Panik vor Vollnarkose....

Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey zusammen,
ich habe so einen Auswuchs am Steißbein.
Der wurde vor ca. 4 Wochen schonmal entfernt, kam aber nun wieder.
Der Chirurg sagte, dass man das nun mit Vollnarkose ausschaben muss damit es verschwindet.
Da schaudert es mir direkt alles und ich beginne echt abzuwägen was passiert wenn man es nicht tut...
Warum?
Da muss ich mal ausholen....
Als Kind hatte ich einen komplexen Armbruch.
Dieser wurde unter anderen mit Nägeln gestützt.
Kurz vor Ende der Heilung sollte der letzte Nagel entfernt werden, der jedoch festgewachsen war.
Also wurde der Arm betäubt und der Arzt teste um zu beginnen, erschreckte sich aber darüber dass ich noch alles gemerkt habe..... Also Nachdosierung und warten.
Wieder noch alles gefühlt. Am Ende hatte ich die dreifache Dosis intus und noch volles Gefühl, musste aber gemacht werden. Ich bin mehrere Heldentode gestorben....
Einige Jahre später, als junger Erwachsener, wollte mein Zahnarzt im Kiefe operieren.
Auch da wieder spritze und dann testen, auch da habe ich alles gemerkt.
Da wurde dann was nachgespritzt und dann hatte sich das mit dem Schmerz. Angeblich war das nachgespritzte Mittel aber teurer und stärker (Aussage Arzt), hatte auch keine Wartezeit.
In der Zwischenzeit hatte ich den ein oder anderen Zahnarzttermin mit Betäubung wo es auch okay war.
Nun, war ich bei meinem jetzigen Chirurgen zum ersten Mal.
Vor ca. 4 Wochen hat er das Steißbeinding erstmalig oberflächlich entfernen wollen. Dazu gab es wieder die obligatorische Spritze, im Vorfeld habe ich auf die bisherigen Probleme aufmerksam gemacht.
Er hat dann ein paar Piekstests gemacht, ich habe diese auch deutlich gespürt und es ihm gesagt.
Darauf wurde ich darauf verwiesen, dass das noch wird.
Der Schneideprozess war ein scharfes und stechendes Gefühl, der Schmerz ließ sich jedoch durch Faustballen aushalten.
Beim Nähen allerdings habe ich jeden Stich voll mitbekommen und hätte ein paar Mal echt schreien können.... Das habe ich dem Arzt auch gesagt in der Hoffnung, er kann helfen.
Er sagte mir ganz entspannt dass es gleich eh vorbei ist.
Das war es dann nach ca. 16 weiteren Stichen von denen jeder mehr als massiv weh tat....
Selbst danach tat die Wunde weniger weh als die Stichwunden....
Soweit so gut.
Der gleiche Chirurg will nun mit einem Anästhesisten bei einer Vollnarkose erneut operieren und bis auf das Steißbein ausschaben. Es soll eine Wunde in Größe eines Tennisballs überbleiben, die von selbst und von innen heraus heilen soll.
Das stört mich weniger, aber die Narkose stört mich massiv.
Ich habe auch einen typischen Aufklärungsbogen bekommen, allerdings steht da auch der berühmte Wachzustand drin. Sogar als erstes. Bei folgenden Problemen steht immer selten oder sehr selten vor, beim Wachzustand nicht. Das ließ mich aufschrecken und ich habe es hinterfragt.
Ich habe dem Arzt meine Bedenken mitgeteilt und ihm klar gesagt, dass ich das psychisch nicht kann wenn ich mir vorstelle, dass ich eine noch größere Operation bei vollem Bewusstsein und vollem Schmerzempfinden mitbekomme und mich aufgrund der Muskelrelaxa nicht mal bemerkbar machen kann....
Darauf sagte er mir, dass ich das gerne nochm
al mit dem Anästhesisten diskutieren kann, mich aber auch nicht so anstellen soll. Ihm ist kein Fall bekannt und schließlich habe ich die letzte OP auch überlebt...
Das war schon harter Stoff. Dann kam jedoch hinzu, dass das Gespräch mit dem Anästhesisten telefonisch ist und nicht mal persönlich. Also soll ich in mein Handy die gesamten Bedenken äußern.
Zumal er irgendwann anruft. Eine Terminvereinbarung geht angeblich nicht, er ruft an wenn er Zeit hat. Sprich ich muss mich ab jetzt bis zur OP stets bereithalten. Ich bezweifel aber, dass ich mich auf so ein Gespräch neben dem Job direkt mal einlassen und alle Fragen in Ruhe klären kann.
Ich bin zudem auch so ein Esel der dann noch google bemüht.
Es gibt etliche Gutachten von Kliniken und Erfahrungsberichte zum Thema Wachheit bei Narkosen. Alle berichten von massiven Problemen in Folge so eines Vorfalls.
Klar, es erwischt nur eine absolut geringe Prozentzahl, aber bei meiner Vorgeschichte halte ich es leider nicht mal für allzu unwahrscheinlich einer dieser geringen Prozentzahl zu sein.
Es gibt wohl auch derzeit nur wenige Indikatoren für eine sichere Narkose, die meisten kommen erst bei schweren Operationen (wovon man hier nicht reden kann) zum Einsatz.
Selbst da ist, lt. Gutachten Uniklinik, keine Sicherheit gegeben.
Was soll ich nun tun?
Ich komme damit gerade absolut nicht klar....
Auch bezweifel ich, dass es sich morgen oder so einfach löst und ich grinsend in den OP marschieren kann.....
Ich habe im Vorfeld noch einen Termin zu einer Enddarmspiegelung mit dem Chirurgen, was ich aber auch nicht verstehe.
Denn das von ihm genannte Krankheitsbild war erst Zyste, danach wurde es zu Fistel, nun ist er nicht mal mehr sicher und will andere Dinge nochmal ausschließen aber dennoch auf jeden Fall operieren.
Ich fühle mich aus gefühlten 1.000 Gründen einfach nicht sicher.....



Gruß
 

Benutzer113955 

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Such dir nen neuen Arzt !
Er geht nicht auf deine Bedenken ein und bespricht mal eben zwischen Tür und Angel was du noch wissen willst obwohl er deine Vorgeschichte kennt? Also bitte, was soll das denn?
Geh zu einem Arzt dem du mehr Vertrauen entgegenbringen kannst!
 

Benutzer123288  (37)

Öfter im Forum
Sehe ich auch so. Jedoch wirst Du bei solch einem eingriff glaube nicht darum herum kommen. Ne Lokale Betäubing wird in dem Fall denke ich net viel helfen. Erkundige Dich da mal :smile:
 

Benutzer119178 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich würde auch raten, dass du dir nochmal ne zweite Meinung einholst oder wenigstens nen Arzt suchst, zu dem zu mehr Vertrauen hast.
Ich hatte noch nie eine OP mit lokaler Narkose, allerdings hab ich schon öfter gehört, dass man da trotzdem noch einiges mitkriegt und Schmerzen hat.
Bei meinen Vollnarkosen war es bis jetzt jedes mal so, dass ich zuerst das Betäubungsmittel bekommen hab und nachdem ich die Wirkung gespürt habe, erst das Schlafmittel. Ich fand das eher gruslig und das Gefühl war ziemlich eklig, aber für dich wärs vielleicht beruhigend?
 

Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey zusammen.
@ Winterkind
Der Arzt ist immer auf dem Sprung, nimmt sich wenig Zeit für Gespräche.
Er erzählt dir mehr alles aus seiner Sicht wichtige und geht dann wieder. Rückfragen sollten nicht notwendig sein.
Leider gibt es hier (in einer Großstadt) nur zwei Chirurgen wo man Termine bekommt und die nicht private Versicherungen fordern. Er ist mit seiner Praxis Person A, bei Person B (russische Ärztin) war ich bereits.
Da sollte ich nervlich angespannt mit nacktem Steißbein liegend auf die Ärztin warten.
Allerdings kamen während dieser Wartezeit ca. 6x die Arzthelferin rein und ging wieder, zusätzlich kam eine Kollegein 4x mit anderen Patienten. Ist natürlich ganz toll wenn man da halbnackt liegt und auf einmal fremde Leute im Raum stehen.... Zudem kann die Ärztin nur bedingt deutsch und guckt bei jeder Frage so groß.
Seinerzeit sollt ich da zur Sicherheit drei verschiedene OP Erklärungen unterschreiben, sie wollte nach der OP die nutzen und behalten die am besten passt..... Da war absolut kein Vertrauen von mir da, denn es wirkte eher wie eine bessere Metzgerei....

Der jetzige Chirurg mag zwar total arschig sein, aber all sagen dass er fachlich der Beste ist und alle sind mit ihm bestens zufrieden....

@ Fleck
Ich fürchte auch, dass ich die Vollnarkose mitgehen muss.
Mich wundert jedoch, dass der Arzt das Kind mal Fistel, mal Zyste und mal undefiniert nennt....
Aber operieren will er in jedem Fall, obwohl das Vorgehen je nach Diagnose sehr unterschiedlich ist....

Beim heutigen Gespräch hat er sich auch erst nach ausdrücklicher Aufforderung die Wunde überhaupt angeguckt, aber das war mehr so eine Pflichtsache. Und wenn er binnen eine Sekunde die Wunde prüfen und analysieren kann ist er echt gut.....

@ Mars
Wie kann ich das verstehen?
Also die Mittelreihenfolge?
Wichtig wäre mir nur, dass man komplett weg ist und auch bleibt....
Zumindest für die OP.
Etwas Schmerz wie beim Schneiden finde ich ja nicht schlimm, aber beim Nähen hat die Narkose komplett versagt lt. Arzthelferin....
Zudem kann man lt. Gesetz nachspritzen bzw. Schmerzmittel geben damit der Patient es erträgt..

Gruß
 

Benutzer56469  (36)

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Und in eine andere Stadt zu fahren und dir da einen Arzt zu suchen geht nicht weil?
 

Benutzer7447  (34)

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Hey.
Geht natürlich alles, klar.
Ich habe nur bisher gerne Empfehlungen anderer berücksichtigt.
Aber das sollte der nächste Schritt sein, ja.


Gruß
 

Benutzer119178 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey zusammen.
@ Mars
Wie kann ich das verstehen?
Also die Mittelreihenfolge?
Wichtig wäre mir nur, dass man komplett weg ist und auch bleibt....
Zumindest für die OP.
Etwas Schmerz wie beim Schneiden finde ich ja nicht schlimm, aber beim Nähen hat die Narkose komplett versagt lt. Arzthelferin....
Zudem kann man lt. Gesetz nachspritzen bzw. Schmerzmittel geben damit der Patient es erträgt..
Ich habe zuerst ein Schmerzmittel bekommen, dann wurde auf die Wirkung gewartet (also die Ärzte wollten, dass ich die Wirkung bestätige) und erst dann kam das Mittel zum Einsatz, das das Bewusstsein ausschaltet :zwinker:
Hatte 3 OPs, und bei allen war das genau so vom Ablauf. Für mich fühlte sich das Schmerzmittel echt bombensicher an, und von der OP kriegt man gar nichts mit. Es hat sich nicht mal angefühlt, als ob man schläft, ich hab jedes mal gedacht, ich hätte nur einmal gezwinkert und schon wars rum.
 

Benutzer7447  (34)

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Hey Mars.
Darf ich fragen, an welchen Stellen die Operationen jeweils waren?
Wurde die Wirkung des Schmerzmittels ,ittels Pieksen oder so getestet?
Hast du denn überhaupt was während der OP gemerkt oder war für dich wirklich nur ein Augenaufschlag zwischen schlafen und aufwachen?
Kannst du dich noch an deine Aufwachphase erinnern? War das schlimm? Weißt du da was?

Deine Erzählung hört sich ja wirklich positiv an, die Frage ist halt nur ob die Wirkung des Schmerzmittels anhält oder ob es zwischendurch gewechselt wird.
Wie gesagt, wenn mir jemand nahezu sicher sagen kann dass ich nichts merken werde kann ich damit leben.
Das macht die OP zwar nicht wesentlich schöner, aber deutlich erträglicher.
Zumal es sonst wirklich mehr als aua ist....


Gruß
 

Benutzer53463 

Meistens hier zu finden
Der Wirkversager bei deiner Lokalanästhesie hat rein gar nichts mit der Wirkung einer Allgemeinanästhesie zutun. Darin besteht kein Zusammenhang.

Zum einen kann es sein, dass die Lokale bei der schon gewirkt hat aber einfach nicht richtig gestochen war, bzw. oder dass deine Nerven einfach etwas untypisch verlaufen. Zum anderen basiert eine "Vollnarkose" auf einem ganz anderen Wirkprinzip. D.h. selbst wenn bei dir eine Lokale absolut nicht wirken würde würde die Allgemeinanästhesie funktionieren.

Im Normalfall sollte ein Anästhesist auch ohne Hightech merken, wenn die Narkose zu flach wird. Dann steigen in der Regel Puls und Blutdruck an. Sowas bemerkt man aber schon lange bevor du wirklich "wach" bist und steuert entsprechend gegen. Zudem bekommst du schon vor der OP Medikamente die dich etwas beruhigen auch wenn du normal extrem aufgeregt wärst.

Bezüglich deinem Vertrauen zum Operateur solltest du auf dein Bauchgefühl hören. Denkst du du wärst da gut aufgehoben selbst wenn Komplikationen bezüglich der OP oder des Heilungsverlaufes auftreten würden? Insgesamt klingt das für mich der Beschreibung nach nach einem Arzt in einer Praxis der Belegbetten hat, bzw. ambulant operiert. Vielleicht wärst du aufgrund deiner Angst vor der Narkose in einem "normalen" Krankenhaus besser aufgehoben da es da normalerweise spezielle "Sprechstunden" für die Narkoseaufklärung gibt. D.h. da könntest du dann direkt fragen und müsstest das nicht so komisch telefonisch klären.

Über die Unklarheit bei der genauen Diagnose würde ich mir bezüglich der Arztqualität jetzt nicht gleich Sorgen machen. Es gibt häufiger Situationen in denen sich das dann erst intraoperativ genauer klärt. Das mit der Darmspiegelung soll dann vermutlich auch eher Erkrankungen ausschließen bei denen so eine Fistel eine häufige Begleiterscheinung ist. Das ändert dann nichts an der Fisteltherapie, jedoch würden dann noch weitere ergänzende Maßnahmen ergriffen werden.

Ergänzung: An das Aufwachen, bzw. das Atemschlauchentfernen erinnern sich die meisten nicht mehr. Das ist eine Nebenwirkung vom "Beruhigungsmedikament".
 

Benutzer7447  (34)

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Hallo N00by.
Mich hat nur irritiert, dass in dem Aufklärungsbogen diverse mögliche Komplikationen stehen.
Ganz oben Wachzustände ohne jegliche Einschränkung.
Dann kommt noch selten ..... und sehr selten .....
Genau das lässt mich auch stocken, ist es etwa nicht mehr selten?
Der Arzt operiert ambulant, sprich eigene Praxis und nur ambulant dort.
Anästhesist kommt extra von außen.
Wie ein Krankenhaus arbeitet, also ob da auch nur pure Bandabfertigung herrscht weiß ich nicht.

Nee, es ist keine Darmspiegelung sondern lediglich eine Enddarmspiegelung. Das ist nur das erste Stück von hinten betrachtet. Also angeblich viel entspannter und viel weniger belastend.
Das einzige, was mich daran etwas bedrückt, ist die Tatsache, dass vorher wohl mit so einem Klistier irgendwas gemacht wird was die Arzthelferin macht.
Sicher, die hat vermutlich schon mehr Ärsche gesehen als ich alt bin und hat da vermutlich eine Art Tunnelblick aber dennoch ist halt da ein Schamgefühl.

Aber alles was du schreibst lässt mich schon zuversichtlicher gucken.
Ich denke, ich werde nochmal viel vom Gespräch mit dem Anästhesisten abhängig machen.
Hört er mir, auch am Telefon, zu und nimmt meine Gedanken ernst oder will er auch nur am Fließband arbeiten?
Ich denke, wenn er meine Sorgen da ernst nimmt und entsprechend darauf eingehen kann muss es wohl so sein.
Das wird das schlechte Gefühl am besagten Tag oder dem Tag davor sicher nicht auslöschen, aber das hätte ich vermutlich bei jeder OP mit Vollnarkose in der Größenordnung. Am liebsten hätte ich das in der nächsten Woche schon hinter mir. Leider muss ich noch 4 Wochen bis zum Termin warten.


Gruß
 

Benutzer119178 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey Mars.
Darf ich fragen, an welchen Stellen die Operationen jeweils waren?
Wurde die Wirkung des Schmerzmittels ,ittels Pieksen oder so getestet?
Hast du denn überhaupt was während der OP gemerkt oder war für dich wirklich nur ein Augenaufschlag zwischen schlafen und aufwachen?
Kannst du dich noch an deine Aufwachphase erinnern? War das schlimm? Weißt du da was?

Deine Erzählung hört sich ja wirklich positiv an, die Frage ist halt nur ob die Wirkung des Schmerzmittels anhält oder ob es zwischendurch gewechselt wird.
Wie gesagt, wenn mir jemand nahezu sicher sagen kann dass ich nichts merken werde kann ich damit leben.
Das macht die OP zwar nicht wesentlich schöner, aber deutlich erträglicher.
Zumal es sonst wirklich mehr als aua ist....


Gruß
Es waren zwei OPs an der Schulter/Oberarm und eine im Brustbereich.
Ich weiß ehrlichgesagt nicht mehr, wie das Schmerzempfinden getestet wurde. Jedenfalls spürt man während der OP echt null. Und ja, für mich wars eher wie ein Augenschlag. Hatte auch beim Aufwachen erst mal gar keine Schmerzen. Und an meine Aufwachphase kann ich mich gar nicht erinnern. Ich bin erst im Krankenhauszimmer so richtig aufgewacht, bzw. erst da ist mein Gedächtnis wieder da...
Ich denke mal schon, dass man "nahezu sicher" sagen kann, dass du nichts spürst und nichts mitkriegst.
Ganz ehrlich, wegen der OP selber würd ich mir viel weniger Gedanken machen als wegen der Zeit danach. Weil danach sind die Schmerzen auf jeden Fall spürbar :zwinker: Und Steißbein stell ich mir unbequem vor.

Aber wenn du als Kind Nägel in den Arm bekommen hast - war das nicht auch mit Vollnarkose?
 

Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey.
Bei mir ist die OP wie gesagt ambulant.
Ich hoffe, dass es bei mir genau so elegant läuft wie bei dir.
Die Zeit danach wird absolut unbequem, war beim letzten Mal genau so.
Also wo es "nur" oberflächlich entfernt wurde.
Das hieß ein paar Tage gehen wie ein Roboter und immer schön gerade sitzen.
Aber die Zeit danach wird nur in den ersten Tagen schlimm wenn der Arzt die offene Wunde säubern will.
Denn das wird richtig aua tun.
Aber danach hat sich die Sache ja hoffentlich und es wächst täglich weiter zu und wird besser.

Als Kind habe ich die Nägel auch in Vollnarkose bekommen.
Leider ist das gesamte Ding wirklich mittlerweile um die 19 Jahre her, ich weiß nicht mehr was ich damals gefühlt habe oder eben nicht.
Vielleicht habe ich etwas mitbekommen und meiner Mutter erzählt, aber wie gesagt, 19 Jahre her.....
Hätte ich da eine jüngere Erfahrung wäre meine größe Sorge wohl die OP selbst und weniger die Unsicherheit bei der Narkose.



Gruß
 

Benutzer48403  (52)

SenfdazuGeber
Es hat sich nicht mal angefühlt, als ob man schläft, ich hab jedes mal gedacht, ich hätte nur einmal gezwinkert und schon wars rum.

Das kann ich bestätigen. Im Grunde habe ich alle Vollnarkosen bisher bestens vertragen. Auch jetzt vor 14 Tagen bei meiner Krampfader-OP. Zack, weg, und genauso schnell wieder aufgewacht.
Ganz anders wars dagegen in meiner Kindheit, in den 70ern. Da wurde noch Chloroform benutzt, das war ein echt ekliges Gefühl, bevor man eingeschlafen war, und nach dem Aufwachen noch stunden lang Schwindel, Erbrechen und den ganzen Kram.
Bei der Totalanästhesie sind in den letzten Jahrzehnten gewaltige Fortschritte gemacht worden. Ich bevorzuge generell die Vollnarkose, so bekommt man vom Rumgeschnippel nix mit.:cool:
Ich hatte mir mal einige Lipome ambulant entfernen lassen, und bei mehren Betäubungen an versch. Körperstellen hatte ich ein kribbelige, schläfriges Gefühl bekommen, und einmal hatt ich den Skalpell auch deutlich gespürt, ein sehr kurzer, aber scharfer Schmerz. Ich würde mal sagen, mit der Spritze nicht die richtige Stelle getroffen.
 

Benutzer54534 

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Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Viel Spaß mit einem Ekzem/Abszess am Steißbein. Das ist nicht nur die ersten paar Tage sehr unangenehm, die Heilung dauert auch Ewigkeiten. Ich hatte aufgrund mangelnder Krankenhaushygiene (In Deutschland kann man froh sein, wenn man wieder gesund aus dem Krankenhaus heraus kommt) einen Abszess am Hintern. Es gibt mittlerweile auch schon neuere Methoden, so dass nicht alles ausgeschabt werden muss. Das Ausschaben ist zwar ganz schön und nett, aber bei mir dauerte die Wundheilung gut 4 Monate, weil die derart viel Haut weggenommen hatten, dass man dort eine Cola-Dose quer hätte reinschieben können. So eine OP lasse ich nie wieder durchführen.
Und eine Vollnarkose ist meiner Erfahrung nach nicht wirklich schlimm. Hatte bereits 13 Vollnarkosen. Die Nebenwirkungen haben mich nie interessiert. Wenn es danach ginge, dann dürfte man auch gar keine Medikamente nehmen.
 

Benutzer7447  (34)

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Hey whip.
Ich weiß, dass das eine ganz lustige und witzige Sache werden kann.
Die neueren Methoden haben leider alle Haken und viel ABER....
Ich habe jedoch einen Termin im Krankenhaus mit der Hoffnung, in eine alternative Methode rein zu rutschen.
Das würde mir das von dir erzählte nämlich ersparen, ich hoffe so sehr dass das was wird.
Denn das mit dem Ausschaben ist halt eine massiv große Fläche (der Chirurg sprach von mind. Tennisball...) und halt eine lange Heilung.
Zumal die Stelle einfach mehr als prädestiniert für weitere Entzündungen ist und es jederzeit wiederkommen kann...
Daher hoffe ich gerade, dass ich ins das alternative Verfahren reinfalle und alle Kriterien erfüllen kann.
Denn sonst, wie du schon sagst, herzlichen Glückwunsch....

Wie ist denn das mit deiner Wunde heute nach den 4 Monaten?
Sieht man viel Narbe?
Ist dein Hintern noch optisch wie vorher oder "verformt"?
Wie war die gesamte Heilungsphase? Schmerzhaft oder nur zu Beginn schmerzhaft und danach einfach okay?


Gruß
 

Benutzer54534 

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Ach, bei mir fingen sie gleich an von Fistel & Co. zu reden obwohl ich genau wusste, dass der Abszess nur zustande kam, weil die Schwestern im Krankenhaus schlampig gearbeitet haben. Von zu scharfen Reinigern bis hin zu unsauberer Reinigung.
Oh Wunder, es konnte keine Quell-Fistel verifiziert werden. Ich war genau zwei mal zur Kontrolle dort und danach habe ich mir gesagt, dass mich diese arroganten Penner getrost am Arsch lecken können, denn er steckte mir seinen Finger in den Arsch und das ohne Gleitmittel. Fühlt sich fabelhaft an, wenn die Wunde direkt neben der Öffnung ist. Danach habe ich alles alleine in die Hand genommen. Von Kontrolle bis hin zur Versorgung. Man sieht ja ob das Gewebe gut granuliert oder nicht.
Bei mir war nicht mal eine alternative Methode in Aussicht. Da hieß es einfach, dass das immer so gemacht wird und gut ist.

Bei mir hat sich nichts entzündet, es ist alles bestens. Eine Narbe sieht man gar nicht, da das Hautgewebe komplett neu aufgebaut wurde. Das einzige was sichtbar ist, ist eine leichte Schräge in der Backe, die aber mit der Zeit auch wieder rund wird. Die ersten 10 Tage waren sehr schmerzhaft. Ich muss aber dazu sagen, dass ich keinerlei Schmerzmittel zu mir nahm. Diese Lutschtabletten konnten sie gleich für sich behalten. Und da die Wunde direkt neben dem Schließmuskel saß, über das Steißbein noch auf die andere Seite ging, war jeder Gang zur Toilette eine Qual. Zudem hatte ich noch ein kaputtes Bein, dass ich nur zu 30° beugen konnte und somit wurde die Wundversorgung zum Abenteuer bzw. die Reinigung.

Nach den 10 Tagen waren die Schmerzen weg und alles fühlte sich normal an. Die Wunde war aber immer noch offen und präsent. 3 mal täglich a 5 Minuten mit einem harten Wasserstrahl ausgespült (nach dem Stuhlgang sowieso), danach Hände desinfiziert und Prontosan Wundgel drauf geklatscht. Die ersten zwei Monate habe ich das Gel täglich drauf gemacht und danach bin ich dazu übergegangen es nur noch jeden zweiten Tag zu machen.

Wenn sie es dir ausschaben (kannst du überhaupt noch sitzen? Ich hatte starke Schmerzen, da es geschwollen war), dann rate ich dir dringend dazu, dass du dir Prontosan WoundGel X von Braun holst. Das ist der einzige Hersteller, der dieses Gel vertreibt. Bei mir übernahm die Kasse die Kosten mit einer Eigenbeteiligung von 10€. Das Gel kostet immerhin 137€ für 250ml. Ich habe mal eben so in den 4 Monaten gut 20 Tuben verbraucht. Ich habe auch keine Boxershorts oder Unterhosen getragen sondern mir OP-Höschen aus der Apotheke geholt, da so mehr Luft an den Hintern kommt und ich mir zudem die Shorts nicht einsaue. Dazu noch so eine Art Slipeinlagen für Babys, da die Wunde Eiweiß absondert (ist so grün/gelblicher Ausfluss) und das sollte nicht in meiner Hose landen.

Wie gesagt, ich habe mich aber nicht an den Rat des Arztes gehalten. Ich war nach den 10 Tagen bereits wieder Sport treiben, hatte auch Sex und irgendwelche Auswirkungen hatte es bis jetzt nicht.
 

Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey.
Bei mir ist das ganze Problem wirklich nur oben am Steiß.
Ich kann noch sitzen und alles, also erstmal kein direktes Problem.
Daher will ich es ja gelöst haben solange es noch klein ist und bevor es beim Schließmuskel oder dergleichen ankommt....
Deine Schilderung hört sich zwar erträglich, aber nicht schön an.
Ich habe morgen einen Termin im KH für die Prüfung eines alternativen Verfahrens.
Da heißt es Daumen drücken dass das bei mir gemacht werden kann, da wäre der Eingriff deutlich minimaler.
Ansonsten habe ich noch einen Termin in einigen Wochen bei einem Fachchirurgen für Proktologie,
der arbeitet auch nicht pauschal mit Ausschabungen sondern kennt auch andere Verfahren.
Das Problem ist, dass viele Chirurgen einfach nur die Ausschabung kennen.
Der Chirurg, der das bei mir vor hat, ist in erster Linie Sportchirurg und hat daher dafür Herzblut und bildet sich da weiter.
Ich denke, so eine Ausschabung macht er auch weil es Geld bringt, aber das war es dann auch....
Daher suche ich derzeit ja noch den Rat des KH und des Facharztes.
Wenn die alle Ausschabung sagen dann habe ich wohl keine Alternative.
Aber erstmal heißt es nun hoffen für morgen dass ich da in das Verfahren rutsche....


Gruß
 

Benutzer117152 

Öfter im Forum
Hey,
also so wie du das beschreibst würde ich an deiner Stelle definitiv zu einem anderen Arzt gehen!
Eventuell kannst du das ja auch im KH machen lassen?
Mir kommt es auch sehr schleierhaft vor, dass du kein persönliches Gespräch mit dem Anästhesisten haben sollst, ich bin auch schon ein paar Mal operiert worden, und das war bis jetzt noch nie so. Sogar vor einer relativ kurzfristigen Blinddarm-OP war da noch ein persönliches Gespräch drin. Es ist auch wirklich beruhigend, wenn der Anästhesist deine Vorgeschichte kennt, dich ernst nimmt, und du ihn schonmal gesehen hast.

Ein Klistier ist übrigens ein Einlauf, wird bei Enddarmspiegelungen gerne verwendet, weil es da ausreicht, und dann keine Abführmittel am Tag vorher genommen werden müssen (deshalb auch die Aussage des Arztes, das sei schonender). Lass Dir von der Schwester erklären, wie das Ding funktioniert, und besteh drauf, es dann selber zu machen. Das ist wirklich kein Hexenwerk :zwinker:.
Zur OP selber: Es kann gut sein, dass im Aufwachraum deine Zeitwahrnehmung ziemlich weg ist, weil du noch immer wieder einschläfst. Ist zwar ein blödes Gefühl, aber nicht weiter tragisch. Übelkeit kommt auch häufig vor, aber da kannst du einfach dem Pfleger/der Schwester Bescheid geben, der dort ist, dann bekommst du im Normalfall einfach über den Tropf nochmal ein Mittel gegen Übelkeit. Das wird eigentlich sowieso präventiv gegeben, und wenns dir nicht gut geht kann nachdosiert werden (auch deshalb würde ich nach den Erfahrungen mit diesem Arzt einen anderen aufsuchen!).
Wenn möglich sorg am Besten dafür, dass eine Vertrauensperson dich begleitet, und im Aufwachraum und die ersten Stunden nach der OP bei dir ist, das macht vieles einfacher!! Aufwachraum geht allerdings oft nur, wenn außer Dir keine anderen Patienten gerade dort sind. Es könnte allerdings sein, dass du wirres Zeug von Dir gibst oder lustige Aktionen bringst, an die du dich hinterher vermutlich nicht mehr erinnern wirst, also wähl die Person mit Bedacht aus :zwinker:.
Ansonsten kenne ich den OP-Ablauf andersrum, als schon beschrieben wurde, also erst Narkosemittel und dann (oder zeitgleich, keine Ahnung) Schmerzmittel. Aber mit einem guten Anästhesisten kannst du darüber bestimmt reden und fragen, was möglich ist!

Jetzt wünsch ich Dir erstmal viel Erfolg für morgen!
 
B

Benutzer

Gast
Von Mir auch viel Glück :smile:

Ich hab morgen früh um 7:30 Uhr auch ne OP. Mein Handgelenksbruch ist ausgeheilt und der Nagel + Platte kommen wieder raus X( Ich hab auch Riesen Angst vor OPs undso. Hab aber dafür gesorgt, das mein Freund im Aufwachraum sein wird und auf mich aufpasst, falls ich (100% sicher, so wie immer), Kotzen muss :smile:
 
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