ohne Perspektive

Benutzer100660 

Öfters im Forum
einen ratschlag habe ich keinen.
aber ich kann dir sagen mir gehts genau so. ich hab noch über 4 jahre schule und ich will was verändern einfach weg.. raus in die welt. auch ich hab mir ein ziel gesetzt und weiß nicht ob mich dieser freiheitsdrang nicht doch noch hindern wird es zu erreichen
der verstand sagt: ausbildung
das herz sagt: weg von hier

glaub mir ich versteh dich gut
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Wenn ich achtzehn bin könnte ich einfach meine Koffer packen und wegfahren, so stell ich es mir zumindest vor. Ich könnte irgendwo einen Kellnerjob annehmen oder sonst irgendwo arbeiten und ein wenig Geld verdienen.
nach einer weile ist das leben so dann aber genauso eintönig und geregelt wie es das jetzt auch ist.
das solltest du bei solchen gedanken immer im hinterkopf haben.

in meinen augen solltest du dir dein ziel, architektin, immer vor augen halten, denn wenn man ein ziel hat, dann weiß man im leben auch wo es hingehen soll. und vor allem wenn du architektin bist, dann stehen dir viel mehr türen und möglichkeiten offen, auch was städte oder andere länder als mögliche wohnort angeht.

fährst du eigentlich ab und an in urlaub?
vielleicht wäre das etwas womit du immer mal wieder aus deinem leben ausbrechen kannst, ohne aber die gewohnte basis zu verlassen.
als schüler hat man noch viel zeit um die ferien auch für urlaube zu nutzen. klar es fehlt das geld, aber durch einen kleinen nebenjob könntest du dir so das ein oder andere schon gönnen und finanzieren und dann deinem freiheitsdrang in den ferien nach gehen. vielleicht ist das ja eine option für dich?
 

Benutzer99916 

Meistens hier zu finden
So oder so ähnlich gings mir auch vor gar nicht all zu langer Zeit.. Aber was mir geholfen hat war, darüber nachzudenken, wie ich meine Entscheidung später einmal rückblickend sehen werde. Und ich bin für mich zur Erkenntnis gelangt, dass ich wahrscheinlich mal sehr unzufrieden werden würde, wenn ich jetzt die Chance nicht nutzen und mein Abi mache würde. Ich würde mir wahrscheinlich immer vorwerfen, dass ich die paar Jahre nicht noch durchgehalten habe und nichts aus meinem Leben gemacht habe.

Anhand deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass du die FOS besuchst und vor hast, die 13. Klasse zu machen, wenn du vom allg. Abi sprichst. Dann hast du doch in der 11. Klasse ziemlich viele Praktikumsphasen und wenig Schule. Dann ist es doch schon etwas leichter zu ertragen, auch wenn es nicht grad die große weite Welt ist. Aber es ist schon mal ein Unterschied zum normalen Schulalltag.

Wenn du doch den Traum hast Architektur zu studieren dann halte es durch, auch wenn du manchmal große Lust hast alles hinzuschmeißen. Aber solche Phasen wird es im Leben wohl immer geben und da muss man durch. Du wirst sehen die paar Jahre vergehen wesentlich schneller als du denkst und dannach kannst du dir deinen Traum erfüllen und vor dem Studium etwas Spannendes erleben - allerdings dann mit dem Abi in der Tasche!
 

Benutzer90786  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
hey,
ich kann dir eigentlich nur raten es durchzuziehen! ich hab auch oft zuhause gelegen und gedacht "boah, ich hab keinen bock mehr!!", doch habs durchgezogen und bin jetzt stolz drauf.
die oberstufe war nämlich auf der anderen seite mit die geilste zeit meines lebens. die ganzen stufenfahrten, auf denen wir verdammt viel spaß hatten.. die ganze abi-organisation.. der abiball, wenn du auf der bühne stehst, alle dich angucken und du dir nur denkst "geile scheiße, ich habs geschafft!".. und: die 3 jahre gehen sooo schnell rum, wahrscheinlich schneller als es dir lieb ist :zwinker:
 

Benutzer34914 

Meistens hier zu finden
mein Tipp mach dein Abi, du wirst es später bereuen und wenn du dein Abi in der Tasche hast kannte dir deine Koffer schnappen und mal nen Jahr rumreisen und mal machen was du willst, so als kleines Dankeschön für dich selbst. Ansonsten mach doch kleine Kurztrips an langen Wochenenden oder in deinen Ferien.

Jeder hat mal die Phase aus seinem Alltagstrot auszubrechen geht mir genauso, in der Regel schnapp ich mir dann meine Sachen und bin mal nen Wochenender oder ein paar Tage unterwegs und wenn ich wieder zurück bin geht alles viel besser. Aber bleib deinem Ziel treu mit Abi und studieren, sonst wirste dich nachher selbst ärgern.
 

Benutzer87159 

Verbringt hier viel Zeit
genau, wie die anderen schon meinten: mach dein abi und arbeite nebenbei. dann kannst du in den ferien schön wegfahren oder auch mal am wochenende.
und wenn du dein abi erstmal hast, hält dich doch niemand mehr. du kannst wegziehen, wo anders dein studium beginnen und sogar ein auslandssemester machen, wenns dich in der neuen stadt/land irgendwann nerven sollte.
für mich war das jedenfalls so der weg :smile:
 

Benutzer53291 

Verbringt hier viel Zeit
Ach ich kenne das auch.Mich langweilt mein Leben zwar nicht, aber ich denk manchmal ich müsste eigentlich was anderes tun, was mich mehr erfüllt. Aber ich denk, man muss für sein Glück einfach was tun und darf sich nicht selbst bemitleiden, denn es gibt immer andere denen gehts viel schlechter und im Prinzip sollte man es schätzen,was man hat.

Aber wenn dein Traum Architekt zu werden ist, haste doch zumindest ein Ziel, ist doch gut wenn man auf was hinarbeiten kann.

Ich hab auch nen ähnlichen Traum, was den Beruf angeht, ich will mal Forscher werden, auch wenn ich weiß,dass ich dafür sehr viel Energie aufwenden muss, aber kann mir nichts vorstellen,was mich glücklicher machen könnte. Von daher einfach alles dafür tun, dass der Traum in Erfüllung geht.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Da steh ich aber noch ganz am Anfang und drei Jahre sind echt verdammt lange.
Das hab ich 2008 auch gedacht :zwinker:.
Und nun sind Ende März meine ersten Prüfungen. Die Zeit geht soooo schnell rum!
Halt durch. Das erste Halbjahr hast doch schon fast rum :smile:.

Ich bin froh dass ich mich entschieden hab, das Abi dranzuhängen.
 

Benutzer72934 

Verbringt hier viel Zeit
Wäre ich an deiner Stelle würde ich:
- Zähne zusammenbeißen
- Abitur machen
- nebenher jobben
- in den Ferien verreisen/ am Wochenende Städtetrips machen etc.
- nach dem Abi Architektur in einer Stadt studieren die dich reizt (kannst ja auch mal den Studienort wechslen)

3 Jahre kommen einem manchmal verdammt lang vor. Aber wenn du das Abi einmal hast, hast du viel mehr Möglichkeiten. Wenn du danach noch studieren willst kannst du ein Studium jederzeit beginnen. Ob nun direkt oder erst nach ein paar Jahren. Bis dahin können die Trips helfen das Fernweh etwas zu zügeln.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Du musst die drei Schuljahre ja nicht ausschließlich mit Lernen und Schule verbringen. Das wäre in der Tat ziemlich öde...

Wie erwähnt wurde: Du kannst jobben. Du kannst auch in den Schulferien Praktika machen, vielleicht ja sogar in Deinem gewünschten späteren Beruf? Natürilch kannst Du im Praktikum nicht mal eben Häuser entwerfen, aber vielleicht ist es gar nicht mal verkehrt, wenn Du in den Alltag eines Architekturbüros schnupperst? Selbst wenn Du die Zusammenhänge dort noch nicht erkennst und eher Hilfsarbeiten verrichtest.

Außerdem rate ich Dir dazu, frühzeitig Informationen über Dein Wunschstudium einzuholen - schau Dir Studienpläne an, schau nach, was alles für Module und Fächer zu belegen sind. Ich hab keine Ahnung, wie realistisch Dein Bild vom Beruf des Architekten ist.

Unabhängig davon, was Dein späteres Wunschstudium ist, gönnte ich auch der Gegenwart mehr Beachtung. Hast Du in Deiner neuen Schule schon Anschluss gefunden? Unternimmst Du gern was mit Deinen Mitschülern? Fühlst Du Dich in der Klasse bzw. den Kursen wohl? Kommst Du mit den Lehrern klar?

Sieh die Schule bitte nicht nur als notwendiges Übel, das Du hinnehmen musst, um später studieren zu können. Schulzeit KANN gut sein, wenn man mit Neugier und Offenheit daran geht. Auch wenn Du jetzt von manchen Fächern genervt sein dürftest und Dir denkst "wozu, das brauch ich doch gar nicht, ich will das nicht lernen" - es ist durchaus ein Geschenk, dass Du so breitgefächert lernen darfst. Allerdings erkennt man das manchmal erst im Nachhinein.

Jenseits der Schule: Womit beschäftigst Du Dich in Deiner Freizeit? Gibts einen Sport, den Du gern betreibst? Spielst Du ein Instrument? Wofür kannst Du Dich begeistern?

Diese Aufbruchsgedanken, die Du hast, sind in dieser Altersgruppe ziemlich verbreitet und aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar. Dass es "alterstypisch" ist, macht die Gedanken für Dich nicht weniger quälend, weil Du eben das nervige Gefühl hast, nicht aufbrechen zu dürfen - aber vielleicht hilft es ja, dass Du mit diesem Wunsch nicht allein bist?

Ein langfristiges Ziel anzusteuern, kann ziemlich mühselig sein, wenn kurzfristig erreichbare Lustbarkeiten verlockender sind. Das ist verdammt menschlich. Schon das Aufräumen der Küche nach einer Party ist mühseliger, als sich spontan dem Sortieren der Partyfotos zu widmen. :zwinker: Erst recht gilt das für Ziele, die erst in Jahren wirklich erreicht sind. Hier hilft es, sich Etappenziele zu setzen.

Was sind die Alternativen zum Abitur? Du könntest eine Ausbildung machen. Dann hättest Du praktische Arbeit - aber auch in einer Ausbildung fällt Lernen an, abhängig natürlich von der Art der Ausbildung mehr oder weniger theorielastig.
Einfach nur als ungelernte Kraft irgendwo zu jobben kann ich nicht empfehlen, aber auch das ist ein Weg. Ggf. kanns dann sein, dass Du Dich nach einiger Zeit des freien Herumjobbens fragst, ob das schon alles war und wie es weitergeht. Eventuell kann es nach längerer Zeit des Nichtlernens um so schwieriger sein, wieder mit der Schule anzufangen, weil Du dann aus der Schule lange raus bist. Das kann man so pauschal nicht beurteilen, es gibt auch Menschen, die diesen Weg gegangen sind und der Ansicht waren, dass sie erst nach der Zeit des praktischen Arbeitens wussten, dass sie ihren Schulabschluss doch noch machen wollen - und um so ehrgeiziger waren, weil sie wussten, wie wichtig das Abitur sein kann für bestimmte Berufswege.

Wichtig scheint mir, dass Du Deine Situation als Schüler nicht zu schwarz-öde-fad empfindest und Dir die Möglichkeit des Aufrbrechens und Jobbens nicht als zu rosig-abenteuerlich-spannend ausmalst. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Wie kannst Du die aktuelle Situation in der Schule mit aktuell fern scheinendem Ziel verbessern? Was kann dazu beitragen, dass Du die kommenden Jahre nicht als endlos zähe Masse aus öden Schultagen empfindest?
Auch als Schüler kann man ein schönes Leben führen, das aus mehr besteht als Lernen und Stundenabsitzen.

Ergänzung: Nochmals nachgelesen. Du spielst also Fußball und gehst ins Fitnessstudio - ggf. brauchst Du da neue Anreize oder Ziele. Schon überlegt, eine Jugend- oder Kindermannschaft zu trainieren? Wenn Dich langweilt, was Du tust und wie Du lebst, kanns helfen, Dir neue Ziele zu stecken, damit Dir eben nicht mehr langweilig ist. Wenn Du seit Ewigkeiten Fußball spielst, aber eigentlich nur noch aus Gewohnheit, dann kannst Du Dir eine andere Sportart suchen. Oder ein Instrument lernen, zu singen anfangen... oder überleg Dir, wohin Du gern reisen willst. Wenn ins Ausland, dann lern die Sprache des Wunschziels oder verbesser Dich darin. Oder schau, auf welchem Weg Du jobben kannst, um für Reisen Geld anzusparen.

Was ich übrigens durchaus spannend finde: Wochenend-Wandertouren in die Umgebung. Ob allein oder mit Freunden. Da kommt man raus, erlebt was und es ist mit Zelterei etc. mal was Anderes. Ggf. einfach Tagestouren ohne Übernachtung, wenn man früh mit der Bahn losfährt und den Tag ausnutzt, kann man an einem Samstag schon so Einiges draußen erleben.
 

Benutzer79205 

Verbringt hier viel Zeit
Mach ein FSJ oder ähnliches im Ausland!

Was spannenderes zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gibts nich für junge Menschen!!
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
FSJ oder Ähnliches: Und dazu soll Sannj jetzt die Schule unterbrechen, damit es noch länger dauert bis zum Abitur?
Klar ist ein FSJ oder auch ein Freiwilliges ökologisches Jahr eine Herausforderung und kann zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen. Außerdem kann das helfen, wenn man nach dem Schulabschluss nicht genau weiß, wohin der Weg führen will - man ist aktiv und sammelt Erfahrungen und hat gleichzeitig einen Zeitpuffer bis zur Entscheidung für ein Studium oder eine Ausbildung. Nur hat Sannj eigentlich bereits eine Entscheidung getroffen, nämlich zunächst das Abitur zu machen, um studieren zu können. An der Entscheidung zweifelt sie, weil es eben noch so lange dauert, bis das Abitur tatsächlich erreicht ist.

Aktuell die Schule zu unterbrechen, um ein FSJ oder sonstige soziale Dienste einzuschieben, halte ich für einen fragwürdigen Rat.
 

Benutzer100804 

Sorgt für Gesprächsstoff
...
 
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Benutzer79205 

Verbringt hier viel Zeit
FSJ oder Ähnliches: Und dazu soll Sannj jetzt die Schule unterbrechen, damit es noch länger dauert bis zum Abitur?

OMG...du klingst wie meine Mudda....:tongue:

lass das doch die Openerin entscheiden!! Nicht jeder braucht Abitur um glücklich zu sein.... mann mann mann..... nee nee nee...:schuettel:
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

du hast doch auch 6 Wochen Sommerferien oder?
Wenn du über die Zeit nicht tonnenweise Zeugs vorbereiten oder lernen musst, würde ich die Ferien definitiv nutzen, um länger wegzufahren. Im Grunde hindert dich ja nichts daran, für 4 oder 6 Wochen ins europäische Ausland zu fahren und dort zu jobben. Praktisch das, was du jetzt überlegst, nur in klein. 4 Wochen sind dann immer noch eine ziemlich lange Zeit. Vielleicht wären auch Internetseiten wie die Couchsurfing-Börse etwas für dich, da kann man sich auch eintragen lassen, wenn man nur bereit ist, Reisenden die eigene Stadt zu zeigen, ohne gleich einen Schlafplatz anzubieten.
Zudem würde ich dir raten Hobbytechnisch noch etwas weiter zu gehen als Mosquito geraten hat und mal was ganz neues auszuprobieren. Das kann etwas sein, was du schon immer mal machen wolltest, aber auch etwas mit dem du noch nie etwas zu tun hattest. Da kann man sich zb auch mal die Interessen der Geschwister oder anderer Bekannter ansehen. Das mit den Sprachkursen ist auch ne super Idee, weil man da oft sehr unterschiedliche Leute kennenlernt. Du kannst dich aber auch als Sprachpartner für Deutschlerner anbieten, da lernst du dann gleichzeitig etwas über andere Länder. Guck doch mal, ob es in deiner Stadt Vereine oder Zentren gibt, die sich in sprachlicher und kultureller Hinsicht für Ausländer einsetzen und Deutschkurse anbieten.
Ansonsten, bring deinen Alltag doch mal gehörig durcheinander, mach einfach mal etwas anders, kauf woanders ein, geh in einen asiatischen, türkischen, was-auch-immer Supermarkt und kauf dort ein (und koch etwas), mach mal einen Ausflug in eine andere Stadt, such im Alltag andere Orte auf, nicht immer dieselben, bleib Abends mal länger weg oder geh woanders hin, etc etc.
Man kann sein tägliches Umfeld durchaus schon stark verändern, da würd ich ansetzen.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
OMG...du klingst wie meine Mudda....:tongue:
Wer weiß, vielleicht BIN ich ja Deine Mutter? :bussi:
lass das doch die Openerin entscheiden!! Nicht jeder braucht Abitur um glücklich zu sein.... mann mann mann..... nee nee nee...:schuettel:
Klar entscheidet sannj das selbst. Bei Deinem Ratschlag war mein Gedanke "Thema verfehlt". Warum, habe ich erklärt. Sie will Architektin werden - und dafür sind Abitur und Studium Voraussetzung.
 

Benutzer79205 

Verbringt hier viel Zeit
Ja aber das kann sich ja auch immer noch werden oder machen....muss es denn immer ein exakter Lebenslauf ohne Brüche sein?

Wenn sie sich jetzt so halb unmotiviert durchlaviert und dann irgendso ein 3er Abi hat....boah ganz tolle Chancen... wenn sie demgegenüber jetzt eine Auszeit, ein Besinnungsjahr macht und evtl. ein FSJ im Ausland oder so, dann tun sich ganz neue Perspektiven und Motivationen auf die sie dann evtl. viel zielorientierter und von den Noten her weit besser bestreiten würde....
 
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