Organspendepflicht?

Organspende per Gesetz ohne Widerruf zwangsweise?

  • dafuer

    Stimmen: 15 31,9%
  • dafuer, aber nur, wenn darueber aufgeklaert wird (Medicare Beispiel)

    Stimmen: 17 36,2%
  • dagegen

    Stimmen: 13 27,7%
  • keine Ahnung/egal

    Stimmen: 2 4,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    47

Benutzer15049  (35)

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ich bin sowieso organspender und kann auch nicht verstehen wieso man seine organe nach dem tod unbedingt behalten will.von daher wäre es mir egal und verständnis für gegner dieser regelung kann ich auch kein stück verstehen.
 
K

Benutzer

Gast
Ich habe nichts gegen diese Organspendepflicht, denn viele Leute sind einfach zu faul sich einen Organspenderpass zu besorgen !
Wenn jemand partout dagegen ist dass seine Organe nach dem Tod wiederverwendet werden, kann er es ja verweigern, keiner wird gezwungen.
So wird natürlich die Zahl der Spender steigen, was prima ist, denn viele machen sich keine Gedanken drum.
 

Benutzer29290 

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Ich habe schon lange einen Organspendeausweis und haette auch nichts gegen eine gesetzliche Regelung, wenn fuer Leute, die absolut dagegen sind, die Moeglichkeit zum Widerspruch besteht. Man hat doch nichts davon die Organe nach dem Tod zu behalten und viele sind sicher nur zu faul oder uninformiert, um sich einen Ausweis zu holen, aber haetten prinzipiell nichts dagegen Organe zu spenden.
 

Benutzer15353 

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inwieweit kann den zb die familie nach dem tot noch einspruch erheben? weil du ja zb religion ins spiel brachtest

ich glaub juden dürfen nicht aufgeschnitten werden wenn sie tot sind als beispiel

wenn der patient nun jude war un stirbt, hat die familie zeit zu sagen wir wollen nicht das die organe entnommen werden?

eigentlich geht das ja nicht weil die organe dann selbst absterben?



ich denke wenn die australische regierung bisher von organspendern eine überlegte entscheidung wollte und jetzt quasi viele unüberlegte haben wollen ist das ein starker kurswechsel

da müssten sie zumindest aufklärungskampanien starten und zwar nicht eine sondern in gewissen abständen damit folgende generationen auch was von mitbekommen

Das ist wie gesagt, eine Gesetzesplanung eines einzelnen Bundesstaates hier. Dem Vernehmen nach wird das wohl wahrscheinlich kommen. Aber ueber Details weiss ich nicht mehr als ich geschrieben habe (falls da ueberhaupt schon mehr klar sein sollte)
 

Benutzer66580 

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Selbstverständlich bin / wäre ich dafür! Ich kann wirklich niemanden verstehen, der seine Organe nicht spenden möchte ... :geknickt:

Blut- oder Knochenmarksspenden, die hier ja erwähnt und als Vergleich herangezogen wurden, sind etwas ganz anderes. Dafür muss man ja selbst, je nach Schmerzempfindlichkeit, leiden, eventuell kann es auch der eigenen Gesundheit schaden ... usw. Weshalb aber sollen die eigenen, wertvollen Organe einfach eingebuddelt oder verbrannt werden, wenn man damit anderen Menschen das Leben retten könnte, ohne selbst Nachteile davon zu tragen? ... kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

Momentan haben zudem viele Leute, die theoretisch zur Organspende bereit wären, Angst davor; sie fürchten, dass sich das medizinische Personal im Notfall nicht sooo intensiv um ihr Leben bemühen könnte, da es "heiß" auf die entsprechenden Organe sei (die auf der Station zB schon dringend erwartet werden). Halte das zwar für ziemlichen Quark, aber natürlich lässt sich so etwas nicht zu 100% ausschließen.
Diese schlimme Situation, dass sich ein Arzt quasi zwischen dem Leben des Spenders und den Leben der Empfänger "entscheiden muss" (wie gesagt, normalerweise wird immer alles getan, um das akute Opfer = Spender zu retten), entsteht ja überhaupt nur dadurch, dass Organspender viel zu selten sind und der Bedarf an Organen so groß. So ist ein Spender etwas "besonderes" und muss darum, zumindest in den Köpfen mancher Leute, Angst vor einer "Sonderbehandlung" haben. Wenn aber der Organspender die Norm wäre, gäbe es diese Situation nicht.



Als Medizinstudentin hab ich es in der Anatomie ja mit den Leichen von Körperspendern zu tun. Das ist meiner Meinung nach noch eine "schwierigere" Entscheidung als Organspende, da so ja fremde Leute wochenlang am eigenen Körper "herumschnippeln", hier und da vielleicht mal ein Witzchen reißen (sollte natürlich nicht vorkommen, lässt sich aber leider nicht ganz vermeiden ...) usw. ... diesen Menschen gebührt meine absolute Hochachtung, darum wollte ich das in diesem Thread auch mal erwähnen.

(Körperspende und Organspende schließen sich selbstverständlich aus.)
 

Benutzer15353 

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Ich habe schon lange einen Organspendeausweis und haette auch nichts gegen eine gesetzliche Regelung, wenn fuer Leute, die absolut dagegen sind, die Moeglichkeit zum Widerspruch besteht. Man hat doch nichts davon die Organe nach dem Tod zu behalten und viele sind sicher nur zu faul oder uninformiert, um sich einen Ausweis zu holen, aber haetten prinzipiell nichts dagegen Organe zu spenden.
Natuerlich sind viele zu faul sich so einen Ausweis zu besorgen.

Aber mich kotzt es einfach an, vom Staat so ueberrumpelt zu werden.

Um es mal etwas ueberspitzt auszudruecken: Ich hab keine Lust Widersprueche gegen die Konfiszierung meines Eigentums einzureichen, und wenn ich irgendwo eine Frist versaeume, dann hab ich Pech.


Wie gesagt, ich bin Organspender, aber wahrscheinlich nicht mehr lange. So etwas regt mich prinzipiell auf.
 
G

Benutzer

Gast
Wie gesagt, ich bin Organspender, aber wahrscheinlich nicht mehr lange. So etwas regt mich prinzipiell auf.

Entschuldige, aber das ist doch irgendwo kindisch. Gesetzt dem Fall du würdest dann in die Situation kommen, als Spender in Frage zu kommen erhält der Empfänger dein Organ nicht, bloß weil du damit einen politischen Protest ausdrücken möchtest?!:kopfschue
 

Benutzer16687 

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Ich würde das gut finden.

Wenn ich tot bin und mit meinen Organgen evtl. ein Leben retten oder verbessern könnte, wäre das eine tolle Sache finde ich.

Und ich denke, dass es sehr viele gibt, die sich damit einfach nicht auseinander gesetzt haben, von denen einige nach Überlegung davon überzeugt wären, dass es eine gute Sache ist.
 

Benutzer48619  (36)

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Und ich denke, dass es sehr viele gibt, die sich damit einfach nicht auseinander gesetzt haben, von denen einige nach Überlegung davon überzeugt wären, dass es eine gute Sache ist.



-fürs nichtrauchen werden kampanien gemacht...
-um den leuten zu sagen wie schädlich alkohol ist tut man alles...
-allgemein drogen, wird man informiert, wie schädlich es ist und alles....


wiso macht man nicht mal so ne kampanie wo die leute richtig aufgeklärt werden in sachen organspende?

...anstatt gleich ein gesetz umzudrehen.


mal das ganze thema an die leute nahe bringen. das wäre in meinen augen das bessere.

bis jetzt hat da eigentlich noch nie einer, was gross an die glocke gehängt in dem thema, oder probiert es den leuten nahe zu bringen...

oder ich habe es auf jedenfall nie mitgekriegt.
 

Benutzer15353 

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@darkbluesmile @glashaus

Wenn das so kommt, dann gibt es ja wohl genug Spender, und dann kommt es auf mich eh nicht mehr an....

Wenn ich spende (das gilt uebrigens auch fuer alle anderen Spenden), dann aus freiem Willen und nicht weil ich vom Staat ueberrumpelt werde. Ich verstehe, dass die Einstellung einige nicht verstehen, aber so bin ich nunmal.
 

Benutzer15049  (35)

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Wie gesagt, ich bin Organspender, aber wahrscheinlich nicht mehr lange. So etwas regt mich prinzipiell auf.

das finde ich echt noch bescheuerter, als jeden anderen grund nicht organe spenden zu wollen.das ist einfach nur verbohrt und sonst gar nichts!was hat das eine denn bitte mit dem anderen zu tun?dir als organspender sollte das wirklich egal sein können.ist doch nicht dein problem.


falls mein toter körper nicht als organspende taugen sollte, kann man ihn auch gern als körperspender haben.ist die sinnvollste verwertung, meiner meinung nach.meine freunde und familie brauchen hoffentlich kein grab, um sich an mich zu erinnern.
 

Benutzer66580 

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@darkbluesmile @glashaus

Wenn das so kommt, dann gibt es ja wohl genug Spender, und dann kommt es auf mich eh nicht mehr an....

Wenn ich spende (das gilt uebrigens auch fuer alle anderen Spenden), dann aus freiem Willen und nicht weil ich vom Staat ueberrumpelt werde. Ich verstehe, dass die Einstellung einige nicht verstehen, aber so bin ich nunmal.

Was hat denn das mit "Überrumpelung" zu tun, bzw was ist daran negativ? :kopfschue Evtl könnte dir eine solche Regelung einmal selbst das Leben retten. ... Oder sagen wir mal so: wenn du einen schlimmen Unfall hattest, ohnmächtig bist und dann von den Notärzten behandelt wirst, fühlst du dich dann auch "überrumpelt" oder "in deiner Entscheidungsfreiheit übergangen"? Da wurdest du ja auch nicht vorher gefragt ... :kopfschue
 
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