Neuwahl-GroKo-Minderheitsregierung

Was präferiert Ihr?

  • Neuwahlen

    Stimmen: 26 32,5%
  • CDU/CSU-SPD-Koalition

    Stimmen: 10 12,5%
  • Minderheitsregierung

    Stimmen: 44 55,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    80

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Schön wär's...

Generationswechsel in der Bundespolitik: „Im Januar ist für Angela Merkel Schluss“ | Startseite | SWR Aktuell

Das politische Palaver bis zu möglichen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD nach der Weihnachtspause wird Protagonisten und Wähler zermürben, sogar eine Angela Merkel. Sie wird über die Weihnachtstage ihr Drehbuch zum Ausstieg schreiben und im Januar den Weg für eine andere Frau oder einen Mann frei machen.


Man fragt sich nur, wer das dann sein könnte - fast alle nur halbwegs fähigen Leute in derCDU hat Madame M. kaltgestellt. Und Flinten-Uschi ist nicht wirklich eine Alternative...
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Die SPD sollte mal einfach die Bürgerversicherung zur Bedingung für eine Neuauflage der großen Koalition machen. Damit täten sie Deutschland einen echten Gefallen.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Absolut.
Die SPD hat nun alle Möglichkeiten. Sie muss sie nur nutzen.
 

Benutzer2610 

Meistens hier zu finden
Die SPD sollte mal einfach die Bürgerversicherung zur Bedingung für eine Neuauflage der großen Koalition machen. Damit täten sie Deutschland einen echten Gefallen.
Da bin ich mir gar nicht mal soo sicher ...
Video "Kassen- oder Privatpatient - Wer ist besser dran?" - 45 Min

Wenn es also derzeit so ist dass die von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlten Fallpauschalen bei weitem nicht ausreichen und Ärzte/Klinken quasi auf die Einnahmen durch Privatpatienten angewiesen sind, dann müssten diese dann fehlenden Einnahmen ja irgendwo ausgeglichen werden - d.h. die Fallpauschalen müssten deutlich steigen (siehe gezeigtes Beispiel aus den Niederlanden, + 3.500 € im Vergleich zu Deutschland).
Ob das dann wiederum durch die höhere Zahl an Beitragszahlern in der GVK kompensiert würde?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Da bin ich mir gar nicht mal soo sicher ...
Ich mir aber dafür umso mehr, und ich interessiere mich seit Jahren für diese Thematik.

Wenn es also derzeit so ist dass die von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlten Fallpauschalen bei weitem nicht ausreichen und Ärzte/Klinken quasi auf die Einnahmen durch Privatpatienten angewiesen sind,
Es ist so.

dann müssten diese dann fehlenden Einnahmen ja irgendwo ausgeglichen werden
Werden sie ja auch, denn diejenigen, die bislang privat versichert sind, müssen ja dann GKV-Beiträge zahlen, und diese werden im arithmetischen Mittel keineswegs geringer ausfallen als in der PKV. Das Geld bleibt also im Gesundheitssystem.

- d.h. die Fallpauschalen müssten deutlich steigen (siehe gezeigtes Beispiel aus den Niederlanden).
Natürlich müssten die Fallpauschalen dann steigen, und zwar in etwa in dem Umfang, der dem bisherigen Finanzierungsüberschuss der PKV-Patienten entspricht.

Ob das dann wiederum durch die höhere Zahl an Beitragszahlern in der GVK kompensiert würde?
Nicht allein die Zahl ist entscheidend. Du vergisst die folgenden beiden Punkte:
  1. Aufgrund der Versicherungspflichtgrenze ist das mittlere Einkommen der PKV-Kunden erheblich höher als das mittlere Einkommen der bisherigen GKV-Mitglieder. Die GKV-Beiträge sind aber an das Einkommen gekoppelt. Durch den Wechsel der etwa 12% PKV-Kunden in die GKV würden die Einkünfte der GKV somit nicht bloß um 12% steigen, sondern überproportional.
  2. Durch die Gesundheitsprüfung und den fehlenden Kontrahierungszwang in der PKV sind die Gesundheitsrisiken im Versichertenkollektiv der PKV erheblich geringer als im Versichertenkollektiv der GKV. Bei einem Wechsel der bisherigen PKV-Kunden in die GKV stünde dem überproportionalen Zuwachs der Einkünfte daher nur ein unterproportionaler Zuwachs der Versicherungsrisiken gegenüber.
Glaub mir, ich bin weiß Gott kein Kommunist. Aber das Zweiklassensystem, das wir derzeit haben, erlaubt es Gutverdienern ohne Vorerkrankungen, sich dem Solidarsystem weitgehend zu entziehen bzw. im Gegenzug für ihre hohen Beiträge dann zumindest eine elitäre Sonderbehandlung in Anspruch zu nehmen, die selbst denjenigen GKV-Patienten nicht zuteil wird, die aufgrund ihres Einkommens unter dem Strich noch höhere Beiträge zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer2610 

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Durch die Gesundheitsprüfung und den fehlenden Kontrahierungszwang in der PKV sind die Gesundheitsrisiken im Versichertenkollektiv der PKV erheblich geringer als im Versichertenkollektiv der GKV.
Aber den Kontrahierungszwang gibt es in der PKV im Basistarif doch auch.

Für mich klingt das ganze irgendwie nicht überzeugend, ich sehe da eher nur steigende Kosten (höhere Fallpauschalen, höhere Beiträge für Ex-PKV-Mitglieder) - wo ist der Vorteil?

Mit dem Zweiklassensystem hast Du sicherlich recht, aber wenn man das schon verändern will dann sollte man versuchen alle in die erste Klasse zu kriegen und ob das mit der GKV funktioniert erscheint mir doch fraglich:
Wenn ich einmal von mir ausgehen, so müsste ich in der GKV (so ich mich nicht verrechnet habe) einen um ca. 85 % höheren Beitrag zahlen um im Gegenzug schlechtere Leistungen (z.B. bei Zahnersatz oder Sehhilfen) zu erhalten.
IMHO nicht sehr verlockend.
 

Benutzer156506 

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Mit dem Zweiklassensystem hast Du sicherlich recht, aber wenn man das schon verändern will dann sollte man versuchen alle in die erste Klasse zu kriegen und ob das mit der GKV funktioniert erscheint mir doch fraglich:
Wenn ich einmal von mir ausgehen, so müsste ich in der GKV (so ich mich nicht verrechnet habe) einen um ca. 85 % höheren Beitrag zahlen um im Gegenzug schlechtere Leistungen (z.B. bei Zahnersatz oder Sehhilfen) zu erhalten.
IMHO nicht sehr verlockend.
Naja, die schlechteren Leistungen in der GKV gibts ja nicht ohne Grund. Das kommt eben dabei raus, wenn jeder, der gesund ist und ordentlich verdient, in die PKV wechseln kann und bei der GKV überspitzt gesagt nur die ganzen Armen und Kranken bleiben.

Gerade dieses Problem würde man damit beseitigen. Und wenn man dann noch soweit ginge, diese völlig beknackte Bemessungsgrenze abzuschaffen und für den Beitrag nicht nur Lohneinkommen sondern auch Kapitalerträge etc. zu berücksichtigen hätte man ganz schnell gar kein Finanzierungsproblem mehr bei der GKV.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, die Bürgerversicherung hätte D echt nötig. Dass sich Leute mit höherem Einkommen aus der Solidargemeinschaft verabschieden können ist in meinen Augen ein totaler Systemfehler. Das gibts übrigens weder in Österreich (da weiß ich es definitiv) noch in der Schweiz (da glaube ich es). Deutschland ist da m.W. ein Unikum, jedenfalls unter den Ländern, die überhaupt eine solidarische KV haben. Völlig bescheuert.

Das Problem ist nur: Die CDU/CSU wird dem niemals zustimmen. No chance. Dann machen die schon lieber eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Aber den Kontrahierungszwang gibt es in der PKV im Basistarif doch auch.
Theoretisch ja, aber in der Praxis wechselt ja niemand direkt von der GKV in den Basistarif der PKV, denn der Basistarif vereint ja sämtliche Nachteile von PKV und GKV und ist somit sozusagen die dritte Klasse. Der Basistarif ist allenfalls für Personen interessant, die sich den PKV-Standardtarif nicht mehr leisten können und keine Chance haben, in die GKV zurückzukommen. Folglich waren Ende 2015 auch nur rund 16.500 Personen im PKV-Basistarif versichert.

Und weil die im Basistarif Versicherten quasi ausnahmslos zuvor im PKV-Standardtarif versichert waren, unterlagen auch sie zum Zeitpunkt ihres Wechsels in die PKV einer Vorauswahl durch die PKV.

Für mich klingt das ganze irgendwie nicht überzeugend, ich sehe da eher nur steigende Kosten (höhere Fallpauschalen, höhere Beiträge für Ex-PKV-Mitglieder) - wo ist der Vorteil?
Höhere Fallpauschalen wären - bezogen auf das Gesundheitssystem als Ganzes - nicht gleichbedeutund mit höheren Kosten, denn im Gegenzug fielen ja die überhöhten Kostenerstattungen weg, mit denen die PKV ihren Versicherten eine Sonderbehandlung erkauft, und die sie sich nur deshalb leisten kann, weil sie die Quersubventionierung der Einkommensschwachen der GKV überlässt, und sich durch die Gesundheitsprüfung ein risikoärmeres Versichertenkollektiv zurechtschneidert als es die GKV kann.

Und klar: Wenn man ein Zweiklassensystem abschafft, dann stellt das natürlich aus Sicht der Nutznießer dieses Systems nicht immer eine Verbesserung dar. Daran lässt sich nun leider nichts ändern.

Mit dem Zweiklassensystem hast Du sicherlich recht, aber wenn man das schon verändern will dann sollte man versuchen alle in die erste Klasse zu kriegen
Und wovon soll dann die Quersubventionierung der Einkommensschwachen und schon früh schwer Erkrankten bezahlt werden, wenn die GKV es der PKV gleichtun würde, indem sie die Beiträge ihrer einkommensstarken Mitglieder einfach direkt an die Ärzte durchreicht, um ihnen Privilegien zu erkaufen?

und ob das mit der GKV funktioniert erscheint mir doch fraglich:
Jedenfalls nicht, solange die GKV höhere Risiken versichern und gleichzeitig auch noch einkommensschwache Mitglieder quersubventionieren muss. Wie soll sie unter diesen Umständen mit der PKV konkurrieren können?

Wenn ich einmal von mir ausgehen, so müsste ich in der GKV (so ich mich nicht verrechnet habe) einen um ca. 85 % höheren Beitrag zahlen um im Gegenzug schlechtere Leistungen (z.B. bei Zahnersatz oder Sehhilfen) zu erhalten.
IMHO nicht sehr verlockend.
Natürlich nicht verlockend für Dich. Du profitierst ja auch von dem bestehenden System, weil Du in der PKV nur die Risiken von Deinesgleichen tragen musst und nicht die Risiken von Menschen, die schlechter gestellt sind als Du.
[doublepost=1511992505,1511991645][/doublepost]
Das Problem ist nur: Die CDU/CSU wird dem niemals zustimmen. No chance. Dann machen die schon lieber eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen.
Dann sollen sie das halt machen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
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Generationswechsel in der Bundespolitik: „Im Januar ist für Angela Merkel Schluss“ | Startseite | SWR Aktuell

Das politische Palaver bis zu möglichen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD nach der Weihnachtspause wird Protagonisten und Wähler zermürben, sogar eine Angela Merkel. Sie wird über die Weihnachtstage ihr Drehbuch zum Ausstieg schreiben und im Januar den Weg für eine andere Frau oder einen Mann frei machen.


Man fragt sich nur, wer das dann sein könnte - fast alle nur halbwegs fähigen Leute in derCDU hat Madame M. kaltgestellt. Und Flinten-Uschi ist nicht wirklich eine Alternative...
Und wovon träumt der Autor dieses Kommentars bei Nacht?

Natürlich hat Angela Merkel ihren Zenit überschritten. Aber dass sie so schnell abtritt, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Ich bleibe dabei: Wenn die SPD schlau ist (was leider schon fast ein Widerspruch in sich ist), zwingt sie die Union in eine Minderheitsregierung, in der sich Angela Merkel noch eine Weile abrackern kann. Erst das wird sie so sehr zermürben, dass es die ernsthafte Chance auf eine Nachfolge gibt.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich warte nur darauf auf den Tag an dem die CDU uns Linke links überholt und eine altersschwache Sahara Wagenknecht sich mit grauem Haar aus dem Hospiz meldet und verkündet, Jetzt kann ich in Frieden Sterben.

Spaß bei Seite! Die Sondierungen derzeit sind eine Mittler Katastrophe. Wieso sagt Merkel nicht gleich es geht nicht. Die CDU und CSU hat es sich bei jedem Verschiessen. Ich glaube auch kaum, dass die Grünen nach der Glyphosat Aktion noch mit der CSU zusammenarbeiten wollen. Ich sähe da nur Hoffnung wenn sich die CDU von der CSU trennt. GRÜNE und SPD an den Tisch ruft. Ich weiß jetzt gar nicht ob es dann auch ne Mehrheit gäbe.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Theoretisch ja, aber in der Praxis wechselt ja niemand direkt von der GKV in den Basistarif der PKV, denn der Basistarif vereint ja sämtliche Nachteile von PKV und GKV und ist somit sozusagen die dritte Klasse. Der Basistarif ist allenfalls für Personen interessant, die sich den PKV-Standardtarif nicht mehr leisten können und keine Chance haben, in die GKV zurückzukommen. Folglich waren Ende 2015 auch nur rund 16.500 Personen im PKV-Basistarif versichert.

Diese 16.500 Personen sind aber in der beschissendsten Situation überhaupt und kosten nochmal Unsummen. Denn das sind die Soloselbstständigen. Bist du Selbstständig fliegst du aus der GKV raus, msust also zwangsläufig in die PKV. Da aber sehr sehr viele Soloselbstständige eher geringe Einkommen haben, sind die Beiträge extrem schmerzhaft. Und sehr viele können diese Kosten gar nicht tragen. Weswegen hier auch Milliarden fehlen, die niemehr rein kommen. Wovon soll ein Soloselbstständiger mit einem Durchschnittseinkommen von 1500 Euro eine KV in Höhe von mindestens 400 Euro bezahlen?
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Bist du Selbstständig fliegst du aus der GKV raus, musst also zwangsläufig in die PKV.
Das stimmt so nicht. Es gibt rund zwei Millionen Selbständige in der GKV. Und der PKV-Basistarif ist oft noch teurer als der GKV-Mindestbeitrag für Selbständige.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Naja bedingt. Als Selbstständiger kannst du nur durch eine freiwillige Mitgliedschaft in die GKV. Der Mindestbetirag liegt hier bei ~320 Euro (+ GPV), egal was du einnimmst. Zudem darfst du nur da rein, wenn du vorher mindesten ein Jahr ununterbrochen in die GKV eingezahlt hast (also zb als Angestellter). Einzige Ausnahme dazu sind Mitgliedschaften in entsprechenden Förderverbänden, wie der KSK. Und selbst in diese kommst du nur rein, wenn du ein bestimmtest (zugegeben recht niedriges) Mindesteinkommen hast.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Gerade dieses Problem würde man damit beseitigen. Und wenn man dann noch soweit ginge, diese völlig beknackte Bemessungsgrenze abzuschaffen und für den Beitrag nicht nur Lohneinkommen sondern auch Kapitalerträge etc. zu berücksichtigen hätte man ganz schnell gar kein Finanzierungsproblem mehr bei der GKV.
:eek::eek::eek:
Das wäre ja purer S O Z I A L I S M U S !!!
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Naja bedingt. Als Selbstständiger kannst du nur durch eine freiwillige Mitgliedschaft in die GKV. Der Mindestbetirag liegt hier bei ~320 Euro (+ GPV), egal was du einnimmst.
Und der Basistarif der PKV ist günstiger (denn um den ging es ja)? Wäre mir neu ...
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Sollte ich das behauptet haben, entschuldige ich mich. Natürlich ist der PKV-Beitrag nicht günstiger. Ich meine er liegt normalerweise im selben Jahren und drüber. Das ändert trotzdem nichts daran, dass für nicht wenige Soloselbstständige die Krankenversicherung neben der Miete die absolut höchsten Kostenpunkte sind und ein regulär gesetzlich Versicherter hier deutlich bevorteiligt ist (in vielfacher Hinsicht).
[doublepost=1512048466,1512048147][/doublepost]Ich hätte grundsätzlich nichts gegen die Abschaffung der privaten Versicherer (oder Umwandlung zu reinen Zusatzversicherungen). Ich bin selbst privat versichert. Aber nur weil ich keine andere Alternative habe. Als freiwillig Versicherter bist du letztlich dritte Klasse: zahlst mehr als ein gesetzlich versicherter aber bekommst nur diese Leistungen. Und ich selbst habe mit der PKV auch nicht gerade Vorteile. Diese bevorzugte Stellung ist lange nciht mehr gegeben. Diverse Leistungenw erden mir nicht bezahlt, was beid er GKV drin wäre. Ich bin schon zweimal vor Gericht gezogen gegen meine Krankenversicherung, mit Erfolg. Solange du keine echten Beschwerden oder Kostenfälle vorbringst ist die PKV schön. Aber hast du was wirds oftmals kaum rentabel, weil sie gerne alles mögliche ablehnen. Und ein Wechsel in eine andere Kasse hat auch keinen Vorteil, weil eventuelle chronische Vorerkrankungen deinen Beitragssatz echt heftig anheben.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Das ändert trotzdem nichts daran, dass für nicht wenige Soloselbstständige die Krankenversicherung neben der Miete die absolut höchsten Kostenpunkte sind und ein regulär gesetzlich Versicherter hier deutlich bevorteiligt ist (in vielfacher Hinsicht).
Mit "regulär" meinst Du Pflichtversicherte, oder wie?

Als freiwillig Versicherter bist du letztlich dritte Klasse: zahlst mehr als ein gesetzlich versicherter aber bekommst nur diese Leistungen.
Das gilt aber für alle freiwilligen GKV-Mitglieder, unabhängig davon, ob sie selbständig oder angestellt sind.

Und ich selbst habe mit der PKV auch nicht gerade Vorteile. Diese bevorzugte Stellung ist lange nciht mehr gegeben.
Versuch mal als gesetzlich Versicherter einen Termin beim Orthopäden oder Hautarzt zu bekommen, der nicht ein halbes Jahr in der Zukunft liegt ... und wenn Du Dich dann als privat Versicherter ausgibst, ist plötzlich ein Termin innerhalb der nächsten drei Tage frei. Soviel dazu.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bisher profitieren halt hauptsächlich Beamte und sehr gute Einkommen (deutlich über der Bemessungsgrenze) massiv von der privaten Krankenversicherung.

Beides durchaus Gruppen mit überrepräsentativem politischen Einfluss... :cautious:

Für alle anderen, egal auf welcher Seite des Systems, ist es doch eher murksig. Es macht halt auch gar keinen Sinn, dass die Solidarität so nur bis zur Bemessungsgrenze reicht. Im Prinzip wäre die fairste Lösung, die ganze Grundversorgung aller steuerfinanziert laufen zu lassen.
 
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