Organspendeausweis

Benutzer75780 

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Ich denke das bleibt den Hinterbliebenen überlassen.

da umgehst du aber eine sehr schwerwiegende Entscheidung und schiebst sie auf Menschen ab, die in der SItuation, wo sie zu treffen wäre, damit wohl richtig überfordert sind. Wenn sie die Situation erleben, wo es darum geht, ob Organe entnommen werden dürfen oder nicht, dann ist das eh schon für sie eine schwere Situation, weil ein lieber Mensch gestorben ist.... und dann noch sowas zu entscheiden.

Also ich persönlich wollte das als Angehöriger nicht.


ich denke allgemein sollte man inD das Recht ändern und an das in Österreich angleichen, wo von vorneherein ausgegangen wird, dass Organe entnommen werden dürfen, außer der Tote hat vor seinem Tod eindeutig einen Ausweis aufgefüllt auf dem er es untersagt hat. Dann würden viel mehr Organe zur VErfügung stehen - und das ganze hickHack nach dem Tod wäre dahin.... UND: die Menschen müssten sich mal damit beschäftigen. Nicht so wie heute, wo es viele gibt, die den Ausweis holen, weil sie eh spenden wollen und der Rest denkt gar nicht drüber nach... bis er in die Situation kommt, wo er selber einen bräuchte....
 

Benutzer48909 

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ich denke allgemein sollte man inD das Recht ändern und an das in Österreich angleichen, wo von vorneherein ausgegangen wird, dass Organe entnommen werden dürfen, außer der Tote hat vor seinem Tod eindeutig einen Ausweis aufgefüllt auf dem er es untersagt hat. Dann würden viel mehr Organe zur VErfügung stehen - und das ganze hickHack nach dem Tod wäre dahin.... UND: die Menschen müssten sich mal damit beschäftigen. Nicht so wie heute, wo es viele gibt, die den Ausweis holen, weil sie eh spenden wollen und der Rest denkt gar nicht drüber nach... bis er in die Situation kommt, wo er selber einen bräuchte....

Da ist es mir so rum, wie es derzeit ist, doch lieber. Ich möchte bewusst selbst entscheiden, ob meine Organe entnommen werden dürfen oder nicht. Wenn ich meinen Organspendeausweis irgendwann doch wegwerfen sollte oder ihn nicht dabei habe, dann werden mir nicht einfach so irgendwelche Organe entnommen, und das ist (meiner Ansicht nach) gut so. Auch wenn ich tot bin ist es mein Körper, an dem nicht einfach so rum geschnitten werden darf.

Mir würde der Gedanke, dass ich einen Ausweis haben muss, damit keiner an mir rumschneidet gar nicht gefallen. Was ist denn, wenn der bei einem Unfall verloren geht oder ich ihn nicht dabei habe, oder oder oder. Ich kann mir so viele Situationen vorstellen, in denen man sterben kann, und keiner findet diesen Ausweis. Und dann werden mir Organe entnommmen, obwohl ich das nicht möchte.

Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass das andersrum genauso passieren könnte. Aber, ehrlich gesagt finde ich es 1000x schlimmer, wenn jemandem Organe entnommen werden, der das nicht möchte, als wenn einer, der eigentlich spenden würde, beerdigt wird, ohne dass die Organe entnommen wurden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber, ehrlich gesagt finde ich es 1000x schlimmer, wenn jemandem Organe entnommen werden, der das nicht möchte, als wenn einer, der eigentlich spenden würde, beerdigt wird, ohne dass die Organe entnommen wurden.
Da würde ich aber mal einen Schritt weiter denken:
Es wird dann nicht nur jemand beerdigt, ohne dass ihm Organe entnommen wurden, sondern es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit noch jemand beerdigt, weil er dieses Organ nicht bekommen hat.


Ich habe ehrlich gesagt keinen Organspenderausweis, weil ich mich noch nicht wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt habe...
Da sollte ich mich wohl echt mal aufraffen und einen Organspenderausweis besorgen... genau so wie ich mich eigentlich auch schon längst in die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen wollte...

Allerdings gibt es für mich kein Argument, warum man mir nach meinem Tod nicht alles entnehmen sollte, was für andere Leute hilfreich ist, bzw. sogar ihr Leben rettet.
Was kann ich mit diesen Organen denn noch anfangen? - Bzw. eigentlich gibt es dann ja überhaupt kein "Ich" mehr. Ich denke, dass es höchstwahrscheinlich nach dem Tod einfach aus ist... die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas von mir weiter existiert (außer Erinnerungen an mich oder Dingen, die ich geschaffen, erfunden oder sonstwas habe), halte ich für verschwindend gering.
 

Benutzer37583 

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ich habe einen seit über 10 Jahren.


Das man einen Ausweis hat, heisst ja aber noch lange nicht, dass man auch der Spende zustimmt, daher finde ich die Umfrage nicht wirklich aussagekräftig.
 

Benutzer72934 

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ich denke allgemein sollte man inD das Recht ändern und an das in Österreich angleichen, wo von vorneherein ausgegangen wird, dass Organe entnommen werden dürfen, außer der Tote hat vor seinem Tod eindeutig einen Ausweis aufgefüllt auf dem er es untersagt hat.

Da kann ich dir nur zustimmen!
 

Benutzer48619  (36)

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ich habe keinen und im moment möcht ich auch keinen.

mir war der gedanke daran bis jetzt einfach zu mulmig. :ratlos:
 

Benutzer10111 

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Das man einen Ausweis hat, heisst ja aber noch lange nicht, dass man auch der Spende zustimmt, daher finde ich die Umfrage nicht wirklich aussagekräftig.
Ja hab grad nochmal drauf geschaut - wusste gar nicht, dass man auf dem Ausweis auch explizit widersprechen kann.
Also ich wollte eigentlich mit der "JA" Antwort fragen wer einen hat und der Organentnahme zustimmt.

Mir würde der Gedanke, dass ich einen Ausweis haben muss, damit keiner an mir rumschneidet gar nicht gefallen.
*g* naja dann frag dich mal, was die Würmer bzw. Mikroorganismen mit dir machen, wenn du unter die Erde kommst ^^
 

Benutzer48909 

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*g* naja dann frag dich mal, was die Würmer bzw. Mikroorganismen mit dir machen, wenn du unter die Erde kommst ^^

Darum geht es mir nicht. Mir geht es darum, dass ich das Recht habe zu bestimmen, was mit meinem Körper passiert oder auch nicht passiert. Und ich lege Wert darauf, dass dieser Wunsch auch nach meinem Tod respektiert wird. Es gibt so etwas wie Würde und Achtung vor der verstorbenen Person.

Z. B. ist im Bestattungsgesetz für Schleswig-Holstein auch explizit geregelt, dass Bestattungseinrichtungen so zu gestalten und zu betreiben sind, dass sie den Grundsätzen der Würde und Achtung vor den verstorbenen Personen entsprechen. Und das sollte, in meinen Augen, auch auf alle anderen Belange des Verstorbenen zu übertragen sein. Sprich, es schneidet keiner an der Leiche rum, wenn es nicht notwendig ist (wegen Obduktion; gesetzliche Regelung), wenn diese Person das nicht möchte.
 

Benutzer65149 

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Habe einen und stimme der Organentnahme auch zu, nur bei den Augen (konnte man ja was angeben) habe ich abgelehnt. Sonst kann man eigentlich alles haben.

Stimme der Aussage von stega zu. Eben aus diesem Grund sind bei mir in der Familie alle Organspender. Außerdem will ich später eh eingeäschert werden, also von daher kann man mir ruhig vorher meine Organe entnehmen. Wenigstens erfüllen sie damit einen Zweck und können Leben retten, anstatt elendig zu verrotten.
 

Benutzer75780 

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ich meinte mit meiner Aussage oben ja nicht, dass man jeden "ausschlachten" darf nach seinem tod, wenn man keinen Spenderausweis findet, der das widersagen würde.... Es ist ja nur so, wenn von vorneherein davon ausgegangen ist, dass man die Organe entnehmen würde, dann denke ich, gäbe es viel mehr Personen, die sich um das Thema kümmern - auch wenn sie damit nur dann sagen wollen, dass sie widersprechen. Aber selbst um auf diese Anweisung zu kommen, muss man sich darum kümmern. Versteht ihr? Jetzt ists halt so, dass viele sagen "ach, mir doch egal, was passiert, trifft mich jetzt net wirklich" - aber wenn es eine ndann betrifft, tja dann ist zu spät und dann wirds brenzlig für die Ärzte, Angehörige.... . Wenn man jemanden aber sozusagen zwingt vorher schon seine Sache zu regeln, dann wird das ganz anders im Bewusstsein sein als heutzutage.

Es kann ja uch net sein, dass heute Leute nach Ö umziehen kurzfristig, damit sie dort dann ein Organ bekommen! Weils hier in D einfach keines gibt!

Und wenn man sagt, was passiert, wenn der Ausweis nicht dabei ist: sollte der Tod bei einer Sache eintreten, wo der Ausweis zerfetzt oder sonstwas wird, dann braucht man auch keine Organe mehr entnehmen (z.b. jetzt flugzeugabsturz oder autounfall). Wenn die Organe aber noch tauglich wären, dann wird ja eh nachgefragt be iden Angehörigen, ob ein Ausweis vorhanden ist oder nicht. Also so hopplahopp mal eben schnell noch am Unfallort was rausholen und weg damit - das passiert sicherlich nicht, vermute ich.

Schweres thema...

Aber: ich denke, wenn man z.b. bereit ist, was zu spenden, aebr nicht alles,dann kann man das ja auch vermerken und schon hat man zumindest teilweise geholfen. Leber weg, Auge bleibt da - na also - da rettest du einem, der eine Leber braucht ein Leben und der wird dir ewig dankbar sein noch, weil er leben darf! :zwinker:
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Als ich mit 15 1/2 meinen Perso beantragt habe, sah ich das Organspendeausweis Formular und seit dem bin ich Organspenderin, auch wenn ich damals noch als "ungültig" galt - Altersmäßig bedingt.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Hab schon seit meinem 16. Lebensjahr einen Organspendeausweis (ob man mit 16 schon einen haben "darf" bzw. ob die Eltern da ggf. noch Einwände erheben könnten, weiß ich nicht). Ich hatte mich mit 18 außerdem bei der DKMS als Spenderin registrieren lassen (also für Stammzelltransplantation). Da kam es mal zu einer Anfrage zwecks Feintypisierung, das passte dann aber doch nicht zu dem Patienten.
Warum ich einen Organspendeausweis habe? Weil ich es für sinnvoll und richtig halte.
 

Benutzer58449  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
dumme frage, aber wo bekomme ich denn so einen Ausweis ? :schuechte
Ich wollte nächste woche blut spenden ,kann man da auch so einen bekommen ?
 

Benutzer63135  (32)

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Ich hab keinen, hab mich mit dem Thema aber noch nicht auseinander gesetzt. Da geschrieben wurde, dass man in Österreich davon ausgeht das Organe verwendet werden dürfen, außer man hat einen Ausweis der Gegenteiliges besagt, mach ich mir da auch keine großen Sorgen.
Wenn ich schon sterbe, dann will ichverbrannt werden und die Asche soll an irgendeinem Ort "begraben" werden, der mir persönlich viel bedeutet (welcher das auch immer sein mag..).
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Ich habe einen, als ich 16 wurde direkt ausgefüllt.

hast du schon einen neuen ausgestellt wo du volljährig bist? :zwinker:

Habe keinen. Warum genau weiß ich jetzt nicht, hab nie so darüber nachgedacht. Aber ich denke nicht dass ich möchte dass wenn ich tod bin ich "ausgeweidet" werde.

Ich denke das bleibt den Hinterbliebenen überlassen.

gerade dann, wenn du es nicht willst kannst du das doch so machen wie ladymetis und NEIN ankreuzen.
so haben deine angehörigen eine entscheidungshilfe und wissen, genau was du zu lebzeiten wolltest. :zwinker:
 

Benutzer81598 

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Zumindest ist man mit 16 testierfähig, kann also rechtswirksame Testamente erstellen. Ein Organspendeausweis sollte m.E einem Testament in dieser Sache gleich gestellt sein. Aber selbst wenn er nicht rechtswirksam ist, nimmt er den Angehörigen im Zweifelsfall die Last der Entscheidung ab.

Ich hab das Formular beim Blut spenden mitgenommen, hab ihn also seit (fast) auf den Tag genau seit 3 Jahren (mit ja), steckt direkt neben dem Perso. Bald kommt vermutlich noch ne Notfallvollmacht dazu.
 

Benutzer48572 

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ich denke allgemein sollte man inD das Recht ändern und an das in Österreich angleichen, wo von vorneherein ausgegangen wird, dass Organe entnommen werden dürfen, außer der Tote hat vor seinem Tod eindeutig einen Ausweis aufgefüllt auf dem er es untersagt hat. Dann würden viel mehr Organe zur VErfügung stehen - und das ganze hickHack nach dem Tod wäre dahin.... UND: die Menschen müssten sich mal damit beschäftigen. Nicht so wie heute, wo es viele gibt, die den Ausweis holen, weil sie eh spenden wollen und der Rest denkt gar nicht drüber nach... bis er in die Situation kommt, wo er selber einen bräuchte....

Ich wiederum finde es bedenklich, wenn man extra erklären muss, dass einem nicht gegen den eigenen Willen nach dem Hirntod die Organe entnommen werden. Übrigens nach dem Hirntod, nicht nach dem Tod. Immerhin wird der Körper am Leben erhalten, bis Organe entnommen wurden.
Warum also muss ich mir, wenn ich mich nicht explizit dagegen äußere, bei funktionierenden Körperfunktionen meine Organe entnehmen lassen?

Ich darf zu Lebzeiten über meinen Körper vollkommen frei entscheiden, und das Recht steht mir auch über meinen Tod hinaus zu. Weder habe ich einen Organspenderausweis noch möchte ich Organe spenden.
 

Benutzer56557  (35)

Benutzer gesperrt
Ja, ich habe einen.

Im übrigen bin ich auch dafür, die gesetzliche Lage insoweit "umzudrehen", als daß jeder, der dem nicht ausdrücklich widersprochen hat, nach seinem Tod Organspender ist. Warum? In Deutschland gibt es Jahr für Jahr Tausende von Menschen, die nur deshalb sterben, weil es viel zu wenig Spenderorgane gibt. Und das nicht deshalb, weil so viele Menschen nicht Organspender sein wollen, sondern weil die meisten einfach schlichtweg nicht daran denken, ihren Willen zu Lebzeiten zu erklären.

Aber auch bei der jetzigen Gesetzeslage sollte jeder (!) einen Organspendeausweis besitzen. Auf dem kann man nämlich auch ankreuzen, daß man gerade keine Organe spenden möchte.
Dann herrscht jedenfalls Klarheit, und man mutet nicht den Hinterbliebenen zu, in einer für sie natürlich sehr schweren emotionalen Situation kurz nach dem Tod ihres Verwandten diese schwierige Frage entscheiden zu müssen.

Deshalb: Bitte, besorgt euch einen Organspendeausweis, füllt ihn in eurem Sinne aus und steckt ihn ins Portemonnaie!
 
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