Orkan Xavier hinterlässt Chaos

Benutzer72433 

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ja mensch... ist halt "natur", und ich finds gut und richtig, dass die nicht komplett von menschen gesteuert werden kann. nen klein wenig demut gehört sich da schon, und ab und an mal daran erinnert zu werden wird manchen menschen echt gut tun.

was die bahn angeht... ich find die preise für die leistung überteuert, aber ansonsten? wie gesagt: natur. richtig so.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Wenn mehrere Menschen bei einem Sturm sterben wird nach meiner Überzeugung nicht dramatisiert. Das ist, glücklicher Weise, sehr selten der Fall. Die Häufung von extremen Wetterereignissen in Berlin/Brandenburg ist bedenklich. Starkregen im Sommer und nun ein schwerer Sturm....

Dem Tief vor Xavier hier im Norden sind auch Menschen zum Opfer gefallen, als in HH ein Gerüst vom Hochhaus geweht wurde und einen Passanten unter sich erschlagen hat. Als ein Rollstuhlfahrer am Elbufer in die Elbe geweht wurde und ertrank. Da klang alles weit weniger nach "Chaos" Weltuntergang und was da medial noch alles hinzugedichtet wird.

Es haben sich "Stürme" (Kyrill war wirklich mal einer) schon immer um diese Jahreszeit gebildet. Jedes Jahr gab es Tiefs mit Orkanboen. Ist ja nicht so als wäre das jetzt ein zufälliges Phänomen. Nein es ist gerade in der Jahreszeit zu erwarten. Offensichtlich haben sich die Menschen aber immer noch nicht drauf eingestellt, denn wenn nicht alles wie ein Uhrwerk läuft, dann kann das nicht sein.

Verglichen mit wirklichen Naturgewalten in anderen Teilen unserer Welt sind Windgeschwindigkeiten um 150 km/h n Witz. Auch die "Zerstörung" ist n Witz. Nein es wird sich sogar noch drüber aufgeregt, dass Naturgewalten ja nicht dafür sorgen können einen öffentlichen Nahverkehr lahm zu legen. Der DWD hat die Unwetterwarnungen wohl auch nur inkonsequent verlauten lassen oder aber die Bürger haben es letztlich nicht für Voll genommen, wenn sie dachten es wird alles wie ein Uhrwerk funktionieren.

Auf die nächsten drölfzig "sehe ich anders"
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Immer wieder dasselbe...

Zugausfälle nach "Xavier"-Orkan: Im Norden geht die Geduldsprobe weiter - SPIEGEL ONLINE - Reise

Erste Strecken sind wieder geöffnet, bei anderen dauert es: In Norddeutschland läuft der Bahnverkehr nach dem Sturm "Xavier" besonders für Berlin-Reisende keineswegs rund. Der Konzern wird scharf kritisiert.
(..)
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bezeichnete die Kommunikation des Konzerns als mangelhaft. "Wir leben in einem Zeitalter von Apps und digitaler Information und doch ist das Unternehmen Deutsche Bahn nicht in der Lage, seine Kunden ausreichend zu informieren", erklärte der Vize-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel am Samstag. Ähnlich äußerte sich der Fahrgastverband Pro Bahn. "Es hat einfach an Informationen gefehlt", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der "Passauer Neuen Presse".

Da ich nicht betroffen war, kann ich es nicht beurteilen. Dass aber Strecken nicht bedient werden können, wenn Bäume auf Gleisen liegen, Oberleitungen zerstört sind und das auch Tage dauern kann bis das alles wieder funktioniert, finde ich nachvollziehbar. Da würde ich nicht gleich auf die Bahn eindreschen. Shit happens und ein Orkan ist halt ein Orkan... auch im Jahr 2017.
Dass scheinbar die Information der Fahrgäste nicht funktioniert hat, steht m. E. auf einem anderen Blatt. Das muss man wohl verbessern. Andererseits gilt auch hier: Auch das ist natürlich keine einfache Aufgabe, wenn das Chaos da ist, man vielleicht selbst nicht immer über alle Infos verfügt etc. pp.
Ausnahmesituationen sind halt nun mal für alle Ausnahmesituationen.
 

Benutzer33568  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Hmm, es zeigt sich leider, das die Bahn auch zu wenig personal hat. Meine Strecke ist wohl bis Mittwoch gesperrt, das ist dann fast eine Woche kein Bahnverkehr.... und die Busse sind chronisch überlastet...
 

Benutzer3277 

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Was mich am meisten nervt: die katastrophale Information der Reisenden. Auf bahn.de wurden Züge als pünktlich geführt, die wegen blockierter Gleise gar nicht verkehrten. Auf den Webseiten der Privatbahnen (z.B. ODEG) und Verkehrsverbünde (VBB) standen völlig andere, widersprüchliche Infos. Der Videotext fiel wegen technischer Probleme aus. Die Tel.-Hotlines waren ständig blockiert. Jedes Verkehrsunternehmen schob die Verantwortung auf das andere, selbst Schuld war natürlich niemand. Eine Zusammenarbeit gibt es nicht. Der TV-Reporter vom RBB war völlig überfordert: Er fragte live eine Bahn-Beamte, die sagte: "Woher soll ich wissen, wann wieder ein Zug fährt?" und ergänzte: Auf dem Bahnsteig hier habe ich heute noch keine Regionalbahn gesehen, also wird wahrscheinlich keine fahren." Das alles ist KEINE SATIRE!! Im Prinzip muss Verkehrsminister Dobrint wegen Chaos und Unfähigkeit zurücktreten. Aber es kommt eh bald ein neuer Minister. Dobrindt war übrigens heute mit der Kanzlerin in Dresden auf einer unsinnigen CDU/CSU-Veranstaltung, anstatt gestrandete Reisende auf Bahnhöfen aufzumuntern. Was für eine Schande. :mad:
 

Benutzer113048 

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Off-Topic:
Meine Güte...n Ministerchen stand nicht am Bahnhof und hat Schultern geklopft und Rücken gestreichelt. Schande Schande.
Was genau hätte das den genervten, und erschöpften Reisenden gebracht? Das wäre denen vermutlich auch egal gewesen, weil das, was sie wollten, die Heim- oder Weiterreise war/ist.
Aber ja, die Obrigen sind das Problem. Vielleicht sollte man mit "dem lieben Gott" oder "Petrus" mal ein ernstes Wörtchen reden, wenn die die Welt einfach nicht mehr im Griff haben.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Im Prinzip muss Verkehrsminister Dobrint wegen Chaos und Unfähigkeit zurücktreten.
Wenn es danach geht, hätte er gar nicht erst Minister werden dürfen...
Meine Güte...n Ministerchen stand nicht am Bahnhof und hat Schultern geklopft und Rücken gestreichelt. Schande Schande.
Es geht nicht darum, daß der Herr Ministerdarsteller persönlich am Bahnsteig steht - wobei es sicher keine ganz schlechte Idee gewesen wäre, sich vielleicht persönlich ein Bild der Schäden zu machen.

Es geht darum, daß seit Jahrzehnten sämtliche Verkehrsminister, egal welchem Parteienkleptokratenhaufen sie angehören, tendentiell eher Flitzpiepen waren und bei der Bahn im besten Fall nix oder das Falsche taten.

Der Noch-Ministerdarsteller vertrödelte seine Amtszeit auf Geheiß des Seehorsterls ja lieber mit Maut-Murks...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Es geht darum, daß seit Jahrzehnten sämtliche Verkehrsminister, egal welchem Parteienkleptokratenhaufen sie angehören, tendentiell eher Flitzpiepen waren und bei der Bahn im besten Fall nix oder das Falsche taten.

Dann ab ins Amt, hochschlafen und besser machen. Wie viel Personal soll es eigentlich sein, die binnen Stunden defekte Gleise/ Leitungen austauschen? Vielleicht noch während Sturm ist?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
ja mensch... ist halt "natur", und ich finds gut und richtig, dass die nicht komplett von menschen gesteuert werden kann. nen klein wenig demut gehört sich da schon, und ab und an mal daran erinnert zu werden wird manchen menschen echt gut tun.
Genau so sieht es aus.
Natürlich ist es immer unschön, wenn Menschen sterben. Aber das Wetter kann eben einfach manchmal lebensgefährlich sein. Das gehört zum allgemeinen Lebensrisiko dazu, wobei man sich in Deutschland ja doch ziemlich gut vor entsprechenden Wetterereignissen schützen kann (insbesondere, wenn sie vorhergesagt wurden), indem man sich zu Hause oder in irgendeinem anderen Gebäude aufhält. Die Kombination aus halbwegs moderater Windgeschwindigkeit (150 km/h ist natürlich heftig, aber z.B. ein Hurrikan kann noch deutlich stärker sein) und recht massiver Bauweise in Deutschland sorgt ja immerhin dafür, dass kaum mal ein Haus zusammenbricht und die Bewohner unter sich begräbt.

Dass es zu Zugausfällen in Folge eines Sturmes kommt, ist jetzt auch kein großes Wunder. Und dass sich die Bahn anschließend nicht mit Ruhm bekleckert, war ebenfalls zu erwarten, wobei das natürlich für die Fahrgäste sehr unschön ist.
Mich bestärkt das nur darin, der Bahn nicht zu vertrauen.

Off-Topic:
Der Noch-Ministerdarsteller vertrödelte seine Amtszeit auf Geheiß des Seehorsterls ja lieber mit Maut-Murks...
Das stimmt aber auch nicht. Immerhin entstand unter der Regie des bayerischen Seefahrt-Experten Doofrind auch eine (zum Glück noch nicht beschlossene), neue Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe, die im Falle einer Verabschiedung für größtmögliche Sicherheit sorgen würde, indem nahezu jedes Traditionsschiff stillgelegt werden müsste, da es unmöglich ist, diese Anforderungen zu erfüllen. :kopfwand:
 

Benutzer160853  (34)

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Ich wäre eher erst wütend geworden, wenn ein Politiker am Bahnhof Hannover nutzlos in der Gegen rumsteht und den wirklich wichtigen Menschen die Luft wegatmet.
Hier wäre mir die Suppenküche weitaus lieber als Politiker.

Unwetter sind Lebensrisiken und mir ist es lieber, dass ich eine Nacht in einem Hauptbahnhof verbringe oder erst einen Tag später anzukommen als ein mögliches Unglück aufgrund einer zu laschen Kontrolle zu werden. Im Zweifel suche ich mir eine Pension

Anstatt herumzukritteln, sollten wir lieber denen danken, die in solchen Fällen den Laden am Laufen halten, viele von THW bis Freiwilliger Feuerwehr sind dabei sogar ehrenamtlich im Einsatz.

Solche Tage sollten eher demütig machen, schließlich ist der Schaden an Leib, Leben und Besitz in fast allen Regionen der Welt bei einem Umwetter wesentlich größer.
 

Benutzer3277 

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Aber ja, die Obrigen sind das Problem. Vielleicht sollte man mit "dem lieben Gott" oder "Petrus" mal ein ernstes Wörtchen reden, wenn die die Welt einfach nicht mehr im Griff haben.

Ja, die Obrigen haben eine beträchtliche Schuld! Warum hat man die Bahn privatisiert und weit mehr als die Hälfte der Mitarbeiter entlassen? Die fehlen heute beim Aufräumen. Warum treffen die Stürme neuerdings immer die Neubau-Strecken und nicht die alten? Und warum haben früher normale Herbststürme (Xavier war ein ganz normaler) den Bahnstrecken kaum Schaden zugefügt?
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Und warum haben früher normale Herbststürme (Xavier war ein ganz normaler) den Bahnstrecken kaum Schaden zugefügt?

Das könnte daran liegen, dass "früher" das Laub noch viel früher fiel. Die Baumkronen also weit weniger anfällig für Böen waren als heute. Schlimm? Nö, nur anders. Damit sind Rückschlüsse mit damals irgendwie wenig zielführend. Brauchts aber nicht, denn der schuldige ist schon gefunden. Als in Bützow der Tornado durchging und Häuserzeilen in Schutt und Asche gelegt hat hat es über 1 Jahr gedauert bis die Schäden behoben worden sind.
 
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