Nie verliebt... geht es hier auch anderen so?

Benutzer119213 

Benutzer gesperrt
Ich bin vor kurzem 21 geworden und bin in meinem Leben genau einmal verliebt gewesen - da war ich 14.
Seitdem hat es immer wieder mal Jungs gegeben, die ich anziehend gefunden habe, aber ich habe mich nie wieder verliebt.
Ich glaube, dass ich länger brauche um mich zu verlieben, weil mir die Persönlichkeit des anderen sehr, sehr wichtig ist und ein "ist nett, sieht gut aus und mag die gleiche Musik wie ich" zwar für ein Interesse ausreichen würde, aber nicht zum Verlieben - da braucht es schon mehr.
Es passiert mir relativ oft, dass ich Charaktere aus Büchern oder Serien sehr interessant finde und geradezu für diese schwärme. Verliebtsheit ist das bei Weitem nicht, aber ich denke, würde ich diesen Personen im wahren Leben begegnen, wäre es um mich geschehen.
Ich bin immer erstaunt darüber, dass andere sich oft oder zumindest mit einer gewissen Regelmäßigkeit verlieben. Ich begegne so selten Menschen, bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sich etwas entwickeln könnte. Ob das an meinen zu hohen Ansprüchen liegt oder einfach Pech ist, kann ich nicht sagen. Ich habe schon überlegt, dass es am Alter liegen könnte, da mir Jungs in meinem Alter doch oft zu unreif sind, ich aber selten ältere kennenlerne.
Wenn ich mich aber wirklich einmal in jemanden verlieben sollte, der sagen wir Anfang Dreißig ist, würde das aber wohl auch kaum hinhauen, weil ich wohl nur das "kleine, schüchterne Mädchen" wäre und somit vollkommen uninteressant.
Vielleicht liegt es aber auch einfach an mir. Ich weiß nicht, warum ich mich nicht verliebe, obwohl ja durchaus das "Potenzial" dazu da wäre, ich also nicht uninteressiert bin.

Geht es hier anderen auch so?
 

Benutzer116434 

Verbringt hier viel Zeit
hehe, du scheinst mir aus der seele zu sprechen. Ich bin 18 und bis dahin - mit 14 - auch nur einmal verliebt bis jetzt. Und das in einem ausmaß, dass ich vorher nicht kannte. Seitdem war ich nie mehr so verschossen...
 

Benutzer54534 

Meistens hier zu finden
Jo, war auch nur einmal richtig verliebt. Der Rest war Zeitvertreib. Ich seh es aber positiv: Bleibt dir ne Menge Kummer erspart. :smile:
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich werde dieses Jahr 26 und war in meinem Leben bisher 2 mal Hals-über-Kopf verliebt... bis mir jedes Mal das Herz rausgerissen wurde (okay, bei einem Mal war ich nicht ganz unschuldig dran, aber trotzdem). Seit dem bin ich bei diesem Thema etwas voreingenommen und auch "vorsichtiger" geworden. Scheiß Erfahrung, und da muss ich whipyahead Recht geben: es bleibt einem eine Menge Kummer erspart.

Ich kann dich da total verstehen... eine gewisse Grundschwärmerei ist vorhanden, aber so richtig verliebt sein... nein, dass kam schon ein paar Jahre nicht mehr vor. Ich denke, es kommt einfach drauf an, ob einem der / die Richtige über den Weg läuft oder nicht. Ist zwar doof, aber was will man(n) / frau machen. Verrückt machen bringt auch nichts. :hmm:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ich war erstmals mit 20 verliebt (knapp vier Monate währender Beziehungsversuch), dann mit 23 (vierjährige Beziehung), dann mit 27 (mittlerweile knapp seit gut acht Jahren zusammen). Und bei Mann #3 hat es lange gedauert, bis ich merkte, dass ich anscheinend schon länger mehr empfinde - wir waren fünf Jahre befreundet, bis aus uns ein Paar wurde. Bei Mann #2 wars auch so, dass wir erst befreundet waren, in dem Fall "nur" ein gutes halbes Jahr.

Ich bin also auch eine, die sich eher selten verliebt. Ich habe mich mit 18, 19 schon mal gefragt, warum ich mich nicht verliebe. Vorher hat mich das nie wirklich interessiert, ich war quasi "noch nicht reif". Und da ich selbst mit 14 erlebt habe, dass sich jemand anders enorm in mich verliebte und quasi von mir besessen war, habe ich mir das vielleicht auch "verboten", weil mir Verlieben Angst machte und ich mir das nicht traute - so schön ich Bauchkribbeln und Schwärmen auch fand...

Mit 20 dann das erste echte richtige tiefgreifende Verliebtsein, wobei wir uns erst einige Wochen kannten und mir schnell klar war, dass das wohl nicht lange halten kann. Trotzdem war es gut und ich denke noch heute gern daran zurück, auch wenn auf die Verliebtheit der größte Liebeskummer meines Lebens folgte.

Ich kann auf den ersten Blick jemanden sympathisch finden, auch charmant und gutaussehend. Also "Sympathie auf den ersten Blick". Aber mich zu verlieben - das passiert nur zeitverzögert. Und bis ich es dann MERKE, kanns noch länger dauern.

Eine Schulfreundin von mir, die ganz anders als ich sich schon mit 14, 15 sehr häufig verliebte und immer wieder entflammte, was ich fasziniert beobachtete, hat sich damals etwas über mich lustig gemacht, weil ich eben so lange ohne Freund war und offensichtlich auch keinen wollte und da auch nie mitdiskutierte.
Jahre später hat sie mir gesagt, dass sie mich um meine Beziehung beneidet, auch darum, dass ich eben nicht so leicht "entflammbar" bin. Ich bin eben so, wie ich bin, sie ist, wie sie ist - machen wir das Beste draus...
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Arbeitest Du? Studierst Du? Wie siehts allgemein mit sozialen Kontakten aus, zu Frauen und zu Männern? Gehst Du einem Hobby nach, treibst Du Sport, engagierst Du Dich ehrenamtlich? Das können Kontaktbörsen sein - ganz nebenbei.

Ich habe Mann #2 über ehrenamtliche Arbeit im Studentenwohnheim kennengelernt, Mann # 1 und Mann #2 über Hochschulsport. Der Altersunterschied lag zwischen fünf und 14 Jahren - und sicher haben mich die Männer nicht als kleines, schüchternes Mädchen wahrgenommen. Ich war (und bin) eine Frau, kein Mädchen mehr.

Ich war nie ein Date-Typ, der irgendwo wen kennenlernte und sich dann verabredete.
Meine Kontakte entstehen eher aus der Situation heraus, dass ich Leute immer wieder treffe bei Kursen oder gemeinsamer Arbeit. Mittlerweile ginge es wohl auch anders, ich bin heute selbstbewusster und komme leicht ins Gespräch, auch mit Männern. Aber mit Anfang 20 war das nicht so meine Art. :zwinker:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Für sowas gibt es viele Ursachen.

a) Es gibt Leute, die legen sich so hohe Maßstäbe zu, daß nur ein Übermensch diesen entsprechen könnte. Dann setzen sie sich hin und warten. Und warten. Und warten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute.

b) Es gibt auch Leute, die würgen Verliebtheit direkt ab. Manche davon bewußt: Aus Angst vor Verletzung; aus Mißtrauen; weil es "zeitlich gerade nicht paßt"; weil sie rationale Gründe in den Vordergrund stellen an denen kein potentieller Partner vorbeikommt; weil sie in einer Beziehung sind und treu sein wollen; ...

c) Es gibt Leute, denen würgt ihre Psyche die Verliebtheit ab. Manchmal aufgrund von Traumata - manchmal weil sie mitten im blühenden Neurosengarten sitzen (typischerweise: weil Verliebtheit Kontrollverlust bedeutet).

d) Und es gibt Leute, die haben wie der Volksmund sagt einen leichten Dachschaden, sind also - um den terminus technicus zu verwenden - neurologisch vorbelastet. Diese Leute sind dann hirnorganisch nicht zu Verliebtheit fähig.

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(Ich bin persönlich keines davon, habe aber einen Partner, der erst in seinen Zwanzigern das erste mal richtige Verliebtheit :smile:bussi:smile: verspürt hat.)
 

Benutzer112844 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich verliebe mich eigentlich auch nie...also jedenfalls denke ich das immer. Wenn Schluss ist, leide ich jedoch auch. Ich würde es also immer eher als Schwärmerei oder Verknalltsein bezeichnen.....aber ich glaube es ist einfach eine Schutzreaktion, da ich nicht verletzt werden möchte. Ich würde mich schon gerne mal verlieben, aber nur in die Person die das auch genau so erwidert. Ich bin da immer sehr sehr vorsichtig und brauche viel Zeit. Versteh dich also.... :zwinker:
 

Benutzer9380 

Verbringt hier viel Zeit
Ich war bis jetzt 2x verliebt, einmal mit 20 und vor kurzem erst, das hat sich aber relativ schnell zerschlagen weil für mich alles zu schnell ging. Irgendwie hat sie sich dann veräpplelt gefühlt und jegliche Angebote sich zu treffen abgeblockt. Wir hatten nur übers Internet geschrieben und uns vielleicht 3 mal real gesehen.
Ich hatte es anfangs auch hm "verdrängt" dass ich verliebt sein könnte, weil ich zu der Zeit auch arbeiten musste im Auslandspraktikum und in der Nachbereitung. Sonst hätte ich nichts auf die Reihe bekommen. *g
Das passt in chelles Schema zu c).
 

Benutzer70524 

Verbringt hier viel Zeit
Mir geht es ganz ähnlich. Bin auch eher der Typ der für Liebe etwas mehr Zeit braucht.
Das mag daran liegen, dass sich bei mir erst eine gute Mischung aus Kopf- und Bauchgefühl einstellen muss.
Gerade beim Kennerlernen werden nun mal vorrangig die guten Seiten präsentiert. Beide Seiten zeigen die für die Öffentlichkeit aufgesetzte Fassade, die erst mit einem stärker werdenden Vertrauensverhältnis nach und nach fällt.
Wie man auch oft hier im Forum sieht, sind Wertevorstellungen und Vorstellungen zum gemeinsamen respektvollen Umgang nicht immer einheitlich. :zwinker:
Wenn man gut zueinander passt, dann verfestigen sich auch die Gefühle und es fühlt sich innerlich gut an.
Wenn sich Gefühle bei mir einstellen, bei meiner Partnerin aber nicht, dann ist das halt Pech. Liebe kann man nicht erzwingen. Man muss lernen diesen Umstand zu akzeptieren. Dies würde ich dann auch dem gegenüber immer wieder so erklären.
Ich selbst finde, dass ein geduldiger und bewusster Umgang mit dem "verliebt sein" und der "Liebe" auch eine intensivere Beziehung ermöglicht. Also keinesfalls irgendwie in Panik verfallen.
Suche für dich den passenden Weg und versuche dich nicht künstlich zu verbiegen. Besuche Sportkurse, Vereine, etc. und lerne neue Leute kennen. Wenn du dich anderen öffnest, dann kommt der Rest meistens von allein. Einfach ein bisschen mehr Vertrauen und Geduld in dich setzen. :zwinker:
 
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