Peinliche Tattoos - Interessen-Killer?

Benutzer146864  (27)

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Hallo ihr Lieben,

habe vor Kurzem in einer Kneipe einen netten Kerl kennengelernt, der zufällig auch einen Ort weiter von mir wohnt. Wir tauschten Nummern aus und haben uns danach auch mal getroffen.
Ich habe zwar bereits schon vorher gesehen, dass er ziemlich stark tätowiert ist (Arme, Rücken, Hals), allerdings fand ich das ganz schön und attraktiv. Als jedoch neulich schönes Wetter war, saßen wir auf dem Balkon, natürlich in kurzer Hose und ich sah auf seinem Schienbein ein weiteres Tattoo mit der Aufschrift "Fck Cps" (Fuck Cops). Bisher war er mir eigentlich super sympathisch, würde ihn auch gerne näher kennen lernen. Aber DIESES Tattoo hätte ich wohl lieber nicht direkt am Anfang entdeckt. Mein Vater ist Polizist und ich HASSE einfach diese Anti-Polizisten-Einstellung. Ich habe ihn natürlich auch darauf angesprochen und er meinte, dass er mal vor längerer Zeit an Pyrotechnik interessiert und mitgewirkt habe und sich eben diese Einstellung als Mentalität dieser Szene herauskristallisierte. Aber sich das gleich tätowieren zu lassen? Ich zweifel daher im Moment etwas an seinem "Erwachsensein" (Er ist 25). Ich bin generell nicht mehr so begeistert von ihm. Nur zu blöd, dass wir uns davor schon geküsst haben und ich ihn ziemlich gut leiden kann. Ihn also aufgrund eines Tattoos ablehnen?

Wie findet ihr solche Tattoos? Findet ihr, sowas sagt viel über den Charakter aus?
Und was haltet ihr von meiner Reaktion? Übertreibe ich?
Vielleicht kennt ihr ja selbst jemanden, der sich solche "Jugendsünden" unter die Haut hat machen lassen?
Finde das so asozial, dass ich fast schon etwas verzweifelt bin :grin:
 

Benutzer141430  (36)

Benutzer gesperrt
manche menschen lassen sich halt ihre lebensabschnitte tattowieren egal ob das nun was tolles oder nicht da es ein teil von ihrer vergangenheit ist und somit zu ihrem leben dazu gehört.

wenn man grundsätzlich nichts gegen tattoos hat find ichs nicht schlimm wenn einer sowas macht.
 
G

Benutzer

Gast
Ich finde Tattoos generell nicht schön :grin: Und solche prolligen Motive finde ich noch lächerlicher. Aber ich würde trotzdem versuchen, niemanden aufgrund seines Tattoo-Geschmacks zu bewerten :zwinker:

Wenn er aber dadurch für dich an Attraktivität verliert, fände ich das aber auch nicht verwerflich :zwinker:
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Die Tattoos an sich sind kein Problem. Das Problem ist Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, die manche Tattoos bedeuten. In diesem Fall - ja, dieses Tattoo wäre für mich ein Problem, da das eine gewisse Lebensphilosophie symbolisiert, die ich in meinem Leben nicht haben will.
 

Benutzer139069  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe auch letztens einen an der Bushaltestelle gesehen, der von der Seite recht gut aussah. Dann hab ich ihn von vorne gesehen und er hatte auf der anderen Backe einfach mal "thug life" und eine Träne unterm Auge tätowiert. Der Attraktivitätslevel sank rapide :grin:

Also ich hab zwar selbst keine Tattoos, finde es aber bei anderen nicht schlimm, manchen steht es einfach unglaublich. Aber ja, manche können echt "Interessens-Killer" sein, zumindest für mich.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Wenn das heute noch seine überzeugung wäre, hat das ja weniger mit dem Tattoo als mit seiner Einstellung zu tun :zwinker:

Wenn es wirklich nur eine Jugendsünde ist und er es behält, weil es halt teil seiner Lebensgeschichte ist, käme ich damit klar.
Allerdings gäbe es auch Tattoos die unabhängig der aktuellen Vorstellung nicht gehen, wie z.B. Hakenkreuze. Aber das geht eben auch nicht um das Tattoo, sondern das was es symboliert.

Ob du damit umgehen kannst, ist deine Entscheidung. Verwerflich fände ich es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer63857  (57)

Sehr bekannt hier
Die Tattoos an sich sind kein Problem. Das Problem ist Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, die manche Tattoos bedeuten. In diesem Fall - ja, dieses Tattoo wäre für mich ein Problem, da das eine gewisse Lebensphilosophie symbolisiert, die ich in meinem Leben nicht haben will.

Na ja damit hast du dir doch schon alle Antworten selbst gegeben, die du suchst.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Mir wäre das suspekt.

Sollte er das Tattoo bereuen kann er es doch entfernen lassen oder durch ein anderes passenderes kaschieren lassen.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Mein Schatz ist Polizist. :love: Immer schon verehre, achte und respektiere ich Polizisten. Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit - und grad mit deinem Vater, Gewalt gegen Polizisten und der ganze Mist... mit so einem Tattoo wäre ein Kerl bei mir sowas von unten durch. Ich kann dich also sehr gut verstehen. Ich verstehe bei sowas auch keinen Spaß. :mad:

Ich war früher mal in der rechten Szene unterwegs und hätte mir auch gerne so manches Symbol stechen lassen. Hatte da auch schon konkrete Pläne. An der Schläfe wollte ich eins oder unterm Ohrläppchen. Ich dachte ich behalte meine Einstellung auf Lebenszeit. - Ich hätte mir das Tattoo heute auf jeden Fall wieder entfernen lassen.
Da er das nicht tut, muss es wohl seine Einstellung sein. Eine "Jugendsünde" (vor allem so eine minderbemittelte) würde ich nicht auf meinem Körper haben wollen.
 

Benutzer114808  (34)

Beiträge füllen Bücher
Wenn er nicht im selben Atemzug erwähnt hätte, das der Termin zur ersten Tattoo-Entfernung in Kürze ist, wäre ich weg (ich stehe aber auch generell überhaupt nicht auf sowas). Das symbolisiert eine Einstellung, die ich nicht tolerieren würde.

Und mit 25 finde ich die Aussage "vor längerer Zeit" leicht grenzwertig, schließlich kann man sich Tattoos i.d.R. erst als Volljährger stechen lassen und sooooo lange ist das nicht her. Hast du ihn gefragt, seit wann er in der Szene nicht mehr aktiv ist?
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Man soll Menschen doch grundsätzlich danach beurteilen, wer sie SIND - und nicht wer sie WAREN. Sollte doch bei Tattoos nicht anders sein oder?

Für mich gehört die Vergangenheit auch zu einem Menschen dazu.
Wenn sich jemand ein Hakenkreuz hat stechen lassen und mir dann sagt: "Ja, vor 3 Jahren war ich Nazi - aber das ist vorbei." - dann schwindet bei mir jegliche mal vorhandene Sympathie. Mit einem Menschen, der so eine Einstellung hat oder hatte möchte ich persönlich(!) einfach keinen näheren Kontakt. Und schon gar keine Liebelei.

Es ist sicherlich auch eine Frage der eigenen Erfahrungen mit solchen Szenen.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Ich habe mal vor Jahren mit einem Herren angebandelt, der sich im jugendlichen Übermut den kompletten Rücken hat bebildern lassen. Nun war das Bild eindeutig einer Szene zuzuordnen (nicht rechts), mit der ich an sich kein Problem habe, mit der er sich zum Zeitpunkt unseres Kennenlernes aber überhaupt nicht mehr identifiziert hat. Das passte einfach so gar nicht zuammen. Ich war damals auch wirklich schockiert, weil es einfach so naiv klang und ja auch war.
Dazu kam, dass es definitiv auch noch schlecht gestochen war (das sah man leider sofort). Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen und er gab direkt zu, diese Aktion auch schon länger zu bereuen und über ein Cover nachzudenken. Nun war das Teil leider so groß und dunkel, dass ich bezweifle, dass er sich das bis heute hat machen lassen...

Getroffen habe ich den Herren trotzdem ein paar Wochen. Im Endeffekt ist nichts daraus geworden, weil es an anderen Punkten einfach nicht gepasst hat.

Ich verstehe deine Reaktion und je nach Motiv, würde ich ähnlich reagieren. Sicher, soll man zu einer Vergangenheit stehen. Dazu würde es für mich aber in bestimmten Fällen auch gehören, sich wirklich unpassende Tattoos entfernen oder covern zu lassen. Das kann dann nämlich wirklich noch was nettes werden.
 

Benutzer138371  (40)

Beiträge füllen Bücher
Sowas macht für mich jemanden dann auch nicht mehr interessant.

Manche begreifen nicht ganz, das man Tattoos nie mehr 100% los wird. Und solche Motive gehören für mich zu einem No-Go.

Auch wenn er meint, das er damit schon abgeschlossen hat, das Tattoo trägt er ja immer noch mit.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Wieso ist denn die rechte Szene ein Extrembeispiel? :ratlos: Das ist eine Einstellung, die man wie jede andere auch, im Laufe der Zeit verlieren kann.
 

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