Nightdreamers Nachtlied

nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Ein Jüngling sieht ein Mädchen
Und ist alsogleich verliebt
Und fortan gilt sein Sorgen
Daß sie ihn ja auch sieht

Er kann nur eines denken
Denkt sie denn auch ihn?
Will alle ihre Blicke
Zu sich hinüberziehn

Ist ganz von ihr erfüllet
Ihr Lächeln wird sein Ziel
Das Herz droht ihm zu reißen
Bei dem so ungleichen Spiel

Da senkt sie ihre Blicke tief
In sein nachtschwarzes Haar
Sein Spiegel wird zum Fenster
Wird ihrer nun gewahr

Die Liebe wird sich offenbar
Und gibt ihm zu verstehen
Wo vorher er sich selbst nur sah
Beginnt er sie zu sehen

* * * * *
 
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Yenna

Benutzer182583  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wowser, ist das schön !!!
Klingt fatal nach erster GROSSER Liebe :herz:
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Wowser, ist das schön !!!
Klingt fatal nach erster GROSSER Liebe :herz:
Ach, ich glaube, das kann auch in jeder anderen Lebensphase sein. Der Schritt vom „Ich bin verliebt“, bei dem man sich selbst in den Mittelpunkt stellt, zu dem „Ich liebe Dich“, bei dem der Fokus dann auf den anderen übergeht. Aber ich kann meine eigenen ärmlichen Reime schlecht selbst interpretieren.

Danke 😌
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Ein Schritt nach vorn
ein paar zur Seite
darüber und davor nur Luft

ein ehern Rahmen
grüne Gräser
und rauschend-süßer Lindenduft

Mein kleiner Käfig
namens Freiheit
mein Ausblick auf die ferne Welt

dort ferne, wo die
Menschen lachen
wo Herz und Herz zusammenfällt

Ich darf nicht, kann nicht
mag nicht wollen
hab nicht am Spiel des Lebens teil

Dort, wo geliebt wird,
bin ich fremd
und dennoch nicht von Sehnsucht frei

Ein Schritt nach vorn
und weiter nicht
dann suchen meine Hände Halt

Und alles Glück
bescheint die Sonne
doch mir ist nur unendlich kalt.

* * * * *
 
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1 Woche(n) später
nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Ich seh von ferne nur Dein Atmen
Das kühn die schweren Berge hebt
Und unter meinen Fingern Seide
Die zittert, weil Dein Herzschlag lebt

So sanfte Felder, feingeschwungen
Aus Schnee, aus Alabastersamt
Und meine Finger klopfen, springen
Und wellenfern kämpft Deine Hand

Du spürst noch brennend meine Bisse
Und matt glänzt meiner Küsse Weg
Und alles an Dir ist mein Kissen
Auf das ich mein Begehren leg

Und in die süßeste der Früchte
Tauch ich mit allem, was ich habe, ein
Und Wellenschlag, und wieder einer
Und Du schließt alle meine Worte ein.

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Es ist nachts
und also dunkel
unten die Laterne

Ja, unten, denn ich
stehe hoch oben
im offenen Alkoven

Und zwischen dem Licht
und meinem Blick
schweben die Zweige

Ein Netz, hauchfein
schwebzart, luftgewebt
schaumkugelig

Ich atme nicht
mein Seufzen könnte
alles verwehen

Am Tag, im Licht
Baumriese, ewig und fest

Nur das leichte Rascheln
bleibt Geheimnis uns

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Der Blick geht durch mich durch
Marmorkopf, sollst Du nicht tot sein
Was tanzt Du durch meine Gedanken?

Wär ich Du, wen würde ich sehen
vor mir, stieren Blicks, so ganz
ohne einen eigenen Gedanken?

Denk ich Dich, oder Du mich, René?
Seh ich nur, was Du mich schon stets
Hast sehen wollen? Bin ich von anfangs
nur ein Bild Deiner Gedanken?

Bist nur ein Marmorkopf, hast nie
einen eigenen Blick haben dürfen
Ich tanze in Deinen Gedanken!

* * * * *
 
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3 Woche(n) später
nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Sternennacht und Mondgewitter
Wolkenhaufen tanzen schwer
Hinterm Berg ein armer Ritter
Sonst sind alle Straßen leer

Augenblicke, um zu tauen
Sitzen kann ich nicht, noch stehen
Dafür noch den letzten blauen
Streifen müden Himmels sehen

Und er geht, der Horizont
Der einstmals mein Bruder war
meiner kühnsten Träume Front
ist verloren - war ja klar.

Hell genug ist's, daß ich ahne
Wie allein es ist umher
Meine müde Schlachtenfahne,
wappenlos, und weiß und leer.

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Blütenbunter Halm
Eigelbsonnenfarbenhell
Mein Augenasylum

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe den Pfeil in den Nebel geschossen.
Das Klingen der Sehne pfeift mir noch im Ohr.
Meine Insel ist schon fast überflutet.
Und kein Weg zeigt mehr die Rückfahrt an.
Kein Vor, kein Zurück, ich bin ortslos.
Das Daumenkino spielt ulkige Lieder,
doch meine Arme sind so schwer, so leer.
Vielleicht ist im Wald nebenan Sonne?

Ich sammle Luft in meinen Brüsten.
Windmühlen schlagen um mich rings.
Ob meine Träume eine Brücke bauen können?
Wird dieses Lied je eine Melodie erfinden?
Ich weiß, was hinter dem Nebel liegt.
Aber nicht, wie es aussieht. Meine Wille geschehe
Versuche ich zu beten. Glockenstill.
Wasserschrittekreiselwellen.

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Nach endlosen Tagen
Und großen Gefahren
Der sichere Hafen

Doch sollen uns Fahnen
Blutrote wohl warnen
Es lauern Piraten

An unseren Schätzen
Sich frech zu ergetzen
Die Messer sie wetzen

Drum, Steuerfrau, hör
Der Abschied ist schwer
Zurück schnell aufs Meer.

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Heda, Schankweib, Wein gegossen
Laß ihn hier, den ganzen Krug
Weiße Haut und Sommersprossen
Niemals fließt das Blut genug

Sperr weit auf dein volles Mieder
Sieh, das Goldstück hier, es lacht
Tag wird es schon morgen wieder,
doch davor liegt noch die Nacht

Das Geflecht aus nackten Beinen
Soll in wilden Tänzen schwingen
Setz Dich, Schankweib, ruhig auf meinen
Schemel, bis die Glocken klingen.

* * * * *
 
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nightdreamer

Benutzer121902  (48)

Verbringt hier viel Zeit
Perlmuttweißer Schwung
Wie Maiglöckchen aufgereiht
Dein Liebeslächeln

* * * * *
 
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Heartbeat
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