Pädophilie- mehr auf Täter eingehen?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich finde, Menschen wie july (falls er kein Fake ist) sollten den Behörden in ihrem Bezirk bekannt sein, regelmäßig den Psychater aufsuchen (müssen) und generell den Kontakt zu Minderjährigen auf ein Minimum beschränken.

Das mit dem Amt und den psychologischen Kontrollen fände ich auch gut. Es gibt ja auch sowas wie meldepflichtige Krankheiten. Damit ist zwar die Privatsphäre ein bisschen eingeschränkt, aber das hat auch seine guten Gründe.

Wer eine Krankheit oder eine Störung/wwi was hat, die andere Menschen potenziell gefährden kann, der sollte beim Amt gemeldet sein. Aber dafür muss man das halt erstmal einsehen, dass man sowas hat. Und daran scheitert es wohl bei den Boylovern, die sich einreden, sie sind verantwortungsbewusst und tun niemandem weh mit ihrem Verhalten. Ich glaube, ein Pädophiler, der unter seiner Neigung leidet, würde sich nie als Boylover bezeichnen und sich in der Community sein Selbstbewusstsein holen, dass es eh alles richtig ist, was dort so gesagt wird.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
July, ich finde es sehr mutig von dir, dass du dich hier Fragen stellst.

Was mich interessieren würde:
Wie hoch schätzt du das Risiko ein, dass du einmal nicht bemerkst, dass das vielleicht doch nicht das beste für den Jungen ist? Ich glaube dir, dass du ihnen nicht absichtlich schaden willst, aber ich denke da zb auch an Eltern, die ihre Kinder lieben und das beste für sie wollen, dabei aber trotzdem das Falsche tun. Der Vergleich hinkt, schon klar, ich denke ihr wisst was gemeint ist. Also, ganz ehrlich: könnte dir das auch passieren?

Weiß jemand von deiner Neigung außer der Internet Community? Hast du dich zb an die Initiative "kein Täter werden" oder einen Psychologen gewandt? Nicht, um das wegzutherapieren, aber eben um damit umgehen zu können.
 

Benutzer122781 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
July, ich finde es sehr mutig von dir, dass du dich hier Fragen stellst.

Was mich interessieren würde:
Wie hoch schätzt du das Risiko ein, dass du einmal nicht bemerkst, dass das vielleicht doch nicht das beste für den Jungen ist? Ich glaube dir, dass du ihnen nicht absichtlich schaden willst, aber ich denke da zb auch an Eltern, die ihre Kinder lieben und das beste für sie wollen, dabei aber trotzdem das Falsche tun. Der Vergleich hinkt, schon klar, ich denke ihr wisst was gemeint ist. Also, ganz ehrlich: könnte dir das auch passieren?

Weiß jemand von deiner Neigung außer der Internet Community? Hast du dich zb an die Initiative "kein Täter werden" oder einen Psychologen gewandt? Nicht, um das wegzutherapieren, aber eben um damit umgehen zu können.
"July" ist gesperrt :zwinker:
 

Benutzer65590 

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Ich glaube, ein Pädophiler, der unter seiner Neigung leidet, würde sich nie als Boylover bezeichnen und sich in der Community sein Selbstbewusstsein holen, dass es eh alles richtig ist, was dort so gesagt wird.

Provokante Frage: warum *muss* ein Pädophiler unter seinen Neigungen leiden? Bzw ist es möglich und wenn ja gesund, ein Leben zu führen, in dem man seine - gehen wir mal davon aus, dass das so ist - naturgegebenen Neigungen als etwas Negatives versteht und in der Konsequenz verleugnen oder gar "wegtherapieren" *muss*?

Ich glaube fast, dass es besser wäre, wenn den Betroffenen eine Ersatzbefriedigung und eine gewisse Form von Community zur Verfügung stünde, um die eigene Veranlagung zumindest erträglich - lebensfähig - zu machen. - Ungeheuer problematisch ist es natürlich, wenn diese "Ersatzbefriedigung" zur Vorstufe, zum Anreiz wird, und wenn die Communityarbeit daraus besteht, dass man sich gegenseitig erzählt, worauf diese ganzen geilen kleinen Kinder so stehen.

Wie gesagt, das Thema ist kein leichtes - man muss sich halt klarmachen, dass es neben den unbedingt und kompromisslos zu schützenden Kindern eben auch Menschen gibt, die ohne etwas dafür zu können eine pädophile (oder hebephile etc.) Veranlagung haben und irgendwie damit leben müssen. Kriminalisierung oder Pathologisierung sind da nur sehr unzureichende gesellschaftliche Bewältigungsstrategien.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Provokante Frage: warum *muss* ein Pädophiler unter seinen Neigungen leiden? Bzw ist es möglich und wenn ja gesund, ein Leben zu führen, in dem man seine - gehen wir mal davon aus, dass das so ist - naturgegebenen Neigungen als etwas Negatives versteht und in der Konsequenz verleugnen oder gar "wegtherapieren" *muss*?
Weil es nicht akzeptabel ist, dass die Neigung ausgelebt wird, da das anderen Menschen schadet.
Wenn ich die Neigung zum Genozid habe, wird die wohl auch als etwas negatives verstanden und man kann von mir verlangen, dass ich sie nicht umsetze. Da muss der einzelne mit dieser Störung für die Allgemeinheit zwar ein Opfer bringen, aber was soll denn dazu die Alternative sein?

Ich glaube fast, dass es besser wäre, wenn den Betroffenen eine Ersatzbefriedigung und eine gewisse Form von Community zur Verfügung stünde, um die eigene Veranlagung zumindest erträglich - lebensfähig - zu machen.
Hat sich als ungünstig erwiesen. Eigentlich finde es auch recht naheliegend, dass es nicht gerade günstig ist, wenn pädophile Menschen auf entsprechende Pornographie masturbieren.
 

Benutzer123048  (41)

Sehr bekannt hier
Ich glaube fast, dass es besser wäre, wenn den Betroffenen eine Ersatzbefriedigung und eine gewisse Form von Community zur Verfügung stünde, um die eigene Veranlagung zumindest erträglich - lebensfähig - zu machen. - Ungeheuer problematisch ist es natürlich, wenn diese "Ersatzbefriedigung" zur Vorstufe, zum Anreiz wird, und wenn die Communityarbeit daraus besteht, dass man sich gegenseitig erzählt, worauf diese ganzen geilen kleinen Kinder so stehen.

Letzteres ist das Problem. Wenn Pädos untereinander kommunizieren, dann bestehen die Gespräche grundsätzlich aus der Bestätigung, wie "normal" und "gesellschaftlich verkannt" ihre Neigung doch wäre.
Dabei ist das ungefähr so sinnvoll, als wenn sich die Anonymen Alkoholiker in der Eckkneipe Treffen und sich bei Mariacron und Wodka gegenseitig erläutern, wie toll doch der Vollsuff ist.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was ich von solchen "Boylovercommunities" halten soll.

Einerseits ist es natürlich gut und für die Betroffenen bestimmt erleichternd, sich mit anderen auszutauschen, mit der Neigung mal nicht alleine dar zu stehen und akzeptiert zu werden.
Andererseits ist es so einfach, sich gegenseitig einzureden dass Kinder das alles vielleicht sogar wollen (hab ich letztens gelesen, da wurde behauptet, es sei für die vorpubertäre sexuelle Entwicklung des Kindes sogar gut). Erinnert mich irgendwie an diese Magersuchtsforen, wo man sich gegenseitig einredet wie gut das doch ist.
Aber natürlich ist die Gesellschaft auch daran schuld: würden Pädophile nicht sofort von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, müssten sie sich keine anderen Gesellschaften (diese Communities) dafür suchen.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Soweit ich mich daran aus der Uni erinnere, wurde uns gesagt, dass nur etwa 1 % der Menschen mit pädophilen Neigungen Frauen sind.
Off-Topic:
Das kann durchaus stimmen. Weil die Gesellschaft bei den Frauen die Grenze anders ansetzt. Lange Zeit traute man den Frauen keine eigene Sexualität zu, wie auch lesbische Beziehungen belächelt, aber nicht verpönt waren; und so dachte auch kaum jemand daran, Frauen könnten im Umgang mit Kindern das Ihre suchen. Frauen gelten nicht als Eindringlinge in die Kinderwelt.

Ein Beispiel: Hätte mein Pa uns Kinder so geknutscht und geknuddelt wie meine Mam - er säße heute noch im Zuchthaus... :zwinker:
 

Benutzer3277 

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Ein Beispiel: Hätte mein Pa uns Kinder so geknutscht und geknuddelt wie meine Mam - er säße heute noch im Zuchthaus... :zwinker:

Stimmt. Mein Vater hat von uns (zu DDR-Zeiten) - von mir, meinem Bruder und anderen Kindern, alle nackt - am FKK Strand Fotos gemacht. Das war damals völlig normal, viele Urlauber haben das gemacht und ganz ohne Hintergedanken. Ich habe die Fotos noch, harmlose Bildchen. Man stelle sich vor, was heute in gleicher Situation passieren würde. Sofort wären Security und Polizei da. Und Presse.
 

Benutzer129530 

Verbringt hier viel Zeit
Mich beschäftigt gerade der Gedanke, Pädophilie sei eine angeborenen Neigung wie Homosexualität. Ich bin kein Wissenschaftler auf diesem Gebiet, und kann das nur mal für mich gedanklich durchgehen. Ich selbst bin klar heterosexuell orientiert. Aber ich kann mir Homosexualität zw. Erwachsenen bzw. zwischen etwa Gleichaltrigen trotzdem für mich vorstellen. Wenn ich das mit einem Kind durchspiele, erlebe ich spätestens bei beim Kindchenschema eine innere Blockade und mir wird real übel.
Man darf nicht vergessen, dass die meisten Missbrauchstraumata den betreffenden Menschen nicht bewusst sind. Soll bedeuten, dass spätere Täter oft gar nicht mehr wissen werden, was ihnen im Kindesalter selbst geschehen ist. Vielleicht sind pädophile Menschen, die sich nie an Kindern vergreifen würden diegenigen, die noch Zugang zu solchen Erfahrungen und Mitgefühl haben, das was ihnen passiert ist nicht auch einem anderen Kind anzutun.
Meiner Meinung nach ist jemand der sexuelle Handlungen an Kindern begeht ein Mensch, der seine Pädophilie bis zur letzten Konsequenz auslebt.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Man darf nicht vergessen, dass die meisten Missbrauchstraumata den betreffenden Menschen nicht bewusst sind. Soll bedeuten, dass spätere Täter oft gar nicht mehr wissen werden, was ihnen im Kindesalter selbst geschehen ist. Vielleicht sind pädophile Menschen, die sich nie an Kindern vergreifen würden diegenigen, die noch Zugang zu solchen Erfahrungen und Mitgefühl haben, das was ihnen passiert ist nicht auch einem anderen Kind anzutun.
Meiner Meinung nach ist jemand der sexuelle Handlungen an Kindern begeht ein Mensch, der seine Pädophilie bis zur letzten Konsequenz auslebt.
Hmmm das würde ja implizieren, dass die meisten bis alle Pädophilen selbst Missbrauch im Kindesalter erlebt haben.

Ausschließen kann ich das natürlich nicht, aber ich halte das doch für recht weit her geholt.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dass man als Kind selbst missbraucht wurde ist ein Risikofaktor um selbst zum Täter zu werden, aber es ist jetzt nicht so, dass praktisch alle Kindesmissbraucher selbst Opfer sind.
 

Benutzer129530 

Verbringt hier viel Zeit
Es geht ja nicht darum, jemanden dadurch aus der Verantwortung zu nehmen. Wenn man annimmt, dass diejenigen selbst misshandelt wurden. Aber ich gehe schon davon aus, dass solcher Veranlagung körperlicher und / oder seelischer Missbrauch vorausgegangen ist. In irgendeiner Form wird ein Machtdefizit in Verbuindung mit einer Art von Fehlprägung erlebt worden sein.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es geht ja nicht darum, jemanden dadurch aus der Verantwortung zu nehmen. Wenn man annimmt, dass diejenigen selbst misshandelt wurden. Aber ich gehe schon davon aus, dass solcher Veranlagung körperlicher und / oder seelischer Missbrauch vorausgegangen ist. In irgendeiner Form wird ein Machtdefizit in Verbuindung mit einer Art von Fehlprägung erlebt worden sein.
Kannst du das auch belegen?
 

Benutzer129530 

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiß zumindest von keinem überführten Täter bei dem keine psychische Störung nachgewiesen wurde.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber ich gehe schon davon aus, dass solcher Veranlagung körperlicher und / oder seelischer Missbrauch vorausgegangen ist. In irgendeiner Form wird ein Machtdefizit in Verbuindung mit einer Art von Fehlprägung erlebt worden sein.
Man kann natürlich allles mögliche annehmen oder sich zusammenreimen, aber deswegen stimmt es halt nicht unbedingt. :zwinker:

Mich beschäftigt gerade der Gedanke, Pädophilie sei eine angeborenen Neigung wie Homosexualität. Ich bin kein Wissenschaftler auf diesem Gebiet, und kann das nur mal für mich gedanklich durchgehen.
Genau. Man kann das für sich gedanklich durchgehen - dann aber bitte nicht den Anspruch erheben, dass man jetzt alleine die Tatsachen erkannt durch Introspektion.
Off-Topic:
Nach allem, was man weiß bzw. was Stand der Wissenschaft ist, sind weder Homo- noch Heterosexualtität angeboren.


Ich weiß zumindest von keinem überführten Täter bei dem keine psychische Störung nachgewiesen wurde.
Dann hast du´s halt bisher nicht mitbekommen, aber natürlich gibt es solche Fälle durchaus. Dass längst nicht alle verturteilten Kindesmissbraucher überhaupt pädophil sind, ist eigentlich kein großes Geheimnis, ich dachte das hätte sich mittlerweile rumgesprochen.

Ich weiß von keiner Rothaarigen, die gerne Zucker im Kaffee hat - ich schätze mal, das wird es dennoch geben.. :zwinker:

Auf was willst du eigentlich raus? Momentan klingt das hier wie "Die können ja nichts dafür, das sind halt Leute die genetisch bedingt von Geburt an pädophil sind. Die wurden alle als Kind missbraucht und deswegen müssen sie jetzt selbst Kinder sexuell missbrauchen und ihre Prägung ausleben." Und da weiß man garnicht wo man anfangen soll entschieden zu widersprechen..
 

Benutzer129530 

Verbringt hier viel Zeit
Man kann natürlich allles mögliche annehmen oder sich zusammenreimen, aber deswegen stimmt es halt nicht unbedingt. :zwinker:


Genau. Man kann das für sich gedanklich durchgehen - dann aber bitte nicht den Anspruch erheben, dass man jetzt alleine die Tatsachen erkannt durch Introspektion.
Off-Topic:
Nach allem, was man weiß bzw. was Stand der Wissenschaft ist, sind weder Homo- noch Heterosexualtität angeboren.



Dann hast du´s halt bisher nicht mitbekommen, aber natürlich gibt es solche Fälle durchaus. Dass längst nicht alle verturteilten Kindesmissbraucher überhaupt pädophil sind, ist eigentlich kein großes Geheimnis, ich dachte das hätte sich mittlerweile rumgesprochen.

Ich weiß von keiner Rothaarigen, die gerne Zucker im Kaffee hat - ich schätze mal, das wird es dennoch geben.. :zwinker:

Auf was willst du eigentlich raus? Momentan klingt das hier wie "Die können ja nichts dafür, das sind halt Leute die genetisch bedingt von Geburt an pädophil sind. Die wurden alle als Kind missbraucht und deswegen müssen sie jetzt selbst Kinder sexuell missbrauchen und ihre Prägung ausleben." Und da weiß man garnicht wo man anfangen soll entschieden zu widersprechen..

Möchtest Du Pädophilie verteidigen bzw. Aufklärungsarbeit leisten, oder mir etwas unterstellen?
Ich komme da grad nicht mehr mit.
 
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