Benutzer232463 (49)
Ist noch neu hier
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Ich (w/49) bin seit knapp 26 Jahren mit meinem Mann (m/48) verheiratet. Wir haben einen 25 jährigen Sohn und leben seit Anfang an zusammen. Vor der Geburt unseres Sohnes war alles noch sehr harmonisch. 3-4 Jahre nach der Geburt unseres Sohnes, als die "versprochene" Sexlust ausblieb, wurde es eigenartig. Ich durfte nichts allein unternehmen, jeder Fehler von mir wurde wie ein Weltuntergang behandelt. Auch wenn es nur eine kleine Sache war. Er hatte das "Talent", mir so ein schlechtes Gewissen einzureden, dass ich wirklich dachte, ich wäre die schlechteste Person ever und er ist das arme Opfer. Auch wurde mir eingetrichtert, dass es meine verdammte "Pflicht" war, jeden 2. Tag ihm für Sex zur Verfügung zu stehen. Er ginge schließlich die Brötchen verdienen und ich machte ja den ganzen Tag nix. Ich konnte irgendwann nicht mehr und hatte mich mit Alkohol betäubt, um die Sache zu überstehen. Ich habe mit niemanden darüber reden können, da er es auch hinbekommen hat, dass ich keine Freunde mehr hatte. Ich habe mich nie zur Wehr gesetzt und hab alles als Gegeben hingenommen. Vor ca. 15 Jahren lockerte sich alles etwas. Er akzeptierte ein "Nein", wenn wieder wollte und ich nicht, aber dann war er sauer und machte mich psychisch fertig. Er hielt mir alte Kamellen vor und sprach immer von oben herab, das ich das letzte bin. Wenn ich doch mal allein und lang weg war… das gleiche Szenario. Nach seiner Predikt redeten wir manchmal wochenlang nicht miteinander. Irgendwann habe ich den Begriff Narzisst gehört und hab die Erkennungspunkte gegoogelt. Einige passten zu ihm. Seit 5 Jahren lasse ich seine "Ausbrüche" nicht mehr an mich ran und mir ist dann alles egal. Ich lasse ihn links liegen und mach mein Ding. Er hat in den Jahren fast alles kaputt gemacht und wirklich Liebe ist da nicht mehr bei mir. Ich komme nicht weg von dieser Beziehung/Ehe. Mir fehlt irgendwie die "helfende Hand"… oder sowas.
Vielen Dank fürs lesen. Ich musste das mal loswerden.
Vielen Dank fürs lesen. Ich musste das mal loswerden.