Narbe-Depressionen-Selbstmordgedanken

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Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Gibt verschiedene Therapiearten. Es kann auch sein, dass schon einige Gespräche Dir helfen- wenn Du Dich da hinwendest, heißt das nicht, dass Du jahrelange Therapien vor Dir haben musst! Der Berater an der Uni durfte mir aus fragmichnicht bürokratischen Gründen nur zwei Gespräche anbieten und mich dann an jemand anders verweisen - aber das hat da auch schon genügt, um mir erst einmal aus der akuten Situation herauszuhelfen.
Bei der Beratung des Studentenwerks kann man längerfristiger Termine vereinbaren.
Normalerweise finden solche Gespräche im Büro statt bzw. in der Praxis, wo man sich eben zum Gespräch trifft.

Bei Verhaltenstherapien z.B. bei konkreten Ängsten gibt es durchaus auch Termine "draußen". Aber bei einer Gesprächstherapie läufts eben mittels Gesprächen. Genaueres wird man Dir dort sagen. Also, aufraffen und Termin ausmachen.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Was soll das? "Soweit kanns kommen"?
Stop, betrauere Dich nicht selbst. Dazu gibts keinen Grund. Du warst "eigentlich immer" glücklich mit Dir. Schön. Jetzt bist Du grad nicht glücklich. Du kannst wieder zufrieden werden. Es ist kein "Armutszeugnis", sich helfen zu lassen, also tu nicht so, als sei diese Phase das Ende der Welt.

Scheint so, als sähest Du dieses Hilfesuchen auch wieder als Schwäche und deswegen als schlecht an, weil es zeigt, dass Du nicht perfekt bist? Du bist ein Mensch, kapier das, und keine funktionierende Maschine.

Besser zur Beratung gehen als weiter Selbstmordgedanken nachzuhängen. Also handle, statt Dich in Grübeleien zu verlieren.
 

Benutzer80800 

Verbringt hier viel Zeit
Beratungsstellen an Unis haben meistens nur eine begrenzte Anzahl an Sitzungen, die sie dir anbieten können (zwei ist jetzt das niedrigste, von dem ich höre, zehn bisher das Maximum). Bei leichten Problemen reichen die vielleicht auch (wenn du z.B. nur mal jemanden brauchst, dem du das ohne Konsequenzen alles erzählen kannst), sollten die Probleme hartnäckiger sein, dann gehen dir die Berater da auch zur Hand und zeigen dir, wie es danach mit einer Therapie weitergehen kann (geben dir eine Liste mit Therapeuten in deiner Stadt, o.ä.).

Ich würde mit deinem Vater nicht weiter über das Thema reden, da er, wie oben ja schon öfter gesagt wurde, befangen ist und deswegen auch den "professionellen Blick", den er für seinen Beruf braucht, nicht aufsetzen kann. Somit könnten auch seine Urteile nicht dem entsprechen, was er unter normalen Umständen einem Patienten sagt.
Wende dich deshalb besser gleich an einen Arzt, der nicht deinem Familien- oder Bekanntenkreis entstammt (und vielleicht auch nicht dem deines Vaters, falls dir das unangenehm sein könnte).

Und Antidepressiva werden sofern ich weiß nicht einfach nur verschrieben und gut - der Kampf gegen Depressionen bei nicht ganz extremen Ausprägungen entweder eingleisig über eine Therapie, oder zweigleisig, wo dann die ADs zur Unterstützung verschrieben werden.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Perfektion hat in meinem Leben immer eine sehr große Rolle gespielt.

Ich glaub, darin liegt wohl auch der Knackpunkt. Bisher war alles in Deinem Leben nach Plan gelaufen, jetzt gerät was aus der Reihe und zieht Dir natürlich den Boden unter den Füssen weg.
Will mich jetzt nicht weiter dazu äussern, da ja von meinen Vorrednern ja eigentlich alles gesagt worden sind.
Aber nur mal zur Anmerkung: Wenn Du meine Lebensgeschichte kennen würdest und ich mal ein Foto meines Oberkörpers online stellen würde, würdest Du vermutlich einiges anders in Gedanken fassen, bevor Du Dich wegen einer! Narbe am Penis verrückt machen lässt.
 

Benutzer82205 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist durchaus richtig.

Aber ich denke, es würde jedem so ergehen. Der Vergleich mit anderen Personen ist dann zweitrangig. Man kennt primär nur seinen eigenen Körper und hat nach so einer Dummheit (bzw. Verletzung) nun den direkten vorher/nachher Vergleich. Daran muss man sich erst gewöhnen, man kannte sich ja schließlich das ganze Leben lang anders...

Bin schon wieder auf dem Weg zur Besserung. Ich bin froh dass es euch gibt, es tut gut mit anderen Personen darüber zu reden.
 
10 Jahr(e) später

Benutzer172215  (36)

Ist noch neu hier
Gehts Dir inzwischen wieder gut? Auch wenn das hier ziemlich alt ist, war ich erschrocken wie uneinfühlsam die Leute bei so einer Krankheit sind. Du wurdest teils nicht richtig ernst genommen und WOW das du so stark bleiben konntest. Ich finde man sollte jedes Problem ernst nehmen. Klar jeder sieht die Dinge anders, aber es ist scheiß egal wie es die anderen sehen. Wichtig ist wie du mit allem klar kommst. Und wenn du eben STARKE Probleme dadurch hast MUSS man sowas sehr ernst nehmen. Ich hoffe Dir geht es inzwischen gut. Falls nicht, reden hilft wenigstens ein bisschen. Alles Gute und viel Gesundheit fürs neue Jahr!
 
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