Ohne "Social Media" leben?

Benutzer56469  (36)

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Mein Mann hatte bis vor 1 Jahr kein Smartphone "musste" sich dann aber eines kaufen weil sein Nokia nicht mehr ging welches er aber 9 Jahre hatte. :zwinker: Ich kenne auch einige Menschen die nicht bei Facebook sind und auch einige die kein Whatsapp haben. Ich habe alles kann es mir aber vorstellen einige Zeit darauf zu verzichten. Ich finds halt praktisch zb Facebook dass man viel informiert wird.
 

Benutzer131032 

Verbringt hier viel Zeit
Man könnte auch einfach den Notruf Wählen, so ein Smartphone kann auch Telefonieren und nicht nur Bunte Bilder im Netz anzeigen.
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Man könnte auch einfach den Notruf Wählen, so ein Smartphone kann auch Telefonieren und nicht nur Bunte Bilder im Netz anzeigen.
Ironie an:

Aber dann bekommt es doch gar nicht die ganze Welt mit, in welch einer dramatischen Situation man sich gerade befindet...

So bekommt man dafür, mit etwas Glück, zumindest noch ein paar Likes
:thumbsup: und vielleicht wird man dafür sogar in den Medien erwähnt, was dann noch ein paar weitere Follower bedeuten könnte :whoot:

Ironie aus.

Wahrscheinlich kämen viele aus der jüngsten Generation "Internet" tatsächlich schon gar nicht mehr auf die Idee den Notruf zu wählen, da sie das Handy, in meinen Augen, erst ziemlich weit hinten (funktionell betrachtet) tatsächlich als Telefon wahrnehmen :X3:

So scheint jede Generation "ihr Ding" zu haben... - Mir ist beispielsweise aufgefallen, daß es, insbesondere bei Personen ab den 80er Jahrgängen, inzwischen sehr weit verbreitet ist, eher eine Kurznachricht (heute meist WhatsApp), ohne Betonung und mit viel Interpretationsspielraum, wie das geschriebene denn gemenint ist, zu versenden, anstatt einmal kurz anzurufen oder eine Sprachnachricht zu schicken.
Off-Topic:
Wodurch mangels Betonung mehr Quellen für Mißinterpretation des Gesagten aufkommen, während im Falle eines Anrufes sogar die Möglichkeit zur direkten Nachfrage, wie der letzte Satz denn gemeint sei, bestünde.

Mir persönlich erscheint es oftmals, als habe die zunehmende Digitalisierung eher eine persönliche Distanzierung von Freundschaften zur Folge oder, um es anders auszudrücken, ich "weiß" doch aus den sozialen Medien, wie es meinen "Freunden" gerade so geht, warum sollte ich mich denn dann noch persönlich melden und nachfragen..., etwa, um mir anzuhören: "Alter, hast Du kein Facebook?" statt ein freundliches "Hey, wie geht's Dir? Schön von Dir zu hören, was machst Du so?, ..." zurückzubekommen.

Off-Topic:
Früher war die erste Frage am Telefon, bei vielen, meist:

Hast Du heute Zeit?"
, "Was machst Du am ...?" oder "Wie geht es Dir?"

während die erste Frage heutzutage meist lautet:

"Wo bist Du?"

Öfter als zuvor treffen sich die meisten Leute (meiner Beobachtung nach) dadurch allerdings trotzdem nicht.


Off-Topic:
Es gab übrigens in der Serie "Black Mirror" eine interessante Folge, namens "Nose Dive", die sich mit dem Social Media Trend und wohin dieser führen könnte, beschäftigt hat; die Fiktion in dieser Folge fand ich schon erschreckend realistisch :argh:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Aber ich würde doch bitte nicht den Notruf wählen, weil ich in nem Zugklo eingesperrt bin...?? Also ICH würde das nie machen, da gibts auch echte Notfälle :what:

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So scheint jede Generation "ihr Ding" zu haben... - Mir ist beispielsweise aufgefallen, daß es, insbesondere bei Personen ab den 80er Jahrgängen, inzwischen sehr weit verbreitet ist, eher eine Kurznachricht (heute meist WhatsApp), ohne Betonung und mit viel Interpretationsspielraum, wie das geschriebene denn gemenint ist, zu versenden, anstatt einmal kurz anzurufen oder eine Sprachnachricht zu schicken.
Off-Topic:
Wodurch mangels Betonung mehr Quellen für Mißinterpretation des Gesagten aufkommen, während im Falle eines Anrufes sogar die Möglichkeit zur direkten Nachfrage, wie der letzte Satz denn gemeint sei, bestünde.
Ich hasse telefonieren und Sprachnachrichten sowieso :argh: Und dass man geschriebenes so viel leichter falsch versteht halte ich für einen Irrtum einer Generation die sich ans Telefon klammert :zwinker: nope, ich habe seit ich Texte verschicke noch NIE Missverständnisprobleme, noch kein einziges Mal...
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ich finde Geschriebenes sogar wesentlich besser für eine klare Kommunikation. Am Telefon rede ich meist nur irgendwas daher und werd grad bei einem Problem leicht mal nervös. Wenn das aber per Nachrichten ausdiskutiert wird, kann ich über jede Nachricht die ich abschicke nachdenken und sie genau so formulieren, wie ich es beabsichtige.
Darum versteh ich nie die Kommentare in den Foren, dass man bei Problemen/Flirtereien doch nicht schreiben sondern telefonieren sollte (wenn man sich nicht sehen kann) - das wär bei mir ein ganz schlechter Rat.
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Darum versteh ich nie die Kommentare in den Foren, dass man bei Problemen/Flirtereien doch nicht schreiben sondern telefonieren sollte (wenn man sich nicht sehen kann) - das wär bei mir ein ganz schlechter Rat.
Wenn ein Text nicht 100% eindeutig geschrieben ist, also so oder so ausgelegt werden kann, wird er meistens vom Lesenden in dessen eigener derzeitigen Emotion gelesen werden...

Wenn Du nach einem Streit mit Deinem Partner eine solche, so oder so auslegbare Nachricht erhältst, wirst Du, so Du noch immer wütend auf diesen sein solltest, den Text vermutlich ganz anders beim Lesen für Dich intonieren und wahrnehmen, als wenn Du ihn gerade tierisch vermißt und er Dir mächtig fehlt, oder?

Bei einer Sprachnachricht fällt diese Unklarheit weg, da Du die Betonung des Verfassers hörst.
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Wenn ein Text nicht 100% eindeutig geschrieben ist, also so oder so ausgelegt werden kann, wird er meistens vom Lesenden in dessen eigener derzeitigen Emotion gelesen werden...

Wenn Du nach einem Streit mit Deinem Partner eine solche, so oder so auslegbare Nachricht erhältst, wirst Du, so Du noch immer wütend auf diesen sein solltest, den Text vermutlich ganz anders beim Lesen für Dich intonieren und wahrnehmen, als wenn Du ihn gerade tierisch vermißt und er Dir mächtig fehlt, oder?

Bei einer Sprachnachricht fällt diese Unklarheit weg, da Du die Betonung des Verfassers hörst.

Kommt natürlich drauf an wie gut man sich kennt - aber ich weiß doch in 99% der Fälle wie mein Partner etwas meint, ich glaub ich hab da noch nie in meinem Leben ein schriftliches Missverständnis gehabt und ich kommuniziere eigentlich fast nur schriftlich. Im Gegensatz dazu gibt es meiner Meinung nach seeehr viel mehr Fälle in denen man etwas Unüberlegtes am Telefon sagt. Also streiten am Telefon/per Skype hat fast immer zu noch mehr Streit geführt - streiten über Nachricht zur baldigen Versöhnung.
Das Gleiche mit Flirten: Wenn ich versuche telefonisch zu flirten, mache ich das wie der letzte Psychopath - flirte ich schriftlich bin ich eigentlich ziemlich gut darin. Da kann ich halt bei jedem Satz hinterfragen "Klinge ich gerade wie ein Psychopath?"
 

Benutzer131032 

Verbringt hier viel Zeit
Mir persönlich erscheint es oftmals, als habe die zunehmende Digitalisierung eher eine persönliche Distanzierung von Freundschaften zur Folge oder, um es anders auszudrücken, ich "weiß" doch aus den sozialen Medien, wie es meinen "Freunden" gerade so geht, warum sollte ich mich denn dann noch persönlich melden und nachfragen..., etwa, um mir anzuhören: "Alter, hast Du kein Facebook?" statt ein freundliches "Hey, wie geht's Dir? Schön von Dir zu hören, was machst Du so?, ..." zurückzubekommen.

Ja, und wenn du ohne "Sachwarmintelligenz" mal versucht hilfreich zu sein wirst auch noch dumm angemacht! Nur weil die anderen es Nicht hinkriegen! Aber ok... das thema geht weit an Social media Vorbei.

Abgesehen davon... Ich Könnte heute auch noch (Mit Kurbelinduktor und leidener flasche, bissl draht und was man eben so braucht) einen Knallfunkensender Bauen!... Nur damit ihr mal einen Anhaltspunkt habt wo euer "BT/Wlan/LTE" Herkommen....
 

Benutzer72433 

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Aber ich würde doch bitte nicht den Notruf wählen, weil ich in nem Zugklo eingesperrt bin...?? Also ICH würde das nie machen, da gibts auch echte Notfälle :what:
dito. ich würd vermutlich nach der servicehotline der bahn googeln (und dann erstmal teuer in warteschleifen hängen :grin:).


Wenn das aber per Nachrichten ausdiskutiert wird, kann ich über jede Nachricht die ich abschicke nachdenken und sie genau so formulieren, wie ich es beabsichtige.
a) das, b) kann ich mir aber auch beim lesen etwas zeit lassen, und, wenn ichs in den falschen hals kriege, erstmal kurz nachdenken ob das wirklich so scheisse gemeint war wie es grade klingt. da kann ich wesentlich leichter differenzieren, ob ich selber grade gereizt bin, oder obs an der aussage liegt - am telefon oder im rl ist da meine reaktion schon draussen, bevor ich nachdenke :grin:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn ein Text nicht 100% eindeutig geschrieben ist, also so oder so ausgelegt werden kann, wird er meistens vom Lesenden in dessen eigener derzeitigen Emotion gelesen werden...

Wenn Du nach einem Streit mit Deinem Partner eine solche, so oder so auslegbare Nachricht erhältst, wirst Du, so Du noch immer wütend auf diesen sein solltest, den Text vermutlich ganz anders beim Lesen für Dich intonieren und wahrnehmen, als wenn Du ihn gerade tierisch vermißt und er Dir mächtig fehlt, oder?

Bei einer Sprachnachricht fällt diese Unklarheit weg, da Du die Betonung des Verfassers hörst.

Stimmt für mich einfach nicht. Für mich gibt es in echten realen Streits oder Diskussionen viel mehr Potential sich gegenseitig falsch zu verstehen, oder im Affek gemein zu werden. Außerdem macht für mich die Betonung gar keinen großen Unterschied im Verständnis, sondern Mimik und Gestik. Die fehlt beim Telefon genauso. Und Sprachnachrichten sind für mich sogar echt schwierig.

Aber ich kann komplizierte Themen sowieso besser schreiben als reden - ich hab schon als siebenjährige Briefe geschrieben an meine Eltern, warum ich traurig war.
Und an meinen Ex, was mach genervt hat, und und und... ich ziehe schreiben JEDERZEIT einem Telefonat vor in aufgewühlter Stimmung - und kann das auch sehr viel besser.

Nevery Nevery ich auch :grin: :grin: hab auch nachgedacht, und das erste, das mir eingefallen wäre, wäre Google gewesen
 
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Benutzer138994  (40)

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Bei einer Sprachnachricht fällt diese Unklarheit weg, da Du die Betonung des Verfassers hörst.
Was ist, wenn man gerade totmüde ist, man wegen irgendwas wütend ist was mit der Nachricht nichts zu tun hat oder man krank ist und das in der Stimme hört? Das schwingt doch dann alles mit. Dann bekommt der andere das auch nocht mit. Stellt vieleicht die Frage, was ist denn los mit dir?
Was ist, wenn ich mich in der Nachricht versprochen habe? Dann muss ich den ganzen Satz nochmal aufnehmen. Bei einem Rechtschreibfehler kann ich das Wort einfach korrigieren vor dem Abschicken.
Was ist, wenn ich was vergessen habe zu erwähnen? Dann muss ich noch eine Nachricht schicken. Der Empfänger hält mich vieleicht deshalb für blöd. Ich würde es lästig finden. Mit einer Textnachricht geht das in einem, dann kann ich mir das nochmal durchlesen und was verändern.
Was ist, wenn ich nicht will, dass der andere gerade mitbekommt, wie ich mich gerade fühle oder wo ich bin? Schließlich könnten auch Hintergrundgeräuche mit aufgezeichnet werden.
 
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Benutzer56469  (36)

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Ich erfahre auch alles, ohne bei Fakebook zu sein. Manchmal etwas später, aber ich erfahre es.
Ich meinte eher so Aktionen von manchen Firmen. Ich habe festgestellt dass viele Firmen oder Vereine ihre Mitglieder nur mehr über Soziale Netzwerke informieren und die die nirgends dabei sind fehlen dann obwohl sie in dem Verein dabei sind.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Ich meinte eher so Aktionen von manchen Firmen. Ich habe festgestellt dass viele Firmen oder Vereine ihre Mitglieder nur mehr über Soziale Netzwerke informieren und die die nirgends dabei sind fehlen dann obwohl sie in dem Verein dabei sind.
Manche scheinen tatsächlich so doof zu sein...
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Was ist, wenn man gerade totmüde ist, man wegen irgendwas wütend ist was mit der Nachricht nichts zu tun hat oder man krank ist und das in der Stimme hört? Das schwingt doch dann alles mit. Dann bekommt der andere das auch nocht mit. Stellt vieleicht die Frage, was ist denn los mit dir?
Also, wenn ich eine Sprachnachricht sende, bin ich mir meines Zustandes in der Regel bewußt und habe kein Problem damit, daß mein Gegenüber diesen auch mitbekommt, in erster Linie geht es hier ja um die regelmäßige Nutzung und Wut oder Krankheit sollten ja hoffentlich nicht die Standardstimmung sein, in der man Nachrichten verfaßt, könnten aber, z.B. bei einem Streit auch zeigen, wie verletzt man ist (genau darum ging es ja auch in meinem von Dir zitierten Part. - Die Übermittlung von Emotionen durch Sprache!).
Was ist, wenn ich mich in der Nachricht versprochen habe? Dann muss ich den ganzen Satz nochmal aufnehmen.
Oder einfach, wie in einem Gespräch, das Auge in Auge stattfindet, korrigieren. Wo liegt das Problem?
Was ist, wenn ich was vergessen habe zu erwähnen? Dann muss ich noch eine Nachricht schicken. Der Empfänger hält mich vieleicht deshalb für blöd.
Bei Text mußt Du auch noch eine Nachricht schicken, wenn Du etwas vergessen hast und ich wage zu bezweifeln, daß Du oder auch andere, die dieses Argument nennen, jede ihrer Textnachrichten vor dem Abschicken Korrektur lesen und glaube auch nicht, daß der Empfänger einen gleich für blöd hält, wenn man sich mal korrigiert oder etwas vergißt, das ist nur menschlich.

Sollte das bei Dir aber ständig und dauerhaft vorkommen (etwas vergessen oder sich korrigieren müssen), ist eine Textnachricht für Dein Gegenüber vermutlich wirklich die streßfreiere Lösung.
Was ist, wenn ich nicht will, dass der andere gerade mitbekommt, wie ich mich gerade fühle oder wo ich bin? Schließlich könnten auch Hintergrundgeräuche mit aufgezeichnet werden.
Dann kann man immer noch eine Textnachricht schreiben... Ich sage ja nicht, daß eine Sprachnachricht die einzige Möglichkeit ist, um zu kommunizieren, sondern lediglich, daß ich diese bevorzuge. Eben, weil es schneller geht, Emotionen transportiert und ich Sprache halt einfach deutlich persönlicher finde und eine Nachricht mit Betonung und Emotion dem reinen Text vorziehe.
 

Benutzer3277 

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Ich meinte eher so Aktionen von manchen Firmen. Ich habe festgestellt dass viele Firmen oder Vereine ihre Mitglieder nur mehr über Soziale Netzwerke informieren und die die nirgends dabei sind fehlen dann obwohl sie in dem Verein dabei sind.

Das ist in meiner Firma und meinen 2 Vereinen zum Glück nicht so, hier gibt es Newsletter, die ich natürlich erhalte. Und wenn das mal so vorhat (Facebook), dann werde ich mich wehren.
 
1 Woche(n) später

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wenn man das hier liest, weiß man auch nicht mehr, ob man ob der Naivität der Ministerdarstellerin lachen oder weinen soll... :kopfwand: :kopfwand:

re:publica: Justizministerin Barley fühlt sich von Facebook verschaukelt

Vertreter von Facebook hätten ihr in persönlichen Gesprächen mehrfach versichert, dass der Netzwerkbetreiber die EU-Datenschutzverordnung weltweit als Basis nehmen wollten, beklagte Justizministerin Katarina Barley. Nun sei alles anders gekommen.

Echt jetzt - Konzerne lügen! Da kommt man als Politiker in unbekannte Welten...

Das kann doch keiner ahnen!
 
1 Woche(n) später
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