Ordnung & Sauberkeit meines Freundes

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Hallo liebes Forum,

mein Freund und ich sind nun fast seit 2 Jahren ein Paar und sehr glücklich miteinander. Wir harmonieren perfekt und ergänzen uns, sodass ich mir eine Zukunft mit ihm wünsche. Wir haben ein sehr ähnliches Nähebedürfnis, sodass wir uns nahezu jeden Tag sehen und auch fast jede Nacht miteinander verbringen. Vor einem halben Jahr ist mein Freund mit einem Kollegen in seine eigene Wohnung gezogen, eine wahrhaftige Traumwohnung in meinen Augen, auf die ich einige Wochen auch sehr neidisch war (ich wohne zurzeit noch bei meinen Eltern). Natürlich gönne ich ihm mittlerweile diese schöne Wohnung, zumal ich dort eigentlich auch die meiste Zeit verbringe. Als mein Freund dann vor einigen Tagen meinte, dass sein Kumpel wohl nächstes Jahr schon wieder auszieht und er sich dann sehr wünschen würde, dass ich einziehe, war alles in bester Ordnung und ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut, diesen großen Schritt mit ihm gemeinsam nächstes Jahr zu gehen.

Nun bin ich der Meinung, dass die beiden sich in dieser Wohnung teilweise wie richtige Schweine verhalten. Mein Freund und ich streiten mittlerweile sehr viel öfter als sonst deswegen, weil ich grundsätzlich (vielleicht schon ein wenig zu sehr, das gebe ich auch zu) sehr darauf achte, dass es ordentlich und vor allen Dingen sauber ist, gerade weil die Wohnung so wunderschön ist. Ich fühle mich teilweise extrem unwohl und habe super schlechte Laune, sobald ich die Wohnung betrete.

Zuerst einmal sieht die Küche ungelogen aus, wie bei den Messis. Ich übertreibe wirklich nicht. Es steht teilweise Geschirr von zwei Wochen herum, die Spüle ist überladen, es liegen überall Plastiktüten herum, Brottüten sind offen, Nutellagläser und dergleichen werden einfach nicht zugeschraubt und stehen tagelang offen herum und der Boden ist voller Krümel und total verschmiert. Dementsprechend riecht es auch. Mein Freund vermeidet es mittlerweile, dass ich die Küche betrete und bringt mir alles, was ich haben möchte von dort mit. Es ist allerdings nicht so, dass die beiden keine Zeit hätten, aufzuräumen. :cautious:

Das Badezimmer: Der Spiegel ist verstaubt, der Boden ebenfalls dreckig, das Waschbecken voller Haare, die Toilette dreckig und die Dusche auch. Die Heizung steht immer auf 5, was ein ungeheurer Verbrauch ist. Ich verstehe einfach nicht, wie man dort duschen kann und wie man (mit dem wenigen Geld, das die beiden haben) einen derartigen Heizverbrauch zulassen kann. Ich habe es mehrmals angesprochen, weit und breit keine Änderung in Sicht. :schuettel:

In seinem Zimmer ist der Boden dreckig, der Schreibtisch verschmiert, viel Geld (teilweise 50-er Scheine) fliegen lose herum, die Schranktüren werden grundsätzlich nicht geschlossen, der ganze Schrank ist total unordentlich (die sehr teuren Sachen werden einfach rein geworfen bzw. regelrecht gestopft). Er nimmt sich etwas aus dem Schrank oder einer Schublade heraus und lässt die Türen und Schubladen einfach offen stehen. Ich verstehe einfach nicht, weshalb er das macht. :what:

Nun sollte man meinen, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt und es mich nichts angeht, wie die beiden Männer dort "hausen", aber es ärgert mich und macht mich nachdenklich, vor allen Dingen im Hinblick auf die Zukunft und das Zusammenziehen nächstes Jahr. Ich kann mir wirklich nichts schöneres vorstellen, habe schon in Gedanken die Wohnung eingerichtet und möchte diesen Traum eigentlich nicht verwerfen, aber wenn sich nichts ändert, dann steht nächstes Jahr zwar zuerst das Zusammenziehen an, aber anschließend vermutlich die Trennung. Denn solange ich dort noch nicht offiziell wohne, kann ich mich aufregen und beruhige mich schnell wieder, wenn er dann aufräumt, aber wenn ich dort selber wohne und nicht mehr nach Hause zu meinen Eltern gehen kann, wenn es mir mal zu viel wird, dann wird mich das alles sehr viel mehr treffen und ich werde auch nicht nachgeben um des lieben Friedens Willen oder womöglich alles selber machen, weil er den Arsch nicht hochbekommt. Selbst wenn wir nächstes Jahr noch nicht zusammenziehen, habe ich Angst, dass er es niemals lernt und immer so unordentlich und schluderig bleibt. Mir ist Ordnung und Sauberkeit wirklich immens wichtig und ich kann mir einfach beim besten Willen keine Zukunft mit jemandem vorstellen, der das komplett anders sieht.

Zugute halten muss man ihm, dass er es begriffen hat und nun auch aufräumt, bevor ich komme. Aber leider nur sehr oberflächlich. In der Küche und im Badezimmer hat sich nichts geändert. In seinem Zimmer saugt er mittlerweile und macht das Bett, das war es aber auch schon. Ich liebe ihn wirklich sehr und er ist in wirklich allen anderen Belangen mein Traummann, aber ich weiß einfach nicht weiter. Ich habe ihm nun gesagt, dass ich nicht mehr komme, wenn es nicht sauber ist in der Wohnung. Das hat ihn dann erstmal sehr wütend gemacht. Anschließend konnte er es aber nachvollziehen. Ich möchte einfach nicht mehr mit ihm streiten und eine zufriedenstellende Lösung finden!

Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee! Ich danke Euch schon einmal im Voraus!
 
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Benutzer12529 

Echt Schaf
Wie wär's, wenn du -weil du eh so oft da bist- das Bad putzt, und die beiden/er die Küche auf Vordermann bringen?

Oder auch du - schlechtes Gewissen nach Putzorgien von Mitbewohnern/mir hat bei meinen Ex-Mitbewohnern Wunder gewirkt! Der Lerneffekt von "Oh gott, ihr war es so unangenehm dreckig, dass sie selbst meinen Sch.. weggemacht hat, wie peinlich" führt meiner Erfahrung nach zu "Ich putz jetzt selbst öfters".

Sein Zimmer könnten du und er zusammen in Angriff nehmen.
Einmalig jedenfalls, und ab dann sollte zumindest das Bad und sein Zimmer ordentlich sein (und die Küche zumindest nicht total verdreckt).
Kann mir gut vorstellen, dass ihn die Masse an Aufräum- und Putzarbeiten, die vor ihm steht, sehr abschreckt, obwohl ihn der Zustand an sich sicherlich auch stört. Aber der Berg wird nicht kleiner, sondern wirkt immer größer, und immer abschreckender - deswegen der Vorschlag, einmal zusammen zu putzen/aufzuräumen.
Du profitierst davon ja auch, weil du dich dann in der Wohnung wohlfühlst.

Dass in seinem Schrank Chaos herrscht word in zwischendurch sicherlich selbst ankotzen, das wird er von allein gelegentlich in Ordnung bringen schätze ich - mach ich jedenfalls so, wenn's mir mal wieder zu krass wird im Schrank^^. Seine teuren Klamotten werden auch nucht kaputt gehen, nur weil er sie in den Schrank reinpackt, wie's ihm gerade passt.


Find's absolut nachvollziehbar, dass du dich demnächst weigern willst, ihn zu besuchen, wenn er (bei sich) nicht aufräumt, ist ja gewissermaßen auch ziemlich respektlos seinerseits (erwarteter Besuch sollte sich auch wie erwarteter Besuch vorkommen dürfen...).
 

Benutzer87146 

Meistens hier zu finden
Hi,

auch ich habe Anfang 20 mit einem Freund in einer Männer-WG gewohnt. Uns hättest du wohl ähnlich beschrieben. Geschirr wurde erst gespült, als keines mehr da war. Statt im Haushalt zu arbeiten haben wir Abends Bier getrunken...
Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen so zu wohnen. Damit will ich sagen, dass es für alles eine Zeit gibt. Wenn er mit dir zusammen zieht ist bei weitem nicht gesagt, dass er genauso unordentlich sein wird.
Dass du ihm sagst, dass du nicht mehr kommst, wenn es dreckig ist ist meiner Meinung nach voll gerechtfertigt. Er scheint es ja auch nachvollziehen zu können.
 
G

Benutzer

Gast
Wie sah es denn bei ihm aus als er noch Zuhause gewohnt hat? Hat er da Ordnung gehalten oder musste er nie im Haushalt mithelfen, weil Mama alles erledigt hat?
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nun sollte man meinen, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt und es mich nichts angeht, wie die beiden Männer dort "hausen"
Stimmt auch. Es ist erstmal seine Bude, und wenn Du Dich da nicht wohlfühlst, dann geh da nicht mehr hin, wie Du schon angekündigt hast. Das merkt er. Die Frage stellt sich dann allerdings noch, ob Du Abstufungen akzeptierst.

aber es ärgert mich und macht mich nachdenklich, vor allen Dingen im Hinblick auf die Zukunft und das Zusammenziehen nächstes Jahr.
Das ist verständlich. Und wenn Du nicht das Gefühl hast, dass Du Dich in der Wohnung wohlfühlen wirst, dann leg die Pläne zum Zusammenziehen ad acta. Auch das wird er irgendwann kapieren müssen, wenn er wirklich mit Dir zusammenziehen will.

Wenn seine Prioritäten jedoch nicht da liegen, dauerhaft Abhilfe zu schaffen, dann solltest Du generell überdenken, ob Du Dich überhaupt so fest an ihn binden willst. Du weißt ja jetzt schon, dass das zur Trennung führen würde. Und wenn diesbezüglich nicht Deinen Vorstellungen entspricht, dann ist er offensichtlich doch nicht der perfekte Partner, für den Du ihn hältst. Abgesehen davon, dass Du Dich mit dem gedanklichen Einrichten der Wohnung selber ins Hirn fickst und das ein wenig den Eindruck hinterlässt, dass vor allem Du Dich da verwirklichen willst.

Ich kann mir wirklich nichts schöneres vorstellen, habe schon in Gedanken die Wohnung eingerichtet und möchte diesen Traum eigentlich nicht verwerfen, aber wenn sich nichts ändert, dann steht nächstes Jahr zwar zuerst das Zusammenziehen an, aber anschließend vermutlich die Trennung.

Wie wär's, wenn Du Dir eine eigene Bude nimmst? Die kannst Du einrichten, wie es Dir passt, und die kannst Du auch entsprechend sauber halten - und Deinem Freund Regeln auferlegen, wie er sich in Deinem Reich zu verhalten hat.

Selbst wenn wir nächstes Jahr noch nicht zusammenziehen, habe ich Angst, dass er es niemals lernt und immer so unordentlich und schluderig bleibt. Mir ist Ordnung und Sauberkeit wirklich immens wichtig und ich kann mir einfach keine Zukunft mit jemandem vorstellen, der das komplett anders sieht.
Dann scheint er tatsächlich nicht der perfekte Partner zu sein, für den Du ihn hältst. Oder halten willst.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Ich vermute mal du wirst bald seine Haushaltshilfe oder ihr werdet sehr viel Streit haben, wenn ihr zusammen wohnt. Ich würde nicht mit ihm zusammen ziehen.
 
K

Benutzer

Gast
Ich kann dich da schon sehr gut verstehen - damit würde ich auf Dauer auch nicht klarkommen. Ich bin jetzt nicht sooo ein Ordnungsfreak, aber sobald es wirklich schmutzig in der Bude wird, ist Schluss. So ne gewisse Sauberkeit und Ordnung muss einfach sein, damit man sich wohlfühlen kann.

Kann auch gut nachvollziehen, dass du dir Sorgen um die Zukunft machst. Es kann durchaus alles in bester Ordnung sein - bis auf diesen einen Punkt, mit dem man einfach gar nicht klarkommt und das ist super ärgerlich...

Ich glaube, ich würde mal in einer ruhigen Minute das Gespräch mit ihm suchen. Hast du vermutlich schon, aber trotzdem... setz dich mal abends gemütlich mit ihm hin, trinkt ein Gläschen Wein und dann erklär ihm ganz, ganz ehrlich (aber natürlich auch ruhig und entspannt), dass dich das wirklich stört und du dir das in Zukunft so gar nicht vorstellen kannst. Und anschließend fänd ich den Vorschlag von SchafForPeace SchafForPeace sehr gut - und zwar, dass ihr es euch ein wenig aufteilt, die Bude auf Vordermann zu bringen. Und sie dann weiterhin sauber zu halten, ist Sache von den Männern.

An deiner Stelle wäre ich auch zunächst mal vorsichtig: Mal angenommen, du ziehst nächstes Jahr mit ihm zusammen und es hat sich bis dahin noch nichts geändert, dann würde es zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass du ihm nur hinterherputzt. Ich würde ihm da noch nicht einmal böse Absichten unterstellen, aber er ist es scheinbar so gewohnt; für ihn ist das okay. Für dich gar nicht, deshalb würdest du selbstverständlich die Spiegel putzen, das Geschirr wegräumen, die Nutellagläser zudrehen, das Brot wegräumen, das Bett machen..... Und ich denke, wenn du ihn liebst und eine Zukunft mit diesem Mann willst, dann musst du ihm schon klar machen, dass das so in Zukunft nicht geht und dass du Angst davor hast, dass es nicht klappt...
 

Benutzer138371  (40)

Beiträge füllen Bücher
Klingt wie in einer typischen Männer WG.

Ich könnte da auch nicht leben. Da ich sehr ordentlich bin, und alles sauber sein muss.
Daher ist es für mich z.B besser wenn ich nicht mit jemanden zusammen wohne. Ich glaube die würden durchdrehen.

Aber ich kenne auch genug Leute, wo ich mir 10 mal überlege ob ich auf die Couch sitze, oder lieber stehen bleibe :cautious:.


Meinst das es wirklich so eine gute Idee ist, das ihr zusammen zieht? Wenn er es nicht von allein sieht, das da ein Saustall ist, dann wird sich das auch nicht ändern. Und je mehr du ihm dann sagst wie dreckig es ist, und er was tun soll, desto mehr wird er auf Durchzug schalten.
 

Benutzer4590 

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Ich glaube, ich würde mal in einer ruhigen Minute das Gespräch mit ihm suchen. Hast du vermutlich schon, aber trotzdem... setz dich mal abends gemütlich mit ihm hin, trinkt ein Gläschen Wein und dann erklär ihm ganz, ganz ehrlich (aber natürlich auch ruhig und entspannt), dass dich das wirklich stört und du dir das in Zukunft so gar nicht vorstellen kannst.

Würde ich auch vorschlagen. Vielleicht hat er noch gar nicht wirklich realisiert, dass es euer Zusammenziehen ganz real gefährdet, wenn er es nicht schafft, in der Wohnung wenigstens ein gewisses Grundmaß an Sauberkeit und Ordnung zu halten. Und du solltest auch klar sagen, dass in eurer gemeinsamen Wohnung auch die Haushaltspflichten euch beide gleichermaßen angehen und dass es nicht so laufen wird, dass du dafür die Hauptzuständige bist und er nur was tut, wenn du ihm was aufgetragen und ihn genügend gedrängt hast.

Den eigenen Haushalt schmeißen muss man natürlich auch erst mal lernen, wenn man's vorher noch nie gemacht hat, das wird einem ja nicht in die Wiege gelegt. Dafür hat er jetzt noch Zeit bis zu eurem geplanten Zusammenziehen nächstes Jahr; wenn sich abzeichnet, dass er da nicht in die Gänge kommt und nach wie vor von Aufräumen und Putzen nicht viel hält, würde ich mir an deiner Stelle den Einzug noch mal sehr gut überlegen.
 

Benutzer146682 

Meistens hier zu finden
Ich mag mich Katzenfrau und In Love and War anschließen. Sprich mit ihm darüber, dass du dir ein Zusammenleben mit ihm, wenn es so chaotisch aussieht, bei aller Liebe nicht vorstellen kannst. Sei ehrlich zu dir und zu ihm, wenn es ihm etwas bedeutet wird er sich Gedanken machen, in wie weit er dir entgegen kommen kann.

Aber sei auch offen für eine gewisse Unordnung. Ich kann nur von mir sprechen, ich bin auch eher chaotisch und habe durchaus auch "Durchhänger-Phasen", wo z.B. der Spül zumindest mal tagelang steht. Solange ich alleine wohne, stört es mich zwar, aber andererseits nicht genug, um wirklich immer alles wegzuspülen. Wenn mein Freund zu Besuch kommt, sieht das Ganze anders aus. Dann verschwindet der Spülberg, bevor er ankommt, und wird auch in den Tagen wo er da ist mal alleine, mal gemeinsam weggespült. Meistens packt er mit an, das ist mir auch am liebsten so - wir haben ja auch beide das Zeug verdreckt.

Aaaaber: Ich werde wahrscheinlich immer ein gewisses Chaos haben und auch brauchen, damit ich Ordnung zu schätzen weiß, wenns denn mal geordnet ist. *g* Immer alles ordentlich zu haben, wäre vermutlich ziemlich schnell eintönig (ich komme mit einem langweiligen Alltag nicht so gut klar) und mir auch zu viel Aufwand. Zum Glück tickt mein Freund da ähnlich. Wenn du dir aber gar nicht vorstellen kannst, dass du deinem Freund ein paar chaotische Ecken zugestehst, wenn immer alles picobello sein muss und du nicht diejenige sein willst, die dafür zu sorgen hat, dann überleg dir gut ob er der richtieg Partner für dich ist. Ein Chaot wird wahrscheinlich nie zum Ordnungsfanatiker. Er mag sein Chaos einschränken aber den gleichen Grad an Ordnungsliebe wie du wird dein Freund nicht erreichen.

Wie immer und überall ist es eine Frage des Wertes... ist dein Freund es dir wert, über diese Marotte hinweg zu sehen (wenn er dir entgegen kommt, natürlich) und in welchem Maße könntest du das? Was wäre für dich noch vorstellbar und was nicht? Was könnte er übernehmen, wenn du dir z.B. vorstellen könntest, dass du die Aufräum- und Putzarbeiten in der gemeinsamen Wohnung erledigst? Wäsche waschen und aufhängen, Müll rausbringen, Reparaturarbeiten, etc. ...
Vielleicht hilfts euch, das im Vorfeld zu klären und zu schauen, wie ihr euch beide damit wohl fühlt.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
  1. Bevor du von deinen Eltern zu deinem Freund ziehst, wohn erstmal alleine.
  2. Zieh nicht in die Wohnung, die jetzt deinem Freund gehört. Sucht euch gemeinsam eine neue Wohnung.
  3. Bezahlt eine Reinigungskraft für 20 Euro/2h pro Woche. Putzen und Sauberkeit ist so ein häufiges Thema in Beziehungen. Da sollten viele Paare lieber in die paar Euro investieren und dann ist der Streit und Trennungsgrund für immer geregelt.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen so zu wohnen. Damit will ich sagen, dass es für alles eine Zeit gibt.

Und genau deshalb, würde ich mich jetzt möglichst gar nicht an dem Thema "aufgeilen". Und sich in eine "schmuddelige" Männer-WG putztechnisch mit einzubringen, ist Perlen vor die Säue - auch Arbeit aufteilen und ihnen unter die Arme greifen, also selbst mit anpacken bringt unterm Strich nix. Jedenfalls meine Erfahrung.

Man zwingt immerhin zwei Kerle, etwas zu tun, für das sie keinen Bock haben. Das nervt - alle.
Sie sind doch alt genug und wenn es ihnen so gefällt, dann ist das ihr gutes Recht.

Ich habe selbst viel Zeit in drei Männer-WGs verbracht und es war nicht immer leicht, die teils arg unhygienischen Zustände zu ertragen. Manchmal hab ich einfach gesagt: hier koch ich nicht, hier ess ich nicht und hier schlaf ich auch nicht und bin gegangen. Das hat zumindest mal dazu geführt, dass es beim nächsten mal etwas aufgeräumter und etwas sauberer war.

Viele Männer setzen da andere Maßstäbe - erst recht wenn sie zusammen hausen.
Putzen ist wohl unmännlich und es gibt immer einen Grund es nicht zu tun.


Wenn er mit dir zusammen zieht ist bei weitem nicht gesagt, dass er genauso unordentlich sein wird.

Genau, wenn es so weit ist, dann kann man über das Thema verhandeln. Mit meinem Ex (den ich durch zwei diesbezüglich katastrophale WGs begleitete) hatte ich letzten Endes (nach unendlichen Diskussionen) in unserer später eigenen Wohnung eine Putzfrau, weil ich es zeitlich nicht geschafft habe, die riesen Bude so gut wie alleine so sauber zu halten, wie ich das eben gerne habe. Aber mit der Zeit hat er Stück für Stück mit angepackt, obwohl ich gar nix mehr gesagt habe (Resignation nennt man das wohl) - teils wurde er sogar noch pingeliger als ich es bin. Doch die Hauptarbeit lag und blieb immer bei mir.

Du kannst ja in Eurem Fall sogar eine Art "Probezeit" vereinbaren - drei Monate vielleicht, bevor Du wirklich endgültig bei Deinen Eltern ausziehst. Tendenzen kannst Du dann immer noch bewerten und Dich entscheiden, ob Du der "Rolle" gewachsen bist.

Als Frau ist man unterm Strich so gut wie immer zuständig, zumindest für die "Details", die Sauberkeit, Hygiene und eine gewisse Grund-Ordnung betreffen. Je eher man sich das klar macht und sich damit abfindet desto besser, sonst hat man ewig und drei Tage Streit und findet sich schnell in der Rolle einer Nervensäge. Dafür kann der Kerl andere Dinge auch alleine erledigen - das wird dann eben vorher genau festgelegt und wenn er ständig was vergisst/nicht macht, kommt halt eine Liste an die Wand, die er dann in der Woche abarbeiten muss. Manchmal (leider) wie bei einem kleinen Kind ...

Einen erwachsenen Mann zur Ordnung und Sauberkeit zu erziehen, ist reine Zeitverschwendung - alleine die Diskussionen rauben mehr Zeit als die ganze Sache wert ist - die hätte man besser zum putzen und aufräumen genutzt. Menschen, die es gerne sauber haben, können das doch meist eh viel schneller und besser. Und oft tritt dann ein gewisser Lerneffekt beim anderen ein, wenn das nervige Thema nicht tagtäglich auf dem Tisch ist ...

Also ruhig Blut, wird schon alles werden - und es gibt viel viel wichtigeres, was wirklich klappen muss, wenn man sich für eine gemeinsames Leben entscheidet. Konzentrier Dich lieber darauf, als Dich an was aufzuhalten, was eben so ist wie es ist.
 

Benutzer4590 

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Als Frau ist man unterm Strich so gut wie immer zuständig, zumindest für die "Details", die Sauberkeit, Hygiene und eine gewisse Grund-Ordnung betreffen. Je eher man sich das klar macht und sich damit abfindet desto besser

Das sehe ich z. B. ganz und gar nicht so und würde mit einem Partner, der das so sieht, schlichtweg nicht zusammenleben wollen. Man muss sich als Frau keineswegs die Zuständigkeit für den Haushalt aufbürden (lassen), das geht auch anders.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das sehe ich z. B. ganz und gar nicht so und würde mit einem Partner, der das so sieht, schlichtweg nicht zusammenleben wollen. Man muss sich als Frau keineswegs die Zuständigkeit für den Haushalt aufbürden (lassen), das geht auch anders.

Es geht nicht darum, dass mancher Partner das so sieht ... sondern, dass er die Unordnung und den Dreck nicht sieht.

Die Frau muss nicht putzen und Ordnung halten, wird gar nicht verlangt. Doch wenn sie mag, kann sie es ja gerne tun ... ;-) wenns sie sauberer und ordentlicher will, muss sie es sich selbst eben aufbürden, ist das doch nicht das Problem des Mannes - oder?
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Wer seinen Partner erst erziehen "muss"/möchte der denkt falsch: Du wirste einen erwachsenen Menschen nicht erziehen können. Es wird nichts bringen. Stecke die Kraft und Energie lieber darein zu versuchen die ASituation als solche zu verbessern.
Mein Mann konnte in seiner Männer-WG auch kein bisschen Ordnung halten. Seinbe Mutter hat ihm das vorher 20 Jahre lang komplett abgenommen. Er hat weder Kleidung gebügelt und zusammen gelegt, noch gesaugt, etc. Letztendlich habe ich ihm geholfen alle 1 - 2 Woche klarschiff zu machen und er hat es nach und nach geschafft die Ordnung zumindest etwas zu halten. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung habe ich schnell das Ruder in die Hand genommen. Ich hasse Hausarbeit und bin auch nicht gut darin. Ich gebe meinem Mann nun konkrete Aufgaben und die erledigt er. Dafür manage ich das ganze und habe das große Ganze im Blick. Mein Mann hat dafür andere Schwerpunkte, auf die ich keinen Bock habe. Zum Beispiel heftet er Rechnungen ab, streitet sich mit dem Vermieter oder kümmert sich um die Banksachen. Alles Dinge die ich ungern mache und wozu ich kein großes Talent habe.
Daher: Erwarte nicht, dass dein Freund so ist oder wird, wie du das gerne hättest. Übelge, ob du dir vorstellen könntest mit dem Ist-Zustand zu leben, mit evtl. leichter positiven Tendenz. Und über diese Gedanken, kannst du mit ihm sprechen.

Und nein, ich propagiere hier nicht, dass Frauen an den Herd sollen. Ich sage nur, dass man gucken muss wo die Talente und das Unvermögen der einzelnen Partner liegen. Und bevor ich mich wöchentlich oder sogar täglich mit meinem Partner streite, übernehme ich lieber in einem Teilgebiet mehr Verantwortung. Dafür habe ich mehr Ruhe und kann meine Beziehung mehr genießen.
Und ja, manchmal macht es Sinn Geld zu investieren: Eine Spülmaschine, eine Putzhilfe, etc können evtl. das Beziehungsleben retten, so blöde das auch klingen mag.
 

Benutzer4590 

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wenns sie sauberer und ordentlicher will, muss sie es sich selbst eben aufbürden, ist das doch nicht das Problem des Mannes - oder?

Wenn du mich fragst: In einer festen, dauerhaften Partnerschaft mit gemeinsamer Wohnung finde ich es oft schwierig, Dinge in "ihr Problem" und "sein Problem" aufzuteilen. Das erinnert mich an die vielen "Sie/Er will zu wenig/keinen Sex"-Threads, da kommt man mit "Tja, dein Problem, wenn du mehr willst, mich schert das nicht" normalerweise auch nicht weiter.

Beim Punkt Ordentlichkeit sehe ich schon Spielräume, da kann man sich m. E. ganz gut entgegenkommen, wenn z. B. der Ordnungsfanatiker damit lebt, dass im Schrank die Sachen des Partners nicht wunderschön gefaltet und gestapelt liegen, und der "Schlamper" dafür das Wohnzimmer nicht mehr unter einem Berg Zeitschriften begräbt - oder so. :smile:

In puncto Sauberkeit dagegen finde ich, dass es ein Maß an grundsätzlicher Hygiene gibt, das einfach selbstverständlich sein sollte. Ob hier und da mal mehr oder weniger Staub liegt, zähle ich da noch nicht mal unbedingt dazu - ein sauberes Bad und eine saubere Küche ohne 7 Tage altes dreckiges Geschirr und vergammelnde Essensreste aber sehr wohl. Und das hat für mich auch nichts mit "Der sieht das nicht" zu tun, sondern einfach mit mangelnder Hygiene, ähnlich als würde derjenige sich nur einmal die Woche waschen und die Unterhosen erst wechseln, wenn sie schon selbst zur Waschmaschine laufen können. Wenn ein Partner es an dieser grundlegenden Hygiene fehlen lässt, ist das meiner Meinung nach nicht lapidar das Problem des anderen Partners, und "der kann ja putzen, wenn er es sauberer will", sondern das ist ein Problem von beiden Beteiligten.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich kann mich In Love and War nur anschließen.

Und ich möchte ergänzen:

Es geht hier NICHT um unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung. Wenn zwei Menschen unterschiedlich pingelig sind und sich die Unterschiede innerhalb verschiedener Stufen abspielen, dann kann man gerne von "Wer es ordentlicher mag, muss mehr putzen" sprechen.

Aber was die TE beschreibt, ist kein unordentlicher Haushalt. Sondern das ist eine absolut verdreckte und versiffte Bude, die in meinen Augen schon klar an der Grenze des Asozialen kratzt. Tut mir leid, aber so perfekt kann ein Mann in meinen Augen nicht sein, dass er dermaßen verwahrlost lebt.

Dinge wie:
Küche:
- Geschirr von zwei Wochen,
-die Spüle überladen,
-überall Plastiktüten, Brottüten sind offen, Nutellagläser und dergleichen werden nicht zugeschraubt und stehen tagelang offen herum
- der Boden ist voller Krümel und verschmiert.

Bad:
- Der Spiegel ist verstaubt,
- der Boden ebenfalls dreckig,
- das Waschbecken voller Haare,
- die Toilette dreckig
- die Dusche auch.

Sein Zimmer:
- Boden dreckig
- Schreibtisch verschmiert

Das ist doch kein Zustand von "Oh, der Freund ist etwas unordentlich!" Bei weitem nicht.

Die Vorstellung, dass die TE da auch noch selber putzen soll, um ihm zu helfen, ist für mich völlig hanebüchen. Ich würde den Teufel tun, in der Siffbude noch einen Handschlag zu tun.

Für mich ist so eine Wohnung wirklich jenseits vom Zumutbaren. Ich würde da keinen mehr besuchen, dort nicht übernachten und schon gar nicht dort einziehen. Vor allen Dingen lasse ich mir doch aus einer Küche, die ich nichtmals betreten möchte, nichts mitbringen.

Ehrlich, ich bin nicht pingelig und ich kenne genügend Menschen mit anderem Ordnungssinn, als ich ihn habe. Aber ein Grundmaß an Sauberkeit - Toiletten, Waschbecken, Betten, Küche... - muss einfach sein. Nicht klinisch rein, aber grundsätzlich sauber.

Ich würde mir erstmal eine eigene Bude suchen und dann schauen, ob man irgendwann zusammenzieht. Aber erst, wenn man über Monate (!) sieht, dass sich was verändert.

Auf dieser Grundlage: Keinesfalls zusammenziehen. Das Problem wird nur noch größer und du wirst niemals entspannt in den eigenen vier Wänden sein.
 

Benutzer43919 

Verbringt hier viel Zeit
Ich muss mich hier den Tenor anschließen... Ich würde da jetzt auch nicht anfangen rumzuputzen und so und dass hat auch schon nichts mehr damit zu tun: Der Mann sieht den Dreck nicht so gut wie Frauen. Das ist für mich einfach nur eine billige Ausrede, wo die typischen Rollenklischees wieder rausgeholt werden.

Mein Ex-Freund war auch einfach nur dreckig. Er hat alleine gewohnt und konnte die Bude auch nicht sauber halten. Als ich das erste mal da hin bin, wollte ich mich nicht mal aufs Sofa setzten. Ich hab ihm gesagt, dass ich den Zustand wie er jetzt ist nicht dulden werde und kann. Er hat dann zwar geputzt, aber es war irgendwie immer noch dreckig. Das war schlussendlich auch einer der Gründe, warum ich Schluss gemacht habe. Er meinte zwar, wenn wir mal zusammen wohnen sollten, dann wird er mehr putzen etc, aber ich habe da einfach kein Licht am Ende des Tunnels gesehen.

Mein neuer Partner ist dort in Sachen Sauberkeit ganz anders eingestellt und da fühle ich mich auch viel viel wohler, weil ich merke, dass er nicht nur für Besuch putzt, sondern selber gerne eine saubere Wohnung hat.

Ich würde nicht viel darauf verwetten, dass es besser wird, wenn ihr zusammen zieht muss ich leider sagen. Ich würde auch nochmal versuchen mit ihm zu reden und zu gucken, ob es sich dann besser, sonst muss ich leider sagen, dass dies für mich keine Grundlage für eine weitere Beziehung wäre.
 

Benutzer148656  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Kann dich gut verstehen hatte das Problem auch bloß das sie die faule unordentlich war. Ich war von 7-19 Uhr arbeiten und sie bis 15 Uhr mit dem Abi beschäftigt aber sie hat es geschafft Dreck zu verursachen den ich ihr nicht hinterher Räume habe wie das solange genervt bis sie es sauber machte oder zu Not drohte ich ihr das sie wieder zu ihren Eltern kann wenn sich das nicht ändert und das half denn meistens oder ich eiskalt ihre Sachen die rum lagen in ein Müllsack getan habe oder aus den Fenster geworfen habe. ( bei Frauen funktioniert das mit deren Schuhen hihi)
 

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ich bin ziemlich froh, dass ich anscheinend nicht vollkommen übertreibe und sich andere Menschen dort auch eher unwohl fühlen würden und die Zustände dort nicht so akzeptieren würden.

Wie wär's, wenn du -weil du eh so oft da bist- das Bad putzt, und die beiden/er die Küche auf Vordermann bringen?

Die Vorstellung, dass die TE da auch noch selber putzen soll, um ihm zu helfen, ist für mich völlig hanebüchen. Ich würde den Teufel tun, in der Siffbude noch einen Handschlag zu tun.

Und sich in eine "schmuddelige" Männer-WG putztechnisch mit einzubringen, ist Perlen vor die Säue - auch Arbeit aufteilen und ihnen unter die Arme greifen, also selbst mit anpacken bringt unterm Strich nix.

Sein Zimmer haben wir schon mehrmals zusammen geputzt und das bekommt er glücklicherweise auch selber jetzt hin. Wenn ich in letzter Zeit zu ihm gekommen bin, hatte er zumindest gesaugt, das Bett gemacht und dreckiges Geschirr weggeräumt, was mich wirklich sehr gefreut hat. Ich habe mich dann in seinem Zimmer sehr wohlgefühlt und habe ihm das auch gesagt, was ihn sichtlich gefreut hat. Das Badezimmer würde ich putzen, wenn es nicht derart verdreckt wäre. Ich dusche dort vielleicht höchstens zwei Mal in der Woche und verursache definitiv nicht allzu viel Dreck, weil ich den Abfluss nach dem Duschen von meinen Haaren befreie, das Waschbecken einmal mit Wasser auswasche, wenn ich mich geschminkt habe und mein nasses Handtuch hänge ich auf, sodass es immer trocken ist. Ich sehe es nicht ein, die Bartstoppeln der beiden Männer weg zu machen, permanent Zahnpastatuben zuzudrehen, ihre nassen Handtücher aufzuhängen oder das Klo zu putzen, in dem Spuren hinterlassen werden, die nicht von mir sind. Da wird mir schlecht.

Wie sah es denn bei ihm aus als er noch Zuhause gewohnt hat? Hat er da Ordnung gehalten oder musste er nie im Haushalt mithelfen, weil Mama alles erledigt hat?

Als er noch zu Hause gewohnt hat, sah sein Zimmer genauso aus. Seine Mutter hat in den restlichen Räumen für Ordnung gesorgt und hat ihn und seine Schwester auch in die Arbeiten mit eingebunden. Wenn die Mutter über das Wochenende weg war, hat er auch immer brav alles aufgeräumt und geputzt, bevor sie wiedergekommen ist. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso er sich in seiner eigenen Wohnung so schluderig verhält, immerhin bezahlt er dafür eine Menge Geld.

Wenn seine Prioritäten jedoch nicht da liegen, dauerhaft Abhilfe zu schaffen, dann solltest Du generell überdenken, ob Du Dich überhaupt so fest an ihn binden willst.

Ja, ich werde wohl darüber nachdenken müssen, wie wichtig mir das eigentlich alles ist. Ich habe sehr starke Gefühle für ihn und kann mir im Moment einfach nicht vorstellen, die Beziehung "nur" deswegen zu beenden. Ich würde wirklich extrem traurig darüber sein. Aber vielleicht würde ich da noch einmal einen ganz anderen Blick drauf bekommen, wenn wir wirklich dann demnächst zusammen wohnen würden und sich nichts bei ihm ändern würde. Ich werde aber definitiv die Pläne noch ein wenig nach hinten verschieben, das ist mir irgendwie zu riskant im Moment. Du hast Recht!

Ich glaube, ich würde mal in einer ruhigen Minute das Gespräch mit ihm suchen. Hast du vermutlich schon, aber trotzdem.

Ja, da liegst du ganz richtig. Ich habe schon mehrmals mit ihm über die Zustände dort gesprochen und er sieht es dann auch immer ein. An manchen Tagen sagt er dann, dass ich absolut Recht habe und er das ändern wird (was er ja glücklicherweise schon teilweise macht) und an manchen Tagen ist er dann auch total trotzig. Als ich dann gesagt habe, dass ich nicht mehr zu ihm komme, hat bei ihm wohl ein Prozess begonnen. Ich habe ganz klar gesagt, dass er die Wahl hat: Entweder er räumt etwas auf, oder er muss eben jedes Mal zu mir kommen. Punkt! Da lasse ich auch nicht mehr mit mir reden!

Was wäre für dich noch vorstellbar und was nicht?

Ja, du hast absolut Recht. Ich muss mir mal überlegen, ob ich da eventuell Abstufungen machen kann und ein wenig von meinen konkreten Vorstellungen abrücken kann. Ich habe auch schon einmal darüber nachgedacht, wie man das in einer gemeinsamen Wohnung aufteilen könnte. Ich habe ihm letztens eine Art Putzplan für das Bad geschrieben, mit Dingen, die mehrmals in der Woche zu erledigen sind, den er sehr hilfreich fand. Das könnte ich dann wieder machen, weil ich den Eindruck habe, dass er das ansonsten nicht gründlich und richtig macht, sodass ich dann jedes Mal hinterher putzen müsste. Das wäre ja auch nicht Sinn der Sache. Aber ich wäre nicht bereit, die Putzarbeiten in der gesamten Wohnung zu übernehmen und er macht die handwerklichen Arbeiten und Papierkram. Es stimmt sicherlich, dass Frauen da tendenziell vielleicht eher ein Händchen für haben und es mag sicherlich auch stimmen, dass man sich somit Streit ersparen kann, aber das klingt mir zu sehr nach Rollenklischees und das ist das Letzte, was ich möchte! Aber schön, dass das bei einigen zu funktionieren scheint.

Wenn du mich fragst: In einer festen, dauerhaften Partnerschaft mit gemeinsamer Wohnung finde ich es oft schwierig, Dinge in "ihr Problem" und "sein Problem" aufzuteilen. Das erinnert mich an die vielen "Sie/Er will zu wenig/keinen Sex"-Threads, da kommt man mit "Tja, dein Problem, wenn du mehr willst, mich schert das nicht" normalerweise auch nicht weiter.

Sehe ich ganz genauso. Danke dafür!

Und ja, manchmal macht es Sinn Geld zu investieren: Eine Spülmaschine, eine Putzhilfe, etc können evtl. das Beziehungsleben retten, so blöde das auch klingen mag.

Klingt nach einer Idee, über die man nachdenken sollte. Man muss natürlich auch das nötige Kleingeld haben.

Ich konnte wirklich jedem Beitrag etwas abgewinnen. Ich werde noch einmal mit ihm sprechen und ihm noch einmal deutlich machen, was für mich geht und was ich absolut nicht ertragen kann. Ich werde ihn fragen, wie er sich das in einer gemeinsamen Wohnung vorstellen kann. Ob ihm klar ist, dass ich nicht weniger meckern werde, wenn wir zusammen wohnen, sondern dass es eher schlimmer wird, wenn es meine eigenen vier Wände sind und ich entweder immer hinterher putzen muss, oder er den Hintern nicht hochbekommt. Ich hoffe, dass er dann ehrlich zu mir ist. Ich werde ihm aber auch vorschlagen, dass wir das Zusammenziehen vielleicht ein wenig nach hinten verschieben, sodass sich das bei ihm auch ein wenig einpendeln kann mit dem ganzen Haushalt. Ich hoffe, dass wir dann endlich mal auf einen Nenner kommen und nicht mehr darüber streiten.
 
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