Offenheit und Herzlichkeit in verschiedenen Regionen

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vor Kurzem habe ich mal wieder ein paar Leute aus Sachsen (Oberlausitz) getroffen, die ich alle paar Jahre mal sehe...
Und dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass mir diese Leute auf eine viel offenere und herzlichere Art begegnen als fast alle Leute in meiner Gegend (Baden-Württemberg, bzw. genauer Großraum Stuttgart).
Zur Begrüßung gab es selbstverständlich eine Umarmung und danach haben wir uns nett und ungezwungen unterhalten.
Aber bei Leuten aus meiner Gegend, die ich nur sehr selten sehe, herrscht meistens eine eher gezwungene und distanzierte Atmosphäre. Man sagt hallo oder begrüßt sich per Handschlag und weiß danach kaum, worüber man sich unterhalten soll. (Natürlich gibt es auch ein paar Ausnahmen... aber das ist wirklich sehr selten - und Umarmungen zur Begrüßung kenne ich sonst nur von ein paar platonischen Freundinnen und schon gar nicht unter Männern)

Auch der Umgang dieser Leute untereinander erschien mir deutlich lockerer und herzlicher als bei Leuten in meiner Gegend, die sich gut kennen. - Selbst über große Altersunterschiede hinweg. (Die Gruppe besteht aus Leuten zwischen ca. 5 und 60 Jahren)

Habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht - also dass Leute in anderen Gegenden viel herzlicher und offener oder viel distanzierter sind als in eurer Gegend?
Und kennt ihr Beispiele für Gegenden, in denen die Leute besonders herzlich und offen oder besonders distanziert sind?

Ich frage mich nämlich gerade, ob meine Beobachtung nur ein Fall selektiver Wahrnehmung ist (ich kenne ja nur diese eine kleine Gruppe von Leuten aus Sachsen, aber sehr viele Leute aus meiner Gegend) oder ob man hier wirklich große regionale Unterschiede erkennen kann.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
hmmm... interessante Frage. Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass es mehr von den Menschen selbst abhängt, als von der Gegend aus der sie stammen.
Obwohl meine Tendenz sagt, je südlicher, desto herzlicher und körperkontaktfreudiger generell wird einem Fremden (!) begegnet.
Ansonsten würd ich eher Stadt und Land vllt noch vergleichen. Menschen, die die Anonymität in der Großstadt gewohnt sind, kommen mir oft distanzierter vor, als die, die in lauschiger Wärme von Dorf und Kleinstadt aufgewachsen und dort fest verwurzelt sind.

Ich kann sagen, mein Schulfreundeskreis begrüßt sich auch ganz selbstverständlich immer mit Umarmung und scheut auch sonst keinen Körperkontakt, ganz geschlechtsunabhängig. (Südbaden)
In Österreich kenn ich das generell mit Bussis begrüßt wird, Männer untereinander eher mit Handschlag, empfinde ich jetzt nicht als zurückhaltender.
Und wie die Gespräche verlaufen ist glaub ich wirklich ganz großteils abhängig von der Art der Beteiligten. Es gibt in ein und der selben Stadt die unterschiedlichsten Arten wie ein Freundeskreis oder ein Clique funktioniert. Zumindest hab ich das so erfahren.

Meine Ergänzung hier wäre also, dass spezielle Regionenaufteilungen mir noch nicht aufgefallen wären, mehr so die Unterschiede zwischen Stadt und Land.
Und natürlich den Menschentypen selbst.

Obwohl ich als Südkind die Nordlichter oft als komisch und distanziert empfinde :tongue:
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Durchaus. Mir kommen die Sachsen und Sachsen-Anhalter auch deutlich herzlicher vor als beispielsweise die snobby Frankfurter. Und zwischen den Köllnern und Düsseldorfern liegt definitiv ein Unterschied. Allerdings kann ich auch gut mit den Bayern, die wiederum nicht so gut mit den Sachsen können :zwinker: was auf Gegenseitigkeit beruht.
Die Stuttgarter waren auch nicht so mein Ding, aber ich kenne ein paar sehr coole Baden-Württemberger :zwinker:

kommt vielleicht einfach auch auf den Zufall an, wobei es sicherlich eine gewisse Grundhaltung gibt. Das Vorurteil über die Berliner Schnauze muss ja irgendwoher kommen :zwinker:
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe - gerade was den Großraum Stuttgart angeht - im Studium ähnliche Erfahrungen gemacht. Irgendwie bin ich mit der distanzierteren Mentalität der Einheimischen nicht so wirklich klargekommen. Es wirkt auf mich nicht so offen und herzlich wie andere Regionen, ich hatte auch den Eindruck dass es schwerer ist, neue Kontakte zu knüpfen.

Wirklich anhand von Langzeiterfahrungen vergleichen kann ich's aber auch nur mit dem Großraum Heidelberg-Mannheim, Karlsruhe und Frankfurt. Auch zwischen denen gibt es subtile Unterschiede, aber da habe ich mich einfach wohler gefühlt (bzw fühle ich mich wohler), es wirkt auf mich freundlicher, offener, herzlicher und weniger "ernst" wie man dort miteinander umgeht. Aber auch bei kürzeren Aufenthalten in Köln (fast zuuu offen und locker.. :grin:), Berlin (nach aussen gerne mal etwas kantig, aber mit Herz) oder Hamburg (Geschmacksache, ich mag die Mentalität da) habe ich mich wesentlich willkommener und wohler gefühlt.

Und noch zwei kurz&platt :smile:D) beschriebene Auslandsvergleiche:
In L.A. ging's in meinen Augen sehr offen, sehr freundlich, aber auch recht oberflächlich zu (Klischee, ich weiß :grin:), in Porto sehr herzlich, ehrlich, lebenslustig und sympathisch.

Insgesamt kann ich Deine These aber eigentlich nur bestätigen, die Mentalitäten unterscheiden sich doch recht deutlich. In München weht ein anderer Wind als in Hamburg, Frankfurt fühlt sich anders an als Stuttgart, Berlin anders als Köln. Die Unterschiede wenn man ins Ausland schaut sind tendenziell größer, aber spürbar ist das auf jeden Fall.

Ich denke, dass es eine Frage ist was für ein Mensch man ist (und vielleicht auch wie man aufgewachsen ist, wenn es darum geht wo man sich wirklich wohl und zu Hause fühlt - welche Mentalität zu einem passt.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube ehrlich gesagt, dass dieses Feeling für Städte oder Regionen sehr subjektiv ist ...
Also ich empfinde es auch so, eine Stadt mögen oder nicht ist pures Bauchgefühl, da könnte ich nie rational argumentieren.
Das hängt gar nicht zwingend mit den Menschen zusammen, mehr mit so einer Allround-Atmosphäre, ganz schwer zu fassen.

Da finde ich persönlich Stuttgart auch sehr unsympathisch. Karlsruhe allerdings auch.
Eigentlich kann ich jeder Stadt so ein Gefühl zuordnen.

Schwaben ist generell recht eigen :zwinker: Sagt die Badenserin... nunja.

Allerdings fehlt mir eben von diesem Stadtgefühl die Verbindung zu den Menschen und ihrer "Art" - sowas konnte ich noch nicht feststellen, so einen Trend, der sich durch eine Region zieht. Schwierig, das festzumachen.
 
S

Benutzer

Gast
Ich kann das nur bestätigen. Die Herzlichkeit der Sachsen hab ich auch schon zu schätzen gelernt. Gerade wenn man als unwissender Touri durch die Stadt - sei es Leipzig oder Dresden - läuft, man wird eigentlich immer angesprochen und gefragt, ob man behilflich sein kann etc. Meistens bleibt es dann nicht mal bei der Wegbeschreibung sondern zusätzlich wird noch ein kurzes Pläuschchen gehalten über Gott und die Welt.
Das macht mir die Sachsen sehr sympathisch auch wenn ich kein Freund ihres Dialektes bin.

Und es stimmt: Berliner sind recht distanziert und teilweise wirken sie "eingefroren". Das hab ich schon von vielen Menschen gehört und ich selbst empfinde das auch so, wenn ich durch die Straßen Berlins schlendere.

Eine ganz andere Herzlichkeit zeigen auch die Norddeutschen. Hamburger oder Schleswig-Holsteiner zB sind auch sehr herzlich, aber halten sich immernoch einen kleinen "Sicherheits"Abstand zum "Fremdling". Dennoch sind sie total humorvoll und sehr liebenswert. :jaa:
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Also ich glaube ebenfalls, dass die Wahrnehmung da sehr subjektiv ist.
Die Leute in Berlin allgemein kamen bei mir z.B. zum Großteil total unhöflich und abweisend rüber obwohl ich einige sehr herzliche, offene und nette Berliner kenne. Ebenso gings mir in Thüringen und Sachsen.
Ich würde sagen das hängt viel eher vom Lebensstil, dem Alter, den persönlichen Vorlieben und dem Umfeld ab als von der Region.
Sprache macht auch einiges aus. Norddeutsche, die total klinisch reines Hochdeutsch sprechen kommen mir auch von vornherein distanzierter, kälter und unsympathischer vor als Leute, die einen leichten (am besten noch süddeutschen) Dialekt haben.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Es gibt überall freundliche, herzliche Menschen, genauso gibt es überall sture, griesgrämige Köpfe. Klar gibt es ein paar regionale Unterschiede, z.B. kühle Nordländer oder die "große Klappe" der Berliner. Trotzdem verbirgt sich dahinter meist auch Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. :bussi:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe - gerade was den Großraum Stuttgart angeht - im Studium ähnliche Erfahrungen gemacht. Irgendwie bin ich mit der distanzierteren Mentalität der Einheimischen nicht so wirklich klargekommen. Es wirkt auf mich nicht so offen und herzlich wie andere Regionen, ich hatte auch den Eindruck dass es schwerer ist, neue Kontakte zu knüpfen.
Genau dieses Problem mit dem Knüpfen neuer Kontakte habe ich hier auch.
All meine Versuche, neue Leute kennenzulernen schlugen bisher fehl und ich muss weiterhin mit meinem an einer Hand abzählbarem Freundeskreis und Vereinskameraden, mit denen ich außerhalb des Vereinslebens kaum etwas zu tun habe, Vorlieb nehmen.

Und deshalb überlege ich mir, ob ich nicht meinen Zukünftigen Wohnort nach Ende des Studiums auch ein wenig danach aussuche, wie leicht es in der Gegend ist, Kontakte zu knüpfen, weil ich einfach nicht der Typ bin, der sofort überall Anschluss findet.
Die Menschen in Berlin waren mir sehr unsympathisch. :ratlos: Vielleicht liegt es an dem Unterschied, dass ich bisher in keiner so großen Stadt war, aber der Humor schien mir seeeeeehr trocken und ich bin es eben gewohnt, dass man sich herzlich grüßt und Freundlichkeit offen zeigt). Die Verkäuferinnen wirkten ernst, irgendwie unfreundlich. Ein Lächeln eine Rarität. Von den Wenigen die ich kennengelernt habe, habe ich nicht einmal die Hand gereicht bekommen... Allerdings waren die Rentner dort richtig herzlich!:grin: Da stimmt es wohl wirklich: Harte Schale, weicher Kern.
In Berlin habe ich eigentlich ziemlich gute Erfahrungen gemacht.
Der Tonfall und die Wortwahl mögen zwar evtl. ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. - Aber ich habe z.B. immer problemlos jemanden gefunden, der mir freundlich den Weg gezeigt hat, wenn ich nicht wusste, wo ich hin muss, während ich in Frankfurt nicht mal eine Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit bekam, als ich meine Uhr verloren hatte.
Und selbst in einer ärmlichen Hochhaus-Siedlung in Kreuzberg mit ca. 90% Ausländeranteil fand ich die Leute alles Andere als unfreundlich.
Stuttgarter kenne ich nur wenige, diese dafür als sehr herzlich. :smile: Liegt wohl daran, dass ich die Verhaltensweisen gewohnt bin und damit aufwachse.
Ich lebe ja auch schon immer im Großraum Stuttgart (nicht in Stuttgart selbst, sondern in einer Kleinstadt gut 20km von Stuttgart entfernt) und bin somit das Verhalten und die Mentalität der Schwaben gewöhnt - und eigentlich fühle ich mich auch sehr wohl in der Gegend.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass dieses Feeling für Städte oder Regionen sehr subjektiv ist ...
Also ich empfinde es auch so, eine Stadt mögen oder nicht ist pures Bauchgefühl, da könnte ich nie rational argumentieren.
Das hängt gar nicht zwingend mit den Menschen zusammen, mehr mit so einer Allround-Atmosphäre, ganz schwer zu fassen.
Dieses Städte-Feeling ist für mich noch mal eine ganz andere Sache.
Natürlich spielen die Menschen dabei auch eine Rolle... aber dazu gehört noch viel mehr.
Bisher kenne ich auch nicht all zu viele Großstädte und kann nur sagen, dass mir Berlin ziemlich gut gefällt, während ich Stuttgart nicht sonderlich toll und Frankfurt total unsympathisch finde.
(In Berlin würde ich sogar für begrenzte Zeit wohnen, obwohl ich eigentlich kein Stadtmensch bin... aber wenn ich einen Job in Stuttgart oder Frankfurt hätte, würde ich definitiv außerhalb wohnen und pendeln.
Ich kann das nur bestätigen. Die Herzlichkeit der Sachsen hab ich auch schon zu schätzen gelernt. Gerade wenn man als unwissender Touri durch die Stadt - sei es Leipzig oder Dresden - läuft, man wird eigentlich immer angesprochen und gefragt, ob man behilflich sein kann etc. Meistens bleibt es dann nicht mal bei der Wegbeschreibung sondern zusätzlich wird noch ein kurzes Pläuschchen gehalten über Gott und die Welt.
Das macht mir die Sachsen sehr sympathisch auch wenn ich kein Freund ihres Dialektes bin.
Bisher war ich zwar nur irgendwo in der sächsischen Provinz... Aber mein Eindruck ist ähnlich: Bis auf ihren Dialekt fand ich die meisten Leute sehr sympathisch...
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ok, dann werde ich als Rheinländer noch meinen Senf dazugeben:
zuallererst muß ich mal die Schwaben in Schutz nehmen (kommt jetzt wahrscheinlich überraschend :zwinker:): klar ist es schwer, mit einem Schwaben warm zu werden. aber wenn man das "geschafft" hat, sind es die treuesten und liebsten Freunde. Das ziehe ich der rheinischen Mentalität vor, die deutlich oberflächlicher ist.

Liebste unklar, das mit den Doofdorfern und den Kölnern sehe ich überhaupt nicht so. Als Kölner, der schon lange in der westlich gelegenen Diaspora :zwinker: lebt, kann ich nur sagen: wenn ich jemanden kennengelernt habe (ich rede jetzt v.A. von Jungs) und wir schnell auf gleicher Wellenlänge waren, dann kam er entweder aus Köln oder aus D'dorf. Wir sind uns ähnlicher als wir selbst meinen.

Bayern sind uns Rheinländern auch sehr ähnlich (daher können wir auch nicht gut miteinander): sehr von sich, ihrer Herkunft und ihren Eigenarten eingenommen.

Mit Nord-Deutschen habe ich eher negative Erfahrungen gemacht, ich denke, da prallen Welten an Mentalitäten aufeinander.

Berliner? Oh Jösses. Da komme ich ja gar nicht mit klar. Dieses spießig-muffige und v.A. dieses zwanghafte Weltstadt-Getue (Berlin wird nie eine Weltstadt werden, dazu müßte man die Berliner umsiedeln) kommt bei den eher locker eingestellten Rheinländern gar nicht gut an.

Zu Ossis kann ich leider kaum was sagen, ich kenne zu wenig, die wenigen sind mir aber eher offen und positiv entgegen getreten.

Noch ein kleiner Blick ins Ausland: ich kenne in Europa kein netteres, toleranteres und offeneres Völkchen als die Iren.

So, Schluß mit Verallgemeinerung. Sind alles persönliche Eindrücke.

Mark11
 

Benutzer14969  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich war während der Ausbildung oft in saarländischen Einkaufszentren Unterwegs.... Saarlouis, Neunkirchen, Saarbrücken... meistens mit dem selben Kollegen, der der Hauptbetreuer des Kunden war (Betreiber der Zentren).... Wir sind beides Rheinländer und sind gewohnt, das man bei so Großkunden wie Einkaufszentren, Krankenhäusern und so viele nette kleine Gespräche führen kann. Krankenschwestern, Verkäuferinnen.. mit den Hausmeistern/Haustechnikern... Wir waren am Anfang total verloren im Saarland. Das ging da gar nicht. Die wollten fast alle nicht mit uns reden und uns möglichst schnell wieder raus haben.
Besonders stark hab ich den Unterschied gemerkt als wir 3 Tage in Neunkirchen waren und danach für 2 Tage nach Stuttgart gefahren sind (Selbe Einkaufszentren-Kette)... da gabs auf einmal Kaffee in den Läden... Frühstück in der Hausmeisterküche... Da haben wir auf der ersten Rückfahrt dann lange über die Unterschiede geredet..... Danach waren wir im Saarland etwas zurückhaltender :smile:

(Natürlich ist dieses Beitrag absolut subjektiv und vielleicht hatten wir nur Pech :smile: )
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Also ich finde die Berliner sehr nett und sehr offen. Das hat mich anfangs total überrascht. Ich meine, ja, das Großstadtklima ist rau, aber mir sind da wirklich sehr viele Berliner freundlich und hilfsbereit begegnet, wenn auch manche ein bisschen ruppiger, aber immer noch so, dass man den guten Willen gemerkt hat.

Gleiches gilt für Paris. Unheimlich hilfsbereite Menschen, zwar vllt nicht herzlich und offen, aber wenn du da ein Problem hast, wird dir nicht die Tür vor der Nase zugeknallt.
 
M

Benutzer

Gast
Die Berliner Schnauze war ein Grund für mich in dieses Städtchen zu ziehen. Ich mag diesen ruppigen Humor sehr und hab hier grundsätzlich eher positive Erfahrungen gemacht.

Ein regelrechter "Kulturschock" waren für mich dennoch die ersten Besuche in der Schweiz. Inzwischen hab ich mich dran gewöhnt, aber anfangs war die Freundlichtkeit der Menschen, vor allem auch was Service etc angeht, wirklich schockierend.
Als ich von einer mir unbekannten Frau auf der Straße gegrüßt wurde (kleines Dorf eben), bin ich fast auf die Straße gesprungen :grin:
 

Benutzer108372 

Benutzer gesperrt
Eine interessante Feststellung

Hallo Zusammen;

Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in Deutschland sehr starke Mentalitätsunterschiede gibt.
ABER Man muss ich die Frage stellen, was man selbst für ein Typ Mensch ist.
Im Hinblick auf das Ausland kann ich sagen, dass mir Polen, Portugiesen, Österreicher, Briten, Afrikaner und sogar Skandinavier, allen Voran die Dänen sehr sehr sympathisch sind.

Interessant fand ich hier einige Kommentare zu München, Düsseldorf und Stuttgart.

Sicherlich haben einige Leute mit diesen Städten schlechte Erfahrung gemacht.

Meine Meinung dazu: Ist man selbst ein "gutaussehender", finanziell gut betuchter Mensch, dann wird man in den eben genannten Städten sehr sehr schnell Anschluss finden. Dabei muss das geisitge Niveau nicht die übergeordnete Rolle spielen.

Ist man hingegen ein wenig provinziell und hat wenig Ansprüche an sein Leben, dann kann man in ostdeutschen Ländern (dämlicher Begriff:ashamed::ashamed:) sehr gut klar kommen.

Trotzdem bin ich selbst, nicht nur im Hinblick auf Partnersuche mit Ausländern (innen) immer besser klar gekommen. -Warum das so ist, kann ich gar nicht begründen.

Ich selbst würde mich da als individualistisch sehen. :grin::grin:
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in Deutschland sehr starke Mentalitätsunterschiede gibt.
ABER Man muss ich die Frage stellen, was man selbst für ein Typ Mensch ist.
Wollte ich auch grade sagen :jaa:.
Ich komme eigentlich mit sogut wie allen gut klar, ob derjenige aus Stuttgart oder Berlin kommt.
Mir ist es z.B. schon öfter bei längeren Zugfahrten passiert, dass man sich mit Leuten aus versch. Regionen gut hat unterhalten können und dass sie auch alle durchaus zuvorkommend und aufgeschlossen waren.


Interessant fand ich hier einige Kommentare zu München, Düsseldorf und Stuttgart.
Münchener sind toll, ich brauch einen Übersetzer um mich mit ihnen unterhalten zu können :grin:.


Meine Meinung dazu: Ist man selbst ein "gutaussehender", finanziell gut betuchter Mensch, dann wird man in den eben genannten Städten sehr sehr schnell Anschluss finden. Dabei muss das geisitge Niveau nicht die übergeordnete Rolle spielen.
Das ist eine etwas oberflächliche Aussage...

Ich denke, wenn man selbst aufgeschlossen ist und Anschluss sucht, wird man diesen auch finden, ganz egal in welcher Region.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wollte ich auch grade sagen :jaa:.
Ich komme eigentlich mit sogut wie allen gut klar, ob derjenige aus Stuttgart oder Berlin kommt.
Mir ist es z.B. schon öfter bei längeren Zugfahrten passiert, dass man sich mit Leuten aus versch. Regionen gut hat unterhalten können und dass sie auch alle durchaus zuvorkommend und aufgeschlossen waren.
Das stimmt schon...
Aber irgendwie scheinen die Leute in verschiedenen Gegenden schon mehr oder weniger kontaktfreudig und aufgeschlossen zu sein.
Wenn ich in meiner Gegend in ein Lokal gehe, sitzt an fast jedem Tisch ein Päärchen und das Lokal ist voll, wenn jeder Tisch besetzt ist - egal, ob an den meisten Tischen noch viele Plätze frei sind oder nicht. (Ausnahme: gemütliche, rustikale Wirtschaften insbesondere in ländlichen Gegenden)
Und in anderen Gegenden wird man komisch angeschaut, wenn man sich an einen freien Tisch setzt, anstatt zu den anderen Gästen zu sitzen.
In welcher Gegend es einfacher ist, mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen und andere Leute kennenzulernen, muss ich wohl nicht extra erwähnen. (Und Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel :zwinker:)
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Naja, ich glaube ein Restaurant ist nicht unbedingt der beste Ort, neue Leute kennen zu lernen. (Ausnahmen sind evtl. noch Cafes, Bars oder so, die von vielen jungen Leute besucht werden.) Da ist man zu sehr Platzhirsch und möchte auch, dass es so bleibt.
 
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