oma liegt im sterben-soll ich sie besuchen?

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Benutzer

Gast
Ich würde hingehen.

Als vor 6 Jahren mein Opa gestorben ist, habe ich nicht hingehen dürfen, weil der Anblick angeblich zu schlimm war.

Ich habe zwar keine Gewissensbisse oder Ähnliches, aber einiges an Respekt zu meinen Eltern verlore, weil sie es mir verboten haben.
 

Benutzer56768  (35)

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Meine Großmutter hält auch nichtmehr lange durch und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie nicht im Krankenhaus besuche! Erstens weil sie mich sowieso kaum mehr kennt und, was eigentlich mehr der Grund ist, weil mein Großvater ständig bei ihr ist! Mein Großvater und ich haben, seit der Scheidung meiner Eltern, ein mehr als schreckliches verhältnis, das sogar schon soweit geht, dass ich den Kontakt zu ihm nichtmehr wünschen würde, selbst wenn er ihn suchen würde (was er allerdings sowieso nie tun würde).

Ich finde es wichtig, Abschied zu nehmen, wenn man denn kann! Denn es gibt viele, die ihre Großeltern nicht gekannt haben oder nie die Möglichkeit gehabt, sich zu verabschieden, da es furchtbar schnell ging!

Nutz die Möglichkeit, die du hast und sag ihr Lebwohl! So wird es dir wohl besser gehen und sie freut sich vielleicht auch drüber!
 

Benutzer34415 

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Hey Dark-Shadow,

also ich würde meine Oma nochmal besuchen, wenn ich die Möglichkeit bekommen würde.
Ich selbst, hab die Chance vor ein paar Jahren nicht genutzt, was mir jetzt sehr leid tut, weil ich sie so gerne nochmal gesehen hätte.
Leider wussten wir nicht, dass es so plötzlich vorbei sein wird.
Da hast du einen "Vorteil" (mir fällt gerade kein anderes Wort ein).
Geh nochmal hin und verabschiede dich nochmal von ihr.
 

Benutzer54446  (34)

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genau wie alle anderen hier im Forum auch würde ich sie nochmal besuchen. auch wenn sies vielleicht nicht mehr richtig merkt, aber wenn dann wird sies sicher freuen, dass sie ihren enkel noch mal sehen kann. ich finds im übrigen komisch von deinen eltern (nichts gegen sie!), dass sie deine oma einfach so "kaltblütig" sterben lassen. ich würd sowas nie tun, egal wie verwirrt jemand ist...
 

Benutzer53028 

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Off-Topic:
Ich kann da jetzt keinen Zusammenhang sehen. Wenn du auf einen gewissen Post antwortest, solltest du ihn zitieren, sonst kommt man raus.


Du stellst du zu sehr in der Vordergrund. Du hast Angst, dass DU geschockt bist... keine tolle Lösung. Hoffentlich wird es dein Enkelkind später besser machen...

woah, die distillers!! :smile: ^^ seh ich aber auch so, und wie unicum... ich meine, ich denke schon, dass sie das schon spürt, dass da wer ist. und selbst wenn sies nicht tut, wenn da die kleinste chance ist, dass sies tut, dann fänd ich es unglaublich traurig, wenn alle ihre Angehörigen so denken würden wie du und sie in "gesunder, glücklicher" erinnerung behalten wollen... ich meine, hallo, das ist das Leben! Vielleicht gehts dir auch mal so, dann wünscht du dir doch auch, dass deine familie oder freunde zu dir kommen...
 

Benutzer53568 

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Also ich würde hingehen!

Als mein Opa im sterben lag durfte ich ihn nicht sehen.
Nach heulen, füße trapeln usw. haben mich die Ärzte auf die Intensiv gelassen.

War froh das ich mich von ihm verabschieden konnte.
 

Benutzer54073 

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Wenn ich überhaupt nichts mit meiner Oma zu tun gehabt hätte und sie gar nicht kannte, würd ich wahrscheinlich nicht hingehen.

Wenn mir jetzt einer sagen würde "Hey, dein Onkel (oder Tante oder was) liegt im Sterben" würde ich den garantiert nicht besuchen.

Aber wenn deine Oma noch einigermaßen fit im Kopf ist und sich für dich interessiert, dann würd ich hingehen.
Ansonsten ist es vielleicht wirklich nicht schlecht, wenn du sie so in Erinnerung behältst, wie sie damals war.
 

Benutzer54643 

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letztendlich kannst du das nur selbst entscheiden,
aber an deiner Stelle würd ich hingehen, denn sonst wirst du dir ewig vorwerfen, nicht hingegangen zu sein.

Außerdem gehe ich davon aus, selbst wenn jemand nur schläft, dass er doch merkt, wenn jemand von den Angehörigen da ist.
 

Benutzer50541 

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genau wie alle anderen hier im Forum auch würde ich sie nochmal besuchen. auch wenn sies vielleicht nicht mehr richtig merkt, aber wenn dann wird sies sicher freuen, dass sie ihren enkel noch mal sehen kann. ich finds im übrigen komisch von deinen eltern (nichts gegen sie!), dass sie deine oma einfach so "kaltblütig" sterben lassen. ich würd sowas nie tun, egal wie verwirrt jemand ist...


lol

1. langsamm sterben lass mit schmerzen
2. im schlaf und das sie so einschläft

na was ist besser?
 

Benutzer31692  (37)

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Ich persönlich würde sie nochmal besuchen.
Auch, wenn deine Oma sehr verwirrt und teilnahmslos auf dich wirkt, bekommt sie durchaus mehr von ihrer Umwelt mit, als es der Anschein ist. Ich denke ich kann die diesbezüglich eine recht zutreffende Aussage machen, da ich täglich mit sehr alten und folglich auch dementen Menschen arbeite.
Ich bin mir sicher, dass sie sich über jeden Besuch freut, auch wenn diese Freude nicht durch Mimik oä sichtbar sein wird.
Wie schon geschrieben; ich persönlich würde meine Oma nochmal besuchen.
 

Benutzer39619 

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also meine oma ist letzten freitag gestorben,ich war da.
im nachhinein ein fehler.
sie hat gar nichts mehr mitbekommen,lag schon im koma.
hatte sie zuletzt an weihnachten gesehen und der anblick war schon echt ein schock.

ob du hingehst oder nicht liegt bei dir,aber ich hätte darauf verzichten sollen
 

Benutzer49352 

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ich denke viele machen es sich hier zu einfach in dem sie sagen "geh hin...sonst machst dir vorwürfe... etc."
ich hab diese situation auch vor 3 jahren durch gemacht und ich bin froh das ich meine oma in guter erinnerung habe. als ich sie das letzte mal besuchte (war eine woche vor ihrem tod) lächte sie noch und wirkte auch noch relativ "normal" (wenn man das so ausdrücken kann...) danach ging es leider sehr schnell :cry:

deshalb überleg dir das wirklich gut, denn das letzte bild eines menschen bekommst du nie wieder aus deinem kopd - glaub mir!
 

Benutzer56726 

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Ich würde die Sache davon abhängig machen was ich glaube.
Wenn man denkt, das man nach dem Tod irgendwie weiter lebt
macht ein Abschied Sinn, wenn man aber glaubt (so wie ich)
das nach dem Tod Ende ist würde ich mich danach entscheinden,
was aus meiner Sicht besser ist.
Dann würde ich mir so Fagen stellen:
Willst du sie noch mal sehen?
Glaubst du, das sie es überhaupt merkt?
Ist es für dich angenehmer, wenn du sie anders in Erinnerung hast?

Und eins hört sich jetzt vielleicht egoistisch an, aber irgendwie
geht man doch wegen sich selbst hin: Man macht dem anderen eine Freude, weil man sich danach besser fühlt.

Von mir ist auch eine Tante an Krebs gestorben. Sie wollte nicht,
das sie irgendeiner von der Familie so sieht und hat deswegen
nicht das Krankenhaus genannt und auch ausdrücklich gesagt,
dass sie es nicht will.

Für mich war das ok, viel Kontakt hatte ich eh nicht mehr zu ihr.

Was mich aber nerft ist, dass man bei solchen Situationen von vielen gesagt bekommt, das man es auf jeden Fall machen soll und
das man sich irgendwann schlecht fühlt, wenn man es nicht macht.

Aus meiner Sicht ist es immer die Entscheidung von einem selber
und wenn man der Meinung ist, das man es nicht will, dann ist
das so. Triff Entscheidungen und leb mit ihnen.
 

Benutzer22818  (60)

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Mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben. Ich war in der Zeit, als er im Krankenhaus lag fast immer da, aber war, als es zuende ging nicht mehr in seinem Zimmer. Ich konnte es nicht ertragen, zu sehen, wie er immer mehr verfiel. Er ist allerdings nicht allein gestorben, meine Mutter war Tag und Nacht bei ihm und wir waren im Krankenhaus, also immer in der Nähe. Allerdings hat meine Tochter (damals 13) ihn noch kurz vor seinem Sterben gesehen. Sie kam kreidebleich aus dem Zimmer und bereut es noch heute, dass sie dort war. Sie hätte ihn auch lieber noch so in Erinnerung behalten, wie er "früher" gewesen ist. Diese Erinnerung, wie er so im Bett lag und nicht mehr er selbst war, kann ich ihr nicht nehmen. Aber diese Entscheidung kann man keinem abnehmen und jeder muss das für sich selbst entscheiden. Meine Tochter hätte es mir wahrscheinlich auch übel genommen, wenn ich sie davon abgehalten hätte, ihren Opa noch einmal zu sehen. Ich bin heute froh, dass ich mich so entschieden habe, denn ich habe meinen Vater über alles geliebt und denke heute noch sehr sehr oft an ihn, aber ohne ein Gesicht zu sehen, welches ich nie gekannt habe. Übrigens hatte mein Vater lange vor seinem Tod gesagt, dass er nie möchte, dass man ihm beim Sterben zusieht.
 

Benutzer50541 

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mhh wenn ich zu meiner oma gehe
dann stehe ich da am bett und gucke sie an, meine familie redet. ich glaube kaum das ich ihr hand oder so anfasse ...........
 

Benutzer53270 

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vorsicht, lang!

Glaub mir aus Erfahrung: auch wenn es Dir jetzt komisch und unangenehm vorkommt, Du wirst in ein paar Monaten oder Jahren an Deine Oma denken und eine visuelle Erinnerung haben wollen. Dazu gehört für mich, dass man den Menschen lebend und tot noch einmal sieht. Es ist dann auch viel leichter, den Tod zu verstehen.
Egal wie cool und toll Du Dich findest, innerlich wird Dir der Tod, speziell in der Verwandtschaft, immer total nahe gehen. Vielleicht nicht sofort, aber Dein Unterbewusstsein muss das verarbeiten. Das fällt leichter, wenn man (wie ich damals) den Menschen nochmal in seiner Krankheit gesehen hat und dann am offenen oder geschlossenen Sarg Abschied genommen hat.

Eine meiner Omas ist an Krebs gestorben, ich habe sie (mit 10 oder so) am Krankenbett besucht, 2 Tage bevor sie starb. Dadurch war es für mich viel leichter, ihren Tod zu akzeptieren. Bei ihrem Mann (meinem Opa) konnte ich ein Jahr später weder zu Besuch (er war in der Psychatrie), noch zur Bestattung (Feuerbestattung, noch bevor ich von seinem Tod erfuhr). Deshalb ist der Tod meines Opas für mich immer unreal geblieben und ich frage mich heute noch, wie er damals aussah, was für ein Mensch er geworden war und ob es (wie ich es schon damals im Fall meiner Oma dachte) vielleicht besser für ihn war, zu sterben, weil es das unnötige Leiden beendete.
Bei meinem zuletzt gestorbenen Verwandten (mein anderer Opa) habe ich leider keine Zeit gehabt, mich vorher von ihm zu verabschieden, weil er (aus Gründen, die zu lang hierfür sind) sich erschossen hat. Doch durch einen sehr emotionalen Abschied am offenen (!) Sarg konnte ich auch das verarbeiten und komme mittlerweile ganz gut damit zurecht.

Also in Kürze: geh hin, auch wenn es schwerfällt. In einer Weile wirst Du verstehen, warum es gut war.
 

Benutzer50504 

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ich glaub die tips von anderen können dir heirbei echt net viel helfen. das musst du allein entscheiden ob du sie nochmal besuchst oder nicht.
meine meinung: ich würde nochmals hingehen....sonst bereust mans vielleicht nacher wenns zu spät ist.

zu 1upu5: ging mir auch so, bei den personen die ich (kurz) vor ihrem tod nochmals gesehen habe, habe ich ihren tod besser realisiert. bei menschen, die ich länger vor ihrem tod nicht gesehen hab fällts mir auch noch schwer.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Die Bilder die ich von meiner Oma hauptsächlich in Erinnerung habe, sind so wie ich sie die meiste Zeit erlebt habe. Als sie an Krebs starb, sah sie anders aus. Schön anzusehen ist das nicht, aber es gehört zum Leben dazu. Dieses Bild macht nicht plötzlich jemand anderes aus einem Menschen.

Muss natürlich jeder selbst wissen.
 
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