Obrigkeiten....

Benutzer79535 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube, dass schon genau abgewogen (und auch durch die Presse kontrolliert) wird, wie stark dem öffentlichen Druck, etwas machen zu müssen, nachgegeben wird und wie sehr Freiheiten eingeschränkt werden.

Die Presse hat leider genausowenig Macht in diesem speziellen Fall wie das Volk.
Durch die Datenspeicherung gibt es in Zukunft kaum noch "anonyme" Quellen da diese Angst vor Entdeckung haben müssen, die Presse war also definitiv dagegen.
Und die Deutschen auch, ich weiß jetzt die genaue Zahl nicht aber an die 100.000 Protestler sollten es schon gewesen sein.
Der Staat entscheidet wie immer über uns hinweg, im Grunde genommen wie eine Diktatur nur dass man sich aussuchen kann wer einen diktiert, beschlossen wird eh...genauso wie damals beim Euro den über 60% nicht wollten.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Genau das ist das Problem. Die Freiheiten der Guten werden beschnitten um es den Bösen schwieriger zu machen.
Allerdings stellt sich hier immer die Frage nach der Verhältnissmäßigkeit...
Meiner Meinung nach muss man hier jede neu geplante Einschränkung der Freiheiten äußerst kritisch hinterfragen und vor einer erneuten Einschränkung müssen vorher alle schon vorhandenen Möglichkeiten, es den Bösen schwieriger zu machen, vollständig ausgenutzt werden (was heute keineswegs gemacht wird).
Beim Fotografieren eines nackten Kindes am Strand kommt es auch drauf an. Ich habe keine Bedenken wenn kleine Kinder am Strand nackt rumlaufen, hätte aber Bedenken, wenn ein wildfremder meine kleine Tochter am Strand fotografiert. Wenn man nun das Fotografieren kleiner nackter Kinder und das nachträgliche Mißbrauchen dieser Fotos nur dadurch verhindern kann, dass man verbietet, kleine Kinder am Strand nackig rumlaufen zu lassen, hätte ich damit keine Probleme. Obwohl die Freiheit eingeschränkt wird.
Genau so eine Einschränkung empfinde ich als extrem umverhältnissmäßig und würde mich grundlos massiv in meiner Freiheit (oder in diesem Fall der Freiheit meiner Kinder) eingeschränkt fühlen.
Schon der Teil des Satzes "... nur dadurch verhindern kann, ..." ist doch ein Witz! - So etwas lässt sich niemals völlig verhindern, sondern immer nur möglichst weit eindämmen, wobei es zur Eindämmung immer eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten gibt.
Bei deinem Beispiel wäre das Verbot, Kinder nackt am Strand rumlaufen zu lassen, wohl die blödeste und einschränkendste Möglichkeit von allen!
Vielleicht sind unsere Antiterror-Gesetzt nicht so effektiv. sie können nicht verhindern - aber erschweren. Effektivere würden aber garantiert die Freiheiten mehr einschränken. Ich glaube, dass schon genau abgewogen (und auch durch die Presse kontrolliert) wird, wie stark dem öffentlichen Druck, etwas machen zu müssen, nachgegeben wird und wie sehr Freiheiten eingeschränkt werden.
Für was brauchen wir überhaupt effektive, oder effektivere Antiterror-Gesetze?!?
Gab es in Deutschland in den letzen Jahren irgendwelche Terroranschläge?!?
Konnten die geplanten Anschläge (Deutschland betreffend) nicht auch mit den vorhandenen Mitteln verhindert werden?!?
Für mich ist es ein Skandal, wenn man die Freiheit aller Bürger immens einschränkt, um Dinge zu verhindern, die man bis jetzt auch ohne diese Einschränkungen verhindern konnte.

Ich finde, dass hier viel zu wenig abgewogen wird, sondern das Argument der gestiegenen Terrorgefahr verwendet wird, um uns Bürger bewusst einzuschränken.

Ansonsten schließe ich mich hier forumgeist völlig an.
Ich stelle mal die Hypothese auf, dass 60 % der Bevölkerung mit absoluter Freiheit gut umgehen könnten. 35 % würden sich mit der absoluten Freiheit zugrunde richten (und so übrigens die Allgemeinheit belasten) und müssen ansich vor sich selbst geschützt werden. Die restlichen 5 % würden diese absolute Freiheit nutzen, um sich selber auf Kosten der anderen 95 % Vorteile zu verschaffen.

Die Freiheit jedes einzelnen wird daher soweit beschnitten, dass es diesen 5 % nur sehr schwer möglich ist, sich auf Kosten der Allgemeinheit einen Vorteil zu verschaffen (materiell oder idiell, z. B. Macht). Auch die 35% müssen davor bewahrt werden, sich selbst und indirekt auch die Allgemeinheit, zu schädigen.
Diese Prozentzahlen halte ich zwar für falsch (insbesondere die 35%), aber das lassen wir jetzt mal dahingestellt...
Du sagst hier aber absolut nichts neues!
Ich möchte keine "absolute Freiheit", die auch meiner Meinung nach niemals funktionieren könnte, weil es immer Leute gibt, die diese Freiheit ausnutzen.
Allerdings möchte ich, dass man genauestens abwägt, welche Freiheiten man einschränken muss, dass es schlecht möglich ist, sich auf Kosten Anderer Vorteile zu verschaffen.
Allerdings lassen sich diese "bösen" Taten niemals komplett verhindern, so dass man immer abwägen muss, ob eine bestimmte Einschränkung der Allgemeinheit in Kauf genommen werden kann, um "böse" Taten von einigen Leuten zu verhindern, oder ob es nicht sogar besser ist, ein gewisses Risiko solcher "böser" Taten einzugehen und dafür eine Freiheit zu behalten...
Es ist gut, über Freiheitseinschränkungen zu diskutieren. Es gibt aber immer zwei Seiten. Für verantwortungsvolle Bürger braucht man kein Tempolimit. Für einen verantwortungslosen 18-jährigen, der mit 100 in einer 30iger-Zone am Kindergarten vorbeirauscht, ansich die Prügelstrafe.
Genau das ist es!
Aber den "Verantwortungslosen 18-Jährigen" (wobei das auch auf ältere Leute zutrifft) wird es immer geben, so lange es in Deutschland Autos gibt, die 100km/h schnell fahren können.
Da können die Strafen und die Geschwindigkeitsbegrenzungen noch so streng sein und die anderen Autofahrer noch so stark einschränken, es wird immer jemanden geben, der sich darüber hinwegsetzt.

Nun muss man sich fragen, wie weit man die Verkehrsregeln verschärft, so dass möglichst wenige Leute viel zu schnell fahren, ohne dass der unbescholtene Rest der Bevölkerung zu stark eingeschränkt wird.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren