Offene Beziehung

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Das Thema ist "Offene Beziehungen", also in einer Beziehung leben, aber sex mit anderen haben.

Wer hat damit Erfahrung und meint ihr, das ist sinnvoll?
 

Benutzer109762  (24)

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke es ist sinnlos, da sich immer einer in den anderen verlieben und der dann klammern wird, egal wie gut die kommunikation zwischen den beiden ist.

Ich denke man sollte die erfahrung zwar machen, halte es aber nicht für sonderlich klug
 
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Gast
Es ist dann sinnvoll, wenn sich alle Beteiligten einig sind, dass diese Beziehungsform passend ist, die Grenzen klar sind, nicht einer dem anderen zu Liebe mitmacht und eine offene Kommunikation über Wünsche etc herrscht.

---------- Beitrag hinzugefügt um 16:58 -----------

Ich denke es ist sinnlos, da sich immer einer in den anderen verlieben und der dann klammern wird, egal wie gut die kommunikation zwischen den beiden ist.

Bei einer offenen Beziehung geht man davon aus, dass die beiden Protagonisten ineinander verliebt sind :zwinker:
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich denke man sollte die erfahrung zwar machen, halte es aber nicht für sonderlich klug

Und wieso sollte man die Erfahrung mal gemacht haben deiner Meinung nach?Das würde mich jz mal interessieren.
 

Benutzer109783 

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Ich finde es schwierig, weil man oft sagt: Ich darf Sex mit anderen haben, aber du bitte nicht.
DA muss man sich einig werden und ich glaube, das ist auch der Haken, an dem viele scheitern würden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich finde es schwierig, weil man oft sagt: Ich darf Sex mit anderen haben, aber du bitte nicht.

Ich glaube wer sowas auch nur im Ansatz denkt, hat eh keine offene Beziehung, bzw. ist dafür nicht reif.:zwinker:

Es ist klar das beide Seiten und die Beziehung daraus gewinnen sollte, dass heißt nicht zwingend das beide sich offen ausleben müssen, um was davon zu haben.
Man hat ja auch die Möglichkeit nur seinem Partner die offene Seite zu gönnen (das habe ich mal als Beziehungsmodell gehabt), ohne das ich Interesse hatte selber meine Freiräume zu nutzen oder sagen wir mal sehr, sehr selten.
Man hat halt die Option, ob man die nutzt oder nicht und wie, ist da erstmal offen und kann man untereinander klären.
Dennoch hat es durchaus positive Effekte auf die Beziehung sowas zulassen zu können und eben dem Menschen den man liebt etwas von Herzen zu gönnen.
Das kann nicht jeder und das sollte auch nicht jeder versuchen.:zwinker:

Ein echtes Problem hatte ich/er damals übrigens nur mit den Sexpartnerinnen meines Freundes, die haben nämlich nie so ganz geschnallt wo ihre Rolle in der Sache war (er hat sie aber klar vorher informiert) und das sich das für sie auf das sexuelle beschränkt.
Man braucht also auch die passenden/reifen Mitspieler dafür.
Einfach mal so eine/n aufreissen der sowas nicht kennt und sich emotional nicht frei machen kann für Sex, ist da also nicht angesagt.:zwinker:
 

Benutzer97250 

Meistens hier zu finden
Man braucht also auch die passenden/reifen Mitspieler dafür.
Einfach mal so eine/n aufreissen der sowas nicht kennt und sich emotional nicht frei machen kann für Sex, ist da also nicht angesagt.:zwinker:

"Passend" find ich gut in dem Zusammenhang. "Reif" nur in dem Sinn, dass derjenige gerade unbeschadet unverbindlichen Sex haben kann aber nicht im Sinn einer Höherwertigkeit (Höherentwicklung) gegenüber Monogamen.

Reife kann sich individuell auch als ein Verzicht auf Polygamie definieren...
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
"Passend" find ich gut in dem Zusammenhang. "Reif" nur in dem Sinn, dass derjenige gerade unbeschadet unverbindlichen Sex haben kann aber nicht im Sinn einer Höherwertigkeit (Höherentwicklung) gegenüber Monogamen.

Nee, so hab ich das auch nicht gemeint.:grin: Eher so wie du das auch interpretiert hast.
Das "reif" (im sinne von "fällig" zum reinen ficken:grin:) bezog sich eher auf emotional in der Lage unbeschadet "Sex und Liebe" zu trennen und sich mit einem reinen Sexabenteuer zufrieden geben zu können.
(Erfahrungsgemäß sind das ein Großteil der Frauen auf Dauer nicht, Männer sind da schon etwas (aber nur etwas) anders)

Denke wer Monogam leben möchte und so eingestellt ist (im Moment) wird weder als Mitspieler in einer offenen Beziehung in Frage kommen, noch selbe rje eine offene führen wollen, das widerspräche ja auch seinen Vorstellungen, daher kommen die sich eigentlich ja eh nicht ins Gehege.:zwinker:
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Wenn beide gern mit anderen Sex haben (wollen) und auch damit umgehen können, dass der Partner mit anderen vögelt halte ich das für äußerst sinnvoll. Es passt aber definitiv nicht in meine Vorstellung von einer Beziehung. Ich lebe auschließlich monogam und teile meinen Partner, in dieser Hinsicht, nicht.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Seit meinem 18. Lebensjahr führe ich offene Beziehungen, derzeit bin ich mit meinem Freund seit fast 2 Jahren zusammen. Eine Beziehung zu einem Menschen mache ich nicht an sexuelle Treue fest. Mein Partner gehört nicht mir, dementsprechend kann ich ihn auch nicht "nicht teilen".
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Ich bin gerade auch in einer offenen Beziehung. Das bietet sich bei einer Fernbeziehung einfach an, wenn man nicht auf Sex verzichten möchte auch wenn man sich längere Zeit nicht sehen kann.
Mein Partner hält das übrigens soweit ich das mitbekommen habe so wie Lollypoppy, dass er gar keinen Sex mit anderen hat weil er es gerade nicht möchte. Ansonsten gibt es natürlich noch ein paar Regeln, die wir untereinander abgemacht haben.
Ich denke sobald die Fernbeziehung Geschichte ist werden wir sicher wieder eine monogame Beziehung führen.
 

Benutzer97250 

Meistens hier zu finden
Seit meinem 18. Lebensjahr führe ich offene Beziehungen, derzeit bin ich mit meinem Freund seit fast 2 Jahren zusammen. Eine Beziehung zu einem Menschen mache ich nicht an sexuelle Treue fest. Mein Partner gehört nicht mir, dementsprechend kann ich ihn auch nicht "nicht teilen".

Ich finde es interessant, dass von Leuten in einer offenen Beziehung oft dieses nicht-gehören + nicht "nicht-teilen" - Argument kommt.

Denn auf der anderen Seite, also von Monogamen, höre ich fast nie was von Besitzstandsdenken gegenüber dem Partner in Sachen Sex. Das geht mehr so in Richtung "kein Bedarf".

Versucht man sich da aus einer seltsamen, als modern(er) und überlegen verstandenen Reflexivität heraus gegen etwas abzugrenzen, was in Wirklichkeit bei den Normalos gar kein Motiv darstellt?

Oder greift das Argument auch ohne Abgrenzungsabsicht?

Ich bin verwirrt.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Denn auf der anderen Seite, also von Monogamen, höre ich fast nie was von Besitzstandsdenken gegenüber dem Partner in Sachen Sex. Das geht mehr so in Richtung "kein Bedarf".

Das sehe ich keineswegs so. Im Umfeld und hier bekommt man oft genug mit, dass unglaublich viele Menschen in einer monogamen Beziehung sich in einen anderen verlieben, sich noch austoben wollen und das Verlangen nach mehr Sex haben, weil es in der Beziehung nach einer Weile einschläft. Kein Bedarf ist was anderes.
 

Benutzer97250 

Meistens hier zu finden
Das sehe ich keineswegs so. Im Umfeld und hier bekommt man oft genug mit, dass unglaublich viele Menschen in einer monogamen Beziehung sich in einen anderen verlieben, sich noch austoben wollen und das Verlangen nach mehr Sex haben, weil es in der Beziehung nach einer Weile einschläft. Kein Bedarf ist was anderes.

Also meinst du das tatsächlich qualitativ.

Das mit dem Forum ist so eine Sache. Hier schlagen naturgemäß einfach mehr Problemfälle auf.

Ich selbst bin immer etwas skeptisch gegenüber offenen Beziehungen, weil ich die Wahrscheinlichkeit, dass da in der Praxis niemand unter die Räder kommt, einfach für gering halte.
Und zwar für so gering, dass es einfach nicht sinnvoll ist, ein Öffnen der Beziehung als Ratschlag in Krisenzeiten vorzuschlagen. Für 99% der Leute da draußen passt das nicht. Die sind mit einer Trennung oder anderen Lösungen besser bedient.

Kulturell sehe ich beim Trend zu mehr offen gelebter Polygamie eine Parallelentwicklung zum Komsumismus.

Die 90-prozentige Bedürfnisbefriedigung reicht nicht mehr aus. Ein Partner reicht nicht mehr aus, wenn er sexuell nicht alles Gewünschte abdeckt.

Die Glücksformel heute lautet doch, dass das Glück aus einem 'mehr' kommt und nicht aus der Beschränkung auf eine Sache. Dazu werden wir doch konditioniert.

Das in deinen Beiträgen oft durchscheinende Motiv eines - wenn für beide lebbar - "aufgeklärten" Umgangs mit sexuellen Wünschen, die sich dann auch auf Dritte erstrecken dürfen, spielt in der gesellschaftlichen Praxis glaub ich keine große Rolle.

Das ist eher so eine wenig reflektierte "I want it all and I want it now - Mentalität", gern auf Kosten eines Partners.

Langfristig funktionierende und im beschriebenen Sinn reflektierte Polygamie ist doch ein krasse Ausnahme.

Und wie viele liebe Menschen muss man verprellen, bis man jemand findet, der das tatsächlich so leben kann und will?
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Ich selbst bin immer etwas skeptisch gegenüber offenen Beziehungen, weil ich die Wahrscheinlichkeit, dass da in der Praxis niemand unter die Räder kommt, einfach für gering halte.
Und zwar für so gering, dass es einfach nicht sinnvoll ist, ein Öffnen der Beziehung als Ratschlag in Krisenzeiten vorzuschlagen. Für 99% der Leute da draußen passt das nicht. Die sind mit einer Trennung oder anderen Lösungen besser bedient.

Genau darin liegt das Problem. Eine offene Beziehung als die Lösung in Krisenzeiten zu nutzen ist meiner Meinung nach ein großer Fehler. Wie soll das bitte Besserung bringen, wenn beide eigentlich eine monogame Beziehung wollen und jetzt nur wegen eines Problems eine offene Beziehung starten?
Dann will meist zumindest einer der beiden Partner das nicht.
Eine offene Beziehung sollte normalerweise so gestaltet werden, dass entweder gleich zu Anfang der Beziehung oder sogar noch vor der Beziehung darüber gesprochen wird, wie die beiden Partner sich das mit der Treue und dem Sex so vorstellen. Deckt man sich dann in der Ansicht, dass es auf die Liebe und nicht auf den Sex ankommt dann kann mans mit einer offenen Beziehung probieren.

Die 90-prozentige Bedürfnisbefriedigung reicht nicht mehr aus. Ein Partner reicht nicht mehr aus, wenn er sexuell nicht alles Gewünschte abdeckt.

Die Glücksformel heute lautet doch, dass das Glück aus einem 'mehr' kommt und nicht aus der Beschränkung auf eine Sache. Dazu werden wir doch konditioniert.

Das ist eher so eine wenig reflektierte "I want it all and I want it now - Mentalität", gern auf Kosten eines Partners.

Es gibt eben verschiedene Gründe, warum man noch Sex mit anderen Menschen haben möchte. Sei es, weil man eine Fernbeziehung führt, sich nur wenig sieht und deshalb Sex mit anderen hat. Oder sei es, weil man ab und an mal den Kick jemand Fremdes im Bett zu haben mag oder weil man die Abwechslung schätzt, die Sex mit anderen Menschen in das Sexleben des Paares mit einbringen kann.
Für mich hat das nicht unbedingt was mit "nicht genug kriegen" zu tun.
Es sagt ja auch keiner, dass man in einer offenen Beziehung zu jemandem wird, der alles vögelt, was nicht bei drei aufm Baum ist. Man hat ja immer noch ansprüche und deshalb kommt Sex außerhalb der Beziehung zwar vor, aber eben nicht wie am Fließband.

Langfristig funktionierende und im beschriebenen Sinn reflektierte Polygamie ist doch ein krasse Ausnahme.

Natürlich ist das eher eine Ausnahme von der Regel, aber diese Ausnahme kann durchaus funktionieren wenn sich beide Partner vertrauen und wenn man Regeln ausgemahct hat, mit denen beide Partner gut leben können.
Ist einer der Partner eifersüchtiger als der andere oder hat sehr wenig Selbstbewusstsein dann ist das sicherlich nicht die beste Beziehungsform für die beiden.

Und wie viele liebe Menschen muss man verprellen, bis man jemand findet, der das tatsächlich so leben kann und will?

Es gibt doch keinen Zwang, in einer offenen Beziehung zu leben. Das macht man ja gemeinsam aus und wenn einer der Beiden das nicht will muss man eben überlegen ob man wirklich zusammenpasst. Würde ich mich jetzt in jemanden verlieben, der absolut gegen eine offene Beziehung ist dann würde ich mit demjenigen eine monogame Beziehung führen. Ist ja nicht so als sei man als Mensch Sklave seiner Triebe.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im Prinzip hab ich nichts gegen "offene Beziehungen" einzuwenden. Wieso auch. Ich würde aber auch behaupten, dass das in den allermeisten Fällen nicht auf Dauer funktioniert. Es klingt ja erstmal so einfach...in der Praxis ist es aber oft dann schon komplizierter und führt zu irgendeinem Kuddelmuddel, bei dem irgendwelche Personen (sie, er oder halt irgendein sog. "Sexpartner") Probleme damit hat...und dann hört "der Spaß" auf.
 
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