Oberflächliche Toleranz!

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Hallo zusammen , gerade ist durch ein Thema bei mir eine alte Überlegung hervorgetreten : Es geht darum, das Mir es so vor kommt als würde uns Toleranz ohne Akzeptanz anerzogen von der Gesellschaft. Stilles Ja sagen zu etwas was wir in unserem tiefsten Inneren gar nicht unterstützen wollen bzw. können .

Dieses Gefühl beschleicht mich schon seit Jahren . Es kommt mir teilweise wie ein hohles Versprechen vor wenn manche Leute über Einwanderer oder auch behinderte Menschen sprechen. Wie Worte ohne Bedeutung etwas was man akzeptiert weil es alle akzeptieren , etwas wo man annimmt weil es alle Annehmen. Der Herdentrieb bei der Toleranz .

Das beste Beispiel sind Eltern die nichts gegen Schwule haben aber für die eine Welt zusammenbricht wenn ihr Sohn oder ihre Tochter Homosexuell sind.

Bei behinderten Menschen kommt es mir auch so vor nach dem Motto oh die Armen aber ich will nix mit denn zu tun haben .

Wie seht ihr das ?

Habt ihr zufällig sowas selbst schon an euch entdeckt, dass ihr etwas Gesellschaftlich akzeptiert aber innerlich ablehnt?
 
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Benutzer121281  (32)

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Mag jetzt sehr intolerant wirken aber: Magst du nicht die Rechtschreibprüfung an deinem PC nutzen? Manchmal wird es wahnsinnig mühsam deine Beiträge zu lesen und die meisten Browser haben heute schon eine integrierte Rechtschreibprüfung, die du aktivieren kannst. Das wäre für die Lesbarkeit deiner Beiträge -die zuweilen interessant sind- sehr von Vorteil.
 

Benutzer135918 

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Off-Topic:
Schon erledigt ich habe es mir nochmals durchgelesen und korrigiert.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Zu beschwören, man sei tolerant und habe nichts gegen XYZ ist leicht. Teilweise ist das eine Schutzbehauptung, teilweise glauben die Leute es wirklich, bzw. interpretieren es einfach anders.

Manche Menschen glauben, Toleranz hieße, jemandem nicht die Nase zu brechen. Vielleicht ist Toleranz in unserer Gesellschaft aber auch einfach als Begriff etwas überstrapaziert, und es wäre sinnvoller, zwischen Toleranz im Sinne von "gewähren lassen" und wirklicher Akzeptanz zu unterscheiden. Denn wortwörtlich bedeutet "tolerieren" in etwa so viel wie "ertragen". Wer also Schwule nicht mag, sie aber auch nicht schlecht behandelt, kann sich ja doch irgendwie darauf berufen, dass seine Definition von Toleranz jedenfalls nicht völlig aus der Welt ist. Wobei manche sich scheinbar einbilden, diese Art der Toleranz sei irgendwie eine besondere Leistung.

Im Endeffekt sind solche Begriffe immer trügerisch, da man meist verschiedene Dinge da reinlesen kann. Hinterfragen und genau schauen helfen weiter.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Solange es gesellschaftlich gewünschte Haltungen gibt, wird es Lippenbekenntnisse und schlummernde Heterodoxien geben. Gerade bei Dingen, die nicht alle Menschen gleichermaßen betreffen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich denke nicht, dass das gesellschaftlich anerzogen ist. Es ist eher menschliche Bequemlichkeit. Solang's mich nix angeht, kann ich ja für alles sein, solange ich keine dominante Ideologie habe, sondern pragmatisch lebe. Und das tun eben die meisten. Wenn's dann aber auf einmal einen betrifft, muss man sich damit auseinandersetzen und mit den Konsequenzen leben, und dann schaut halt alles noch mal ganz anders aus.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
So ganz streng genommen kannst du ja auch bei vielem nicht anders, als vermeindlich tolerant sein, da dich die eigentliche Meinung gerne auch mal den Job kosten kann, wenn du sie offen kund tust. Um einige Beispiele aufzugreifen: Was passiert denn, wenn jemand sagt, dass er/sie Ausländer, Behinderte, Schwule etc. nicht mag? Es gibt den kollektiven Aufschrei (gerne unterstützt durch soziale Medien), man macht sich als Meute über den Intoleranten her, wenn es zu große Wellen schlägt ist auch der Arbeitgeber in Aufruhr und vieles geht ganz schnell. Wer verdenkt denen denn, dass sie die massentauglichen Aussagen zusammenheucheln, um frei von massiven Konsequenzen durchs Leben zu gehen? Ob ein verlogenes kollektives Laientheater ein großer Gewinn ist, sei mal dahingestellt.
 

Benutzer133456  (49)

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Ich weiss, was Du meinst. Es ist eher eine Art "Nichtangriffspakt", und heisst nicht, dass man sich mit den betroffenen Parteien auch so sehr befasst hat, dass man dazu wirklich zu einer Meinung berechtigt waere. Ich glaube, das basiert auf Ueberforderung. Es ist einfach zu viel los, und an jeder Ecke kraeht's und quengelt's und will seine eigene Republik, und man winkt einfach langsam ab, weil man nicht mehr durchblickt mit dem ganzen Kram. Und dann sagt man halt ja und amen zu allem. Mir zumindest geht's so.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich weiss, was Du meinst. Es ist eher eine Art "Nichtangriffspakt", und heisst nicht, dass man sich mit den betroffenen Parteien auch so sehr befasst hat, dass man dazu wirklich zu einer Meinung berechtigt waere. Ich glaube, das basiert auf Ueberforderung. Es ist einfach zu viel los, und an jeder Ecke kraeht's und quengelt's und will seine eigene Republik, und man winkt einfach langsam ab, weil man nicht mehr durchblickt mit dem ganzen Kram. Und dann sagt man halt ja und amen zu allem. Mir zumindest geht's so.
Ich finde dien Darstellung des Nichtangriffspacktes ganz gut so kommt es mir auch irgendwie vor. Man will sich nicht gegenseitig beharken, aber sobald es Reiberrein gibt die gravierender sind kann alles explodieren !
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
An sich würde ich mich schon als sehr toleranten Menschen bezeichnen. Was andere tun und lassen, geht mich an sich nichts an, solange sie keinem damit schaden und wenn ich damit nicht klarkomme und es selbst nicht tun würde, dann muss ich mich mit besagten anderen nicht anfreunden. Hatte erst letztens eine Diskussion mit meiner Großmutter...das typische die Nachbarn, die Nachbarn, blablabla und am Ende meinte ich, selbst wenn XYZ jedes Wochenende eien Orgie feiern, geht es mich nichts an und ist es mir egal, sind ja weder meine Freunde, noch Verwandten. Aus diesem Grund kann ich doch behaupten sehr tolerant zu sein, da mir die meisten Dinge schlichtweg egal sind. Natürlich kann ich dennoch eine Meinung dazu haben, aber ich würde nun nicht auf die Idee kommen, diese besagten Menschen mitzuteilen, wieso auch? Zugleich würde ich aber wohl anders reagieren, wenn es mein direktes Umfeld bzw. mich betrifft. Gutes Beispiel im Startpost war das Homosexualitäts-Thema. Gegen solche Menschen habe ich an sich rein gar nichts, würde aber mein Kind eines Tages so sein, dann wäre das für mich schon schwerer zu verdauen, als wenn meine Nachbarn z.B. einen schwulen Sohn hätten und der mit meinen Kindern befreundet wäre. Ich besitze aber, was die meisten Dinge angeht, eine sehr klare Meinung, die ich kaum ändere und habe auch immer gewisse Vorstellungen, von denen ich selten abkomme, weshalb ich wohl tolerant bin, mir es aber zugleich schwer fallen würde, etwas, das nicht in meinen 'Plan' integriert ist, doch in mein Leben zu integrieren.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Bei behinderten Menschen kommt es mir auch so vor nach dem Motto oh die Armen aber ich will nix mit denn zu tun haben .
Man muss hier aber auch mehr differenzieren. Warum will man mit denen nichts zu tun haben?
Aus meiner täglichen Arbeit kann ich sagen: weil viele überfordert sind.
Sie wissen gar nicht, wie sie mit Menschen mit Behinderungen umgehen sollen.

Klassisches Beispiel:
Ich laufe mit einem Klienten (der zugegebenermaßen sehr behindert aussieht -er läuft mit Helm herum) die Straßen entlang, wir gehen um eine Ecke und werden von einem Mann geschnitten, der fast in meinem Klienten rein läuft. Mein Klient bleibt wie angewurzelt stehen, bewegt sich keinen Meter, weil er Angst hat, den Fremden zu berühren. Es vergehen mehrere Sekunden.
"Was ist denn ihr scheiß Problem? Gehen sie weg!"
Ich erkläre ihm, dass dieser Quärolant behindert ist, eine soziale Phobie hat und sich in seiner Angst nicht mehr bewegen kann.
Die Reaktion "Oh das tut mir leid, dass wusste ich nicht."

Begegnungen mit Menschen mit Behinderungen sind leider immer noch zu selten, als dass sich da adäquat eine Akzeptanz entwickeln kann.
Ich kann es auch ein Stück weit nachvollziehen, wenn man etwas nicht kennt, weiß man eben nicht, wie man mit der Situation ungehen soll.

Schwule in der Öffentlichkeit sieht man auch sehr selten, die sind fast so rar gesät wie Menschen mit Behinderungen.

Wie soll sich Akzeptanz also entwickeln, wenn man mit so was normalem wie Homosexualität oder Behinderungen nie oder selten konfrontiert wird?
Da müssen wir ansetzen.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich toleriere eigentlich erstmal alles - weil ich denke, jeder wie er ist/mag/kann und fertig.
Wenn es um mein näheres Umfeld geht, befasse ich mich ja automatisch überhaupt erstmal näher damit und entscheide dann, wie ich dazu stehe und wie ich damit umgehe. Vorher sehe ich keinen Grund andere/s zu beurteilen/abzuurteilen.

Ich sehe in der positiven allgemein ausgesprochenen Toleranz keinen Vorwurf - was ich aber gar nicht mag, ist das wenn man "keine Ahnung" und gar nichts damit zu tun hat, etwas negativ aburteilt.

Simples Beispiel, vor kurzem aus dem Mund meines Schwiegervaters (nicht das hellste Modell):
"Alle Neger stinken." Und das obwohl er in seinem Leben noch nicht mal einen Schwarzhäutigen live gesehen, geschweige denn kennengelernt hat. "Und seine Freunde sagen das auch, da hat mal einer einen getroffen, der roch wie ein Affe ..." (wie riecht denn ein Affe? Das sind solche Bauern, die waren in ihrem Leben nicht mal Zoo, geschweige den dort, wo man Affen antreffen könnte, zB Afrika.) Das ist für mich negativer Herdentrieb in Punkto Intoleranz. Finde ich auch viel gefährlicher.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Viele Menschen reagieren ja auch beim Erstkontakt mit Homosexualität seltsam, und betonen erstmal ausdrücklich, dass sie kein Problem mit Homosexuellen haben, dass sie ja auch jemanden kennen, der homosexuell ist, und dass jede Form der Liebe gleichberechtigt ist etc. pp.

Das ist ja auch etwas krampfig, und den meisten Schwulen und Lesben vermutlich eher unangenehm - aber keine böse Absicht, sondern aus der Unsicherheit entstanden. Ist ja auch zugegenermaßen etwas schwierig :grin:: Erst war es ein Randphänomen, mit den sich niemand wirklich befasst hat, dann war es etwas Ungewohntes, das Aufmerksamkeit einforderte, dann hieß es "seid ja nicht diskriminierend".

Bei Behinderungen fällt es ja meist noch zusätzlich schwer, jemanden richtig einzuschätzen. Es gibt verschiedene Formen von Behinderung, die sich ganz unterschiedlich äußern.

Aber wie soll das ein Außenstehender ohne Vorwissen auch ahnen können? Hilfreich ist es natürlich immer wenn (wie im Beispiel von Mrs. Brightside Mrs. Brightside ) eine andere Person dabei ist und das Missverständnis aufklären kann. Wobei ich mir vorstellen kann, dass das für die behinderte Person auch immer etwas blöd und unangenehm ist.
 
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Benutzer6874  (35)

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Das ist die alte Leier von Theorie und Praxis. Aber das was wir als "Heuchelei" wahr nehmen, ist nicht einfach negativ. Wir können uns nicht beliebig tolerant nennen, ohne dass es uns mit der Zeit doch toleranter macht.

Beim Thema Behinderungen kann ich das was hier schon gesagt wurde aus meiner Erfahrung bestätigen: manche haben Angst etwas falsch zu machen, Menschen mit Handicap in ihren Gefühlen zu verletzen, usw.

Und dann das thema "Schwule in der eigenen Familie". Ich habe mich mit 15 voreilig als schwul geoutet. Für meine Mam war das kein Problem, sie liebte mich auch so. Aber beim Pa merkte ich, dass er nur darum nicht erschrocken war, weil er noch 4 weitere Kinder hat, und die Aussicht auf die Opa-Rolle intakt blieb :grin:
Die Toleranz wird eben erst dann wirklich auf die Probe gestellt wenn persönliche Betroffenheit dazu kommt.

Ich fürchte aber nicht die oberflächliche Toleranz, sondern die leider gar nicht oberflächliche Intoleranz. Die ist das problem!
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich erkläre mich nun selbst , wo es mir an mir selsbt auffällt. Sicher jeder der bisherrigen Diskussionsteilnehmer kennt im Politischen bereich meine weltoffen Einstellung auch das ich auf eine besondrs offfen Art und weise religiös bin .

Dort fängt es ja schon an alleine durch die Religion habe ich eine wesentlich offenere Haltung als ohne . Ohne würde ich warscheins dauerhaft danach Schreien alle nazis in die Gaskammer zu stopfen weil es ja die Ultimative Strafe ist für Leute die das selber gemacht haben /Bzw. es machen wollen oder Gut heißen, dass es gemacht wurde.

Dann geht es weiter bei religionen , eigentlich bin ich da nicht so tollerant . im Stillen Kämmerlein rege ich mich permanten über dne Katholizissmus auf und wage soagr die Überlegung, das es eine ketzerrische Gott verraltende Religion ist wegen seien falschauslegungen meines glaubens den ich als Ultimum sehe . Darum komme ich auch wesentlich besser mit anderen Religionen klar die genau so liberral auslegen wie in meinem Fall.


Thema behinderte. Ich dachte immer, das wäre ein Sonderfall bei mir weil besonder sstark Behinderte Menschen mich als Autisten derbst überfordern .

Aber ich finde es auch irgendwie komsich wie ich Jahre lang quasi Aspekte Lebenseinstellungen dam rande ausgeblendet habe.

Ich gebe da einem meienr vorposter durchaus recht , diese slebt erzwungen tolleranz bringt uns dann auch irgendwann an Punkte wo man überlegt ob die idee im Stillen kämmerlein wirklich so gut ist . So fällt es mir z.B : auf.

Beispiel Nazis , früher hätte ich sie permanent nur gehasst , heute weiß ich das bei vielen dieser menschen einfach was schief gelaufen ist und es solche organisationen wie Exit gibt die ihen Helfen aus dem Sumpf raus zu kommen .



Das ist es auch imemr warum ich sage, das es Tolleranz in absoluter Form nicht gibt .
 
R

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Schwule in der Öffentlichkeit sieht man auch sehr selten, die sind fast so rar gesät wie Menschen mit Behinderungen.

Wie soll sich Akzeptanz also entwickeln, wenn man mit so was normalem wie Homosexualität oder Behinderungen nie oder selten konfrontiert wird?
Da müssen wir ansetzen.
Hmm, also ich sehe schon recht häufig Schwule, jedenfalls öfter als Behinderte. Und ich finde es btw seltsam, das gleichzusetzen.
Schwule sind in keinster Weise eingeschränkt und man kann von ihnen das gleiche Verhalten erwarten wie von allen anderen gesunden Menschen auch, egal welche sexuelle Präferenz sie haben.
Behinderte hingegen haben per Definition nunmal gewisse Einschränkungen, die die Kommunikation unter Umständen erschweren oder die zu Reaktionen führen, mit denen man nicht gerechnet hat (siehe dein Beispiel - oder gestern, als ich mit meinem Hund unterwegs war und ein Behinderter zu Stein erstarrt ist und laut gekreischt hat, als er uns in 20m Entfernung sah, da musste ihn die Betreuerin erstmal beruhigen) - insofern kann ich verstehen, dass manche Menschen da Berührungsängste haben oder eben, wie du auch sagst, überfordert sind, weil sie nicht wissen, wie man am besten mit sowas umgeht.



Aktuell wäre ein gutes Beispiel sicher die Flüchtlingskrise. Viele Menschen behaupten gern, sie seien tolerant und es wäre gut, Menschen aus Krisengebieten aufzunehmen. Wenn es dann aber darum geht, dass die Turnhalle deshalb nicht mehr zur Verfügung steht oder gegenüber ein Flüchtlingswohnheim entsteht, ist es schnell vorbei mit der Toleranz.

Bei mir selbst weiß ich, dass ich keineswegs ständig und überall tolerant bin. Ich behaupte es aber eben auch nicht, sodass ich mir dabei nicht scheinheilig vorkomme. :zwinker:
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
naja, toleranz ist eben was gänzlich anderes als akzeptanz. wenn man etwas toleriert, dann bedeutet das ja nicht dass mans gut findet oder auch nur akzeptiert, es heisst nur, dass man sich unter den gegebenen umständen nicht darüber aufregt. wenn sich die umstände ändern, dann kann sich auch die reaktion ändern.

ich toleriere es zum beispiel sehr wohl, wenn männer in ihrer eigenen wohnung im stehen pinkeln und das bad nach pisse stinkt - versuchen sie das in meiner wohnung, dann ists absolut vorbei mit meiner toleranz, dann geh ich an die decke, lasse putzen und erteile ggf. hausverbot.
ich toleriere auch, wenn die nachbarn gegen 16 uhr den übelsten krach machen... wenn sie das gegen 2 uhr nachts machen ists mit meiner toleranz nicht mehr weit her.

sowas hat nichts mit oberflächlichkeit zu tun, es ist einfach der sinn und zweck von toleranz: man findet etwas nicht gut, aber anstatt einen aufriss drum zu machen toleriert man es, solange einem das möglich ist. man lebt sozusagen drumherum, solange man die möglichkeit dazu hat.
eine sehr vernünftige angelegenheit, da man nicht erwarten kann, immer alles gut zu finden, es aber das zusammenleben negativ beeinflussen würde, wenn man alles, was man nicht akzeptiert oder gar für gut befindet, offen kritisieren würde.

scheinheilig wäre "oberflächliche akzeptanz", die sich dann als toleranz entpuppt und in geänderter situation in sich zusammenbricht.
 
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