugt werden kann...es gibt erhebliche Unterschiede zwischen einer katholischen Grundschule und einer Waldorf Schule.
Ich "zwänge" meiner Kinder somit auch in ein gesellschaftliches Korsett.


Was ist denn mit Beschneidungen, oder sonstigen OPs?

Dein Kind (4Jahre alt) schnarcht-und das heftig. Der Kinderarzt rät von einer Mandel-Polypen OP ab, weil es ist ja noch nicht so schlimm, das dein Kind Atemaussetzer bekommt. Aber die Rachenmandeln sind sehr stark vergrößert. Es ist also abzusehen, das dein Kind früher oder später doch nicht umk die OP herum kommt.
Wartest du, bis das Kind es selbst entscheiden kann?Oder nimmst du ihm die Entscheidung ab?

Man kann das alles nicht mit dem Ohrloch stechen vergleichen, aber viele (so wie du zB) bringen immer das Argument: Mein Kind soll alles selber entscheiden!



Kleine Kinder und vor allem Babys nehmen den schmerz nicht so intensiv wahr, wie größere. Sie haben es meist sehr schnell wieder vergessen, während die großen noch Stunden später rumjammern!
Ich bin nicht dafür, Säuglingen Ohrlöcher stechen zu lassen, aber ab einem Jahr finde ich es vollkommen okay!

Ja, Die Waldorschule wirkt sich anders aus auf Kinder als eine Katholische Schule. Und es gibt Kinder die kommen mit dem einen oder mit dem anderen System besser aus. Klar wirst du jetzt zuerst eine Schule wählen die du präferierst, wirst aber wohl wenn du merkst das das Kind damit überhaupt nicht zurecht kommt einen Wechsel in betracht ziehen.

Beschneidung aus welchem Grund? Eine Phimose, oder Religiöse gründe? Beim einen ists ok, weils notwendig ist, beim anderen ist es nicht ok. Egal wies kommt, eine Beschneidung bevor das Kind selbst entscheiden kann, kann sich sehr negativ auswirken. Gibt genug Vorhautrekonstruktionen und Selbsthilfegruppen.

Impfen, MandelOP usw sind aus Medizinischen Gründen Notwendig. Da ists wohl die Frage ob die OP notwendig ist.

Ein Ohrloch ist aber nicht Notwendig. Im Gegenteil, deswegen muss man ja die Behandlung eventueller Komplikationen auch selbst bezahlen.

Eltern können ihre Kinder auch zu Masernpartys schicken, oder einen Hochbegabten auf die Hauptschule zwingen. Nur weil Eltern Dinge tun können, macht es das noch lange nicht richtig.
Kleider, Schulen, Operationen sind notwendig, Ohrstechereien nicht.
Wenn hier jemand schreibt er hätte seinem Kind ne Ohrfeige gegeben wäre das Geschrei groß, auch wenns nur einmal gewesen wäre, und nie mehr vorkommt. Da könnten die Eltern doch auch argumentieren das es nicht so schlimm ist weil das Kind ja weniger Schmerz empfindet und das schnell wieder vergisst.
 

Benutzer75021 

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:zwinker: Naja, meine Tochter hat nicht mal gequiekt...nur mal so zum Abschluss, wegen der schlimmen Schmerzen, von denen der TS hier redet.

Wie gesagt, ab einem Jahr finde ich es vollkommen okay. Hat halt jeder seine Meinung.
 

Benutzer6874  (35)

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Naja, also ich find Piercings und Tattoos supi, aber ich find nicht, dass es "uncool" ist, wenn man keins hat. Ich glaub, das ist etwas überspitzt. Mann sollte es halt machen, weils einem gefällt.

So tragisch find ich das Ohrlochstechen aber nicht.


Aber warum muss man das bei Babies und kleinen Kindern machen, bevor sie ihren Willen ausdrücken können?

Jede Impfung ist ein Eingriff in die körperliche Identität und muss begründet sein (auch wenn darüber diskutiert wird)

Auch ein Piecing ist ein Eingriff in die körperliche Integrität, nur sehe ich hier keine Notwendigkeit. Der Körper des Babys gehört nicht den Eltern, Eltern sollten diese Grenze achten.
 

Benutzer62713 

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Die ganzen Vergleiche die hier gemacht worden sind, also mit der Operation, Beschneidung etc. find ich jetzt eigentlich ziemlich schlechte Vergleiche ^^...

Bei OP`s und Schulen usw. muss natürlich der Erziehende entscheiden, was jetzt das Richtige ist. Da geht es um die Gesundheit und um die Bildung. Das können Kinder in dem Alter noch nicht beurteilen.

Beschneidungen, entweder aus gesundheitlichen Gründen, oder weil man streng religiös ist. Das gehört dann nun mal zur Erziehung dazu, genauso wie eine Taufe. Man wird ja auch auf eine bestimmte Art erzogen und braucht Richtlinien, die die Eltern und auch die Religion dem Kind geben.

Aber ein Ohrloch bzw. zwei Ohrlöcher zu stechen, finde ich im Säuglingsalter ziemlich unangemessen. Denn das hat eigentlich nur noch was mit Mode zu tun und nicht mehr mit Tradition oder Erziehung etc. Ich finde es sogar besser, wenn das Kind die ERFAHRUNG im bewussten Zustand macht, wie sich Ohren stechen anfühlt, als wenn es das im Säuglingsalter erlebt und später vergisst. Ich persönlich bin der Meinung, dass man Kindern freien Lauf lassen sollte und ihnen die Erfahrungsmöglichkeiten geben sollte, das Ohren stechen beispielsweise AKTIV miterleben zu dürfen...

Nuja.. ich hoffe, ihr habt mich irgendwie verstanden. Bin ein wenig müde vom heutigen Tag ^^...

LG,
Drache
 

Benutzer64931 

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Ich verstehe auch nicht, wie man Kleinkindern Ohrlöcher verpassen kann (auf welche Art auch immer).
Zum einen sind diese nicht medizinisch notwendig (nicht mal Ansatzweise!) und zum anderen hat das Kind absolut keinen Vorteil (im Gegensatz zu Impfungen etc.)

Wenn das Kind später Ohrlöcher haben will, dann bitte. Und wenn die Kinder Angst vor den Schmerzen haben, muss man das mit denen klären (Kinder haben ja auch vor Spritzen Angst - und die müssen trotz widerwillen sein...).
Aber einfach mal so - v.a. mit der Begründung damit sie das später nicht (hinsichtlich der Schmerzen) durchstehen müssen - dem Kind Ohrringe verpassen, ist doch total albern. Als ob so ein Piercing sooo weh tut.
Es mag ja Operationen geben, bei denen es angebracht ist es möglichst früh zu machen, damit das Kind das noch nicht so realisiert (wegen der OP an sich und der Heilphase). Aber bei nem Ohrloch ist das ja nun nicht notwendig.

Aber hier in Deutschland können und dürfen die Eltern viel für ihr Kind entscheiden, also ist es rechtlich gesehen ok - alles andere sind nur persönliche Meinungen, mehr nicht.
 
K

Benutzer

Gast
Ich bin jA so uncool, bin schon 20 und habe immernoch kein piercing/tattoo/ohrringe :-D
 

Benutzer29290 

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Ich wuerde meiner Tochter auf keinen Fall Ohrloecher stechen lassen, bevor sie selbst welche moechte. Bei kleinen Kindern ist sicher die Verletzungsgefahr viel groesser und die Stecker koennen beim Toben rausgerissen werden oder so. Ausserdem weiss man ja gar nicht, ob das Kind ueberhaupt welche will. Ich habe mir mit 13 Ohrloecher stechen lassen und das war auch noch frueh genug.
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
mein kind bekommt als baby kein ohrloch und ich kann auch absolut nich nachvollziehen, wie man sowas machen kann. :kopfschue
und ich finds auch überhaupt nich niedlich oder schön.

ich schließ mich komplett reliant an und da ich kinder habe, zählt meine meinung ja wohl hoffentlich:tongue:

übrigens: hier in braunschweig und umgebung findet man kaum einen (juwelier, piercer, arzt), der kindern unter 6 ein ohrloch macht und das is gut so!

mein cousin war 5, als er eins haben wollte und keiner wollte ihm eins stechen/schießen (bis wir bei einem gesagt haben, dass er sechs is :zwinker:)
 

Benutzer53548  (34)

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Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so kleinen Kindern schon Ohrringe verpassen kann. Vor allem verstehe ich den Sinn dahinter nicht.
Ich denke Eltern machen das, damit ihre Kinder süß und niedlich aussehen. "Oooh guck mal, das kleine Mädchen da, mit ihren niedlichen rosa Ohrsteckern". Ja, schön, bringt doch keinem Menschen was.
Reicht es denn nicht, dass man Kinder schon als Barbies benutzen darf? Ich kann meinen Kindern anziehen was ich möchte, alles was meinem Geschmack entspricht. Steh ich auf Streifen kriegt mein Kind nen gestreiften Pulli an, steh ich auf rosa kriegt mein Kind nen rosa Pulli an, steh ich auf lange Haare kriegt mein Kind lange Haare, steh ich auf kurze, dann werden die Haare halt abgeschnitten. Sowas finde ich auch überhaupt nicht schlimm. Ich würds genauso machen und würde mich danach freuen, dass mein Kind süß und voll nach meinem Geschmack aussieht.
Wenn ich allerdings mit meinem vielleicht gerade mal 1-jährigen Kind in irgendnen Schmuckladen gehe, da ne Pistole ans Ohr gehalten wird und ich meinem Kind wissentlich Schmerzen zufüge, nur weil ichs für niedlich halte oder denke "Das haben doch alle, ist doch nicht so schlimm blabla", dann kann ichs nicht verstehen.
Ja, selbst wenns alle haben, das ist für mich kein Grund. Das Kind ist in den ersten Jahren nunmal fremdbestimmt und kann sich nicht gegen sowas wehren und dann muss ich das als Mutter nicht ausnutzen.
Wenn es mit 5 oder 6 Jahren oder was weiß ich selbst ankommt, und sagt, dass es auch so tolle Ohrringe wie die Freunde im Kindergarten oder in der Schule haben möchte, dann kann man drüber reden. Dann kann ich als Mutter aber auch sagen, dass das vielleicht ein wenig wehtun könnte und ob es das wirklich möchte. Ich lasse mein Kind dann selbst entscheiden und bin nicht so egoistisch nur weil ich auf "niedlichen und süßen Modeschnickschnack" abfahre.
 

Benutzer48909 

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Im Kiga sind 2 Mädchen, die wahnsinnig gern Ohrlöcher hätten, die aber zu große Angst vorm stechen lassen haben.
Meiner Ansicht nach wollen bzw. brauchen die beiden dann auch keine Ohrlöcher. Wer Ohrlöcher wirklich haben will überwindet seine Angst und lässt sie sich stechen, oder halt nicht.


Ich würde niemals auf die Idee kommen meinem Baby Ohrlöcher stechen zu lassen. Keine Ahnung, wie das juristisch aussieht, aber für mich grenzt das moralisch an Körperverletzung. Jeder Mensch sollte selbstbestimmt entscheiden, ob er sich Löcher in seinen Körper stechen lassen möchte oder nicht. Seitens der Mutter für ein Baby zu entscheiden, dass es Löcher in die Ohrläppchen gestochen bekommt finde ich einfach nur dreist.
Hier wird über Eltern geschimpft, die ihre Kinder einmal schlagen, weil Ihnen die Hand ausrutscht, aber verstümmeln indem man ihnen Löcher durch die Ohren schießen lässt, das ist okay. Verkehrte Welt, meiner Ansicht nach...

Ohrlöcher stechen zu lassen ist in keiner Weise vergleichbar mit medizinisch notwendigen Maßnahmen, die die Eltern natürlich zum Wohle des Kindes machen lassen.

Für mich sind aber auch diejenigen, die Babys schon Ohrlöcher stechen echt unter aller Kanone. Jeder Mensch bei Verstand sollte sagen: Das mach ich ganz sicher nicht, Ihrem Baby Ohrlöcher stechen. Wenn ich das mitkriegen würde, dass das ein Juwelier bei uns in der Umgebung macht, dann würde ich da ganz sicher nicht mehr einkaufen gehen.
 

Benutzer12370  (35)

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Ich oute mich jetzt mal als Angsthase :-D

Hab selber relativ spät Ohrlöcher bekommen - hab sie mir erst stehen lassen als ich schon älter als 13 war. Hatte panische Angst davor, aber bin trotzdem der Meinung, wenn ein Kind das haben will, dann ist das eben der Preis, und dann hält man das auch aus.

Obwohl das jetzt doch schon relativ lange her ist hab ich aber immer noch probleme damit. Die Ohrläppchen schwillen an und entzünden, wenn ich zu schwere sachen trage oder zu lange, ganz gleich welches Material. Und irgendwie glaub ich kaum dass das anders gewesen wär wenn ich jünger gewesen wär. Schon im säuglingalter haben meine eltern viel gegen meine allergien ankämpfen müssen, da wär das zusätzlich nicht wirklich förderlich gewesen.
 

Benutzer38203 

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In Rumänien ist es z.B. gang und gäbe schon den Säuglingen Ohrlöcher zu stechen und dann große goldene Ohrringe reinzumachen. Ich finde das schrecklich. Erstens sieht es schrecklich aus, wenn schon Babys so protzigen Schmuck tragen. Zweitens finde ich es einfach nicht wichtig schon so kleinen Kindern so etwas aufzuzwängen. Das scheint dann wohl eher der Wunsch der Eltern zu sein, denn ein Kind in dem Alter kann ja wohl noch nicht entscheiden ob es so etwas will oder nicht.

Ich würde das nicht machen lassen. Erst wenn mein Kind mich danach fragt bzw. den Wunsch danach hat und das kann ja durchaus mit 5/6 Jahren sein.
Mit Piercings verhält es sich da allerdings anders. Die würde ich erst mit 18 erlauben.
 

Benutzer78196 

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Hallo!

Ein sehr interessantes Thema! :smile:

Ich würde niemals auf die Idee kommen meinem Baby Ohrlöcher stechen zu lassen. Keine Ahnung, wie das juristisch aussieht, aber für mich grenzt das moralisch an Körperverletzung.

Es IST Körperverletzung.
Deshalb musst du bei einem seriösen Piercer erstmal ein paar Formulare lesen, unterschreiben und mit diesem ein Aufklärungsgespräch führen.

Aber bei Babys ist es okay, weil diese ja noch nicht Nein sagen können. :ratlos:

Ich persönlich bin gegen das Piercen von Kindern. Und ich meine damit auch Kindergarten- und Grundschulkinder. Diese wollen meist nur Ohrlöcher, weil die beste Freundin welche hat, sind sich aber nicht der möglichen Konsequenzen bewusst und interessieren sich nicht für diese.
Genau das scheint aber auch auf viele Eltern zu zu treffen. "Ist ja nicht schlimm", "Haben doch alle". Aber dass das Schießen mit der Pistole aus diversen Gründen alles andere als empfehlenswert ist und auch die "harmlosen" Ohrlöcher sich böse entzünden können (dauerthaft geschwollene Lymphknoten tun sauweh, eigene Erfahrung), bedenken -so wie's aussieht- die wenigsten.

Und auch wenn es heißt, dass Babys angeblich nicht an den neuen Löchern rumfummeln, kann es trotzdem passieren, dass beim Spielen o.a. die Ohrringe rausgerissen werden. Kaum zu glauben, wie heftig so ein Ohr bluten kann.

Ein paar eigene Erfahrungen:

Mit vier Jahren habe ich meine ersten Ohrlöcher bekommen -weil meine Mutter die Marienkäferohrringe "sooo niedlich" fand. Ich allerdings nicht. Ich hatte Angst und das Schießen (natürlich... :mad: ) tat sauweh. Ich glaube, die Frau hat keine Pistole, sondern einen Tacker benutzt. Es ging nicht ganz schnell, sondern extrem langsam. Ich habe gemerkt, wie mein Ohrläppchen immer stärker gequetscht wurde und aufeinmal kam ein Stechen hinzu. Anfangs war ich tapfer, hielt es aber bald nicht mehr aus und habe angefangen zu schreien. Aber was soll's: Sieht ja soo süß aus.

Mit Dreizehn bin ich, weil ich es nicht besser wusste, zum Juwelier gegangen und hatte nach kurzer Zeit eine recht große Sammlung an Ohrringen. Zehn Stück waren es nach zwei Jahren.
Ich wurde nicht einmal nach der Einwilligung meiner Eltern oder meinem Alter gefragt! :mad:

Kommen wir zu den Schäden:
Da es in dieser Diskussion hauptsächlich um Ohrläppchen/Lobes geht, spar ich mir die Geschichten zu meinen Helixen.

Eins meiner Ohrlöcher (am Läppchen/Lobe) war praktisch dauerentzündet. Stichwort: Lymphknoten. Die Schmerzen haben sich an manchen Tagen über das halbe Gesicht gezogen. Der Lymphknoten war geschwollen. Irgendwann hab ich's nicht mehr ausgehalten und habe das Mistding entfernt.
Sowas kann jedem bei jedem Ohrloch passieren! Auch mit diesen sogenannten "Gesundheits"steckern. Babys bilden da keine Ausnahme! Ich könnte mir eher vorstellen, dass sie noch empfindlicher sind.

Mittlerweile habe ich die Helixe und den ewigen Quälgeist zuwachsen lassen, weil ich sie mir irgendwann bei einem richtigen Piercer nachstechen lassen will. Ohne Angst vor Komplikationen oder Pfusch.

Und was das Zuwachsen betrifft:
Meine ersten Ohrlöcher wachsen nicht mehr zu. Ich hatte Phasen von mehreren Jahren, in denen ich keine Ohrringe getragen habe und dennoch haben die Löcher sich nicht verändert.
Auch momentan trage ich seit einigen Monaten keine und sie machen keine Anstalten zu verschwinden.


Was ich eigentlich sagen will:
Ich will hier niemanden angreifen, der eine andere Meinung zum Thema hat als ich!
Ich glaube aber, dass die Risiken, die ein solcher Eingriff brigt, extrem unterschätzt werden, "weil es ja alle haben".
Ohrlöcher sind genauso Piercings wie Löcher in der Brustwarze, in der Zunge usw. Nur sind Lobes eben gesellschaftlich akzeptiert im Gegensatz zu den anderen Beispielen.
Ich finde, dass Eltern, die diesen Eingriff ohne Einwilligung ihrer Kinder an ihnen vornehmen lassen, sich wenigstens vorher gründlich darüber informieren sollten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Eltern Schmerzen ihrer Kinder (durch Entzüdungen, Verletzungen) bewusst in Kauf nimmt. Sie sind nur leider scheinbar oft nicht sonderlich gut informiert oder glauben den Quark, den ihr Juwelier ihnen erzählt.


LG,
Kuroi


EDIT:
@ MyMemory:

Zum Thema Piercing: da sind wir ja nun hier auch schon angekommen sie kam mit 13 das erste mal damit an, sie wollte ein Bauchnabelpiercing, kurz nachdem sie 14 war, hat sie es dann bekommen. Danach kam noch jeweils einmal piercen an jedem Ohr (was weiß ich, wie die heißen ). Damit war dann aber auch mit meiner Zustimmung das absolute Ende erreicht. Bei Oberlippe habe ich dann schon entschieden NEIN gesagt, irgendetwas im Gesicht never!

Darf ich fragen warum?
Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber ein Bauchnabelpiercing ist garantiert schwieriger als eins an der Oberlippe oder viele andere im Gesicht.
 

Benutzer57124 

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Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber ein Bauchnabelpiercing ist garantiert schwieriger als eins an der Oberlippe oder viele andere im Gesicht.
Gesichtspiercings sind nicht ohne! Es können Nerven verletzt werden, was zu Lähmungen im Gesicht führen kann.
 

Benutzer78196 

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Off-Topic:
Es können Nerven verletzt werden, was zu Lähmungen im Gesicht führen kann.

Wenn ein Piercer sowas schafft, ist er garantiert kein guter oder seriöser Piercer. Und was das betrifft, sollte man sich natürlich vorher schon informieren und sich eine Fachperson empfehlen lassen und diese trotzdem noch unter die Lupe nehmen.
Ich meine, du gehst doch auch nicht zu einem Piercer, der dir dein Zungenpiercing von oben nach unten stechen will, oder? :zwinker:
Ein Restrisiko bleibt, klar. Aber das hat man z.B. bei Ohrlöchern auch. :zwinker:

Außerdem heilen Piercings im Schleimhautbereich schneller ab.

Beim Bauchnabel kann dir aber so viel Mist passieren, mit dem der Piercer nichts mehr zu tun hat: Heftige Entzündungen durch die Reibung bei Bewegung oder schlechte Pflege, Rauswachsen und Verwachsen, bestimmt noch mehr.
Meine Cousine hat sich ihr Bauchnabelpiercing dreimal neustechen lassen und hat es dann aufgegeben.
 

Benutzer57124 

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Das "Restrisiko" ist in meinen Augen völlig ausreichend, um das dem Nachwuchs zu verbieten.

Ich will nicht darum wetteifern, was gefährlicher ist; Es war nur ein Einwurf, weil mir Deine Bemerkung in Sachen Gesichtspiercings im Vergleich zu Bauchnabelpiercings doch etwas zu verharmlosend erschien. Seine Risiken hat sicher beides...
 
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