Neuwahl-GroKo-Minderheitsregierung

Was präferiert Ihr?

  • Neuwahlen

    Stimmen: 26 32,5%
  • CDU/CSU-SPD-Koalition

    Stimmen: 10 12,5%
  • Minderheitsregierung

    Stimmen: 44 55,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    80

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im Prinzip wäre die fairste Lösung, die ganze Grundversorgung aller steuerfinanziert laufen zu lassen.

Keine Kritik - nur eine Nachfrage: Wäre die logische Konsequenz daraus dann nicht auch, dass es keine Krankenkassen mehr gäbe, bzw. nur noch die staatliche? Der einzelne Bürger hätte bei dem Modell ja keine Wahl mehr zu entscheiden, bei wem er versichert wäre, oder? Die jetzigen Versicherungen kämen dann nur noch für die Zusatzversicherungen infrage. An sich bin ich total für die Verstaatlichung der Grundversorgung, ich Frage mich nur, ob das in diesem Fall so einfach machbar wäre.


Übrigens: Auch als Beamtin, die von der PKV profitieren würde, bin ich absolut für eine Abschaffung und eine Bürgerversicherung.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Naja, dann hat man das Problem der Fairneß halt auf die Steuern verschoben. Zumindest wäre dann der Pseudowettbewerb endlich weg. Die Krankenversicherer dürfen sich dann gerne beim Faltenglätten gegenseitig Wettbewerb liefern.

Die Vielzahl an gesetzlichen Kassen ist ja auch nicht Teil eines durchdachten Masterplans, sondern schlicht historisch gewachsen. Kann man durchaus mal hinterfragen.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Im Prinzip wäre die fairste Lösung, die ganze Grundversorgung aller steuerfinanziert laufen zu lassen.
Steuerfinanzierung ist immer so'ne Sache. Siehe NHS in GB. Das kann dann schnell Richtung "Gesundheitspolitik nach dem Steuersäckel" gehen. Bei Beitragsfinanzierung geht das zwar prinzipiell auch, aber nicht ganz so einfach.
 

Benutzer2610 

Meistens hier zu finden
Wäre eine Bürgerversicherung eigentlich auch "andersrum" möglich, d.h. dass man anstatt der PKV die GKV abschafft indem man alle Bürger gesetzlich verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen und die Versicherungsunternehmen verpflichtet einen Basistarif analog der jetzigen GKV anzubieten in den jeder aufgenommen werden muss?
 

Benutzer164526 

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Wäre eine Bürgerversicherung eigentlich auch "andersrum" möglich, d.h. dass man anstatt der PKV die GKV abschafft indem man alle Bürger gesetzlich verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen und die Versicherungsunternehmen verpflichtet einen Basistarif analog der jetzigen GKV anzubieten in den jeder aufgenommen werden muss?
Definiere "analog der jetzigen GKV". Sollen die Beiträge in diesem Basistarif dann ebenfalls analog zur GKV an das verfügbare Einkommen des Versicherungsnehmers gekoppelt werden?
 

Benutzer2610 

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Ja, das war mit analog gemeint.
Denn der derzeitige PKV-Basistarif hat AFAIK ja eine fixe und für geringere Einkommen viel zu hohe Prämie.
 

Benutzer164526 

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Ja, das war mit analog gemeint.
Denn der derzeitige PKV-Basistarif hat AFAIK ja eine fixe und für geringere Einkommen viel zu hohe Prämie.
Dann müssten die Beiträge einkommensschwacher Versicherungsnehmer aber in irgendeiner Form quersubventioniert werden. Soll diese Quersubventionierung dann (analog zur GKV) nur innerhalb des Basistarifs stattfinden, oder sollen sich auch die Versicherungsnehmer in den PKV-Standardtarifen daran beteiligen?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Keine Kritik - nur eine Nachfrage: Wäre die logische Konsequenz daraus dann nicht auch, dass es keine Krankenkassen mehr gäbe, bzw. nur noch die staatliche? Der einzelne Bürger hätte bei dem Modell ja keine Wahl mehr zu entscheiden, bei wem er versichert wäre, oder? Die jetzigen Versicherungen kämen dann nur noch für die Zusatzversicherungen infrage. An sich bin ich total für die Verstaatlichung der Grundversorgung, ich Frage mich nur, ob das in diesem Fall so einfach machbar wäre.
Also ich würde das anders ausgestalten. Eine einzige staatliche Krankenkasse wäre doch ein bürokratischer Moloch.

Ich würde den Markt soweit öffnen, dass die bisherigen Krankenkassen und auch die privaten dran teilnehmen können. Jeder muss allerdings jedes Mitglied aufnehmen und bekommt pro Mitglied aus dem Steuertopf eine Kopfpauschale, die grob der Summe der bisherigen Einnahmen von Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen geteilt durch die Anzahl der Versicherten entspricht (Dadurch bekommen Ärzte und Co. im Mittel auch nicht weniger...).
Dafür muss er einen Satz an Leistungen anbieten, die grob den bisherigen Leistungen der Krankenkassen entsprechen. Wer hier gut wirtschaftet, dem steht es frei, den Mitgliedern Geld oder zusätzliche Leistungen anzubieten.
Ich denke mal, das würde von alleine den Markt bereinigen.

Was man zusätzlich privat absichert, bleibt wie heute jedem offen.
Steuerfinanzierung ist immer so'ne Sache. Siehe NHS in GB. Das kann dann schnell Richtung "Gesundheitspolitik nach dem Steuersäckel" gehen. Bei Beitragsfinanzierung geht das zwar prinzipiell auch, aber nicht ganz so einfach.
Wenn man schon den NHS als Negativbeispiel aufführt, kann man aber auch die mehr oder weniger rein privaten Märkte wie in den USA ebenfalls als schlechtes Beispiel anführen. Toll ist es da für die Masse nämlich auch nicht.
Wäre eine Bürgerversicherung eigentlich auch "andersrum" möglich, d.h. dass man anstatt der PKV die GKV abschafft indem man alle Bürger gesetzlich verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen und die Versicherungsunternehmen verpflichtet einen Basistarif analog der jetzigen GKV anzubieten in den jeder aufgenommen werden muss?
Siehe oben. Ich würde den Markt ANDERS teilprivatisieren. Rein private Systeme sind ja auch nicht gerade ein Erfolgsmodell.
Die deutsche private Krankenversicherung ist doch so auch nicht wirklich lebensfähig. Die Verwaltungskosten sind ja eher nochmal höher als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Das funktioniert doch bisher auch nur durch die Rosinenpickerei. Der Basistarif ist doch eher ein Strohmann, vermutlich ist das kaum kostendeckend (und die Leistungen sind auch nicht 100% identisch mit den Krankenkassen. Da haben sich die Versicherer nicht umsonst mit Händen und Füssen gegen gewehrt und die Ausgestaltung negativ beeinflusst.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde den Markt soweit öffnen, dass die bisherigen Krankenkassen und auch die privaten dran teilnehmen können. Jeder muss allerdings jedes Mitglied aufnehmen und bekommt pro Mitglied aus dem Steuertopf eine Kopfpauschale,
Die private Versicherungswirtschaft hat schon mehr als einmal unmissverständlich klar gemacht, dass sie ohne "risikoäquivalente und leistungsgerechte Beiträge" kein Interesse an diesem Geschäftsfeld hat. Den Basistarif nimmt sie nur deshalb zähneknirschend hin, weil ohnehin nur 2 Promille der PKV-Kunden darin versichert sind.

Ich denke mal, das würde von alleine den Markt bereinigen.
Das würde in erster Linie dazu führen, dass die private Versicherungswirtschaft versuchen wird, sich mittelfristig aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen.

Wenn man schon den NHS als Negativbeispiel aufführt, kann man aber auch die mehr oder weniger rein privaten Märkte wie in den USA ebenfalls als schlechtes Beispiel anführen. Toll ist es da für die Masse nämlich auch nicht.
Es ging mir in dem Fall aber gar nicht um privat gegen staatlich, sondern um die konkreten Nachteile einer Steuerfinanzierung, die Du ja als die fairste Lösung bezeichnet hattest. Fair mag sie auch sein, aber was direkt aus dem Staatshaushalt finanziert wird, ist im Ernstfall auch als erstes von Kürzungen betroffen.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
"Titanic"-Leser wissen mehr... LOLROF.gif

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Nachtrag:

Die Heuchler von der CSU tun wirklich alles, damit aus der GroKo nix wird...

F.A.Z. Einspruch exklusiv: Bayern strikt gegen Legalisierung von Abtreibungswerbung

Darf eine Ärztin damit werben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche anbietet? Nein, sagt ein Gericht. In F.A.Z. Einspruch lobt der bayerische Justizminister Winfried Bausback diese Haltung. Und begründet sie.

Monsieur M. will auch mitpalavern...

Die SPD ziert sich

Frankreichs Präsident Macron will die Sozialdemokraten zu einer Neuauflage der großen Koalition überreden. Doch die Partei sucht noch immer nach einer gemeinsamen Linie.
 
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Benutzer2610 

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Auf geht's SPD, "Projekt 18" wartet auf euch.
Bei Guide Westerwelle und der FDP hat es leider nicht geklappt, aber ich habe vollstes Vertrauen zu euch - ihr schafft das!
Vielleicht sogar 15%?
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Auf geht's SPD, "Projekt 18" wartet auf euch.
Bei Guide Westerwelle und der FDP hat es leider nicht geklappt, aber ich habe vollstes Vertrauen zu euch - ihr schafft das!
Vielleicht sogar 15%?
Nein, nein....kleine Ziele sind nix für den Schulz-Zug!
5% oder weniger!
Mit Martin schaffens die SPD noch in die Negativ-Prozente!!
Ich würd auf jeden fall dafür zahlen, wenn man noch ne Stimme abgeben dürfte, wer auf gar keinen Fall in die Regierung darf.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Der Kubicki hat den Schuß auch noch nicht gehört...

FDP-Vize: Kubicki schließt Wiederauflage von Jamaika-Sondierung nicht aus - Politik - Tagesspiegel

"Wie sind schließlich keine Dogmatiker", sagt FDP-Vize Kubicki. Selbstverständlich werde man im Lichte der Entwicklungen neue Bewertungen vornehmen.

Heißt: BesserJamaika als Neuwahlen, weil wir dabei voraussichtlich abk****n...

Ernsthaft: Wenn die CDU und die Grünen da mitmachen, ist ihnen überhaupt nicht mehr zu helfen. :cautious:
Erinnert mich ja ein bisschen an verzogene Kinder im Kindergarten:
Ben: "Ich will nicht mehr mit Mia spielen!"
Tom geht zu Mia in den Sandkasten.
Ben: "Stopp! Ich will nicht, dass Tom mit Mia spielt - dann spiel ich lieber mit ihr!"

Ehrlich... :nope:
Einfach mal erwachsen werden.
 

Benutzer11466 

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Die CSU tut wirklich alles, um eine GroKo zu verhindern - und das ist auch gut so...

Nach "Blutgrätsche" der CSU will kommende SPD-Vize lieber Minderheitsregierung

Bayerns SPD-Chefin Natascha Kohnen erklärt kurz vor ihrer Wahl zur Vize-Chefin der Bundespartei, niemand solle die große Koalition schönreden. Die FDP steht bereit - oder doch nicht?

Nachtrag:

Wirklich alles...

Designierter Ministerpräsident: Söder fordert striktere Flüchtlingspolitik

Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder verlangt von der SPD Zugeständnisse in der Flüchtlingspolitik. Er will Wähler von der AfD zurückgewinnen.

Ja, ja - nichts reimt sich auf Söder...
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn die CSU tatsächlich dafür sorgt, dass wir eine Unions-Minderheitsregierung bekommen, wäre das mal eine richtig gute Tat. Hoffentlich stänkert sie kräftig weiter.
 

Benutzer2610 

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So, erwartungsgemäß stimmt die SPD für eine neue Koalition mit Mutti ... äh ... pardon für "ergebnisoffene Gespräche".
Das mag für Berechenbarkeit deutscher Politik gut sein, ob es das auch für das Land ist darf IMHO aber bezweifelt werden.
Für die Zukunft von Union und SPD jedenfalls ist es mMn eine Katastrophe.
 
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