Orkan Xavier hinterlässt Chaos

Benutzer3277 

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Gestern traf das Orkantief Xavier den gesamten Norden und Osten Deutschlands mit Toten und verheerenden Sturmschäden. In Berlin wurde sogar der Ausnahmezustand verhängt.

Ist jemand von euch betroffen (gewesen)?
Das betrifft auch vor allem alle Bahnreisenden. In Berlin/Brandenburg standen z.B. alle Züge still, und auch heute fuhren nur sehr wenige, was sich in den nächsten Tagen kaum ändern wird. Ich musste auch eine geplante Reise absagen.
 

Benutzer123832  (26)

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Direkt vor meinem Mitbewohner ist ein fetter Ast von einem Baum abgebrochen, zählt das auch? :eek:

Ansonsten waren wir die letzten drei Mal in diesem Jahr, als in Berlin der Ausnahmezustand verhängt wurde, nie betroffen. Wir waren zufällig immer da, wo die Haltestelle gerade NICHT unter Wasser stand :grin:
Aber auch gestern, habe ich wohl Glück gehabt, als ich die Vorlesung früher verlassen habe (was ich sonst nie mache), denn sonst wäre ich wohl nicht nach Hause gekommen, weil die S-Bahnen nicht gefahren sind. Mit Fernzügen fahre ich erst nächste Woche wieder, ich hoffe, dass es sich bis dahin normalisiert hat.
 

Benutzer33568  (36)

Verbringt hier viel Zeit
War gestern in Hamburg, musste nach Niedersachsen. Regionalverkehr wurde in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein eingestellt... Sauber, Buseratzverkehr fuhr immerhin. Ist jetzt hier bei mir der zweite grosse Sturm und wieder brauch alles zusammen. Da freut man sich richtig auf den Winter....
 

Benutzer113048 

Sehr bekannt hier
Ich pendel auf einer Küstenstrecke an der Ostsee in SH. Mein Feierabendzug fiel aus, sodass ich 2.5h mit dem Bus heim gondelte (sonst 45 Min Zug), da ein SEV nicht in Sicht war. Im Zug aus dem ich dann wieder ausgestiegen bin, wartete eine Frau schon 3 Stunden auf die Weiterfahrt. In meinem Arbeitsort lag außerdem mittags der Verkehr brach, da an Hafen das Wasser aus den Gullis wieder hoch kam.
Heute wurde meine Strecke zum Glück wieder normal befahren.
 

Benutzer3277 

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War gestern in Hamburg, musste nach Niedersachsen. Regionalverkehr wurde in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein eingestellt... Sauber, Buseratzverkehr fuhr immerhin. Ist jetzt hier bei mir der zweite grosse Sturm und wieder brauch alles zusammen. Da freut man sich richtig auf den Winter....

Dein schwarzer Humor mit dem Winter ist leider sehr berechtigt. Ich habe mich heute mit einem älteren Bekannten unterhalten, der sagte, solche Stürme hat es zu DDR- und BRD-Zeiten auch gegeben. Aber da hatte die Bahn noch 3 mal soviel Personal, die waren dann alle sofort im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Und binnen weniger Stunden fuhren wieder alle Züge. Heute sagte man es kann noch 1 Woche dauern bis wieder alles wieder normal verkehrt. Keine Leute, keine Leute...
 

Benutzer33568  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Dein schwarzer Humor mit dem Winter ist leider sehr berechtigt. Ich habe mich heute mit einem älteren Bekannten unterhalten, der sagte, solche Stürme hat es zu DDR- und BRD-Zeiten auch gegeben. Aber da hatte die Bahn noch 3 mal soviel Personal, die waren dann alle sofort im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Und binnen weniger Stunden fuhren wieder alle Züge. Heute sagte man es kann noch 1 Woche dauern bis wieder alles wieder normal verkehrt. Keine Leute, keine Leute...
Eben wurde gepostet, das die Strecke selbst morgen noch SEV hat, gut, dass ich Wochenende habe, aber ich freue mich schon auf Montag....
Es ist ganz schon traurig, wie kaputt die Infrastruktur gespart wurde und die arbeitende Bevölkerung immer die "Blöden" sind...
 

Benutzer33568  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Das ist dann noch positiv. Ich kenne Strecken, wo nicht mal ein Ersatzbus fährt. Da fährt gar nix. :ups:
Da hast du durchaus Recht, aber 2 Stunden im Regen stehen und dann kommt für ca 500 Leute ein Bus, is auch echt ein Scherz, aber immerhin... Hatte gestern Glück und heute frei genommen.. Der grösste Scherz ist, man bekommt als Entschädigung 1,50 Euro. Wie gesagt, jetzt, nach dem Sommer schon das zweite Mal....
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Tja, mein Mann wollte heute eigentlich von Potsdam aus heim ins Ruhrgebiet fahren. Eigentlich wäre er um 14 Uhr dort weggefahren und um kurz vor 19 Uhr hier gewesen. Tja, was soll ich sagen? Er kommt schätzungsweise gegen 2 Uhr früh hier an. Und hat dabei verdammtes Glück, einen Platz im völlig überladenen Bus bekommen zu haben.

Aber um die Bahn ein bisselchen in Schutz zu nehmen: Ist schon richtig, dass die die Gleise vernünftig prüfen. Nützt ja auch niemand, wenn so ein ICE mit 200 Sachen mal eben von den Gleisen hüpft, weil sich da doch irgendwo noch ein Ast verkeilt hat. Und im Gegensatz zu früher, wo alles besser war und man mehr Mitarbeiter hatte :zwinker: , fahren auch mehr Schnellzüge mit höheren Geschwindigkeiten und nicht mal eben die Bimmelbahn, die notfalls anhält und die Bahnreisenden zum Mit-anpacken auffordert.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Ich finds mal wieder klassisch überdramatisiert und aufgebauscht. Ja hier oben im Norden soll es vorkommen, dass auch mal Wind ist.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Wenn mehrere Menschen bei einem Sturm sterben wird nach meiner Überzeugung nicht dramatisiert. Das ist, glücklicher Weise, sehr selten der Fall. Die Häufung von extremen Wetterereignissen in Berlin/Brandenburg ist bedenklich. Starkregen im Sommer und nun ein schwerer Sturm....

Ich kann dieses Herumkritteln nicht mehr hören. 1968 gab es zwar noch Bundesbahnbeamte, aber die Buchstaben ICE standen eher für das englische Wort für Eis und nicht für einen Schnellzug. Es ist doch nur folgerichtig, dass dann Dinge vielleicht exakter geprüft werden müssen.
1978/79 kam es in der DDR zu starken Schneefällen und es ging nichts mehr. Und wenn es in der DDR von einem genug gab, waren es Beamte.

Sylke Tempel ist bei diesem Unwetter umgekommen. Die Publizistin und Politikwissenschaftlerin wurde in Berlin von einem Ast erschlagen. Sie war quasi eine meiner publizistischen Säulenheiligen.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Dein schwarzer Humor mit dem Winter ist leider sehr berechtigt. Ich habe mich heute mit einem älteren Bekannten unterhalten, der sagte, solche Stürme hat es zu DDR- und BRD-Zeiten auch gegeben. Aber da hatte die Bahn noch 3 mal soviel Personal, die waren dann alle sofort im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Und binnen weniger Stunden fuhren wieder alle Züge. Heute sagte man es kann noch 1 Woche dauern bis wieder alles wieder normal verkehrt. Keine Leute, keine Leute...
Man bekommt halt die Regierung, die man verdient hat:whistle:....


Und was die Bahn angeht.....die können auch nix mehr. Früher hat man dann einfach eine ordentlich kräftige Lok mit nem Räumschild vorweggeschickt.
Heute kriegt die DB noch nicht mal die Klimaanlagen ihrer ICE's in den Griff im Sommer.....oder die Heizungen im Winter.
Als Fukushima (und das Erdbeben und die Flutwelle) ganz Japan im Griff hatte, fuhr der Shinkansen im Schnitt nur mit 6 Sekunden Verpätung (bis auf zwei komplett ausgefallene Fahrten). Das reichte aber immer noch, damit der Verantwortliche freiwillig seinen Hut genommen hat.
Würde hier sowas vergleichbares passieren, würden wohl die Gleise von Gras überwuchert werden, bevor wieder eine Bahn fährt.

Auch hier im Ruhrgebiet hat Xavier fürchterlich gewütet.
Ich hab vorgestern meinen Garten von Laub und vor allem von den nervigen Nadeln unseres Mammutbaumes befreit. Durft ich heute schon wieder machen:rolleyes:.
Davon mal ab haben Böen hier auch jede menge Radfahrer von ihren Drahteseln gepustet und Äste zahlreiche Autos beschädigt.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich war mit der Bahn unterwegs, war kein Vergnügen.

Die Bahn hat sicher die vernünftige Entscheidung getroffen, den Zugverkehr einzustellen, und das war für ihre Mitarbeiter kein leichter Tag. Das kann man ihnen nicht ankreiden. Was ich aber sehr ärgerlich fand war die völlige Nicht-Information. Bis auf ein Rumpfteam an den Schaltern (deren Schlangen von einem Ende des Bahnhofs zum anderen reichten!) hat sich irgendwann kein DB-Mitarbeiter mehr blicken lassen, relevante Informationen wurden nur noch per Mund-zu-Mund-Propaganda weitergetragen. Irgendwann gegen Abend wurde dann lapidar über Lautsprecher verkündet, dass der Zugverkehr eingestellt wurde. Eine offizielle Information, was man als gestrandete Fahrgast nun machen soll gab es nicht. Irgendwann hörte man es munkeln, dass Fahrgemeinschaften von vier Personen mit dem gleichen Ziel (von den Fahrgästen selbst zu organisieren) Taxigutscheine bekommen, ob es stimmt wusste aber niemand zu sagen. Manche fingen an rumzufragen, andere wollten ihren Platz in der Schlange lieber nicht für ein Gerücht aufgeben. Die Info stimmte wirklich, auch wenn es mich noch mal ca. eine Stunde kostete, drei andere zu finden und gemeinsam einen der Gutscheine und ein Taxi zu ergattern (zum Teil liefen da auch auswärtige Taxifahrer rum, die von den Bahnmitarbeitern aber teils recht rüde abgewiesen wurden anstatt froh über die zusätzlichen Kapazitäten zu sein). Ich kam dann letztlich mit sieben Stunden Verzögerung ans Ziel.

Fazit: Furchtbares Chaos, niemand wusste was genaues. Das kann ich der Bahn nur zum Teil ankreiden. Aber die irgendwann einsetzende völlige Nicht-Information war einfach unmöglich. Und ob es wirklich nicht möglich war, mehr als drei (!) Mitarbeiter für die Schalter und Gutscheinausgabe abzustellen wage ich auch zu bezweifeln.
 
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Benutzer123832  (26)

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Und was die Bahn angeht.....die können auch nix mehr. Früher hat man dann einfach eine ordentlich kräftige Lok mit nem Räumschild vorweggeschickt.
Da spricht die Expertin :rolleyes:
Sorry, aber bei solchen Kommentaren bekomme ich echt das :sick:
Ich bin erklärter Fan der Bahn! Natürlich ist es ärgerlich, wenn die Natur meiner Reise einen Strich durch die Rechnung macht, aber was kann die Bahn dafür? Und natürlich ist es NICHT einfach, diese massiven Schäden innerhalb eines Tages zu beseitigen. Diese Loks mit Räumschilden funktionieren nämlich nicht, weil sie die Weichen kaputt machen. Außerdem bringt ein Räumschild bei kaputten Oberleitungen (was ja das Hauptproblem bei Sturnschäden ist) rein gar nichts :rolleyes:
Natürlich kann man sich darüber aufregen, aber ich könnte es eben auch nicht besser.

Was BrooklynBridge BrooklynBridge beschreibt, ist natürlich wirklich verbesserungsfähig. Aber auch da weiß ich nicht, was genau dahintersteckt.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Da spricht die Expertin :rolleyes:
Sorry, aber bei solchen Kommentaren bekomme ich echt das :sick:
Tja...lieber keine Expertin, die schon mit geschlossenen Augen sieht, daß die Bahn (auf Geheiß ihrer Leistungsentscheider und Regierung) jahrelang lebensgefährlichen Schmalhans in Sachen Wartung, Infrastrukturerhaltung und -modernisierung und Personal fährt, als solche sachen einfach noch aufs Wetter zu schieben.
Hier sind schon Bahnen nicht gefahren, weil die Oberleitungen durch Metalldiebe (gegen den die Bahn nicht wirklich was zu unternehmen bereit ist) entwendet wurden.
Auf Anfrage ob die DB da nicht dann einfach die guten alten Dieselloks einsetzen könnte, damit wenigstens einige Züge auf der Linie zeitweise verkehren können, kam die erfrischende Antwort "Nein, die kosten mehr". Natürlich netter verklausuliert....aber Konsens war der selbe.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich war wegen der Ausläufer im Einsatz mit dem THW. Gut der Werte Herr OV Koch hatte es bis auf die Anreise mittels Drahtesel sehr bequem in seiner Küche :whistle:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Immer wieder dasselbe...

Zugausfälle nach "Xavier"-Orkan: Im Norden geht die Geduldsprobe weiter - SPIEGEL ONLINE - Reise

Erste Strecken sind wieder geöffnet, bei anderen dauert es: In Norddeutschland läuft der Bahnverkehr nach dem Sturm "Xavier" besonders für Berlin-Reisende keineswegs rund. Der Konzern wird scharf kritisiert.
(..)
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bezeichnete die Kommunikation des Konzerns als mangelhaft. "Wir leben in einem Zeitalter von Apps und digitaler Information und doch ist das Unternehmen Deutsche Bahn nicht in der Lage, seine Kunden ausreichend zu informieren", erklärte der Vize-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel am Samstag. Ähnlich äußerte sich der Fahrgastverband Pro Bahn. "Es hat einfach an Informationen gefehlt", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der "Passauer Neuen Presse".
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn mehrere Menschen bei einem Sturm sterben wird nach meiner Überzeugung nicht dramatisiert. Das ist, glücklicher Weise, sehr selten der Fall. Die Häufung von extremen Wetterereignissen in Berlin/Brandenburg ist bedenklich. Starkregen im Sommer und nun ein schwerer Sturm....

Ich kann dieses Herumkritteln nicht mehr hören. 1968 gab es zwar noch Bundesbahnbeamte, aber die Buchstaben ICE standen eher für das englische Wort für Eis und nicht für einen Schnellzug. Es ist doch nur folgerichtig, dass dann Dinge vielleicht exakter geprüft werden müssen.
1978/79 kam es in der DDR zu starken Schneefällen und es ging nichts mehr. Und wenn es in der DDR von einem genug gab, waren es Beamte.

Sylke Tempel ist bei diesem Unwetter umgekommen. Die Publizistin und Politikwissenschaftlerin wurde in Berlin von einem Ast erschlagen. Sie war quasi eine meiner publizistischen Säulenheiligen.

Der Tod von Sylke Tempel hat mich heute morgen auch geschockt. Das war eine außerordentlich kluge Frau, auch wenn ich häufig anderer Meinung war als sie. Dummes Geschwätz gabs bei ihr aber nicht. Ein großer Verlust.
 
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