Pate werden?

Benutzer76373 

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Ich bin vor Kurzem Onkel geworden, und meine Schwester hat mich gefragt ob ich Die Patenschaft für die Kleine übernehmen möchte. :smile:*

Ich würde das auch gerne machen, aber ich kenne mich nicht wirklich aus was so die Aufgaben eines Paten sind- abgesehen von dem was man immer so hört, also "spirituelle Erziehung", und für's Kind sorgen wenn den Eltern was zustösst.*

Aber was heißt das konkret? Also ich würde jetzt halt sagen: für's Kind da sein, auch wenn es mal Ärger mit den Eltern hat, usw.*

Wie war bzw. ist das denn bei euch? Ich kenn mich damit einfach überhaupt nicht aus. :ratlos:
 
G

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Gast
Also meine Patin (meine Tante) hat,bis auf die Taufe,auch nichts anderes gemacht als andere Verwandten auch.
Was aber auch daran liegt,dass sie 500 km von mir weg wohnt.
 

Benutzer113476  (36)

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Patengeschichten haben einen religiösen Hintergrund. Rechtlich gesehen, bleibst du derjenige, der du vorher warst. Nix mit Ansprüchen.

Heutzutage machen das wohl die Meisten nur aus Tradition. Sei also einfach nur ein lieber Onkel und mach der Kleinen regelmäßig Geschenke. :zwinker:
 

Benutzer113086 

Sorgt für Gesprächsstoff
also meine paten haben früher manchmal auf mich aufgepasst, haben mit mir ausflüge gemacht etc.
und ich hab immer gaaanz viele geschenke von denen bekommen :grin:
aber im entdeffekt bist du zu nichts verpflichtet.
 

Benutzer110436  (36)

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Hmm...die Geschenke sind ja schön und gut. Aber ich sehe diese religiöse Geschichte eher nicht im Vordergrund. Wenn ich Pate werde, gebe ich auch gleichzeitig den Eltern das Versprechen, dass ich mich wirklich im Falle ihres Todes um den Wurm kümmere. Das würde ich aber vorher klären.
Gebe ich so ein Versprechen, hat es für mich nichts mehr mit Kirche zu tun, sondern mit einem Familien- oder Freundschaftsdienst, den ich dann nur zu gerne erfülle.

Wie es rechtlich aussieht und ob da noch n anderer (Großeltern) ankommt und meint, das Kind solle aber zu ihm, sei mal dahingestellt.

Aber grundsätzlich stimmt es schon. Du bist der liebe Onkel, der einfach eine schönere Beziehung zu seinem Neffen/seiner Nichte hat :smile:
 

Benutzer37188 

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Traditionell geht es dabei um die Unterstützung bei der religiösen Erziehung, wie manche hier ja schon genannt haben. Das hängt natürlich von den Eltern ab, ob das bei dir erwartet wird.
Ich bin mir aber verdammt sicher, dass man NICHT die Kinder bekommt, wenn den Eltern etwas zustößt. Vielleicht dann, wenn es so GAR keine Verwandten mehr gäbe und die Alternative eine Pflegefamilie wäre, aber sonst kommen die nächststehenden Verwandten zuerst.

Ich selbst bin auch Patentante und man "erwartet" von mir, dass ich mich mit der Kleinen beschäftige. :zwinker: Was weiß ich.. Ausflüge, mal ins Kino.. Zusammen was unternehmen.. Die obligatorischen Geschenke zu Weihnachten, Geburtstag.. Beim Krippenspiel dabeisein.. Vielleicht mal eine Aufmerksamkeit mitbringen. Als sie noch jünger war abends mal babysitten, Spieleabende. In meinem Fall ist das eher ein Ehrentitel als eine Aufgabe. :zwinker:

Es kommt schwer auf die Eltern an, was da erwartet wird, also sprich doch einfach mal mit deiner Schwester darüber. Aber so wie sich das anhört, bist du einfach der liebe Onkel mit Ehrentitel. :zwinker:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Meine Patin (leider schon verstorben) war für mich einfach wie eine zweite Mutter. :smile:
Also sie hat meine Mutter entlastet, ich hab in den Ferien immer mehrere Tage Urlaub bei ihr gemacht, sie hat sicherlich auch meine Mutter beraten, eben mit für mich gesorgt usw.

Mit Kirche hatten wir nichts am Hut. Meine Patin war nicht religiös, noch weniger als ich es jetzt bin. :zwinker:
 
M

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Gast
Das ist sehr unterschiedlich. Ich kenne Paten, die sind es nur auf dem Papier. Und andere pflegen eine sehr enge Beziehung zu ihrem Patenkind. Das war zB bei meiner Ex so. Und auch mein Gatte hat ein enges Verhältnis zu seinem Götti. Da geht es dann nicht nur um Geschenke, sondern eben um gemeinsame Ausflüge, einen gewissen Teil von Erziehung, etc.
 

Benutzer76373 

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Danke euch, jetzt hab ich schonmal ein paar gute Eindrücke vom Pate-Sein gewonnen. :smile: An meinen Paten konnte ich mich schlecht orientieren, weil diese über 400 km weit weg wohnen.....

Ich werde einfach versuchen der liebe Onkel zu sein, für die Kleine da zu sein und eben ab und an was mit ihr zu unternehmen sobald sie etwas älter ist.
 
S

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und für's Kind sorgen wenn den Eltern was zustösst.*

Ich will nochmal betonen, dass das ein Trugschluss ist. Nur weil man Patenonkel ist, heißt das nicht, dass man automatisch das Kind bekommt, wenn den Eltern etwas zustößt.
Wer sich zukünftig um das Kind kümmert, entscheidet immernoch das Betreuungsgericht (früher Vormundschaftsgericht). Bei der Entscheidung werden zwar die Paten berücksichtigt, stehen aber auf einer Stufe wie auch Oma und Opa, Tante und Onkel etc.

Was als Patenonkel genau deine Aufgaben sind, hängt sowohl von dir als auch von den Eltern des Kindes ab. Was erwarten sie von dir?

Ich selbst bin ebenfalls Patentante und kümmere mich sowohl um die religöse Erziehung meines Patenkindes als auch um die kleinen Sorgen und Nöte, die eben ein Kind so hat. Er kann immer zu mir kommen, wenn er möchte und findet in mir eine Vertrauensperson neben seinen Eltern. :smile:
 
M

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Gast
Zu meiner Patentante (Schwester meines Vaters) hab ich tatsächlich ein besonders enges Verhältnis. Ob's daran liegt, dass sie meine Patin ist, kann ich nicht beurteilen. Wird eher Zufall sein, weil sie bei uns in der Nähe wohnte und ich sie häufig gesehen hab. Zu ihr hätte ich jedenfalls gewollt, wenn meinen Eltern was zugestoßen wäre, meine Eltern hatten dafür aber meinen Patenonkel (Bruder meiner Mutter und Vater meiner zwei Cousinen) vorgesehen, was rechtlich auch eher durchgegangen wäre als meine kinderlose und "schrullige" Tante, und der steht mir nun auch nicht näher als meine anderen Onkel (Onkel ist ja echt mal ein ulkiges Wort, fällt mir gerade auf :grin:).

Meine Mutter ist Patentante meiner einen Cousine und meinte mal, sie sei froh, die Ältere der beiden Mädels "erwischt" zu haben, weil sie mit der Jüngeren nicht so viel anfangen kann. Sie scheint ihre Patenschaft also sehr ernst zu nehmen. :tongue: Mir wäre aber noch nicht aufgefallen, dass sie die eine bevorzugt behandelt, denn bei uns sind eigentlich alle engen Verwandten ziemlich gleich fürsorglich oder interessiert aneinander, da sticht niemand durch sein Patendasein hervor.

Ich würde auch sagen, sei für sie da und gib ihr das Gefühl, dass sie immer auf Dich zählen kann, aber ein besonderes Verhältnis lässt sich ja nun auch nicht erzwingen. Es ist eben das, was sich die Eltern des Kindes am ehesten wünschen würden und meistens passt es ja im Endeffekt doch ganz gut, weil sich Eltern und Pate in der Regel nahestehen.
 

Benutzer76373 

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Ich will nochmal betonen, dass das ein Trugschluss ist. Nur weil man Patenonkel ist, heißt das nicht, dass man automatisch das Kind bekommt, wenn den Eltern etwas zustößt.
Wer sich zukünftig um das Kind kümmert, entscheidet immernoch das Betreuungsgericht (früher Vormundschaftsgericht). Bei der Entscheidung werden zwar die Paten berücksichtigt, stehen aber auf einer Stufe wie auch Oma und Opa, Tante und Onkel etc.
Danke dir, mir ist klar, dass das nicht ganz so einfach ist und die Kleine dann automatisch zu mir käme. Ich habe das nur erwähnt, weil ich meine Schwester gefragt habe was sie erwarten, und sie diesen Punkt dann genannt hat.

Was als Patenonkel genau deine Aufgaben sind, hängt sowohl von dir als auch von den Eltern des Kindes ab. Was erwarten sie von dir?
Sie sagte für das Kind da sein wenn ihnen was passiert und ansonsten eben Ansprechpartner für das Kind sein.
 
S

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Gast
Danke dir, mir ist klar, dass das nicht ganz so einfach ist und die Kleine dann automatisch zu mir käme. Ich habe das nur erwähnt, weil ich meine Schwester gefragt habe was sie erwarten, und sie diesen Punkt dann genannt hat.

Dann weise deine Schwester vielleicht nochmal darauf hin, dass mit der Patenschaft das Kind nicht automatisch zu dir kommt, wenn die beiden verunglücken.
Das glauben leider viele, aber so ist es heutzutage nicht mehr.

Sie sagte für das Kind da sein wenn ihnen was passiert und ansonsten eben Ansprechpartner für das Kind sein.

Ok, dann weißt du zumindest, welche Aufgaben die Eltern des Kindes dir stellen. Wenn du dir also vorstellen kannst, diese Aufgaben zu erfüllen, spricht ja eigentlich nichts gegen eine Patenschaft. :smile:

Off-Topic:
Achso, das hab ich ganz vergessen: Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Nichte. :smile:
 

Benutzer76373 

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Ok, dann weißt du zumindest, welche Aufgaben die Eltern des Kindes dir stellen. Wenn du dir also vorstellen kannst, diese Aufgaben zu erfüllen, spricht ja eigentlich nichts gegen eine Patenschaft. :smile:
Stimmt, nun weiß ich was auf mich zukommt. :smile:

Ich wollte durch den Thread nur noch ein paar Erfahrungsberichte lesen, da ich meine Paten aufgrund der Entfernung ja nicht wirklich als Beispiel nehmen kann.

Off-Topic:
Off-Topic:
Achso, das hab ich ganz vergessen: Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Nichte. :smile:
Danke :grin:


Noch 'ne kleine Frage an die Paten hier im Thread:
Was habt ihr euren Patenkindern denn zur Taufe geschenkt? :hmm:
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich bin auch Patin meiner kleinen Cousine.

Geschenkt habe ich nichts zur Taufe. Damals war ich 15 oder 16 und hatte genauso wenig Geld wie heute.

Es erwartet auch niemand, dass ich ihr jetzt etwas zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenke. Die wissen ja alle, dass ich studiere. Außerdem haben die Eltern genug Geld, um den Kindern schöne Sachen zu kaufen. Da muss ich nicht meine Eltern anbetteln, um Geschenke machen zu können. :zwinker:

Ich fühle mich meiner kleinen Cousine näher als der großen, aber ich glaube nicht, dass das was mit der Tatsache zu tun hat, dass ich ihre Patin bin. Meine Tante fand es nur schön, mich und den Neffen ihres Mannes als Paten auszuwählen, weil wir gleich alt sind und unsere Mütter die Paten der älteren Cousine sind. So passt das alles gut zusammen.

Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich im Falle eines Unfalls die Verantwortung für das Mädchen übernehmen könnte. Das wäre utopisch. Es war nur eine nette Geste, ohne tiefere Bedeutung.
 
S

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Noch 'ne kleine Frage an die Paten hier im Thread:
Was habt ihr euren Patenkindern denn zur Taufe geschenkt? :hmm:

Da gibt es ganz niedliche Sachen, die man schenken kann. Schau dich mal im Netz um.
Ich selbst habe meinem Neffen einen Obstbaum geschenkt. Dazu habe ich kleine Karten mit Bändchen gebastelt und während der Feier verteilt. Auf die Karten haben die Gäste dann ihre Wünsche für das Taufkind geschrieben und an den Baum gehangen. Den Baum haben dann seine Eltern am Tag der Taufe in ihren Garten gepflanzt. Außerdem hat er von mir ein Buch bekommen "Meine Taufe". Dort werden dann Fotos, Texte etc. reingeklebt bzw. reingeschrieben.

Was ich auch immer sehr schön finde, sind Taufketten - also ein kleines Kreuz an einer Kette (manchmal sogar noch mit Namensgravur). Gibt es auch als Armband.

Ansonsten gibt es auch unmengen Bücher, die man verschenken könnte.
 
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