Olympia-Bewerbung

Benutzer3277 

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Der DOSB hat sich entschieden, dass Hamburg sich für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 bewirbt.

Ist Hamburg wirklich besser geeignet als Berlin?

Oder sollte sich Germany gar nicht bewerben?

Welche Chancen hat Hamburg gegen z.B. Boston, Rom oder Paris?
 

Benutzer127708 

Sehr bekannt hier
Vergiss es.

Berlin hat Kein Geld, Hamburg hat kein Geld.
Aber Hamburg hat im Gegensatz zu Berli auch keine Sportstätten und "Spiele nah am Wasser" werden ähnlich wie die Elbphilharmonie einen fetten Bauchplatscher machen.

Dass nochmal neu in Riesenarenen investiert wir die in Hamburg kein Schwein braucht während in Berlin alles fertig dasteht ist mir unerklärlich.
 

Benutzer3277 

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Dass nochmal neu in Riesenarenen investiert wir die in Hamburg kein Schwein braucht während in Berlin alles fertig dasteht ist mir unerklärlich.

Das sehe ich auch so. Außerdem hat man im TV gesagt, Berlin hat genügend Hotelzimmer, in Hamburg aber fehlen für Olympia zehntausende Hotelzimmer, d.h. es müssen Unmengen Hotels gebaut werden die danach keiner braucht.

Somit wird man nach den Spielen "nah am Wasser gebaut" haben....:cry:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Berlin steckt finanziell so tief in der Scheiße und blamiert sich mit dem aktuellen Flughafen-Desaster gerade so extrem, dass es einfach nur ein schlechter Witz wäre, dort die olympischen Spiele ausrichten zu wollen.
(Vermutlich würden die dafür geplanten Sportstätten irgendwann im Jahre 2157 - also wenige Jahre nach der Inbetriebnahme von BER fertiggestellt werden...)

Da steht Hamburg immerhin noch deutlich besser da.

Allerdings halte ich es sowieso für eine völlig sinnlose Geldverschwendung, die olympischen Spiele auszurichten.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Berlin macht sich in der Tat mit dem Flughafen ein wenig lächerlich bei einer Bewerbung.

Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es gute Chancen hat, gerade wegen des bereits bestehenden Olympiastadions und weil Deutschland ein exzellenter Ausrichter sportlicher Großveranstaltungen ist.

Edit: vergesst's, es ging ja um Hamburg. :whistle:
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dass nochmal neu in Riesenarenen investiert wir die in Hamburg kein Schwein braucht während in Berlin alles fertig dasteht ist mir unerklärlich.
Das ist ja überhaupt noch der lustigste Aspekt:

Geplant ist das Olympiastadion für 70.000 Zuschauer auf dem Kleinen Grasbrook. Wer nicht weiß, was das ist: Das ist eine von den Briten heftig bombardierte Hafenanlage gegenüber der Hafencity zwischen Norderelbe und Spreehafen. Und gar nicht mal so groß. Umliegend sind vor allem sozial schwache Stadtteile wie im Osten die Veddel (mit einem Ausländeranteil von 60 Prozent - und seit einem Jahr ohne niedergelassenen Kinderarzt) oder im Süden Wilhelmsburg und Harburg. Da wird man sich sehr freuen über steigende Mieten - fast nirgends in Hamburg, sieht man mal von den Ghettos Kirchdorf Süd und Osdorfer Born ab, kriegt man noch 55 m² für unter 500 Euro warm, ungefördert. Oder 70 m² für weniger als 600 Euro warm.
Freuen werden sich auch die Pendler, die sich jetzt schon beschweren, dass die S-Bahn-Linien 3 und 31 über die Elbe schon ab Harburg-Rathaus so voll sind wie sonst nur die in Stellingen vor einem HSV-Spiel anlaufenden Bahnen. Und das jeden Morgen genau zu den Zeiten, zu denen die Olympia-Zuschauer zum Kleinen Grasbrook anreisen werden. Von 7 Uhr bis 9 Uhr. Da geht dann gar nichts mehr. Wer ein Auto hat und aus Richtung Stade kommt, hat dann genau eine Chance, um die Elbe zu passieren: Den Elbtunnel. Den Dauerstau. Selbst wenn man drei Röhren gen Norden freischaltet, dahinter warten 3 Spuren und die Baustelle des A7-Deckels in Stellingen mit dem entsprechenden Rückstau. Aber kein Problem, quält sich dann halt alles durch die Stadt: Behringstraße, Max-Brauer-Allee, Stresemannstraße, Holstenkamp, Kieler Straße... alles Straßenzüge, die noch nie einen Stau aus der Nähe gesehen haben... wenn "nie" gleichbedeutend ist mit "in den letzten 3 Stunden"...

Ach ja, nach dem Milliardenfest soll das Olympiastadion dann auf 25.000 Plätze zurückgebaut werden... um genau wen zu beherbergen? Der HSV hat sein Stadion, der FC St. Pauli auch. Eine Nummer 3 gibt es nicht. Die Blue Devils werfen und kicken in der Verbandsliga. HTHC, Alster und Klipper können das nicht annähernd ausreichend auslasten, abgesehen davon, wie weit ab vom Schuss das Stadion ist. Die Leichtathleten kriegen nicht mal die Jahnkampfbahn voll. Oder steckt Klaus-Michael Kühne dann sein schweizer Speditionsgeld in den SV Wilhelmsburg, um ihn von der Bezirksliga Süd in die Bundesliga zu führen (oder noch exotischer: Den Frauen-Siebtligisten 1. FFC Elbinsel Wilhelmsburg in die Women's Champions League)?

Und, @void ray , zufrieden?
 
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Benutzer151110 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde Hamburg ist die bessere Entscheidung, ob man Olympia überhaupt noch braucht bei den Kosten, die auf den Steuerzahler zukommen, steht auf einem anderen Blatt.
 

Benutzer54465 

Meistens hier zu finden
Wenn die Hamburger Olympia nicht wollen, können sie doch dagegen stimmen?! Ist ja nicht so, dass man keine Macht hätte das abzuwenden. Wenn dann aber nur 30 % oder so an der Abstimmung teilnehmen, braucht sich am Ende auch keiner zu beschweren.
Berlin konnte schon deswegen nicht gewinnen, weil das Olympische Dorf auf dem Flughafen Tegel entstehen sollte und dafür erstmal BER fertig sein muss. Meiner Meinung nach steht Hamburg Olympia besser, als Berlin.
Und dass Wilhelmsburg das letzte Ghetto ist, würde ich auch nicht sagen. Seit der Bauausstellung wurde dort auch viel neu gebaut und die Mieten steigen entsprechend.
Ob Deutschland die olympischen Spiele braucht oder nicht, weiß ich auf den ersten Blick jedoch nicht. Da müssen ein paar mehr Fakten seitens der Organisatoren kommen.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Seit der Bauausstellung wurde dort auch viel neu gebaut und die Mieten steigen entsprechend.
Und genau das ist das Problem. Die Mieten steigen, aber nicht die Einkommen. Aber irgendwo müssen die Leute abbleiben, wenn sie sich in Wilhelmsburg, auf der Veddel oder in Al-Kaida-City die Miete nicht mehr leisten können. Die Grundförderung des §5-Wohnraums läuft nach 15 Jahren ab, danach brauchen nicht wenige eine neue Wohnung, haben aber Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Umzugs (wenn sie dafür Geld hätten, bräuchten sie den Wohnberechtigungsschein nicht...). So leid es mir tut, es muss nun mal günstigen, ungeförderten Wohnraum geben, den sich auch Geringverdiener leisten können, und vor allem solche, die keinen Schein ausgestellt kriegen. Und die Olympischen Spiele würden schon weit vorher ein solches Problem vorantreiben.

Ich gehe zwar normalerweise nicht zur Wahl. In diesem Fall, bei der Abstimmung im Herbst, werde ich hingehen und für Nein stimmen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Chillt mal ein bißchen, vermutlich geht das Referendum eh gegen Olympia aus und die Olympiade bekommen wir im Fall der Fälle ja auch nicht unbedingt :tentakel:
Und genau das ist das Problem. Die Mieten steigen, aber nicht die Einkommen. Aber irgendwo müssen die Leute abbleiben, wenn sie sich in Wilhelmsburg, auf der Veddel oder in Al-Kaida-City die Miete nicht mehr leisten können. Die Grundförderung des §5-Wohnraums läuft nach 15 Jahren ab, danach brauchen nicht wenige eine neue Wohnung, haben aber Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Umzugs (wenn sie dafür Geld hätten, bräuchten sie den Wohnberechtigungsschein nicht...). So leid es mir tut, es muss nun mal günstigen, ungeförderten Wohnraum geben, den sich auch Geringverdiener leisten können, und vor allem solche, die keinen Schein ausgestellt kriegen. Und die Olympischen Spiele würden schon weit vorher ein solches Problem vorantreiben.
Für dises Problem ist aber ja beim allerbesten Willen nicht die Olympiade der ursächliche Grund. Die Entwicklung geht ja auch ohne in bestimmten Boomstädten (München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln) stark in diese Richtung
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für dises Problem ist aber ja beim allerbesten Willen nicht die Olympiade der ursächliche Grund. Die Entwicklung geht ja auch ohne in bestimmten Boomstädten (München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln) stark in diese Richtung
Aktuell trifft das zu. Aber Du übersiehst da was: Was glaubst Du, das passiert, wenn sich ein US-amerikanisches Ehepaar nach einer Veranstaltung auf dem Kleinen Grasbrook auf die Veddel verläuft? Was würde das für das Image bedeuten, wenn die NYT das vor den Spielen testweise durchexerziert? Das wäre doch ein massiver Imageschaden. Also muss die Stadt vorher rundherum die "Schandflecke", in die es Fünfring-Touristen treiben könnte, aufhübschen. Und damit geht eine Wohnwertsteigerung einher, die die Vermieter liebend gern weitergeben. (Aktuell gibt es gerade eine Wohnung, 2 Zimmer, 53 qm, mit Original-S-Bahn-Lärm - von 4:28 Uhr bis 0:54 Uhr und am Wochenende durchgehend alle 20 Minuten - ohne Schallschutzfenster, mit den Originalfenstern aus dem Jahr 1928, für "unschlagbare" 580 Euro warm, keine 20 Meter von den Gleisen entfernt; aber mit Blick auf das vielleicht künftige Olympiagelände...)

Der renommierte Sportjournalist Jens Weinreich hat über die Entscheidung für Hamburg übrigens einen lesenswerten Artikel verfasst. Zitat:
Anders formuliert: Getrieben von der Angst, nicht wieder einen Bürgerentscheid zu verlieren, geht der DOSB mit einer Stadt ins Rennen, die in fundamentalen technischen Kriterien (etwa Sportstätten und Hotel-Kapazitäten) gegenüber Berlin deutlich im Nachteil ist.
(...)
Im Kern, daran haben Hörmann und der Sportminister zuletzt oft genug erinnert, geht es um Medaillenproduktion und professionelle Strukturen für olympischen Hochleistungssport. Der DOSB sieht sich in Detailfragen, etwa dem Sportfördersystem oder dem Antidopinggesetz, beträchtlich unter Druck. Jüngst hat der Bundesrechnungshof die eklatante Intransparenz und das Beratungsmonopol des DOSB in der Sportförderung gerügt. Diese Olympiabewerbung verschafft dem Dachverband zunächst einmal größere Legitimität und mehr Geld aus öffentlichen Kassen. Für 2015 gab es aus Bundesmitteln bereits einen Aufwuchs.
(...)
Denn sollte Hamburgs Offerte für 2024 vom IOC nicht erwählt werden, wovon eher auszugehen ist, wird eine erneute Bewerbung für die Sommerspiele 2028 versprochen. Diese Spiele werden dann im Jahr 2021 vergeben. Das heißt, der DOSB kann in Verhandlungen mit Zuwendungsgebern bis mindestens 2021 quasi auf Sonderbehandlung pochen. Darum geht es. Kontrollgremien, wie etwa der mit zahlreichen Sportlobbyisten besetzte Sportausschuss im Bundestag, kamen schon in der Vergangenheit ihrer verfassungsgemäßen Aufgabe kaum nach. Unter dem Deckmäntelchen „Olympiabewerbung im nationalen Auftrag“ lässt sich noch besser kungeln.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ob Hamburg besser geeignet ist als Berlin kann ich nicht beurteilen, weil ich hierfür zu wenig Detailwissen über beide Städte (insb. Hamburg) habe. Gefühlmäßig würde ich einfach vermuten, dass Hamburg viel aufwändiger und kostspieliger wird, weil bisher weniger notwendige Infrastruktur vorhanden ist.

Insgesamt bin ich aber sowieso der Auffassung, dass sich deutsche Städte HEUTE (damals bei München 1972 wars anders) überhaupt nicht mehr für sowas bewerben sollte. Der Imagegewinn ist nämlich überschaubar, die wirtschaftlichen Effekte ebenfalls (wenn nicht sogar ein "Geschäft" mit Draufzahlen), ein Trigger zu Schaffung für über Jahrzehnte für die Bevölkerung nützliche und notwendige Infrastruktur (wie damals in München) ist heute weder in Berlin und schon gar nicht in Hamburg notwendig und die Kommerzialisierung dieser Veranstaltungen sowieso zum Kotzen. Was bleibt: ein paar schöne Wochen für einige....Stress und Kosten für alle ...und negative soziale Effekte auf Dauer für die, die es sowieso schon schwer haben (siehe z.B. das Problem mit steigenden Mieten, auf das BigDigger hingewiesen hat). Sollen doch die Kataris, Dubaier, Inder oder meinetwegen auch die Amis diesen Blödsinn durchziehen.

Deutschland braucht das nicht und ich drücke den Hamburger Olympiagegnern die Daumen, dass die Volksbefragung negativ ausgeht.
 

Benutzer151671  (33)

Ist noch neu hier
Ich verstehe die aktuelle Olympia-Bewerbungsdebatte überhaupt nicht. Da wird Geld für Nix und Wieder-Nix zum Fenster rausgeworfen.
2024 soll in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft stattfinden. Gerüchteweise gibt es da bereits einige Absprachen, sodass dieses Szenario recht wahrscheinlich ist. Wenn Deutschland bereits eine Großveranstaltung hat, kann eigentlich kaum ein paar Wochen später die nächste Großveranstaltung im selben Land starten. Das gibt Abnutzungserscheinungen und damit weniger Reichweite, was bekanntermaßen gar nciht ugt für die Werbe- und Medienpartner ist. Ergo: Das IOC wird sich für 2024 mit ziemlicher Sicherheit für einen anderen Bewerber entscheiden. Daher kann man sich das Geld für die Planungen und das Olympia-Marketing auch gleich ganz sparen. Gibt es in Deutschland nicht ein paar andere "Baustellen", wo ein hoher zweistelliger Millionenbetrag besser investiert wäre? Ich denke da mal an Schulen, KiTas, Flüchtlingsunterkünfte, sozialen Wohnungsbau, ... Ach menno, ich vergaß ... damit kann man ja kaum Geld verdienen und deswegen gibt's da auch keine Lobby. Nachhaltiger als Olympia wäre es aber alle mal.
 

Benutzer3277 

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Ich verstehe die aktuelle Olympia-Bewerbungsdebatte überhaupt nicht. Da wird Geld für Nix und Wieder-Nix zum Fenster rausgeworfen.
2024 soll in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft stattfinden.

Na klar, schon wieder Fußball! Gibt es denn für Deutsche gar keinen anderen Sport mehr als diesen langweiligen Fußball??? :mad:
Mit dem besser in Schulen, Soziales usw. investieren gebe ich dir recht.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
P ProxySurfer
So langsam solltest du wohl einfach mal akzeptieren, dass Fußball nicht nur Nationalsportart, sondern auch Staatsreligion in Deutschland ist. :zwinker:
(Was nichts daran ändert, dass ich diese Sportart ebenfalls stinklangweilig finde und sie mir dementsprechend meilenweit am Arsch vorbei geht... :gähn:)
 

Benutzer35148 

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Im Zeitalter der Globalisierung sollten wir so langsam aufhören, überall alles bauen zu wollen.
Warum müssen überall Protzanlagen gebaut werden, die nach nur wenigen Jahren mangels Benutzung und Wartung nur noch verrotten?
Wo kommen die Olympischen Spiele ursprünglich her?
Ich wäre dafür dass die Spiele von nun an und für immer nur noch in Griechenland stattfinden. Dann gäbe es dort etwas einigermaßen Sinnvolles, neben dem Tourismus.
Ok, die Winterspiele könnten noch ein Problem sein, dann lassen wir sie eben immer in Norwegen stattfinden (Griechenland im Süden, Norwegen im Norden).
:engel:
 
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