Partnerschaftsmarkt: Haben deutsche Männer die Arschkarte gezogen?

Haben es Männer auf dem deutschen Partnerschaftsmarkt schwerer als Frauen?

  • m: Ja, wir Männer haben es schwerer

    Stimmen: 72 43,4%
  • m: Nein, liegt immer nur am Einzelfall

    Stimmen: 24 14,5%
  • w: Ja, wir Frauen habe es leichter

    Stimmen: 19 11,4%
  • w: Nein, alles nur frustriertes Gejammer der Männer

    Stimmen: 51 30,7%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    166

Benutzer10752 

Beiträge füllen Bücher
Zum Thema "Intelligenz":

Wenn der geistige Austausch Frauen vor allem reizen würde, dann hätte doch auch der bücherlesende Stubenhocker gute Chancen auf eine Partnerin. Dann würde man ihn auch nicht sozial ausgrenzen, und er würde gar nicht erst den Nimbus sozialer Unzulänglichkeit bekommen.

Sehr ausgefeilte Argumentationsweise: Du beschreibst erst ein Klischee, verwandelst es dann flugs in Realität und baust dann auf angeblichen Reaktionen auf die angebliche Realität deine Behauptungen auf.

Wo sind sie denn, die ganzen bücherlesenden Stubenhocker, die keine Frau abbgekommen? Ich kenne keine. "Stubenhocker" im negativen Sinn sind meistens eher solche, die Probleme mit sozialem Austausch haben. Das unterstützt dann ja wieder das Argument, dass Frauen jemanden haben wollen, mit dem man sich gut unterhalten kann. Ein Nerd, der vor seinem Computer sitzt oder nur Paragraphen auswendig kann, ist da sicherlich kein gelungenes Beispiel.

Intelligenz allein reicht aber eben nicht. Frau braucht offenbar das Gefühl, daß diese Intelligenz sich auch irgendwie nutzbringend auswirken kann. Das traut sie dem brillentragenden Bücherwurm meist nicht zu.

Leute, die ihre angebliche Intelligenz nicht sinnvoll einsetzen, sind auch nicht intelligent.

Selbstverständlich sollen Menschen gefälligst ihre Intelligenz nutzbringend anwenden: Nämlich zum gepflegten Gedankenaustausch. Wozu machen sich denn Menschen sonst den ganzen Stress mit Partnerwahl, Ehestreits und Beziehungsbalance?

Wegen Sex? Hilfe, wenn es nur darum ginge, dann könnte ich mir auch jeden Abend eine Frau kaufen. Ich will ne Partnerin zum Quatschen und als Ratgeberin im Alltag. Und vielen Frauen geht's genauso.

Und, DSCH, wenn du auf eine Frau verzichten kannst, die gern "Bunte" oder "Gala" liest, dann solltest du auch mal über deine Ansprüche nachdenken. :grin: Die Auflagen solcher Klatsch- und Tratsch-Zeitschriften für Frauen beweisen jedenfalls, daß sehr viele Frauen sie gern lesen.

Die BUNTE hat eine Auflage von 700.000. Wahrlich eine furchterregende Masse an Lesern. :tongue: Die Gala hat um die 400.000. Davon dürfte ein Großteil der Käufer nochmal Arztpraxen und Frisörsalons sein, wo die Wartenden oft gerne einfach irgendwas Seichtes zum Durchblättern haben wollen, weil sie eh nicht den Kopf haben, sich zu konzentrieren. Und zu guter Letzt werden viele Frauen, die sowas gern lesen, auch Doppelkäufer mehrerer Magazine sein. 10-20 Prozent der Lesenden sind laut Medienstatistik übrigens Männer. Fallen also gleich nochmal ein paar hunderttausend Frauen aus der Statistik raus.

Ich bin sicher von den restlichen paar Millionen Frauen in Deutschland wird sich schon irgend eine für DSCH finden. :zwinker:

Im Übrigen: Deine Statistiken passen, wenn überhaupt, auch nur auf Deutschland. (Aber gut, dann hat wenigstens endlich mal der Threadtitel Sinn bekommen. :grin:) In Skandinavien ist die Frauenarbeitsquote bei 70 Prozent, in Frankreich ist sie auch deutlich höher als in Deutschland. Ebenso in Asien, da liegt sie teilweise bei bis zu 80 Prozent, und ich rede von Industriestaaten.

"Biologisch" kannst du also nicht argumentieren. Eher mit... Gewohnheit vielleicht? Weil Frauen schon seit Generationen in Deutschland gerne als "Heimchen" gesehen werden, gibt es logischerweise auch viele, die sich an dieses Bild gewöhnt haben, und es nicht infrage stellen.
 

Benutzer58415 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Dean!

In den USA gab es mal eine Umfrage nach den unbeliebtesten Jobs. Und siehe da: Fast alle der dabei am meisten genannten Berufe waren reine Männerdomänen. Das sieht für mich nicht so aus, als würden die Männer sich so darum reißen. "Ganz zufällig" waren das auch fast alles Jobs, die in Deutschland auch überwiegend Männerdomänen sind.

Außerdem hört man von Frauen, die tatsächlich in typischen Männerdomänen arbeiten, oft eher, daß sie viel Unterstützung von ihren männlichen Kollegen bekommen und durch ihr Geschlecht mehr Vorteile als Nachteile haben.

Probleme gibt es immer dort, wo man für Frauen ungerechtfertigte Extra-Würste brät. Das war z.B. mal auf einem Flugzeugträger der U.S. Navy der Fall. Als man da weibliche Soldaten einführte, hat man sie z.B. zunächst in Offizierskabinen untergebracht, während ihre männlichen Kollegen in den deutlich einfacher ausgestatteten Mannschaftsunterkünften untergebracht waren. Diese und andere Bevorzugungen führten dann zu Protesten der männlichen Soldaten.

Auf einem anderen Träger hat man gleichzeitig auch weibliche Soldaten eingesetzt, sie aber dort genauso behandelt wie ihre männlichen Kollegen. Da gab es dann folgerichtig auch keine Probleme.

Aber wieder zum Thema:

Es gibt ein interessantes Buch einer Frau namens Norah Vincent. Es heißt "Enthüllungen. Mein Jahr als Mann". Hier gibts z.B. eine Beschreibung dazu:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/682738/

Diese Frau hat sich für dieses Buch etwa ein Jahr lang immer wieder als Mann ausgegeben und wollte so herausfinden, wie es ist, als Mann zu leben. Sie hat also auch mit Frauen geflirtet. Das fiel ihr leicht, weil sie lesbisch ist.

Ihr Fazit war dann letztendlich, daß es sie wundert, wie Männer und Frauen überhaupt noch zusammen kommen können. Sie schreibt in ihrem Buch, daß es häufig vorkam, daß sie, wenn sie versuchte, mit Frauen zu flirten, erst einmal nur Ablehnung erntete. Manchmal gab sie es dann auf und gestand, daß sie eigentlich eine Frau ist; und sie erzählte dann von ihrem Buchprojekt. Und dann änderte sich auf einmal alles. Obwohl sie ja weiterhin dieselbe Person war und auch weiterhin genauso aussah, wurde die andere Frau dann oft lockerer, war nun neugierig, fragte, wie denn das so wäre, und manchmal kamen dann plötzlich sogar sexuelle Angebote seitens der Frauen. Die sie so als Mann von denselben Frauen nie bekommen hätte.

Und an Louis:

Wenn es den bücherlesenden Stubenhocker gar nicht gäbe, dann gäbe es auch keine entsprechenden Klischees.

Intelligenz hat nichts damit zu tun, wie man sie einsetzt. Deshalb sind hohe Führungskräfte ja häufig auch gar nicht besonders intelligent.

Und zu den Zeitschriften:

Es gibt ja noch "Bild der Frau", "Freundin" und was weiß ich, wie sie noch alle heißen. Auch diverse Fernsehzeitschriften wie z.B. "Fernsehwoche" sind de facto Frauenzeitschriften.

Natürlich passen die von mir genannten Statistiken auf Deutschland - sie sind ja auf Deutschland bezogen. Darum ging es ja: Um den Partnermarkt in Deutschland, nicht in Skandinavien oder Asien. Daß die Frauenerwerbsquote im Ausland oft höher ist, ist mir bekannt.

Die "Heimchen"-Ideologie liegt mittlerweile Jahrzehnte zurück. Heute wird eher das Gegenteil propagiert. Das willst du doch nicht ernsthaft als einzigen Grund für die vergleichsweise niedrige Frauenerwerbsquote in Deutschland darstellen?

Grüße vom
Katerchen
 

Benutzer79395 

Verbringt hier viel Zeit
Wieso solltest du diese Ansprüche denn nicht erfüllen können? Bist du dir überhaupt bewusst, was diese Ansprüche sind?
Ich denke, dass man durch Arbeit an sich so einiges bewirken, man muss es jedoch wollen.
Und niemand hat gesagt, dass du deine Ansprüche zurückstellen musst, aber wenn du nunmal die Ansprüche deiner Zielgruppe nicht erfüllen willst (was völlig legetim ist) darfst du dich nicht wundern, wenn dich keine will.


Moin...

von nicht erfüllen wollen kann ja gar keine Rede sein...Ich KANN die hohen Anspüche der Frauen einfach nicht erfüllen. Und ja, ich denke schon, dass ich mir bewusst bin, was meine Ansprüche bei einer Frau sind. Sie sollte lieb, nett, fröhlich, sportlich, natürlich, ehrlich und charmant sein.

Warum ich die Ansprüche bei Frauen nicht erfüllen kann, das habe ich ja schon weiter oben geschrieben. Ich bin halt kein Supermann (obwohl viele das behaupten).


Viele Grüße
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Toller Beitrag, LouisKL!!!! Das ist so erfrischend, soetwas von enem Mann zu hören!

Eher mit... Gewohnheit vielleicht? Weil Frauen schon seit Generationen in Deutschland gerne als "Heimchen" gesehen werden, gibt es logischerweise auch viele, die sich an dieses Bild gewöhnt haben, und es nicht infrage stellen.

Es gibt sogar ein Buch "Die deutsche Mutter" worin versucht wird auf die Frage eine Antwort zu finden, warum vor allem in Deutschland das ganze 20ste Jahrhundert durch die Maxime gilt, dass Kinder nur dann was werden können, wenn die Mutter 24 h am Tag für sie da ist.

Klappentext
In Deutschland müssen Frauen sich immer noch entscheiden: entweder Kinder oder Karriere. Warum? Muss es uns nicht beunruhigen, dass eine Französin, eine Dänin oder eine Italienerin sich nicht vor diese Wahl gestellt sieht? Und warum glauben wir trotzdem immer noch, in Sachen Emanzipation Vorreiter in Europa zu sein? Barbara Vinken analysiert die Ursprünge und Auswirkungen dieses Missverhältnisses. Ihr Fazit: Die deutsche Politik hat sich immer viel mehr um die Familie als um die Selbständigkeit der Frau gekümmert. Der Grund für diese Einseitigkeit ist der bis heute ungebrochene Mythos der Mütterlichkeit. Wie ein roter Faden zieht er sich vom Protestantismus durch die nationalsozialistische Ideologie bis zum heutigen Bio-Gesundheitswahn: Nur die gesunde Kleinfamilie mit einer Mutter, die sich um alles kümmert, kann gegen die kalte, harte Welt bestehen.
 

Benutzer10752 

Beiträge füllen Bücher
Wenn es den bücherlesenden Stubenhocker gar nicht gäbe, dann gäbe es auch keine entsprechenden Klischees.

Das wäre mir neu, dass die Existenz von Klischees neuerdings der Beweis dafür ist, dass Klischees Realität sind.

Intelligenz hat nichts damit zu tun, wie man sie einsetzt. Deshalb sind hohe Führungskräfte ja häufig auch gar nicht besonders intelligent.

Wir definieren Intelligenz wohl unterschiedlich. Ich bin mir aber sicher, dass ich sie so definiere, wie sie Frauen ebenfalls meinen, wenn sie sagen, sie wollen "intelligente Männer".

Im Übrigen noch so ein alberner in den Raum gepfefferter Satz: Hohe Führungskräfte sind nicht intelligent?

Es gibt ja noch "Bild der Frau", "Freundin" und was weiß ich, wie sie noch alle heißen. Auch diverse Fernsehzeitschriften wie z.B. "Fernsehwoche" sind de facto Frauenzeitschriften.

Ich überlass das dann dir, da mal die Auflagen zusammenzurechnen, und mir zu sagen, ob du auf nennenswerte Millionen kommst. :tongue: Im Übrigen, siehe oben: Doppelleserinnen.

Ich kenne jedenfalls ne ganze Menge Frauen und keine einzige hat irgend ein Frauenmagazin abonniert. Vielleicht kauft sich gelegentlich mal eine eins, wenn sie fünf Stunden Zugfahrt vor sich hat. Das sind aber die Momente, wo ich mich auch nach irgendwas simplem zum Lesen sehne. :grin:

Natürlich passen meine Statistiken auf Deutschland - sie sind ja auf Deutschland bezogen. Darum ging es ja: Um den Partnermarkt in Deutschland, nicht in Skandinavien oder Asien. Daß die Frauenerwerbsquote im Ausland oft höher ist, ist mir bekannt.

Heutzutage ist es aber kein Problem mehr, Partner in Europa, Amerika oder Asien zu finden. Zumindest nicht für die Studenten, von denen du die ganze Zeit redest.

Insofern schließt der "Partnermarkt in Deutschland" natürlich auch Französinnen, Schwedinnen, Kanadierinnen oder Japanerinnen mit ein. Schon allein, weil die alle zum Studieren hierher kommen und gelegentlich auch hängenbleiben.

Die "Heimchen"-Ideologie liegt mittlerweile Jahrzehnte zurück. Heute wird eher das Gegenteil propagiert. Das willst du doch nicht ernsthaft als einzigen Grund für die vergleichsweise niedrige Frauenerwerbsquote in Deutschland darstellen?

Schön, dass du mir unterstellst, ich hätte das als "einzigen" Grund dargestellt.

Mein Gedankengang war folgender: Du argumentierst die ganze Zeit mehr oder weniger in die Richtung, dass "Frauen eben so seien", gelegentlich gewürzt mit irgendwelchen pseudobiologischen Weisheiten, dass sie sich biologisch nach diesem oder jenem sehnen.

Dagegen spricht aber dann, dass es in anderen Ländern eben anders ist. Oder ist "die deutsche Frau" ein biologischer Sonderfall? Nein? Also.

Und damit sind wir dann wieder bei der Gewohnheit. Auch wenn heute nicht mehr nur die Frau-am-Herd propagiert wird, ist das Bild immer noch präsent. Viele andere Sprachen kennen einen Begriff wie "Rabenmutter" für Frauen, die ihre Kinder angeblich vernachlässigen gar nicht. Deutsche Frauen müssen sich immer noch rechtfertigen, wenn die Großeltern oder externe Personen das Kind aufziehen.

Das hat alles mit Gewohnheit zu tun. Kulturen ändern sich nicht so schnell. Sonst hätten wir heute schon längst die bunte Allesmögliche Weltgesellschaft. Haben wir aber nicht.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bunte, Gala und Co. werden wohl zu 85% von Leuten deutlich über 40 gekauft, da steht doch nur langweiliger Promotratsch drin.
 

Benutzer79395 

Verbringt hier viel Zeit
1. Ein Mann, der mit 40 noch keine Frau ins Bett gekriegt hat,
macht einen Eindruck wie einer, der mit 40 noch mit Sabberlätzchen
und Schnuller rumläuft. Innerlich zeigen alle mit dem Finger
auf ihn und lachen sich halbtot, auch wenn es niemand zugeben
würde, auch nicht vor sich selbst.

2. Jede Frau fühlt sofort "die anderen Frauen werden schon
wissen, warum sie ihn nicht rangelassen haben - also besser
Finger weg!" Und welche Frau will denn mit etwas aufkreuzen,
was alle anderen Frauen "im Regal stehen gelassen haben."

3. Eklatanter Männerüberschuß - da wird jede Frau zur
"Rosinenpickerin". Warum sollte sie sich bei so einem
Überangebot an notgeilen Männern ausgerechnet den
Ausschuß aussuchen?

4. Außerdem ist es in der Evolution die Aufgabe der weiblichen
Tiere, den genetisch minderwertigen Anteil aus dem Genpool
zu entfernen, indem sie ihn einfach von der Fortpflanzung
ausschließen. Entsprechend verhalten sie sich auch.

Fazit: Wer es mit 25 noch nicht geschafft hat: Der Zug ist abgefahren.


Und gebnauso sehe ich das auch.
 

Benutzer82836 

Verbringt hier viel Zeit
1. Ein Mann, der mit 40 noch keine Frau ins Bett gekriegt hat,
macht einen Eindruck wie einer, der mit 40 noch mit Sabberlätzchen
und Schnuller rumläuft. Innerlich zeigen alle mit dem Finger
auf ihn und lachen sich halbtot, auch wenn es niemand zugeben
würde, auch nicht vor sich selbst.
das würde ich auch so sehen

2. Jede Frau fühlt sofort "die anderen Frauen werden schon
wissen, warum sie ihn nicht rangelassen haben - also besser
Finger weg!" Und welche Frau will denn mit etwas aufkreuzen,
was alle anderen Frauen "im Regal stehen gelassen haben."
das müssen sie ja nicht unbedingt sofort merken
Ausnahme: wenn du auf dem Land wohnst wo jeder jeden vom Kindergarten an kennt


3. Eklatanter Männerüberschuß - da wird jede Frau zur
"Rosinenpickerin". Warum sollte sie sich bei so einem
Überangebot an notgeilen Männern ausgerechnet den
Ausschuß aussuchen?
stimmt schon, aber das Problem ist hausgemacht
außerdem kriegt man sie ziemlich gut wieder aus der Rosinenpicker Position raus wenn man sich geschickt anstellt
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
Die Ansprüche an einen Partner oder eine Partnerin können gar nicht hoch genug sein:

Man sucht jemanden, mit dem man für den Rest seines Lebens, oder zumindest sehr, sehr lang, zusammenleben kann (und es auch möchte) und es im Idealfall sogar fertig bekommt, gemeinsam Kinder groß zu ziehen.

So jemanden zu finden, ist eben nicht einfach. Von tausend Frauen, die da draußen rumlaufen, passt da sicherlich nur eine für mich. Alle anderen würde mich entweder abschrecken, oder ich würde sie abschrecken. Und was will ich mit einer Partnerin, die mich nicht mag? Spätestens wenn wir zusammenleben wird das zur Hölle. Deswegen ja die Sehnsucht mancher Männer nach der "guten, alten Zeit", wo Frauen, wenn sie erstmal verheiratet waren, alle Eigenheiten des Manner zu akzeptieren hatten. Das war für die Männer freilich angenehmer. Ob es für beide eine ideale Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Seitensprünge und Langzeit-Affären gibt es nicht erst seit zehn Jahren, eher im Gegenteil.

Auf Deutsch: Ja, es gibt Frauen die stellen hohe Ansprüche. Solltest du auch tun.

Nein, falsch: Wirst du auch tun. Spätestens, wenn du deine erste gescheiterte Beziehung hinter dir hast, und gemerkt hast, dass zu einer Beziehung ein klein wenig mehr gehört, als "nette Gespräche" oder "gerne gemeinsam ins Kino gehen".

Der Rest deiner Verallgemeinerungen ist Käse. Jede Frau hat andere Ansprüche, weil jede anders ist. Ich hab auch einen Haufen Ansprüche an Frauen, und ich hab jahrelang Beziehungen beenden müssen (oder sie wurden beendet), weil die Ansprüche eben nicht gepasst haben. Und du solltest auch einen ganzen Haufen Ansprüche haben. Du solltest nach einer Frau suchen, die tatsächlich zu dir passt. Hast du keine Ansprüche, dann merken das die Frauen nämlich auch schnell. Und niemand will Partner(in) von jemandem werden, dem es "irgendwie egal ist, wen er/sie da eigentlich vor sich hat".

Männer die mit "Ich will eine Freundin, egal welche!"-Attitüde durch die Gegend rennen, sind verständlicherweise äußerst unsexy.

Und dass du unsicher bist, wenn du verliebt bist, ist völlig normal. Wer das nicht ist, der ist nicht richtig verliebt. Und wer dir das Gegenteil erzählt, der flunkert oder lügt entweder, oder er weiß nicht, was Verliebtsein bedeutet. Verliebt sein, heißt das Gefühl zu haben, eine ganz besondere Person getroffen zu haben, mit der man sich eine längerfristige Beziehung vorstellen könnte. Also jemand ganz Besonderes. Wer dabei kein Lampenfieber hat, der hat auch keine Gefühle. Ganz einfach.


:anbeten: :jaa:


(Ich würde nur noch hinzufügen, dass "Verliebtheit" allein auch kein besonders aussagekräftiges Kriterium ist - zumindest das, was die meisten Leute unter "Verliebtsein" verstehen. Die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" sind zunächst mal nur Biochemie und haben eventuell Aussagewert in Bezug auf die genetische, aber absolut nicht auf die sonstige Kompatibilität zweier Menschen. Da gibt es noch viele wichtigere Kriterien :smile: )

Dennoch, super Beitrag!


Bei den meisten anderen Männern hier wundert mich wie die anderen nicht, dass sie "keine abbekommen" (wie das schon klingt ...). Wer alles zwischenmenschliche auf biologische "Fakten" oder gesellschaftliche Statistiken reduziert und ansonsten permanent vor Selbstmitleid trieft, anstatt über seine eigentlichen Ziele und Kriterien nachzudenken und an denen und an sich zu arbeiten ...

(Und ich bin noch eine Frau, die sich einen unerfahrenen Mann wünscht ! )


Im Ernst, besonders "eure" Kriterien bei der Partnersuche sind witzig. Warum wollt ihr denn eigentlich eine Frau, wenn die eh alle böse und dumm sind? Auf den Charakter scheint's euch ja nicht wirklich besonders anzukommen, sonst würdet ihr nicht eure Zeit damit verschwenden, über die böse "Durchschnittsfrau" und Männerüberschuss etc. zu jammern, sondern nach einer zu euch wirklich passenden "Ausnahmefrau" suchen. Da wäre dann nämlich das Männer-Frauen - Verhältnis, egal ob in der Disco, Deutschland oder der gesamten Welt, völlig unerheblich.
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Ui, da hat mir ja jemand die Schreibarbeit abgenommen, danke Louis.

Und dann änderte sich auf einmal alles. Obwohl sie ja weiterhin dieselbe Person war und auch weiterhin genauso aussah, wurde die andere Frau dann oft lockerer, war nun neugierig, fragte, wie denn das so wäre, und manchmal kamen dann plötzlich sogar sexuelle Angebote seitens der Frauen. Die sie so als Mann von denselben Frauen nie bekommen hätte.

Naja, und? Ich finde es irgendwie ganz logisch, daß man als Frau bei Lesben bessere Karten hat. Zur Ablehung, als sie sich noch als Mann ausgab:
- Die Frauen merkten, daß etwas nicht stimmt
- Weiblicher Körperbau kommt halt nicht so gut an
- Die Frauen hatten grade keinen Bock zum Flirten
Also, tut mir leid, aber das beweist gerade mal, daß es nicht immer leicht ist, eine Frau abzuschleppen. Das wussten wir vorher eigentlich auch schon, stand für mich jedenfalls nie zur Diskussion.

Intelligenz hat nichts damit zu tun, wie man sie einsetzt. Deshalb sind hohe Führungskräfte ja häufig auch gar nicht besonders intelligent.

Mh...hää? Den Zusammenhang versteh ich nicht. Aber gut, um das klar zu stellen: Wenn ich sage, viele Leute stehen auf Menschen mit gleichem Intelligenzhorizont, meine ich damit solche, die nicht nur was den reinen IQ anbelangt ebenbürtig sind, sondern auch was Gesprächsführung, soziales Verhalten, Humor (hat für mich viel mit Intelligenz zu tun) etc. anbelangt. Daher die relative Unbeliebtheit von Bücherwürmern, ob es sie nun gibt oder nicht.

Und, DSCH, wenn du auf eine Frau verzichten kannst, die gern "Bunte" oder "Gala" liest, dann solltest du auch mal über deine Ansprüche nachdenken. Die Auflagen solcher Klatsch- und Tratsch-Zeitschriften für Frauen beweisen jedenfalls, daß sehr viele Frauen sie gern lesen.

Aha, ich interpretiere das jetzt mal als Kapitulation auf der sachlichen, argumentatorischen Ebene? Es war doch nur ein Beispiel, mein Gott.

Ich bin sicher von den restlichen paar Millionen Frauen in Deutschland wird sich schon irgend eine für DSCH finden.

So wenig nur? Verdammt.
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Off-Topic:
Also ich steh auf Stubenhocker und Bücherwürmer :engel:
Off-Topic:
Das ist gut, ich hoffe, man darf auf Dich als Referenz verweisen, wenn mal wieder einer ankommt und behauptet zu wissen, daß Frauen nunmal aufgrund von irgendwelchen Naturgesetzen oder biologisch-genetischen Gegebenheiten nur auf DEN EINEN Typ Mann stehen?

Naja, nur solche Stubenhocker kennenzulernen ist halt etwas schwieriger :geknickt: Aber viel Glück dabei!
 

Benutzer54954 

Verbringt hier viel Zeit
Einigen kann ich nur ans Herz legen, Beiträge, auf die sie antworten, vorher auch komplett zu lesen. Hätten sie das getan, dann wäre z.B. nicht schon wieder die Unterstellung gekommen, daß ich wohl noch keine Uni von innen gesehen hätte, und mir wäre auch nicht schon wieder unterstellt worden, daß ich keine Frau abbekomme und nur deshalb hier "herumjammere". :smile:

Da der letzte Teil wohl an mich ging, vielleicht solltest du deinen eigenen Tipp beherzigen, denn dann hättest du gesehen, dass ich geschrieben hatte, dass es dir und anderen nicht so schwer fiele eine Partnerin zu finden, denn das sagst du ja auch.
Von keine abkriegen war nie die Rede, denn ich hab sehr wohl deinen Status gesehen, also lesen hilft, nur so am Rande.

Und an tiefighter:
Genau, weil ihr Männer ja auch nicht am Liebsten ne "Angelina Jolie" hättet, wenn ihr könntet. Ich glaube kaum, dass Frauen ausschließlich "Supermänner" wollen. Zu perfekt würde doch auf die Dauer auch ziemlich langweilig, dass ist doch nur Ausrede, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen.
Frauen haben ALLE völlig überzogene Ansprüche, deswegen kann ich ja nix dafür das mich keine will und mal ordentlich rumjammern. BUHU
 
S

Benutzer

Gast
@Katerchen

Der Grund, warum so viele Frauen in Teilzeit arbeiten ist entweder, dass gar keine Vollzeitstellen angeboten werden oder dass sich Kind und Karriere schwer unter einen Hut bringen lassen.

Ein Beispiel von vielen: http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitszeit-/633668.html?q=teilzeit

Mensch, gäbe es bessere Kinderbetreuung, flexiblere Chefs und gleichzeitig nicht die vielen tuschelnden Frauen/Männer, die eine Frau als Rabenmutter ansehen, wenn sie es wagt, Vollzeit zu arbeiten, dann gäbe es noch viel weniger Teilzeitstellen!

Komm doch bitte mal im Jahr 2008 an, danke!
 

Benutzer25654 

Verbringt hier viel Zeit
wobei der text garnichtmal so vollkommen abwegig ist
wenn man wirklich glaubt dass es genau eine einzige wahre richtige gibt kann man sich eigentlich bloss noch aufhaengen... wenn alle strick reissen und so
 

Benutzer74396 

Verbringt hier viel Zeit
@Katerchen

Der Grund, warum so viele Frauen in Teilzeit arbeiten ist entweder, dass gar keine Vollzeitstellen angeboten werden oder dass sich Kind und Karriere schwer unter einen Hut bringen lassen.

Ein Beispiel von vielen: http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitszeit-/633668.html?q=teilzeit

Mensch, gäbe es bessere Kinderbetreuung, flexiblere Chefs und gleichzeitig nicht die vielen tuschelnden Frauen/Männer, die eine Frau als Rabenmutter ansehen, wenn sie es wagt, Vollzeit zu arbeiten, dann gäbe es noch viel weniger Teilzeitstellen!

Komm doch bitte mal im Jahr 2008 an, danke!

danke für den interessanten beitrag sowie den artikel. gibt zu denken.
 

Benutzer58415 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo zusammen!

LouisKL schrieb:
Das wäre mir neu, dass die Existenz von Klischees neuerdings der Beweis dafür ist, dass Klischees Realität sind.

Was glaubst du denn, wie Klischees entstehen? Meinst du, jemand saugt sie sich aus Langeweile aus den Fingern und alle plappern sie dann begeistert nach?

LouisKL schrieb:
Wir definieren Intelligenz wohl unterschiedlich.

Mag sein. Für mich ist Intelligenz die Summe geistiger Fähigkeiten, die einen Menschen zur Lösung von Problemen befähigen. Es gibt durchaus Menschen, die diese Fähigkeiten zwar sehr ausgeprägt haben, die bei Intelligenztests auch immer überragend abschneiden, deren soziale Kompetenzen aber eher kümmerlich sind. Es scheint so zu sein, daß manchmal die extrem gute Entwicklung bestimmter Hirnregionen mit einer Unterentwicklung anderer Hirnregionen einhergeht.

So muß hohe Intelligenz eben nicht zwangsläufig bewirken, daß man bei seinen Mitmenschen immer gut ankommt, und man muß dadurch auch nicht zwangsläufig besonders gute Chancen bei Frauen haben.

Deshalb hatte ich ja weiter oben auch mal geschrieben, daß Intelligenz bei der Partnersuche nur dann hilft, wenn sie sich noch mit anderen positiven Eigenschaften verbindet.

LouisKL schrieb:
Im Übrigen noch so ein alberner in den Raum gepfefferter Satz: Hohe Führungskräfte sind nicht intelligent?

Ja, dieser Satz ist in der Tat albern. Aber er stammt von dir! :grin: Ich hatte geschrieben, daß Führungskräfte im Durchschnitt nicht sehr intelligent sind.

Dies zeigt sich regelmäßig bei Intelligenztests. In den USA hat man auch mal festgestellt, daß die soziale Herkunft für hohe Führungsposten entscheidender ist als hohe Intelligenz. In Deutschland ist das mit Sicherheit nicht anders, denn hier zählt die soziale Herkunft im Allgemeinen noch mehr als in den USA, wenn es um hohe Führungspositionen geht.

LouisKL schrieb:
Ich überlass das dann dir, da mal die Auflagen zusammenzurechnen, und mir zu sagen, ob du auf nennenswerte Millionen kommst. Im Übrigen, siehe oben: Doppelleserinnen.

Dafür muß man nur in irgendeinen beliebigen Zeitungskiosk gehen. Da wird man immer massenweise Zeitschriften für Frauen finden. (Übrigens auch für jüngere Frauen, nicht nur für Frauen ab 40, wie hier jemand schrieb.) In diesen Zeitschriften dreht sich dann alles um Klatsch und Tratsch, Mode, Kosmetik, Diäten... Glaubst du ernsthaft, die Verlage drucken das ganze Zeug nur aus Langeweile und lassen es immer wieder komplett einstampfen???

Und zu den Doppelleserinnen: Wenn man die einkalkuliert, dann muß man ebenfalls einkalkulieren, daß viele Zeitschriften auch mehrfach gelesen werden. Das dürfte sich ausgleichen.

LouisKL schrieb:
Ich kenne jedenfalls ne ganze Menge Frauen und keine einzige hat irgend ein Frauenmagazin abonniert.

Ja, man kriegt die ja auch überall zu kaufen. Aber mir ist auch schon aufgefallen, daß es manchen Frauen mittlerweile tatsächlich peinlich ist, daß sie solche Zeitschriften lesen. Das ist wie bei den Männern, die sich gern Titten-Heftchen kaufen. Davon sieht man auch immer genügend in den Kiosken. Zwar nicht soviel wie Frauenzeitschriften, aber zu übersehen sind sie meist auch nicht. Sie werden also offensichtlich auch gut verkauft, aber am Ende will sie dann auch niemand gelesen haben... :smile:

LouisKL schrieb:
Heutzutage ist es aber kein Problem mehr, Partner in Europa, Amerika oder Asien zu finden. Zumindest nicht für die Studenten, von denen du die ganze Zeit redest.

Insofern schließt der "Partnermarkt in Deutschland" natürlich auch Französinnen, Schwedinnen, Kanadierinnen oder Japanerinnen mit ein. Schon allein, weil die alle zum Studieren hierher kommen und gelegentlich auch hängenbleiben.

Schön, dann mußt du aber auch einkalkulieren, daß nicht nur Frauen, sondern auch Männer aus dem Ausland in Deutschland studieren! Das schafft also wieder einen Ausgleich auf dem Partnermarkt.

Und die Ausländer, die hier hängen bleiben, passen sich natürlich oft an die hier herrschenden Bedingungen an. Gerade, wenn sie in jungen Jahren einwandern.

LouisKL schrieb:
Dagegen spricht aber dann, dass es in anderen Ländern eben anders ist.

Was ist in anderen Ländern anders? Die Frauenerwerbsquote? Das gleicht sich allmählich an. In Deutschland haben sich schon seit dem 19. Jahrhundert, vor allem aber nach dem Zweiten Weltkrieg andere Bedingungen heraus gebildet. Im Zuge der Globalisierung ändern sich diese aber zunehmend. Im Übrigen waren in früheren Zeiten auch in Deutschland die meisten Frauen erwerbstätig.

Allerdings mußten sie zwangsläufig immer wieder wegen Schwangerschaft und Geburt und häufig auch wegen der darauf folgenden Erholungszeit beruflich aussetzen. Auch waren viele Arbeiten in früheren Zeiten körperlich schwerer als heutzutage. Das machte den Unterschied aus und wies den Männern auch früher die Hauptlast bei der Ernährung der Familien zu.

LouisKL schrieb:
Deutsche Frauen müssen sich immer noch rechtfertigen, wenn die Großeltern oder externe Personen das Kind aufziehen.

Das mag zuweilen noch so sein, aber das löst sich zum einen zunehmend auf und zum anderen habe ich nicht den Eindruck, daß die Frauen, die stark auf Kinder fixiert sind, sich dadurch wirklich beirren lassen.

Glaubst du wirklich, daß Mütter, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, lieber malochen gehen als sich mit diesem Kind zu beschäftigen?

Karla schrieb:
Der Grund, warum so viele Frauen in Teilzeit arbeiten ist entweder, dass gar keine Vollzeitstellen angeboten werden oder dass sich Kind und Karriere schwer unter einen Hut bringen lassen.

Aha. Nun sind Männer ja häufiger in Vollzeitjobs tätig. Wo finden die Männer diese Stellen denn? Nehmen sie den Frauen diese Jobs weg? Würden viele Frauen gern z.B. als Müllfrau oder Fabrikarbeiterin im Schichtdienst arbeiten und werden von den Männern daran gehindert?

Zum Thema Kind und Karriere: Wenn das so schwer ist, wieso hat eine Frau aus meinem Bekanntenkreis (in Nordrhein-Westfalen) das schon in den 1970er und 1980er Jahren geschafft?

Und wieso waren in der DDR zwar viele Frauen berufstätig, aber oft auch nur auf Teilzeit, insbesondere, wenn sie Mütter waren? Bekanntlich gab es in der DDR keinen Mangel an Kindertagesstätten für Kinder jeglichen Alters. Wer hinderte die Frauen in der DDR an der Vollzeitarbeit?

DSCH schrieb:
Naja, und? Ich finde es irgendwie ganz logisch, daß man als Frau bei Lesben bessere Karten hat.

Ja, aber es ging ja eben nicht um Lesben! Diese Buchautorin hat normale Frauen z.B. in Bars angesprochen. Von Lesben war da keine Rede.

DSCH schrieb:
Also, tut mir leid, aber das beweist gerade mal, daß es nicht immer leicht ist, eine Frau abzuschleppen. Das wussten wir vorher eigentlich auch schon, stand für mich jedenfalls nie zur Diskussion.

Und denkst du nie darüber nach, wieso das so ist?

Grüße vom
Katerchen
 

Benutzer57124 

Verbringt hier viel Zeit
Katerchen70;4526745 schrieb:
Dafür muß man nur in irgendeinen beliebigen Zeitungskiosk gehen. Da wird man immer massenweise Zeitschriften für Frauen finden. (Übrigens auch für jüngere Frauen, nicht nur für Frauen ab 40, wie hier jemand schrieb.) In diesen Zeitschriften dreht sich dann alles um Klatsch und Tratsch, Mode, Kosmetik, Diäten... Glaubst du ernsthaft, die Verlage drucken das ganze Zeug nur aus Langeweile und lassen es immer wieder komplett einstampfen???
Nur weil es diese Heftchen oft und viel zu kaufen gibt, bedeutet das nicht, dass ein Mann, der Leserinnen dieser Machwerke bei der Wahl der Partnerin ausschließt, Angst haben muss, aufgrund dessen gar keine Frau zu finden. Auch wenn es Dir nicht passt!

Und wieso waren in der DDR zwar viele Frauen berufstätig, aber oft auch nur auf Teilzeit, insbesondere, wenn sie Mütter waren? Bekanntlich gab es in der DDR keinen Mangel an Kindertagesstätten für Kinder jeglichen Alters. Wer hinderte die Frauen in der DDR an der Vollzeitarbeit?
Zu dieser Behauptung hätte ich ganz gern eine Quelle!


Bislang allerdings tragen ostdeutsche Frauen im Durchschnitt immer noch - wie zu DDR-Zeiten - ca. 43% zum Haushaltseinkommen bei und immer noch - wenn auch zahlenmäßig zurückgegangen - sind in der Mehrzahl der Haushalte beide PartnerInnen vollzeitbeschäftigt (vgl. ebd.: 322).

Beruf und Lebensplanung

Letztgenannter Fakt verweist auf ein bemerkenswertes Phänomen: Ostdeutsche Frauen halten mehrheitlich bis heute an dem in der DDR praktizierten Modell der Vereinbarung von (Vollzeit-)Erwerbsarbeit und Familienaufgaben fest.4 Als »Eigensinn« ostdeutscher Frauen oder auch als »ungebrochene Erwerbsneigung«5 ist dieses Phänomen in den Medien wie in der soziologischen Literatur beschrieben worden. Im Gegensatz zu Annahmen in der »Wende-Zeit«, dass Erwerbstätigkeit von den Frauen in der DDR vor allem als staatlich verordneter Zwang erfahren und bewertet wurde und die Mehrzahl von ihnen schnell und freiwillig die »Doppelbelastung« aufgeben würde, zeigen die Statistiken über die Jahre einen unverändert hohen Wunsch ostdeutscher Frauen (vollzeit)-erwerbstätig zu sein bzw. zu bleiben (vgl. Winkler 1996: 20). Bis heute ist für die übergroße Mehrheit ostdeutscher Frauen (Vollzeit-)Erwerbsarbeit ein fester Bestandteil ihrer Lebensplanung.6 Die Gründe, die ostdeutsche Frauen haben, an diesen Plänen auch unter den veränderten Bedingungen festzuhalten, sind selbstverständlich sehr komplex. Materielle Faktoren sollten dabei nicht unterschätzt werden - Gehälter und Löhne sind immer noch niedriger als in Westdeutschland (je nach Branche 10 bis 35%), so dass eine Familie in Ostdeutschland selten mit nur einem Einkommen ihren Lebensstandard erhalten bzw. verbessern kann. Reale ökonomische Notwendigkeiten sind allerdings eng verknüpft mit einer von der Mehrzahl ostdeutscher Frauen (und Männer) internalisierten Norm der Erwerbstätigkeit von Frauen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
http://www.bdwi.de/forum/archiv/archiv/97865.html
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren