Objektive Meinung

Benutzer191555 

Ist noch neu hier
Hallo Ihr Lieben,

ich möchte mich bereits im Vorfeld bei jedem bedanken der/die sich die Zeit nimmt, diesen Text zu lesen.

Ich grüble nun schon seit einigen Wochen über das Thema und die Definition von Liebe.

Mein Partner (36J) und ich (30J) sind seit 2 Jahren ein Paar und wohnen bereits seit 1 1/2 Jahren zusammen (in seiner Wohnung). Seit 4 Monaten merke ich, dass mir etwas in der Beziehung fehlt. Dieses „etwas“ hat für mich allerdings eine hohe Priorität. Aufgrund dessen kann ich aktuell nicht beurteilen ob ich zu subjektiv denke und daher keinen objektiven Blick erhalte.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich in schwierigen Phasen nicht auf meinen Partner verlassen kann und diese „selbst“ durchleben und mir helfen muss. Das macht mich persönlich traurig und ich überlege, ob unsere Beziehung eine wirkliche Zukunft haben kann, da ich leider diese Erwartungshaltung habe, in schlechten Zeiten von meinem Partner ernst genommen zu werden und Unterstützung zu erhalten (sei es in den Arm genommen zu werden und ggf. gemeinsam an nach positiven/realistischen Lösung für die gegebene Situation zu suchen).

Bislang habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass mein Partner zwar meine Probleme anhört, allerdings sich nur dazu äußert, dass ich mir zu viele Gedanken mache und ich das Passierte nicht mehr ändern kann. Wenn ich in diesen Momenten traurig werde (leider lassen sich die Tränen bei mir schlecht unterdrücken oder zurückhalten), dann reagiert er noch abweisender oder aus meiner Sicht „gefühlloser“ weil er Weinen für eine Schwäche hält und ihn das nervt. Das hat er mich auch bereits ins Gesicht gesagt.

Daher habe ich das Gefühl, ihm nicht mehr alles erzählen zu wollen was mich in den letzten Monaten (sei es Corona, meine eigene Gesundheit etc.) belastet hat. Seine genervte oder gefühlslose Rekation verletzt mich zum Teil zusätzlich mehr, als wenn ich meine „Probleme“ für mich behalte und selbst nach einer Lösung suche.

Ich habe ihn bereits mehrfach auf diese Reaktion angesprochen. Er meinte er ist in einem Elternhaus groß geworden, wo er wenig Liebe von seinen Eltern gezeigt bekommen bzw erhalten hat und ihm es schwer fällt, mit solchen Situationen umzugehen. Ich solle ihm sagen, wenn ich in den Arm genommen werden möchte, weil er das von selbst wohl nicht bemerkt.

Allerdings frage ich mich, ob ich wirklich einen Partner möchte, dem ich jedes mal darauf aufmerksam machen muss, wenn ich einfach mal eine körperliche Umarmung oder einen positiven Zuspruch benötigte. Selbst seine bisherigen „Zusprüche“ sind leider recht kurz/knapp/lieblos und lösen zumeist eine noch größere Enttäuschung bei mir aus weil ich mir denke, selbst jetzt in dieser Situation erhalte ich keine ernsthafte Unterstützung und kaum Verständnis von meinem Partner.

Wenn sich mein Partner aufrichtig für mich als seine Partnerin interessiert, sollte er dann nicht bemerken dass es mir nicht gut geht (hierbei meine ich schon Tränen in den Augen etc.) und mich von sich aus dann einfach mal in den Arm zu nehmen ?

Erwarte ich hierbei so unrealistisch viel von Ihm? Soll ich wirklich damit leben zu wissen, dass ich mich selbst trösten muss weil mein Partner das nicht möchte/ihm das nicht interessiert, es ihn nervt oder er es nicht bemerken möchte? - so fühlt es sich für mich zumindest an.

In guten Zeiten zusammen zu sein und glücklich zu sein können viele, ich hätte mir gewünscht eine Partnerschaft zu leben, in der man sich auch in schlechten Zeiten unterstütz und füreinander da ist.

Er möchte mit mir eine Familie gründen. Ich weiß nicht wie er sich um Kinder kümmern kann/soll wenn er nicht in der Lage ist überhaupt mich zu Unterstützen.

Als ich wegen einer Magen-Darm-Grippe ins Krankenhaus musste, musste ich mich Mitte letzten Jahres selbst fahren, weil er mit Freunden schon einige Biere getrunken hatte und nicht mehr fahrbereit war was natürlich richtig ist. Jedoch hat er mich nicht ins Krankenhaus begleitet und mich alleine fahren lassen, weil er mit seinen Freunden weiter trinken wollte. Das signalisiert mir, dass ich egal bin bzw das Trinken mit seinen Freunden mehr Priorität genießt, als der Gesundheitszustand seiner Partnerin.

Meine Gedanken drehen sich leider im Kreis. Ich kann mir nicht vorstellen unter den o.g. Bedingungen/Gegebenheiten Kinder mit Ihm zu bekommen.
 
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Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
erhalte.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich in schwierigen Phasen nicht auf meinen Partner verlassen kann und diese „selbst“ durchleben und mir helfen muss. Das macht mich persönlich traurig und ich überlege, ob unsere Beziehung eine wirkliche Zukunft haben kann, da ich leider diese Erwartungshaltung habe, in schlechten Zeiten von meinem Partner ernst genommen zu werden und Unterstützung zu erhalten (sei es in den Arm genommen zu werden und ggf. gemeinsam an nach positiven/realistischen Lösung für die gegebene Situation zu suchen).
Das ist eine realistische Erwartung an eine Partnerschaft und wenn Du das bei ihm nicht hast, ist es schlicht der falsche Partner. So sehr das vielleicht jetzt auch wehtut, das zu realisieren !
 
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Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich habe ihn bereits mehrfach auf diese Reaktion angesprochen. Er meinte er ist in einem Elternhaus groß geworden, wo er wenig Liebe von seinen Eltern gezeigt bekommen bzw erhalten hat und ihm es schwer fällt, mit solchen Situationen umzugehen. Ich solle ihm sagen, wenn ich in den Arm genommen werden möchte, weil er das von selbst wohl nicht bemerkt.
ja ich war auch mal mit so einem Mann zusammen. Das kam auch vom Elternhaus und einem sehr lieblosen Aufwachsen.

Allerdings frage ich mich, ob ich wirklich einen Partner möchte, dem ich jedes mal darauf aufmerksam machen muss, wenn ich einfach mal eine körperliche Umarmung oder einen positiven Zuspruch benötigte. Selbst seine bisherigen „Zusprüche“ sind leider recht kurz/knapp/lieblos und lösen zumeist eine noch größere Enttäuschung bei mir aus weil ich mir denke, selbst jetzt in dieser Situation erhalte ich keine ernsthafte Unterstützung und kaum Verständnis von meinem Partner.
das ist deine Entscheidung, ob du das möchtest. Ich persönlich käme damit klar, weil ich es einfach seit über 20 Jahren gewohnt bin, mich selbst um meine Probleme zu kümmern.
Aber da hat jeder Mensch eine andere Erwartungshaltung.

Wenn sich mein Partner aufrichtig für mich als seine Partnerin interessiert, sollte er dann nicht bemerken dass es mir nicht gut geht (hierbei meine ich schon Tränen in den Augen etc.) und mich von sich aus dann einfach mal in den Arm zu nehmen ?
es gibt Menschen, die kennen das nicht. Da haben sich die Eltern nicht gekümmert, wenn es dem Kind schlecht ging. Die sind da eher gleichgültig geprägt und wollen auch nicht unbedingt Emotionen zeigen, keine Anteilnahme. Weil das schnell als Schwäche ausgelegt wird.
Und er kann auch einfach überfordert sein, wenn du vor ihm weinst.
Dazu natürlich die Frage wie oft das denn vorkommt?
Wie viele Problemsituationen treten denn in deinem Leben auf, wo du weinen musst?
Und abgesehen von deinem Partner, nimmt dich niemand in den Arm? Was ist mit Freunden und Familie?
Es ist ja selten allein der Partner als Angehöriger im Leben da.

Erwarte ich hierbei so unrealistisch viel von Ihm? Soll ich wirklich damit leben zu wissen, dass ich mich selbst trösten muss weil mein Partner das nicht möchte/ihm das nicht interessiert, es ihn nervt oder er es nicht bemerken möchte? - so fühlt es sich für mich zumindest an.
deine Erwartungen sind nicht grundsätzlich unrealistisch, aber dein Partner tickt da einfach anders.
Also ihr seid in dem Punkt nicht 100% kompatibel und da müsst ihr dann Kompromisse finden. Nämlich zum Beispiel, dass du ihm sagst, du brauchst Trost. Weil er es eben nicht von sich aus bemerkt oder ignoriert.
Wobei ich auch finde, dass das jetzt nicht unbedingt jede Woche vorkommen sollte. Wie gesagt, so was kann man ja auch auf mehrere Schultern verlagern und muss das nicht immer dem Partner auferlegen. Gerade wenn man weiß, dass ihm das schwer fällt.

In guten Zeiten zusammen zu sein und glücklich zu sein können viele, ich hätte mir gewünscht eine Partnerschaft zu leben, in der man sich auch in schlechten Zeiten unterstütz und füreinander da ist.
Nur weil dein Partner dich nicht tröstet muss das nicht heißen, dass er nicht für dich da ist.
Er zeigt es nur nicht in dem Maße wie du es dir wünschst.

Er möchte mit mir eine Familie gründen. Ich weiß nicht wie er sich um Kinder kümmern kann/soll wenn er nicht in der Lage ist überhaupt mich zu Unterstützen.
Kinder sind noch mal was anderes. Trotzdem tickt dein Partner da evtl. auch nicht so wie du. Die Frage ist, ob er das muss um ein guter Vater zu sein. Und ich würde pauschal sagen "nein muss er nicht".

Als ich wegen einer Magen-Darm-Grippe ins Krankenhaus musste, musste ich mich Mitte letzten Jahres selbst fahren, weil er mit Freunden schon einige Biere getrunken hatte und nicht mehr fahrbereit war was natürlich richtig ist. Jedoch hat er mich nicht ins Krankenhaus begleitet und mich alleine fahren lassen, weil er mit seinen Freunden weiter trinken wollte. Das signalisiert mir, dass ich egal bin bzw das Trinken mit seinen Freunden mehr Priorität genießt, als der Gesundheitszustand seiner Partnerin.
Konnte er wissen, dass so ein Notfall noch eintritt?
Soll er 365 Tage im Jahr nüchtern bleiben für den Fall, dass er dich noch irgendwo hin fahren muss?
Versteh mich nicht falsch, aber man kann nicht immer für alle Eventualitäten vorbereitet sein und muss es auch nicht. Es gibt ja auch Taxis, die fahren. Und wenns ganz schlimm ist, dann ruft man die 112.

Ohne dich angreifen zu wollen, aber ich glaube du siehst deinen Partner zu oft als die einzig mögliche Lösung.

Meine Gedanken drehen sich leider im Kreis. Ich kann mir nicht vorstellen unter den o.g. Bedingungen/Gegebenheiten Kinder mit Ihm zu bekommen.
ja dann lass es bleiben und trenn dich.
Also mehr kann man dazu dann nicht sagen.

Menschen sind verschieden und es ist legitim zu dem Schluss zu kommen, dass es nicht passt. Nur muss man dann Konsequenzen ziehen.
 
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Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe ihn bereits mehrfach auf diese Reaktion angesprochen. Er meinte er ist in einem Elternhaus groß geworden, wo er wenig Liebe von seinen Eltern gezeigt bekommen bzw erhalten hat und ihm es schwer fällt, mit solchen Situationen umzugehen. Ich solle ihm sagen, wenn ich in den Arm genommen werden möchte, weil er das von selbst wohl nicht bemerkt.
Das ist schlimm für ihn, aber er ist ein erwachsener Mensch und als ein solcher hat man Möglichkeiten, seine Defizite zu realisieren und an sich zu arbeiten.
weil er Weinen für eine Schwäche hält und ihn das nervt.

Das wäre für mich ein natürlicher Reflex meine Partnerin in die Arme zu nehmen, sofern das nicht zehnmal täglich passiert.
Wenn sich mein Partner aufrichtig für mich als seine Partnerin interessiert, sollte er dann nicht bemerken dass es mir nicht gut geht (hierbei meine ich schon Tränen in den Augen etc.) und mich von sich aus dann einfach mal in den Arm zu nehmen ?
Doch. Genau das sollte er merken und machen !


In guten Zeiten zusammen zu sein und glücklich zu sein können viele, ich hätte mir gewünscht eine Partnerschaft zu leben, in der man sich auch in schlechten Zeiten unterstütz und füreinander da ist.
Ja und genau dafür ist eine Partnerschaft auch da.
 
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Benutzer174652 

Meistens hier zu finden
In guten Zeiten zusammen zu sein und glücklich zu sein können viele, ich hätte mir gewünscht eine Partnerschaft zu leben, in der man sich auch in schlechten Zeiten unterstütz und füreinander da ist.

objektiv betrachtet ist für mich nur seltsam, dass du dich damit erst jetzt beschäftigst - denn dieses verhalten hat er sicher nicht jahrelang vor dir verborgen.

aber besser spät als nie.

Er möchte mit mir eine Familie gründen. Ich weiß nicht wie er sich um Kinder kümmern kann/soll wenn er nicht in der Lage ist überhaupt mich zu Unterstützen.

nein. mit so jemandem würde ich kein kind planen.

Er meinte er ist in einem Elternhaus groß geworden, wo er wenig Liebe von seinen Eltern gezeigt bekommen bzw erhalten hat und ihm es schwer fällt, mit solchen Situationen umzugehen.

uninteressant.
das ist nur der grund, warum er es nicht natürlich gelernt hat.

dass er das sich diese eigenschaften aneignen nicht nachgeholt hat ist allein sein versäumnis - ebenso wie das dadurch kein guter partner sein können.

aber auch hier gilt:
besser spät sls nie.

und vielleicht kann er dann jemandem ein guter partner sein.

oder er bleibt wie er ist, und findet jemanden, der keine hohen qualitätsansprüche an partner hat.
 
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Benutzer174969  (29)

Sehr bekannt hier
Wenn sich mein Partner aufrichtig für mich als seine Partnerin interessiert, sollte er dann nicht bemerken dass es mir nicht gut geht (hierbei meine ich schon Tränen in den Augen etc.) und mich von sich aus dann einfach mal in den Arm zu nehmen ?
Nein. Oder anders: Nicht jeder Mensch möchte das so. Wenn ich so aufgewühlt bin, wäre es das aller, aller schlimmste, was er machen könnte und ich würde mich deutlich körperlich wehren. Auf der anderen Seite braucht er geanu das in dem Momen - eine Umarmung.

Erwarte ich hierbei so unrealistisch viel von Ihm?
Ich denke, du erwartest im Punkto "Er muss merken, dass ich eine Umarmung will" zu viel. Er hat dir ja schon gesagt, dass er das nicht abschätzen kann und du ihm das deutlich signalisieren musst.

Soll ich wirklich damit leben zu wissen, dass ich mich selbst trösten muss weil mein Partner das nicht möchte/ihm das nicht interessiert, es ihn nervt oder er es nicht bemerken möchte? - so fühlt es sich für mich zumindest an.
Wenn es dich unglücklich macht, dass er von sich aus sowas nicht macht und du ihm das nicht signalieren willst: Nein, dann solltest du nicht so weiter leben.

Ich möchte aber eines sagen: Manche Menschen können mit sowas einfach nicht umgehen. Nicht weil sie den Partner nicht lieben, sondern weil sie es nicht können - wortwörtlich. Es kann tatsächlich sein, dass du ihn maßlos überforderst, weil er nicht weiß, was er machen soll. Das heißt nicht, dass du damit leben musst. Wenn du sagst, du kommst genauso wenig mit seiner Art klar, dann wäre ein Trennung auf lange Sicht evtl besser.

Sowas lässt sich nur lösen, wenn beide auf einander zu gehen und ihre Komfort Zone verlassen. Ist aber unter Umständen ein langer Weg, da musst du wissen, ob er das Wert ist plus du solltest auch klären, ob er überhaupt so einen Weg gehen will.

Die einfachere Lösung wäre einen besser passenen Partner zu finden.
 
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Benutzer186405  (50)

Öfter im Forum
Konnte er wissen, dass so ein Notfall noch eintritt?
Soll er 365 Tage im Jahr nüchtern bleiben für den Fall, dass er dich noch irgendwo hin fahren muss?
Versteh mich nicht falsch, aber man kann nicht immer für alle Eventualitäten vorbereitet sein und muss es auch nicht. Es gibt ja auch Taxis, die fahren. Und wenns ganz schlimm ist, dann ruft man die 112.

Ohne dich angreifen zu wollen, aber ich glaube du siehst deinen Partner zu oft als die einzig mögliche Lösung.
Es ging ihr doch gar nicht um die Fahrt, dazu schrieb sie
und nicht mehr fahrbereit war was natürlich ⁶richtig ist
Es geht doch hauptsächlich darum
Jedoch hat er mich nicht ins Krankenhaus begleitet und mich alleine fahren lassen, weil er mit seinen Freunden weiter trinken wollte.
In diesem Zusammenhang kann ich die Schlussfolgerung
Das signalisiert mir, dass ich egal bin bzw das Trinken mit seinen Freunden mehr Priorität genießt, als der Gesundheitszustand seiner Partnerin.
schon ziemlich gut verstehen.
 
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Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Es ging ihr doch gar nicht um die Fahrt, dazu schrieb sie

Es geht doch hauptsächlich darum

In diesem Zusammenhang kann ich die Schlussfolgerung

schon ziemlich gut verstehen.
ok sorry, das hatte ich nicht richtig gelesen.

Ich weiß natürlich nicht wie genau die Kommunikation der beiden damals abgelaufen ist. Je nachdem wann das war, war es coronatechnisch vielleicht auch nicht so ohne weiteres möglich, dass jemand mit ins KH kommt.
es ist natürlich in Ordnung zu denken, dass man dem Partner nicht wichtig genug ist. Nur versteh ich dann nicht, warum keine Konsequenzen folgen.
Ich versteh das nicht so, dass das erst letzte Woche war, sondern schon länger her ist.
 
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Benutzer191555 

Ist noch neu hier
Um die Fahrt ging es mir grundsätzlich nicht. Was mich verletzt hat war das Verhalten, dass drauf folgte als ich verkündete habe, dass es mir so schlecht geht, dass ich ins Krankenhaus fahre.

Er nickte, sagte „oke, schreib mir wenn du weißt was los ist“ und hat sich dann seinen Freunden zu gewandt und das nächste Bier geöffnet.

In dieser Situation war ich nicht in der Lage das Verhalten von Ihm zu hinterfragen.

Ich habe mir die Tage danach Gedanken über diesen Abend gemacht. Habe es auch angesprochen aber er hatte dazu nicht viel zu sagen, außer“ich hab doch gesagt du sollt mir schreiben wenn du weißt was los ist“ und damit war das Thema für Ihn auch abgeharkt.

Ich versuche dahingehend toleranter zu sein, da ich in der Vergangenheit bereits eine Beziehung beendet habe, nachdem Zweifel an einer Fernbeziehung aufgekommen ist und ich aktuell denke, dem Partner noch weitere Chancen geben zu wollen und nicht voreilig zu sein. Allerdings häufen sich diese „Verletzungen“ auch wenn er es vielleicht nicht wahrnimmt.

Und zu deiner anderen Frage:

Ich hatte im Januar 22 das erste mal in meinem Leben eine Panikattake aus dem nichts (beim Fernsehen) bei der ich glaubte, das ich gleich sterbe (Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, Herzrasen, schwarze Punkte vor den Augen).

Nachdem diese vorbei war und medizinisch abgeklärt wurde hatte ich aufgrund der frisch durchlebten Situation, weiteren dem unklaren Auslöser etc Angst davor, aus dem nichts wieder eine Panikattake zu bekommen. Da mich die Situation noch belastet hat musste ich weinen. Er hat mich angesehen und hat es wahrgenommen aber nur gesagt „ich soll aufhören zu weinen und weniger darüber nachdenken“ anstatt mich einfach mal in den Arm zu nehmen. Hier hätte mir eine einfache Umarmung und ein gutes zureden mehr geholfen als seine Aussage.

Die Panikattaken sind dann innerhalb von 4-5 Monaten insg. noch 3 mal vorgekommen jeweils mit dem gleichen Verhalten seinerseits.

Solange ich funktioniere und gut gelaunt bin etc gibt es zwischen uns keine Probleme, wir verstehen uns sehr gut, haben den gleichen Humor und neken und ab und an gerne. Aber die geschilderten Situationen haben mich zum nachdenken bewogen und sind mir nicht „egal“.
 
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Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wie gesagt hat er ais meiner Sicht nach Deiner Beschreibung ein erhebliches Problem mit mangelnder Empathie. Ob Du mit so jemand zusammen sein willst, mußt Du selbst entscheiden.
 
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Benutzer187907  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Du möchtest objektive Meinungen, die kann es aber nicht geben. Nirgends steht gesetzlich oder moralisch festgeschrieben, was man erwarten darf in einer Partnerschaft und was Bonus ist. Das sind individuelle Wünsche, Prioritäten, eigene Geschichte, jeder ist anders und jeder braucht etwas anderes. Und jeder darf sich wen anders suchen, wenn es nicht passt und man auf gewisse Dinge nicht verzichten kann.
 
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Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich habe mir die Tage danach Gedanken über diesen Abend gemacht. Habe es auch angesprochen aber er hatte dazu nicht viel zu sagen, außer“ich hab doch gesagt du sollt mir schreiben wenn du weißt was los ist“ und damit war das Thema für Ihn auch abgeharkt.
Passt genau zum Rest.
Wie gesagt, ich war auch mit so einem Mann zusammen. Ich kenne die Muster.

Hast du ihm denn konkret geschrieben, dass er vorbei kommen soll? Was war überhaupt los? Musstest du im Krankenhaus bleiben?

Ich versuche dahingehend toleranter zu sein, da ich in der Vergangenheit bereits eine Beziehung beendet habe, nachdem Zweifel an einer Fernbeziehung aufgekommen ist und ich aktuell denke, dem Partner noch weitere Chancen geben zu wollen und nicht voreilig zu sein. Allerdings häufen sich diese „Verletzungen“ auch wenn er es vielleicht nicht wahrnimmt.
Das Problem ist, dass er eben so ist.
Und das wird auch morgen und übermorgen noch so sein. Empathie kann man sich schwer aneignen. Es wirkt dann unecht und aufgesetzt und das würdest du ja auch nicht wollen.

Solange ich funktioniere und gut gelaunt bin etc gibt es zwischen uns keine Probleme, wir verstehen uns sehr gut, haben den gleichen Humor und neken und ab und an gerne. Aber die geschilderten Situationen haben mich zum nachdenken bewogen und sind mir nicht „egal“.
Ich denke du musst dir vor allem die Frage stellen wie du mit Krisen klar kommst. Wie kamst du denn ohne Partner klar? Was wenn du als Single ins Krankenhaus musst? Oder eine Panikattacke hast?

Wenn es für dich essentiell ist, dass der Partner dich in solchen Situationen von sich aus unterstützt, dann ist dieser Partner für dich der Falsche. Das liegt auf der Hand.
Dann ist es auch für ihn besser, wenn ihr euch trennt und nicht weiter Zeit verschwendet. Erwarte aber keine großen Emotionen von ihm, wenn du die Trennung aussprichst. Er wird sagen "alles klar, weiß ich Bescheid".
 
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Benutzer171365 

Öfter im Forum
Seit 4 Monaten merke ich, dass mir etwas in der Beziehung fehlt. Dieses „etwas“ hat für mich allerdings eine hohe Priorität.
Wen dir das fehlt, dann ziehe bitte die Konsequenzen. Ich wünsche dir, dass du jemanden suchst und findest, der zu dir passt. Das ist gar nicht objektiv beurteilbar. Die Partner müssen subjektiv zueinander passen und schauen, ob es ihnen auch auf Dauer gut geht miteinander.
 
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Benutzer174969  (29)

Sehr bekannt hier
Was passiert, wenn du in so einer Situation explizit sagst, dass du eine Umarmung brauchst und gut zu reden? Wie würde er darauf reagieren?

Hattet ihr außerhalb solcher Situationen schon Mal ein tieferes Gespräch? Tiefer als "Na ich sagte doch, sag mir bescheid"?

Weiß er, dass du überlegst die Beziehung zu beenden? Weißt du, wie er sich in den Situationen gefühlt hat?

Du solltest für dich klären, wieviel du in die Beziehung noch stecken willst und was sich ändern müsste.
 
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Benutzer180752  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Zunächst mal hab ich Verständnis für deine Situation. In Nuancen kann ich das auch nachempfinden.

Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit in der Mitte ! Kein Partner ist der Therapeut des anderen dafür gibt es Profis aber grundsätzlich sollte man natürlich die Gefühle des Partners ernst nehmen und sie respektieren auch wenn man sie nicht nachempfinden kann.

Ehrliche und offene Kommunikation ist hier wie auch sonst der Schlüssel 🔑

Wenn ihr da keine gemeinsame Basis finden könnt sieht das auf Dauer natürlich schlecht aus.
 
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Benutzer174233  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich mag das gar nicht bewerten ob deine Erwartungen prinzipiell zu hoch sind oder welches Maß als normal gilt, denn Menschen sind da sehr verschieden.
Ich lese aber ziemlich deutlich heraus, dass deine Erwartungen für deinen Partner zu hoch sind, denn so wie du ihn beschreibst wird er dir diese Erwartungen niemals zufriedenstellend erfüllen können.
Das ist kein Vorwurf an dich, nur die Feststellung, dass ihr dahingehend sehr verschieden seid.

Warum er so ist wie er ist, spielt eigentlich auch kaum eine Rolle, denn mMn lässt sich sowas nur bedingt erlernen, liegt also auch zu einem großen Teil an der Natur des Einzelnen.
Es gibt auch Menschen, die als Kind sehr viel Liebe, Wärme und Geborgenheit bekommen haben und trotzdem "unfähig" sind das an andere weiter zu geben.
Viel wichtiger ist also die Tatsache, dass deine Bedürfnisse nach Mitgefühl, Zuneigung und Fürsorge nun mal weit davon entfernt liegen von dem was er geben kann u./o. will.

Bleibt also die Frage wie und ob du künftig damit zurecht kommst.
Ich tendiere zu "nein", denn ich würde behaupten, dass ich in der Hinsicht ein ähnliches Bedürfnis, wie du habe und ich habe auch schon 2 Beziehungen geführt in denen diese Bedürfnisse sehr zu kurz kamen. War für mich auf Dauer nicht tragbar, denn für mich ist das sehr essenziell dass mein Partner mir Halt und ein Gefühl von Geborgenheit geben kann. Auch muss ich unbedingt meinem Partner gegenüber meine Gefühle frei zeigen können/dürfen, wenn ich also mal weinen muss sollte ihn das nicht abschrecken o.ä.
Jemanden dem ich sagen muss wie er mir Trost spenden kann und der mich nicht selbstständig in den Arm nehmen kann passt einfach nicht zu mir und ich fürchte, dass auch du damit immer wieder an deine Grenzen stoßen wirst und dir viel Frustration vorher bestimmt ist mit diesem Partner.

Noch kurz zu der Krankenhaus-Geschichte, auch da kann ich dich sehr gut verstehen. Das ist aus meiner Sicht nicht nur Empathiemangel, sondern grenzt schon hart an puren Egoismus.
Mein Ex hatte mich damals nach meiner Blinddarm OP auch nur kurz, für knapp 10 Minuten, im KH besucht mit der Begründung, dass er KH nicht mag und da es im Sommer war wollte er lieber den Tag mit seinen Freunden im Freibad verbringen. Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht und ich hätte mir da schon etwas mehr Priorität gewünscht.
Daher würde ich dir schon nahe legen nochmal tief in dich zu gehen und dir zu überlegen ob du mit einem anderen Partner nicht doch glücklicher werden könntest.
 
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Benutzer180752  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Dass Menschen unterschiedlich ticken ist normal und auch in Ordnung, das kann man ja schlecht bewerten ! Ich spreche da aus Erfahrung weil auch ich dazu neige meine Ansprüche oder Maßstäbe auf andere zu übertragen, obwohl ich natürlich weiß dass das falsch ist.

Aber : Im Ergebnis werden die meisten Menschen wohl ihre Werte beibehalten und nicht darauf verzichten.
Da man aber auch nicht erwarten kann dass der Partner sich anpasst (das sollte er auch nicht) wird das auf Dauer spannend wenn die Unterschiede zu groß ausfallen.
 
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Benutzer191555 

Ist noch neu hier
Ich danke euch allen für eure Antworten.

Ich möchte nur Abschließend bemerken, dass mein Partner natürlich kein Therapeuthersatz für mich ist oder darstellt. Praktisch gibt es noch viele weitere Beispiele. Mir ist auch bewusst, dass zu einer Beziehung immer zwei Personen gehören und ich natürlich auch nicht frei von Makel bin, weshalb ich es so lange „toleriert“ habe.

Es ist schön zu wissen, dass es hier eine Plattform gibt, auf der man sich austauschen kann, wo „zugehört wird“ und man u.a. auch von den Erfahrungen anderer profitiert und lernt.

Ich werde zeitnah (die nächsten Tage) für mich abschließend bewerten ob ich diese Beziehung unter harter Arbeit (vorausgesetzt von beiden Partnern aufrichtig gewollt) weiter führen oder lieber beenden werde.

Auf Dauer könnte ich mich auch alleine anpassen (bin ja Wandlungsfähig ;-)) jedoch unter der Voraussicht, dass ich meine Gefühle auch weitestgehend nicht mehr zeigen werde und für mich behalte. Das hätte zur Konsequenz, dass ich mich dann nicht/ kaum mehr für Ihn interessiere und mir sein Ergehen weitestgehend egal wird. Jedoch würde mich das aus meiner Sicht zu einem deutlich schlechteren Menschen machen (wobei ich hier nur auf meine mögliche Verändung abziele und es keine Anspielung auf Ihn sein soll) und das möchte ich nicht werden. Eine Beziehung in der sich beide Partner weitestgehend egal sind hat für mich keinen nennenswerten Mehrwert.
 
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Benutzer180752  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich danke euch allen für eure Antworten.

Ich möchte nur Abschließend bemerken, dass mein Partner natürlich kein Therapeuthersatz für mich ist oder darstellt. Praktisch gibt es noch viele weitere Beispiele. Mir ist auch bewusst, dass zu einer Beziehung immer zwei Personen gehören und ich natürlich auch nicht frei von Makel bin, weshalb ich es so lange „toleriert“ habe.

Es ist schön zu wissen, dass es hier eine Plattform gibt, auf der man sich austauschen kann, wo „zugehört wird“ und man u.a. auch von den Erfahrungen anderer profitiert und lernt.

Ich werde zeitnah (die nächsten Tage) für mich abschließend bewerten ob ich diese Beziehung unter harter Arbeit (vorausgesetzt von beiden Partnern aufrichtig gewollt) weiter führen oder lieber beenden werde.

Auf Dauer könnte ich mich auch alleine anpassen (bin ja Wandlungsfähig ;-)) jedoch unter der Voraussicht, dass ich meine Gefühle auch weitestgehend nicht mehr zeigen werde und für mich behalte. Das hätte zur Konsequenz, dass ich mich dann nicht/ kaum mehr für Ihn interessiere und mir sein Ergehen weitestgehend egal wird. Jedoch würde mich das aus meiner Sicht zu einem deutlich schlechteren Menschen machen (wobei ich hier nur auf meine mögliche Verändung abziele und es keine Anspielung auf Ihn sein soll) und das möchte ich nicht werden. Eine Beziehung in der sich beide Partner weitestgehend egal sind hat für mich keinen nennenswerten Mehrwert.
Nicht verbiegen oder anpassen das gilt für beide ! Du hast es perfekt ausgedrückt beide müssen es wollen ! Das sollte alles kein Zwang sein ! Arbeit ist Beziehung immer, alles andere ist Illusion aber das positive soll überwiegen!

Egal wie du dich entscheiden wirst, alles gute für dich!
 
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Benutzer186759  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Mal ne blöde Frage:

Du sagst, du hast regelmäßig Panikattacken. Bist in Therapie, um das in den Griff zu bekommen?
Du sagst ja selbst, dass dein Partner kein Thrapeutersatz ist, erwartest aber, dass er auf deine Attacken so reagiert, wie du es gerne hättest.
Da stellt sich mir eben die Frage, ob du auch daran arbeitest, die Situationen, in denen du seinen Beistand brauchst zu verringern?

Als Hintergrund: Ich würde mich selbst als recht empathisch und verständsnisvoll einordnen (meine Freundin kann das eventuell bestätigen^^), aber ich hatte auch mal eine Beziehung in der meine damalige Partnerin alle 4-5 Tage wegen irgendwas geheult hat und bei "größeren" Problemen regelmäßig halb zusammenbrach.
Da war mein Verständnis auch bald weg. Hatte was von Drama-TV-Show. Da wollte ich dann schon irgendwann garnicht mehr helfen, weil es:
a) Ohnehin nichts brachte
b) Sie selbst nichts getan hat, um solche Situationen zu verringen
c) Es für mein Empfinden absolut überzogen war, was sie so als "Problem" gesehen hat und deswegen zum schluchzended Wrack wurde ("Der A hat mir auf Arbeit nicht gesagt, wie toll ich das gemacht hab! Die hassen mich alle!" in etwa)

Ich will dir nix unterstellen, nicht falsch verstehen. Aber deine Schilderung (wegen Magen-Darm ins Krankenhaus klingt z.B. auch überzogen, vor allem, wenn du noch selbst fahren kannst) klingen schon ein wenig so, als gäbe es bei euch vlt mehr Drama, als es normalerweise sein müsste.
Wenn du/ihr an der Beziehung arbeiten wollt, dann solltest du überlegen, ob Therapeutische Hilfe bei dir eventuell helfen kann und er hat ja schon gesagt, er kann damit nicht umgehen und wenn du ne Umarmung brauchst, sollst du was sagen.
Kompromissbereit scheint er ja ein Stück weit zu sein, wenn ihr da anknüpfen könnt, wäre das ja ein Anfang.

Ansnosten wäre ein anderer Partner, der eher "riechen" kann, was du wann brauchst vlt keine schlechte Idee.
 
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