Partner vor die Wahl stellen

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es gibt schon einige Dinge, bei denen "entweder das, oder ich" gelten würde... aber das sind Dinge, die meiner Partnerin eigentlich auch klar sein müssten, so dass ich nicht glaube, ihr das wirklich so sagen zu müssen.
Das wäre z.B. Fremdgehen; sexuelle Dinge, die andere Leute mit einschließen; Drogenkonsum (evtl. auch schon rauchen).

aber sollte er irgendwelche wahnsinnigen hobbys haben:
freeclimbing, x-treme autoschrauben oder ü-eier sammeln...
daannnn könnt ich mir sone entscheidungsfrage durchaus als druckmittel vorstellen.
In einem solchen Fall wäre meine Entscheidung "für das Hobby" schon deshalb klar, weil ich überhaupt vor diese Entscheidung gestellt werde...

Und deine Beispiele für wahnsinnige Hobbies sind doch auch ziemlich lächerlich gewählt... weder Autoschrauben, noch Ü-Eier sammeln würde ich jemals mit Wahnsinn in Verbindung bringen - und Freeclimbing noch viel weniger (ganz im Gegensatz zum Free Solo, bei dem man im Gegensatz zum Freeclimbing nicht gesichert ist - Das "Free" beim Freeclimbing bezieht sich nämlich entgegen landläufiger Meinung nicht auf fehlende Sicherung, sondern auf fehlende technische Hilfsmittel zur Fortbewegung)
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Nein, es gibt nichts, bei dem "entweder ich... oder" gelten würde. Ich würde vielleicht sagen, dass ich xy nicht so doll finde und ob man da nicht vielleicht einen Kompromiss finden könnte, aber vor die Wahl stellen? Niemals.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich gehe Partnerschaften genauso wenig leichtfertig ein, wie ich sie beende. Wenn es wirklich ein Problem gibt, wo eine solche Wahl ansteht, dann würde ich meine Partnerin nicht die Pistole auf die Brust setzen. Allerdings gibt es nun einmal sich ausschließende Dinge und ein jeder Mensch trifft anhand seiner Entscheidungen bereits für sich eine Wahl, ohne das er von einem anderen Menschen direkt davor gestellt werden würde. Nicht immer können Menschen jedoch die Konsequenzen ihrer Handlungen absehen.

Wenn wir das Drogenbeispiel nehmen und hypothetisch annehmen, dass ich für mich selbst eine Beziehung zu einer stark abhängigen Person aus Selbstschutz oder anderen Gründen absolut nicht führen kann, dann besteht hier eindeutig ein Problem. Ich muss meine Partnerin darüber aufklären, das ihr Handeln Konsequenzen für die Partnerschaft hat, insbesondere darüber, dass diese Partnerschaft so nicht weiter bestehen kann. Dies mache ich nicht, um sie vor die Wahl zu stellen, sondern sie lediglich über die Gefahr zu informieren, da ich ihr unterstelle, dass sie an einer Partnerschaft mit mir Interesse hat.

Ich erwarte von ihr kein "Ja" oder "Nein". Ich haue auch nicht sofort ab, wenn sie weiter Drogen nimmt oder dergleichen. Allerdings wird irgendwann der Punkt erreicht sein, wo ich nicht mehr daran glauben kann, dass sie von ihren bisherigen Handeln jemals abrücken wird. Und dann ist die Beziehung vorbei.

Wem die negativen Konsequenzen seiner Handlungen bewußt sind und wer nichts dagegen unternimmt, der entscheidet sich letztlich für diese Konsequenzen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, will sie sogar das Ende der Beziehung. Sie kann nicht beides haben und entscheidet sich für dasjenige, was sie letztlich will.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich finde es völlig natürlich, dass sich "entweder...oder" Situationen ergeben, z.B. bei allen Fragen, die die weitere (langfristige) Lebensplanung betreffen. Wenn sie nicht überein stimmt kann man noch so lange reden, irgendwann muss man sich entscheiden.
Also: Ja, ich kann es mir vorstellen. Allerdings muss mir die Sache wichtiger sein als meine Beziehung, die ich durch eine solche Situation unter Umständen verliere - was ausschließt, dass es um Kleinigkeiten geht.
 

Benutzer42813 

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Drogenabhängigkeit.

Alles andere wäre vollkommen tabu und ein Armutszeugnis sowohl für mich wie auch wie die Beziehung. Es lassen sich immer Kompromisse finden - nur nicht bei so was.
 

Benutzer40326 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe meine (Ex-)Freundin letzte Woche vor die Wahl gestellt, entweder die Zigaretten oder ich. Der Schuss ging nach hinten los. Die Zigaretten waren wohl wichtiger.
Es stimmte allerdings auch sonst einiges nicht. Obwohl wir uns beide sehr mögen, passten wir in vielerlei Hinsicht nicht zusammen.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Ich habe meinem Freund durchaus schon ein Ultimatum gestellt, wenn auch nicht in Form einer "entweder-oder"-Entscheidung.
Aber ich habe ihm deutlich gemacht, dass es ganz klar auf dieser Schiene nicht mehr weiter geht mit uns und dass er xy tun muss, wenn er mit mir zusammenbleiben will.
Ich sehe das aber nicht als "vor die Wahl gestellt", sondern lediglich als kräftigen Tritt in den Hintern.
 

Benutzer25356  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Grundsätzlich würde ich sagen, dass man so etwas in einer Beziehung nicht machen sollte. Allerdings kann ich mir Situationen vorstellen, in denen es nicht mehr anders geht.
Wie einige bereits gesagt hatten, zählt für mich Drogenabhängigkeit oder Kriminalität dazu. Natürlich würde ich vorher mit meinem Partner darüber reden und Lösungen vorschlagen. Wenn es aber nichts bringt und ich nicht mehr weiter weiß, dann würde ich ihn wohl als letzte Möglichkeit vor die Wahl stellen: entweder macht er eine Therapie (in diesem Fall) oder ich bin weg.
Obs tatsächlich hilft, ist eine andere Frage.
 

Benutzer84611 

Benutzer gesperrt
vor die wahl "sie oder ich" würde ich ihn nicht stellen, die entscheidung übernehme ich: tschüß...

aber sollte er irgendwelche wahnsinnigen hobbys haben:
freeclimbing, x-treme autoschrauben oder ü-eier sammeln...
daannnn könnt ich mir sone entscheidungsfrage durchaus als druckmittel vorstellen.

Naja, wenn ich wirklich s ein begeisterter Autoschrauber oder Ü-Ei-Sammler wäre und ich bekäme so ein Ultimatum gestellt, begänne ich eher zu überlegen, wie ich den künftig freien Raum in meiner Wohnung dafür nutzen könnte...

Die Wahl " Er oder ich " hätte sie nicht, die Entscheidung treffe ich " Ich nicht mehr ! ".
 

Benutzer56469  (36)

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So direkt vor die Wahl gestellt hab ich ihn noch nie. Nur mal gefragt ob ihm seine Freunde wichtiger sind als mich, das war aber relativ am Anfang unserer Beziehung da war er es noch nich gewohnt wieder eine Freundin zu haben und ich bin mir ziemlich vernachlässigt vorgekommen aber das hat sich gebessert. ^^

Ansonsten stell ich ihn vor keine Wahl - würde nix bringen. Ausserdem macht er das ja auch nicht. Gleiches Recht also für alle.
 

Benutzer52231 

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ich würde meinen partner generell nicht vor so eine wahl stellen, denn ich möchte mich auch nicht zwischen ihm und einem meiner freunde/bekannten entscheiden. meiner meinung nach, kann man sowas meistens auch auf andere weise klären.

die einzige situation, wo ich mir sowas vorstellen könnte: irgendeine von seinen bekannten macht sich an ihn ran und drängt immer darauf, viel zeit mit ihm zu verbringen. in so einem fall würde ich schon erwarten, dass er den kontakt zwar nicht aufgibt, aber doch einschränkt.
 

Benutzer83833 

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Bei meinem Exfreund hab ich das gemacht, aber es geht gar nicht (war damals leider noch nicht so "schlau" wie jetzt :grin: )
Ich seh es so wie die meisten hier, es gibt Dinge, die ihc nicht möchte z.Bsp. Drogenkonsum in meiner Gegenwart, eine andere Frau (liebestechnisch gesehen) an seiner Seite ...
Von diesen Dingen weiß er und da ihm was an mir liegt, macht er Dinge, die ich nicht mag nicht und umgekehrt ist es natürlich genauso.
Aber dieses vor die Wahl stellen bringt gar nichts, entweder mein Partner akzeptiert meine Grenzen oder auch nicht und dann wars das, da muss ich kein Ultimatum stellen.
 
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